FC mit Mentalitätsproblem: Wut, Frust und fehlendes Selbstvertrauen

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FC mit Mentalitätsproblem: Wut, Frust und fehlendes Selbstvertrauen

Mit markigen Worten ließ Steffen Baumgart am Montag bei der PK vor dem Pokalspiel aufhorchen. Falls er sich dadurch eine Reaktion seiner Mannschaft versprochen hat, er hat sie nicht bekommen. Im Gegenteil: der FC wirkte verunsichert und ideenlos.

Flutlicht, ausverkauftes Haus, zwei Traditionsklubs – eigentlich versprach das Pokalspiel zwischen Kaiserslautern und Köln einen echten Pokalfight. Doch der FC spielte nicht mit. Statt Selbstvertrauen gab es die nächste Enttäuschung für den 1. FC Köln: Der FC hat ein Mentalitätsproblem.

Auch nach dem bitteren Pokal-Aus in Kaiserslautern sind beim FC, zumindest im „inneren Kreis“, Zweifel offenbar kein Thema. Steffen Baumgart hält weiterhin an seinem Weg fest. Fast schon trotzig, vielleicht stur klingen seine Durchhalteparolen. „Es ist klar, dass von außen alle unruhig sind und keine Zufriedenheit da sein kann. Dafür läuft die Hinrunde einfach nicht gut genug“, sagte der Trainer am Dienstagabend. „Wenn Sie mich jetzt nach meiner Situation fragen: Meine Situation hat sich nicht verändert. Wir sind klar im Umgang und wissen, was wir gemeinsam wollen. Der Druck kommt eher von außen, aber nicht von innen.“ Die Rückendeckung hat der Coach also auch weiterhin, an seinem Weg ließ er schon in den vergangenen Tagen keinen Zweifel. Den werde man weitergehen.

FC ohne Selbstvertrauen ohne Chance

Auch Christian Keller hat nach wie vor keine Zweifel daran, dass die Qualität seines Kaders für die Bundesliga reicht. „Dass wir verloren haben, hatte nichts mit der Qualität in den Beinen zu tun, der eine oder andere hat sicherlich zu viel nachgedacht“, sagte der Sportdirektor. Dabei entging natürlich auch Keller nicht, dass die Leistung nicht die eines Erstligisten war. „Als Bundesligist musst du dich in diesem Spiel definitiv durchsetzen. Wir sagen oft: Der Gegner hat eine höhere Qualität als wir. Gegen Kaiserslautern war es sicherlich so, dass wir die individuell klar besser besetzte Mannschaft auf dem Platz hatten.“ Nur wollte diese Mannschaft die Qualitäten, die es für einen Sieg gegen einen ambitionierten Zweitligisten braucht, nicht abrufen. Bezeichnend: die beiden Rekonvaleszenten Mark Uth und Jan Thielmann riefen die beste Leistung auf Kölner Seite ab und avancieren nun trotz ihrer langen Verletzungspausen zu sowas wie den Hoffnungsträgern in Köln.

Dass die Kölner die nötige Leistung aktuell nicht auf den Platz bringen, ist aber nicht nur ein Problem der mangelnden Qualität. Neben Keller brachte auch Baumgart die Psyche ins Spiel. „Dann merkt man natürlich, dass die Jungs auch vom Kopf her arbeiten“, sagte der Coach. Das merkte man in der Tat relativ früh. Und das schien einen seltsamen Ursprung zu haben. Jeff Chabot und Eric Martel wurden von Lauterns Terence Boyd abgekocht und die breite Brust der ersten Minuten war bei einem Großteil der Kölner Mannschaft wie weggeblasen. Baumgarts deftige Worte vom Montag waren in diesem Moment verpufft. Körpersprache, Wille, Mentalität? Keine Spur. Chabot und Dejan Ljubicic unterliefen haarsträubende Fehlpässe, Linton Maina, Leart Pacarada und Davie Selke offenbarten erstaunliche Stockfehler bei der Ballannahme und schon früh entluden sich bei den Kölnern erste Frustfouls. Dazu fehlte den Kölnern jegliche Idee, wie sie dem Spiel eine andere Wendung geben könnten. Irgendwie hatte die Szenerie viel von „Wir wollen ja, aber wir können nicht“.  

Zwei Platzverweise innerhalb weniger Minuten

Der Frust nahm im Laufe der Partie sichtbar zu. Zunächst zeigte Eric Martel einen Bodycheck, der schon beim Eishockey eine zwei Minutenstrafe mit sich gebracht hätte. Wenig später sah er nach dem xten Foul Gelb. Baumgart nahm den gefährdeten Sechser raus, das hinderte den 21-Jährigen aber nicht an der Ampelkarte. „Eric hatte einen emotionalen Ausbruch und der wird nun mal mit Gelb bestraft. Wenn du schon Gelb hast, kriegst du Gelb-Rot“, erklärte Baumgart. „Das hing vielleicht damit zusammen, dass er vom Ergebnis und auch von der Auswechslung enttäuscht war. Ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass er sich die Karte dann auf der Bank holt.“ Nur wenige Minuten später grätschte Florian Kainz Lauterns Boris Tomiak von hinten in die Beine – eine harte Rote Karte, aber eine, die man durchaus geben kann.

Bis zum vergangenen Spieltag und der Gelb-Roten Karte von Mathias Olesen war der FC das fairste Team der Bundesliga – ungewöhnlich für eine Mannschaft im Abstiegskampf. Im Pokal holten sich die Geißböcke gleich zwei Platzverweise ab – allerdings für Frustfouls und nicht, weil die Kölner sich mit leidenschaftlichen Zweikämpfen gegen die Niederlage bäumten. Dass Dejan Ljubicic lieber über ein vermeintliches Foul diskutierte, als einen vielversprechenden Konter zu eröffnen, zeigte ebenfalls die aktuelle mentale Verfassung der Geißböcke. So wollte sich der FC eigentlich für die kommenden Spiele das nötige Selbstvertrauen im Pokal holen. Für eine Mannschaft, die in dem Duell dann aber komplett ohne Selbstvertrauen auflief, ein unmögliches Unterfangen. In dieser Verfassung wird es auch in den vermeintlichen Endspielen gegen Augsburg und Bochum in den kommenden zehn Tagen eher schwer.



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Ein Hoffnungsschimmer in der Krise

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Ein Hoffnungsschimmer in der Krise

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte sich am Dienstag sicherlich eine Reaktion auf das 0:6-Debakel von Leipzig gewünscht. Doch einige Spieler knüpften im Pokal nahtlos an die schwache Leistung an. Ausgerechnet die beiden Rückkehrer Mark Uth und Jan Thielmann sorgen für den einzigen Hoffnungsschimmer.

Nach einer trostlosen Stunde im DFB-Pokal sorgten ausgerechnet die beiden zurückgekehrten Langzeitverletzten für Schwung beim 1. FC Köln: Mark Uth und Jan Thielmann werden zum Hoffnungsträger bei den Geißböcken.

Der Blick war leer Richtung Tribüne gerichtet. Mark Uth stemmte die Hände in die Hüfte, wenige Meter entfernt blickte Jan Thielmann ähnlich ratlos, ähnlich trostlos in das Weit der Lauterer Feierei. Die beiden Rekonvaleszenten waren am Dienstagabend spät zu ihren Einsätzen gekommen. Vielleicht zu spät. Zwar war FC-Trainer Steffen Baumgart vor dem Pokalspiel gegen Kaiserslautern der Meinung, seine beste Mannschaft für eben diesen Pokalfight gefunden zu haben. Nur hatte die Leistung eben bis zur Einwechslung von Uth und später auch Thielmann relativ wenig mit einem Fight auf Biegen und Brechen zu tun. Die von Baumgart angekündigte „Schlacht“ fand bei der 2:3-Pleite nicht statt.

Mit Uth und Thielmann kam die Wende

„Das war vor dem Spiel nicht so zu erwarten gewesen, denn die Energie in der Vorbereitung war gut. Umso enttäuschender, dass wir das von der ersten Sekunde an nicht auf den Platz gekriegt haben“, sagte Christian Keller. „So ein Spiel musst du von Anfang an mit einer viel höheren Geschwindigkeit gestalten. Dann brauchen wir uns auch nicht aufregen, dass der Ball beim 0:1 abgefälscht, das 0:2 ein blöder Konter und das 0:3 ein haltbarer Freistoß war. Das war in Summe einfach unter dem, was wir an Leistung bringen können.“ Können, aber auch müssen – denn wie Baumgart bereits am Montag betonte, stehen für den FC nun nur noch Endspiele auf dem Programm. Das erste im Pokal haben die Kölner verloren, der Traum vom Finale ist geplatzt, der FC streicht keine weiteren Prämien ein. Endspiel-Niederlagen in der Liga werden am Ende der Saison aber nicht so leicht zu verkraften sein.

Und so justierte Baumgart seine vermeintlich beste Mannschaft nach einer Stunde nach. Und diese Korrektur gibt dem FC dann doch für die kommenden Aufgaben wieder so etwas wie Hoffnung. Denn ausgerechnet die beiden Rekonvaleszenten Mark Uth und Jan Thielmann, mit denen sich Baumgart eigentlich – zumindest bei Thielmann – noch ein wenig Zeit lassen wollte, legten von der ersten Minute das an den Tag, was der Trainer sich von der ganzen Mannschaft gewünscht hatte. Wille, Einsatz und Leidenschaft. Uth hatte mit einer beeindruckenden Präsenz einen starken Zug zum Tor, kurbelte die Offensive beachtlich an und übertrug diesen unbändigen Willen auf die Mannschaft. Uth zog zwei Mal selbst ab und legte zwei Torschüsse auf. „Wir haben erst in den letzten 20 bis 30 Minuten angefangen Fußball zu spielen“, sagte Uth.

Baumgart: „Das macht mir wirklich Hoffnung“

Jan Thielmann stand keine 120 Sekunden auf dem Platz, da hatte der Offensivspieler einen Freistoß herausgeholt und diesen auch mit der Zehenspitze vollendet. Der 21-Jährige sorgte auf der rechten Seite für ordentlich Betrieb und strahlte in den wenigen Minuten mehr Gefahr aus, als Linton Maina in der guten Stunde zuvor. Erstaunlich, denn Thielmann war erst vor gut zwei Wochen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, sollte erst einmal bei der U21 Spielpraxis sammeln. Der Youngster brannte von der ersten Sekunde auf seinen Einsatz. Dass Uth anschließend noch den Anschlusstreffer erzielte, war bezeichnend. „Dass die beiden zurück sind, das macht mir wirklich Hoffnung. Hoffen wir, dass sie auch gesund bleiben und ihre Leistung stabilisieren können. Beide gehen vorneweg, sie waren der Faktor in den letzten 25 Minuten“, sagte Baumgart. Und der Sportdirektor ergänzte: „Auch mit zehn Mann waren wir besser als in den ersten 65 Minuten.“ 

Eine bezeichnende Aussage. Dass ausgerechnet zwei Spieler nun als Hoffnungsträger gelten, die monatelang verletzt ausgefallen sind, spricht jedenfalls nicht gerade für die Qualität der vermeintlich „besten Mannschaft“.



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Einzelkritik

Die „stärkste Mannschaft“ ist noch zu wenig

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Die „stärkste Mannschaft“ ist noch zu wenig

Gegen Kaiserslautern lag der 1. FC Köln in den meisten Bilanzen deutlich vor dem FCK. Unterm Strich ist der FC aber wieder einmal gegen einen unterklassigen Klub ausgeschieden – und das durchaus verdient.

Eine ordentliche Leistung und gute Statistikwerte haben gegen Kaiserslautern nicht gereicht. Und das, weil der FC auch in der zweiten Runde des DFB-Pokals gerade in vielen Tugenden dem FCK unterlegen war. 1. FC Köln: eine ordentliche Leistung reicht gegen Lautern nicht

Bei seiner Wutrede am Montagmorgen wurde FC-Trainer Steffen Baumgart ungewohnt deutlich. Und das, obwohl Baumgart bekannt für seine deutlichen Worte ist. Der Trainer hinterließ den Eindruck, als würde das 0:6 gegen Leipzig personelle Konsequenzen haben – und das nicht nur aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Rasmus Carstensen. „Es gibt auch die Situation, dass ich mit einigen Leistungen nicht zufrieden bin. Wir können davon ausgehen, dass es Wechsel geben wird“, sagte der Coach. Erstaunlicherweise gab es diese, abgesehen eben von Benno Schmitz für Carstensen, dann aber nicht.  „Ich glaube, dass es für das Spiel genau die beste Mannschaft ist“, erklärte Baumgart dann unmittelbar vor dem Pokalspiel, auf das sich der Trainer doch so gefreut hatte und das so bitter mit dem 2:3 endete.

Baumgart: „Wir waren nicht gut genug, um weiterzukommen“

Mit dieser Einschätzung lag der 51-Jährige offenbar aber daneben. Das 0:6 der Kölner in Leipzig hatte Spuren hinterlassen und die nicht nur beim Trainer. Ganz offensichtlich hatten die Geißböcke einen besonders schweren Rucksack zu tragen. Gerade im Spielaufbau unterliefen den Kölner teils haarsträubende Fehler. Dejan Ljubicic erwischte einen rabenschwarzen Tag, setzte gleich mehrfach seine Gegner in Szene und strahlte wahrlich nicht die von Baumgart geforderte Körpersprache aus. Auch die sonstige Konstante Jeff Chabot brachte FC-Keeper Marvin Schwäbe in die Bredouille und sah in der ein oder anderen Situation gegen Terence Boyd alt aus. In der Offensive fehlten dagegen die Ideen. „Man merkt natürlich, dass die Jungs auch vom Kopf her arbeiten“, sagte der Trainer, der dennoch nicht gänzlich unzufrieden war. „In den ersten 60 Minuten haben wir die Tore gekriegt, hatten da aber auch schon 70 Prozent Ballbesitz und haben immer wieder versucht, Lücken zu finden, die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht so gefunden haben. Wir haben also immer wieder versucht, weiter Druck zu machen und das war nicht ganz so schlecht, wie das 3:0 dann klingt.“

Tatsächlich lagen die Kölner in nahezu jeglicher Bilanz vorne. Der FC kam auf 73 Prozent Ballbesitz, brachte 83 Prozent der 620 Pässe zum Mitspieler, während Lautern gerade einmal 58 Prozent seiner 230 Pässe unterbrachte. Köln war bei den Flanken (23:2), bei den Torschüsse (13:9) und bei den Ecken (5:1) deutlich im Vorteil. Vielleicht sagte Baumgart auch deswegen, dass die Jungs aus seiner Sicht ein gutes Spiel gemacht hätten. „Aber nicht gut genug, um weiterzukommen – das ist das, was unterm Strich bleibt“, so der Trainer weiter. Soll heißen: trotz der optischen Überlegenheit ist der FC aus dem Pokal ausgeschieden – und das sicher nicht unverdient. Denn im Gegensatz zu Köln legte eher Kaiserslautern die Tugenden an den Tag, die Baumgart ebenfalls am Montag gefordert hatte: Körpersprache, Einstellung und Mentalität. Die Pfälzer gingen gefühlt in jeden Zweikampf und gewann gerade die wichtigen im Mittelfeld zunehmend. Die Kölner wirkten dagegen zunehmend frustriert.

Uth: „Wir wachen zu spät auf“

Auch, weil gerade in der Vorwärtsbewegung in den ersten 60 Minuten so gut wie nichts klappte. „Der erste Kontakt war technisch einfach nicht sauber genug. Dadurch haben wir sehr viele Fehler gemacht“, sagte Mark Uth. „Wir wachen einfach zu spät auf und glauben zu spät an das, was wir können. Dann verlierst du im Pokal recht simpel.“ Der FC wachte im Grunde auf, als Baumgart seine „beste Mannschaft“ nachjustierte. Und das mit der Einwechslung eben von Uth. Der Angreifer brachte neuen Schwung ins Spiel. Plötzlich wurden die Kölner zwingender. Als dann auch noch Jan Thielmann kam, schnupperte der FC doch noch an der nicht mehr für möglich gehaltenen Wende. Die beiden Rekonvaleszenten trafen kurz nach ihrer Einwechslung. Und tatsächlich war plötzlich auf einmal wieder was drin für den FC. „Uns hat in den letzten Jahren ausgezeichnet, dass wir nach frühen und einigen Gegentoren zurückkommen können“, sagte Uth. „Wir haben erst in den letzten 20 bis 30 Minuten angefangen, Fußball zu spielen.“ Und damit zu spät.

Die Rote Karte gegen Florian Kainz machte den Kölnern das Leben zumindest nicht einfacher. „Kainzi hat versucht, den Ball zu retten, trifft dann aber nur den Gegenspieler. Ob es jetzt eine Rote Karte ist oder nicht, da bin ich mir nicht ganz sicher. Aber das ist jetzt ohnehin müßig, darüber zu reden“, sagte Baumgart. „Wir sind im Moment in einer absolut beschissenen Situation und nicht nur, weil wir raus sind, sondern auch in der Liga. Wir sind aber auch die einzigen, die uns da wieder rausholen können. Nun müssen wir es halt machen.“       


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Einzelkritik

„Wir sind im Moment in einer absolut beschissenen Situation“

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„Wir sind im Moment in einer absolut beschissenen Situation“

Eine gute halbe Stunde war für den 1. FC Köln beim 1. FC Kaiserslautern zu wenig – der FC ist ausgeschieden. Die Stimmen zum Lautern-Spiel.

Es ist super enttäuschend. Wir haben gehofft, heute ein Erfolgserlebnis mitzunehmen. Das haben wir verpasst. Das ärgert uns ziemlich. Vor allem ärgern uns die drei Gegentore. Wir können das besser verteidigen. Wir können aber auch drei schießen. Wenn nicht sogar vier. Das 0:6 gegen Leipzig haben wir intern aufgearbeitet. Die Fans am Zaun waren natürlich enttäuscht, genau wie wir. Wir haben es auf dem Platz in der Hand und nicht geschafft. Jetzt geht es direkt weiter am Samstag gegen Augsburg

Timo Hübers

Du willst natürlich nicht in der 2. Runde im DFB-Pokal ausscheiden und dann auch nicht gegen einen Zweitligisten. Wir haben erst in den letzten 20 bis 30 Minuten angefangen Fußball zu spielen. Gerade nach dem Gegentor hatten wir eine gefühlte Unsicherheit. Der erste Kontakt war technisch einfach nicht sauber genug. Dadurch haben wir sehr viele Fehler gemacht. Es lief aber auch unglücklich. Das erste Tor ist abgefälscht, das zweite ein Konter, das dritte ein Freistoß. Wir wachen einfach zu spät auf und glauben zu spät an das, was wir können. Dann verlierst du im Pokal recht simpel. Wir mussten das recht schnell abhaken. Es bringt nichts darüber sich lange Gedanken zu machen. Genau das hat uns in den letzten Jahren ausgezeichnet. Dass wir nach frühen und einigen Gegentoren zurückkommen können. Das sind wir. Wir müssen in unserem inneren Kreis daran glauben. So müssen wir in die kommenden Spiele gehen. Wir sind eh raus, das spielt keine Rolle.

Mark Uth

Die Enttäuschung ist jetzt noch größer. Heute haben die Jungs aus meiner Sicht ein gutes Spiel gemacht. Aber nicht gut genug, um weitezukommen – das ist das, was unterm Strich bleibt. Du liegst auf einmal 3:0 hinten und der Gegner hat gefühlt drei Mal aufs Tor geschossen, dann ist das schon bitter. Wir treffen die Latte, haben sechs gute Möglichkeiten, um den Ball vom Sechzehner wenigstens aufs Tor zu bringen. Dann merkt man natürlich, dass die Jungs auch vom Kopf her arbeiten. Mit Mark und Jan, das freut uns natürlich, dass die uns ins Spiel zurück geholt haben. Ich glaube, ich wollte als Reaktion sehen, dass die Jungs bis zum Ende auch arbeiten und machen. Das haben sie gemacht. Trotzdem bleibt unterm Strich dasselbe Ergebnis. Deswegen ist das ärgerlich. In den ersten 60 Minuten haben wir die Tore gekriegt, hatten da aber auch schon 70 Prozent Ballbesitz, haben immer wieder versucht, Lücken zu finden, die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht so gefunden haben. Wir haben also immer wieder versucht, weiter Druck zu machen und das war nicht ganz so schlecht, wie das 3:0 dann klingt. Und dass man dann zum Schluss rangekommen ist, das ist dann zwar positiv, aber nicht positiv genug. Kainzi hat versucht, den Ball zu retten, trifft dann aber nur den Gegenspieler. Ob es jetzt eine Rote Karte ist oder nicht, da bin ich mir nicht ganz sicher, das ist müßig darüber zu reden. Auch, ob die letzte Aktion ein Elfmeter war. Wir sind im Moment in einer absolut beschissenen Situation und nicht nur, dass wir raus sind, sondern auch in der Liga – wir sind aber auch die einzigen, die uns rausholen können. Wir müssen es halt machen.

Steffen Baumgart

Ich habe schon schlechtere Spiele gemacht. Ich bin stolz auf die Mannschaft, was sie über 95 Minute in die Waagschale geworfen haben. Wir sind einfach sehr sehr glücklich. Wenn wir den Ball gewinnen, haben wir vorne genug schnelle Spieler, die Tore machen können. Ich habe lange kein Freistoßtor mehr gemacht. Deswegen freut es mich sehr. Die Leute sind glücklich und stolz, was wir hier gerade auf den Platz bringen.

Marlon Ritter

Alles zum Spiel

Einzelkritik

Einzelkritik der FC-Profis gegen Kaiserslautern

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Einzelkritik der FC-Profis gegen Kaiserslautern

Zwar hat der 1. FC Köln die erhoffte Reaktion auf das Debakel von Leipzig gezeigt – allerdings zu spät. Die Kölner wirkten verunsichert. Das zeigt sich auch in den Noten.

Zu spät aufgewacht, zu spät gewehrt – „Ich glaube, ich wollte als Reaktion sehen, dass die Jungs bis zum Ende auch arbeiten und machen. Das haben sie gemacht“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart nach dem Spiel. Am Ende ist Köln aber dennoch gegen einen Zweitligisten ausgeschieden. Die Einzelkritik der FC-Profis gegen Kaiserslautern

Das mangelnde Selbstvertrauen war den Kölner Profis im Pokalspiel gegen Lautern deutlich anzumerken. Zu viele Fehlpässe, zu viele individuelle Fehler, zu wenig wichtige Zweikämpfe gewonnen. Tatsächlich taten sich die Kölner mehr als eine Stunde lang schwer, fanden so gut wie gar nicht ins Spiel, trotz optischer Überlegenheit und brachten sich selbst immer wieder in Gefahr. Ausgerechnet mit der Einwechslung der beiden Rekonvaleszenten Mark Uth und Jan Thielmann lebte die Kölner Offensive auf.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Kaiserslautern

Wieder einmal machtlos beim ersten Gegentreffer. Der abgefälschte Ball erwischte den Keeper auf dem falschen Fuß. War kurz vor dem Seitenwechsel gegen Boyd zur Stelle. Sah aber bei den Treffern zum 0:2 und 0:3 nicht besonders glücklich aus.

Knüpfte nahtlos an die Leipzig-Leistung an und die war nicht besonders gut. Fand in der Offensive so gut wie gar nicht statt, offenbarte dazu erstaunliche technische Schwierigkeiten.

Setzte in der Anfangsphase nach einer Ecke einen Kopfball knapp über anstatt ins Tor. Machte das leider auf der anderen Seite beim Schuss von Tachie deutlich treffsicherer. Der Lauterer Angreifer und der Kölner Abwehrspieler wollten auch weiterhin nicht zusammen finden. Hübers foulte vor dem 0:3 Tachie. Ritter verwandelte eiskalt per direktem Freistoß.

Fand in Boyd einen körperlich überlegenen Gegenspieler. Ließ sich von dem Angreifer einige Male düpieren. Dazu ein erstaunlicher beinahe Fehlpass per Kopf, der glücklicherweise nicht bestraft wurde.

Kam für Carstensen in die Startelf. Konnte sich nicht wirklich für die Stammelf empfehlen. Ließ beim 0:2 Redondo sträflich frei. Legte Uth immerhin das 1:3 auf.

Fiel im ersten Abschnitt einzig durch seltsame Fehlpässe und Bogenlampen auf. Blieb nach dem Wechsel bei einem Zweikampf trotz Ballbesitz und während eines Konters diskutierend stehen. Das wird Baumgart mal so gar nicht gefallen haben.

Auch er hat den Rucksack aus Leipzig mit nach Lautern gebracht. Leistete sich zu viele individuelle Fehler, war schwach im Zweikampfverhalten. Früh gefrustet, früh die ersten Frustfouls. Sah dann auf der Bank die Gelb-Rote Karte.

Das perfekte Spiel um Verantwortung zu übernehmen. Das gelang dem Kölner Kapitän so gar nicht. Fand im ersten Abschnitt so gut wie gar nicht statt. Schien dann mit der Vorlage zum 1:3 durch Thielmann zu alter Form zu finden, bis er Tomiak von hinten in die Beine sprang. Rot. Unnötig. Damit war für den FC nicht mehr viel möglich.

Hatte nach rund 35 Minuten eine Aktion, die symptomatisch für seine Saison ist: lief sämtlichen Gegenspielern mit hohem Tempo davon, hätte den Ball hinter die Kette spielen können und müssen – spielte den herbeigeeilten Abwehrspieler an. War immerhin Aktivposten auf der Außenbahn. Hatte mit dem Lattentreffer die beste Chance der schwachen ersten 60 Minuten.

Schaffte es im Angriff nicht die Bälle festzumachen. Das fiel besonders deutlich beim 0:1 auf. Dabei sollte das doch eine der Kernaufgaben eines Stürmers seines Kalibers sein. War auch sonst ungefährlich.

Suchte wenigstens den Torabschluss. Wurde gerade nach der Einwechslung von Mark Uth noch stärker, kam am Ende auf sechs Versuche.

Mit Uth kam die Wende. Der Offensivspieler sorgte umgehend für Tempo, setzte unter anderem Waldschmidt in Szene. Der 32-Jährige belohnte sich mit einem Kopfballtor.

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Pokal-Aus: FC zeigt zu spät Reaktion

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Pokal-Aus: FC zeigt zu spät Reaktion

Der 1. FC Köln ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die Kölner unterlagen dem 1. FC Kaiserslautern nach 0:3-Rückstand 2:3. Zu allem Überfluss sah Florian Kainz die Rote Karte.

Steffen Baumgart hatte sich sicherlich eine Reaktion seiner Mannschaft nach dem 0:6-Debakel in Leipzig gewünscht. Er hat es Pokal gegen Lautern zu spät bekommen, der FC lag nach einer guten Stunde 0:3 zurück. Erst in der Schlussphase drehten die Kölner auf und kamen durch Treffer der Rückkehrer Jan Thielmann und Mark Uth wieder ran. Doch es war zu spät. Der 1. FC Köln scheitert im Pokal an Lautern und scheidet einmal mehr gegen einen unterklassigen Gegner aus.

Steffen Baumgart sorgte schon bei der Startelf für eine kleine Überraschung – zumindest war von den angekündigten Wechseln nicht sonderlich viel zu sehen. Einzig Benno Schmitz stand für den erkrankten Rasmus Carstensen in der Anfangsformation. Dabei ging es dem Trainer aber nicht darum, dass die Elf vom Debakel am Samstag Wiedergutmachung betreiben sollte. „Ich glaube, dass es für das Spiel genau die beste Mannschaft ist“, sagte der Trainer vor dem Spiel im ZDF. Wie Wiedergutmachung sah die Leistung der Kölner gerade im ersten Abschnitt auch wahrlich nicht aus. Dem FC war die Verunsicherung deutlich anzusehen, immer wieder brachten sich die Geißböcke durch individuelle Fehler selbst in Gefahr.

Hübers fälscht unglücklich zum 0:1 ab

Die erste Chance gehörte bereits den Pfälzern. Nach einer Ecke des ehemaligen Baumgart-Spielers Marlon Ritter kam Boris Tomiak aus der Distanz zum Abschluss, verzog aber. Auf der anderen Seite setzte Timo Hübers den Ball nach einer Ecke über das Tor, Luca Waldschmidt beim zweiten Standard neben das Gehäuse. Die Anfangsphase gehörte zwar dem FC, der fand aber einzig bei Standards eine Möglichkeit, Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu erzeugen. Lautern kämpfte sich zunehmend ins Spiel. Dass, was Baumgart noch am Montag gefordert hatte, zeigten die Pfälzer: Körpersprache, Einstellung und Mentalität. Unter anderem ließ Terence Boyd Jeff Chabot und Eric Martel wie Slalomstangen stehen, allerdings ohne dann aber gefährlich zu werden. Anschließend verlor Davie Selke unnötig einen Ball, Lautern schaltete schnell um, den Konter nutzte Richmond Tachie zu einem Distanzschuss, den Hübers ins eigene Netz abfälschte.

Der FC benötigte ein paar Minuten, um sich zu sammeln. Zwar übernahmen die Kölner wieder die Spielkontrolle, in der Vorwärtsbewegung fiel den Geißböcken aber nach wie vor wenig ein. Und wenn, fehlte einmal mehr die Präzision. In der Rückwärtsbewegung unterliefen den Kölnern dann aber immer wieder teils haarsträubende Fehler. Chabot setzte mit einem verunglückten Kopfball Boyd genauso in Szene wie Ljubicic mit einem Fehlpass. Überhaupt erwischte der Österreicher nicht seinen besten Tag. Kurz vor der Halbzeit hätte Boyd nach einem schönen Chip-Pass erhöhen können, doch Schwäbe war zur Stelle.

Thielmann mit starkem Comeback

Baumgart stellte zur zweiten Halbzeit taktisch um, zog Kapitän Florian Kainz zurück, dafür rückte Ljubicic auf die rechte Seite und Maina auf die linke. Die Maßnahme zeigte zunächst keine Wirkung. Denn zunächst schlugen die Lauterer einmal mehr zu und das erfolgreich. Ritter verlagerte den Ball auf Kenny Redondo, der sträflich frei stand und aus 15 Metern ins lange Eck einschob. Doch endlich zeigte der FC eine Reaktion. Linton Maina zog aus 20 Metern per Dropkick ab und traf die Latte. Anschließend setzte sich der schnelle Mittelfeldspiele auf der Außenbahn durch, seine Hereingabe verpasste Waldschmidt knapp. Nach gut 55 Minuten hatte Baumgart genug von Ljubicic gesehen und brachte Mark Uth. Und der 32-Jährige brachte gleich so etwas wie Kreativität ins Spiel. Einen Pass von Kainz legte der Offensivspieler geschickt auf Waldschmidt ab, der aber einmal mehr verzog. Genauso wie 120 Sekunden später von der Sechzehnerlinie.

Kainz sieht Rot

Aber auch Lautern blieb gefährlich. Einmal mehr setzte Ritter einen Mitspieler in Szene. Dieses Mal erneut Tachie, der von Hübers nur durch ein Foul zu stoppen war. Den anschließenden Freistoß verwandelte Ritter direkt. Baumgart brachte mit Steffen Tigges und Jan Thielmann zwei frische Kräfte. Und der Kölner Youngster brachte sich direkt perfekt ein. Zunächst holte der 21-Jährige einen Freistoß heraus, dann berührte Thielmann den Ball wohl mit der Fußspitze bei einem Freistoß von Kainz, der zum 1:3 führte. Köln wollte mehr, erhöhte endlich den Druck. Eine Hereingabe von Schmitz vollendete Uth zehn Minuten vor Spielende zum Anschlusstreffer. Der FC drückte nun auf den Ausgleich und schwächte sich selbst. Kainz sprang Tomiak von hinten in die Beine und sah die Rote Karte. Zuvor hatte bereits Eric Martel Gelb-Rot gesehen – allerdings auf der Bank.

In Unterzahl gelang dem FC der erhoffte Ausgleich nicht mehr. Dabei hätten die Kölner in der Schlussminute noch einen Elfmeter bekommen können. Der Ex-Kölner und FCK-Keeper Julian Krahl rang Steffen Tigges im Strafraum nieder, Schiedsrichter Sven Jablonski ließ weiterspielen.

1. FC Köln: Schwäbe – Schmitz, Chabot, Hübers, Pacarada – Martel (77. Huseinbasic), Ljubicic (57. Uth) – Waldschmidt, Kainz, Maina (68. Thielmann) – Selke (68. Tigges) ; Tore: 1:0 Tachie (21.), 2:0 Redondo (47.), 3:0 Ritter (64.), 3:1 Thielmann (71.), 3:2 Uth (81.) – Gelb-Rote Karte: Eric Martel – Rote Karte: Florian Kainz


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Fan, Balljunge, Debüt – eine besondere Heimreise für Dominique Heintz

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Fan, Balljunge, Debüt – eine besondere Heimreise für Dominique Heintz

Am Abend ist der 1. FC Köln zu Gast beim 1. FC Kaiserslautern. Auch wenn er nicht zum Einsatz kommen sollte, für Dominique Heintz dürfte die Begegnung eine ganz besondere werden.

Auf wirklich viel Einsatzzeit kam Dominique Heintz beim 1. FC Köln in dieser Saison noch nicht. Auch am Dienstag wird er sicher nicht in der Startelf stehen. Zwar spielt Heintz für den 1. FC Köln: Es wird dennoch eine besondere Heimreise für Dominique Heintz.

So wirklich zufrieden wird Dominique Heintz mit der aktuellen Situation beim 1. FC Köln nicht sein. Der Innenverteidiger wird natürlich gewusst haben,  worauf er sich bei den Geißböcken bei seiner Rückkehr einlässt. Dass es vorerst kein Vorbeikommen an der Abwehrzentrale um Timo Hübers und Jeff Chabot geben wird. Mit viel Einsatzzeit wird der Abwehrspieler jedenfalls in dieser Saison nicht rechnen können. Bislang kommt der 30-Jährige auf 14 Einsatzminuten. „Meine Rolle sehe ich darin, da zu sein, wenn die anderen mich brauchen. Ich bin ein Mannschaftsspieler, stelle mich entsprechend voll in den Dienst der Mannschaft und bin da, wenn ich gebraucht werde“, sagte Heintz im Sommer. „Die Saison ist lang, wir haben noch schwere und viele Aufgaben vor uns – und da wird jeder einzelne von uns gebraucht im Team. Ich versuche, als erfahrener Spieler Verantwortung zu übernehmen, laut voranzugehen, Stimmung reinzubringen und auch mit den jüngeren Spielern viel zu sprechen.“

Ein Einsatz ist unwahrscheinlich

Dass der 30-Jährige im Pokal am Dienstag zum Einsatz kommt, ist eher unwahrscheinlich. Zwar hat Steffen Baumgart am Montag bereits angekündigt, dass es sehr wahrscheinlich den ein oder anderen Wechsel geben wird und auch Chabot und Hübers erwischten beim 0:6-Debakel in Leipzig nicht ihren besten Tag, doch dem Kölner Trainer ist der DFB-Pokal wohl zu wichtig, als dass er die Abwehrzentrale umbauen würde. Zuletzt bekam auch Luca Kilian den Vorzug und zeigte gegen Leipzig zumindest Willen. Den Abwehrspieler meinte Baumgart sicher nicht bei seiner Körpersprachen-Kritik am Montag. Und dennoch wird die Begegnung in Lautern für Heintz eine besondere werden. Der 30-Jährige kehrt in seine Heimat zurück.

Heintz kam in Neustadt an der Weinstraße auf die Welt, wuchs in Kirrweiler knapp 30 Kilometer vor den Toren Kaiserslauterns auf. Die Leidenschaft zum Fußball kam durch den Vater, der ihn mit „auf den Betze“ nahm. In einem Interview sprach der Abwehrspieler von der Faszination, die das Stadion auf ihn schon damals hatte. Mit sieben Jahren wechselte Heintz zu den Junioren des FCK, durchlief sämtliche Jugendmannschaften, stand lange als Balljunge auf dem Platz und als Fan auf der Tribüne. Mit 19 Jahren wurde sein Traum vom Profifußball in Lautern wahr. Heintz gab im Mai 2012 sein Debüt in der Bundesliga gegen Hannover 96 – ebenfalls 14 Minuten. Ein bitteres Debüt – denn Lautern stand genau wie der FC bereits als Absteiger fest. Im Folgejahr wurde der Innenverteidiger Stammspieler, stand auch beim 3:3 gegen den FC auf dem Platz.

2015 folgte dann der Wechsel zum FC. Im vergangenen Sommer gab es Gerüchte um eine Rückkehr des Innenverteidigers nach Kaiserslautern. Kein Wunder, der Abwehrspieler gilt als besonders heimatverbunden, unterstützt lokale Vereine in der Pfalz, Lautern suchte einen Innenverteidiger, Heintz eine neue Herausforderung. Die fand der 30-Jährige beim FC. Dafür wechselte bekanntlich Nikola Soldo in die Pfalz. Im Gegensatz zu Heintz wird der junge Kroate aller Wahrscheinlichkeit nach spielen.


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Flutlicht, 50.000 Zuschauer, Entscheidungsspiel – was will man mehr

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Flutlicht, 50.000 Zuschauer, Entscheidungsspiel – was will man mehr

Flutlicht, Traditionsvereine, 50.000 Fans, Do-or-Die-Charakter – das Pokalspiel des 1. FC Köln beim 1. FC Kaiserslautern bietet so ziemlich alles, was das Fußballherz verlangt. Für die Geißböcke geht es allerdings auch um das so dringend benötigte Selbstvertrauen für die Liga.

Ausgerechnet mitten in der Krise steht ein absolutes Highlight auf dem Spielplan des 1. FC Köln: Ein Entscheidungsspiel auf dem Betzenberg.

Für einen kurzen Moment fiel Steffen Baumgart am Montag aus seiner Rolle. Zwischen Frust und Wut huschte dem Kölner Trainer auf der Pressekonferenz der Ansatz eines Lächelns über das Gesicht. Wäre die Situation nicht die aktuelle, die kriselnde gewesen, hätte sich der Coach nicht über das Leipzig-Debakel in Rage geredet, Baumgart hätte vielleicht ins Schwärmen kommen können. „Ich betone immer gerne, wie gerne ich so etwas als Trainer erleben darf. In so einem Stadion spielen zu dürfen, mit solchen Emotionen. Das sind Erlebnisse „, sagte Baumgart als er dann auf das Pokalspiel zu sprechen kam, dem eigentlichen Grund der Pressekonferenz. „Es gibt so besondere Momente und das kann Lautern sein. Ich durfte da spielen. Es waren immer heiße Duelle.“ Wie heiß die Duelle auf dem Betzenberg sein können, haben schon ganz andere Kaliber erfahren. Real Madrid, der FC Barcelona, aber auch die Bayern kassierten bittere Niederlagen in Kaiserslautern.

Der Mythos Betzenberg ist wieder erwacht

Der Mythos Betzenberg hat ein paar Jahre gelitten, scheint aber spätestens mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga wieder erwacht zu sein. Flutlicht, knapp 50.000 Zuschauer, zwei Traditionsvereine, ein Do-or-Die-Spiel – mehr Fußball geht nicht. Kein Wunder, dass sich das ZDF für dieses Duell der 2. Pokalrunde entschieden hat. „Und wenn ich dann noch bedenke, dass es eine besondere Schlacht wird. Wenn ich mir die Wetterprognose mit 20 Litern pro Quadratmeter anschaue, dann wissen wir, dass der Boden sehr tief sein wird. Es wird vielleicht nicht immer Fußballspielen möglich sein. Aber es wird ein Fight sein und den sollten wir alle annehmen“, erklärte Baumgart, dazu benötigt es aber Eigenschaften, die den Kölnern zuletzt abgegangen sind. „Körpersprache, Einstellung und Mentalität gehören beim Fußball immer dazu“, sagte Baumgart. „Ich war ein Spieler, der nur darüber Erfolg hatte. Und ich glaube, dass ich genau das als Trainer verkörpere. Wenn ich eine Mannschaft habe, die die Körpersprache nicht an den Tag legt, dann bin ich irgendwann auch einfach angepisst.“

Gegen den euphorisierten Zweitligisten kann der FC nur mit der richtigen Einstellung, dem letzten Willen bestehen. Dass die Kölner diese aber wieder aus der Schublade holen werden und nicht ähnlich wie beim 0:6 gegen Leipzig auftreten, steht für Kaiserslauterns Trainer Dirk Schuster fest. „Eins wird uns diese Niederlage sicher nicht mit auf den Weg geben, dass wir mit einer Kölner Mannschaft rechnen können, die nicht auf Sendung ist“, sagte Schuster. „Mein Kollege Steffen Baumgart hat schon eine Wortwahl gewählt, die allen die Augen geöffnet hat. Köln wird keinen Zentimeter preisgeben. Sie rechnen auch nicht damit, dass es ein ästhetisch wertvolles Spiel werden wird, sondern ein Kampf auf Biegen und Brechen. Und das zeigt, dass sie total gewillt sind, diese Partie für sich zu entscheiden.“

Wer läuft gegen Lautern auf?

Zumal es gut sein kann, dass Baumgart dem ein oder anderen Spieler einen kleinen Denkzettel verpassen wird. „Es wird in der ein oder anderen Situation schon einen Wechsel geben können. Wir haben einen Krankheitsfall“, sagte Baumgart in Bezug auf Rasmus Carstensen, der nicht zur Verfügung steht. Für den Dänen wird voraussichtlich Benno Schmitz wieder auflaufen. „Es gibt aber auch die Situation, dass ich mit einigen Leistungen nicht zufrieden bin. Wir können davon ausgehen, dass es Wechsel geben wird“, fuhr Baumgart aber fort. Vor allem Spieler, die die geforderte Einstellung gegen Leipzig nicht gezeigt haben, dürfte es treffen.

Doch damit hinterließ der Coach zahlreiche Fragezeichen. Denn Namen nannte Baumgart natürlich nicht. Dass Baumgart seine komplette Abwehr umbauen wird, ist jedenfalls sehr unwahrscheinlich. Auch Eric Martel und Dejan Ljubicic sollten genauso wie Florian Kainz und Luca Waldschmidt eigentlich gesetzt sein. Trifft es Linton Maina, der gegen Leipzig schon zur Halbzeit runter musste? Wer spielt dann auf der rechten Seite? Dejan Ljubicic und der FC mit nur einer Sechs? Oder kommt es doch zum verfrühten Comeback von Jan Thielmann? Ein große Rotation schloss der Trainer ohnehin aus. „Es wird die stärkste Mannschaft auflaufen, die ich zu dem Zeitpunkt für die stärkste halte“, sagte Baumgart dann wieder in der ernsten Rolle.


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Einzelkritik

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Kaiserslautern

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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Kaiserslautern

Nur drei Tage nach dem 0:6-Debakel gegen Leipzig steht für den FC ein emotionales Spiel auf dem Programm. Köln ist zu Gast bei Kaiserslautern. Alles Wissenswerte rund um die Begegnung gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen den FCK geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Kaiserslautern.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Kaiserslautern?

Ausgerechnet zum 100. Mal treffen der 1. FC Köln und der 1. FC Kaiserslautern am Dienstag aufeinander. Die Bilanz spricht ganz klar für Lautern. Der FCK gewann 42 der Partien, der FC setzte sich in 26 Spielen durch. 31 Begegnungen endeten demnach unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 183:157 für den Gastgeber. Von den jüngsten zehn Begegnungen gingen nur zwei an Köln. Im DFB-Pokal ist es die fünfte Begegnung. Erst einmal gewann der FC. 1990 setzte sich der FC in der 2. Runde mit 2:1 gegen die Pfälzer durch. Lautern erreichte sieben Mal das Pokalfinale, gewann es 1990 und 1996.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen Lautern?

Das Spiel beginnt am Dienstag um 20.45 und wird im Free-TV zu sehen sein. Das ZDF überträgt ab 20.15 Uhr.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Kaiserslautern?

Die höchsten Erfolge in der Bundesliga fuhren die Kölner in den 60er Jahren ein. 1967 setzte sich der FC mit 5:0 gegen Lautern durch, 1969 gab es ein 6:1. Der höchste Sieg gelang Köln in der Meisterschaftsrunde 1953. Damals gewann Köln 8:2.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Lautern?

Die höchste Niederlage gab es ausgerechnet auch im DFB-Pokal. 1954 gewann Lautern im Achtelfinale des DFB-Pokals 7:0. Fritz Walter erzielte damals zwei Treffer.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Lautern?

Die meisten Tore erzielte Hannes Löhr. Löhr erzielte 17 Tore gegen Kaiserslautern. Auf der anderen Seite verteilen sich die Torschützen breiter. Stefan Kuntz traf sechs Mal für Lautern gegen Köln.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Kaiserslautern?

Pierre Littbarksi kommt auf insgesamt 26 Duelle gegen den FCK. Werner Melzer stand auf der anderen Seite bei 24 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und vom FCK?

Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf gut 85 Millionen Euro. Der FC liegt damit im unteren Drittel der Liga, aber vier Mal so hoch wie der von Lautern. Tatsächlich ist aktuell Nikola Soldo der wertvollste Spieler der Pfälzer mit einem Marktwert von gut 2 Millionen Euro. Wertvollster FC-Profi ist Dejan Ljubicic mit rund 9.5 Millionen Euro.

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Jan Thielmann zurück im Kader. Comeback gegen Lautern?

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Jan Thielmann zurück im Kader. Comeback gegen Lautern?

Jan Thielmann steht am Dienstagabend erstmals wieder im Kader des 1. FC Köln. Der Youngster profitiert allerdings von einer Erkrankung von Rasmus Carstensen.

Noch am vergangenen Samstag hatte die viereinhalb monatige Leidenszeit von Jan Thielmann vorerst ein Ende gefunden. Der 21-Jährige stand für die U21 des 1. FC Köln auf dem Platz. Jan Thielmann ist nun zurück im Kader der Profis. Gibt Thielmann sein Comeback im Pokal gegen Lautern?

Der Traum von der U21-Europameisterschaft endete eine gute Woche bevor sie begann. Jan Thielmann, gerade noch Torschütze beim Testspiel gegen eine Auswahl Südtirols, zog sich im Trainingslager des DFB eine Verletzung zu. Die Muskelverletzung stellte sich allerdings schnell schwerwiegender heraus, als zunächst angenommen. Wie FC-Trainer Steffen Baumgart in der vergangenen Woche erklärte, lag eine Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung vor. Das erklärt auch die lange Ausfallzeit. Denn seit dem stand Thielmann für die Kölner nicht mehr auf dem Spielfeld. Bis zum vergangenen Samstag. Nach viereinhalb Monaten hatte Thielmanns Leidenszeit ein erstes Ende. Das Kölner Eigengewächs stand für die U21 beim 5:1-Erfolg über Velbert auf dem Platz – 45 Minuten lang.

Thielmann wieder im Kader

Und auch am kommenden Samstag gegen Lippstadt hätte der Youngster eigentlich bei der Kölner Reserve auflaufen sollen. „Eigentlich wollten wir Jan noch eine Woche geben“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Montagmorgen auf der Pressekonferenz zum Pokalspiel. Die Hauptbelastung sollte bei der U21 stattfinden, Thielmann war also für die Mannschaft von Evangelos Sbonias vorgesehen. Doch die Erkrankung von Rasmus Carstensen ermöglicht dem 21-Jährigen auch das Comeback bei den Profis und das im emotionalen und wichtigen Pokalspiel gegen Kaiserslautern. Am Montagnachmittag bestätigte sich der Verdacht, den Baumgart am Morgen schon hatte. Carstensen fällt aus, Thielmann rückt nach.

Noch in der vergangenen Woche hatte Baumgart gesagt, dass er den Youngster bremsen müsse. Man müsse ihm Zeit geben. „Jan ist immer Jemand, über den wir uns Gedanken machen. Weil Jan schon viele muskuläre Verletzungen hatte. Da sind wir vielleicht ein bisschen vorsichtiger. Deswegen entscheide ich bei Jan ein wenig kurzfristig. Was Leistung, Einstellung und Training angeht, brauchen wir uns bei ihm gar keine Gedanken machen“, erklärte der Coach. Baumgart wolle lieber noch eine Woche warten. „Das tut ihm weh. Da ist er auch sauer auf mich. Aber da zögere ich ein wenig mehr“, so Baumgart weiter. Ob der Youngster eingesetzt wird, ist unter diesem Aspekt offen. Thielmann würde mit seinem Tempo sicherlich die rechte Seite beleben, zumal die linke Defensivseite der Lauterer ein möglicher Schwachpunkt sein könnte.


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