Die Versäumnisse der letzten zwei Jahre liegen offen

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Die Versäumnisse der letzten zwei Jahre liegen offen

Der Einsatz von Jan Thielmann als Sturmspitze gegen Borussia Dortmund kam überraschend, kommt mit zwei Tagen Abstand aber einer Verzweiflungstat gleich. Einer Verzweiflungstat, die die Misere des FC schonungslos verdeutlicht.

Die Niederlage des 1. FC Köln am Samstag gegen Borussia Dortmund zeigte deutlich, welche Fehler die vergangenen zwei Jahre gemacht wurden. Die Frage, wie die Kölner den Klassenerhalt schaffen sollen, wird immer schwerer zu beantworten. Ein Kommentar zur aktuellen Situation beim FC.

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Timo Schultz war das Lächeln vergangen. Nachdenklich wirkte der Trainer des 1. FC Köln am Ende des Spiels gegen Borussia Dortmund. Und auch anschließend auf der Pressekonferenz fehlte das Strahlen, das der 46-Jährige in den zwei Wochen seit seinem Amtsantritt in Köln optimistisch verbreitet hat. Es ist nicht davon auszugehen, dass Schultz bei seiner Vertragsunterschrift nicht geahnt hat, auf welches Abenteuer er sich da beim 1. FC Köln eingelassen hat. Und dennoch wirkt der Trainer so, als sei er härter auf den Boden der Wahrheit geholt worden, als es ihm lieb sein kann. Der Effekt des neuen Trainers, der erhoffte Impuls, scheint am Geißbockheim bereits nach zwei Spielen verpufft. Der Optimismus, auch positive Dinge wie die 20 Torschüsse gesehen zu haben, wirkt seltsam erzwungen.

Dem Kader fehlt die Qualität

Denn am Ende des Tages stand ein 0:4 auf der Anzeigetafel. Eine in der Höhe un-, aber von der Tendenz her sehr verdiente Pleite. Abgesehen von Mainas sehenswertem Pfostenschuss und Thielmanns vergebener Großchance unmittelbar nach dem Wechsel, kam vom FC in der Offensive rein gar nichts. Nichts, was die Hoffnung auf den Klassenerhalt nähren könnte. Schultz, der auf die Spekulationen um Steffen Tigges und Florian Dietz als Selke-Ersatz mit der Sturmspitzen-Nominierung von Jan Thielmann antwortete, ist wirklich nicht zu beneiden.

Der neue Trainer des 1. FC Köln bekam am Samstag schonungslos die Fehler der vergangenen beiden Jahre rund ums Geißbockheim aufgezeigt. Als Leistungsträger den Verein verließen und nicht ansatzweise ersetzt wurden. Was die Tor- und Lebensversicherung Anthony Modeste im ersten Baumgart-Jahr und ein funktionierendes Kollektiv, gepaart mit einer gehörigen Portion Spielglück im vergangenen Jahr überblendeten, ist aktuell nicht zu kaschieren. Dem Kader des 1. FC Köln fehlt die Qualität, um in der Bundesliga mitzuhalten.

Das ist natürlich nicht die Schuld des neuen Trainers und vermutlich auch nicht seines Vorgängers. Die Fehler wurden in den Transferphasen der vergangenen beiden Jahre gemacht. Für ein Wirtschaftsunternehmen wie einen Bundesligisten ist nicht nachzuvollziehen, warum es zu einer so groben Fehleinschätzung in Bezug auf die Transfersperre kommen konnte. Viel schlimmer ist aber die nicht ausreichend beantwortete Frage, wieso der FC im Sommer nicht auf Nummer sicher gegangen ist und so gut es eben ging nachgebessert hat. Selbst wenn man das Risiko einer Transfersperre als klein angesehen hat, ist dieses Versäumnis grob fahrlässig. Die Einschätzung, die vorhandenen Stürmer seien „okay“ war schlicht weg falsch. Die fehlenden Bausteine eines funktionierenden Kaders, die Fehler der Kölner Verantwortlichen sind schonungslos offengelegt.

Die Hoffnung liegt nicht mehr beim FC selbst

Dass sich Timo Schultz am Samstag für Thielmann und gegen die 1.90-Männer Tigges und Dietz als Sturmspitze eines sich über Flanken definierenden Bundesligisten entschied, verdeutlich die Misere kolossal und kommt der reinen Verzweiflung nahe. Selbst wenn sich Schultz mehr Tempo auf der letzten Dortmunder Kette versprochen hat, 17 Flanken, von denen genau zwei ankamen, sprechen nicht für die Qualität der Geißböcke. Im Gegenteil: auch, wenn Schultz vor der Begegnung gegen den BVB betonte, man habe noch 17 Spiele, es sei noch genug Zeit, die Wende herbeizuführen, bleibt die Frage nach dem „Wie?“. Eine Frage, auf die auch der neue Trainer bislang keine ausreichende Antwort gefunden hat und offenbar auch nicht mehr finden wird. Aktuell steht der FC mit elf Punkten nach 18 Spieltagen vollkommen zu recht auf Rang 17.

Die einzige Hoffnung auf den Klassenerhalt ist in dieser Verfassung nicht mehr innerhalb des Klubs zu finden. Sie liegt einzig in dem Wunsch, dass sich noch zwei Mitstreiter finden, die am Ende des Tages hinter dem FC liegen und Köln einmal mehr eine positive Relegation spielen darf. Das rettende Ufer ist mittlerweile drei Punkte entfernt. Wohlgemerkt auf Union Berlin, die zwei Spiele weniger absolviert haben, als der FC. Der Tabellenvierzehnte ist bereits neun Punkte enteilt. Bei allem vom Klub verbreiteten Optimismus: Aktuell spricht erschreckend viel für den nächsten Abstieg.


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0:4 offenbart einmal mehr Kölns Schwächen

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0:4 offenbart einmal mehr Kölns Schwächen

Bei der 0:4-Niederlage der Geißböcke gegen den BVB sieht der Blick auf die reinen Daten eigentlich gar nicht schlecht aus. Köln lag in der Statistik der Torschüsse, Flanken und Ecken deutlich vorne. Die Probleme der Kölner werden an anderer Stelle sichtbar.

Den Einsatz und den Kampfeswillen kann man dem 1. FC Köln im Heimspiel gegen Borussia Dortmund nicht absprechen. Die Statistiken spiegeln dies ebenfalls wider. Das Ergebnis spricht aber eine andere Sprache. Denn: Der FC strahlte gegen Dortmund kaum Gefahr aus. Die Kölner Niederlage offenbart einmal mehr die große FC-Schwäche.

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Die Zahlen konnten sich eigentlich sehen lassen: 19:11 Torschüsse, 17:5 Flanken und 13:4 Ecken – zumindest auf dem Papier wirkten die Kölner wie das offensiv stärkere Team gegen Borussia Dortmund. Auf der Anzeigetafel stand aber ein 0:4 aus Kölner Sicht. Auch, wenn das Ergebnis zwei bis drei Tore zu hoch ausfiel, die Niederlage ging durchaus in Ordnung. Denn obwohl die Torschussstatistik so klar an die Kölner ging, war der BVB das deutlich gefährlichere Team. Der FC fand in der entscheidenden Zone so gut wie gar nicht statt. „Es war natürlich ein verdienter Sieg für Dortmund. Sie waren uns in der Kernkompetenz, der Effizienz, denn Fußball ist nun mal ein Ergebnissport, brutal überlegen“, sagte Trainer Timo Schultz. „Ich kann aber auch ein paar positive Aspekte da rausziehen. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir auch viele gute Dinge gemacht.“

Kaum Gefahr trotz 17 Flanken und 19 Torschüssen

Tatsächlich liefen bei den Kölnern in den ersten 45 Minuten viele Dinge gut. Die Kölner standen im Zentrum kompakt, ließen kaum etwas zu. Der Gegentreffer fiel nach einem Standard sicherlich zu einfach. Aus dem Spiel wurde Dortmund so gut wir gar nicht gefährlich. Zudem gewannen die Geißböcke viele Zweikämpfe im Mittelfeld, setzten den BVB teils früh unter Druck. Das war zum Teil schon sehr ansehnlich, effektiv war der FC aber nicht. So sorgte Gregor Kobel selbst für die größte Kölner Gefahr, als ihm Linton Maina den Ball wegspitzelte und dass Tor für einen Augenblick frei war. Doch der Außenbahnspieler fand einmal mehr keinen Abnehmer, der Angriff verpuffte. Bis ins letzte Drittel machten die Geißböcke viel richtig, dann aber mindestens genauso viel falsch. Gerade im ersten Abschnitt wirkte Jan Thielmann wie ein Fremdkörper, alleine gelassen. Auch, weil das Flankenspiel für einen Angreifer seiner Statur gegen Spieler wie Niklas Süle als wenig hilfreich erscheint.

So sorgten die 17 Flanken, die 13 Ecken nur selten bis gar nicht für Gefahr. Die Maßnahme bei dem taktischen Kniff Flügelspiel zu bleiben, wollte nicht so recht zur Aufstellung passen. „Wir sind zumindest heute deutlich besser in die Positionen gekommen, aus denen wir uns Chancen kreieren können“, sagte Timo Hübers. „Jetzt geht es darum, auch in die wirklich gefährlichen Räume zu kommen und noch mehr gefährliche Chancen zu kreieren.“ Nur zwei der Flanken fanden im gesamten Duell einen Abnehmer. „Ich glaube, wenn wir das Spiel morgen vielleicht ein bisschen nüchterner betrachten, müssen wir die positiven Szenen, die ja wirklich zuhauf heute dabei waren, rauspicken.“

Schultz: Wir stellen uns in den „entscheidenden Situationen zu naiv an“

Denn es war sicher nicht so, dass die Kölner gar keine Chancen gehabt hätten. Maina traf den Pfosten, Thielmann den Arm von Kobel. Chancen, die dem Spiel eine andere Wende hätten geben können. „Gut war, dass wir fast 20 Torschüsse gehabt haben. Schlecht war, dass wir deutlich mehr hätten haben können, wenn wir im letzten Drittel ein bisschen mehr Ruhe gehabt hätten. Schlecht war auch, dass wir keins geschossen haben“, erklärte Schultz. „Grundsätzlich bin ich mit der Flexibilität, die die Jungs an den Tag gelegt haben und der Intensität, auch in der ersten Linie Balleroberungen zu haben, sehr zufrieden.“

Zufrieden konnte auch Edin Terzic sein. Denn die Dortmunder strahlten eben die Effizienz eines Bundesligisten aus. Während die Kölner von fünf Schüssen aufs Tor nicht einen Versuch nutzten, brachte der BVB sieben Schüsse aufs Tor und traf vier Mal. „Wir stellen uns da in den entscheidenden Situationen zu naiv an“, sagte Schultz. „Da müssen wir lernen, noch brutaler das eigene Tor zu verteidigen. Das haben wir nicht geschafft und dementsprechend das Ergebnis mit 0:4 an der Anzeigetafel.“


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Winterkritik

Weniger falsche Entscheidungen gewünscht, zu viele getroffen

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Weniger falsche Entscheidungen gewünscht, zu viele getroffen

Mit einer deutlichen Pleite ist der FC in die Rückrunde gestartet. Dabei spiegelte das 0:4 gegen den BVB sicherlich nicht die Leistung der Kölner wider. Doch die Geißböcke trafen zu viele falsche Entscheidungen, leisteten sich zu viele Fehler.

Der 1. FC Köln wusste gerade in der ersten Halbzeit fußballerisch zu überzeugen, dennoch war die Niederlage gegen den BVB alles andere als unverdient. Der FC leistet sich gegen Dortmund zu viele Fehler.

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Eigentlich wollte Timo Schultz nur Nuancen beim 1. FC Köln im Vergleich zu seinem Vorgänger Steffen Baumgart verändern. Das sagte der Trainer zumindest bei seinem Amtsantritt vor gut zwei Wochen auf seiner ersten Pressekonferenz am Geißbockheim. Genau ging der 46-Jährige damals nicht ins Detail, ließ sich aber immerhin entlocken, dass er seinen Spielern Positionen, Räume geben will, in denen sie sich wieder wohl fühlen würden. Zudem erklärte Schultz, dass er seinen Spielern wieder Entscheidungskraft geben wolle. Sie sollen vermehrt die richtigen Entscheidungen treffen. Während ein Plan durchaus vielversprechend erscheint, ging der andere bei der bitteren 0:4-Pleite gegen Dortmund mal so richtig in die Hose.

Drei entscheidende Fehler in zehn Minuten

Auf Augenhöhe würde man sich mit Dortmund befinden, hatte Schultz vor dem Spiel gegen den BVB selbstbewusst gesagt. Erstaunlicherweise spielten die Kölner gegen den Vizemeister tatsächlich lange gut mit, waren sogar in vielen Statistiken besser. Am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Dortmunder durch oder es führte die fehlende Klasse der Kölner zur Niederlage. Dennoch: Auch wenn Florian Kainz am Samstag nicht an die starke Leistung gegen Heidenheim anknüpfen konnte, scheint sich der Kölner Kapitän in der Rolle des Freigeistes wohl zu fühlen. Der 31-Jährige hatte zwar keinen zählbaren Einfluss auf die Begegnung gegen den Vizemeister, doch der Mittelfeldspieler hatte die meisten Ballkontakte, flankte, passte – tat sein Bestmögliches. Auch Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic spielen durch kleine taktische Verschiebungen deutlich besser als noch vor der Winterpause. Das Spiel des Kölner Zentrums macht in der neuen Ordnung jedenfalls Hoffnung.

Die richtigen Entscheidungen trafen die Kölner am Samstag dagegen eher selten. Vielmehr waren es die falschen Entscheidungen, die den Kölnern das Genick brachen. Alleine Rasmus Carstensen hatte innerhalb von zehn Minuten drei Aktionen, die dem Spiel die vorentscheidende Richtung vorgaben. Zunächst verpasste der Däne den Ausgleich, als der Ball direkt vor seinem Fuß und dem leeren Tor landete. Dann brachte Carstensen Dortmunds Neuzugang Jadon Sancho ziemlich naiv zu Fall, bevor der 22-Jährige vor dem dritten Dortmunder Tor nicht konsequent genug gegen Ian Maatsen verteidigte. Statt 1:1 stand es 0:3 – das Spiel war gelaufen. Der FC stand vor der nächsten, einer besonders bitteren Niederlage und kassierte in der Schlussphase noch das 0:4.

17 Flanken, kein Mittelstürmer

Auch Jan Thielmann hätte sich in mindestens zwei Situationen anders entscheiden können, wenn nicht müssen. Unmittelbar nach dem Wechsel tauchte der Youngster vor Gregor Kobel auf, zögerte einen Moment und verspielte damit das 1:1. Nur wenige Minuten später hätte der 21-Jährige auf Justin Diehl ablegen müssen, schloss aber eher harmlos selbst ab. Das Paradebeispiel für Fehlentscheidungen waren aber erneut die teils rätselhaften Zuspiele von Linton Maina, dessen Tempo beeindruckend, aber wenig effektiv ist, wenn seine finalen Pässe allesamt beim Gegner landen. „Wir haben uns in den entscheidenden Situationen zu naiv angestellt“, stellte auch Schultz nach dem Spiel fest. Dabei könnte eine Statistik dafür sprechen, dass auch der Kölner Trainer am Ende eine falsche Entscheidung getroffen haben kann. So brachten die Kölner einmal mehr viele, nämlich 17, Flanken in den Strafraum, einen Mittelstürmer hatte der Kölner Coach nicht aufgestellt.

Auf der anderen Seite spielte der FC lange keinen schlechten Fußball. Die Kölner spielten in den ersten 45 Minuten mutig nach vorne, tatsächlich auf Augenhöhe mit dem BVB, kamen auf knapp 50 Prozent Ballbesitz und deutlich mehr Abschlüsse. Gefährlich war der FC nicht.


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Einzelkritik

Winterkritik

„Ich bin heute richtig sauer“

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„Ich bin heute richtig sauer“

Vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund hatte Timo Schultz einen klaren Plan. Aufgegangen ist dieser nicht. Der 1. FC Köln musste sich mit einer 0:4 Niederlage abfinden. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der Trainer. Die Stimmen zum Dortmund-Spiel.

Am 18. Spieltag spielte der FC 0:4 gegen den BVB und steht aktuell auf dem 17. Tabellenplatz. Obwohl der Plan des Trainers Timo Schultz nicht aufging, nimmt dieser dennoch etwas Positives aus dem Spiel mit. Die Stimmen zum Dortmund-Spiel.

Fußball ist ein Ergebnissport, Dortmund war uns in der Kernkompetenz Effizienz total überlegen. Dennoch kann ich sogar ein paar positive Aspekte aus dem Spiel mitnehmen. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir viele gute Sachen gemacht. Wir haben uns in den entscheidenden Situationen zu naiv angestellt. Wir müssen lernen, noch brutaler das eigene Tor zu verteidigen. Das haben wir heute nicht geschafft, entsprechend steht ein 0:4 auf der Anzeigetafel.

Timo Schultz

Foto: Lars Baron/Getty Images

Es war ein zu deutliches Ergebnis, wenn man das Spiel sieht. Es war kein schlechtes Spiel, wir müssen so weitermachen. Wir sind drauf und dran, erarbeiten uns unsere Chancen. Nach der Pause haben wir zum Beispiel zwei Hochkaräter, dann kann es auch Unentschieden stehen. Wir setzen die Spielidee des neuen Trainers immer mehr um und kriegen mehr Chancen.

Marvin Schwäbe

Ich bin heute richtig sauer. Dass du mit 0:4 nach Hause gehst, ist einfach ärgerlich. Es gab einige Situationen, in denen wir uns nicht clever anstellen. Wir bekommen beim Stand von 0:2 und in der Nachspielzeit beispielsweise ein Kontergegentor. Das darf nicht passieren und daran werden wir arbeiten.
Wir waren gut im Ballbesitz, haben mutig gespielt, aber es gab auch viele Punkte, wo wir uns im Kampf um den Klassenerhalt cleverer anstellen müssen.

Florian Kainz

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Die Einzelkritik gegen Dortmund

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Die Einzelkritik gegen Dortmund

Der 1. FC Köln ist mit einer bitteren 0:4-Pleite in die Rückrunde gestartet. Dabei spielten die Kölner gegen den BVB lange mit. So bewerten wir die FC-Spieler gegen Dortmund.

Timo Schultz hat mit dem 1. FC Köln seine erste Niederlage einstecken müssen. Gegen den BVB spielte Köln lange gut mit, erzielte aber keine Tore. Dennoch macht das Spiel Hoffnung beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Dortmund.

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Auf dem Papier steht am Ende eine deutliche Pleite. 0:4 verloren die Kölner das Heimspiel gegen den BVB. Allerdings unnötig – zumindest in der Höhe. Der FC spielte gegen den klaren Favoriten lange gut mit. So richtig gefährlich wurden die Geißböcke ohne etatmäßigen Mittelstürmer aber nicht. Die wenigen Chancen, die sich boten, ließen die Kölner fahrlässig liegen. Auf der anderen Seite war der BVB deutlich zielstrebiger und vor allem kaltschnäuziger. Das Torschussverhältnis von 16:12 für den FC spricht eine deutliche Sprache. Trotz der bitteren Pleite lieferte gerade das defensive Mittelfeld um Denis Huseinbasic und Eric Martel eine ordentliche Partie ab. Marvin Schwäbe war bei den Toren ebenfalls chancenlos. Ausreißer nach oben gab es beim FC keine, dafür aber einige nach unten.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Dortmund

Stand bei Brandts erstem Versuch und Füllkrugs späterem Rutscher genau richtig. War bei den vier Gegentoren chancenlos.

Spielte wie schon in der Vorwoche sehr mutig, gewann auch einige wichtige Zweikämpfe und hatte Donyell Malen lange im Griff. Lange, aber nicht lange genug. Beim 0:3 stand er falsch und kam hinter dem Niederländer nicht mehr her.

Gewohnt zweikampfstark und passsicher. Nervte vor allem Brandt mit vielen starken Duellen. Blockte stark beim eins-auf-zwei in höchster Not gegen Füllkrug, ließ den aber auch einmal laufen. Hob beim 0:3 das Abseits auf, ließ beim 0:4 Bynoe-Gittens laufen.

War im ersten Abschnitt der gewohnt sichere Rückhalt. Tat sich aber zunehmend mit der Dortmunder Offensive schwer. Griff beim 0:4 gegen Moukoko nicht ausreichend ein.

Machte keine glückliche Figur beim Abpraller vom Pfosten, machte eine viel unglücklichere Figur beim Festhalten von Sancho. So darf man im Sechzehner nicht hingehen. Besonders unglücklich auch der Ballverlust vorm 0:3. Das war nicht der Tag des Dänen.

Einmal mehr der Bindeposten zwischen Mittelfeld und Abwehr. Wie gewohnt lauf- und zweikampfstark, dazu mit einer guten Passquote über 90 Prozent. Ist der defensive Stabilisator. Das 0:4 spiegelt nicht seine Leistung wider.

Wird zunehmend ein Faktor im Kölner Spiel. Gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe und brachte mehr als 90 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Trotz 0:4-Pleite war der Zentrumspieler einer der besseren Kölner.

Ließ beim ersten Gegentreffer Malen einfach mal laufen. Stand später auch gegen Meunier bei einer Ecke viel zu weit weg. Gewann einen Pressschlag gegen Kobel und machte dann mit einem schlechten Querpass viel zu wenig draus. Es bleibt dabei, das letzte Zuspiel will nicht ankommen. Beim Schlenzer im Pech.

Konnte nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. War aber deutlich besser als noch vor der Winterpause. Extrem bemüht, viele Ballkontakte, einige Flanken. Der Ertrag war aber sehr überschaubar.

Deutlich verbessert zu seinen Spielen vor der Winterpause. Das macht Hoffnung. Spielte einige kluge Pässe. So auch den starken auf Thielmann. Seine Schüsse sind bei seiner Technik aber ein Rätsel. Muss in der Offensive deutlich zulegen.

Tat sich als Mittestürmer lange schwer. Vor allem, weil es der FC über Flanken versuchte und Thielmann gegen Spieler wie Süle da physisch schon klare Nachteile hat. Hätte unmittelbar nach dem Wechsel den Ausgleich erzielen müssen.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

FC kassiert eine unnötige 0:4-Pleite gegen den BVB

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FC kassiert eine unnötige 0:4-Pleite gegen den BVB

Der Negativtrend des 1. FC Köln hat auch zum Rückrunden-Auftakt weiter Bestand. Gegen den BVB kassierten die Geißböcke eine 0:4-Pleite. Aber eine, die nach dem Spielverlauf unnötig war.

Timo Schultz wartet mit dem FC weiter auf den ersten Sieg. Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund 0:4. Dabei wäre gegen den BVB am 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga deutlich mehr möglich gewesen. Linton Maina traf nur den Pfosten, Jan Thielmann vergab aus kurzer Distanz und Rasmus Carstensen verursachte einen unnötigen Strafstoß. Donyell Malen (12., 61.), Niclas Füllkrug (58., FE) und Yousoufa Moukoko (90.+2) trafen für Dortmund.

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Kölns Trainer Timo Schultz hatte schon unter der Woche angedeutet, dass er ein Puzzle gegen Dortmund finden wolle, wie er der Borussia am meisten weh tun könne. Eine Idee sei ohne Mittelstürmer zu agieren, dafür mit Spielern mit Tempo. Und diese Idee schien bis zum Samstag bei ihm gereift zu sein. So nahm der Trainer zwar nur einen notgedrungenen Wechsel vor, doch für den verletzten Davie Selke spielte eben kein Mittelstürmer, sondern Dejan Ljubicic. Im Angriff startete Jan Thielmann. Ansonsten gab es keine Änderungen. Der FC stand ein wenig tiefer als in der Vorwoche, suchte aber durchaus den Weg in die Offensive.

Malen trifft nach kurzer Ecke

Die erste Chance gehörte aber dem BVB. Julian Brandt kam nach Zuspiel von Jadon Sancho aus zentraler Position zum Abschluss, der Schuss kam dann aber ebenso zentral aufs Tor, kein Problem für Marvin Schwäbe (4.). Der FC setzte in der Anfangsphase auf Konter, der finale Pass wollte aber nicht ankommen. So versuchte es Ljubicic aus der Distanz, setzte das Leder aber ordentlich über den Kasten (9.). Wie es besser geht zeigte Malen keine 180 Sekunden später. Der Niederländer ließ nach einer kurzen Ecke von Brandt Linton Maina links liegen und spitzelte den Ball aus elf Metern ins lange Eck. Malen hatte schon im Hinspiel zur Dortmunder Führung getroffen. Köln wirkte aber alles andere als geschockt, suchte den Weg in die Offensive, blieb dabei aber weiterhin zu ungefährlich.

Im Zentrum standen die Kölner dagegen kompakt, ließen den BVB kaum zur Entfaltung kommen und gewannen viele Zweikämpfe. Doch die Umschaltmomente verpufften viel zu oft. Gregor Kobel lud nach einer knappen halben Stunde mal Linton Maina bei einem Pressschlag ein, doch der Querpass des Außenbahnspielers kam wieder nicht an. Thomas Meuniers scharfe Hereingabe war dann schon deutlich genauer, doch Schwäbe war vor Füllkrug am Ball. Gegen Mitte der ersten Halbzeit wurde Dortmund stärker, hatte nun mehr vom Spiel. Nach einer Ecke stand Meunier komplett frei, setzte den Schuss aber deutlich neben das Tor. Der FC blieb ebenfalls im Spiel, kam immer wieder ins gegnerische Schlussdrittel, doch dann endeten die Bemühungen meist in harmlosen Flanken. Die größte Gefahr strahlte Köln bei Standards aus. So rettete Füllkrug nach einer Ecke am kurzen Pfosten (44.). Bis zur Pause kamen die Geißböcke auf elf Flanken, nur zwei landeten bei Mitspielern.

FC mit zu vielen Fehlern

Erstaunlicherweise blieb Schultz bei der taktischen Ausrichtung. Und hätte damit beinahe auch recht behalten. Direkt nach Wiederanpfiff spielte Ljubicic Thielmann frei, doch das Kölner Eigengewächs scheiterte aus kurzer Distanz an Kobel (46.). Der hätte sitzen müssen. Der FC blieb aber dran. Unter anderem versuchte es Ljubicic einmal mehr aus der Distanz – vergab aber deutlich (47.). Mainas Schlenzer nach Vorarbeit von Kainz war schon deutlich präziser. Die Kugel landete aber am Pfosten. Den Abpraller vergab Rasmus Carstensen. Fünf Minuten später stand der Däne wieder im Mittelpunkt. Dieses Mal aber im anderen Sechzehner. Carstensen hielt Sancho unglücklich fest, der nahm die Einladung dankend an. Schiedsrichter Daniel Schlager entschied auf Strafstoß. Diesen verwandelte Füllkrug sicher. Eine harte Entscheidung, allerdings keine Fehlentscheidung.

Diehl sorgt für neuen Wirbel

Eine falsche Entscheidung traf Carstensen auch vor dem 0:3. Der Däne verlor den entscheidenden Zweikampf in der gegnerischen Hälfte gegen BVB-Neuzugang Ian Maatsen, der schickte seinen Landsmann Malen, der zum dritten Dortmunder Tor einschob. Schultz brachte nach einer guten Stunde mit Faride Alidou und Justin Diehl neue Kräfte. Immerhin gaben die Kölner sich auch weiterhin nicht auf. Eric Martel schickte Thielmann, der versuchte es selbst, hätte aber Diehl einsetzen müssen. So hatte Kobel einmal mehr leichtes Spiel. Für die Schlussphase brachte Schultz zudem noch Jacob Christensen, der seine ersten Liga-Minuten schnuppern durfte. Tatsächlich sorgte Youngster Diehl beim FC noch einmal für ordentlich Betrieb, führte wieder die Standards aus, suchte immer wieder das Eins-gegen-eins. Der Youngster setzte Denis Huseinbasic ein, der den Ball aber nicht richtig traf.

In den Schlussminuten durften auch Sargis Adamyan und Benno Schmitz noch einmal ran, es passierte aber nichts mehr auf Kölner Seiten. Dafür aber auf der anderen. Der eingewechselte Moukoko erhöhte nach Vorarbeit von Jamie Bynoe-Gittens in der Nachspielzeit auf 0:4. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast beim VfL Wolfsburg (Sky, 15.30 Uhr).


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Carstensen (87. Schmitz) – Martel, Huseinbasic – Maina (61. Diehl), Kainz (74. Christensen), Ljubicic (61. Alidou) – Thielmann (87. Adamyan) – Tore: 0:1 Malen (12.), 0:2 Füllkrug (57. FE), 0:3 Malen (60.), 0:4 Moukoko (90.+2)


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Tigges oder Dietz? Weder noch! So startet der FC gegen Dortmund

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Tigges oder Dietz? Weder noch! So startet der FC gegen Dortmund

Lange war über Steffen Tigges und Florian Dietz als Ersatz für Davie Selke diskutiert worden. Trainer Timo Schultz entscheidet sich für Plan B.

Gegen die Borussia wird offenbar auf Plan B gesetzt – zumindest zu Beginn. In der Anfangsformation des 1. FC Köln stehen weder Florian Dietz noch Steffen Tigges. So startet der FC gegen Dortmund.

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Für die Begegnung gegen Borussia Dortmund hat sich FC-Trainer Timo Schultz offenbar eine neue taktische Ausrichtung ausgedacht. Der Trainer startet ohne klassischen Mittelstürmer. Im Vergleich zur Vorwoche hat der Kölner Trainer nur auf einer Position rotiert. Davie Selke fehlt verletzungsbedingt, dafür läuft Dejan Ljubicic auf. Nominell ist Jan Thielmann als Spitze gesetzt. Dahinter eine Dreierkette mit Linton Maina, Florian Kainz und Ljubicic. Vermutlich wird in der Offensive aber wieder kräftig rotiert.

So startet der FC gegen Dortmund

Denis Huseinbasic

Dejan Ljubicic

Florian Kainz

Jan Thielmann beim 1. FC Köln wieder eine feste Größe

Jan Thielmann

 


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Jonas Urbig: „Natürlich wird es zu gegebenem Zeitpunkt Gespräche geben“

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Jonas Urbig: „Natürlich wird es zu gegebenem Zeitpunkt Gespräche geben“

Für Jonas Urbig hätte die Leihe zu Greuther Fürth wohl nicht viel besser laufen können. Das Kölner Eigengewächs ist beim „Kleeblatt“ unumstrittener Stammkeeper und führt einige Statistiken der 2. Liga an. In einem Interview äußerte er sich zu der Lage und seiner Zukunft beim 1. FC Köln.

Jonas Urbig ist das Kölner Torwart-Versprechen der Zukunft. Der 20-jährige Keeper ist aktuell an Greuther Fürth verliehen und ist dort einer der absoluten Leistungsträger.

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Mit ein wenig Risiko war die Leihe von Jonas Urbig zu Greuther Fürth dann doch verbunden. Der Plan der Kölner Verantwortlichen im Sommer: Urbig solle beim ambitionierten Zweitligisten Spielpraxis und Erfahrung sammeln, um dann ab dem kommenden Sommer neuer Herausforderer für Marvin Schwäbe zu sein. Nun ist gerade die Torhüterposition eine hart umkämpfte und der 20-Jährige hatte mit dem einmaligen schwedischen Nationaltorhüter Andreas Linde starke Konkurrenz vor der Brust. Der Plan, Spielpraxis zu sammeln, hätte also als Nummer zwei auf der Bank des Zweitligisten auch gründlich daneben gehen können. Ist er aber nicht. Im Gegenteil. Jonas Urbig ist einer der Leistungsträger und Erfolgsgaranten bei Greuther Fürth. Mit nur zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz mischt das „Kleeblatt“ eifrig im Aufstiegskampf mit. Und das nach einem schwachen Saisonstart. Für den FC und Urbig geht der Plan der Leihe bislang vollends auf.

Urbig: „Ich weiß, wie hart die Mannschaft daran arbeitet“

Natürlich profitiert auch Greuther Fürth von den guten Leistungen des Keepers. Aller Wahrscheinlichkeit nach aber nur noch bis zum kommenden Sommer. Dass der FC den jungen Keeper länger beim Zweitligisten Erfahrung sammeln lässt, ist angesichts der Transfersperre sehr unwahrscheinlich. Zumal Marvin Schwäbe über eine Ausstiegsklausel verfügen soll. Im Falle des Abstiegs wäre der Keeper wohl kaum zu halten. Gedanken, die sich Urbig noch nicht machen will. „Das sind Dinge, die in sechs Monaten anstehen. Wir haben hier in Fürth noch 17 Spieltage zu spielen, darauf liegt mein ganzer Fokus“, sagte Urbig im Interview dem Online-Portal „transfermarkt.de„. Urbig weiter: „Natürlich wird es zu gegebenem Zeitpunkt Gespräche geben und mit Thomas Kessler, der die Leihspieler beim FC betreut, bin ich natürlich regelmäßig im Austausch. Aber jetzt will ich mich voll darauf konzentrieren, mit meiner Mannschaft an die Leistungen der Hinrunde anzuknüpfen.“

Im regelmäßigen Austausch ist Urbig weiterhin auch mit einigen FC-Spielern. „Dadurch, dass ich bei der U21-Nationalelf mit Spielern wie Jan Thielmann oder Eric Martel regelmäßig zusammen war, ist der Kontakt natürlich nach wie vor sehr eng“, sagt der 20-Jährige. Die Kölner Krise geht natürlich auch an dem jungen Keeper nicht vorbei. „Ich weiß, wie hart die ganze Mannschaft daran arbeitet und wie hart auch der vorherige Trainer Steffen Baumgart daran gearbeitet hat, dass es wieder einen Aufwärtstrend gibt. Es ist wirklich sehr bitter und schade – aber es sind noch 17 Spieltage zu spielen. Daher bin ich auch zuversichtlich, dass sie das Ruder in der Rückrunde noch herumreißen.“ Genauso sind es auch für Urbig bei Greuther Fürth noch 17 Spieltage. Dort will der Youngster an die guten Leistungen der Hinrunde anknüpfen.

Urbig: „Torwart ist eine spezielle Position“

Und die können sich wahrlich sehen lassen. Acht Mal blieb Urbig in dieser Saison ohne Gegentor. Der „Kicker“ führt den Keeper in seiner Rangliste unter der Kategorie „herausragend“. Mit 19 Gegentreffer gehört das Kölner Eigengewächs auch zu den Stammkeepern mit den wenigsten Gegentoren. Alleine acht davon kassierte Urbig zu Beginn der Spielzeit gegen Hertha BSC (5) und Hannover 96 (3). Kein Wunder, dass die Ambitionen des Keepers große sind. „Für mich ist wichtig, gesund und verletzungsfrei zu bleiben. Das ist vor allem als junger Torhüter ein wichtiger Faktor, wenn du dich als Nummer eins durchsetzen willst. Natürlich will man es als junger Spieler in die Bundesliga schaffen“, sagt Urbig. „Aber Torwart ist auch eine spezielle Position, auf der du auch das Quäntchen Glück brauchst.“

Und das nicht nur in der Liga. Urbig spielte im September gleich zwei Mal in der U21 der Nationalmannschaft. Nicht umsonst gilt der Euskirchener als einer der größten Torwart-Talente des deutschen Fußballs. „Um ehrlich zu sein, lese ich sowas nicht mehr – unabhängig davon, ob es sich um Lob oder Kritik handelt. Das ist ein Stück weit auch ein Schutzmechanismus, der nicht nur mir, sondern auch anderen Spielern sicherlich hilft“, sagt Urbig „transfermarkt.de“. „Denn so schnell, wie man hochgelobt wird, so schnell kann es auch in die andere Richtung gehen. Ich denke, dass es einem grundsätzlich hilft, sich auf das Hier und Jetzt und auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren.“ Und die liegt für Urbig noch bei Greuther Fürth. Noch.

FC-Startelf gegen Dortmund: Nicht nur Fragezeichen im Sturm

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FC-Startelf gegen Dortmund: Nicht nur Fragezeichen im Sturm

Mit dem Duell gegen Borussia Dortmund startet der FC in die Rückrunde. Und das gerade in der Offensive arg dezimiert. Doch Trainer Timo Schultz wird sich auch auf anderen Positionen Gedanken machen müssen.

„Man versucht als Trainer jedes Puzzleteil so zusammenzufügen, dass es am Ende gut ausgeht“, sagte Timo Schultz vor dem Duell der 1. FC Köln gegen den BVB. Wie genau dieses Puzzle aussieht, ließ der Coach allerdings offen. So könnte der FC gegen Dortmund spielen.

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Als der FC am vergangenen Samstag eine Stunde vor den Duell gegen den 1. FC  Heidenheim die erste Bundesliga-Startelf von Timo Schultz bekannt gab, war die große Überraschung ausgeblieben. Die von vielen Fans erhoffte Veränderung a la Justin Diehl würde es bei der Spieler-Selektion jedenfalls nicht geben. Die Formation, die der 46-Jährige auf den Platz schickte, hätte nominell auch eine Baumgart-Elf sein können. An diesem Wochenende muss der Trainer die Mosaiksteinchen ein wenig anders zusammenlegen. Denn mit Davie Selke fehlt dem FC der gefährlichste Stürmer. Für Schultz sei das zwar „ärgerlich“, aber: „Man hat diverse Ideen im Kopf, wie man es angehen kann und angehen will. Die Jungs haben die Möglichkeit, sich zu empfehlen“, sagte Schultz am Donnerstag, ohne die „Jungs“ beim Namen zu benennen. Am Freitag absolvierte dann Florian Dietz Extraeinheiten nach dem Abschlusstraining – ein Fingerzeig?

Erfahrung gegen Unbekümmertheit

Doch die Position des Mittelstürmers ist nicht die einzige unbekannte Variable. Schultz könnte bei seiner Startelf gegen Dortmund auf mehreren Positionen überraschen. Neben Marvin Schwäbe im Tor ist die Innenverteidigung um Jeff Chabot und Timo Hübers gesetzt. Doch schon auf den Außenpositionen der Viererkette hat der neue Kölner Trainer gleich mehrere Optionen. Max Finkgräfe machte vergangene Woche ein ordentliches Spiel, erhielt auch ein Extralob vom Trainer. Wahrscheinlich wird der 19-Jährige den Vorzug vor dem genesenen Leart Pacarada erhalten. Zwar kennt Schultz den 29-Jährigen noch aus der gemeinsamen Zeit beim FC St. Pauli, doch Pacarada kehrt nach einer längeren Verletzung zurück, wird wohl erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Auf der rechten Seite lautet das Duell Rasmus Carstensen gegen Benno Schmitz und es ist ebenfalls ein Zweikampf zwischen Erfahrung und Unbekümmertheit.

Auf der Sechs ist Eric Martel gesetzt. Und damit beginnen die nächsten Fragezeichen. Denis Huseinbasic machte seine Sache in der Vorwoche ebenfalls gut. Das ist aber alles andere als ein Freifahrtschein. Denn auch Dejan Ljubicic trainierte in dieser Woche wieder voll mit. Sollte der Trainerwechsel auf Ljubicic eine ähnlich befreiende Wirkung wie in der Vorwoche auf Florian Kainz haben, wird in naher Zukunft kein Weg am wertvollsten Kölner Spieler vorbeiführen. Viel hängt natürlich von der taktischen Ausrichtung ab. Bleibt Schultz bei einer ähnlichen Formation wie in der Vorwoche, könnte die Wahl erneut auf Linton Maina, Jan Thielmann und Florian Kainz als Freigeist fallen. Dann würde wiederum viel für einen Wandspieler wie Steffen Tigges im Zentrum sprechen. Möglich wäre aber auch die Variante „mit Tempo auf die Kette“, bei der wiederum Justin Diehl eher ein Startelf-Kandidat wäre.

So könnte der FC gegen Dortmund spielen

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Dortmund

Dejan Ljubicic
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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Dortmund

Mit der Begegnung gegen Borussia Dortmund startet der 1. FC Köln am Samstagnachmittag in die Rückrunde. Alles Wissenswerte rund um die Begegnung gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen Dortmund geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Dortmund.

Dejan Ljubicic

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Dortmund?

Zum 108. Mal treffen Borussia Dortmund und der 1. FC Köln am Samstag in einem Pflichtspiel aufeinander. Die Bilanz spricht mittlerweile für die Borussia. Der BVB gewann 44 der Partien, der FC setzte sich in 35 Spielen durch. 28 Begegnungen endeten unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 183:161 für den BVB.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund im TV?

Das Spiel beginnt am Samstag um 15.30 Uhr. Sky ist im Besitz der Rechte und wird das Spiel live übertragen. Zusammenfassungen gibt es wie immer unter anderem in der Sportschau, im Sportstudio und bei DAZN.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Dortmund?

Der liegt mittlerweile 39 Jahre zurück. Am 29. September 1984 setzten sich die Geißböcke im Heimspiel gegen den BVB mit 6:1 durch. Pierre Littbarski erzielte die frühe Kölner Führung, Marcel Raducanu glich aus. Matchwinner war allerdings Klaus Allofs mit vier Toren, Stephan Engels erzielte einen weiteren Treffer. 1979 hatte der FC bereits 5:0 gegen die Borussen gewonnen.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Dortmund?

Gefühlt kassierte der FC schon etliche herbe Klatschen gegen den BVB. Und der Eindruck täuscht nicht. Vier Mal unterlag Köln den Borussen bereits mit 1:6. Das erste Mal 1966. Reinhold Wosab und Siggi Held brachten den BVB schon im ersten Abschnitt in Front. Lothar Emmerich (3) und erneut Wosab trafen weiterhin für den BVB. Jürgen Jendrossek traf für Köln. Das letzte Mal vor gut fünf Monaten. Der FC hatte nicht den Hauch einer Chance.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Dortmund?

Neun Tore erzielte Christian Müller im Kölner Dress gegen den BVB, Klaus Allofs war acht Mal erfolgreich. Mark Uth war drei Mal gegen den BVB erfolgreich, auch Dortmunds EX-Stürmer Anthony Modeste traf zwei Mal gegen die Borussia. Auf Dortmunder Seite erzielte Lothar Emmerich zwölf Tore gegen Köln.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Dortmund?

Für die Geißböcke stand keiner so oft gegen Dortmund auf dem Feld wie Pierre Littbarski. Der Weltmeister von 1990 bestritt 26 Spiele gegen den BVB. Auf der anderen Seite verfügt Michael Zorc mit 29 Einsätzen über die größte „FC-Erfahrung“.

Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und von Dortmund?

Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf gut 83 Millionen Euro. Der FC liegt damit im unteren Drittel der Liga. Borussias Marktwert berechnet das Portal auf 535 Millionen Euro. Alleine Karim Adeyemi übersteigt mit 86 Millionen Euro den kompletten Kölner Kaderwert. Wertvollster FC-Profi ist Dejan Ljubicic mit rund zehn Millionen Euro.

Wer wird die Begegnung zwischen Dortmund und Köln leiten?

Daniel Schlager ist Schiedsrichter der Begegnung. Der Unparteiische wird von Sven Waschitzki-Günther, Arno Blos und Patrick Ittrich unterstützt.

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