DFL terminiert weitere FC-Spieltage: Wichtige Heimspiele am Samstag

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DFL terminiert weitere FC-Spieltage: Wichtige Heimspiele am Samstag

Die Deutsche Fußball Liga hat die Spieltage 27 bis 30 terminiert. Der FC muss einmal sonntags ran. Auch die beiden Heimspiele gegen Bochum und Darmstadt wurden terminiert.

Viele Fans haben bereits drauf gewartet, nun hat die Deutsche Fußball Liga die Ansetzungen der Spieltage 27 bis 30 bekannt gegeben. So spielt der 1. FC Köln an den Spieltagen 27 bis 30.

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Die Fans hatten bereit sehnsüchtig darauf gewartet, nun hat die Deutsche Fußball Liga die Begegnungen nach der Länderspielpause terminiert. Zunächst steht das schwere Programm gegen Leverkusen, Mönchengladbach und Leipzig für die Geißböcke auf dem Programm. Anschließend geht es während der Länderspielpause in ein Kurztrainingslager nach Spanien. Die Geißböcke werden dann am 31. März auf die Zielgrade der aktuellen Spielzeit einbiegen und vermutlich noch einen Schlussspurt hinlegen wollen. Gerade drei der vier terminierten Spiele könnten noch einmal maßgeblichen Anteil über den Ausgang der Saison für die Kölner haben. Zunächst sind die Geißböcke zu Gast beim FC Augsburg. Die Begegnung findet am Ostersonntag, den 31. März in Augsburg statt (15.30 Uhr, DAZN).

Der FC spielt drei Mal am Samstagnachmittag

Das wichtige Heimspiel gegen den VfL Bochum hat die DFL für Samstagnachmittag anberaumt (15.30 Uhr, Sky). Parallel dazu wird das Keller-Duell zwischen dem FSV Mainz 05 und dem SV Darmstadt stattfinden. Das Thema „Druck aufbauen“, wie es vor dem Bremen-Duell die Runde gemacht hat, wird es da also nicht geben. Eine Woche später steht für die Geißböcke dann das schwere Auswärtsspiel bei Bayern München auf dem Programm. Auch diese Begegnung wird um 15.30 Uhr am Samstag gespielt. Mainz empfängt zur gleichen Zeit die TSG Hoffenheim, Darmstadt spielt am Sonntag gegen den SC Freiburg. Das direkte Duell mit dem SV Darmstadt ist ebenfalls ein Samstagnachmittag-Spiel. Die Begegnung findet am 20. April in Köln statt.

Die Kölner Ansetzungen bis zum 30. Spieltag

24. Spieltag
1. FC Köln – Bayer 04 Leverkusen (Sonntag, 3.3., 15.30 Uhr, DAZN)

25. Spieltag
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln (Samstag, 9.3., 15.30 Uhr, Sky)

26. Spieltag
1. FC Köln – RB Leipzig (Freitag, 15..3., 20.30 Uhr, DAZN)

27. Spieltag
FC Augsburg – 1. FC Köln (Sonntag, 31.3., 15.30 Uhr, Sky)

28. Spieltag
1. FC Köln – VfL Bochum (Samstag, 6.4., 15.30 Uhr, Sky)

29. Spieltag
FC Bayern München – 1. FC Köln (Samstag, 13.4., 15.30 Uhr, Sky)

30. Spieltag
1. FC Köln – SV Darmstadt 98 (Samstag, 20.4., 15.30 Uhr, Sky)


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Ungewöhnliche Einheit: Padel-Halle statt Trainingsplatz

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Ungewöhnliche Einheit: Padel-Halle statt Trainingsplatz

FC-Trainer Timo Schultz hat seiner Mannschaft vor dem Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen ein besonderes Training verordnet. Die Geißböcke trainierten am Donnerstag in der Padel-Halle.

Vor dem schweren Restprogramm vor der Länderspielpause mit den Begegnungen gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig hat sich FC-Trainer Timo Schultz mit seinem Trainerteam etwas besonderes einfallen lassen. Der 1. FC Köln trainiert in der Padel-Halle.

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Timo Schultz ist kein besonders großer Fan von Teambuilding-Maßnahmen. Große Kanutouren, Vertrauensspiele im Park oder ähnliches wird es bei dem Trainer des 1. FC Köln wohl eher nicht geben. „Das beste Teambuilding sind immer Siege, erfolgreiche Spiele und intensive Trainingseinheiten“, sagte der Kölner Trainer unmittelbar nach seinem Amtsantritt bei den Geißböcken. Viele Siege haben die Kölner in diesem Jahr noch nicht eingefahren, dass das Team aber eine Einheit zu sein scheint, ist offensichtlich. Nun hat der Coach seiner Mannschaft aber ein doch eher ungewöhnliches Training wenige Tage vor dem Nachbarschafts-Duell gegen Bayer Leverkusen verpasst. Die Kölner Profis trafen sich gegen 10 Uhr am Donnerstagmorgen zur Tennis-Padel-Einheit in Lövenich.

Padel-Tennis unter Profis sehr beliebt

Padel kommt ursprünglich aus dem spanischen und südamerikanischen Raum. Eine Mischung aus Tennis und Squash. Eine Sportart, die auf kleineren Feldern mit kurzen Schlägern ohne Bespannung gespielt wird. Das Spielfeld ist von Wänden umgeben, die aber als „Bande“ zum Spiel dazugehören. Unter Profi-Fußballern ist die Sportart sehr beliebt, da das Risiko von Verletzungen geringer sein soll als beim eigentlichen Tennis. Von Jürgen Klopp über Mario Götze bis hin zu Lionel Messi – spielen viele Profis und Ex-Profis den Sport. Der ehemalige Bundestrainer Hansi Flick hat mit einigen Partnern das Start-up The Padel City gegründet. Auch bei den Geißböcken gibt es einige Spieler, die die Sportart ebenfalls zum Ausgleich betreiben.

Für die FC-Profis ist die Einheit ein weiterer Teil der Vorbereitung auf die Begegnung am kommenden Sonntag gegen Leverkusen (15.30 Uhr, DAZN). Auch wenn Schultz kein Freund von Teambuilding-Maßnahmen ist, wird die Einheit sicherlich dem Mannschaftsgefüge gut tun, eine willkommene Abwechslung sein. Friedhelm Funkel hatte die Geißböcke im Abstiegskampf 2021 ebenfalls in die Padel-Halle gebeten. Anschließend gab es aber ein 1:4 gegen den SC Freiburg. Freitag und Samstag wird dann aber wieder am Geißbockheim auf gewohntem Untergrund trainiert.


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Acht Punkte Rückstand – doch die Statistik macht ein wenig Hoffnung

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Acht Punkte Rückstand – doch die Statistik macht ein wenig Hoffnung

Nach dem vergangenen Wochenende beträgt der Abstand zum sicheren rettenden Ufer acht Punkte, der Fokus liegt für den FC erst einmal auf dem Relegationsplatz. Doch, dass es bei dem Dreikampf um diesen Rang bleibt, ist eher unwahrscheinlich.

Nach dem 1:1 beim VfB Stuttgart ist der Rückstand zum rettenden Ufer für die Geißböcke auf acht Zähler angewachsen. Das Ziel heißt nun Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt: Was dem FC Hoffnung machen darf.

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Trotz der insgesamt guten Leistung, des Achtungserfolgs gegen den VfB Stuttgart und dem Schnuppern an der Sensation hat sich der Fokus beim 1. FC Köln am Wochenende deutlich verändert. Auch wenn sich die Tendenz bereits abgezeichnet hat, ist die direkte Rettung, der erste Platz über dem Strich für den FC aktuell kein Thema mehr. Erst unter der Woche betonte Davie Selke, dass er durchaus mit einer Nachspielzeit in dieser Saison rechne. „Ich habe in meinem Plan schon, dass es sein kann, dass wir die Saison noch ein wenig verlängern“, sagte Selke. Da nämlich mit Gladbach und Augsburg zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den direkten Klassenerhalt dreifach punkteten, ist der Rückstand auf Rang 15 auf ganze acht Punkte angewachsen. Der FC müsste bis zum Saisonende drei PunSiege kte mehr holen, als die Konkurrenz. Auch für den ehemaligen Kölner Kapitän Jonas Hector „ein dickes Brett“.

Konkurrenz kann den Druck erhöhen

Ein sehr dickes Brett. Aktuell deutet viel daraufhin, dass aus dem von Steffen Baumgart vor einigen Monaten ausgerufenen „Schneckenrennen“ mit einigen Gegnern ein klassischer Dreikampf wird. Stand jetzt befinden sich nur noch SV Darmstadt, Mainz 05 und eben der FC in der Verlosung um den Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kellerkinder nach dem 23. Spieltag abgehängt. Und schon am Wochenende könnten Mainz und Darmstadt den Druck auf den FC noch einmal empfindlich erhöhen. Noch vor zwei Wochen hatten die Kölner die Chance, im Freitagabendspiel Druck auf die Konkurrenz aufzubauen, es gab ein 0:1 gegen Bremen. Nun könnte Mainz mit einem Erfolg über Mönchengladbach Köln bis zum Sonntagsspiel in der Tabelle überholen, auch Darmstadt könnte mit einem Erfolg bis auf einen Zähler an den FC herankommen.

Der Blick in die Statistik vermittelt zunächst einmal den Eindruck, dass die aktuelle Situation aber gar nicht so aussichtslos ist. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel gab es nur drei Spielzeiten, in denen die drei Keller-Kinder nach dem 23. Spieltag auch nach der Saison einen Platz unter dem Strich belegten. Zuletzt in der Saison 2019/20 als sich Bremen immerhin noch von dem 17. Rang auf den Relegationsplatz verbesserte und über den Umweg die Klasse halten konnte. Auch eine Saison zuvor sowie in der Spielzeit 2003/2004 kam die Aufholjagd der betroffenen Clubs zu spät. In sämtlichen anderen Spielzeiten konnte sich mindestens ein Team, in sieben Fällen sogar zwei Mannschaften aus dem Keller befreien. 15 Mal war es die Mannschaft, die nach Spieltag 23 auf Rang 16 gelegen hat.

Erst einmal mehr Punkte Rückstand

Einen besonders beeindruckenden Ritt legte beispielsweise der 1. FC Kaiserslautern 2010/11 hin. Der FCK verbesserte sich von Rang 16 noch bis zum Ende der Spielzeit auf Platz sieben, holte in den verbliebenen elf Spielen 23 Punkte. Auch der FC war bereits von ähnlichen Aufholjagden negativ betroffen. Im Abstiegsjahr 2011/12 rutschten die Kölner noch in den Keller, damals konnte sich Freiburg, nach dem 23. Spieltag immerhin Schlusslicht, noch eindrucksvoll befreien.

Allerdings gab es in diesem Zeitraum erst einmal ein ähnlich weit abgeschlagenes Trio. In der Saison 2012/13 hatte der FC Augsburg neun Punkte Rückstand zum VfL Wolfsburg, große Hoffnung auf das rettende Ufer gab es nicht mehr. Doch der FCA sammelte noch 15 Punkte ein und rettete sich knapp auf Rang 15. Dafür rutschte Fortuna Düsseldorf noch in den Keller rein und stieg ab. Ansonsten hat nach dem 23. Spieltag der Rückstand des Tabellensechzehnten auf den 15. nie mehr als vier Punkte betragen. Seit der Wiedereinführung der Relegation 2009 hat sich erst drei Mal der Zweitligist gegen den Bundesligisten durchgesetzt.


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Selke-Rückkehr führt zu ungewohnten Problemen

So wirkt sich Selkes Rückkehr auf die FC-Formation aus
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Selke-Rückkehr führt zu ungewohnten Problemen

Im Duell gegen Leverkusen könnte Davie Selke sein Comeback geben. Ein Startelf-Einsatz ist unwahrscheinlich, würde aber zu ordentlich Bewegung in der Formation führen.

Fünf Wochen musste der 1. FC Köln auf Davie Selke verzichten. Der Angreifer fiel verletzt aus und arbeitet gerade an seinem Comeback. Das könnte der Angreifer bereits am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Leverkusen geben für den 1. FC Köln So wirkt sich Selkes Rückkehr auf die FC-Formation aus.

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Steffen Tigges oder Florian Dietz?, lautete die große Frage vor dem Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund im Januar. Wer würde den verletzten Davie Selke denn nun gegen den Vizemeister ersetzen? Die Antwort kam ein wenig überraschend daher. Sie lautete Jan Thielmann und war nicht viel weniger als ein Paradigmenwechsel bei den Geißböcken. Zweieinhalb Jahre hatten die Kölner das Flankenspiel mit Zielstürmer praktiziert, automatisiert. Nun der Stilbruch. Denn Jan Thielmann ist mit seinen 1,78 Metern alles andere als der Inbegriff des Stoßstürmers – weder prädestiniert für das Festmachen von Bällen, noch für eine gewisse Kopfballgefahr und ein Knipser ist der 21-Jährige bislang ebenfalls eher nicht.

Gibt Davie Selke sein Comeback?

Timo Schultz, der noch bei Amtsantritt betonte, dass er die Idee von Steffen Baumgart weitertragen würde, erklärte in den vergangenen Wochen immer wieder, dass man ja durchaus auch mit flachen Bällen, vor allem aber mit Tempo auf die letzte Kette für Gefahr sorgen könne. In der Theorie mag das auch durchaus stimmen. In der Praxis hielt sich die Gefahr des 1. FC Köln in den vergangenen Wochen aber durchaus in Grenzen. Gegen Stuttgart kamen die Geißböcke zu drei mehr oder minder großen Chancen, von denen nicht eine herausgespielt war. Gegen Bremen und Hoffenheim waren es eigentlich eher keine Möglichkeiten. Nach wie vor ist die Offensive die große Baustelle der Geißböcke – unabhängig des Systems.

Das von Steffen Baumgart automatisierte Flankenspiel hat bei den Geißböcken aktuell nicht die größte Bedeutung. Thielmann ist für die hohen Hereingaben der falsche Mann, Schultz erklärte zuletzt, dass in der Bundesliga ohnehin nur sehr selten Tore nach hohen Flanken fallen. „Wir haben es jetzt auch mal anders gespielt von der Spielweise. Mit dem spielerischen Stürmer. Das war mal etwas anderes für die Gegner“, sagte Davie Selke, der gerade hart an seinem Comeback nach fünfwöchiger Verletzungspause arbeitet. Die Chancen, dass der Stürmer am Sonntag gegen Leverkusen zum Einsatz kommt, stehen nicht schlecht – wenn auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von Beginn an. Spätestens in der kommenden Woche soll er dann aber wieder komplett zur Verfügung stehen.

Überangebot im Mittelfeld

Und so stellt sich die Frage, welche Rolle der Zielstürmer dann spätestens im Derby gegen Gladbach übernehmen und welche Auswirkungen das wiederum auf die Mannschaft haben wird. Für den Trainer offenbart sich eigentlich erstmals in seiner Amtszeit eine Art Luxusproblem: Sollte Schultz wieder mit einem Zielstürmer spielen wollen, würde Jan Thielmann wohl wieder auf die Außen ausweichen. Dass er dort gut, vermutlich sogar besser aufgehoben ist, deutete der Youngster erst in den letzten Minuten gegen Bremen an. Auf der Position sah der Kölner Trainer zuletzt eher Faride Alidou, der seit Schultz‘ Amtsantritt regelrecht aufblüht, bereits zwei Tore erzielte und zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft geworden ist. Aufgrund der Erkrankung des 22-Jährigen war zuletzt Dejan Ljubicic auf der rechten Seite gesetzt. Obwohl weit von der Topform entfernt, ist der Österreicher ohnehin gesetzt, spielte aber gegen Frankfurt und Wolfsburg auf der linken Seite.

Dort spielte am vergangenen Samstag zum ersten Mal Justin Diehl von Beginn an. Der Youngster konnte zwar nicht an die Leistung der ordentlichen Kurzeinsätze zuvor anknüpfen, ist aber dennoch ein belebendes Element und soll wohl auch bei Laune gehalten werden. Schließlich steht nach wie vor der Abgang des 19-Jährigen bevor. Unter Steffen Baumgart war Linton Maina auf der Seite Stammspieler, bereitete am Samstag mit einer schönen (hohen) Flanke den Ausgleich durch Eric Martel vor. Ob ihn der Scorerpunkt aber wieder näher an die erste Elf bringt, ist offen. Nicht wenige Fans fordern zudem, dass Florian Kainz wieder auf der Außenbahn spielen soll, weil er im Zentrum nicht wie erhofft funktioniert. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Kölner Kapitän in dieser Spielzeit auch auf der linken Seite gespielt und dabei eher selten überzeugt hat. Gut möglich, dass Schultz aber auch einfach alles beim Alten lässt.


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Wie realistisch ist der Relegationsplatz?

Max Finkgräfe
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Wie realistisch ist der Relegationsplatz?

Trotz des Punktgewinns gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag haben die Geißböcke das sicher rettende Ufer vorerst aus den Augen verloren. Acht Punkte Rückstand beträgt der Abstand zu Rang 15. Der Fokus liegt nun auf dem Relegationsplatz. Aber auch das wird eine schwere Aufgabe.

Nach dem 1:1 beim VfB Stuttgart ist der Rückstand zum rettenden Ufer für die Geißböcke auf acht Zähler angewachsen. Der Kölner Fokus heißt nun, den Platz zu verteidigen. Wie realistisch ist der Relegationsplatz für den 1. FC Köln?

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Mit einem Achtungserfolg ist der 1. FC Köln am vergangenen Wochenende aus Stuttgart heimgekehrt und hat die Punktebilanz von Timo Schultz auf sieben Zähler in sieben Spielen ausgebaut. Der Punkteschnitt des Trainers liegt also bei einem pro Spiel und damit deutlich höher als bei seinem Vorgänger Steffen Baumgart (0,63). In der Jahrestabelle belegt Köln Rang 13. Das Motto „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ wird für die Geißböcken am Ende des Tages aber wohl nicht reichen. Denn auch die Konkurrenz hat mit dem Punkten angefangen. So ist der Abstand zu den sicheren Plätzen bereits auf acht Punkte angewachsen und der Druck von hinten wird wohl auch eher zunehmen. „Wir sehen die Entwicklung von Mainz“, sagte am Dienstag Davie Selke. Die Rheinhessen haben sich ebenfalls stabilisiert, verpassten am Wochenende nur knapp eine Überraschung gegen Leverkusen.

Köln mit schwerem Programm

Um den sicheren Klassenerhalt zu erreichen müssen die Geißböcke drei Siege mehr einfahren als die Konkurrenz. Aktuell gilt der Fokus daher „nur“ noch dem Relegationsplatz. „Das ist auf jeden Fall das Ziel, das wir erreichen müssen. Und auch das wird uns nicht geschenkt“, sagte Selke. Aktuell beträgt der Vorsprung auf Mainz zwei und auf das Tabellenschlusslicht aus Darmstadt vier Zähler. Und die Situation kann sich in den kommenden drei Spielen bis zur Länderspielpause doch noch deutlich verändern. Während es der FC bekanntlich mit dem Nachbarschafts-Duell gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Leverkusen, dem Derby bei Borussia Mönchengladbach und dem Heimspiel gegen RB Leipzig zu tun hat, spielt Mainz zunächst zu Hause gegen die Fohlen, ist dann zu Gast beim Rekordmeister, um schließlich den VfL Bochum zu empfangen. Das vermeintlich leichtere Programm.

Im Schnitt reichen 31 Punkte

Auch das Tabellenschlusslicht steht vor einem straffen Weg bis zur Pause. Darmstadt empfängt am kommenden Wochenende noch den FC Augsburg, ist dann zu Gast in Leipzig und empfängt schließlich die Bayern. „Wir müssen am besten anfangen, auch mal Spiele zu gewinnen und eine kleine Serie hinzulegen“, sagte Selke und das am besten schnell. Denn rein statistisch ist der Relegationsplatz am Saisonende noch eine ordentliche Strecke entfernt. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hatten die Teams im Schnitt 33,2 Punkte auf dem Relegationsplatz. Der Tabellenvorletzte erreichte im Schnitt 30,5 Punkte – nach dem Mittel würde der Relegationsplatz also mit 31 Zählern erreicht. In der Spielzeit 97/98 wären es allerdings auch schon mal 37 Punkte für Rang 16 gewesen – also 20 Zähler mehr als aktuell, in der Saison 18/19 hätten bereits 22 (fünf Punkte mehr) gereicht.

In dieser Saison spricht viel für einen niedrigen Punktestand auf dem Relegationsplatz. Erst einmal hatte eine Mannschaft nach dem 23. Spieltag weniger Punkte auf dem 16. Tabellenplatz als der FC aktuell. Ebenfalls in der Saison 18/19. Damals lag der VfB Stuttgart mit 16 Punkten nach Spiel 23 auf dem Relegationsplatz. Am Ende der Saison wurden es immerhin 28. So oder so wird nach jetzigem Stand viel von Mainz und den kommenden Spielen abhängen. Auf der Zielgeraden der Saison treffen die Kölner dann am 30. Spieltag auf Darmstadt und eine Woche darauf auf den FSV Mainz.


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Jonas Hector: „Diese Regel muss geändert werden“

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Jonas Hector: „Diese Regel muss geändert werden“

Ein Punkt gegen Stuttgart geholt, aber zwei liegen gelassen. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ äußerte sich Hector zu der vergebenen Chance von Faride Alidou und der Situation der Geißböcke.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Kölner über das vergangene Fußball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zum 1:1 gegen Stuttgart, der vergebenen Chance und dem Handspiel von Skarke.

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Ein Punkt gewonnen oder doch zwei verloren? Der Zähler aus dem Auswärtsspiel in Stuttgart spaltet angesichts der Großchance kurz vor Spielende noch immer die Gemüter. „Das war echt bitter. Gerade nach Bremen war irgendwie alles kacke. Und dann hat man dieses Spiel, hält gut dagegen und verteidigt auch echt gut und hält ziemlich viel weg vom eigenen Tor“, sagt auch Jonas Hector in seinem Podcast „Schlag und fertig“, in dem er sich gemeinsam mit Comedian Fabian Köster auch über Fußball und den FC austauscht. „Dann hast du diese Chance und das wäre ja wirklich sehr wichtig gewesen. Dann ist es einfach schade. Mal wieder schade.“ Hector beschreibt, wie er nach der vergebenen Chance wie „eine Flunder“ auf dem Wohnzimmerboden gelegen habe. „Bei der Chance habe ich richtig mitgelitten“, sagt der ehemalige Kölner Kapitän.

Jonas Hector: „Das ist schon ein Brett“

Der FC holte in Stuttgart zwar einen Achtungserfolg, der Zähler wirkt aber dennoch recht einsam, da die Konkurrenz oberhalb des Strichs dreifach gepunktet hat. „Wenn man die beiden letzten Auswärtsspiele zusammennimmt: Da bekommt man in Hoffenheim in der letzten Minute das 1:1, und jetzt hat man die Chance auf das 2:1. Das sind Punkte, die fehlen dann zum Platz 15“, sagt Hector. „Es sind jetzt acht Punkte. Das heißt du musst drei Mal mehr gewinnen als Bochum, Union oder Gladbach. Man muss drei Mal mehr gewinnen als die. Das ist schon ein Brett.“ Und auch die Konkurrenz schläft nicht. „Man muss aufpassen, dass Mainz nicht von hinten kommt. Die haben es in Leverkusen auch nicht schlecht gemacht“, sagt Hector.

Immerhin kam auch das Tabellenschlusslicht Darmstadt nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen Bremen hinaus. Ein höchst unglückliches Remis, denn in der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte Tim Skarke die vermeintliche Führung der Lilien. Michael Zetterer hatte den Offensivspieler aus kurzer Distanz angeschossen. Allerdings dabei auch die Hand des Darmstädters erwischt. Das Tor wurde zurückgenommen. „Es ist absolut regelkonform. Die Regel besagt ja, wenn kurz vorm Torerfolg die Hand im Spiel war ist es ein strafbares Handspiel“, sagt Hector. „Aber wenn man so eine Aktion sieht, dann muss diese Regel geändert werden“, sagte Hector. „Das ist kein Handspiel. Man verschafft sich ja keinen Vorteil. Es zählt nur nicht, weil die Hand dran war. Der konnte gar nichts dafür.“

Jonas Hector: „Manche Dinge müssen überdacht werden“

Die Situation hatte zu wilden Szenen im Stadion geführt. Allen voran Thorsten Lieberknecht schien sich nicht mehr in den Griff zu bekommen. Für Hector durchaus verständlich: „Jetzt versetz dich mal in die Darmstädter Köpfe: Du brauchst diesen Sieg, dir wird vorher schon regelkonform ein Tor wegen Abseits aberkannt“, sagte Hector und sprach ein Abseitstor der Darmstädter an. „Emotional bist du wieder komplett auf Null gestellt. Du jubelst, die ganze Bank jubelt, du weißt, dass es überlebenswichtig ist. Und dann kommt einer und sagt: Ne, so nicht. Das ist so traurig“, so der ehemalige Kölner Kapitän weiter. „Es ist schön, dass der Fußball diese Emotionen auslösen kann, aber manche Dinge müssen überdacht werden.“


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Die Mutmacher

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Die Mutmacher

Auch, wenn am Samstag nicht alles rund lief, sind die Kölner Youngsters Justin Diehl und Max Finkgräfe die Hoffnungsträger der aktuellen Mannschaft. Ihre Unbekümmertheit könnte sich im Abstiegskampf noch auszahlen.

Der 1. FC Köln spielte am Samstag mit der jüngsten Startelf der gesamten Liga gegen den VfB Stuttgart. Auch, wenn sie nicht restlos überzeugen konnten: Justin Diehl und Max Finkgräfe sind die Mutmacher beim FC.

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Eigentlich hätte es das Startelf-Debüt schon vor einigen Wochen geben sollen, nun hätte es für die besondere Premiere wohl keinen besseren Gegner geben können. Gegen den VfB Stuttgart stand Justin Diehl erstmals in der Bundesliga-Anfangsformation. Ausgerechnet Stuttgart, der Club, der anscheinend am intensivsten um die Dienste des Youngsters buhlt. Der Arbeitsnachweis des 19-Jährigen war am Samstag dann aber doch überschaubar: Diehl kam in 60 Minuten auf einen Torschuss, keine Torschussvorlage, immerhin sechs Dribblings und einen haarsträubenden Fehlpass.

Schultz: „Wir wissen was der Junge kann“

So wirklich rund lief es bei dem Youngster gegen den VfB nicht. „Er ist ein talentierter junger Spieler, der auch noch Lehrgeld bezahlen muss. Aber er hat die Qualität und den Mumm, das Eins-gegen-eins zu suchen“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Und gerade das suchte der 19-Jährige auch ab und an gegen den VfB. Zwar meist mit mäßigem Erfolg, doch seine Laufwege sind vielversprechend und unterscheiden sich beispielsweise von denen eines Linton Maina, der eher mit Tempo über die Flügel geht und dann den Ball in die Box bringt. Diehl will lieber den direkten Abschluss, auch, wenn es dafür schon mal leise Kritik geben mag. Den direkten Weg Richtung Tor suchen die FC-Profis in dieser Spielzeit bislang eher selten – zu selten.

„Wir wissen, was der Junge kann. Aber er hat heute auch gesehen, dass er in einigen Bereichen noch zulegen muss”, sagte auch FC-Trainer Timo Schultz. So tat sich der Offensivspieler gerade im Duell mit Josha Vagnoman am Samstag unheimlich schwer und hatte zudem seine Probleme in der Defensivarbeit. “Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein bisschen Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des VfB. Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max Finkgräfe zu unterstützen“, so Schultz weiter. Dennoch ist der 19-Jährige so etwas wie der Mutmacher oder neben Max Finkgräfe einer der Mutmacher der Geißböcke.

Wie geht es weiter mit Diehl?

Finkgräfe und Diehl stehen symptomatisch für die Zukunft, für den Weg des 1. FC Köln. Selbst wenn jene Zukunft gerade bei Diehl nach wie vor in den Sternen steht. Für die jungen Wilden rückt Schultz ganz bewusst von seiner Aussage, dass es im Abstiegskampf gerade auch auf die erfahrenen Spieler ankomme, ab. Wenn es nur um Erfahrung ginge, hätte beispielsweise ein Leart Pacarada auf der linken Defensivseite den Vorzug vor Finkgräfe erhalten müssen. Doch der Routinier saß einmal mehr 90 Minuten auf der Bank, hat gegen Finkgräfe zurzeit nicht den Hauch einer Chance. Auch der Linksverteidiger erwischte am Samstag nicht den besten Tag, fiel aber auch nicht in ein spielerisches Loch.

Schultz vertraut den Profis wie dem Shootingstar oder eben Diehl. Fast schon selbstverständlich krallen sich die Youngsters gefühlt jede Standardsituation – im Fall von Finkgräfe gegen Hoffenheim auch mit Erfolg. Die Eigengewächse sorgen für Tempo im Spiel, für den Überraschungsmoment, für das gewisse, vielleicht das fehlende Etwas. Diehl und Finkgräfe, die beiden Jüngsten, beleben das Kölner Spiel in einer fast schon erschreckenden Art und Weise. Zumindest bringen die beiden aktuell mehr Spielwitz und Gefahr auf den Rasen als so mancher Routinier. An Selbstvertrauen mangelt es den 19-Jährigen nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zu einigen anderen Spielern scheint der Kopf frei zu sein.

Diehl zahlt das Vertrauen nicht nur mit seiner unbekümmerten Spielweise auf dem Platz zurück. Dem Vernehmen nach soll der Youngster einen Abgang aus Köln nicht mehr kategorisch ablehnen, die Chancen für einen Verbleib sind nicht gut, sie haben sich aber minimal verbessert. Ein kleiner, aber vielleicht nicht unbedeutender Erfolg. In einer ähnlichen sportlichen Situation feierten in der Spielzeit 2019/2020 ebenfalls vier Kölner Youngster ihr Bundesliga-Debüt. Ismail Jacobs, Jan Thielmann, Tim Lemperle und Noah Katterbach.


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Podolski: „Jetzt erst recht“

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Podolski: „Jetzt erst recht“

Am Rande der Ballers League äußerte sich Lukas Podolski zur Situation des 1. FC Köln vor dem Derby gegen Leverkusen am kommenden Sonntag.

Der Ex-FC-Spieler erinnert sich vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen an seine Duelle und kennt nur einen Marschroute: Jetzt erst recht. Lukas Podolski äußert sich zum anstehenden Duell gegen Leverkusen.

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Die Situation des 1. FC Köln ist wahrlich keine leichte. Nach dem vergangenen Spieltag hat sich die Tabellensituation für die Kölner weiter zu Ungunsten der Geißböcke entwickelt. Acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, der Verfolger nur einen Sieg mehr entfernt. Trotz der starken Leistung beim VfL Stuttgart und einem mitgenommen Punkt hat sich der Abstand nach oben vergrößert. „Alles schön und gut, dass man beim Dritten gut gespielt hat. Am Ende muss man aber Punkte sammeln, um den Relegationsplatz zu sichern“, sagte Lukas Podolski der Bild. „Der eine Punkt aus Stuttgart kann dann am Ende auch Gold wert sein. Aber die anderen Teams unten in der Tabelle gewinnen, der Abstand nach oben wird größer.“

„Jetzt erst recht“

Am kommenden Sonntag steht das Duell gegen Leverkusen auf dem Plan. Die Mannschaft von Xabi Alonso spielt die Saison ihres Lebens und scheint unschlagbar. Doch im Heimspiel gegen Bayer gelten für die Geißböcke eigene Gesetze. „Die Derbys habe ich bei mir früher immer unabhängig vom Tabellenstand gesehen. Da geht man mit Leidenschaft und Herzblut rein. Ich habe mir da nie in die Hose geschissen“, sagte Podolski. „,Jetzt erst recht‘ muss es heißen, weil man die Punkte braucht. Da muss man die Tugenden umso mehr reinwerfen, gerade zu Hause.“ Dass die Mannschaft von Timo Schultz Herzblut besitzt hat der FC mehrfach bewiesen. Gerade die Youngster scheinen zu brennen und das Team mitzureißen. Und so sollte es auch am 24. Spieltag nach Podolskis Motto laufen: „Man muss mit Herzblut und Hunger dabei sein, dann kann etwas funktionieren.“

Der Weltmeister von 2014 weiß genau, wie Nachbarschafts-Duell und Derby gehen. Unvergessen der 4:1-Erfolg in Leverkusen im September 2011. Damals erzielte das Kölner Idol zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Genau sechs Jahre zuvor feierte Podolski mit dem FC auch einen 2:1-Erfolg über Gladbach. Damals erzielte der Angreifer die Kölner Führung.


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Selke und Leverkusen – da war doch was

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Selke und Leverkusen – da war doch was

Am Samstag könnte Davie Selke gegen Bayer Leverkusen sein Comeback für den 1. FC Köln geben. Ausgerechnet gegen die Werkself, gegen die der Stürmer vor einem Jahr einen Doppelpack für den FC schnürte und zumindest vorerst zum Publikumsliebling wurde.

Der 1. FC Köln trifft am Sonntag auf Bayer Leverkusen. Dann vielleicht wieder mit Davie Selke. Der Stürmer könnte gegen die Werkself wieder angreifen. Der Stürmer und Leverkusen, da war doch was: Als Davie Selke zum Publikumsliebling gegen Leverkusen wurde.

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Die Erwartungshaltung war groß, die Enttäuschung zumindest in gewisser Weise auch. Denn die erhoffte Wende in der anhaltenden Sturmflaute brachte auch der im Winter verpflichtete Davie Selke im vergangen Jahr nicht sofort auf den Platz. Neun Spiele ohne Tor, davon einmal nicht und einmal ohne Einsatz im Kader, lautete die ernüchternde Bilanz des Mittelstürmers, der beim FC zu alter Form finden wollte. Denn eigentlich sollten Selke und der 1. FC Köln zu einer klassischen Win-Win-Situation werden. Der Stürmer sollte von den Besser-mach-Qualitäten des Entwicklers Steffen Baumgart profitieren und an alte Leistungen anknüpfen. Köln hoffte in dem ablösefreien Selke die Lösung für die anhaltende Sturmproblematik zu finden. Denn weder Steffen Tigges noch Florian Dietz konnten die Lücke, die Anthony Modeste gerissen hatte, ansatzweise schließen.

Mit Doppelpack zum Publikumsliebling

Doch so richtig rund lief es nicht, auch, weil Selke mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Im zehnten Spiel mit Geißbock auf der Brust war es für Selke soweit. Gegen Borussia Dortmund erzielte der Angreifer sein erstes Tor für den FC. Blöderweise stand es zudem Zeitpunkt bereits 4:0 für die Borussia, Selkes Treffer hatte wohl in erster Linie für den Stürmer großen, einen befreienden Wert. Wirklich geplatzt war der Knoten auch anschließend nicht. Erst fünf Wochen später war Selke gegen Hoffenheim erneut zur Stelle. Die Personalie war auch unter den Fans eine heiß diskutierte. Ausgerechnet das Nachbarschaftsduell gegen Bayer Leverkusen beendete die Diskussion, eröffnete viel mehr eine, ob man den Stürmer fortan Derbyheld nennen dürfe, wenn der Gegner doch „nur“ Leverkusen hieß.

Ein Held war er für die Kölner Fans an diesem Freitagabend alle mal. Selke erzielte gleich zwei Treffer beim 2:1-Erfolg über die favorisierte Werkself. Für den Stürmer die endgültige Ankunft in Köln, für den FC vor allem aber der sichere Klassenerhalt, der nach dem Wochenende auch rechnerisch nicht mehr zu verhindern war. Ein knappes Jahr später ist Selke vor dem Duell gegen Leverkusen so etwas wie ein kleiner Hoffnungsträger. Denn nach fünfwöchiger Verletzungspause steht der Stürmer wieder auf dem Trainingsplatz, ein Einsatz gegen Leverkusen scheint durchaus realistisch. „Ich kann das selbst schwer einschätzen. Wir steigern die Trainings-Intensität gerade Schritt für Schritt“, sagte Selke am Dienstag nach dem Training. „Bis jetzt merke ich keinerlei Reaktion. Aber ich muss Ende der Woche schauen, wie dann entschieden wird.“ Spätestens nächste Woche soll der FC-Stürmer wieder komplett einplanbar sein.

Ähnliche Sturmflaute, andere Auswirkung

Selkes Qualitäten werden am Sonntag durchaus gebraucht. Die Sturmflaute ist eine ähnliche wie im Vorjahr. Nur, dass sie in dieser Saison viel deutlicher ins Gewicht fällt. Vor allem, weil die Reihe hinter dem Angriff nicht auf dem Level der vergangenen Spielzeit performt. So erzielten alleine die Kölner Mittelfeldspieler damals wettbewerbsübergreifend 35 Treffer, Top-Torjäger waren Ellyes Skhiri und Dejan Ljubicic mit jeweils acht Hütten. In dieser Saison kommt das Mittelfeld auf acht bis zehn – je nachdem, wie die Position von Spielern wie beispielsweise Jan Thielmann in dem jeweiligen Duell ausgelegt wird. Selke führt die Torschützenliste mit fünf Treffern an, obwohl auch die aktuelle Spielzeit für den Angreifer keine einfache ist.

Am Sonntag könnte es das Comeback des Angreifers auch geben, weil das Offensivspiel der Kölner trotz der Systemumstellung nicht ins Laufen kommen will. Gegen die TSG Hoffenheim und Werder Bremen erspielten sich die Kölner so gut wie gar keine Chance, gegen den VfB Stuttgart waren es immerhin zwei sowie der Treffer von Eric Martel. Der fiel im Anschluss an eine Ecke, die beiden Chancen resultierten aus einem Ausrutscher und einem Verlegenheitspass aus der eigenen Hälfte. Das Kölner Spiel ist wie unter Steffen Baumgart implementiert noch immer auf Flanken ausgelegt, auch, wenn Timo Schultz bemüht ist, diese nach und nach in andere spielerische Elemente zu verändern.

Schultz: „Wir gehen in das Spiel rein, um es zu gewinnen“

Selke war damals zum FC gekommen, weil er das Kölner Flankenspiel als ideal für seine Fähigkeiten angesehen hat. Ob der Stürmer auch in der kommenden Saison für den FC spielt hängt auch mit dem Klassenverbleib zusammen. Dem Vernehmen nach hat Selke eine Ausstiegsklausel bei Abstieg und könnte den Verein dementsprechend dann verlassen. „Ich bin Optimist und fest davon überzeugt, dass wir es schaffen. Aber wir müssen punkten – am besten dreifach und am besten anfangen, eine Serie zu starten. Dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt. Ich habe in meinem Plan schon, dass es sein kann, dass wir die Saison noch ein wenig verlängern“, sagte Selke. Die Aufgabe wird keine leichte. Aber: „Leverkusen ist für mich aktuell die beste Mannschaft der Liga. Es wird anspruchsvoll, aber wir werden unseren Plan entwickeln und gehen in das Spiel rein, um es zu gewinnen.“


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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Aktuell will es bei den meisten nicht wirklich rund laufen. Zwei Spieler sitzen auf der Tribüne, zwei befinden sich im tiefsten Abstiegskampf und einer sammelt lieber Karten statt Scorerpunkte.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im vergangenen Sommer verlassen haben, fällt durchwachsen aus. Während Ellyes Skhiri mit Frankfurt noch auf einen Platz in der Europa League hofft, spielen anderen Akteure bei ihren Vereinen überhaupt keine Rolle. So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

Ellyes Skhiri: Nicht erst seit seinem Treffer gegen Stuttgart ist Eric Martel auf dem besten Weg, den Tunesier in Köln einigermaßen vergessen zu machen. Bei Frankfurt ist der Sechser wie in Köln ein unermüdlicher Lückenstopfer, Dauerläufer, Zweikämpfer und Taktgeber. Wenn nicht verletzt oder mit der Nationalmannschaft unterwegs, steht Skhiri bei den Hessen auf dem Platz. Allerdings ist der erhoffte nächste Karriereschritt deutlich kleiner ausgefallen als erhofft. Die Eintracht ist aus dem internationalen Geschäft ausgeschieden und hat aktuell Schwierigkeiten, den Anschluss an die Champions-League-Plätze herzustellen. Der Afrika-Cup war für Tunesien überraschend früh zu Ende.

Kingsley Schindler: Bei Samsunspor wird dieser Tage ein Ex-Kölner sehr hofiert. Allerdings nicht Kingsley Schindler. Markus Gisdol hat den türkischen Club aus der Abstiegszone geführt und wird von den Fans gefeiert. Schindler ist nur selten Teil der Party. Der gebürtige Hamburger stand nach der Rückkehr vom Afrika-Cup nicht einmal im Kader des Erstligisten. Auch vor der Ausbootung war der 30-Jährige bei Samsunspor nur noch Ergänzungsspieler. Zu Beginn der Spielzeit gehört Schindler noch zum Stammpersonal.

Pedersen trotz Leihe erneut ausgemustert

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das aber nur eine Momentaufnahme. Mittlerweile ist Verona im Tabellenkeller angekommen, hat erst vier Spiele in der Liga gewonnen und Duda auch nur zwei weitere Scorerpunkte gesammelt. Dafür aber schon acht Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler jüngst Grund zur Freude. Die Slowakei hat sich für die EM in Deutschland qualifiziert und trifft unter anderem auf Belgien und Rumänien.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen ganz offensichtlich nicht. Ganze vier Mal stand Pedersen in dieser Spielzeit für Swansea in der Liga auf dem Platz, 13 Mal befand sich der Linksverteidiger noch nicht einmal im Kader. Kein Wunder, dass sich im Winter ein Wechsel anbahnte. Pedersen war auch beim FC Schalke im Gespräch, doch sagte offenbar ab. Der Däne zog einen Wechsel innerhalb der Liga zu Sheffield Wednesday vor. Nach zwei Einsätzen zu Beginn des Jahres sitzt Pedersen nun ein weiteres Mal nur noch auf der Tribüne.

Sebastian Andersson: Gegen Greuther Fürth erzielte der Stürmer des 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende nach knapp zwei Jahren wieder ein Tor. Und das ausgerechnet gegen seinen alten Weggefährten Jonas Urbig. Eine interessante Geschichte. Anfang des Jahres absolvierte der Schwede ein Probetraining beim Club und überzeugte offenbar. Andersson spielte seitdem jede Partie und traf nun auch erstmals wieder.

Katterbach gab Profi-Comeback

Timo Horn: Seit Anfang Januar hat auch der gebürtige Kölner wieder eine fußballerische Heimat gefunden. Der Keeper ist aktuell Ersatzkeeper bei RB Salzburg. In Österreich sitzt Horn bislang erwartungsgemäß als Nummer zwei nur auf der Bank. Der Traum, wieder als Nummer eins eines Erstligisten aufzulaufen, hat sich bislang nicht ergeben.

Noah Katterbach: Wechselte erst kurz vor Ende der Transferphase wie erwartet zum Hamburger SV. Nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr war bei den Hanseaten nicht unbedingt sofort mit Einsatzzeit zu rechnen. Zunächst saß der Linksverteidiger auch nur auf der Tribüne. Am 22. Spieltag feierte Katterbach gegen Hansa Rostock sein Comeback, wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Auch am vergangenen Wochenende kam der Abwehrspieler zum Einsatz. Zwar nur für zehn Minuten, aber immerhin unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart, bei dem er in Köln lange einen schweren Stand hatte.

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