1. FC Köln offenbar an Benedict Hollerbach interessiert

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1. FC Köln offenbar an Benedict Hollerbach interessiert

Der 1. FC Köln treibt seine Kaderplanung voran und ist offenbar an Benedict Hollerbach interessiert. Der Stürmer spielt aktuell für Wehen Wiesbaden.

Am Freitagabend war Benedict Hollerbach noch einer der gefeierten Helden. Der Stürmer erzielte einen Treffer für den SV Wehen Wiesbaden beim 4:0-Erfolg über Arminia Bielefeld und öffnete seinem Klub damit die Tür zu Liga zwei. Für den Angreifer könnte es aber auch direkt in die Bundesliga gehen. Der 1. FC Köln ist offenbar an Benedict Hollerbach interessiert. Das vermeldet der „Kicker“.

Wie der „Kicker“ berichtet, hat es erste Gespräche mit dem 1. FC Köln gegeben und der Klub befinde sich in der „Pole Position“. Hollerbach passt perfekt in das Anforderungsprofil des 1. FC Köln. Der Stürmer gilt als enorm schnell, dribbelstark und mit 22 Jahren noch sehr jung. Das passt aber wiederum perfekt in die Pläne des 1. FC Köln, junge Spieler zu entwickeln. Die Torbilanz kann sich bislang sehen lassen. In 37-Ligaspielen erzielte der Stürmer 14 Tore und bereitete fünf Treffer vor.

Der 22-Jährige wurde in Starnberg geboren. Mit acht Jahren wechselte Hollerbach zu den Junioren von 1860 München. Von 2014 bis 2019 durchlief der Angreifer die Juniorenmannschaften von Bayern München, anschließend wechselte er zum VfB Stuttgart. Im Sommer 2020 folgte dann der Wechsel zum SV Wehen Wiesbaden. Für den SV bestritt Hollerbach 98 Pflichtspiele und erzielte 19 Tore. Am Freitag war Hollerbach in der Relegation erfolgreich. Mit dem 4:0-Sieg über Arminia Bielefeld steht Wehen Wiesbaden mit einem Bein in der 2. Liga. Laut „Kicker“ würde sich Hollerbachs auslaufender Vertrag im Aufstiegsfall verlängern. Das sollte den FC aber nicht von einer möglichen Verpflichtung abhalten.

Nach dem Aussetzen der FIFA-Sperre darf der FC auf dem Transfermarkt wieder tätig werden. Neben der bereits ausgesprochenen Vakanz auf der Sechser-Position, sucht der FC wohl auch nach einem weiteren Stürmer. Vielleicht auch, um auf die Verletzung von Steffen Tigges zu reagieren. Linksverteidiger Leart Paqarada steht bereits als erste Neuverpflichtung der Kölner fest.

Drei FC-Profis im DFB-Kader der U21-EM

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Drei FC-Profis im DFB-Kader der U21-EM

Wie erwartet hat U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo Eric Martel, Denis Huseinbasic und Jan Thielmann für die Europameisterschaft nominiert. Damit befinden sich gleich drei FC-Profis im DFB-Kader der U21-EM.

Mit der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern endete am vergangenen Samstag die Bundesliga-Saison. Für Eric Martel, Denis Huseinbasic und Jan Thielmann ist aber kein Urlaub angesagt. Die Spieler wurden von Antonio Di Salvo für die EM in Georgien und Rumänien (21. Juni bis 8. Juli) nominiert – zumindest in den vorläufigen Kader. Neben den drei FC-Profis im DFB-Kader der U21-EM könnte auch Nikola Soldo für den Nachwuchs Kroatiens starten.

Damit geht für Jan Thielmann nach einer insgesamt durchwachsenen Spielzeit ein Saisonziel in Erfüllung. Der Kölner Youngster, der im Mai unmittelbar vor seinem 21. Geburtstag die 100-Pflichtspiel-Marke beim 1. FC Köln durchbrochen hat, hatte im vergangenen Sommer die U21-EM als großes Ziel für 2023 ausgelobt. Aufgrund anhaltender Muskelprobleme musste Thielmann die Länderspiele im März absagen, nun kehrt er zurück in die Nationalelf. Seit der U15 ist der 21-Jährige fester Bestandteil der Junioren-Nationalmannschaften. Für die U21 hat Thielmann sieben Spiele absolviert und einen Treffer erzielt.

Dass Eric Martel in den vorläufigen Kader berufen wurde, dürfte ebenfalls nicht überraschen. Der 21-Jährige hat in dieser Saison eine rasante Entwicklung durchgemacht, sich neben Ellyes Skhiri auf der Doppelsechs beim FC etabliert. Martel wird mittelfristig in die Fußstapfen des Tunesiers treten. Für rund 1,2 Millionen Euro wechselte der gebürtige Bayer vergangene Spielzeit zum FC. Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert mittlerweile auf 6,5 Millionen Euro ein. Für die U21 lief Martel ebenfalls sieben Mal auf.

EM-Finale findet am 8. Juli statt

Einen rasanteren Aufstieg erlebt sogar Denis Huseinbasic. Der 21-Jährige spielte in der vergangenen Saison noch für Kickers Offenbach in der Regionalliga, wechselte für 50.000 Euro an den Rhein und ist seit November 22 ebenfalls Teil der U21. Der Mittelfeldspieler erzielte bereits zwei Treffer in seinen bisherigen drei Spielen.

In weniger als drei Wochen startet die deutsche U21-Nationalmannschaft in das Turnier. Zunächst trifft das Team von Di Salvo am 22. Juni in der Gruppe C auf Israel. Drei Tage später folgt für den Titelverteidiger das zweite Gruppenspiel gegen Tschechien. Zum Abschluss bekommt es die DFB-Auswahl noch mit England zu tun. Die Viertelfinalspieler sind für das erste Juli-Wochenende anberaumt. Das Finale wird am 8. Juli ausgetragen. Mit Nikola Soldo könnte ein weiterer FC-Profi an der EM teilnehmen. Der Innenverteidiger stand zuletzt im Aufgebot der U21 Kroatiens. Die Spiele der deutschen Mannschaft werden von der Sat1/ProSieben-Gruppe übertragen.

Ebenfalls im DFB-Kader befindet sich mit Yann Aurel Bisseck ein guter Bekannter der Geißböcke. Der gebürtige Kölner hat ab 2007 bei den FC-Junioren gekickt, den Durchbruch beim FC aber nicht geschafft. Auch Youssoufa Moukoko steht im vorläufigen Kader. Drei Spieler werden noch gestrichen.

Der erweiterte U21-Kader:

Tor: Noah Atubolu (SC Freiburg), Christian Früchtl (Austria Wien), Nico Mantl (Aalborg BK)

Abwehr: Maximilian Bauer (FC Augsburg), Jordan Beyer (Burnley FC), Yann-Aurel Bisseck (Aarhus GF), Marton Dardai (Hertha BSC), Kilian Fischer (VfL Wolfsburg), Henning Matriciani (FC Schalke), Luca Netz (Borussia Mönchengladbach), Kenneth Schmidt (SC Freiburg), Josha Vagnoman (VfB Stuttgart)

Mittelfeld/Angriff: Faride Alidou (Eintracht Frankfurt), Denis Huseinbasic (1. FC Köln), Yannik Keitel (SC Freiburg), Ansgar Knauff (Eintracht Frankfurt), Tom Krauß (FC Schalke), Eric Martel (1. FC Köln), Youssoufa Moukoko (Borussia Dortmund), Jessic Ngankam (Hertha BSC), Patrick Osterhage (VfL Bochum), Kevin Schade (FC Brentford), Angelo Stiller (TSG Hoffenheim), Jan Thielmann (1. FC Köln), Nelson Weiper (FSV Mainz 05), Noah Weißhaupt (SC Freiburg)

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Offiziell: FC verabschiedet Ellyes Skhiri

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Offiziell: FC verabschiedet Ellyes Skhiri

Es stand bereits seit Monaten fest, nun ist es auch offiziell: der FC hat Ellyes Skhiri verabschiedet. Und das mit einem emotionalen Video.

Ellyes Skhiri verlässt nach vier Jahren den 1. FC Köln. Damit kehrt der aktuell wertvollste Kölner Spieler den Geißböcken den Rücken. Am frühen Donnerstagabend verabschiedete der FC Ellyes Skhiri auch offiziell.

Zwar kostete Ellyes Skhiri den 1. FC Köln im Sommer 2019 rund sechs Millionen Euro, wirklich bekannt war der Tunesier den meisten Experten zum Zeitpunkt seines Wechsels von Montpellier an den Rhein aber noch nicht. Das sieht vier Jahre später ganz anders aus. Skhiri ist der aktuell wertvollste Spieler im Kölner Kader. Der 28-Jährige ist das Laufwunder der Liga, bringt mehr als 90 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, gewinnt die entscheidenden Zweikämpfe, stopft zahlreiche Löcher und strahlt dabei noch eine beeindruckende Torgefahr aus. Nicht umsonst soll es Interessenten aus ganz Europa geben. Unter anderem sollen Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig an Skhiri interessiert sein. Ellyes Skhiri wird den FC sicher verlassen, wir keinen neuen Vertrag unterschreiben. Bis zuletzt dürften viele Fans noch gehofft haben.

Das Online-Portal Gool.ai berechnet den Marktwert des Mittelfeldspielers auf mehr als 15 Millionen Euro. Für den FC besonders bitter, denn Skhiris Vertrag ist ausgelaufen, der Mittelfeldspieler wechselt ablösefrei. „Lieber Ellyes, vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz, deine zahlreichen Kilometer, die du für den FC abgespult hast und deinen Willen, immer alles zu geben! Mach et joot, Flaco!“, schreibt der FC auf seiner Homepage. Wohin die Reise des Tunesiers geht, ist allerdings vollkommen offen. Erst am Mittwoch war Sebastian Andersson offiziell verabschiedet worden.

 

1. FC Köln: Die Topspieler der Saison

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1. FC Köln: Die Topspieler der Saison

Der FC blickt auf eine insgesamt erfolgreiche Spielzeit zurück. Aber wer waren die Topspieler der Saison beim 1. FC Köln?

Auch wenn der 1. FC Köln in dieser Spielzeit individuell nicht so stark wie andere Bundesligisten besetzt sein mochte, ließen die Kölner nach dem letzten Spieltag gegen die Bayern zahlreiche Teams hinter sich. Auch, weil einige Akteure auf konstant hohem Niveau unterwegs waren. Das sind die Topspieler der Saison beim 1. FC Kölnß

Der beste Abwehrspieler des 1. FC Köln

Vor der Saison hätten das wohl nur die wenigsten Experten für möglich gehalten: Nach einem eher durchwachsenen Start beim 1. FC Köln ist Jeff Chabot längst aus der Startelf nicht mehr wegzudenken. Der Abwehrspieler hat sich zu einem der besten Innenverteidiger der Liga gemausert. Insgesamt gewann Chabot von knapp 400 mehr als 250 und damit 64,4 Prozent seiner Zweikämpfe. Ligaintern belegt der 25-Jährige damit einen Platz in der Top-Ten (Nur Spieler mit mindestens fünf Einsätzen gewertet). Auf Rang zwei folgt Jonas Hector mit immerhin 60,6 Prozent gewonnener Zweikämpfe, vor Timo Hübers mit 59,9 Prozent. Bei den absoluten Zahlen liegt Hector übrigens ligaweit auf Rang zwei. Der nun ehemalige Kapitän des 1. FC Köln gewann insgesamt 473 Zweikämpfe, genau neun weniger als der stärkste Defensivspieler der Liga Jude Bellingham.

Das gesamte Ranking

Der laufstärkste Profi des 1. FC Köln

Ligaweit ist kein Spieler so viel gelaufen, wie Ellyes Skhiri. Der Tunesier kommt auf 393,7 Kilometer. Viel hätte also nicht zu der 400-Marke gefehlt. Skhiri lief bei gleichvielen Einsätzen 60 Kilometer mehr als Jonas Hector mit 333,1 auf Rang zwei. Den dritten Platz belegt Florian Kainz mit 292 Kilometern. Am Donnerstag gab der FC auch offiziell den Abschied von Skhiri bekannt.

Der schnellste Spieler des 1. FC Köln

In Sachen Tempo hat der FC bei der reinen Geschwindigkeit noch Nachholbedarf. Der schnellste gemessene FC-Spieler ist in dieser Saison Linton Maina. Der Außenspieler erreichte einen Topspeed von 34,8 km/h. Insgesamt liegt Maina damit aber „nur“ auf Rang 46 der Bundesliga. Der schnellste Spieler kommt aus Dortmund. Bei Karim Adeyemi wurde ein Topspeed von 36,65 km/h gemessen. Mannschaftsintern folgt Dejan Ljubicic hinter Maina auf Rang zwei. Der Österreicher kam auf 34,7 km/h. Jan Thielmann erreichte immerhin 34,07 km/h.

Der Topscorer des 1. FC Köln

49 Tore hat der 1. FC Köln in der Bundesliga auf seiner Haben-Seite und bei jedem dritten hatte Florian Kainz seinen Fuß im Spiel. Mit sechs Toren und zehn Assists gewinnt der Österreicher den internen Kampf um die Scorer-Krone. Im Liga-Vergleich belegt Kainz damit einen geteilten 19. Rang. Der französische Nationalspieler Randal Kolo Muani kommt auf 31 Punkte und ist damit der beste Scorer der abgelaufenen Spielzeit. Mit sieben Vorlagen und drei Toren belegt Linton Maina den zweiten FC-Rang vor Ellyes Skhiri (7 Tore/1 Vorlage) gemeinsam mit Steffen Tigges (6/2). Skhiri erzielte damit die meisten Ligatore der Kölner.

Der beste Passgeber des 1. FC Köln

Wie wichtig Ellyes Skhiri für den FC gewesen ist, zeigt sich auch in der überragenden Passquote. Skhiri kommt auf einen starken Wert von 89,9 Prozent. Neun von zehn Pässen bringt der Tunesier zum Mitspieler. Bei insgesamt rund 1500 gespielten Pässen ein guter Wert. Es folgt eine Reihe von Innenverteidigern. Zunächst Luca Kilian mit 87,8 Prozent, gefolgt von Jeff Chabot mit 86,9 Prozent und Timo Hübers mit 86,5 Prozent. Die meisten Pässe brachte derweil Gladbachs Nico Elvedi an. Der Schweizer kommt auf 94,5 Prozent.

Folgt uns auf:

So bewerten wir die FC-Spieler über die Saison

Marvin Schwäbe

Zeigte über die Saison in viele Fällen, über welche Qualitäten er verfügt, wies aber auch erstaunliche Schwächen auf und leistete sich den ein oder anderen gravierenden Aussetzer, wie im Duell gegen Leipzig zu Beginn der Saison. Note: 3+

Bild: Herbert Bucco

Timo Horn

Kam einzig in der ersten Runde des Pokals zum Einsatz. Hatte sich möglicherweise mehr Einsatzzeit in der Conference League versprochen. Verhielt sich wie eine vorbildliche Nummer zwei. Hätte eigentlich ein paar Minuten zum Abschied verdient gehabt. Note: –

Jonas Hector

War auch in dieser Saison der Leader der Mannschaft. Überzeugte durch Willen und Einsatz. Legendär seine ballsichernde Pirouette im Zweikampf, die dennoch zahlreiche Gegner übertölpelt. Gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe. Emotionaler Abschied, der selbst ihn zu Tränen rührte. Note: 2-

Kristian Pedersen

Kam nur selten zum Einsatz. Wenn, wusste er nicht wirklich zu überzeugen. Wird es auch in der kommenden Saison schwer haben, auf viele Einsätze zu kommen. Note: 4

Jeff Chabot

Zeigte schon in der Vorbereitung, in welche Richtung die Entwicklung gehen kann. Wurde durch Kilians Verletzung zum Stammspieler und ist aus der Startelf nicht mehr wegzudenken. Eine der größten Überraschungen der Saison. Gewinnt gefühlt jeden Zweikampf – es sind tatsächlich 65 Prozent und damit der Kölner Topwert. Mit 86 Prozent Passquote dazu ein wichtiger Aufbauspieler. Note: 2+

Timo Hübers

Spielte häufig seinen Stiefel souverän runter, überzeugte dabei aber nicht so sehr wie sein Nebenmann. Dennoch eine sehr solide Saison. Deutete mit seinem Doppelpack gegen Hertha BSC eine ungeahnte Torqualität an. Note: 2-

Luca Kilian

Wurde gleich zweimal des Feldes verwiesen. Besonders ärgerlich: die gelb-rote Karte gegen seinen Ex-Klub Mainz. Hatte damit großen Anteil an der bitteren 0:5-Pleite. Zeigte auf der anderen Seite auch überragende Leistungen wie zum Beispiel gegen Dortmund. Verlor seinen Stammplatz an Jeff Chabot. Es wird schwer werden, diesen zurückzuerobern. Note: 3

Nikola Soldo

Kam vor allem zu Saisonbeginn einige Male zum Einsatz, konnte aber nur selten überzeugen. Zuletzt komplett außen vor. Momentan nur auf Platz vier der Innenverteidiger. Wird wohl auch in der kommenden Saison keine große Rolle spielen. Note: 4+

Benno Schmitz

Konnte an die starke Leistung der Vorsaison nicht anknüpfen. Wahrscheinlich auch, weil mit Anthony Modeste sein Abnehmer den Verein verlassen hat. Aber auch in der Defensive oft viel zu fahrig und mitunter zu ungelenk. Dafür aber ein Traumtor gegen Leverkusen. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Ligaweit der laufstärkste Spieler. Hätte beinahe die 400 Kilometer geknackt. Strahlt dazu eine enorme Torgefahr aus. Stopft wichtige Löcher, ist zweikampfstark und gewinnt den internen Vergleich in Sachen Passgenauigkeit. Sein Weggang wird nicht komplett zu kompensieren sein. Note: 2+

Eric Martel

Wird das schwere Erbe von Skhiri antreten müssen. Der Saisonverlauf zeigt, dass er das mittelfristig auch kann. Überzeugte ebenfalls durch eine überragende Laufleistung und bewies gleich mehrfach, dass er hart im Nahmen ist. erzielte zudem sein erstes Bundesligator. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Startete überragend in die Saison. Verletzte sich gegen Gladbach schwer. Hatte dann Schwierigkeiten, seine Form zu finden. Wurde zum Ende der Saison wieder deutlich stärker. Mit wettbewerbsübergreifend 8 Toren einer der besten Torschützen der Mannschaft. Note: 3+

Florian Kainz

Begann ähnlich stark wie sein Landsmann Ljubicic. Übernahm zunehmend Verantwortung im Team und wäre sicherlich ein geeigneter Kapitän. Wurde im Laufe der Saison zum Zehner umfunktioniert. Erfüllte diese Aufgabe solide. Erzielte zudem sechs Tore in der Liga und bereitetet zehn vor – beim FC der Topwert. Note: 2

Denis Huseinbasic

Neben Jeff Chabot die größte Überraschung der Saison. Kam für 50.000 Euro aus Offenbach, ist laut dem Onlineportal transfermarkt.de mittlerweile 5 Millionen wert. Überzeugt durch Torgefahr, Selbstbewusstsein und starke Technik. Definitiv ein Gewinn der Kölner, der sich mittelfristig auszahlen wird. Hatte zum Ende der Saison weniger Spielzeit. Note: 3

Mathias Olesen

Erhielt zu Beginn der Saison überraschend viel Spielzeit und den Vorzug vor Ondrej Duda. Tut sich mit dem hohen Tempo in der Bundesliga allerdings oft noch schwer. Hatte in einigen Spielen keinen Zugriff. Kam zum Ende der Spielzeit nur noch auf wenige Minuten. Note: 4+

Linton Maina

Stellt mit seinem extrem hohen Tempo viele Gegenspieler vor große Probleme. Sein Torabschluss, oft auch der entscheidende Pass tun dies dagegen nur selten. Wäre bei mehr Torgefahr eine echte Offensivwaffe. Baumgart ist durchaus in der Lage, diese Qualität aus Maina herauszuholen. Note: 3

Kingsley Schindler

Seine Leistung war extrem positionsabhängig. Wurde zu Beginn der Saison gerne als rechter Verteidiger eingesetzt. War dort überhaupt keine Alternative zu Benno Schmitz. Spielte zuletzt eher im rechten Mittelfeld und war dort durchaus eine Option, wenn auch nicht unbedingt erste Wahl. Der letzte Eindruck zählt in diesem Fall. Daher: Note: 3-

Jan Thielmann

Hat eine eher durchwachsene Saison hinter sich – unfreiwillig. Startete selbstbewusst in die Spielzeit, mit großen Zielen. Lieferte zunächst auch. Unvergessen sein Treffer gegen Frankfurt. Einige Verletzungen und Erkrankungen warfen den Kölner Youngster zurück. Wenn er fit ist, sorgt er über die Flügel für mächtig Wirbel. Note: 3+

Steffen Tigges

Unter dem Schulzeugnis könnte so etwas wie „stehts bemüht“ stehen. Ackert unheimlich viel, reibt sich auf, will es unbedingt. Der Ertrag ist aber oft eher mau. Konnte nur selten überzeugen. Seine beiden Doppelpacks, aber allen voran das 45-Meter-Tor gegen Bremen, bleiben in Erinnerung. Dennoch für einen Stürmer insgesamt zu wenig. Note: 4+

Sargis Adamyan

Ist wahrlich (noch) nicht die Verstärkung, die sich die Kölner Verantwortlichen erhofft haben. Wirkt in seinen Aktionen oft unglücklich. Nach wie vor ein Rätsel, wie er den Ball gegen Hertha BSC nicht im Tor unterbringen konnte. Note: 4

Davie Selke

Wurde im Winter aus Berlin geholt. Benötigte einige Wochen, um in Form zu kommen. Da ließ er dann sein Können aufblitzen. Baumgart brachte den Stürmer zuletzt mit der DFB-Auswahl in Verbindung. Trotz starker Form und zuletzt fünf Toren ist das wohl noch ein weiter Schritt. Note: 3-

*Es handelt sich nicht um den kompletten Kader. Es wurden nur die Spieler berücksichtigt, die wir auch im Laufe der Saison bewertet haben

Offiziell: Sebastian Andersson verlässt den FC

Sebastian Andersson vom 1. FC Köln
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Offiziell: Sebastian Andersson verlässt den FC

Was der Verein schon vor Wochen angekündigt hat, ist nun auch offiziell: Sebastian Andersson verlässt den 1. FC Köln.

Er kam im Sommer 2020 als Hoffnungsträger, erzielte wichtige Treffer in der Relegation im Sommer 2021, fand sich auch aufgrund hartnäckiger Verletzungen beim FC nie so richtig zu recht. Was bereits beschlossen war, ist nun offiziell: Sebastian Andersson verlässt den 1. FC Köln.

Als der FC im Sommer 2020 Jhon Cordoba in einem Blitztransfer Richtung Hertha BSC abgab, musste Ersatz her. Torgefährlich, kopfballstark, ein Wandspieler sollte er sein. Die damaligen Kölner Verantwortlichen glaubten bei Union Berling fündig geworden zu sein: Sebastian Andersson, zwölf Tore und drei Vorlagen in 33 Spielen sprachen eine beeindruckende Sprache.

Doch Andersson konnte das Versprechen nicht halten. In der ersten Spielzeit kam der Stürmer auf 16 Einsätze, erzielte drei Treffer, bereitete ein Tor vor. Der Schwede wurde immer wieder von Knieproblemen zurückgeworfen, musste lange aussetzen. Probleme, die durchaus bekannt waren. Ausgerechnet im Rückspiel der Relegation gegen Holstein Kiel war Andersson zur Stelle, brachte den FC mit einem Doppelpack auf Erfolgskurs. Auch in der Folgesaison erzielte Andersson drei Treffer, bereitete ein Tor vor – allerdings bei 26 Liga-Einsätzen.

Im vergangenen Sommer galt Andersson als sicherer Wechselkandidat. Zwar lagen dem Spieler zahlreiche Angebote vor, doch der Schwede schlug sie alle der Reihe nach aus. Stattdessen unterzog sich der Stürmer einer Knie-OP, von der ihm die Kölner Ärzte abgeraten hatten. Nachdem Andersson die Mediziner anschließend auch noch öffentlich kritisierte, war das Tischtuch zwischen Verein und Spieler endgültig zerschnitten. Nach drei Jahren verlässt Andersson nun den FC, für beide Seiten wohl enttäuschende drei Jahre.

 

Unsere Einzelkritik zum Bremen-Spiel

1. FC Köln: Besondere Momente der Saison

Jonas Hector und Timo Horn erhalten einen würdigen Abschied
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1. FC Köln: Besondere Momente der Saison

Die größte Überraschung, der bitterste Augenblick, das schönste Tor, die heftigste Enttäuschung – die Spielzeit war eine Achterbahn der Gefühle beim FC. Ein Rückblick des 1. FC Köln: Besondere Momente der Saison.

Zwar verpasste der FC einen Sieg am letzten Spieltag gegen die Bayern, die Kölner können aber dennoch auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Trotz einiger Widrigkeiten hat der FC die Spielzeit auf Rang elf beendet. Eine Spielzeit mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefen, vor allem aber gab es beim 1. FC Köln zahlreiche besondere Momente in der Saison.

Der emotionalste Moment: Der Abschied von Timo Horn und Jonas Hector

Wenn man so will hat der 1. FC Köln bis zum Schluss gewartet, um wiederum mit dem größten Highlight der Saison aufzuwarten. Schon die Kabinenansprache von Jonas Hector, in der er seinen Abschied verkündete, löste bei vielen Fans Wehmut aus. Der Kapitän geht von Bord. Und das, nach mehr als einer Decade bei den Geißböcken. Nachdem auch Timon Horn seinen Abschied bekannt gegeben hat und der Klassenerhalt der Kölner in trockenen Tüchern war, gab es rund um das Geißbockheim so gut wie kein anderes Thema mehr. Entgegen ihres normalen Vorgehens versprachen die Kölner Verantwortlichen einen offiziellen, einen emotionalen Abschied für die beiden FC-Ikonen. Und der wurde es, als 50.000 Zuschauer inklusive Mannschaft, Trainer, Wegbegleiter und Freunde gemeinsam mit Ben Randerath „Tommi“ von AnnenMayKantereit sangen, konnte selbst ein Jonas Hector die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ein emotionaler Moment, ein Gänsehautmoment, ein Moment, den die FC-Anhänger so schnell nicht vergessen werden.

Die Erkenntnis der Saison: Not macht erfinderisch!

Diese ist aus der Not geboren, denn durch die langwierige Verletzung von Mark Uth, die zwischenzeitliche von Dejan Ljubicic und dem Abgang von Ondrej Duda suchte FC Trainer Steffen Baumgart lange nach einem geeigneten Zehner. Er probierte gleich zahlreiche Optionen aus, doch Mathias Olesen ist offensichtlich noch nicht so weit und auch Denis Huseinbasic wird trotz seiner rasanten Entwicklung noch einige Zeit brauchen, um konstant auf hohem Bundesliganiveau zu spielen. Auch Ljubicic fiel lange verletzt aus, suchte dann nach der Form und war schließlich auf der rechten Seite am effektivsten. Somit entschied sich Baumgart für Florian Kainz auf der Zehn. Der Österreicher zeigte, dass er sich auf dieser Position wohlfühlt und ist eine echte Alternative zu Mark Uth.

Die positive Überraschung: Jeff Chabot wird zum Türsteher

Die Saisonbilanz von Jeff Chabot fiel vor genau einem Jahr alles andere als gut aus. Der Abwehrspieler war im Winter von Sampdoria Genua an den 1. FC Köln verliehen worden. Doch Chabot tat sich schwer, fiel zunächst krankheitsbedingt aus und bei seinen ersten Einsätzen nicht unbedingt positiv auf. Insgesamt kam der Innenverteidiger auf vier Einsätze und 208 Spielminuten und somit an Timo Hübers und Luca Kilian nicht vorbei. Nichts, aber auch gar nichts deutete auf eine mögliche Vertragsverlängerung oder eine feste Verpflichtung Chabots hin. Doch schon in der Vorbereitung steigerte Chabot seine Leistung, spielte sich auch auf Grund der Verletzung von Kilian in der Startelf fest und ist aus dieser nicht mehr wegzudenken. Der Abwehrspieler gewann prozentual die meisten Zweikämpfe der Kölner, weist die drittbeste Passquote auf, nicht umsonst wurde er von manchen Medien bereits als der Kölner Türsteher gefeiert. Chabot stellte mit seiner Leistung die durchaus erfreuliche Entwicklung der Youngster Eric Martel und Denis Huseinbasic in den Schatten.

Der kurioseste Moment: Nebel über Slovacko

Zugegeben, die Rasensprenger im letzten Pflichtspiel des Jahres waren auch schon besonders. Den wohl kuriosesten Moment erlebten Spieler und Fans aber wohl in der Conference League. Beim 1. FC Slovacko deutete schon vor dem Spielbeginn viel auf einen unregelmäßigen Verlauf. Auf Grund von schwerem Nebel, war das Spiel ohnehin schon verspätet angepfiffen worden. Als weder FC-Trainer Steffen Baumgart noch seine Spieler noch die Fans ihre eigene Hand vor Augen sehen konnten, wurde das Spiel unterbrochen und erst am Folgetag zu Ende gespielt.

Das schönste Tor: Schmitz, Tigges und Hübers

Gleich drei Treffer haben es in die vereinsintern Tor-der-Saison-Auswahl geschafft. Gegen Bayer Leverkusen war der 1. FC Köln im Herbst vergangenen Jahres die bessere Mannschaft, hätte den Sieg im Nachbarschaftsduell verdient gehabt. Am Ende blieb den Kölner eine bittere Niederlage, aber auch ein unvergessener Moment. Benno Schmitz nahm sich Höhe Sechzehner ein Herz, den Ball volley und versenkte ihn im Winkel. Steffen Tigges traf beim 7:1-Erfolg über Werder Bremen zwar nicht in den Winkel, dafür aber aus 46 Metern. Dass auch Timo Hübers über einen Torriecher verfügt, zeigte der Innenverteidiger beim 5:2-Erfolg über Hertha BSC. Hübers traf gegen die Hauptstädter gleich doppelt und einmal besonders sehenswert mit der Hacke.

Der bitterste Moment: Nizza

Eigentlich war alles angerichtet. Es sollte eine traumhafte Reise werden. Eine Reise quer durch Europa, mit Flutlichtspielen und namhaften Gegnern. Der Lohn für eine hervorragende Saison. Viele tausend Kölner Anhänger reisten nach Südfrankreich, um mit dem FC in das Unterfangen Gruppenphase Conference League zu starten. Doch der Traum von Europa wurde schnell zum Albtraum von Nizza. Ausschreitungen, Krawalle, Verletzte – auch Kölner Anhänger waren unter den Chaoten. Am Ende standen Razzien, Festnahmen und Verurteilungen. Der FC versprach, mit voller Härte gegen die Randalierer vorzugehen. Ein bitterer Moment der Kölner Europapokal-Geschichte.

Der schönste Sieg: Nachbarschaftsduell, Klassenerhalt und ein wenig Häme

Kleines Derby oder Nachbarschaftsduell – eine allseits zufriedenstellende Definition für die Spiele zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen wird es möglicherweise nie geben. Emotional aufgeladen sind die Spiele gegen den Nachbarn allemal. So auch das Jüngste. Schon Tage vor dem Duell gab es reichlich Diskussionsbedarf. Stein des Anstoßes war die DFL, die dem Wunsch von Bayer Leverkusen entsprach, das Duell beim Rivalen von Sonntag auf Freitag vorzuverlegen. Der Grund: Bayer wollte möglichst ausgeruht in das Pokalhalbfinale gegen AS Rom starten. Viele Kölner Fans erinnerten sich an die Absage der DFL, als der FC im vergangenen Jahr ebenfalls versuchte, ein Spiel zu verlegen. Damals war die Begegnung gegen Slovacko unterbrochen und erst am Folgetag fortgesetzt worden. Der FC musste zwei Tage später gegen die TSG Hoffenheim ran. Den Kölner Verantwortlichen stieß es übel auf, dass Leverkusen nicht zuerst das Gespräch mit dem FC gesucht hatte. Am Ende des Tages gewannen die Kölner das Nachbarschaftsduell in Leverkusen 2:1 und sicherten die Klasse. Leverkusen verlor nicht nur gegen Köln, die Werkself schied auch gegen Rom aus.

Die größte Enttäuschung: Sturmflaute beim FC

Mal abgesehen von seinen Toren gegen Holstein Kiel in der Relegation, ist Sebastian Andersson beim 1. FC Köln nie über die Rolle des Hoffnungsträgers hinaus gekommen. Nicht umsonst galt der ehemalige schwedische Nationalspieler im Sommer `22 als potenzieller Wechselkandidat. Zwar lagen dem Spieler zahlreiche Angebote vor, doch Andersson schlug sie alle der Reihe nach aus. Stattdessen unterzog sich der Stürmer einer Knie-OP, von der ihm die Kölner Ärzte abgeraten hatten. Nachdem Andersson die Mediziner anschließend auch noch öffentlich kritisierte, war das Tischtuch zwischen Verein und Spieler endgültig zerschnitten. Erstaunlicherweise keimte im Frühling noch einmal Hoffnung auf, dass der Angreifer tatsächlich noch einmal mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen würde. Doch Davie Selke machte seine Sache zu gut, als dass Andersson wirklich noch einmal eine Chance erhielt.

Sportliche Gewinner und Verlierer

Neben Jeff Chabot und Florian Kainz setzten auch einige andere Spieler ihre Ausrufezeichen. Denis Huseinbasic kam in seiner Premierensaison auf 29 Einsätze für die Profis, erzielte fünf Treffer. Der Mittelfeldspieler kam für 50.000 Euro an den Rhein, ist laut transfermarkt.de aber mittlerweile 5 Millionen wert. Auch Eric Martel bewies, dass er mittelfristig in die Fußstapfen von Ellyes Skhiri treten kann. Martel entwickelte sich zum Stammspieler und war in zahlreichen Begegnungen sogar laufstärker als sein tunesischer Mitspieler. Zu den Gewinnern der vergangenen Wochen gehört aber auch Davie Selke, der nach Anlaufschwierigkeiten zum Hoffnungsträger im Kölner Sturm wurde. Nicht ganz so gut lief es dagegen für Sargis Adamyan. Der Stürmer war mit großen Hoffnungen an den Rhein gewechselt. Zu Beginn der Saison erhielt Adamyan auch viel Einsatzzeit. Insgesamt erzielte der Armenier in 32 Einsätzen zwei Tore und bereitete vier vor. Adamyan sorgte aber auch unfreiwillig für den Slapstick-Moment der Saison, als er bei Hertha BSC den Ball aus kürzester Distanz noch über das Tor schoss. Auch Ondrej Duda kam unter Baumgart weiterhin nicht so recht auf Touren und wurde im Winter erwartungsgemäß verliehen.

Das Comeback der Saison

Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde Sebastian Andersson nach den sommerlichen Querelen noch einmal zurück in das Trikot mit dem Geißbock schlüpfen dürfen. Dazu kam es nicht und so wurde das Comeback der Saison wohl Dimitrios Limnios zuteil. Nach seiner schweren Knieverletzung und dem verkorksten Anlauf beim FC hatten wohl nur wenige mit dem Comeback gerechnet.

Beeindruckende Bilder

Die wohl beeindruckendsten Bilder lieferten mehr als 10.000 Kölner Fans zum Auftakt der Conference League aus Nizza. In rote Trikots und T-Shirt gehüllt trafen sie sich am “Fontaine du Soleil” und verwandelten die Côte d’Azur in ein rotes Meer. Gemeinsam marschierten die Fans Richtung Stadion. Die Bilder erinnerten stark an den Auftritt in London 2017.

So bewerten wir die FC-Spieler über die Saison

Marvin Schwäbe

Zeigte über die Saison in viele Fällen, über welche Qualitäten er verfügt, wies aber auch erstaunliche Schwächen auf und leistete sich den ein oder anderen gravierenden Aussetzer, wie im Duell gegen Leipzig zu Beginn der Saison. Note: 3+

Bild: Herbert Bucco

Timo Horn

Kam einzig in der ersten Runde des Pokals zum Einsatz. Hatte sich möglicherweise mehr Einsatzzeit in der Conference League versprochen. Verhielt sich wie eine vorbildliche Nummer zwei. Hätte eigentlich ein paar Minuten zum Abschied verdient gehabt. Note: –

Jonas Hector

War auch in dieser Saison der Leader der Mannschaft. Überzeugte durch Willen und Einsatz. Legendär seine ballsichernde Pirouette im Zweikampf, die dennoch zahlreiche Gegner übertölpelt. Gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe. Emotionaler Abschied, der selbst ihn zu Tränen rührte. Note: 2-

Kristian Pedersen

Kam nur selten zum Einsatz. Wenn, wusste er nicht wirklich zu überzeugen. Wird es auch in der kommenden Saison schwer haben, auf viele Einsätze zu kommen. Note: 4

Jeff Chabot

Zeigte schon in der Vorbereitung, in welche Richtung die Entwicklung gehen kann. Wurde durch Kilians Verletzung zum Stammspieler und ist aus der Startelf nicht mehr wegzudenken. Eine der größten Überraschungen der Saison. Gewinnt gefühlt jeden Zweikampf – es sind tatsächlich 65 Prozent und damit der Kölner Topwert. Mit 86 Prozent Passquote dazu ein wichtiger Aufbauspieler. Note: 2+

Timo Hübers

Spielte häufig seinen Stiefel souverän runter, überzeugte dabei aber nicht so sehr wie sein Nebenmann. Dennoch eine sehr solide Saison. Deutete mit seinem Doppelpack gegen Hertha BSC eine ungeahnte Torqualität an. Note: 2-

Luca Kilian

Wurde gleich zweimal des Feldes verwiesen. Besonders ärgerlich: die gelb-rote Karte gegen seinen Ex-Klub Mainz. Hatte damit großen Anteil an der bitteren 0:5-Pleite. Zeigte auf der anderen Seite auch überragende Leistungen wie zum Beispiel gegen Dortmund. Verlor seinen Stammplatz an Jeff Chabot. Es wird schwer werden, diesen zurückzuerobern. Note: 3

Nikola Soldo

Kam vor allem zu Saisonbeginn einige Male zum Einsatz, konnte aber nur selten überzeugen. Zuletzt komplett außen vor. Momentan nur auf Platz vier der Innenverteidiger. Wird wohl auch in der kommenden Saison keine große Rolle spielen. Note: 4+

Benno Schmitz

Konnte an die starke Leistung der Vorsaison nicht anknüpfen. Wahrscheinlich auch, weil mit Anthony Modeste sein Abnehmer den Verein verlassen hat. Aber auch in der Defensive oft viel zu fahrig und mitunter zu ungelenk. Dafür aber ein Traumtor gegen Leverkusen. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Ligaweit der laufstärkste Spieler. Hätte beinahe die 400 Kilometer geknackt. Strahlt dazu eine enorme Torgefahr aus. Stopft wichtige Löcher, ist zweikampfstark und gewinnt den internen Vergleich in Sachen Passgenauigkeit. Sein Weggang wird nicht komplett zu kompensieren sein. Note: 2+

Eric Martel

Wird das schwere Erbe von Skhiri antreten müssen. Der Saisonverlauf zeigt, dass er das mittelfristig auch kann. Überzeugte ebenfalls durch eine überragende Laufleistung und bewies gleich mehrfach, dass er hart im Nahmen ist. erzielte zudem sein erstes Bundesligator. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Startete überragend in die Saison. Verletzte sich gegen Gladbach schwer. Hatte dann Schwierigkeiten, seine Form zu finden. Wurde zum Ende der Saison wieder deutlich stärker. Mit wettbewerbsübergreifend 8 Toren einer der besten Torschützen der Mannschaft. Note: 3+

Florian Kainz

Begann ähnlich stark wie sein Landsmann Ljubicic. Übernahm zunehmend Verantwortung im Team und wäre sicherlich ein geeigneter Kapitän. Wurde im Laufe der Saison zum Zehner umfunktioniert. Erfüllte diese Aufgabe solide. Erzielte zudem sechs Tore in der Liga und bereitetet zehn vor – beim FC der Topwert. Note: 2

Denis Huseinbasic

Neben Jeff Chabot die größte Überraschung der Saison. Kam für 50.000 Euro aus Offenbach, ist laut dem Onlineportal transfermarkt.de mittlerweile 5 Millionen wert. Überzeugt durch Torgefahr, Selbstbewusstsein und starke Technik. Definitiv ein Gewinn der Kölner, der sich mittelfristig auszahlen wird. Hatte zum Ende der Saison weniger Spielzeit. Note: 3

Mathias Olesen

Erhielt zu Beginn der Saison überraschend viel Spielzeit und den Vorzug vor Ondrej Duda. Tut sich mit dem hohen Tempo in der Bundesliga allerdings oft noch schwer. Hatte in einigen Spielen keinen Zugriff. Kam zum Ende der Spielzeit nur noch auf wenige Minuten. Note: 4+

Linton Maina

Stellt mit seinem extrem hohen Tempo viele Gegenspieler vor große Probleme. Sein Torabschluss, oft auch der entscheidende Pass tun dies dagegen nur selten. Wäre bei mehr Torgefahr eine echte Offensivwaffe. Baumgart ist durchaus in der Lage, diese Qualität aus Maina herauszuholen. Note: 3

Kingsley Schindler

Seine Leistung war extrem positionsabhängig. Wurde zu Beginn der Saison gerne als rechter Verteidiger eingesetzt. War dort überhaupt keine Alternative zu Benno Schmitz. Spielte zuletzt eher im rechten Mittelfeld und war dort durchaus eine Option, wenn auch nicht unbedingt erste Wahl. Der letzte Eindruck zählt in diesem Fall. Daher: Note: 3-

Jan Thielmann

Hat eine eher durchwachsene Saison hinter sich – unfreiwillig. Startete selbstbewusst in die Spielzeit, mit großen Zielen. Lieferte zunächst auch. Unvergessen sein Treffer gegen Frankfurt. Einige Verletzungen und Erkrankungen warfen den Kölner Youngster zurück. Wenn er fit ist, sorgt er über die Flügel für mächtig Wirbel. Note: 3+

Steffen Tigges

Unter dem Schulzeugnis könnte so etwas wie „stehts bemüht“ stehen. Ackert unheimlich viel, reibt sich auf, will es unbedingt. Der Ertrag ist aber oft eher mau. Konnte nur selten überzeugen. Seine beiden Doppelpacks, aber allen voran das 45-Meter-Tor gegen Bremen, bleiben in Erinnerung. Dennoch für einen Stürmer insgesamt zu wenig. Note: 4+

Sargis Adamyan

Ist wahrlich (noch) nicht die Verstärkung, die sich die Kölner Verantwortlichen erhofft haben. Wirkt in seinen Aktionen oft unglücklich. Nach wie vor ein Rätsel, wie er den Ball gegen Hertha BSC nicht im Tor unterbringen konnte. Note: 4

Davie Selke

Wurde im Winter aus Berlin geholt. Benötigte einige Wochen, um in Form zu kommen. Da ließ er dann sein Können aufblitzen. Baumgart brachte den Stürmer zuletzt mit der DFB-Auswahl in Verbindung. Trotz starker Form und zuletzt fünf Toren ist das wohl noch ein weiter Schritt. Note: 3-

*Es handelt sich nicht um den kompletten Kader. Es wurden nur die Spieler berücksichtigt, die wir auch im Laufe der Saison bewertet haben

1. FC Köln: Die Saison-Einzelkritik

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1. FC Köln: Die Saison-Einzelkritik

Der elfte Platz in der Liga, emotionale Spiele im Europapokal, Anwärter zum Tor des Monats. Es war eine Saison voller Höhen und Tiefen beim 1. FC Köln: Die Saison-Einzelkritik der FC-Spieler.

Mit einem packenden Finale endete für den 1. FC Köln am vergangenen Wochenende eine spannende und emotionsgeladenen Saison. Nicht nur für die Kölner Anhänger war es eine Achterbahn der Gefühle zwischen Europaträumen, Höhenflügen und kleinerer Krisen. Vom aufstrebenden Youngster, über einen neuen Leistungsträger bin hin zum unerwarteten Bankdrücker – es gab positive und negative Überraschungen bei den Akteuren des 1. FC Köln: Die Saison-Einzelkritik der FC-Spieler.

So bewerten wir die FC-Spieler über die Saison

Marvin Schwäbe

Zeigte über die Saison in viele Fällen, über welche Qualitäten er verfügt, wies aber auch erstaunliche Schwächen auf und leistete sich den ein oder anderen gravierenden Aussetzer, wie im Duell gegen Leipzig zu Beginn der Saison. Note: 3+

Bild: Herbert Bucco

Timo Horn

Kam einzig in der ersten Runde des Pokals zum Einsatz. Hatte sich möglicherweise mehr Einsatzzeit in der Conference League versprochen. Verhielt sich wie eine vorbildliche Nummer zwei. Hätte eigentlich ein paar Minuten zum Abschied verdient gehabt. Note: –

Jonas Hector

War auch in dieser Saison der Leader der Mannschaft. Überzeugte durch Willen und Einsatz. Legendär seine ballsichernde Pirouette im Zweikampf, die dennoch zahlreiche Gegner übertölpelt. Gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe. Emotionaler Abschied, der selbst ihn zu Tränen rührte. Note: 2-

Kristian Pedersen

Kam nur selten zum Einsatz. Wenn, wusste er nicht wirklich zu überzeugen. Wird es auch in der kommenden Saison schwer haben, auf viele Einsätze zu kommen. Note: 4

Jeff Chabot

Zeigte schon in der Vorbereitung, in welche Richtung die Entwicklung gehen kann. Wurde durch Kilians Verletzung zum Stammspieler und ist aus der Startelf nicht mehr wegzudenken. Eine der größten Überraschungen der Saison. Gewinnt gefühlt jeden Zweikampf – es sind tatsächlich 65 Prozent und damit der Kölner Topwert. Mit 86 Prozent Passquote dazu ein wichtiger Aufbauspieler. Note: 2+

Timo Hübers

Spielte häufig seinen Stiefel souverän runter, überzeugte dabei aber nicht so sehr wie sein Nebenmann. Dennoch eine sehr solide Saison. Deutete mit seinem Doppelpack gegen Hertha BSC eine ungeahnte Torqualität an. Note: 2-

Luca Kilian

Wurde gleich zweimal des Feldes verwiesen. Besonders ärgerlich: die gelb-rote Karte gegen seinen Ex-Klub Mainz. Hatte damit großen Anteil an der bitteren 0:5-Pleite. Zeigte auf der anderen Seite auch überragende Leistungen wie zum Beispiel gegen Dortmund. Verlor seinen Stammplatz an Jeff Chabot. Es wird schwer werden, diesen zurückzuerobern. Note: 3

Nikola Soldo

Kam vor allem zu Saisonbeginn einige Male zum Einsatz, konnte aber nur selten überzeugen. Zuletzt komplett außen vor. Momentan nur auf Platz vier der Innenverteidiger. Wird wohl auch in der kommenden Saison keine große Rolle spielen. Note: 4+

Benno Schmitz

Konnte an die starke Leistung der Vorsaison nicht anknüpfen. Wahrscheinlich auch, weil mit Anthony Modeste sein Abnehmer den Verein verlassen hat. Aber auch in der Defensive oft viel zu fahrig und mitunter zu ungelenk. Dafür aber ein Traumtor gegen Leverkusen. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Ligaweit der laufstärkste Spieler. Hätte beinahe die 400 Kilometer geknackt. Strahlt dazu eine enorme Torgefahr aus. Stopft wichtige Löcher, ist zweikampfstark und gewinnt den internen Vergleich in Sachen Passgenauigkeit. Sein Weggang wird nicht komplett zu kompensieren sein. Note: 2+

Eric Martel

Wird das schwere Erbe von Skhiri antreten müssen. Der Saisonverlauf zeigt, dass er das mittelfristig auch kann. Überzeugte ebenfalls durch eine überragende Laufleistung und bewies gleich mehrfach, dass er hart im Nahmen ist. erzielte zudem sein erstes Bundesligator. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Startete überragend in die Saison. Verletzte sich gegen Gladbach schwer. Hatte dann Schwierigkeiten, seine Form zu finden. Wurde zum Ende der Saison wieder deutlich stärker. Mit wettbewerbsübergreifend 8 Toren einer der besten Torschützen der Mannschaft. Note: 3+

Florian Kainz

Begann ähnlich stark wie sein Landsmann Ljubicic. Übernahm zunehmend Verantwortung im Team und wäre sicherlich ein geeigneter Kapitän. Wurde im Laufe der Saison zum Zehner umfunktioniert. Erfüllte diese Aufgabe solide. Erzielte zudem sechs Tore in der Liga und bereitetet zehn vor – beim FC der Topwert. Note: 2

Denis Huseinbasic

Neben Jeff Chabot die größte Überraschung der Saison. Kam für 50.000 Euro aus Offenbach, ist laut dem Onlineportal transfermarkt.de mittlerweile 5 Millionen wert. Überzeugt durch Torgefahr, Selbstbewusstsein und starke Technik. Definitiv ein Gewinn der Kölner, der sich mittelfristig auszahlen wird. Hatte zum Ende der Saison weniger Spielzeit. Note: 3

Mathias Olesen

Erhielt zu Beginn der Saison überraschend viel Spielzeit und den Vorzug vor Ondrej Duda. Tut sich mit dem hohen Tempo in der Bundesliga allerdings oft noch schwer. Hatte in einigen Spielen keinen Zugriff. Kam zum Ende der Spielzeit nur noch auf wenige Minuten. Note: 4+

Linton Maina

Stellt mit seinem extrem hohen Tempo viele Gegenspieler vor große Probleme. Sein Torabschluss, oft auch der entscheidende Pass tun dies dagegen nur selten. Wäre bei mehr Torgefahr eine echte Offensivwaffe. Baumgart ist durchaus in der Lage, diese Qualität aus Maina herauszuholen. Note: 3

Kingsley Schindler

Seine Leistung war extrem positionsabhängig. Wurde zu Beginn der Saison gerne als rechter Verteidiger eingesetzt. War dort überhaupt keine Alternative zu Benno Schmitz. Spielte zuletzt eher im rechten Mittelfeld und war dort durchaus eine Option, wenn auch nicht unbedingt erste Wahl. Der letzte Eindruck zählt in diesem Fall. Daher: Note: 3-

Jan Thielmann

Hat eine eher durchwachsene Saison hinter sich – unfreiwillig. Startete selbstbewusst in die Spielzeit, mit großen Zielen. Lieferte zunächst auch. Unvergessen sein Treffer gegen Frankfurt. Einige Verletzungen und Erkrankungen warfen den Kölner Youngster zurück. Wenn er fit ist, sorgt er über die Flügel für mächtig Wirbel. Note: 3+

Steffen Tigges

Unter dem Schulzeugnis könnte so etwas wie „stehts bemüht“ stehen. Ackert unheimlich viel, reibt sich auf, will es unbedingt. Der Ertrag ist aber oft eher mau. Konnte nur selten überzeugen. Seine beiden Doppelpacks, aber allen voran das 45-Meter-Tor gegen Bremen, bleiben in Erinnerung. Dennoch für einen Stürmer insgesamt zu wenig. Note: 4+

Sargis Adamyan

Ist wahrlich (noch) nicht die Verstärkung, die sich die Kölner Verantwortlichen erhofft haben. Wirkt in seinen Aktionen oft unglücklich. Nach wie vor ein Rätsel, wie er den Ball gegen Hertha BSC nicht im Tor unterbringen konnte. Note: 4

Davie Selke

Wurde im Winter aus Berlin geholt. Benötigte einige Wochen, um in Form zu kommen. Da ließ er dann sein Können aufblitzen. Baumgart brachte den Stürmer zuletzt mit der DFB-Auswahl in Verbindung. Trotz starker Form und zuletzt fünf Toren ist das wohl noch ein weiter Schritt. Note: 3-

*Es handelt sich nicht um den kompletten Kader. Es wurden nur die Spieler berücksichtigt, die wir auch im Laufe der Saison bewertet haben

Saisonrückblick: Der FC trotzte den Widrigkeiten

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Saisonrückblick: Der FC trotzte den Widrigkeiten

Emotionen, Dramen, Erfolge – der FC beendet eine emotionale Spielzeit. Unser Saisonrückblick: Der FC trotzte den Widrigkeiten.

Als Ben Randerath am frühen Samstagabend die ersten Zeilen des AnnenMayKantereit-Songs „Tommi“ anstimmte, blieben nur wenige Augen im Kölner Stadion trocken. Kein Wunder, der Song, der von Heimweh, Liebe zur Stadt, Sehnsucht handelt, hat Köln, den FC, die Mannschaft durch die Saison begleitet und dürfte zur offiziellen Verabschiedung der FC-Legenden Timo Horn und Jonas Hector natürlich nicht fehlen. Mitarbeiter, Mitspieler, Wegbegleiter, ehemalige Spieler und Familie sangen die Hymne Arm in Arm. Es war der emotionale Saison-Höhepunkt, der eine dramatische Spielzeit mit Höhen und Tiefen krönte. Unser Saisonrückblick: Der FC trotzte allen Widrigkeiten.

Es war aber auch eine Saison voller Drama. Und das begann eigentlich schon, da hatte die Saison noch gar nicht begonnen. Ohne erkennbaren Grund trat der Protagonist der Vorsaison nach einer schweißtreibenden Einheit im Trainingslager in Donaueschingen vor die Mikrofone und deutete seinen Abschied an – wieder einmal. Und wieder einmal sorgte Anthony Modeste bei den Fans in Köln für eine unnötige Unruhe. Greifbar wurde sie dann unmittelbar vor dem ersten Saisonspiel gegen den FC Schalke 04, als durchsickerte, dass der Goalgetter Salih Özcan folgen und zum BVB wechseln würde. Modeste stand nicht mehr im Aufgebot, dem FC gelang mit einem 3:1 trotz dem Pokal-Aus in Runde eins ein guter Auftakt. Nicht nur das, mit fünf Spielen ohne Niederlage hätte der Saisonstart ohne den Goalgetter wohl kaum besser gelingen können.

Es folgte die größte Tragödie der Spielzeit – ausgerechnet in Europa. Bei einer Reise, auf die die Fans fünf Jahre warten mussten, mit der sich Spieler und Trainer für eine herausragende Vorsaison belohnten. Doch die Reise stand unter keinem besonders guten Stern. Der Auftakt in Nizza wurde von schweren Krawallen, Ausschreitungen mit einigen Verletzten überschattet – auch von Kölner Anhängern. Es folgten Razzien, Anschuldigungen und schließlich auch Strafen. Auch in Slovacko gab es Störgeräusche – allerdings unvermeidbare. Der Nebel hüllte das kleine Stadion in Tschechien ein, ein Spiel war nur für wenige Minuten möglich – wenn überhaupt. Das Duell wurde vertagt.

Aus in der Conference League, Abstiegsplatz in der Liga

Und Europa hatte für den FC einen ungeahnten Begleiteffekt. Die Doppelbelastung, die am FC und seinen Spielern nicht spurlos vorbeiging. Mark Uth, Dejan Ljubicic, Luca Kilian, Florian Dietz und Co. – zu viele Verletzte, müde Beine, verschenkte Punkte. Die Reise endete vor der Weltmeisterschaft in Katar mit dem Aus nach der Gruppenphase und mit einer Mini-Krise vor der Winterpause mit nur einem Zähler aus fünf Spielen. Auch, weil der Kölner Sturm eher einem lauen Lüftchen glich. Also legte Köln im Winter nach, verpflichtete Davie Selke und erwischte auch im neuen Jahr einen perfekten Start. Fünf Spiele, neun Punkte, keine Niederlage. Dem Mini-Hoch, folgte ein Mini-Tief. Fünf Spiele, ein Punkt, kein Sieg. Köln befand sich Mitten im März wieder Mitten im Abstiegskampf.

Und Ende März vor einer ungewissen Zukunft. Die FIFA verhängt dem FC eine Transfersperre von zwei Transferperioden. Lücken, die im Kader definitiv entstehen werden, werden nicht zu stopfen sein. Ellyes Skhiri, Jonas Hector und Timo Horn verlassen den Club. Vertragsgespräche geraten dazu ins Stocken, abgeschlossene Verträge sind nichtig, ein weiterer Abstieg unter diesen Bedingungen wäre fatal. Der FC legt Einspruch ein, ist aber zum Abwarten verdammt. Sportlich bekommen die Kölner die Kurve, erreichen nach dem 29. Spieltag den gefühlten, nach dem 31. Spieltag den sicheren Klassenerhalt.

Und doch wollte das Drehbuch der Kölner Saison noch einmal Drama bereit halten. Der FC war plötzlich das Zünglein an der Waage im Kampf um die Deutsche Meisterschaft, hätte Borussia Dortmund zum Titel verhelfen können, tat alles dafür, blieb aber am Ende erfolglos, kann aber dennoch auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Denn bei allen Widrigkeiten, den Verletzungen, der Doppelbelastung, den Abgängen einiger Leistungsträger hat Köln frühzeitig die Klasse gesichert, beendet die Saison auf Rang elf. Bayern feierte den Titel, Köln seine Helden: Timo Horn und Jonas Hector – zu AnnenMayKantereits Tommi, Arm in Arm, mit Tränen in den Augen.

 

Unsere Einzelkritik zum Bremen-Spiel

Marvin Schwäbe

Keine Chance bei Comans Schlenzer und Sanés Hand-Tor. Parierte später weltklasse gegen Sané und kassierte anschließend dennoch den zweiten Gegentreffer. Konnte die Niederlage nicht verhindern. Note: 3

Jonas Hector

Hätte zum Abschied gerne erstmals gegen die Bayern gewonnen. Blieb Hector verwehrt. Das war nicht seine schuld. Hector gewann unglaubliche 80 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 36 von 37 Pässen zum Mitspieler. Note: 2

Jeff Chabot

Spielte erneut konstant souverän seinen Stiefel herunter. Zweikampfstark und passicher. Note: 2-

Timo Hübers

Machte seine Sache gegen die Bayern-Offensive ebenfalls gut, wenn auch nicht so souverän wie Chabot. Note: 2-

Benno Schmitz

Hinderte Coman nicht am Schlenzer zur Bayern-Führung. Hinderte Müller nicht am Innenpfosten-Kopfball. Konnte sich in die Offensive nur selten mit einbringen. Note: 4

Florian Kainz

Genauso engagiert wie in den vergangenen Wochen, hatte aber nicht so viel Zugriff. Viele Pässe kamen nicht an. Note: 3-

Dejan Ljubicic

War vor allem in der ersten Halbzeit sehr aktiv – wenn auch glücklos. War nach Kainz Auswechslung vom Punkt sicher. Note: 2

Eric Martel

Hatte den Ausgleich auf dem Fuß, verfehlte aber deutlich. Verfehlte auch Musiala beim 1:2. Dennoch einmal mehr ein starker Auftritt des Youngster. Note: 3+

Ellyes Skhiri

Belegte „nur“ Rang drei der Laufleistung. War als Balleroberer gewohnt stark. Hatte Glück, dass sein Ballverlust nicht zum Gegentor führte. Note: 3

Linton Maina

Versuchte es mit hohem Tempo, fand aber in der Bayern-Defensive verschiedene Meister. Hatte so keinen richtigen Zugriff. Note: 3-

Davie Selke

Konnte nicht an die Leistungen vor seiner Verletzung anknüpfen. Hatte den Ausgleich dennoch auf dem Kopf, nutzte sie nicht. Note: 4+

Ein bewegender Abschied für Hector und Horn

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Ein bewegender Abschied für Hector und Horn

50.000 Fans singen Tommi, warme Worte der Kölner Verantwortliche. Alle gemeinsam bereiten einen bewegenden Abschied für Hector und Horn.

Sichtbar gerührt hielt Jonas Hector seinen Sohn Anton auf und seine Frau Anika im Arm. Der scheidende Kapitän des 1. FC Köln kämpfte nach der 1:2-Pleite gegen Bayern sogar mit den Tränen, offenbar mehr als Timo Horn, der nach 21 Jahren seinen Heimatverein ebenfalls verlässt. 50.000 Fans sangen gemeinsam mit dem gesamten Staff des 1. FC Köln, inklusive Trainer und Spieler, „Tommi“ von AnnenMayKantereit und trieben damit auch dem ein oder anderen hartgesottenen FC-Anhänger Tränen ins Gesicht. Es war ein bewegender Abschied für Hector und Horn nach dem Saisonfinale.

Thomas Tuchel saß wenige Meter entfernt, unmittelbar neben dem blau-roten Konfetti, dem Rest einer etwas in den Hintergrund geratenen Meisterfeier. Dass die Spieler des FC Bayern nach ihrem Titelgewinn nicht von den gegnerischen Fans gefeiert wurden, war zu erwarten gewesen. Dass sie aber selbst aber zu Zuschauern wurden, um dem emotionalen Treiben um Timo Horn und Jonas Hector zu folgen, überraschte dann aber doch. Genauso wie die plötzliche Entlassung von Hasan Salihamidžić und Oliver Kahn, die nach und nach durchsickerte.

Der frisch gebackene Meister mischte sich unter die Mitarbeiter des FC, ehemalige Spieler wie Bernd Cullmann und Harald Konopka und Wegbegleiter von Hector und Horn, die unmittelbar nach den Titelfeierlichkeiten Spalier für die Protagonisten des emotionalen Höhepunkts standen. Zunächst war es Horn, der auf den Rasen kam. Dem Keeper blieben auch aufgrund des spannenden Meisterschaftskampfs, den Jamala Musiala im Grunde erst in der Schlussminute entschieden hatte, ein paar letzte Einsatzminuten verwehrt. Kurz darauf folgte Jonas Hector mit seinem Sohn Anton auf dem Arm.

Jonas Hector: „Wenn Timo jetzt nicht mehr da ist, kann auch ich dann aufhören“

Nach warmen Worten von Christian Keller und Tommi, gespielt von Ben Randerath, übernahm zunächst Timo Horn das Mikrofon. „Ich habe als kleiner Junge immer geträumt, hier spielen zu können. Dieser Traum ist ganz lange in Erfüllung gegangen. Ich bin unglaublich dankbar. Es war mir eine Ehre, mit euch durch Europa zu reisen“, sagte der Keeper. „Lieber Jonas, es war mir eine Ehre, deine ganze Karriere mit dir zusammenspielen zu können. Du bist einer der größten Spieler, die der FC je hatte.“

Tatsächlich blickt der Defensivspieler auf eine beeindruckende Karriere zurück, absolvierte bei der 1:2-Pleite gegen Bayern sein 347. Pflichtspiel für die Kölner. Auch Horn kommt auf 329 Spiele. Viel Zeit, in der die beiden Akteure auch viel gemeinsam erlebten. Auf- und Abstiege, die Reisen durch Europa. „Ich bin glücklich, dass ich meine ganze Karriere hier verbringen durfte. Auch wenn es schlechtere Zeiten gab, habe ich mich immer wohl gefühlt“, so Hector. „Ich freue mich, jetzt Zeit für meine Familie und meinen kleinen Sohn zu haben. Und es war immer gut, dass einer immer dabei war: Timo war ein guter Messwert, wie es hier bei uns lief. Wenn Timo jetzt nicht mehr da ist, kann auch ich dann aufhören.“

Die letzten Worte hatte allerdings FC-Trainer Steffen Baumgart, der eigentlich nicht viel reden wollte. Tat er auch nicht. „Ich will gar nicht mehr viel sagen, sondern ein großes Danke für Euch beide. Und nur noch ein letztes Mal“, sagte Baumgart und pfiff über die Finger. Der Startschuss für Florian Kainz und Davie Selke, die die beiden Scheidenden mit Bier überschütteten. Anschließend suchten Hector und Horn noch einmal die Nähe der Südkurve, die sich wie angekündigt ebenfalls von den Spielern verabschiedet hatte. So gab es gleich mehrere Banner. „Gefühl ist wichtiger als Geld“ und „Die Zeit schreibt Geschichten – wer ewig bleibt, ist Teil davon“, war zu lesen.

 

Unsere Einzelkritik zum Bremen-Spiel

Marvin Schwäbe

Keine Chance bei Comans Schlenzer und Sanés Hand-Tor. Parierte später weltklasse gegen Sané und kassierte anschließend dennoch den zweiten Gegentreffer. Konnte die Niederlage nicht verhindern. Note: 3

Jonas Hector

Hätte zum Abschied gerne erstmals gegen die Bayern gewonnen. Blieb Hector verwehrt. Das war nicht seine schuld. Hector gewann unglaubliche 80 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 36 von 37 Pässen zum Mitspieler. Note: 2

Jeff Chabot

Spielte erneut konstant souverän seinen Stiefel herunter. Zweikampfstark und passicher. Note: 2-

Timo Hübers

Machte seine Sache gegen die Bayern-Offensive ebenfalls gut, wenn auch nicht so souverän wie Chabot. Note: 2-

Benno Schmitz

Hinderte Coman nicht am Schlenzer zur Bayern-Führung. Hinderte Müller nicht am Innenpfosten-Kopfball. Konnte sich in die Offensive nur selten mit einbringen. Note: 4

Florian Kainz

Genauso engagiert wie in den vergangenen Wochen, hatte aber nicht so viel Zugriff. Viele Pässe kamen nicht an. Note: 3-

Dejan Ljubicic

War vor allem in der ersten Halbzeit sehr aktiv – wenn auch glücklos. War nach Kainz Auswechslung vom Punkt sicher. Note: 2

Eric Martel

Hatte den Ausgleich auf dem Fuß, verfehlte aber deutlich. Verfehlte auch Musiala beim 1:2. Dennoch einmal mehr ein starker Auftritt des Youngster. Note: 3+

Ellyes Skhiri

Belegte „nur“ Rang drei der Laufleistung. War als Balleroberer gewohnt stark. Hatte Glück, dass sein Ballverlust nicht zum Gegentor führte. Note: 3

Linton Maina

Versuchte es mit hohem Tempo, fand aber in der Bayern-Defensive verschiedene Meister. Hatte so keinen richtigen Zugriff. Note: 3-

Davie Selke

Konnte nicht an die Leistungen vor seiner Verletzung anknüpfen. Hatte den Ausgleich dennoch auf dem Kopf, nutzte sie nicht. Note: 4+

Einzelkritik der FC-Spieler gegen Bayern

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Einzelkritik der FC-Spieler gegen Bayern

Gegen den Rekordmeister zeigte Köln eine starke Leistung, konnte das 1:2 nicht abwenden. So fällt unsere Einzelkritik der FC-Spieler gegen Bayern aus.

Trotz einer starken Leistung konnte der 1. FC Köln Borussia Dortmund im Kampf um die Meisterschaft nicht helfen. Gegen den Rekordmeister verlor der FC 1:2. So fällt unsere Einzelkritik der FC-Spieler zum Bayern-Spiel aus.

So bewerten wir die FC-Spieler gegen Bremen

Marvin Schwäbe

Keine Chance bei Comans Schlenzer und Sanés Hand-Tor. Parierte später weltklasse gegen Sané und kassierte anschließend dennoch den zweiten Gegentreffer. Konnte die Niederlage nicht verhindern. Note: 3

Jonas Hector

Hätte zum Abschied gerne erstmals gegen die Bayern gewonnen. Blieb Hector verwehrt. Das war nicht seine schuld. Hector gewann unglaubliche 80 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 36 von 37 Pässen zum Mitspieler. Note: 2

Jeff Chabot

Spielte erneut konstant souverän seinen Stiefel herunter. Zweikampfstark und passicher. Note: 2-

Timo Hübers

Machte seine Sache gegen die Bayern-Offensive ebenfalls gut, wenn auch nicht so souverän wie Chabot. Note: 2-

Benno Schmitz

Hinderte Coman nicht am Schlenzer zur Bayern-Führung. Hinderte Müller nicht am Innenpfosten-Kopfball. Konnte sich in die Offensive nur selten mit einbringen. Note: 4

Florian Kainz

Genauso engagiert wie in den vergangenen Wochen, hatte aber nicht so viel Zugriff. Viele Pässe kamen nicht an. Note: 3-

Dejan Ljubicic

War vor allem in der ersten Halbzeit sehr aktiv – wenn auch glücklos. War nach Kainz Auswechslung vom Punkt sicher. Note: 2

Eric Martel

Hatte den Ausgleich auf dem Fuß, verfehlte aber deutlich. Verfehlte auch Musiala beim 1:2. Dennoch einmal mehr ein starker Auftritt des Youngster. Note: 3+

Ellyes Skhiri

Belegte „nur“ Rang drei der Laufleistung. War als Balleroberer gewohnt stark. Hatte Glück, dass sein Ballverlust nicht zum Gegentor führte. Note: 3

Linton Maina

Versuchte es mit hohem Tempo, fand aber in der Bayern-Defensive verschiedene Meister. Hatte so keinen richtigen Zugriff. Note: 3-

Davie Selke

Konnte nicht an die Leistungen vor seiner Verletzung anknüpfen. Hatte den Ausgleich dennoch auf dem Kopf, nutzte sie nicht. Note: 4+