Jan Thielmann: 100 Pflichtspiele für den FC

, ,
Startseite » Featured » Seite 131

Jan Thielmann: 100 Pflichtspiele für den FC

Beim Einsatz gegen Werder Bremen absolvierte Jan Thielmann am Samstag sein 100. Pflichtspiel für den 1. FC Köln – und das mit gerade einmal 20 Jahren.

Der Einsatz kam früher als erwartet. Bereits nach einer knappen halben Stunde wurde Jan Thielmann am Samstag für Dejan Ljubicic eingewechselt. Der Österreicher war kurz zuvor offenbar nur knapp der Gelb-Roten Karte entgangen, für FC-Trainer Steffen Baumgart Grund genug, den Mittelfeldmann zu tauschen. Jan Thielmann kam damit etwas verfrüht zu seinem Jubiläums-Pflichtspiel für den FC – das 100.

Am 14. Dezember 2019 gab Thielmann ausgerechnet gegen Bayer Leverkusen sein Debüt. Insgesamt zwölf Mal lief der Youngster unter Markus Gisdol in dieser Spielzeit noch auf. Unvergessen der 2:1-Siegtreffer gegen Schalke 04 im Januar 21. Und auch dieser Saison hat Thielmann bereits zwei Tore in der Liga erzielt – zuletzt gegen Hoffenheim am 29. Spieltag.

Schon vor der Saison kam Thielmann auf 73 Pflicht-Einsätze, das Jubiläum in dieser Spielzeit für den 20-Jährigen also ein realistisches Ziel. „Es ist einfach gut und wichtig, wenn man in so jungen Jahren schon so viele Spiele machen und viel Erfahrung sammeln kann. Das bringt einen auf jeden Fall weiter. Wenn man zum Beispiel in so massive Drucksituationen gerät, wie in der vergangenen Saison mit der Relegation, ist das absolut lehrreich“, sagte Thielmann damals. Aber: „Rekorde und Zahlen sind schön, aber ich setze mir kein Ziel was das angeht.“

Thielmann

Jan

100

Spiele

7

Tore

13

Assists

FC-Spieler-Ranking

Der Kölner Youngster hatte sich andere Ziele für die Saison gesetzt. Thielmann gab ab, dass er eine gute Saison mit dem FC und anschließend eine positive EM mit der U21 spielen wolle. Während der FC ein insgesamt positives Fazit ziehen dürfte, lief die Spielzeit für Thielmann alles andere als rund. Thielmann fiel gleich mehrfach aus. „Für mich persönlich war es mit den Verletzungen eine schwierige Spielzeit“, sagt der Kölner Offensivspieler im April. Im Herbst litt Thielmann unter einer langwierigen Viruserkrankung. Es folgte zum Jahreswechsel ein Muskelfaserriss und nach dem Stuttgart-Spiel im Februar direkt der nächste. Für Thielmann eine schwere Zeit. „Wir sind in die Analyse gegangen und haben das ein oder andere aufgearbeitet. Generell bin ich kein geduldiger Mensch“, so Thielmann. „Ich will so schnell wie es geht wieder auf dem Platz sein und der Mannschaft helfen.“

Zwar hatte Thielmann am Samstag gegen Bremen nur wenig Zugriff auf das Kölner Spiel, er leitete aber die Führung mit ein. Gut möglich, dass also zum Saisonfinale das 101. Pflichtspiel für die Geißböcke folgt.

Unsere Einzelkritik zum Bremen-Spiel

Marvin Schwäbe

Zeichnete sich früh bei zwei Duksch-Versuchen aus. Hatte dann lange Leerlauf, bevor er gegen Stage und Füllkrug ganz stark parierte. Bei der Flanke vor dem 1:1 sah er alles andere als gut aus. Note: 2-

Jonas Hector

Hatte im ersten Abschnitt viele Freiräume. Legte unfreiwillig Schmid den Ball auf, bügelte den Fehler selbst aus. Ließ dann aber eben jenen Schmid beim 1:1 wieder aus den Augen. Note: 3-

Jeff Chabot

Hatte viel Arbeit mit Füllkrug. Hatte den Nationalspieler aber weitestgehend im Griff. Wieder mit guter Pass- und Zweikampfquote. Note: 2-

Timo Hübers

Konnte an die starke Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Spielte in der Defensive lange seinen Stiefel herunter, wirkte im zweiten Abschnitt teilweise nicht sattelfest. Hätte vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhen können. Note: 3

Benno Schmitz

Hatte defensiv zunächst erstaunlich wenig zu tun. Wenn, war er zur Stelle. Leitete das erste Kölner Tor mit ein. War am Ausgleich aber auch nicht gänzlich unbeteiligt. Note: 4+

Florian Kainz

Machte da weiter, wo er in der Vorwoche aufhörte. Lenkte das Kölner Spiel, brachte viele genaue Flanken. So auch beim 1:0 auf Tigges. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Engagierte Anfangsphase. Suchte die Zweikämpfe, gewann viele und beeindruckte mit einer überragenden Passquote. Legte stark auf Kainz auf, der aber aus elf Metern vergab. Sah früh eine fragwürdige Gelbe Karte, sah dann ebenfalls fragwürdig nicht Gelb-Rot. Musste nach einer halben Stunde für Jan Thielmann Platz machen. Note: –

Eric Martel

Wieder eine überragende Laufleistung des Sechsers. Dazu strahlt Martel zunehmend eine für sein Alter beeindruckende Ruhe aus. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam bereits nach einer halben Stunde zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für den FC. Leitete umgehend die Kölner Führung ein, blieb aber ansonsten eher blass. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Schaltete sich zunächst erstaunlich viel in die Offensive ein, war in der Defensive gewohnt sicher. War nach dem Wechsel nicht mehr so im Spiel. Note: 3

Linton Maina

Stellte die Bremer Defensive mit seinem Tempo vor große Probleme, machte aber zu wenig daraus. Tauchte nach dem Wechsel wieder einmal ab und wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Steffen Tigges

War zunächst eher unauffällig. Setzte sich dann beim Kölner Tor stark durch und nickte perfekt ein. Rieb sich als Anspielspieler auf, ohne ein weiteres Mal ins Spiel einzugreifen. Machte nach einer Stunde für Selke Platz. Note: 2-

„Es hätten heute drei Punkte sein können“

, ,
Startseite » Featured » Seite 131

„Es hätten heute drei Punkte sein können“

Beim 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen vergibt der 1. FC Köln einen möglichen Dreier. Dennoch fällt das Fazit positiv aus. Die Stimmen zum Spiel.

Glückwunsch an Bremen zum Klassenerhalt. Wir haben es beide verdient, dass wir uns nächste Saison wiedersehen. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, hätten aber noch mehr auf das zweite Tor drängen können. Das haben wir leider versäumt. Dann ist Bremen nach und nach ins Spiel gekommen. Nach dem Ausgleich waren wir wieder besser drin und hatten auch Möglichkeiten. Am Ende nehmen wir den Punkt mit, über 90 Minuten war vielleicht mehr drin. Aber ich sehe es jetzt nicht als verdient oder unverdient.“
 

Steffen Baumgart
Bild: Herbert Bucco

„Ich habe in den vergangenen Spielen immer mal am Tor geschnuppert. Es zahlt sich in der Mitte aus, wenn so viele Flanken reingeschlagen werden. Es freut mich natürlich, dass es heute mal wieder geklappt hat. Ich bin vorher schon auf die Schulter gefallen und es tat nach dem Tor direkt etwas weh. Deswegen konnte ich den Jubel nicht groß ausschmücken. Wir haben insgesamt aber nicht so zielstrebig nach vorne gespielt wie zuletzt. Die Räume konnten wir nicht zu hundert Prozent nutzen. Dass Bremen mit der Kulisse und dem Klassenerhalt vor Augen dann nochmal aufkommt, war uns klar. Wir wollten dagegenhalten. Den Punkt müssen wir dann so mitnehmen. Es hätten heute aber drei sein können.“

Steffen Tigges

Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Führung war verdient. Die zweite Halbzeit hatte Bremen dann eine Druckphase mit vielen Chancen. Wir hätten es besser ausspielen müssen. Bei mir ist in vielen Bereichen Luft nach oben, aber das gilt für die gesamte Mannschaft. Ich kann mit meiner Scorerausbeute zufrieden sein. Ich probiere, dass im letzten Spiel noch einer dazu kommt. Für Bremen freue ich mich über den Klassenerhalt, auch wenn ich heute lieber gewonnen hätte.”

Florian Kainz

Es ist schade, dass wir nicht die drei Punkte mitgenommen haben, weil wir zehn Minuten im Tiefschlaf waren. Wir haben die Bälle vorne zu leicht hergegeben und dadurch nicht die Entlastung gehabt, die wir gebraucht hätten. Es gibt schlimmere Sachen, als am letzten Spieltag das Zünglein an der Waage zu sein. Mal schauen, was passiert. Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen und uns mit einem Sieg von den Fans verabschieden.”

Jonas Hector

Alles zum Spiel

Spieler-Ranking

Einzelkritik: Viel Durchschnitt in Bremen

, , ,
Startseite » Featured » Seite 131

Einzelkritik: Viel Durchschnitt in Bremen

Zwei unterschiedliche Leistungen des 1. FC Köln in Bremen, ein insgesamt verdientes Remis. So fällt unsere Einzelkritik aus.

Eine verdiente Führung zur Halbzeit, unter Druck im zweiten Abschnitt. Beim 1:1-Unentschieden in Bremen zeigten die Kölner zwei Gesichter. Während Werder den Klassenerhalt feiert, wäre für die Geißböcke mehr möglich gewesen. Dementsprechend fallen die Noten aus.

So bewerten wir die FC-Spieler gegen Bremen

Marvin Schwäbe

Zeichnete sich früh bei zwei Duksch-Versuchen aus. Hatte dann lange Leerlauf, bevor er gegen Stage und Füllkrug ganz stark parierte. Bei der Flanke vor dem 1:1 sah er alles andere als gut aus. Note: 2-

Jonas Hector

Hatte im ersten Abschnitt viele Freiräume. Legte unfreiwillig Schmid den Ball auf, bügelte den Fehler selbst aus. Ließ dann aber eben jenen Schmid beim 1:1 wieder aus den Augen. Note: 3-

Jeff Chabot

Hatte viel Arbeit mit Füllkrug. Hatte den Nationalspieler aber weitestgehend im Griff. Wieder mit guter Pass- und Zweikampfquote. Note: 2-

Timo Hübers

Konnte an die starke Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Spielte in der Defensive lange seinen Stiefel herunter, wirkte im zweiten Abschnitt teilweise nicht sattelfest. Hätte vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhen können. Note: 3

Benno Schmitz

Hatte defensiv zunächst erstaunlich wenig zu tun. Wenn, war er zur Stelle. Leitete das erste Kölner Tor mit ein. War am Ausgleich aber auch nicht gänzlich unbeteiligt. Note: 4+

Florian Kainz

Machte da weiter, wo er in der Vorwoche aufhörte. Lenkte das Kölner Spiel, brachte viele genaue Flanken. So auch beim 1:0 auf Tigges. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Engagierte Anfangsphase. Suchte die Zweikämpfe, gewann viele und beeindruckte mit einer überragenden Passquote. Legte stark auf Kainz auf, der aber aus elf Metern vergab. Sah früh eine fragwürdige Gelbe Karte, sah dann ebenfalls fragwürdig nicht Gelb-Rot. Musste nach einer halben Stunde für Jan Thielmann Platz machen. Note: –

Eric Martel

Wieder eine überragende Laufleistung des Sechsers. Dazu strahlt Martel zunehmend eine für sein Alter beeindruckende Ruhe aus. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam bereits nach einer halben Stunde zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für den FC. Leitete umgehend die Kölner Führung ein, blieb aber ansonsten eher blass. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Schaltete sich zunächst erstaunlich viel in die Offensive ein, war in der Defensive gewohnt sicher. War nach dem Wechsel nicht mehr so im Spiel. Note: 3

Linton Maina

Stellte die Bremer Defensive mit seinem Tempo vor große Probleme, machte aber zu wenig daraus. Tauchte nach dem Wechsel wieder einmal ab und wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Steffen Tigges

War zunächst eher unauffällig. Setzte sich dann beim Kölner Tor stark durch und nickte perfekt ein. Rieb sich als Anspielspieler auf, ohne ein weiteres Mal ins Spiel einzugreifen. Machte nach einer Stunde für Selke Platz. Note: 2-

FC holt Punkt in Bremen

, , ,
Startseite » Featured » Seite 131

FC holt Punkt in Bremen

Der 1. FC Köln hat den vierten Auswärtssieg in Folge verpasst. Bei Werder Bremen spielten die Geißböcke 1:1-Unentschieden.

Der 1. FC Köln kehrt mit einem Punkt von der letzten Dienstreise der Saison zurück. Beim SV Werder Bremen spielten die Geißböcke 1:1 und verpassten den vierten Auswärtssieg in Serie. Die Führung von Steffen Tigges (36.) glich Romano Schmid (79.) aus. „Den Punkt müssen wir dann so mitnehmen. Es hätten heute aber drei sein können“, sagte Torschütze Tigges.

Wie schon im Hinspiel hatte FC-Trainer Steffen Baumgart bereits im Vorfeld der Begegnung die Startelf verraten. So kehrte Benno Schmitz in die Anfangsformation zurück. Genauso startete Steffen Tigges wenig überraschend für Davie Selke. Der FC übernahm zwar zunächst die Initiative, die erste Möglichkeit hatten aber die Gastgeber. Marvin Duksch zog gleich doppelt aus etwa 16 Metern ab, doch bei beiden Flachschüssen blieb FC-Keeper Marvin Schwäbe der Sieger.

Auf der anderen Seite sorgte erstmals Florian Kainz für Gefahr. Dejan Ljubicic hatte seinen Landsmann frei gespielt, dessen Schuss kam aber zu zentral aufs Bremer Tor. Auch Jonas Hectors Nachschuss blieb erfolglos. Nach einer halben Stunde musste Baumgart erstmals wechseln. Ljubicic hatte früh Gelb gesehen und lief nach einem weiteren harten Einsteigen Gefahr, den Platz frühzeitig verlassen zu müssen. Für den Österreicher kam Jan Thielmann, der sich in seinem 100. Pflichtspiel für den FC perfekt einfügte. Der Kölner Youngster legte auf Kainz ab, der ins Zentrum flankte. Tigges köpfte geschickt ein. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel brachte Kainz eine weitere Ecke gefährlich in den Strafraum, doch Timo Hübers zu wenig Druck hinter den Ball.

Bremen kam deutlich engagierter aus der Kabine. Unter anderem versuchte es Romano Schmid, Hector fälschte aber ab. Köln tat sich in dieser Phase schwer, fand vor allem in der Offensive zu wenig Zugriff. Baumgart reagierte und brachte Selke und Dimitrios Limnios nach einer guten Stunde. Zwar wurde der FC wieder stärker, doch Werder wollte den Ausgleich und drückte. Jens Stage tauchte zunächst alleine im Sechzehner vor Schwäbe auf, der Kölner Torhüter parierte aber weltklasse, genauso wie bei Füllkrugs Versuch. Beim 1:1 sah Schwäbe aber alles andere als gut aus. Eine eher harmlose Flanke pflückte der Keeper nicht aus der Luft, Schmid stand am langen Pfosten und schob zum Ausgleich ein.

Köln mühte sich um mehr Kontrolle und kam auch wieder zu Möglichkeiten. Eine Ecke des eingewechselten Dimitrios Limnios verlängerte Jeff Chabot auf Selke, der aus kurzer Distanz aber über das Tor schoss. Wirklich zwingend wurden die Geißböcke am Ende nicht mehr, es blieb beim 1:1-Unentschieden. Am kommenden Wochenende steht das Saisonfinale gegen Bayern München auf dem Plan.

So bewerten wir die FC-Spieler

Marvin Schwäbe

Zeichnete sich früh bei zwei Duksch-Versuchen aus. Hatte dann lange Leerlauf, bevor er gegen Stage und Füllkrug ganz stark parierte. Bei der Flanke vor dem 1:1 sah er alles andere als gut aus. Note: 2-

Jonas Hector

Hatte im ersten Abschnitt viele Freiräume. Legte unfreiwillig Schmid den Ball auf, bügelte den Fehler selbst aus. Ließ dann aber eben jenen Schmid beim 1:1 wieder aus den Augen. Note: 3-

Jeff Chabot

Hatte viel Arbeit mit Füllkrug. Hatte den Nationalspieler aber weitestgehend im Griff. Wieder mit guter Pass- und Zweikampfquote. Note: 2-

Timo Hübers

Konnte an die starke Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Spielte in der Defensive lange seinen Stiefel herunter, wirkte im zweiten Abschnitt teilweise nicht sattelfest. Hätte vor dem Wechsel auf 2:0 erhöhen können. Note: 3

Benno Schmitz

Hatte defensiv zunächst erstaunlich wenig zu tun. Wenn, war er zur Stelle. Leitete das erste Kölner Tor mit ein. War am Ausgleich aber auch nicht gänzlich unbeteiligt. Note: 4+

Florian Kainz

Machte da weiter, wo er in der Vorwoche aufhörte. Lenkte das Kölner Spiel, brachte viele genaue Flanken. So auch beim 1:0 auf Tigges. Note: 2-

Dejan Ljubicic

Engagierte Anfangsphase. Suchte die Zweikämpfe, gewann viele und beeindruckte mit einer überragenden Passquote. Legte stark auf Kainz auf, der aber aus elf Metern vergab. Sah früh eine fragwürdige Gelbe Karte, sah dann ebenfalls fragwürdig nicht Gelb-Rot. Musste nach einer halben Stunde für Jan Thielmann Platz machen. Note: –

Eric Martel

Wieder eine überragende Laufleistung des Sechsers. Dazu strahlt Martel zunehmend eine für sein Alter beeindruckende Ruhe aus. Note: 3+

Jan Thielmann

Kam bereits nach einer halben Stunde zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für den FC. Leitete umgehend die Kölner Führung ein, blieb aber ansonsten eher blass. Note: 3-

Ellyes Skhiri

Schaltete sich zunächst erstaunlich viel in die Offensive ein, war in der Defensive gewohnt sicher. War nach dem Wechsel nicht mehr so im Spiel. Note: 3

Linton Maina

Stellte die Bremer Defensive mit seinem Tempo vor große Probleme, machte aber zu wenig daraus. Tauchte nach dem Wechsel wieder einmal ab und wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 3

Steffen Tigges

War zunächst eher unauffällig. Setzte sich dann beim Kölner Tor stark durch und nickte perfekt ein. Rieb sich als Anspielspieler auf, ohne ein weiteres Mal ins Spiel einzugreifen. Machte nach einer Stunde für Selke Platz. Note: 2-

Wohl kein Abschiedsspiel für Timo Horn

, , ,
Startseite » Featured » Seite 131

Wohl kein Abschiedsspiel für Timo Horn

Vor drei Wochen gab Timo Horn seinen Abschied vom FC bekannt – nach 329 Pflichtspielen. Ein Abschiedsspiel wird es wohl nicht geben.

Ausgerechnet der 200. Bundesliga-Einsatz gab der Karriere von Timo Horn eine entscheidende Wende. Im Auswärtsspiel gegen den FSV Mainz im November 2021 zog sich die damalige Kölner Nummer eins eine Knieverletzung zu. Horn fiel monatelang aus und verlor seinen Stammplatz an Marvin Schwäbe. Seitdem kam der gebürtige Kölner noch zu einem weiteren Liga-Einsatz gegen Eintracht Frankfurt und im Pokal gegen Jahn Regensburg.

Insgesamt kommt Horn auf 329 Pflichtspiele für den FC, für den er zwei Jahrzehnte spielte. Ein weiterer Einsatz im FC-Trikot wird voraussichtlich nicht dazukommen. „Ich habe nie davon gesprochen, dass er eine Chance bekommen wird, zu spielen. Dass er einen vernünftigen Abschluss verdient hat, darüber brauchen wir aber nicht reden“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen. „Wenn die Meisterschaft am Wochenende entschieden ist, wird er gegen Bayern München im Tor spielen. Ist das nicht der Fall, wird er nicht spielen.“

Das gleiche gilt auch für das Spiel in Bremen. „Werder ist noch nicht durch und wir wollen mit aller Macht gewinnen. Das heißt nicht, dass wir mit Timo nicht gewinnen würden, aber aus meiner Sicht macht man sowas nicht“, so Baumgart. Vor gut drei Wochen hatte Timo Horn bekannt gegeben, dass er den Verein verlassen würde. „Den FC zu verlassen, das kann sich jeder vorstellen, fällt mir unheimlich schwer. Seit ich denken kann, bin ich Fan dieses Klubs, seit ich Fußball spiele, bin ich beim FC“, sagte Horn.  

Stürmerwechsel zum Endspurt

, ,
Startseite » Featured » Seite 131

Stürmerwechsel zum Endspurt

Für den 1. FC Köln steht am Samstag das letzte Auswärtsspiel der Saison an. Gegen Werder Bremen will Steffen Baumgart einen weiteren Dreier einfahren.

Steffen Baumgart ist nicht der Typ Trainer, der besonders lange in Erinnerungen schwelgt. Dabei hätte der 51-Jährige in Bezug auf das Hinspiel gegen Werder Bremen viel Grund dazu. Vor ziemlich genau vier Monaten zerlegten die Kölner die Bremer regelrecht, führten den Ligakonkurrenten zeitweise vor. Nun, zwei Spieltage vor Saisonende, einer Spielzeit mit Höhen, Tiefen und zahlreichen emotionalen Momenten, hat der FC den Klassenerhalt sicher, während Bremen noch nicht ganz durch ist.

Ich erwarte ein hochemotionales Spiel. In Bremen herrscht eine geile Atmosphäre“

Steffen Baumgart

Auch deswegen erwartet der Kölner Coach eine andere Aufgabe als noch im Januar. „Ich erwarte ein hochemotionales Spiel. In Bremen herrscht eine geile Atmosphäre“, sagt der Coach. „Ich erwarte ein volles Stadion und eine positive Stimmung. Wir wollen erfolgreich sein, unser Spiel durchziehen und in Bremen gewinnen.“ Für den FC geht es in erster Linie darum, einen positiver Abschluss zu finden sowie um eine gute Abschlussposition und damit um nicht weniger als TV-Einnahmen.

Ausgeglichene Bilanz gegen Bremen

103 Spiele

24 Siege

55 Siege

24 Remis

131:220 T

Für Werder geht es um mehr. Die Hanseaten können am Samstag den Klassenerhalt im eigenen Stadion eintüten. Aktuell haben die Bremer fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, sechs auf den direkten Abstiegsplatz. Mit einem Sieg gegen den FC wäre Werder sicher durch, mit einem Punktgewinn mit großer Wahrscheinlichkeit auch. „Werder will mit Sicherheit zu Hause den Klassenerhalt klarmachen. Sie werden hoch motiviert in die Begegnung gehen“, hatte FC-Topscorer Florian Kainz unter der Woche noch gesagt.

Allerdings befinden sich die Bremer gerade wahrlich nicht in Topform – zumindest nach den reinen Ergebnissen. Von den jüngsten zehn Spielen gewann Werder eins, holte insgesamt nur fünf Punkte. Köln gewann dagegen zuletzt drei Auswärtsspiele in Serie. Wie bereits vor dem Hinspiel ließ der Kölner Coach in Sachen Aufstellung erneut keine Fragen offen. „Benno kehrt auf seine angestammte Position zurück, daraus mache ich auch keinen Hehl“, sagte der Trainer. Dafür wird Kingsley Schindler wieder auf der Bank Platz nehmen müssen.

Die zweite Umstellung betrifft den Angriff. Nach seinem Zusammenprall im vergangenen Spiel gegen die Hertha wird auch Davie Selke zunächst nicht zum Einsatz kommen. Der Stürmer klagte nach dem Zusammenprall über Kopfschmerzen, konnte nicht richtig sehen. Unter der Woche stieg Selke zwar wieder ins Training ein, wurde aber bei einigen Trainingsformen geschont. „Wer an den Hauptbelastungstagen nicht dabei ist, wird im Normalfall bei mir nicht auflaufen“, sagte der Coach. „Bei uns spielt derjenige, der trainiert. Deswegen wird Steffen Tigges beginnen, er hat gut trainiert und gegen Hertha seine Leistung gebracht.“ Die hat er auch im Hinspiel gegen Werder gebracht. Tigges erzielte zwei Treffer, einen aus 46 Metern. Auch in dieser Erinnerung wird Baumgart nicht schwelgen.

Die wahrscheinliche Aufstellung:

Duda erleidet Kreuzbandverletzung

, ,
Startseite » Featured » Seite 131

Duda erleidet Kreuzbandverletzung

FC-Leihspieler Ondrej Duda hat sich eine Kreuzbandverletzung zugezogen. Eine Rückkehr nach Köln ist dennoch offen.

Ganze 15 Minuten stand Ondrej Duda für Hellas Verona am Wochenende auf dem Platz, da war das Spiel für den Leihspieler des 1. FC Köln schon wieder beendet. Wie italienische Medien berichten zog sich der Mittelfeldmann einen Teilriss des Kreuzbandes zu und wird mehrere Monate ausfallen. Im Winter war Duda an den italienischen Erstligisten ausgeliehen worden – und das mit einer Kauf-Verpflichtung für zwei Millionen Euro.

Diese greift auch bei einem verletzten Spieler. Duda kommt also nicht aufgrund der Knieverletzung zurück ans Geißbockheim. Und doch ist ein Verbleib aktuell nicht sicher. Denn die Kauf-Verpflichtung gilt nur, wenn Verona nicht absteigt. Aktuell belegt Hellas einen Abstiegsrang. Sollte der Klub wirklich in die zweite Liga gehen, kehrt der verletzte Duda wohl zum FC zurück, wird aber nicht einsatzfähig sein.

Duda war im September 2020 an den Rhein gewechselt. Der Slowake kam für sieben Millionen Euro, konnte sich aber zuletzt unter Steffen Baumgart nicht mehr durchsetzen.

Ellyes Skhiri: Die nächsten Interessenten klopfen an

, , ,
Startseite » Featured » Seite 131

Ellyes Skhiri: Die nächsten Interessenten klopfen an

Nur noch zwei Spiele wird Ellyes Skhiri wohl für den FC absolvieren. Der Wechsel könnte in die direkte Nachbarschaft gehen.

Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 leitete Ellyes Skhiri am vergangenen Freitag den 5:2-Sieg des 1. FC Köln gegen Hertha BSC ein. Wieder einmal war der Tunesier der Motor der Kölner, überzeugte mit der obligatorischen Laufleistung, spielte kaum Fehlpässe, gewann viele Zweikämpfe – wie so oft in dieser Saison. Skhiri arbeitet weiter mit Hochdruck an dem nächsten Schritt seiner Karriere und einem Wechsel.

Bild: Herbert Bucco

Doch obwohl der 13-Millionen-Euro-Mann im Sommer ablösefrei zu haben ist, bahnt sich der erhoffte Transfer offenbar noch nicht an. Dabei soll es einige Interessenten geben. Zuletzt wurde RB Leipzig als heißer Kandidat genannt, aber auch Borussia Mönchengladbach soll sich mit Skhiri beschäftigen. So schaute sich Gladbachs Sportdirektor Roland Virkus gemeinsam mit Fohlen-Scout Mario Vossen am Freitag das Heimspiel der Geißböcke an – offenbar wegen Skhiri.

Und noch ein anderer Konkurrent aus der direkten Nachbarschaft scheint die Fühler nach dem Sechser ausgestreckt zu haben. Wie der Transfermarkt-Experte Fabrizio Romano am Mittwoch twitterte sollen vier Klubs an Skhiri konkret interessiert sein. Neben Stade Rennes, AS Rom und dem FC Sevilla nennt er auch Bayer Leverkusen. Auch Eintracht Frankfurt und RB Leipzig wurden mit Skhiri in Verbindung gebracht. Während das Interesse der Eintracht schon wieder abgekühlt sein soll, scheint RB ein aussichtsreicher Kandidat zu sein.

Florian Kainz: eine besondere Rückkehr

, ,
Startseite » Featured » Seite 131

Florian Kainz: eine besondere Rückkehr

Für Florian Kainz läuft es in dieser Spielzeit besonders rund. Am Samstag ist er mit dem FC zu Gast bei seinem Ex-Klub Werder Bremen – zum ersten Mal.

Viereinhalb Jahre ist Florian Kainz mittlerweile beim 1. FC Köln und der Mittelfeldspieler scheint in dieser Saison endlich angekommen zu sein. Alleine in der Liga erzielte Kainz sechs Tore, bereitete neun Treffer vor, ist damit der beste Scorer des FC und gehört zu den besten der Liga. Kein Wunder, dass TV-Moderatorin Laura Wontorra den 30-Jährigen augenzwinkernd schon mit Top-Klubs in Verbindung bringen wollte.

„Man kann sich zurzeit überhaupt nicht vorstellen, dass die beiden in der nächsten Saison nicht mehr in der Kabine sitzen werde.“

Florian Kainz

Kainz tat die Bemerkung erwartungsgemäß mit einem sympathischen Lächeln ab. Kainz ist auf dem besten Weg Publikumsliebling bei den Geißböcken zu werden. Nicht nur aufgrund seiner Leistung. Gerade nach dem bevorstehenden Abgängen von Timo Horn und vor allem Jonas Hector werden Identifikationsfiguren in Köln gesucht. Kainz ist auch ein heißer Kandidat auf die Kapitänsrolle, die er vertretungsweise schon Inne hatte. „Man kann sich zurzeit überhaupt nicht vorstellen, dass die beiden in der nächsten Saison nicht mehr in der Kabine sitzen werden. Für uns alle wird das eine Umstellung, nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben“, sagt der Mittelfeldspieler. „Wir werden sehen, wie wir die Abgänge von Jonas Hector und Timo Horn kompensieren.“

In den verbleibenden beiden Spielen wird Kainz immerhin noch mit Jonas Hector auf dem Platz stehen. Unter anderem am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gegen Werder Bremen. Für Kainz ein besonderes Spiel. Denn der Mittelfeldspieler kehrt erstmals aktiv wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück. 2016 wechselte Kainz von Rapid Wien in die Hansestadt, 2019 nach Köln. In Bremen spielte er seitdem nicht mehr. „Ich war entweder verletzt oder gesperrt oder Werder hat nicht in der Bundesliga gespielt“, sagt Kainz. „Ich freue mich auf das Spiel und werde mein Bestes geben. Die Atmosphäre dort ist immer gut. Werder ist ein sehr sympathischer Verein.“

Doch die Sympathien werden am Samstag vergessen sein. „Wir wollen da weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Wir wollen in Bremen drei Punkte holen und ein gutes Spiel abliefern“, so Kainz. Doch der österreichische Nationalspieler erwartet eine schwere Aufgabe. Auch, wenn der FC Werder im Hinspiel mit 7:1 abfertigte. „Ich weiß nicht, inwieweit das Hinspiel noch in den Köpfen bei Werder ist. Zuletzt haben sie immer gut gespielt, aber gegen Ende immer noch Tore kassiert, wie beispielsweise vergangenen Sonntag in Leipzig“, sagt der 30-Jährige. „Werder will mit Sicherheit zu Hause den Klassenerhalt klarmachen. Sie werden hoch motiviert in die Begegnung gehen.“

Den Klassenerhalt haben die Kölner bereits sicher. Allerdings weitere Ziele vor Augen. Unter anderem geht es um eine gute End-Platzierung und damit TV-Einnahmen. „Es wäre schon cool, vor Gladbach zu sein. Wir versuchen jetzt erstmal, die Partie gegen Bremen positiv zu bestreiten und möglichst drei Punkte mitzunehmen“, sagt Kainz. „Dann gehen wir mit einem guten Gefühl in das letzte Heimspiel, wo wir uns nochmal super verabschieden wollen.“ Und das gegen die Bayern – der FC könnte das Zünglein an der Waage werden. „Für uns ist das nicht wirklich relevant, ob die Bayern bei uns Meister werden können oder nicht“, sagt Kainz. „Ich habe noch nie gegen Bayern gewonnen, das wäre schon ein persönliches Ziel von mir. Wir legen den Fokus jetzt aber erstmal auf Bremen.“

 

Lob und Kritik für den Doppelpacker

, ,
Startseite » Featured » Seite 131

Lob und Kritik für den Doppelpacker

Mit seinen beiden Treffern avancierte ausgerechnet FC-Abwehrchef Timo Hübers zu einem Matchwinner gegen Hertha BSC. Trainer Steffen Baumgart fand nicht nur warme Worte.

So wirklich wollte er das alles selber nicht glauben. Die Bilanz war beeindruckend: 72 Prozent der Zweikämpfe gewonnen, 82 Prozent der Pässe zum Mitspieler gebracht, dazu noch ein Doppelpack und eins davon mit der Hacke – für Timo Hübers hätte das Spiel gegen Hertha BSC kaum besser laufen können. Hübers krönte mit seinen beiden Treffern seine starken Leistungen der vergangenen Wochen.

Bild: Herbert Bucco

Gegen Hertha hat er das gut gemacht, aber er ist bei Weitem nicht da, wo wir ihn gerne hätten“

Steffen Baumgart

Und doch fand FC-Trainer Steffen Baumgart nicht nur lobende Worte für seinen Abwehrchef. „Er macht zwei Tore, und schon ist er der Held“, sagte Baumgart. „Ich habe bei Timo ganz viele Aktionen gesehen, die gut waren. Aber auch einige, die nicht gut waren. Ich bin froh, dass er endlich mal einen Offensiv-Kopfball hingekriegt hat. Denn ich finde, da ist er nicht so gut.“ Gut ist Hübers aber in der Defensive. In dieser Spielzeit kommt der 26-Jährige auf gut 60 Prozent gewonnener Zweikämpfe. Mannschaftsintern ist nur Jeff Chabot besser.

Auch bei der Passquote gehört Hübers zu den besten der Mannschaft. Und doch sieht Baumgart auch noch deutliches Verbesserungspotenzial. „Hübi könnte einen sehr guten Kopfball haben. Den hat er noch nicht, weil das Timing nicht immer stimmt“, sagt Baumgart. „Gegen Hertha hat er das gut gemacht, aber er ist bei Weitem nicht da, wo wir ihn gerne hätten.“ Am Freitagabend reichte das Timing immerhin zu zwei Treffern. „Der letzte müsste in der A- oder B-Jugend gewesen sein, ich kann mich gar nicht daran erinnern“, so der Doppeltorschütze.

In Erinnerung wird vor allem sein zweiter Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2 bleiben. Mit der Hacke spitzelte der Abwehrspieler den Ball ins Tor.  „Die Jungs haben mich gefragt, wie ich das gemacht habe. Ich weiß es selbst nicht so genau“, so Hübers. Und auch Baumgart wusste mit dem Traumtor nicht viel anzufangen. „Die Hacke wird er nicht so oft haben, auch nicht so oft einen Doppelschlag machen“, so der Trainer.

So wird Hübers Hauptaugenmerk gegen Werder Bremen wieder auf auf der Defensivarbeit liegen.