Fünfer-Spektakel bei FC-Debakel

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Fünfer-Spektakel bei FC-Debakel

Der FC kassiert am 25. Spieltag eine derbe Klatsche beim BVB. Das spiegelt sich auch in den Noten wider.

Mehr Torschüsse, mehr Flanken, mehr abgespulte Kilometer – die Statistik lügt offensichtlich doch. Denn obwohl die Geißböcke bei Borussia Dortmund bei vielen Werten die Nase vorne hatten, war die 1:6-Klatsche beim BVB mehr als verdient. „Die Torschüsse von Dortmund waren im Grunde alle drin. Trotzdem waren wir in vielen Situationen nicht so, wie wir uns das vorstellen“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart. Vor allem die Defensive der Kölner war heillos überfordert. Ausgerechnet der von den Fans so oft kritisierte Davie Selke verdiente sich die Bestnote der Kölner.

So bewerten wir die FC-Spieler gegen Dortmund

Marvin Schwäbe

Zeigte seine Weltklasse gegen Malen. Da stand es leider schon 0:2 und keine 30 Sekunden später sogar 0:3. War er bei den ersten drei Treffern chancenlos, sah beim 0:4 und beim 1:6 zumindest sehr unglücklich aus. Note: 5

Jonas Hector

Konnte mit seiner Erfahrung das Tempodefizit nicht ausgleichen. Sah in vielen Situationen seine Gegenspieler nur von hinten. Verlor mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe. Note: 5

Jeff Chabot

Sorgte in der Anfangsphase mit einer seltsamen Bogenlampe für einen Hauch Dortmunder Gefahr. Ließ sich beim 0:1 dann von Malen tunneln und sah beim 0:2 sowie beim 0:4 ebenfalls nicht besonders gut aus. Hatte gegen Malen nicht den Hauch einer Chance. Note: 5-

Timo Hübers

War ebenfalls ein Schatten seiner selbst. Gewann vier seiner acht (?!) Zweikämpfe. Rettete in höchster Not vor dem einschussbereiten Modeste. Immerhin. Note: 5

Benno Schmitz

Ließ beim 0:2 Haller sträflich alleine, sah auch bei weiteren Gegentoren nicht gut aus. Rettete einmal gegen Malen in höchster Not. Note: 5+

Florian Kainz

Fiel immerhin bei seinen Standards auf, die allerdings nichts einbrachten. Befindet sich seit Wochen in einem kleinen Tief. Note: 4

Ellyes Skhiri

Starke Passquote, hohe Laufleistung, ordentliche Zweikampfwerte – und dennoch als alleiniger Sechser überfordert. Note: 4

Mathias Olesen

Erhielt die Chance von Beginn an, nutzte sie nicht. Schwache Begegnung des Luxemburgers. Die nächste Startelf-Chance wird wohl ein wenig auf sich warten lassen. Note: 5

Dejan Ljubicic

Kommt nach wie vor nicht in Tritt. Setzte Adamyan einmal in Szene. Note: 5

Sargis Adamyan

Stand überraschend in der Startelf, hatte überraschend die erste Kölner Chance im Spiel. Leitete Selkes Ehrentreffer ein. Note: 4

Davie Selke

Hat den Sturm-Fluch beendet. Wehrte sich auch sonst gegen das Debakel. War in einer schwachen Kölner Begegnung der beste FC-Akteur. Note: 3-

FC chancenlos in Dortmund

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FC chancenlos in Dortmund

Zwar hat der 1. FC Köln seine Torlos-Serie beendet, bei der 1:6-Klatsche gegen den BVB erlebte der FC jedoch ein Debakel.

Die Länderspielpause kommt für den 1. FC Köln offensichtlich zur rechten Zeit. Nach Toren von Raphael Guerreiro, Sebastien Haller (2), Marco Reus (2) und Donyell Malen kassierte der FC am Samstagabend eine bittere 1:6-Klatsche bei Borussia Dortmund und blieb zum fünften Mal in Serie ohne Sieg. Immerhin beendete Davie Selke die Torlos-Serie und erzielte das erst Kölner Stürmer-Tor nach 831 Minuten. Überschattet wurde die Begegnung von einem Pyro-Zwischenfall. Ein Kameramann wurde von Pyrotechnik am Auge getroffen.

Es war eine verdiente Niederlage. Dortmund hat so eine überragende Qualität da musst du schon einen perfekten Tag erwischen. Den haben wir heute nicht erwischt. Am Ende ging es nur noch darum, Charakter zu zeigen. “

Davie Selke

Steffen Baumgart überraschte allerdings bei seiner Aufstellung. Nachdem der Kölner Trainer gegen Bochum noch eine Doppelsechs aufstellte, startete Köln mit Ellyes Skhiri als alleinigem Sechser, dafür spielte neben Davie Selke Sargis Adamyan als zweite Sturmspitze. Zudem startete Mathias Olesen für Linton Maina.

Die ersten Minuten gehörten erwartungsgemäß dem BVB. Dortmund bemühte sich um einen kontrollierten Spielaufbau, fand aber im letzten Drittel gegen die Kölner Defensive kein Mittel. Da der FC wiederum wenig für die Offensivbewegung tat, passierte in der Anfangsphase relativ wenig. Das änderte sich nach einer Viertelstunde – und das aus Kölner Sicht dramatisch. Wie aus dem Nichts ließ Donyell Malen Jeff Chabot stehen, legte perfekt ab auf Raphael Guerreiro, der zur Dortmunder Führung einschob. Keine 120 Sekunden später spielte Guerreiro dann Sebastien Haller frei, der ebenfalls leichtes Spiel hatte.

Der FC zeigte die richtige Reaktion, spielte weiter nach vorne. Unter anderem prüfte Adamyan BVB-Keeper Alexander Meyer, der den Ball mit einer unglücklichen Abwehraktion so gerade noch an den Pfosten abtropfen ließ. Kurz darauf hatte der BVB noch einmal Glück, als Mahmoud Dahoud der Ball nach einem Freistoß an die Hand sprang. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Ecke – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Der BVB zeigte sich deutlich kaltschnäuziger. Zwar rettete Marvin Schwäbe gegen Malen noch weltklasse, die Kölner Defensive bekam den Ball nicht geklärt und Marco Reus bedankte sich mit dem 3:0, kurz bevor Malen zum 4:0 Schwäbe überwand. Unmittelbar vor dem Wechsel beendete Davie Selke zumindest die Torlos-Serie der Kölner.

Selke

Davie

8

Einsätze

4

Torschüsse

1

Tore

Dortmund schaltete zu Beginn der zweiten Hälfte sichtbar einen Gang zurück, der FC lauerte auf Konter und setzte auf Standardsituationen. Unter anderem verfehlte Selke nach einem Freistoß per Kopf. Baumgart brachte mit Eric Martel, Denis Huseinbasic und Linton Maina drei frische Kräfte. Das Bild änderte sich aber nicht. Der FC bemühte sich zwar, war dem BVB nicht gewachsen. Einen Freistoß setzte Dahoud aus 18 Metern an die Latte, den Nachschuss verwertete erneut Haller. Auch Reus traf ein zweites Mal. Der BVB-Kapitän tauchte nach einem Zuspiel von Malen erneut vor Schwäbe auf und schob problemlos ein. Auch der Ex-Dortmunder Steffen Tigges sowie Kingsley Schindler erhielten noch ihre Einsatzzeit – wenn auch eine undankbare. Bis auf Pfostentreffer von Niklas Süle und eben Schindler passierte in der Schlussphase nicht mehr viel.

Die Negativ-Serie des FC hat also Bestand, immerhin haben die Kölner das Tor wieder getroffen. Mit der deutlichen Klatsche verabschieden sich die Kölner in die Länderspielpause, bevor das Derby gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Spielplan steht.

So bewerten wie die FC-Spieler

Marvin Schwäbe

Zeigte seine Weltklasse gegen Malen. Da stand es leider schon 0:2 und keine 30 Sekunden später sogar 0:3. War er bei den ersten drei Treffern chancenlos, sah beim 0:4 und beim 1:6 zumindest sehr unglücklich aus. Note: 5

Jonas Hector

Konnte mit seiner Erfahrung das Tempodefizit nicht ausgleichen. Sah in vielen Situationen seine Gegenspieler nur von hinten. Verlor mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe. Note: 5

Jeff Chabot

Sorgte in der Anfangsphase mit einer seltsamen Bogenlampe für einen Hauch Dortmunder Gefahr. Ließ sich beim 0:1 dann von Malen tunneln und sah beim 0:2 sowie beim 0:4 ebenfalls nicht besonders gut aus. Hatte gegen Malen nicht den Hauch einer Chance. Note: 5-

Timo Hübers

War ebenfalls ein Schatten seiner selbst. Gewann vier seiner acht (?!) Zweikämpfe. Rettete in höchster Not vor dem einschussbereiten Modeste. Immerhin. Note: 5

Benno Schmitz

Ließ beim 0:2 Haller sträflich alleine, sah auch bei weiteren Gegentoren nicht gut aus. Rettete einmal gegen Malen in höchster Not. Note: 5+

Florian Kainz

Fiel immerhin bei seinen Standards auf, die allerdings nichts einbrachten. Befindet sich seit Wochen in einem kleinen Tief. Note: 4

Ellyes Skhiri

Starke Passquote, hohe Laufleistung, ordentliche Zweikampfwerte – und dennoch als alleiniger Sechser überfordert. Note: 4

Mathias Olesen

Erhielt die Chance von Beginn an, nutzte sie nicht. Schwache Begegnung des Luxemburgers. Die nächste Startelf-Chance wird wohl ein wenig auf sich warten lassen. Note: 5

Dejan Ljubicic

Kommt nach wie vor nicht in Tritt. Setzte Adamyan einmal in Szene. Note: 5

Sargis Adamyan

Stand überraschend in der Startelf, hatte überraschend die erste Kölner Chance im Spiel. Leitete Selkes Ehrentreffer ein. Note: 4

Davie Selke

Hat den Sturm-Fluch beendet. Wehrte sich auch sonst gegen das Debakel. War in einer schwachen Kölner Begegnung der beste FC-Akteur. Note: 3-

Stimmen zum Spiel

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FC will Negativserie beenden

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FC will Negativserie beenden

Nach vier sieglosen Spielen in Serie ist der Abstiegskampf beim 1. FC Köln wieder ein mögliches Szenario. Ausgerechnet jetzt geht es gegen Borussia Dortmund.

Das 2:2-Unentschieden gegen den FC Schalke 04 kam zur Unzeit – nicht nur für Borussia Dortmund. Die Königsblauen trotzdem dem Tabellenzweiten am vergangenen Wochenende im Revierderby ein Unentschieden ab und stoppten die beeindruckende Bundesliga-Serie der Borussen. Da die Bayern aber ihr Heimspiel gegen Augsburg gewannen, steht der BVB im Titelkampf wieder ein wenig unter Druck.

Wir fahren nicht dahin und gehen davon aus, dass wir gewinnen. Aber wir können gewinnen“

Steffen Baumgart

Ein Sieg gegen den FC ist am Samstag fast schon Pflicht, will Dortmund die Bayern nicht davonziehen lassen und noch ein Wort im Titelrennen mitsprechen können. „Ob Dortmund Meister wird, ist mir ehrlich gesagt egal. Wir wollen nicht dazu beitragen, dass sie an Bayern dran bleiben“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Doch der Trend spricht aktuell nicht für eine Überraschung im Topspiel des 25. Spieltags. Der FC blieb zuletzt vier Mal in Serie ohne Tor, konnte dementsprechend keins dieser Spiele gewinnen. „Wir haben nicht getroffen, aber sehr gute Möglichkeiten gehabt. Wir müssen daran arbeiten, dass das noch klarer wird“, so Baumgart weiter. „Was ich immer wieder sagen kann: Wir gehen unseren Weg weiter, spielen unseren Fußball. Auch wenn die Ergebnisse schwierig sind, werfen wir nicht alles über den Haufen.“ 

Bilanz gegen Dortmund

105 Spiele

35 Siege

42 Siege

28 Remis

160:176 T

Soll heißen: Auch gegen Borussia Dortmund wird der FC offensiv agieren, den Gegner früh attackieren. Und das, obwohl der Trainer natürlich um die Stärken des Gegners weiß. „Wir fahren nicht dahin und gehen davon aus, dass wir gewinnen. Aber wir können gewinnen. Wir werden mutig agieren und attackieren. Trotzdem wissen wir, dass eine gute Leistung nicht automatisch ein gutes Ergebnis bedeutet. Wir gucken mal, ob wir Dortmund wehtun können“, sagt Baumgart. „Nehmen wir Bellingham, Reus oder Schlotterbeck. Da gibt es fast keinen Spieler, den man nicht hervorheben kann. Die Mannschaft hat sich komplett stabilisiert und ist den Bayern im Meisterkampf am nächsten.“

Den Fokus richtet der Trainer aber auf seine Mannschaft und das vermeintliche Kopfproblem „Toreschießen“. „Jetzt ist es Zeit, dass das Runde mal wieder ins Eckige geht. Die Jungs sind nach solchen Ergebnissen enttäuscht, aber keiner lässt die Köpfe hängen. Ich bin weit davon entfernt, daran zu glauben, dass wir nicht die Wende schaffen“, sagt der Trainer. „Es ist eine wichtige Phase für uns. Wir bleiben bei uns, damit habe ich in meiner Zeit als Trainer gute Erfahrungen gemacht.“

Der Fokus wird dabei sicherlich auch wieder auf dem Kölner Angriff liegen. Seit fast 800 Minuten hat kein Kölner Stürmer mehr getroffen. Ausgerechnet der ehemalige BVB-Spieler Steffen Tigges kündigte an, die Torflaute beenden zu wollen. „Wenn ich die Leistung auf dem Platz sehe, sehe ich die notwendige Leichtigkeit. Wir kaufen uns nun mal keine fertigen Spieler, sondern müssen entwickeln“, so Baumgart. „Steffen Tigges ist sehr fleißig und engagiert, an Laufwegen und Abschlüssen arbeiten wir mit ihm.“ Ob der Ex-Borusse von Beginn an spielt, ist offen. Gut möglich, dass Davie Selke wieder den Vorrang erhält. Denn Baumgart wird gegen die Offensivkraft aus Dortmund wohl eher mit einer Doppelsechs und nur einem Angreifer auflaufen.

Noch nicht im Kader steht Luca Kilian. Der Abwehrspieler hat das Mannschaftstraining wieder aufgenommen, soll aber erst während der Länderspielpause in einem Testspiel zum Einsatz kommen. Dafür darf sich Damion Downs Hoffnungen auf sein Profidebüt machen. Der U19-Spieler steht zum zweiten Mal im Kölner Kader.  

Mögliche Aufstellung:

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Stimmen zum Spiel gegen Bochum

Tigges kündet Ende der Tor-Flaute an

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Tigges kündet Ende der Tor-Flaute an

Die Offensive ist aktuell die große Baustelle beim 1. FC Köln. Ausgerechnet Ex-BVB-Stürmer Steffen Tigges kündigt das Ende der Flaute an.

Steffen Tigges ist dieser Tage wirklich nicht zu beneiden. Nach vier sieg-, aber vor allem torlosen Spielen in Serie ist die Kölner Offensive in die Kritik geraten. Nicht das erste Mal. Schon in der Hinrunde wurde das laue Lüftchen Kölner Angriff thematisiert. „Es ist nervig, weil wir das natürlich ändern wollen. Wir analysieren, was wir falsch oder nicht ganz richtig machen“, sagt der 24-Jährige. „Im Moment fallen uns die Bälle aber nicht so vor die Füße. Wir müssen in allen Mannschaftsteilen wieder besser zusammenspielen. Dann bin ich überzeugt, dass die Torlos-Serie am Samstag enden wird.“

Ich bin überzeugt, dass die Torlos-Serie am Samstag enden wird“

Steffen Tigges

Ausgerechnet Samstag trifft der FC auf den ehemaligen Arbeitgeber des Stürmers: Borussia Dortmund. „Ich freue mich, alte Bekannte wiederzusehen und in Dortmund zu sein. Am Ende ist es aber auch nur ein Spiel wie jedes andere, das wir mit Vollgas angehen wollen. Ich hoffe, dass wir drei Punkte mitnehmen können“, sagt Tigges, natürlich wissend, über welche Qualität die Borussia verfügt. Nicht umsonst steht Dortmund auf dem zweiten Tabellenplatz. „Wir wollen verhindern, dass Euphorie aufkommt und der BVB sich entfaltet“, sagt der Stürmer.

Tigges

Steffen

1307

Spielminuten

21

Einsätze

5

Tore

Seit fast 800 Minuten warten die Kölner Anhänger nun schon auf ein Tor ihrer Stürmer. Dabei ist der 24-Jährige von den FC-Angreifern noch der gefährlichste. Mit fünf Treffern führt Tigges die interne Torjägerliste gemeinsam mit Ellyes Skhiri und Florian Kainz an. Dennoch will es auch bei dem Ex-Dortmunder in dieser Saison noch nicht so recht laufen. „Wir bringen von außen oft gute Bälle rein, sind dann aber in der Box nicht richtig positioniert. Wenn wir da richtig positioniert sind, kommt der Ball von außen mal nicht“, sagt Tigges. „Wir machen viele kleine Fehler, die uns auf die Füße fallen. Aus dem, was wir gut machen, schlagen wir kein Kapital.“

Das soll sich ausgerechnet gegen seinen Ex-Club ändern. „Wir lassen uns von den letzten Spielen nicht entmutigen und hören nicht auf, aufs Tor zu schießen“, sagt Tigges. Und genau dafür ist Tigges im Sommer verpflichtet worden. Mittelfristig soll der Angreifer die Fußstapfen von Stürmern wie Anthony Modeste ausfüllen. Keine leichte Aufgabe. Zumal Tigges kein klassischer Vollblut-Stürmer ist oder war. „Ich habe in meiner Jugend und in meinen ersten Herren-Jahren bei Osnabrück Linksaußen gespielt. Da habe ich teilweise sogar links in der Fünferkette gespielt. Ich bin erst in der Dortmunder U23-Saison als Stürmer eingeplant gewesen“, sagt der 24-Jährige. „Ich mache noch eine Anpassungsphase durch, in der ich versuche, vom Trainer und auch von Davie Selke alles mitzunehmen.“ Tigges betont, dass er durch seine Arbeit für die Mannschaft schon einmal in der „Mitte gefehlt habe“. Das wolle er ändern. Und das am liebsten wohl schon gegen seinen Ex-Verein.

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Stimmen zum Spiel gegen Bochum

Nicht mehr als ein laues Lüftchen

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Nicht mehr als ein laues Lüftchen

Der 1. FC Köln muss nach der 0:2-Niederlage gegen den VfL Bochum den Blick nach unten richten. Dem Trainer und dem FC eine schlechte Taktik vorzuwerfen, ist zu einfach. Köln leidet viel mehr unter Fehlern in der Personalpolitik. Ein Kommentar.

Vier Spiele, ein Punkt, keine Tore, aber sieben Gegentreffer – die jüngste Bilanz des 1. FC Köln ist durchaus als alarmierend zu bezeichnen. Zumal der FC gleich zwei dieser Duelle gegen direkte Abstiegskonkurrenten verloren hat. Auch dem letzten Kölner Zweckoptimisten wird mittlerweile bewusst sein, dass der Blick in Köln eher Richtung Tabellenkeller statt Europa gerichtet werden muss. Denn es ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass die Kölner vor der Länderspielpause also im Duell bei Borussia Dortmund, die Tendenz noch ändern können.

Zweifelsohne durchlebt FC-Trainer Steffen Baumgart gerade die größte Krise seit seinem Amtsantritt vor anderthalb Jahren. Doch, dass seine Fähigkeit als Trainer jetzt von den ersten Fans in Frage gestellt wird, ist schlichtweg falsch. Zugegeben, das Kölner Spiel ist nicht variabel und für den Gegner leicht zu durchschauen. Das ist aber sicher nicht der Grund für die anhaltende Misere. Denn auch im vergangenen Jahr spielte der FC das gleiche taktische System. Sollten die Gegner – und so lautet der Vorwurf – das Baumgartsche System jetzt durchschaut haben, hätten sie anderthalb Jahre ihre Hausaufgaben nicht gemacht und erfolgreiche Trainer wie Oliver Glasner von Eintracht Frankfurt oder Urs Fischer von Union Berlin würden es noch immer nicht run. Anders wären ja die durchaus guten Auftritte der Kölner nicht zu erklären.

Die Antwort auf die anhaltende Erfolgslosigkeit muss zweifelsohne im Angriff und der damit verbundenen Personalpolitik gesucht werden. Der Kölner Sturm ist nicht mehr als ein laues Lüftchen. Und das bereits seit dem Weggang von Anthony Modeste. Den Schuh müssen sich Baumgart und Christian Keller wohl gemeinsam anziehen. Der Verkauf von Modeste war angesichts der lukrativen Ablöse, des Alters des Stürmers und seines Egos absolut richtig. Doch dann haben es die Kölner Verantwortlichen versäumt, adäquaten Ersatz zu verpflichten. Bei allem Verständnis für klamme Kassen und finanziellem Spielraum – die Verpflichtung und der langfristige Vertrag des 29-jährigen Sargis Adamyan werfen spätestens im Nachhinein doch einige Fragen auf.

Die Noten zum Bochum-Spiel

Marvin Schwäbe

Mit ein wenig Glück hätte er den schlecht geschossenen Elfmeter mit der Hüfte pariert. Das blieb ihm verwehrt. Guter Reflex gegen Asano, keine Chance gegen Masovic. Note: 4+

Jonas Hector

Suchte sein Heil in der Schaltzentrale. Blieb dort aber wirkungslos. Stand in der Defensive sicher. Note: 3-

Jeff Chabot

Startete mit einer grandiosen Grätsche gegen Asano, prüfte Bochums Riemann gleich zwei Mal. Gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte 90 Prozent der Bälle zum Mitspieler – bester Kölner Feldspieler. Note: 3

Timo Hübers

Nicht der Tag des Innenverteidigers. Verursachte den Elfmeter zum 0:1, kam auch sonst einige Male zu spät. Sein Block gegen Stöger war der einzige Lichtblick. Note: 5

Benno Schmitz

Hatte seine Schwierigkeiten mit dem Tempo von Antwi-Adjei. Brachte erstaunlich wenig Pässe zum Mitspieler. Auch seine Flanken fanden nur selten einen Abnehmer. Note: 4

Florian Kainz

Tat sich wie schon gegen Berlin sehr schwer. Fand nicht recht ins Spiel. Auch seine Standards blieben ohne Gefahr. Note: 4

Ellyes Skhiri

Kam bereits nach 60 Sekunden zum ersten Abschluss. Wieder gute Laufwerte, gute Passwerte – gebracht hat es wenig. Note: 3

Eric Martel

Ein weiterer solider Auftritt – nicht mehr und nicht weniger. Note: 3-

Linton Maina

Lief wieder viel, viel wollte aber nicht zusammenlaufen. Sorgte für so gut wie gar keine Gefahr. Note: 4-

Dejan Ljubicic

Läuft der fehlenden Form nach wie vor hinterher – wenn auch auf dem Weg der Besserung. Note: 3

Davie Selke

Rackerte, arbeitete und kam immerhin auf sechs Torschüsse. Für große Gefahr sorgte aber auch Selke nicht. Note: 4

Das gleiche gilt für den Selke-Transfer und auch Steffen Tigges konnte die bisherigen Erwartungen nicht erfüllen. Die Vorstellung, ein Steffen Baumgart kann aus jedem krisengebeutelten Spieler einen Diamanten schleifen, ist romantisch, aber alles andere als realistisch. Dass das „Verbessern“ ausgerechnet in seiner vermeintlichen Paradedisziplin im Sturm so gar nicht gelingen will, könnte die Krux dieser Spielzeit werden.

Sorgen müssen sich die Kölner aber (noch) nicht machen. Selbst nach vier sieg- und torlosen Spielen in Serie ist nicht davon auszugehen, dass bei den Geißböcken der Kopf das Problem werden wird. Dass Baumgart in Bezug auf die Psyche seiner Spieler der richtige Mann ist, hat er schließlich schon mehrfach bewiesen.

Schlechte Noten für Kölner Profis

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Schlechte Noten für Kölner Profis

Der VfL Bochum bleibt in dieser Spielzeit für den 1. FC Köln ein unangenehmer Gegner. Das spiegelt sich auch in den Noten wider.

Mehr Ballbesitz, mehr Torchancen, mehr Spielanteile und dennoch nicht unverdient verloren. Der 1. FC Köln ist auch im vierten Spiel in Serie ohne Tor und ohne Sieg geblieben, zeigte eine insgesamt eher enttäuschende Leistung. „Durch die Bank hatten wir einige Unsauberkeiten. Da kann sich keiner rausnehmen“, sagte Timo Hübers. Tatsächlich machte die Defensive bei den Gegentreffern nicht die beste Figur, die Offensive wurde nur selten gefährlich.

Gute Möglichkeiten blieben für den FC lange Mangelware. „Wenn ich mir den Spielverlauf anschaue, dann hat heute viel für Bochum gesprochen“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart. „Am Ende haben wir nicht immer die hundertprozentigen Lösungen.“

So bewerten wir die FC-Spieler gegen Bochum

Marvin Schwäbe

Mit ein wenig Glück hätte er den schlecht geschossenen Elfmeter mit der Hüfte pariert. Das blieb ihm verwehrt. Guter Reflex gegen Asano, keine Chance gegen Masovic. Note: 4+

Jonas Hector

Suchte sein Heil in der Schaltzentrale. Blieb dort aber wirkungslos. Stand in der Defensive sicher. Note: 3-

Jeff Chabot

Startete mit einer grandiosen Grätsche gegen Asano, prüfte Bochums Riemann gleich zwei Mal. Gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte 90 Prozent der Bälle zum Mitspieler – bester Kölner Feldspieler. Note: 3

Timo Hübers

Nicht der Tag des Innenverteidigers. Verursachte den Elfmeter zum 0:1, kam auch sonst einige Male zu spät. Sein Block gegen Stöger war der einzige Lichtblick. Note: 5

Benno Schmitz

Hatte seine Schwierigkeiten mit dem Tempo von Antwi-Adjei. Brachte erstaunlich wenig Pässe zum Mitspieler. Auch seine Flanken fanden nur selten einen Abnehmer. Note: 4

Florian Kainz

Tat sich wie schon gegen Berlin sehr schwer. Fand nicht recht ins Spiel. Auch seine Standards blieben ohne Gefahr. Note: 4

Ellyes Skhiri

Kam bereits nach 60 Sekunden zum ersten Abschluss. Wieder gute Laufwerte, gute Passwerte – gebracht hat es wenig. Note: 3

Eric Martel

Ein weiterer solider Auftritt – nicht mehr und nicht weniger. Note: 3-

Linton Maina

Lief wieder viel, viel wollte aber nicht zusammenlaufen. Sorgte für so gut wie gar keine Gefahr. Note: 4-

Dejan Ljubicic

Läuft der fehlenden Form nach wie vor hinterher – wenn auch auf dem Weg der Besserung. Note: 3

Davie Selke

Rackerte, arbeitete und kam immerhin auf sechs Torschüsse. Für große Gefahr sorgte aber auch Selke nicht. Note: 4

„Wir haben Fehler in allen Bereichen gemacht“

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„Wir haben Fehler in allen Bereichen gemacht“

Verdient hat der 1. FC Köln das Heimspiel gegen den VfL Bochum verloren. Dementsprechend enttäuscht waren Trainer und Spieler. Die Stimmen zum Spiel.

Auch im vierten Spiel in Folge hat der 1. FC Köln nicht gewinnen können. Gegen den VfL Bochum unterlagen die Geißböcke durchaus verdient 0:2. Wir haben die Stimmen gesammelt.

Vielleicht hat das letzte Quäntchen in der Box gefehlt. Wir waren sehr präsent. Ich sehe auch keinen hochverdienten Sieg für Bochum. Sie haben mit sehr einfachen Mitteln gespielt und am Ende das Spiel gewonnen. Das Glück steht gerade nicht auf unserer Seite.“

Davie Selke

Enttäuschte Gesichter nach der 0:2-Pleite gegen den VfL Bochum.

Wir hatten schon bessere, wir hatten aber auch schon deutlich schlechtere Tage. Bochum hat uns in der einen oder anderen Situation den Schneid abgekauft und das Glück des Tüchtigen gehabt. Es waren bei uns zu viele leichte Ballverluste dabei. “

Timo Hübers

Wir haben viel probiert, viel Druck gemacht, viele Eckbälle, aber zu wenig Großchancen gehabt. Die Chancen, die wir hatten, haben wir nicht genutzt. Wir haben ein wichtiges Heimspiel verloren und das ist sehr enttäuschend. Wir müssen schauen, dass wir wieder damit anfangen, Punkte zu holen oder zu gewinnen, damit wir da unten rauskommen.“

Florian Kainz

Wir haben insgesamt sehr viele Fehler, sehr leichte Fehler in allen Bereichen gemacht . Ich glaube, dass die Jungs viel investiert haben und trotzdem fehlt am Ende etwas. Es sind viele Dinge durch den Fünfer gegangen. Natürlich bleiben bei so vielen Flanken auch einige hängen. Am Ende haben wir kein Tor gemacht. Wenn ich mir den Spielverlauf anschaue, dann hat heute viel für Bochum gesprochen. Am Ende haben wir nicht immer die hundertprozentigen Lösungen. Wir müssen gucken, dass wir den Kopf oben halten und den Weg wieder ganz schnell finden.“

Steffen Baumgart

 Der Elfmeter hat uns ein bisschen aus der Fassung gebracht. Wir haben uns nicht die Chancen erarbeitet, die wir gebraucht hätten. Wir haben weiter alles in der eigenen Hand, deshalb schauen wir von Woche zu Woche, dass wir punkten. Daran werden wir arbeiten.“

Jeff Chabot

Alles zum Spiel

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FC unterliegt Tabellenschlusslicht

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FC unterliegt Tabellenschlusslicht

Der 1. FC Köln bleibt auch im vierten Spiel in Folge ohne Sieg und ohne Tor. Gegen das Tabellenschlusslicht aus Bochum kassierten die Kölner eine bittere 0:2-Niederlage.

Fünf Spiele in Serie hat der VfL Bochum in der Bundesliga nicht mehr gepunktet, der 1. FC Köln diente dem VfL am Freitagabend als Aufbaugegner. 0:2 verlor die Mannschaft von FC-Trainer Steffen Baumgart gegen den Abstiegskandidaten. Wie in den vergangenen Wochen blieben die Kölner in der Offensive zu harmlos.

Baumgart blieb im Heimspiel bei der taktischen Ausrichtung von der Union-Begegnung aus der Vorwoche, ließ mit der Doppelsechs und nur einer Spitze spielen. Für Steffen Tigges begann Davie Selke. Im Zentrum liefen erneut Eric Martel und Ellyes Skhiri auf. Und der Tunesier kam schon in der zweiten Minute zum ersten nennenswerten Abschluss. Eine Hereingabe von Linton Maina konnte die Bochumer Defensive nicht sauber klären. Der Schuss von Skhiri stellte Manuel Riemann aber vor keine großen Probleme. Köln setzte druckvoll nach und kassierte dennoch den Rückstand. Timo Hübers ließ an der Strafraumgrenze Christopher Antwi-Adjei über das Bein springen. Schiedsrichter Tobias Welz entschied auf Strafstoß. Den verwandelte Kevin Stöger zur Bochumer Führung. FC-Keeper Marvin Schwäbe touchierte den Ball nur noch.

Sie haben mit sehr einfachen Mitteln gespielt und am Ende das Spiel gewonnen“

Davie Selke

Der FC erholte sich schnell von dem Rückschlag, spielte weiter munter nach vorne und kam unter anderem durch Jeff Chabot zu einem weiteren guten Abschluss, doch wieder blieb Riemann der Sieger. Genauso wie bei einem eher harmlosen Kopfball von Selke. Auf der anderen Seite rettete Schwäbe gegen Takuma Asano, der es aus kurzer Distanz probierte. Köln war auch weiterhin das Spiel bestimmende Team, erarbeitete sich aber zu wenige Chancen. Auch, weil die Hereingaben zu unpräzise blieben.

Selke

Davie

6

Torschüsse

0

Tore

66%

Passquote

Auch nach dem Wechsel dasselbe Bild: der FC hatte mehr Spielanteile, machte aber zu wenig aus der Feldüberlegenheit. Wenn überhaupt sorgten die Kölner bei Standards für Gefahr. Unter anderem verpasste Selke eine scharfe Hereingabe von Kainz nur knapp. Baumgart brachte nach einer guten Stunde mit Steffen Tigges und Denis Huseinbasic neue Kräfte. Das Tor machte aber erneut der VfL. Eine Hereingabe von Philipp Hofmann verpasste die gesamte Kölner Defensive. Erhan Masovic nutzte die kollektive Verwirrung zum 0:2.

Zwar kamen mit Mathias Olesen, Tim Lemperle und Sargis Adamyan drei weitere Offensivkräfte für die Schlussphase, das lang ersehnte Tor wollte den Kölnern aber nicht mehr gelingen.

So bewerten wir die FC-Profis

Marvin Schwäbe

Mit ein wenig Glück hätte er den schlecht geschossenen Elfmeter mit der Hüfte pariert. Das blieb ihm verwehrt. Guter Reflex gegen Asano, keine Chance gegen Masovic. Note: 4+

Jonas Hector

Suchte sein Heil in der Schaltzentrale. Blieb dort aber wirkungslos. Stand in der Defensive sicher. Note: 3-

Jeff Chabot

Startete mit einer grandiosen Grätsche gegen Asano, prüfte Bochums Riemann gleich zwei Mal. Gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte 90 Prozent der Bälle zum Mitspieler – bester Kölner Feldspieler. Note: 3

Timo Hübers

Nicht der Tag des Innenverteidigers. Verursachte den Elfmeter zum 0:1, kam auch sonst einige Male zu spät. Sein Block gegen Stöger war der einzige Lichtblick. Note: 5

Benno Schmitz

Hatte seine Schwierigkeiten mit dem Tempo von Antwi-Adjei. Brachte erstaunlich wenig Pässe zum Mitspieler. Auch seine Flanken fanden nur selten einen Abnehmer. Note: 4

Florian Kainz

Tat sich wie schon gegen Berlin sehr schwer. Fand nicht recht ins Spiel. Auch seine Standards blieben ohne Gefahr. Note: 4

Ellyes Skhiri

Kam bereits nach 60 Sekunden zum ersten Abschluss. Wieder gute Laufwerte, gute Passwerte – gebracht hat es wenig. Note: 3

Eric Martel

Ein weiterer solider Auftritt – nicht mehr und nicht weniger. Note: 3-

Linton Maina

Lief wieder viel, viel wollte aber nicht zusammenlaufen. Sorgte für so gut wie gar keine Gefahr. Note: 4-

Dejan Ljubicic

Läuft der fehlenden Form nach wie vor hinterher – wenn auch auf dem Weg der Besserung. Note: 3

Davie Selke

Rackerte, arbeitete und kam immerhin auf sechs Torschüsse. Für große Gefahr sorgte aber auch Selke nicht. Note: 4

Stimmen zum Spiel

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