Routiniers oder Nachwuchs? – Wie geht es weiter mit dem FC-Sturm

Adamyan und Selke geben sich die Hand
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Routiniers oder Nachwuchs? – Wie geht es weiter mit dem FC-Sturm

Die Schwachstelle des FC war in der vergangenen Saison deutlich auszumachen. Die Kölner Offensive lahmte, kämpfte immer wieder mit Verletzungen und entwickelte kaum Torgefahr. Ohne mögliche Neuverpflichtungen steht der Club nun vor der Frage, wer diese Baustelle schließen soll.

Die Rückkehr einiger Leih-Offensivkräfte sowie das Treuebekenntnis von Mark Uth stellen den Kölner Sturm rein nominell auf stabilere Füße. Doch wer soll in der kommenden Saison für die Torgefahr sorgen beim 1. FC Köln: Setzt der FC im Sturm auf Routiniers oder den Nachwuchs?

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In der vergangenen Spielzeit zeichnete sich ein Problem der Geißböcke immer und immer wieder deutlich ab. Die Kölner Offensive agierte schlichtweg zu ungefährlich. Auch wenn Christian Keller während der Saison betonte, man habe kein Stürmerproblem, musste der FC-Sportdirektor nach dem Abstieg wohl auch einsehen: Doch, der FC hatte sehr wohl ein Sturm-Problem. Doch wie gehen die Kölner Verantwortlichen diese Baustelle für die kommende Saison in der zweiten Liga an? Dem FC bleiben aufgrund der Transfersperre zwei mögliche Wege. Eine Neuverpflichtung einer Offensivkraft ist keiner davon. So müssen die Kölner auf eigenes Personal setzen.

Routiniers oder Nachwuchs?

Und rein personell ist der 1. FC Köln gar nicht schlecht besetzt im Angriff – zumindest, wenn es um die reine Anzahl an Spielern geht. Mit Mark Uth, Steffen Tigges, Sargis Adamyan, Florian Dietz, Damion Downs sowie den Rückkehrern Tim Lemperle und Maxi Schmid verfügt der FC bereits zu diesem Zeitpunkt über sieben Angreifer. Die Torgefährlichkeit und Durchschlagskraft der Akteure steht jedoch auf einem anderen Blatt. Weder der langzeitverletzte Uth, noch Tigges oder Adamyan konnten in der vergangenen Spielzeit überzeugen. Der 32-jährige Uth bekannte sich zwar früh zum FC, konnte in der abgelaufenen Saison in elf Spielen aber nur für eine Vorlage sorgen. Tigges kam in 25 Begegnungen immerhin auf drei Treffer, Adamyan konnte in 20 Spielen ein Tor und drei Vorlagen für sich verbuchen. Florian Dietz, der nach seinem Kreuzbandriss kaum zu Einsätzen kam, komplettiert die Liste. Eine eher maue Ausbeute. Bleiben noch die Kölner Youngster.

Setzt der FC nun also auf die Nachwuchsspieler? Damion Downs kam in der vergangenen Saison erst unter Timo Schutz zu vermehrten Einsätzen, erzielte immerhin in seinen zehn Duellen zwei Tore und könnte eine Alternative für die zweite Liga werden. Die Rückkehrer Tim Lemperle und Maxi Schmid sind da schon erfolgreicher. Der an Greuther Fürth ausgeliehene Lemperle kommt auf sechs Tore und vier Vorlagen und sammelte bei den Kleeblättern ordentlich Spielpraxis. Der 22-Jährige könnte für die Kölner Offensive eine Verstärkung darstellen. Doch setzen die FC-Bosse ihre Hoffnungen alleine in den Nachwuchs? Offenbar nicht. Die Verhandlungen mit den Routiniers Luca Waldschmidt und Davie Selke dauern offenbar noch an. Ganz so verlassen auf den Nachwuchs, wie angekündigt, wollen sie die Verantwortlichen dann wohl doch nicht. Gerade Selke würde den Kölner Kader in der Offensive nochmal stärken und wäre eine wichtige Personalie für den Kampf in Liga zwei.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

DFB verhängt weitere Strafe gegen den 1. FC Köln

In der Südkurve brennen Fans des 1. FC Köln bengalische Fackeln ab. Effzeh müngersdorf Strafe DFB
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DFB verhängt weitere Strafe gegen den 1. FC Köln

Der DFB hat den 1. FC Köln mit einer weiteren Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro belegt. Das teilte der Verband am Donnerstag mit.

Der 1. FC Köln muss für das Vergehen einzelner Fans ein weiteres Mal in die Tasche greifen. Für Vergehen im März hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nun die Strafe ausgesprochen. Der DFB verhängt somit erneut eine Strafe gegen den 1. FC Köln.

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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den FC in einem weiteren Fall wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in einer Höhe von 15.000 Euro belegt. Davon kann der FC rund 5.000 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Laut DFB haben im Spiel bei Borussia Mönchengladbach einige Kölner Anhänger 15 pyrotechnische Gegenstände gezündet.

FC bereits mit zahlreichen Strafen

In der Tabelle der verhängten Strafe ist der FC damit weiterhin eine der Top-Mannschaften der vergangenen Spielzeit. Deutlich mehr als 700.000 Euro mussten die Kölner bereits zahlen. Die Strafen nehmen in den Bundesliga-Stadien Überhand. Das sieht auch der DFB: „Wir haben eine Arbeitsgruppe Stadionsicherheit eingerichtet, weil das Abbrennen von Pyrotechnik nach der Corona-Pandemie noch einmal zugenommen und die Strafzahlungen deutlich nach oben gegangen sind“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf vor einigen Wochen der „Mitteldeutschen Zeitung“. Für ein Kuriosum sorgte zuletzt die Strafe gegen Borussia Dortmund. Der BVB muss 20.000 Euro bezahlen, weil Torhüter und Ersatzkapitän gregor Kobel zum Anstoß zu spät erschienen war.


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Wer geht, wer bleibt?

Offiziell: FC verlängert den Vertrag mit Philipp Türoff

Philipp Türoff verlängert beim FC.
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Offiziell: FC verlängert den Vertrag mit Philipp Türoff

Zwei Wochen nach dem Abstieg des 1. FC Köln in die 2. Bundesliga stellt der Verein nach eigenen Aussagen die Weichen für die kommende Zeit. Geschäftsführer Philipp Türoff verlängert seinen Vertrag beim FC.

Der FC arbeitet in der Sommerpause an der Gestaltung der Zukunft. Ein neuer Trainer muss gefunden werden und Verträge mit Spielern müssen ausgehandelt werden, um für die kommende Saison einen ligatauglichen Kader zusammenzustellen. Auch auf der Führungsebene wird für die Zukunft geplant beim 1. FC Köln: Geschäftsführer Philipp Türoff verlängert seinen Vertrag.

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Trotz der Forderungen vieler Fans und Mitglieder nach einem Wechsel in der Vereinsführung, sprachen die Verantwortlichen des 1. FC Köln in den vergangenen Wochen wiederholt davon, dass es keine Änderungen geben werde. Erst in dem am Sonntag veröffentlichten Podcast „FC-Inside“ schlossen die FC-Bosse weitere personelle Konsequenzen aus. Das betrifft auch Philipp Türoff, den laut externen Gutachten in der Causa „Transfersperre“ eine „leichte, nicht schwerwiegende Pflichtverletzung“ trifft. „Als wir die Geschäftsführer rekrutiert haben, haben wir uns darum bemüht, Menschen zu finden, die fachlich gut qualifiziert sind, die über eine gute Reputation verfügen und die integer und vertrauenswürdig sind“, so FC-Präsident Dr. Werner Wolf im Podcast. „Das alles ist bei Philipp Türoff ohne Wenn und Aber gegeben.“

Vertrag mit Türoff verlängert

Dementsprechend hat der FC den Vertrag von Geschäftsführer Philipp Türoff verlängert. Dem Vernehmen nach bis 2026. „Philipp Türoff hat in seinen ersten drei Jahren unser Vertrauen vollumfänglich bestätigt“, so Wolf. „Er hat sich nicht nur in den Gremien, sondern auch bei Partnern und in der Politik in kurzer Zeit eine hohe Reputation erarbeitet. Das ist ein ganz wichtiger Trumpf für den 1. FC Köln.“ Türoff ist seit Januar 2022 Finanzchef beim FC: „Ich bin sehr gerne beim FC und es gibt viel zu tun. Ich freue mich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit und danke allen beteiligten Gremien für ihr Vertrauen“, so Türoff.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Schwierige Trainersuche unter schweren Bedingungen

Christian Keller telefoniert. 1. FC Köln: Die schwierige Suche nach einem neuen Trainer.
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Schwierige Trainersuche unter schweren Bedingungen

Die Suche nach einem neuen Trainer dürfte beim 1. FC Köln nach der Trennung von Timo Schultz am Montag auf Hochtouren laufen. Und sie wird wohl keine einfache werden. Den neuen Coach erwarten ungewohnt viele Ungewissheiten.

Nach nur einer halben Saison ist für Timo Schultz bereits wieder Schluss bei den Geißböcken. Für Sportdirektor Christian Keller bleibt nicht viel Zeit, einen Ersatz zu finden. Die neue Saison beginnt bereits in wenigen Wochen für den 1. FC Köln: Die schwierige Suche nach einem neuen Trainer.

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Gut eine Woche nach dem besiegelten Abstieg des 1. FC Köln in die 2. Bundesliga gibt es eine Stelle bei den Geißböcken zu besetzen. Die des Chef-Trainers. Keine ganz einfache Aufgabe, denn die Umstände für den neuen Coach könnten wohl kaum ungewisser ausfallen. Sportdirektor Christian Keller steht vor einer großen Herausforderung und gleichzeitig unter Zeitdruck. In gut drei Wochen beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison.

Noch im Winter benannte Keller das Anforderungsprofil für den Baumgart-Nachfolger und die mitzubringenden Fähigkeiten klar: „Wir haben eine klare Spielidee, die unter Steffen implementiert wurde. Diese Spielidee soll sich nicht verändern. Ganz im Gegenteil: Sie soll gestärkt und stabilisiert werden. Wir müssen also einen Trainer finden, der zu dieser Idee passt“, sagte Keller damals. „Zudem muss der Trainer die Qualität in der Mannschaft sehen, die wir alle sehen – die sich auch die Spieler wieder zutrauen müssen, um in der Liga zu bleiben.“ Unabhängig davon, dass die Spieler diese Qualität in dieser Spielzeit nicht ausreichend unter Beweis stellen konnten und die Baumgartsche Spielidee ebenfalls nicht gänzlich weitergeführt wurde, dürfte die Suche nach einem Schultz-Nachfolger keine einfache werden. Für Keller könnte es die letzte Chance werden, den richtigen Trainer zu finden. Und die Zeit drängt.

Die Zeit drängt, die Bedingungen sind schwierig

„Wir haben die Zeit bis zum Trainingsauftakt am 21. Juni, die ist lang genug“, betonte Eckhard Sauren, FC-Vize Präsident, noch vor wenigen Tage in einem Interview im „Express“ im Bezug auf die Trainerfrage. Genug Zeit zur Suche, aber wenig Zeit für den neuen Coach, sich auf die Situation beim FC einzustellen. Die Aufgabe bei den Geißböcken gehört sicher gerade nicht zu den attraktivsten. Denn die Ausgangslage rund ums Geißbockheim könnte wohl nicht ungewisser sein. Zum einen muss der Schultz-Nachfolger mit der Transfersperre und der damit fehlenden Möglichkeit, auf dem Transfermarkt tätig zu werden, umgehen. Zum anderen ist auch die Kadersituation bisher alles andere als geklärt.

Die Frage, wer den Verein noch verlässt und wer zurückkommt ist in den meisten Fällen noch offen. Ein neuer Coach unterschreibt gegebenenfalls parallel zu noch laufenden Kaderplanungen, ohne zu wissen, wer dem Gerüst der Mannschaft erhalten bleibt. Und, ohne seine eigenen Ideen und die Kaderplanung mit einbringen zu können. Zum Beispiel bei der Schwäbe-Urbig-Causa. Zudem steht der neue Coach vor der sicherlich unschönen Aufgabe, in der ersten Hälfte der Saison mit zurückkehrenden Leih- und Nachwuchsspielern ein Team aufzubauen, den Spielern das Gefühl zu geben, wichtig zu sein. Um ihnen dann nach einem halben Jahr, nach einer Nachbesserung auf dem Transfermarkt erklären zu müssen, dass sie nun nicht mehr erste Wahl sind. Natürlich stellt sich die Frage, wer sich auf ein solches Jobprofil einlässt und die Herausforderung annimmt. Die große Qual der Wahl wird Keller wohl nicht haben.

Strahlkraft des 1. FC Köln ist dennoch gegeben

Auf der anderen Seite ist eine Anstellung beim 1. FC Köln trotz allem auch nicht gänzlich unattraktiv. So beschreibt Ex-Trainer Schultz im Interview mit dem „Express“, dass er zwar den Klassenerhalt nicht hinbekommen habe, „aber alles andere drumherum war einfach erstklassig, das Stadion, die Fans, die Menschen im Umfeld.“ Die Chance, mit jungen Spielern eine Mannschaft zu formen und die Herausforderung, den FC wieder mit aufzubauen, können eben auch durchaus attraktiv sein. Christian Eichner ist ein möglicher Kandidat, einen Kontakt soll es noch nicht gegeben haben. Auch Urs Fischer, Enrico Maaßen und Thomas Reis wären in der Theorie eine Option. Keller wird sich die Suche wie in der Vergangenheit jedenfalls nicht allzu leicht machen.

Kleiner Fun-Fakt: Der FC sucht derzeit auf seiner Website einen Leiter für Medien und Kommunikation beim 1. FC Köln und stellt recht attraktive Arbeitsbedingungen in Aussicht. Zur offiziellen Jobbeschreibung gehören unter anderem „richtig gute Feiern mit einem großartigen und sympathischen Team“, „eine Flatrate für Getränke und Obst an Deinem Arbeitsplatz“ und „zwei Dauerkarten für unsere Heimspiele.“ Mit diesen Gratifikationen wird ein neuer Trainer dann wohl doch schnell gefunden werden.


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Transfergerüchte

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Kölns enttäuschende Transferbilanz

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Kölns enttäuschende Transferbilanz

Die Transferpolitik der Verantwortlichen des 1. FC Köln schien zu Beginn der Saison aus wirtschaftlicher Sicht wohl Sinn zu machen. Sportlich gesehen ging der Plan auf erschreckende Art und Weise nach hinten los. Das Fazit zu den Neuverpflichtungen fällt ein Jahr später enttäuschend aus.

Die Verantwortlichen des 1. FC Köln haben sich offenbar bei den zuletzt getätigten Transfers gründlich verschätzt. Eine konstante Verstärkung war für die Geißböcke unter dem Strich nicht dabei. So enttäuschend fällt die Transferbilanz des 1. FC Köln aus.

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Wirtschaftlich hatte im vergangenen Sommer eigentlich viel für eine gute Transferphase beim 1. FC Köln gesprochen. Acht Spieler wurden verpflichtet, nur für Dominique Heintz eine geringe Ablöse gezahlt. Der Plan, Spieler für kleines Geld unter Vertrag zu nehmen, um sowohl von einem sportlichen als auch wirtschaftlichen Erfolg zu profitieren, war durchaus verständlich, sogar aus finanzieller Sicht durchaus durchdacht. Rasmus Carstensen wurde zum Beispiel geliehen und mit einer Kaufoption in Höhe von 1,5 Millionen Euro versehen. Der Marktwert wird mittlerweile auf drei bis fünf Millionen Euro geschätzt.

Wirtschaftlich verständlich, sportlich desaströs

Doch was nutzt der beste wirtschaftliche Plan, wenn die sportliche Idee auf der Strecke bleibt. Der FC ist abgestiegen und die Bilanz der Neuverpflichtungen erschreckend. Da hilft der finanzielle Aspekt rein gar nichts. Die FC-Bosse lagen mit vielen Einschätzungen gründlich daneben. Eine Verstärkung war unterm Strich nicht dabei. Sicher auch, weil beim 1. FC Köln im vergangenen Früh-Sommer die mögliche Transfersperre über allen Entscheidungen hing. Und die wird den Kölner Verantwortlichen zweifelsohne so manchen Strich durch so manche Rechnung gemacht haben. Stichwort: Benedict Hollerbach. Und dennoch sahen sich Christian Keller und Co. gut gerüstet für die kommende Spielzeit. Ein Trugschluss. Das Fazit zu den Neuverpflichtungen fällt ein Jahr später mehr als mau aus.

Leart Pacarada stand schon vor der Transfersperre als künftiger Linksverteidiger fest. Sogar schon bevor Jonas Hector seinen Rücktritt bekanntgab. Als nomineller Ersatz für den ehemaligen Nationalspieler war der Linksverteidiger somit vermutlich nicht vorgesehen – zumindest nicht offiziell. Steffen Baumgart setzte zunächst auch große Stücke auf den Abwehrspieler, machte ihn zum Stammspieler. Nach dem 0:6 gegen Leipzig sowie dem Pokal-Aus gegen Lautern war der „beste Linksverteidiger der 2. Bundesliga“ erst einmal außen vor. Dazu kamen noch Verletzungen und Erkrankungen. Letztlich verlor Pacarada seinen Stammplatz an Youngster Max Finkgräfe. >>> 19 Einsätze, 13 Mal Startelf

Kein Transfer konnte konstant überzeugen

Jacob Christensen galt ebenfalls nicht als Eins-zu-eins-Ersatz für Ellyes Skhiri. Das betonte Christian Keller so gut wie bei jeder Möglichkeit. Dennoch waren die Erwartungen in den dänischen Mittelfeldspieler hoch. Auch, weil Christensen in Dänemark zu einem der größten Talente gehörte und schon auf mehr als 150 Pflichtspiel-Einsätze kam. Beim FC kam er nach einem Auftritt im DFB-Pokal lange gar nicht mehr zum Einsatz. Sein Bundesliga-Debüt feierte der Däne am 18. Spieltag, beim 0:4 gegen Borussia Dortmund. Es folgten einige Kurzeinsätze sowie gegen die Bayern und Darmstadt auch Spiele von Beginn an. Eigentlich löste Christensen seine Aufgabe nicht schlecht. Offenbar aber auch nicht gut genug. Seitdem saß der Däne nur noch auf der Bank. >>> 8 Einsätze, 2 Mal Startelf

Jonas Nickisch kam als Torwart, der im Endeffekt die Trainingsgruppe der Profis auffüllt. Ansonsten spielt der Keeper in der U21. Dort war Nickisch in 34 spielen im Einsatz, blieb elf Mal zu Null. Ansprüche auf mehr hat der Keeper allerdings vorerst nicht. In der kommenden Spielzeit werden Marvin Schwäbe oder Jonas Urbig die Nummer eins beim FC sein. >>> – Einsätze, – Mal Startelf

Luca Waldschmidt sollte so etwas wie der diesjährige Königstransfer der Kölner werden. Wurde er nicht. Und das hat vielschichtige Gründe. Dabei hatte sich Christian Keller doch so gefreut, als der Name endlich fiel. Keller hatte einen Namen versprochen, mit dem man nicht rechnete, die Fans sollten ihn bekommen. Nur haben die Anhänger bei dem Namen wohl mit mehr gerechnet. Der Unterschiedsspieler hatte nämlich relativ wenig von Unterschied. Nach Stammplatzgarantie zu Beginn der Saison, kam auch der ehemalige Nationalspieler nicht immer über den Status des Jokers hinaus. Im Januar folgte die schwere Verletzung. So fiel der Stürmer insgesamt für 12 Spiele aus. Mit drei Toren und zwei Vorlagen blieb auch Waldschmidt weit, sehr weit hinter den Erwartungen zurück. >>> 24 Einsätze, 16 Mal Startelf

Rasmus Carstensen wurde als Backup für Benno Schmitz nach Köln geholt. Doch der junge Däne zeigte schon in der Vorbereitung, dass er durchaus mehr sein könne. Carstensen wurde unter Steffen Baumgart zunächst zum Stammspieler, verlor den Platz unter Timo Schultz, bekam ihn wieder, um ihn dann erneut zu verlieren. Aktuell deutet viel daraufhin, dass der FC die Kaufoption zieht und den 23-Jährigen fest verpflichtet. Finanziell würde sich das lohnen. Sportlich konnte sich auch Carstensen nicht wirklich durchsetzen, bekam sogar Jan Thielmann zwischenzeitlich vor die Nase gesetzt. >>> 24 Einsätze, 18 Mal Startelf

Philipp Pentke sollte ursprünglich „nur“ den Trainings-Kader auffüllen und war nicht als Verstärkung vorgesehen. Erst als sich die Suche nach einem Ersatz für Timo Horn immer schwerer herausstellte, griffen die FC-Bosse zu und nahmen Pentke unter Vertrag. Der Routinier erfüllt seine Aufgabe als Nummer zwei ohne große Störgeräusche und das wohl auch in der kommenden Saison. >>> – Einsätze, – Mal Startelf

Dominique Heintz kam wohl nachdem Steffen Baumgart Nikola Soldo als nicht gut genug für die Bundesliga empfunden hat. Bei dem Innenverteidiger wussten die Kölner, was sie bekamen. Und Heintz hielt sein Versprechen, spielte seinen Stiefel einige Male solide runter. Im direkten Duell offenbart der Abwehrspieler gerade in Sachen Tempo einige Schwächen. Dennoch als Backup für das gesetzte Innenverteidiger-Duo wohl der erfolgreichste Transfer. >>> 12 Einsätze, 6 Mal Startelf

Faride Alidou bekam unter Steffen Baumgart in der Hinrunde zunächst nur wenig Einsatzzeit und stand gegen Ende des Jahres vier Mal nicht im Kader. Verringerte seinen Marktwert zum Jahreswechsel von 2.5 Millionen Euro auf 1.8 Millionen Euro. Der Trainerwechsel brachte Alidou mehr Spielzeit sowie vier Treffer ein. Auch der Marktwert des 22-Jährigen kletterte wieder auf das ursprüngliche Niveau. Unter Schultz kam der Linksaußen mehrfach zu Startelf-Einsätzen und immerhin vier Tore. Eine wirklich positive Entwicklung brachte Alidou in dieser Spielzeit für den FC somit allerdings nicht. >>> 26 Einsätze, 14 Mal Startelf


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Jeff Chabot: „Es ist an der Zeit, mich von diesem großartigen Verein zu verabschieden“

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Jeff Chabot: „Es ist an der Zeit, mich von diesem großartigen Verein zu verabschieden“

Wie erwartet wird Jeff Chabot den 1. FC Köln verlassen. Der Abwehrspieler verabschiedete sich am Abend via Instagram vom Verein.

Der FC verliert den ersten Leistungsträger: Jeff Chabot verlässt den 1. FC Köln. Der Abwehrspieler verabschiedete sich am Abend via Instagram.

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Wirklich überraschend kommt die Nachricht nicht, schmerzhaft ist sie dennoch. Der 1. FC Köln verliert den ersten Leistungsträger in der aktuellen Transferperiode. Jeff Chabot verlässt den FC. Das gab der Abwehrspieler am Abend mit emotionalen Worten via Instagram bekannt. „Nach zweieinhalb unvergesslichen Jahren ist es für mich an der Zeit, mich von diesem großartigen Verein zu verabschieden. Ich möchte mich bei jedem Einzelnen von euch für eure Unterstützung, eure Leidenschaft und eure Treue bedanken. Es war mir eine Ehre, dieses Trikot zu tragen und für euch auf dem Platz zu stehen“, schreibt Chabot. „Ein besonderer Dank geht vor allem an die FC-Fans, die immer für uns da waren, an meine Teamkollegen, Trainer und das gesamte Betreuerteam, mit denen ich viele unvergessliche Momente erleben durfte.“

Emotionale Worte von Jeff Chabot

Der Abwehrspieler war im Januar 2022 von Sampdoria Genua zum FC gewechselt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gehörte Chabot schon in der vergangenen Spielzeit zu den absoluten Leistungsträgern. In dieser Spielzeit war der 26-Jährige der einzige Stammspieler, der auf konstant hohem Niveau spielte. Chabot ist einer der besten Innenverteidiger der Liga. „Eure Freundschaft und Unterstützung haben mir stets Kraft gegeben. Obwohl ich nun neue Herausforderungen suche, werde ich diesen Verein immer in meinem Herzen tragen. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg“, schreibt Chabot. Mit großer Sicherheit wechselt Chabot zum VfB Stuttgart. Die Gespräche sollen weit fortgeschritten sein, Chabot einen Vertrag bis 2028 unterschreiben.


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Auf diese Leihspieler kann der FC in der kommenden Saison hoffen

Marvin Obuz spielt den Ball.
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Auf diese Leihspieler kann der FC in der kommenden Saison hoffen

Nach dem Abstieg steht wohl fest, dass den 1. FC Köln einige Leistungsträger verlassen werden. Aufgrund der Transfersperre werden die Kölner notgedrungen auf Leihspieler und den Nachwuchs setzen müssen. Doch wer hilft den Geißböcken?

Seit Samstagnachmittag steht der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte fest. Normalerweise stünde in so einem Fall ein personeller Umbruch in der Mannschaft an. Doch die Transfersperre schränkt den FC in seinen Handlungen ein. Auch deswegen hat Christian Keller schon im vergangenen Winter angekündigt, dass die Leihspieler eine größere Rolle spielen könnten. Diese Leihspieler können dem FC weiterhelfen.

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Jeff Chabot, Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Davie Selke – die Liste der Spieler, die den FC möglicherweise verlassen werden, ist lang und sie scheint endlos. Immer wieder finden sich neue Namen dort wieder. Tatsächlich wird Christian Keller nicht alle Spieler halten können und vermutlich auch gar nicht wollen. Denn der Gang in die 2. Bundesliga ist bekanntlich mit erheblichen finanziellen Einbußungen verbunden. Somit wird der FC wie angekündigt auf Leihspieler und den Nachwuchs setzen müssen. Im Sommer sollen die Spieler wieder zum Geißbockheim kommen. Doch nicht jeder Spieler wird dauerhaft zum FC zurückkehren.

Jonas Urbig: Die wohl größten Chancen auf einen Platz im Kader hat Jonas Urbig. Und nicht nur das. Das große Keeper-Talent kann mit einem Auge Richtung Stammplatz im Tor des 1. FC Köln schielen. Denn ob Marvin Schwäbe auch in der 2. Liga das Tor für die Geißböcke hüten wird, ist unwahrscheinlich. Und das nicht unbedingt nur, weil der Keeper den FC möglicherweise verlassen und in der Bundesliga bleiben will. Schwäbe deutete an, dass ein Verbleib auch an der Vereinsführung liege. Urbig scheint aber bereit – für die 2. Bundesliga allemal. Der Keeper beendete eine beeindruckende Saison bei Greuther Fürth. Urbig spielte in der Saison elf Mal zu Null, kassierte 48 Gegentore, hielt starke 50 Prozent der Elfmeter. Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert auf vier Millionen Euro ein. Urbig ist damit der wertvollste Keeper der zweiten Liga.

Drei Kandidaten für die Offensive

Tim Lemperle: Der Angreifer ist beim Kleeblatt ebenfalls uneingeschränkter Stammspieler und hat viel Spielpraxis sammeln können. Beim 2:0-Erfolg über Schalke war der Angreifer einmal mehr erfolgreich, obwohl Lemperle eher im linken Mittelfeld auflief. Insgesamt ist die Ausbeute des Offensivspielers mit sechs Toren und vier Vorlagen aber überschaubar. Ein Verbleib beim FC hängt wohl auch mit einigen Entscheidungen der aktuellen Stürmer beim FC zusammen. Dass Luca Waldschmidt nicht in Köln bleiben wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Aber auch hinter Davie Selke steht noch ein dickes Fragezeichen. Selke hat stand jetzt keinen Vertrag für die 2. Bundesliga, es gibt Angebote. Justin Diehl wechselt bekanntlich zum VfB Stuttgart. Ob der FC weiterhin auf die weiteren Stürmer setzen wird, ist offen. Ein Sturm-Duo mit Damion Downs und Lemperle klingt sicherlich in der 2. Bundesliga auch nicht schlecht.

Marvin Obuz: Der Rechtsaußen hatte beim FC lange und teils auch vergeblich auf den Durchbruch gewartet. Auch deswegen stand schon in der Vorsaison die Leihe Richtung Kiel an, die ebenfalls eher mau verlief. Auf gerade einmal 140 Minuten Einsatzzeit kam Obuz. Nun blickt der Offensivspieler auf eine wesentlich erfolgreichere Saison zurück. Auch, wenn es „nur“ in Liga drei war, startete der 22-Jährige in dieser Spielzeit bei Rot-Weiß Essen durch. Sein Marktwert steigerte sich auf 600.000 Euro. In 34 Spielen erzielte Obuz sieben Tore und lieferte 14 Vorlagen für den Tradidtionsclub, der Obuz gerne behalten hätte. Nun könnte es zurück zum FC gehen. Bekanntlich ist der Sprung von der 3. in die 2. Liga nicht der größte.

Maxi Schmid: Eigentlich begann die Spielzeit perfekt für den Offensivspieler, Schmid erarbeitete sich einen Stammplatz, erzielte in den ersten sieben Einsätzen drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Nach einer längeren Durststrecke kam Schmid nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus und war zuletzt auch einige Male außen vor. Nach dem Drama um den sicher geglaubten Aufstieg läuft es in den Aufstiegs-Playoffs alles andere als rund. Ob Schmid dem FC wirklich weiterhelfen kann, scheint aktuell eher unwahrscheinlich.

Wie geht es weiter mit Soldo?

Mathias Olesen: Der Luxemburger hatte mit Steffen Baumgart einen großen Befürworter beim FC. Der richtige Durchbruch blieb dem Mittelfeldspieler in Köln aber verwehrt. Auch bei seinem Leihverein in der Schweiz läuft es nicht perfekt für Olesen. Einen sicheren Stammplatz hat der Mittelfeldspieler bei Yverdon FC nicht. Auch seine feste Rückkehr hängt wohl mit der Personalsituation in Köln zusammen. Wie der „Kicker“ berichtet hat, soll Eric Martel über eine Ausstiegsklausel verfügen. In dem Fall könnte der Sechser die Geißböcke für einigermaßen „kleines“ Geld verlassen. Der Verbleib von Dejan Ljubicic scheint auch alles andere als sicher. Immerhin soll man dem Österreich in der vergangenen Spielzeit das Wort gegeben habe, dass er den Club verlassen könne. Dann wäre eine Rückkehr von Olesen sinnvoll.

Nikola Soldo: Der Abwehrspieler ist ein Fall für sich. Beim 1. FC Kaiserslautern kam Soldo im Grunde nicht in Schwung, war unter Friedhelm Funkel lange aussortiert und spielte die jüngsten beide Begegnungen wieder. Und dennoch hat Soldo durchaus Chancen auf ein Comeback im FC-Trikot. Denn mit Jeff Chabot und Timo Hübers könnten beide Innenverteidiger den FC verlassen. Zudem fällt Luca Kilian noch Monate aus. Sollte das Innenverteidiger-Duo wirklich den Club verlassen, stehen dem FC aktuell mit Dominique Heintz und Elias Bakatukanda genau zwei fitte Innenverteidiger zur Verfügung.


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Abstieg bringt sportliche Klarheit, wirft aber viele Fragen auf

Bleibt Timo Schultz Trainer des 1. FC Köln?
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Abstieg bringt sportliche Klarheit, wirft aber viele Fragen auf

Nach dem FC-Abstiegskrimi der vergangenen Spieltage ist nach der 4:1-Niederlage gegen Heidenheim der Abstieg in die zweite Bundesliga besiegelt. Sportlich weiß der Verein nun, wo er steht. Doch die Leistungen der Saison müssen aufgearbeitet werden und werfen viele Fragen auf.

Der FC spielt nächste Saison wieder zweitklassig, die Transfersperre verbietet ein Nachbessern und viele Personalfragen sind offen. Die Aufarbeitung der verkorksten Saison lässt personelle Veränderungen vermuten. Wie geht es weiter mit dem 1. FC Köln: Wie geht es personell weiter?

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Der Abstieg war noch keine 18 Stunden besiegelt, da bat FC-Trainer Timo Schultz seine Mannschaft noch einmal zum Gespräch ins Geißbockheim. Eine knappe Dreiviertel Stunde soll die finale Aussprache gedauert haben. Wenig Zeit, um die Geschehnisse der verkorksten Saison aufzuarbeiten. Nach dem Treffen verabschiedeten sich die Spieler und Trainer bis zum 21. Juni und der Aufnahme der Leistungstests in die Sommerpause, bevor es am 24. Juni dann wieder mit dem Training auf dem Platz losgeht. Sportdirektor Christian Keller betonte noch am Samstag: “Wir werden das aufbereiten. Wir haben schon damit angefangen und werden uns noch die nächsten Tage Zeit nehmen, das muss sein.” Stand jetzt ist zumindest nach außen nicht klar, wer nach dieser Analyse noch übrig bleibt.

Personelle Veränderungen stehen im Raum

Darüber hinaus hatte Keller mehrfach angedeutet, dass er als Hauptverantwortlicher im Geißbockheim bleiben wird. In der Vergangenheit betonte er auch mehrfach, er sei zufrieden mit der Arbeit von Timo Schutz. Dass personelle Veränderungen notwendig sind und diese auch kommen werden, steht hingegen wohl außer Frage. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass Timo Schultz im Juni noch mit dabei sein wird wohl eher als gering einzuschätzen. Denn die Mission „Klassenerhalt“ ist bekanntermaßen deutlich gescheitert. Auch wenn Schultz immer betont hat, auf Augenhöhe gespielt zu haben, zeigt die Bilanz, dass dem eben nicht so ist und spricht eine deutliche Sprache. Auch wenn es oft kolportiert wurde, stabilisiert hat er den FC nicht. Der Ostfriese bekam in seiner bisherigen Amtszeit sogar mehr Gegentore als Ex-Trainer Steffen Baumgart in der Hinrunde der Saison. So kassierten die Geißböcke unter dem zuletzt für seinen Hurra-Fußball kritisierten Ex-Coach in der Hinrunde 28 Gegentreffer. Unter Schultz musste Schwäbe jedoch sogar 32 Mal hinter sich greifen. Von Stabilität kann nicht die Rede sein – die Null stand eben nicht.

Auch die Personalsituation des Kaders ist mehr als unsicher. Bereits im Vorfeld des besiegelten Abstiegs gab es zu verschiedenen Spielern des aktuellen Kaders mehr oder weniger handfeste Gerüchte über Wechselabsichten und Verhandlungen mit anderen Vereinen. Mit Davie Selke und Mark Uth hatten gleich zwei Akteure keinen Vertrag für die zweite Liga. Uth machte bereits vor der Begegnung gegen Heidenheim Nägel mit Köpfen und verlängerte seinen Vertrag mit dem FC auch für die zweite Bundesliga. Ein starkes Statement und ein Bekenntnis zum Verein, das an Loyalität kaum zu übertreffen ist. Uth äußerte sich dazu kurz nach dem besiegelten Abstieg: „Ich habe meinen Vertrag auch verlängert, um ein Zeichen zu setzen, dass vielleicht andere Spieler auch bleiben. Ich hoffe es sehr.“

Vereinsführung muss Entscheidungen treffen

Wie es um den Verbleib von Luca Waldschmidt, Davie Selke, Fahride Alidou, Timo Hübers und Eric Martel steht, ist weiterhin offen. Bei Jeff Chabot und Marvin Schwäbe stehen die Zeichen eher auf Abschied. Obwohl es so scheint, als sei dies nicht alleine die Entscheidung der Spieler. So äußerte sich der Kölner Keeper zu der Frage nach seinem Verbleib beim Verein und ließ aufhorchen. „Erst mal muss sich der Verein klar werden: Wer soll bleiben? Wer darf bleiben? Wer soll den Weg mitgehen und wer nicht? Dann werden wir sehen, was in den kommenden Wochen dabei rauskommt“, so Schwäbe. Die Entscheidung in der Torwart-Frage scheint also nicht alleine die jetzige Nummer eins zu treffen.

All diese Fragen muss sich die Vereinsführung nun stellen und diese auch möglichst bald für sich beantwortet haben. Die zweite Bundesliga startet am 2. August. Das FC-Trainingslager findet bereits vom 21.-28. Juli in der Steiermark statt. Nicht viel Zeit zur Aufarbeitung der komplexen Geschehnisse der vergangenen Saison – nicht viel Zeit, um wichtige Spieler an den Verein zu binden.


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Einzelkritik

Das bedeutet der Abstieg

Das sagt Timo Schultz zu Waldschmidt, Finkgräfe und der Erkrankung von Jeff Chabot

Timo Schultz auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln.
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Das sagt Timo Schultz zu Waldschmidt, Finkgräfe und der Erkrankung von Jeff Chabot

Nach dem 3:2 gegen Union Berlin bekommt der FC am Samstag noch sein Endspiel. Dann sind die die Geißböcke zu Gast in Heidenheim. Am Donnerstag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Für den 1. FC Köln steht am Samstag das nächste Endspiel auf der Zielgeraden an. Die Geißböcke sind zu Gast beim 1. FC Heidenheim. Das sagt Timo Schultz vor dem Heidenheim-Spiel.

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Der 1. FC Köln steht unmittelbar vor seinem wohl entscheidenden Finale. Am Samstag sind die Geißböcke zu Gast beim 1. FC Heidenheim und müssen gewinnen, zeitgleich muss Union Berlin das Heimspiel gegen den SC Freiburg und in diesem Zusammenspiel müssen die Kölner auch noch vier Tore aufholen. Die Ausgangslage ist für die Kölner also alles andere als einfach. „Wir haben es die letzten Wochen immer wieder betont. Wir glauben dran. Bis zum Ende. Es ist rein rechnerisch alles möglich“, sagte Timo Schultz am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Heidenheim-Duell. Rechnerisch möglich ja, wahrscheinlich aber eher nicht. Aber: „Wir wussten, dass es bis zum letzten Spieltag um alles geht. Und das ist schon ein kleiner Erfolg“, sagte Schultz. Jetzt geht es darum, den kleinen Strohhalm auch zu ergreifen.

Schultz: „Man kann sich von dem Spielstand ja nicht frei machen“

„Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und das Spiel unbedingt gewinnen“, sagte der Coach. Das sei schon mal die Grundvoraussetzung. „Wir schauen vielleicht auch, was wir für ein Ergebnis brauchen. Es werden aber auf keinen Fall acht Leute mit dem Handy auf der Tribüne oder der Bank sitzen und permanent Ergebnisse durchgeben“, sagt Schultz. Aber: „Man kann sich von den anderen Spielständen ja nicht freimachen.“ Der Fokus liegt dennoch auf der eigenen Leistung. Mit voller Energie wolle man das Spiel angehen.

Mit voller Energie schon, mit voller Kapelle aber nicht. Sicher nicht mit dabei sind Davie Selke und Luca Kilian sowie der suspendierte Justin Diehl. Außerdem fehlen Denis Huseinbasic und Benno Schmitz nach ihren fünften Gelben Karten. Doch damit nicht genug. Es gibt zahlreiche Fragezeichen, wie Schultz betonte: „Luca Waldschmidt und Max Finkgräfe, die wir eigentlich nach dem letzten Spiel komplett abgeschrieben hatten, sind auf dem Wege der Besserung“, sagte der Trainer. „Ob es für Heidenheim reicht oder erst für nächste Woche, das steht noch nicht fest.“ Der Trainer wies aber noch auf eine andere Personalie hin: Jeff Chabot hat sich heute auch noch abgemeldet. Er ist ein zäher Hund. Da gehe ich fest davon aus, dass er uns morgen zur Verfügung steht. Alle anderen sind im Training.“

Schultz zu Uth: „Er will unbedingt. Er hat gut trainiert“

So auch Mark Uth, der möglicherweise sogar in die Startelf rotiert. „Er hat die ganze Woche bestreiten können. Auch er plagt sich immer mal wieder mit dem ein oder anderen Wehwehchen. Er will aber unbedingt. Er hat gut trainiert. Ob wir ihn von Anfang an loslassen, werden wir in Rücksprache mit ihm entscheiden“, sagte Schultz, der sich möglicherweise auf einen taktischen Kniff einlässt. „In den letzten Spielen haben wir gezeigt, dass die Dreierkette uns guttut. Der Kader ist aber eher für eine Viererkette zusammengestellt. Wir sind jetzt in einer Ausnahmesituation und müssen uns Lösungen einfallen lassen gegen Heidenheim. Das Szenario mit einer Dreierkette haben wir auch durchgeplant“, sagte der Trainer. Dann könnte Dominique Heintz wieder spielen, den der Trainer besonders hervob.

Eine wichtige Rolle können aber auch die Zuschauer spielen. „Das pusht die Jungs. Das ist das, warum wir das hier alles machen. Wenn wir in Heidenheim vielleicht ein gefühltes Heimspiel haben und selbst Leute ohne Ticket hinfahren, dann zeigt das nur, wie sehr die Fans an uns glauben“, sagte der Trainer und gab ein Versprechen ab: „Wir fahren da nicht hin, um mal zu schauen oder uns vielleicht mit ein bisschen Glück zu retten. Wir fahren da hin, um das Spiel zu gewinnen.“


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Der FC erhält sein finales Endspiel – der Abstieg ist weiterhin wahrscheinlicher

Die Kölner Mannschaft feiert nach dem 3:2-Sieg über Union Berlin vor der Südkurve. effzeh 1 FC Köln Klassenerhalt Abstiegskampf
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Der FC erhält sein finales Endspiel – der Abstieg ist weiterhin wahrscheinlicher

Mit dem 3:2-Erfolg über Union Berlin bekommt der FC am kommenden Wochenende das erhoffte Endspiel. Allerdings eins mit Schönheitsfehler. Ein Sieg alleine wird dem FC nicht reichen. Eine Niederlage von Union Berlin aber auch nicht zwingend.

Eine gewisse Moral ist dem 1. FC Köln nach dem Saisonfinale mit Endspiel um Endspiel sicher nicht abzusprechen. Zumindest waren die Kölner gefühlt schon mehrfach sicher abgestiegen. Doch selbst mit dem Erfolg haben die Geißböcke die Relegation noch nicht erreicht. Deswegen ist der Klassenerhalt für den FC noch immer unwahrscheinlich.

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Selbst Timo Schultz konnte nach dem 3:2-Erfolg über Union Berlin nicht mehr seine ostfriesische Ruhe bei sich behalten. Der Trainer des 1. FC Köln befand sich irgendwo mitten in der Traube, die sich um den Sieg-Torschützen Damion Downs gebildet hatte. „Der Druck war einfach unfassbar hoch. Da löst sich dann am Ende alles“, sagte der Trainer, dem die Erleichterung und auch eine gewisse Genugtuung in den Interviews nach dem Dreier anzusehen war. „Wir machen immer weiter, egal, welche Rückschläge wir hinnehmen müssen.“ Und Rückschläge haben die Kölner auch gegen die Eisernen hinnehmen müssen. Das schlecht verteidigte 0:1 mit der ersten Chance der Berliner, der ärgerliche Handelfmeter, der zum 0:2 führte sowie die Verletzung von Luca Waldschmidt. Dementsprechend war die Erleichterung, die Freude mehr als angebracht.

Der FC ist weiterhin auf Schützenhilfe angewiesen

Der FC hat sich durch eine besonders starke mentale Leistung noch das Endspiel gegen Heidenheim und den Kölner Anhängern eine weitere Woche der Hoffnung beschert. Eine Hoffnung, an die wohl auch nur wenige Spieler noch geglaubt hätten. „Jetzt haben wir ein wirkliches Endspiel. Wenn mir das jemand vor drei, vier Wochen gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte Timo Hübers und erklärte, dass das „schon wild“ sei. Schon nach der Niederlage gegen Darmstadt trauten den Kölnern nur wenige noch den Klassenerhalt zu. Nach dem verpassten Sieg im Endspiel gegen Mainz wurden es wohl weniger, nach dem 0:0 gegen Freiburg war der Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur. Nun gibt es nach dem 3:2 noch immer die Chance. Allerdings nach dem 0:3 der Dortmunder in Mainz nur noch auf den Relegationsplatz.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dafür schon sehr viel für eine Mannschaft zusammenkommen muss, die in dieser Saison wahrlich nicht oft überzeugt hat und auch nicht gerade das Glück als Partner an seiner Seite weiß. Dass die Kölner überhaupt noch ein Endspiel bekommen, liegt auch an den Unzulänglichkeiten der Konkurrenz. Und auf die sind die Kölner auch weiterhin angewiesen. Denn im Unterschied zu einem „wirklichen Endspiel“ brauchen die Kölner nicht nur drei Punkte gegen Heidenheim, sie müssen auch auf einen weiteren Patzer von Union Berlin hoffen. Die Eisernen empfangen am Samstag den SC Freiburg. Das Team von Christian Streich braucht zwar einen Erfolg, um den europäischen Wettbewerb abzusichern und würde dem Trainer gerne mit einen Sieg verabschieden, bei Union feierte der SC aber erst einen Erfolg und der liegt mittlerweile 20 Jahre zurück.

Köln muss vier Tore aufholen

Dass Serien im Fußball reißen, haben die Kölner am Samstag eindrucksvoll bewiesen. Mit dem 3:2 gab es für den FC den ersten Sieg über Union Berlin in der Bundesliga überhaupt. Ein Dreier der Freiburger ist demnach auch an der Alten Försterei alles andere als unmöglich. Doch mit der Sieg-Niederlage-Ausgangsposition der Kölner ist es noch nicht getan. Der FC muss auch noch drei, eigentlich vier Tore aufholen. Aktuell kommt der FC auf eine Tordifferenz von -29, Union Berlin auf -26. Bei Gleichheit der Differenz zählen die erzielten Tore. Auch dort hat Berlin die Nase mit 31 gegenüber den 27 der Kölner die Nase vorne. Gewinnt der FC also mit einem Tor Vorsprung und Berlin verliert mit zwei Treffern Differenz, kämen beide Teams auf -28. Union hätte aber aufgrund der geschossenen Treffer die bessere Platzierung. Es müssen also vier Tore aufgeholt werden. Gewinnt Köln also beispielsweise 1:0 in Heidenheim, müsste Berlin 0:3 gegen Freiburg im eigenen Stadion verlieren.

Trotz der drei Treffer gegen Berlin eine hohe Hürde. Auch deswegen wies Dominique Heintz nach dem Duell daraufhin, dass noch nichts erreicht sei. Der FC stand in dieser Saison zweifelsohne schon vor einfacheren Aufgaben, die dann aber gerne daneben gingen. Doch das Spiel gegen Union hat bewiesen, dass der FC gerade unmöglich erscheinende Aufgaben packen kann.



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