Kommentar: Eine richtige und logische Entscheidung, aber eine hausgemachte

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Kommentar: Eine richtige und logische Entscheidung, aber eine hausgemachte

Der 1. FC Köln und Timo Schultz gehen getrennte Wege. Das ist eine logische, vermutlich die richtige, aber vor allem eine hausgemachte Entscheidung. Denn Timo Schultz ist sicher nicht alleine schuld am Gang in die 2. Bundesliga.

Timo Schultz wird den 1. FC Köln also nicht beim Gang in die 2. Bundesliga begleiten. Das ist eine richtige Entscheidung, denn der Trainer hat das Saisonziel Klassenerhalt nicht erreicht, dem Team nicht das erhoffte Leben eingehaucht. Allerdings ist die Entscheidung auch hausgemacht. Denn der Alleinschuldige ist der Trainer ganz sicher nicht. Ein Kommentar zur Trennung von Timo Schultz.

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Überraschend kam die Nachricht am Montag nicht mehr daher: Timo Schultz ist nicht länger Trainer des 1. FC Köln. Es ist eine logische, eine konsequente und auch eine folgerichtige Entscheidung. Es bleibt vor allem aber eine hausgemachte. Denn der Verein trennt sich von einem Entscheidungsträger, der am Ende des Tages sicher nicht der Alleinschuldige für den Gang in Liga zwei ist. Fakt ist, Timo Schultz hat es nicht geschafft, das Ruder herumzureißen. Der Ostfriese hat den Punkteschnitt im Vergleich zu seinem Vorgänger Steffen Baumgart leicht angehoben und vielleicht sogar den Eindruck erweckt, den taumelnden Geißböcke mehr Stabilität verliehen zu haben. Einer kompletten Realität entspricht das nicht. Ja, der FC hat sich in manchen Duellen mit dem Gegner auf Augenhöhe befunden. Genauso sind die Kölner zum Teil aber auch – wie zuletzt gegen Heidenheim – deklassiert worden. Auch Schultz hat aus dem FC keine bundesligataugliche Mannschaft geformt.

Das Ziel Klassenerhalt wurde verfehlt

Das Ziel Klassenerhalt wurde trotz zahlreicher Verlängerungen deutlich verpasst. Viele der ausgerufenen Endspiele nicht gewonnen und nur aufgrund der Patzer der Konkurrenz gab es die gefühlte Nachspielzeit. Der Abstieg war im Grunde seit dem 0:2 gegen den SV Darmstadt unausweichlich, er war aufgeschoben, aber ganz sicher nie aufgehoben. Und am Ende des Tages oder einer Saison werden Trainer an den ausgelobten Saisonzielen gemessen. Das Ziel des FC wurde verpasst – die Trainerentlassung ein branchenüblicher Schritt. Es ehrt Timo Schultz, dass er nach seiner zitierten Aussage zu demselben Ergebnis gekommen ist und es passt zu dem reflektierten Ostfriesen. Der die Entscheidung offenbar sehr sachlich nimmt, nicht emotional wie in Köln üblich. Vielleicht liegt aber auch genau dort ein Problem. So richtig wollte das Gebilde Schultz, Köln und der FC nicht matchen. Den letzten Funken Entschlossenheit hat der Trainer nicht entfacht.

Bei allem Verständnis für die Trainerentlassung und damit auch für die Notwendigkeit dieser Entscheidung, bleibt aber ein Beigeschmack. Denn dieser siebte Abstieg der Vereinsgeschichte ist sicher nicht nur der des Timo Schultz. Die Bedingungen, unter denen der Trainer die Aufgabe beim FC angetreten ist, hätten kaum schwieriger, die Hürden kaum größer sein können. Schultz fand eine verunsicherte Mannschaft vor. Ein Team, das wohl lange über dem eigenen Leistungsvermögen gespielt hat, das lange bis in die Haarspitzen motiviert wurde, aber jegliches Selbstvertrauen verloren hatte. Die Spieler waren sichtbar verunsichert, führungslos und ganz offensichtlich in vielerlei Hinsicht auch chancenlos. Dazu die Transfersperre, die fehlende Möglichkeit auch für den Trainer noch einmal direkten Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen.

Mission Klassenerhalt war von vornerein nah an „impossible“

Schultz Mission fiel ehrlicher Weise bereits zum Amtsantritt ganz nah an die Kategorie „impossible“. Und dennoch verlor der Coach nie den Glauben daran, das unmögliche doch möglich zu machen. Den Untergang wollte der 46-Jährige jedenfalls nicht tatenlos mit ansehen. Schultz baute die Nachwuchskräfte mit ein, vertraute bereits ausgemusterten Spielern und entfachte zumindest kurzfristig neues Feuer. Auch der Trainer hat Fehler gemacht, nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, nicht immer die richtigen Worte gefunden. Und dennoch: Die Rahmenbedingungen waren und sind nicht das Verschulden des Trainers. Die Umsetzung auf dem Rasen schon. Am Ende haben beide Aspekte den FC in Liga zwei geführt.

Die Situation wird sich auch für den kommenden Coach nicht sonderlich verbessern. Im Gegenteil: Es gibt aktuell mehr Frage- als Ausrufezeichen im Kader, die Transfersperre gilt noch bis zum Winter. Eigene Kaderideen wird ein neuer Trainer also nicht mit einbringen können. Christian Keller steht schon bei der Suche nach einem neuen Trainer vor einer großen Herausforderung. Der Sportdirektor wird voraussichtlich seinen Kurs bei der Auswahl ein wenig korrigieren. Es wäre für den FC wünschenswert, wenn Erwartungshaltung und Rahmenbedingung ebenfalls angepasst werden.


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Kommentar: Nun ist die Zeit des Redens tatsächlich vorbei

Timo Schultz und Christian Keller im Zwiegespräch.
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Kommentar: Nun ist die Zeit des Redens tatsächlich vorbei

Geredet, gefordert und ausgerufen wurde beim 1. FC Köln in dieser Saison viel. Doch den Phrasen folgten nur selten Taten. Die Quittung für die Fehleinschätzungen und Versäumnisse erhielt der FC am letzten Spieltag der Saison, als er gegen Heidenheim die fehlende Klasse zum Verbleib in der ersten Bundesliga unter Beweis stellte. Ein Kommentar.

Die Vorkommnisse rund ums Geißbockheim hätten in dieser Saison kaum turbulenter sein können. Das Wegbrechen der Leistungsträger vergangener Jahre, das nicht adäquat aufgefangen wurde und der lapidare Umgang mit dem Fall Potocnik und dessen Konsequenzen sind nur zwei Beispiele von getroffenen Fehleinschätzungen innerhalb der Vereinsführung. Die Rettungsversuche brachten ebenfalls keine Hilfe. Lediglich rhetorisch überzeugte der FC in dieser Spielzeit durch Phrasen, Erklärungen und Schönrederei – Taten folgten eher selten oder blieben erfolgslos. Unter dem Strich bleibt die Leistung der Mannschaft, die es ganz offensichtlich nicht besser konnte. Ein Kommentar zum Abstieg des 1. FC Köln.

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Es hatte schon eine gewisse Ironie, als Thomas Kessler vor dem Darmstadt-Spiel vor der Presse mit markigen Worten erklärte, dass die Zeit des Redens nun vorbei sei und man endlich liefern müsse. Der Leiter der Lizenzspielabteilung forderte mit seinen Aussagen mehr Leistung. Mehr Leistung, von einer Mannschaft, die in dieser Verfassung, mit dieser Qualität, in dieser Zusammenstellung ganz einfach nicht in diese doch eher schwache Bundesliga gehörte. Ironisch wirkten die Worte aber, weil die Kölner Verantwortlichen viele ihrer folgenschweren Fehleinschätzungen, der nun kostspieligen Versäumnisse und der zumindest nach Außen so wirkenden Tatenlosigkeit hinter Phrasen und Lippenbekenntnissen versteckten. Geredet wurde viel, geliefert unterm Strich doch wenig.

Der Abstieg ist die verdiente Quittung

Die Quittung haben der Verein, aber genauso die Fans dafür am Samstagnachmittag erhalten. Der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte ist nach dem blutleeren Auftritt gegen Heidenheim besiegelt und er ist in weiten Teilen hausgemacht. Und das, nachdem die Kölner nach dem letzten Fast-Abstieg 2021 unter dem Entwickler und Motivator Steffen Baumgart zu einem ungeahnten Höhenflug angesetzt hatten. Es folgte eine Art Sturzflug, mit dem der Club auf die wohl dunkelste Zeit der Vereinsgeschichte zugesteuert ist. Das Team konnte da am Ende herzlich wenig für. Gut möglich, dass sich der Frust der Fans auch deswegen erstaunlich selten und erstaunlich gediegen gegenüber der Mannschaft entlud.

Schon im Sommer 2022 verpasste es der FC, essentielle Abgänge des Baumgart-Systems zu kompensieren. Für Anthony Modeste gab es genauso wenig einen adäquaten Ersatz wie im Folgejahr für Jonas Hector oder Ellyes Skhiri. Hinweise auf mögliche Kaderlücken wurden dagegen mit einem breiten Grinsen weggewischt, mit einem Glauben an die Qualität der Nachfolger schöngeredet oder durchaus plausibel mit fehlenden finanziellen Mitteln erklärt. Die drohende Transfersperre haben die FC-Bosse ebenfalls vollkommen falsch, offenbar zu naiv eingeschätzt und in gleich mehreren Situationen ganz offensichtlich nicht angemessen reagiert. Man wolle den Kader nicht künstlich aufblähen, hieß es im vergangenen Sommer, obwohl nicht wenige Experten die drohende Sperre als sehr wahrscheinlich einordneten.

Maßnahmen gegen den Abstieg blieben wirkungslos

Ob die Entlassung von Steffen Baumgart die richtige Entscheidung war, ist rein spekulativ. Dass der erhoffte Impuls eines neuen Trainers genauso deutlich verpufft ist wie das durchaus fragwürdige Mini- und Rumpf-Trainingslager in Spanien, steht außer Frage. Sämtliche Maßnahmen gegen den Abstieg blieben jedenfalls wirkungslos. Tatsächlich wohl auch, weil die Mannschaft in dieser Spielzeit einfach nicht mehr hergegeben hat. Der FC blickt nach dem Abstieg mit dem Schatten der Transfersperre einer dunklen Zukunft entgegen. Sie ist ungewiss. Auch oder gerade in Bezug auf Kader und Trainer. Die Rückkehr ins Oberhaus ist alles andere als selbstverständlich, wie genug Beispiele der 2. Bundesliga zeigen.

Wenn man dem letzten Spieltag, dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte etwas Positives abgewinnen kann, dann, dass der Schrecken dieser einmalig desolaten Spielzeit vorerst ein Ende hat. Zumindest sportlich kann für einige Wochen keine weitere Enttäuschung mehr folgen. Auf anderen Ebenen leider sehr wohl. Vielleicht ist die Zeit des Redens nach diesem bitteren Abstieg nun aber tatsächlich vorbei. Jetzt muss geliefert werden!


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Kommentar: Die Mentalität ist ungebrochen, die Chance könnte kaum geringer sein

Damion Downs und Faride Aidou freuen sich ner den Sieg gegen Berlin. 1. FC Köln Effzeh Klassenerhalt Abstiegskampf
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Kommentar: Die Mentalität ist ungebrochen, die Chance könnte kaum geringer sein

Der FC hat nach dem Sieg gegen Berlin immer noch die Chance auf den Klassenerhalt. Diese ist aber mehr als gering. Und dies ist nicht die Schuld der Gegner. Wer nach dem 33. Spieltag mit 27 Punkten dasteht, der hat ein Problem – ein hausgemachtes Problem. Ein Kommentar.

Bei allen Problemen des Vereins verfügen die Geißböcke aber über eine maßgebliche Qualität. Die Steh-Auf-Mentalität der Mannschaft nach einer Saison mit vielen Rückschlägen, Niederlagen und Turbulenzen ist ungebrochen, wenn nicht stärker denn je. In dieser Mentalität liegt die Chance des FC, den Relegationsplatz mit viel Glück doch noch zu erreichen – auch wenn die Chance äußerst gering ist. Ein Kommentar zum möglichen Klassenerhalt des 1. FC Köln.

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Wenn ein Bundesligist nach 33 Spieltagen mit 27 Punkten und 27 Toren auf dem vorletzten Tabellenplatz verweilt, dann kann man wohl nicht von Pech, von unglücklichen Entscheidungen oder einer Momentaufnahme sprechen. Die Situation nach dem vorletzten Spieltag hat sich zu diesem späten Zeitpunkt der Saison so nivelliert, dass die Tabelle wohl sehr deutlich den Leistungsstand einer Mannschaft widerspiegelt. Zumal auch die Maßnahmen der Kölner Verantwortlichen einfach nur verpufft sind – unabhängig ihrer Qualität. Der FC befand sich in dieser Spielzeit eben nicht wie so oft kommuniziert mit den Gegnern auf Augenhöhe, steht vollkommen zu recht im Tabellenkeller und muss mindestens genauso berechtigt nach wie vor zittern. Nein, der FC muss sich um die Erstklassigkeit für die kommende Spielzeit ernsthafte Sorgen machen.

Die Situation hat sich trotz des Erfolgs eher verschlechtert

Daran hat auch der 3:2-Last-Minute-Erfolg über Union Berlin nicht viel geändert. Trotz aller Euphorie, trotz allem Stadion-Wahnsinn und trotz jeglicher Glücksgefühle ist der siebte Kölner Abstieg am kommenden Spieltag schon doch wahrscheinlicher als der Klassenerhalt. Ehrlich gesagt auch viel wahrscheinlicher. Der FC muss gegen den 1. FC Heidenheim gewinnen, für den es noch um die internationalen Plätze geht. Union Berlin muss gegen den SC Freiburg verlieren, gegen den die Eisernen zuletzt vor 20 Jahren im eigenen Stadion eine Pleite kassiert haben und zu allem Überfluss muss die lahmende FC-Offensive vier Tore auf die Hauptstädter herausholen. Sprich: Sollte Köln mit einem Tor Vorsprung gewinnen, müsste Berlin mit drei Treffern Differenz verlieren. Dazu fehlen den Kölnern mit großer Wahrscheinlichkeit gleich vier Spieler, die zuletzt in der Startelf gestanden haben.

Der Klassenerhalt ist möglich, aber unwahrscheinlich und das ist absolut hausgemacht. Der FC ist am wahrscheinlichen siebten Abstieg der Vereinsgeschichte selbst schuld. Insofern sollte sich der Groll gegenüber Borussia Dortmund in Grenzen halten. Ja, der BVB ist nicht mit seiner Stamm-Auswahl in Mainz angetreten, hat Leistungsträger zu Hause gelassen und alles andere als wie ein Champions-League-Finalist bei den Rheinhessen gespielt. Gerade nachdem Mainz den Westfalen in der Vorsaison einen Strich durch die Meisterschafts-Rechnung gemacht hat, hätte man eine andere Leistung erwartet. Das ist ärgerlich. Und der Impuls, den Aufritt als unfair zu empfinden, vollkommen verständlich. Zur Wahrheit gehört aber eben auch, dass der FC 33 Spieltage Zeit hatte, die Situation so anders zu gestalten, dass das Spiel der Dortmunder bei den 05ern für Köln von keiner Relevanz gewesen wäre.

Der FC hat bewiesen, dass er Unmögliches möglich machen kann

Und mal Hand aufs Herz, warum sollte Dortmund bei den Leistungsträgern Verletzungen in Kauf nehmen, wenn das Finale der Königsklasse vor der Tür steht? Natürlich bleibt ein Geschmäckle, doch die Kölner sollten sich auf die eigenen Baustellen konzentrieren. Denn wenn die vergangenen Wochen den Zuschauern einst gelehrt haben, dann, dass der FC nicht abzuschreiben ist. Wer nach 33 Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, der hat es wohl nicht anders verdient. Wer nach so vielen verpassten Endspiel-Siegen noch immer die Chance auf den Klassenerhalt hat, der hat es sich durch eine ungeahnte Steh-Auf-Mentalität wiederum verdient. Verdient, auf den Klassenerhalt zu hoffen – verdient, an die kleinste Minimal-Chance zu glauben. Warum auch nicht, dieser fußballerisch limitierte FC hat zumindest am Sonntag bewiesen, dass der Glaube Unmögliches möglich machen kann.

Auf den Punkt gebracht: Sollte der FC dem Abstieg am Samstag erneut von der Schippe springen – wie auch immer, dann würde es die Relegation geben. Und das wäre mehr, als seit Wochen für möglich gehalten.


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Kommentar: Der FC darf noch hoffen, verdient ist das wahrlich nicht

Die Mannschaft des FC steht nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg Arm in Arm im Kreis. effzeh 1. FC Köln Abstiegskampf Klassenerhalt
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Kommentar: Der FC darf noch hoffen, verdient ist das wahrlich nicht

Trotz des xten sieglosen Endspiels darf der FC noch eine weitere Woche hoffen. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach dem „Wie?“, vielmehr sollte man sich fragen „Warum eigentlich?“ Denn verdient wäre ein Klassenerhalt schon lange nicht mehr. Ein Kommentar.

Obwohl es auch gegen den SC Freiburg nur einen Punkt und kein Tor gab, können die Kölner den Relegationsplatz noch erreichen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf ist das aber alles andere als verdient. Ein Kommentar zum möglichen Klassenerhalt des 1. FC Köln.

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Man mag es kaum glauben und es ist ganz sicher kein Qualitätsmerkmal für die aktuelle Bundesliga-Zusammenstellung, aber der 1. FC Köln ist mit seinen 24 Punkten und 24 Toren auch nach dem 32. Spieltag noch nicht abgestiegen. Zumindest rechnerisch, also in der Theorie, haben die Geißböcke tatsächlich noch die Chance auf den Klassenerhalt, könnten es mit einem Sieg gegen Berlin in der kommenden Woche sogar noch einmal spannend machen. Das ist insofern erstaunlich, da die Kölner auf sämtlichen Etagen wirklich viel dafür getan haben, dass es Richtung Zweitklassigkeit geht. Wer nach 32 Spieltagen mit dieser Punkteausbeute und diesen Leistungen auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt, der hat den Klassenerhalt eigentlich nicht verdient. Alle die glauben, der Fußballgott hat es in dieser Spielzeit nicht mit den Geißböcken gehalten, denen mag gesagt sein, dass mehr als nur ein Großteil der Kölner Baustellen hausgemacht sind.

Totgesagte leben länger, nur kann der FC nichts dafür

Und dennoch bleibt ein Fünkchen, das die Kölner Bundesliga-Flamme lodern lässt. Das Hoffen liegt in der Natur der Fans. Es ist sogar eine unverzichtbare Variabel des Fußballs. Doch die Freude über die Minimalchance hält sich bei vielen Kölner Anhängern angesichts der oft trostlosen Auftritte der Mannschaft in Grenzen. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Geißböcke für den Relegationsplatz definitiv zwei Siege einfahren müssen. Zwei Siege, die angesichts der fehlenden Torgefahr, der fehlenden Kreativität, des fehlenden Spielwitzes, aber vor allem der fehlenden Qualität unmöglich erscheinen. So erwischten sich wohl nicht wenige Fans beim 0:0 gegen Freiburg dabei, dass sie inständig auf ein unnötiges Handspiel, zumindest aber auf einen Körperkontakt im SC-Sechzehner, also auf einen Strafstoß hofften. Ein herausgespieltes Tor erschien am Samstagabend auf beiden Seiten unmöglich.

Beim FC nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Und doch wird nun eine Woche weiter gehofft, gerechnet, spekuliert – alles im Konjunktiv, denn in der eigenen Hand haben es die Kölner ohnehin nicht mehr. Hart formuliert, hat der Schrecken dieser desaströsen Kölner Saison auch nach dem 32. Spieltag noch kein Ende gefunden. Das ist erstaunlich, schließlich haben die Kölner – wohlgemerkt die Verantwortlichen – bereits seit der Hinrunde zahlreiche Endspiele ausgerufen. Gewonnen haben die Geißböcke nur sehr wenige. Weder das letzte gegen Darmstadt noch das allerletzte gegen Mainz und das allerallerletzte gegen Freiburg auch nicht. Dabei bedeutet ein nicht gewonnenes Finale in aller Regel das Aus. Tatsächlich ist die Situation der Kölner Beweis dafür, dass Totgesagte länger leben. Der FC hat aber herzlich wenig dazu beigetragen.

Der FC ist zu schwach für die Liga

Im Gegenteil: schon seit dem Sommer 2022 wurden essentielle Abgänge nicht kompensiert. Den Weggang von vier Unterschiedsspielern innerhalb von zwei Jahren kann eine Mannschaft wie der 1. FC Köln nicht mit talentierten Entwicklungsspielern wegstecken – selbst wenn der Trainer als Entwickler gefeiert wird. Der lasche Umgang mit der Transfersperre, die ein Nachbessern nicht möglich machte. Dazu sicher auch taktische Fehler der beiden Trainer und teils erstaunlich schlechte Leistungen der Spieler. Auf allen Ebenen finden sich erstaunlich viele Fehler, die das Gesamtbild der aktuellen Spielzeit und deren Folgen formen. Sämtliche Gegenmaßnahmen, die es wohl zweifelsfrei gegeben hat, sind längst verpufft.

Doch statt Einsicht und Selbstkritik verfielen die Verantwortlichen immer wieder in Durchhalteparolen und Zweckoptimismus. Oft leere und falsche Worthülsen. Dabei lassen die Ergebnisse nach 32 Spieltagen mit allen möglichen Ausreißern wie Pech, Unfairness oder mentalen Schwierigkeiten nur einen Schluss zu: der FC ist in der aktuellen Verfassung zu schwach für die Bundesliga. Nach jeglichem Fußballverständnis werden daran auch die letzten beiden Spieltage nichts mehr ändern. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


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Kommentar: Der FC hat den Kampf angenommen, nur leider zu spät

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Kommentar: Der FC hat den Kampf angenommen, nur leider zu spät

Beim 1:1 gegen den 1. FSV Mainz hat der FC endlich den Abstiegskampf angenommen, mit Leistung, Willen und Leidenschaft überzeugt. Das macht Hoffnung. Die Tabelle nicht. Das Aufbäumen kommt mit viel zu großer Wahrscheinlichkeit zu spät. Ein Kommentar.

Nur hauchdünn haben die Kölner am Sonntagabend den erhofften Sieg und damit den Befreiungsschlag verpasst. Unterm Strich bleibt ein einziger Punkt, aber eine Leistung, die Mut macht. Aber reicht das noch? Wohl nicht. Der Kampf wurde endlich angenommen, nur leider zu spät. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen Mainz.

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Vor dem Duell gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es rund um das Geißbockheim nur eine Meinung: der FC muss das Duell beim direkten Konkurrenten gewinnen, sonst wird es nichts mehr mit dem Klassenerhalt. Der FC hat nicht gewonnen. Doch obwohl so ziemlich jeder andere Konkurrent an diesem Wochenende auch noch gegen die Kölner punktete, ist sie nach dem 1:1 eben doch noch da. Die Chance auf den Relegationspunkt, wenn auch eine Minimal-Chance. Oder wie es FC-Profi Mark Uth sagte, der FC „lebt noch“. Die Betonung sollte dabei durchaus auf „noch“ liegen. Denn, dass die Kölner es bei noch neun zu vergebenen Punkten schaffen, fünf Zähler auf Mainz aufzuholen, ist trotz des schwachen Auftritts der Rheinhessen gegen die Geißböcke schon sehr unwahrscheinlich. Mainz spielt noch in Heidenheim und Wolfsburg sowie zu Hause gegen den BVB. Die sieben Punkte Rückstand auf Bochum und Union Berlin sind mehr als ein Brett.

Der FC befindet sich eben nicht auf Augenhöhe

Dabei ist es noch nicht einmal der reine Tabellenstand kurz vor dem Ziel, der die Chance auf den Klassenerhalt der Kölner bis auf ein Minimum reduziert. Es ist ein Konglomerat aus erschreckend schwachen Leistungen der Mannschaft, rätselhaften Formtiefs einzelner, aber vieler Spieler und für den Großteil der Laien unverständlichen Entscheidungen bei der Kaderzusammenstellung der Kölner Verantwortlichen. Der FC hat in dieser Saison auf allen Ebenen ein erschreckendes Bild abgegeben – und das über nahezu die gesamte Saison. Der immer wiederkehrende Begriff der Augenhöhe kann angesichts des Saisonverlaufs nur mit einem Kopfschütteln quittiert werden. Der FC befindet sich mit dem Großteil der Liga eben nicht auf Augenhöhe.

Und auch wenn es hart klingt: Dass der FC selbst nach den beiden ausgerufenen, aber nicht gewonnenen Finalspielen mit 24 Toren, 23 Punkten und vier Saisonsiegen drei Spieltage vor dem Saisonfinale noch die theoretische Chance auf die Relegation hat, spricht nicht für die Qualität der Konkurrenz. Dabei war das 1:1 gegen Mainz durchaus ein Mutmacher. Köln hat das Spiel in der Tat über weite Strecken dominiert, war gerade in der Schlussphase die bessere Mannschaft und sehr nahe am so wichtigen Sieg. Vor allem aber haben Eric Martel, Denis Huseinbasic und Co. die Zweikämpfe von der ersten Minute an sich in jeden Ball geworfen, die Zweikämpfe gesucht und viele auch gewonnen. Gegen die Rheinhessen haben sich die Geißböcke gegen die drohende Niederlage gestemmt, möglicherweise zum ersten Mal in dieser Spielzeit wirklichen Abstiegskampf gezeigt und das mit all seinen Emotionen.

Das Aufbäumen kommt wohl zu spät

Ja, der FC lebt, wie Mark Uth es sagte. Doch es bleibt das „noch“. Denn die Leistung gegen Mainz wirft auch Fragen auf. Warum erst jetzt? Wo war die Leidenschaft, dieser Wille gegen Mannschaften wir Darmstadt und ja, auch gegen Bochum? Das Spiel macht sicher Hoffnung auf mehr. Doch es bleiben die Zweifel, ob der aktuelle FC in der Lage ist, mehrere Male hintereinander ähnlich engagierte Leistungen abzurufen. Es bleibt die Frage, wer denn die Tore für einen Sieg schießen soll. Vor allem bleibt aber eine bittere Erkenntnis. Selbst wenn die Mannschaft nun den Schlüssel zum Abstiegskampf gefunden hat, das Aufbäumen kommt mir viel zu großer Wahrscheinlichkeit zu spät.


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Kommentar: Zu viele Fehleinschätzungen, zu wenig Qualität

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Kommentar: Zu viele Fehleinschätzungen, zu wenig Qualität

Nach dem 0:2 gegen den SV Darmstadt steuert der FC mit Vollgas dem Abstieg entgegen. Dass die Kölner noch die Chance auf den Klassenerhalt haben, ist einzig der Schwäche der Konkurrenz zu verdanken. In Köln reihen sich Fehleinschätzungen an Fehleinschätzungen. Das Ergebnis ist verheerend. Ein Kommentar.

Die Saison lief alles andere als rund für die Geißböcke. Mangelnde Voraussicht, Fehleinschätzungen der Lage und vielleicht sogar Blauäugigkeit im Bezug auf den Kader, das CAS-Urteil und die Stärke der Gegner rächen sich nun. Der Abstieg gerät in greifbare Nähe für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zum drohenden Abstieg.

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Als Timo Schultz am vergangenen Donnerstag auf die aktuelle Tabellensituation angesprochen wurde, setzte der Kölner Trainer sein gewohnt verschmitztes Lächeln auf und erklärte zwischen den Zeilen, dass sich der Blick schon nach dem Wochenende wieder lohnen könnte. Denn nach einem Dreier „sieht es in der Tabelle auch wieder anders aus“, hatte Schultz optimistisch erklärt. Nach dem desaströsen 0:2 gegen den SV Darmstadt hat sich die Tabellensituation für den FC in der Crunchtime nicht wesentlich verändert. Der Rückstand zum VfL Bochum beträgt immer noch fünf, der zu Mainz nun ebenfalls fünf Punkte, es gibt noch zwölf Zähler zu holen. Insofern ist der mittlerweile immerhin verhaltene Optimismus bei den Geißböcken zu verstehen. Die Kölner wären schlechte Profis, wenn sie nicht an den Klassenerhalt glauben oder diesen Glauben kommunizieren würden, so lange er rechnerisch noch möglich ist.

Irrtümer, Missverständnisse und Fehleinschätzungen

Nach dem Auftritt gegen Darmstadt fehlt aber wohl vielen, vermutlich nahezu allen FC-Fans jegliche Fantasie, wie die Geißböcke diese fünf Punkte aufholen wollen – selbst wenn Bochum oder Mainz die restlichen ausstehenden Begegnungen verlieren sollten. Dass der FC in dieser Verfassung am kommenden Sonntag mit einer ähnlichen Leistung etwas bei den Rheinhessen holt, ist mehr als nur unwahrscheinlich. Und dennoch bleibt ein Rest Hoffnung. Ein Rest, bei dem man sich aber alles andere als sicher ist, ob man ihn denn angesichts der widerkehrend schwachen Leistungen und Enttäuschungen überhaupt noch haben will. Das 0:2 gegen Darmstadt war spielerisch wohl die größte Ernüchterung, die sich der FC in dieser Saison geleistet hat. Schultz‘ Fehleinschätzung bezüglich der Tabelle aber meilenweit entfernt von der größten.

Vielmehr war das 0:2 das vorläufige Ende einer Aneinanderreihung von Irrtümern, Missverständnissen und Fehlannahmen, die die Geißböcke überhaupt erst in diese desaströse Situation gebracht, an den Abgrund der Liga geführt haben. Und da spielen die Scheinbilder vermeintlich guter Leistungen wie gegen Bochum oder die Bayern, der obligatorische Begriff der Augenhöhe nur eine untergeordnete Rolle. Zur Wahrheit gehört vielmehr, dass die Kette der Fehleinschätzungen spätestens mit der nicht adäquaten Nachbesetzung von Anthony Modeste im Sommer 2022 begann und mit dem gleichen Fehler ein Jahr später bei Jonas Hector und Ellyes Skhiri gnadenlos fortgesetzt wurde.

Die Idee, dass der aktuelle Kader bundesligatauglich sei, hat die Mannschaft in großen Teilen der Saison widerlegt. Kein Transfer hat so eingeschlagen, wie erhofft, den FC entscheidend weitergebracht. Dass der Sturm, wie von Christian Keller im Sommer kommuniziert, so „ganz okay“ sei, entspricht nicht gerade den desolaten 23 Treffern. Immerhin muss man den FC-Bossen zu Gute halten, dass sie einen Spagat zwischen wirtschaftlicher Sanierung und sportlicher Wettbewerbsfähigkeit absolvieren mussten. Gelungen ist der zumindest auf der einen Seite ganz offensichtlich nicht. Über den Sinn des Trainerwechsels ist es genauso müßig zu diskutieren, wie die Kapitänsbinde von Florian Kainz zu hinterfragen. Es ist rein spekulativ, ob es anders anders gelaufen wäre. Mit Sicherheit hätte ein Steffen Baumgart am Samstag in der Halbzeit aber eine andere Tonlage angeschlagen, um sein Team aufzuwecken.

Ungewisse Zukunft mit ungewissem Kader

Zudem gingen die Kölner das Thema Vertragsunterschrift Jaka Potocnik und die daraus resultierenden Folgen viel zu blauäugig an, hätten das Thema beenden müssen, bevor es zu einem geworden ist. Nicht wenige Experten haben genau dieses oder ein ähnliches Urteil erwartet, während die Kölner Verantwortlichen offensichtlich dem „Et hätt noch immer joot jejange“ verfielen. Das nicht Hamstern weiterer Spieler, weil man nicht künstlich den Kader aufblähen wolle, fällt den Geißböcken nun und auch im kommenden Sommer auf die Füße. Unterm Strich stehen 22 Punkte nach 30 Spieltagen, eine einjährige Transfersperre und eine ungewisse Zukunft mit ungewissem Kader.

Der FC steuert mit Vollgas und verdientermaßen dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Dass die Kölner trotz ihrer desolaten Leistungen und Punkteausbeute nach 30 Spieltagen noch immer keine unrealistische Chance auf den Klassenerhalt haben, ist einzig der Schwäche der Konkurrenz zu verdanken. Sollte der Abstieg tatsächlich vermieden werden, darf man sich getrost fragen, ob die Rückkehr der Leihspieler, das Implementieren von Nachwuchsspielern eine bessere Saison mit sich bringt oder nichts anderes als einen Abstieg auf Raten bedeutet.

Timo Schultz sagte am Samstag, dass eine Scheißegal-Mentalität vielleicht genau der richtige Ansatz für das Saisonfinale sei. Dafür, dass seine Spieler nun „alles rausbrettern“. Man würde es dem Trainer so gerne glauben. Die Sorge vor einer weiteren Fehleinschätzung ist aber mindestens genauso berechtigt. Und die Frage muss gestattet sein, ob Fehleinschätzungen in einem wirtschaftlichen Unternehmen folgenlos bleiben können.


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Kommentar: Für den FC zählt nur noch alles oder nichts

1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen die Bayern
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Kommentar: Für den FC zählt nur noch alles oder nichts

Ein Sieg gegen die Bayern war nicht erwartbar, die Punkte der Konkurrenz mindestens möglich. Somit darf die wachsende Lücke zum Relegationsplatz nicht wirklich überraschen. „Hätte“ und „wäre“ hilft dem FC ohnehin nicht weiter. Fakt ist, in den kommenden fünf Partien geht es für den 1. FC Köln um alles oder nichts. Ein Kommentar.

Beim 0:2 gegen den FC Bayern München zog sich der FC achtbar aus der Affäre. Nur reicht „achtbar“ nicht zum Klassenerhalt. Auf der Zielgeraden tritt für den FC das ein, was die Kölner Verantwortlichen seit vergangenem Herbst prophezeien: Es gibt nur noch Endspiele für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen die Bayern.

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Vermutlich hatte sich Timo Schultz einen ähnlichen Effekt wie im Duell gegen den VfL Bochum erhofft, als er Luca Waldschmidt und später auch Steffen Tigges im zweiten Abschnitt gegen die Bayern einwechselte. Nur wusste der Trainer auch, dass die Begegnung gegen die Münchner ein anderes Setting mit sich bringen würde. Tatsächlich avancierte Luca Waldschmidt nun zum tragischen Helden der Begegnung, als er kurz vor Spielende das 1:1 liegen ließ und dann das 0:2 unfreiwillig vorlegte. Dass der FC gegen den Rekordmeister überhaupt in der Schlussphase die Chance auf den Ausgleich hatte, ist durchaus als achtbar anzusehen.

Denn auch wenn die Bayern erst selten so unbeständig wie in diesem Jahr durch die Liga taumelten, auf einiges Stammpersonal verzichten mussten, nicht gerade vom Spielglück verfolgt waren und sicher nicht den besten Tag erwischten, ist es noch immer die Mannschaft mit dem höchsten Kaderwert der Liga gegen die der FC da gespielt hat. Ein Team, das sich durchaus erfolgreich mit der europäischen Spitzenklasse misst und zweifelsohne auch ohne diesjährige Meisterschaft weiterhin dazu gehört. Jener Rekordmeister, der Spieler wie Leon Goretzka oder Jamal Musiala mal eben von der Bank bringen kann. Eine Mannschaft, die nach der Statistik den Kölnern in vielen Belangen überlegen war.

Die Luft wird für den FC dünn

Natürlich war nicht davon auszugehen, dass die Geißböcke in München punkten würden. Auf der anderen Seite konnte man schon damit rechnen, dass die direkte Konkurrenz Zählbares einfährt. Insofern sollte es schwer fallen, zu behaupten, die Kölner haben eine große Chance liegen gelassen. Vielleicht wären die Bayern schlagbar, vielleicht wäre ein Punkt möglich gewesen – doch genauso gut hätte der Rekordmeister den FC auch abschießen können. Fakt ist: Marvin Schwäbe und der Pfosten verhinderten Schlimmeres. Die Chancen von Waldschmidt, Faride Alidou und Sargis Adamyan sollten nicht über den Fakten hinwegtäuschen. 70:30 Prozent Ballbesitz, 65:35 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 17:11 Torabschlüsse – Bayern war das bessere Team, der Sieg ist verdient.

Der FC erzielte ein achtbares Ergebnis, aber eins, das die Kölner in arge Bedrängnis bringt. Timo Schultz betonte erst in der vergangenen Woche, dass er ohnehin kein Freund von „hätte“ und „wäre“ ist. Da sich der Coach also an den Fakten orientiert, wird er genau wissen, dass die Luft dünn wird. Extrem dünn. Vier Punkte zum Relegationsplatz sind fünf Spieltage vor Saisonende ein Brett. Der Last-Minute-Erfolg über Bochum ist tabellarisch überholt, Mainz davon geeilt. Dennoch war das 2:1 für die Kölner essentiell. Denn hätten die Geißböcke gegen den VfL nicht gewonnen, wäre der Klassenerhalts-Zug bereits ohne den FC abgefahren.

Wieder „ein „hätte“, wieder ein „wäre“. Fakt ist wiederum, dass der FC sein Schicksal nun nicht mehr in den eigenen Händen hält. Aus eigener Kraft ist der Relegationsplatz nicht mehr zu erreichen. Ein Sieg im direkten Duell mit den 05ern alleine ist nicht genug. Die Kölner sind auf Schützenhilfe angewiesen, der FC muss darauf hoffen, dass die direkte Konkurrenz noch Federn lässt. Zumindest beim FSV deutet aktuell aber wenig auf eine kurz bevorstehende Formkrise. Es würde nicht wundern, wenn die Rheinhessen die Saison noch im gesicherten Mittelfeld beenden.

Nun folgen die Endspiele

Nach der Niederlage gegen die Bayern tritt nun das ein, was die Kölner Verantwortlichen seit vergangenem Herbst teils motivierend, teils pathetisch, teils warnend von sich gegeben haben: Der FC hat nur noch Endspiele vor der Brust. Nur sind es nun nur noch fünf Stück und diese entscheiden tatsächlich über alles oder nichts. Das erste Finale steht bereits am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt auf dem Programm. Sicherlich keine leichte Aufgabe. Sicher aber eine Aufgabe, bei der ein „achtbar“ nicht mehr reichen wird. Der FC muss gegen das Tabellenschlusslicht gewinnen – sonst ist das Thema Klassenerhalt für die Kölner verloren. Bezwingt Köln aber den SV, ist noch nichts gewonnen.


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Kommentar: Eine Initialzündung? Bestimmt! Aber auch eine Warnung

Ein Kommentar zum wichtigen Sieg gegen Bochum
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Kommentar: Eine Initialzündung? Bestimmt! Aber auch eine Warnung

Mit den beiden Treffern in der Nachspielzeit haben Luca Waldschmidt und Steffen Tigges das Kölner Stadion in ein Tollhaus verwandelt. Der späte Erfolg könnte eine Initialzündung sein, wirklich rund lief es beim FC aber nicht. Ein Kommentar.

Mit dem 2:1 über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln den erhofften Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Die Art und Weise des Erfolgs könnte den Kölnern einen Schub geben. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der FC bis zu den beiden Treffern in der Nachspielzeit kein Mittel hatte, dem VfL wirklich gefährlich zu werden. Ein Kommentar zum wichtigen Sieg gegen Bochum.

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„Der FC lebt“, brachte es Florian Kainz nach der Gefühlsexplosion am Samstagnachmittag in drei einfachen Worten auf den Punkt. Mit dem Last-Minute-Erfolg über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln einen wichtigen Sieg, vielmehr aber noch drei wichtige Punkte eingefahren. Denn mit dem Ende der regulären Spielzeit sah Köln wie der große Verlierer des 28. Spieltags aus. Mit einem 0:1 gegen die formschwachen Westfalen wäre der VfL auf zehn Punkte und Mainz auf vier Zähler davongezogen. Angesichts der kommenden Aufgabe bei den Bayern, die naturgemäß eher selten drei Spiele in Folge verlieren, und Hoffenheim und Heidenheim als Gegner der Konkurrenz, wäre eine Niederlage mindestens einem deutlichen Fingerzeig Richtung Zweitklassigkeit gleichgekommen.

Sieg als Initialzündung?

Doch das ist es nicht. Der FC hat mit einem Kraftakt das Spiel in der Nachspielzeit gedreht, zu einem Zeitpunkt, an dem nicht viele Fans an die Geißböcke geglaubt, sie phasenweise sogar erstmals in dieser Spielzeit ausgepfiffen haben. Die Kölner standen mit dem Rücken zur Wand, der Druck auf die Spieler muss immens gewesen sein. Steffen Tigges und Luca Waldschmidt verwandelten mit ihren Toren das Kölner Stadion schließlich in ein Tollhaus, verhalfen dem angeschlagenen Club wieder auf die Beine. Der FC lebt. Und nicht nur das. Dieser Erfolg über Bochum, dieser unbändige Willen, das verloren geglaubte Spiel zu drehen, die entfachte Leidenschaft können eine Initialzündung für die Kölner sein. Einen besseren Impuls als diese letzten Minuten in Müngersdorf hätte kein Motivator, kein leidenschaftlicher Trainer geben können.

Auch wenn nach dem Spiel schon sehr viel Pathos in den Worten von FC-Trainer Timo Schultz gesteckt hat, man hatte tatsächlich das Gefühl, dass sich Fans und Mannschaft in diesen beiden glücklichen Momenten, in diesen 100 Sekunden purer Gänsehaut gegenseitig entfachten und nun in der Crunchtime voneinander profitieren können. Diese Wucht sollten die Kölner mit in die kommenden Spiele nehmen, sich daran erinnern wie „unbeschreiblich“, wie „schön“ dieser 2:1-Erfolg war, wie die Kölner Akteure den Sieg selbst beschreiben. Gut möglich, dass das dann etwas beim FC auslöst. Dass diese Initialzündung der Anfang einer Aufholjagd ist. Dass die Kölner genau diesen Weckruf nach der regulären Spielzeit für den Endspurt gebraucht haben.

Die andere Seite der Wahrheit

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sie ihn gebraucht haben. Gegen einen kriselnden Club, dessen Etat, dessen Kaderwert deutlich unter dem der Geißböcke liegt. Ein Team, dass nun seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen, nur einen Punkt geholt hat. Der FC hat das Spiel ganz sicher nicht unverdient gewonnen, war über weite Strecken die bessere Mannschaft, mit den größeren Möglichkeiten und doch hätte sich der Tabellenvorletzte über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. In der Offensivbewegung war Köln behäbig, seltsam gehemmt, vielleicht sogar gelähmt, entwickelte einmal mehr viel zu wenige Tormöglichkeiten, wirkte über weite Strecken ideenlos. Dazu gesellten sich Fehlpässe, individuelle Fehler und unnötige Ballverluste. Nach der regulären Spielzeit sprach nicht sonderlich viel dafür, dass diese Kölner Mannschaft noch eine Idee hat, wie sie dem Abstieg entkommen soll.

Durch das 2:1 hat der FC den Relegationsplatz Stand 28. Spieltag wieder in der eigenen Hand. Die Kölner können mit einem Erfolg über Mainz den 16. Platz erklimmen, sollte sich die Punktedifferenz bis dahin nicht deutlich verschlechtern. Vielleicht ist nun sogar noch ein wenig mehr drin – die direkte Rettung. Die 100 Sekunden Glückseligkeit können tatsächlich eine Initialzündung sein, die 90 Minuten zuvor sollten aber eine Warnung sein.


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Kommentar: Vielversprechende Ansätze reichen nicht zum Klassenerhalt

Ein Kommentar zum wiederholten harmlosen Auftritt des 1. FC Köln
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Kommentar: Vielversprechende Ansätze reichen nicht zum Klassenerhalt

Am Sonntagnachmittag spielte der 1. FC Köln 1:1 gegen Augsburg und nahm einen Punkt mit zurück nach Köln. Die Tabellensituation bleibt nach dem 27. Spieltag unverändert für die Geißböcke. Ernüchternd ist allerdings die Tatsache, dass die Kölner selbst mit offensivster Ausrichtung kaum Torchancen herausspielen konnten. Ein Kommentar.

Trainer Timo Schultz war mit dem einen Zähler zufrieden, sah vielversprechende Dinge in der Offensive. Dennoch konnte der FC keine Punkte im Abstiegskampf gut machen und hat nun einen Spieltag weniger Zeit, um aufzuholen. Vielversprechende Dinge zu sehen, reicht nicht, um die Liga zu halten. Ein Kommentar zum wiederholten harmlosen Auftritt des 1. FC Köln.

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Die gute Nachricht vorweg: auf den ersten Blick hat sich für den 1. FC Köln nach dem 1:1 in Augsburg zunächst einmal wenig verändert. Der FC hat noch immer nur einen Punkt Rückstand auf Mainz 05 und damit den Relegationsplatz, der Abstand zum VfL Bochum hat sich ebenfalls nicht verbessert, der Vorsprung auf Darmstadt ist nicht geschrumpft. Zudem sind die Kölner unter Timo Schultz auch weiterhin auswärts unbesiegt. Bei fünf Spielen in der Fremde alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Nur hört es dann erstaunlich abrupt mit den guten Nachrichten auf. Fakt ist, die Kölner sind am Sonntag nicht über ein 1:1-Unentschieden beim FCA hinaus gekommen. Bei einem Gegner, der deutlich mehr Torgefahr entfachte als der FC und unterm Strich als Mannschaft der Stunde gefeiert wird. Insofern ist es nur verständlich, dass Timo Schultz mit dem Zähler zufrieden war. 

Auf dem Papier war alles auf Offensive ausgelegt

Der zweite Blick ist dann aber doch ein wenig ernüchternder. Und das nicht nur, weil den Kölnern bei gleicher Ausgangslage nun ein Spieltag weniger zur Rettung bleibt. Timo Schultz, der den einen Zähler „gerne mit zurück nach Köln nimmt“, klang vor dem Spiel noch ganz anders. Die Zeit des Punktehamsterns sei vorbei hat Schultz sinngemäß gesagt und angekündigt, dass „in der Crunchtime nur noch Dreier zählen“. Und man mit dem ersten Dreier in Augsburg anfangen werde. Auch wenn Luca Waldschmidt mit ein wenig mehr Glück, jeder Menge Fußball-Romantik und sicher einer rot-weiß gefärbten Brille den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, war Augsburg am Sonntag den drei Punkten deutlich näher als der FC. Marvin Schwäbe rettete Köln den Zähler.

Dabei kann man Schultz nicht den Vorwurf machen, wenig probiert zu haben. Im Gegenteil. Der 46-Jährige ließ seinen vollmundigen Worten auch Taten folgen, stellte zwei Stürmer auf, brachte mit Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic zwei zentrale Mittelfeldspieler, die er als deutlich offensiver einschätzte als eine Variante mit Eric Martel. Schultz stellte den Offensivspieler Jan Thielmann als Rechtsverteidiger auf und ging wenige Minuten vor Spielende sogar das Risiko ein, mit Luca Waldschmidt einen Unterschiedsspieler zu bringen, der erst seit knapp einer Woche komplett mit der Mannschaft trainiert. Auf dem Papier war also alles auf Offensive ausgelegt. Nur sprechen die zwei (!) Torschüsse aufs Tor, die neun Flanken, von denen gerade einmal eine beim Mitspieler ankam, die erschreckend wenigen Offensivaktionen eine ganz andere Sprache. 

Vielversprechend reicht nicht mehr

Das Trainingslager in Spanien sollte dem FC helfen, das Spiel mit dem Ball anzutreiben. Unterm Strich war davon – abgesehen von dem Geniestreich von Florian Kainz vor dem 1:1 – nicht viel zu sehen und es einmal mehr die starke Defensive, die eine Pleite verhinderte. Der FC war am Sonntag sicher nicht mit dem FC Augsburg auf Augenhöhe, ertrotzte sich mit Glück einen Punkt. Schultz betonte nach dem Spiel, dass er vielversprechende Dinge in der Offensive gesehen habe, vielversprechende Kontersituationen, die aber nicht zum Torabschluss führten. Vielversprechend alleine reicht für die Bundesliga nicht. Und wieder einmal darf und muss die Frage nach der Qualität des Kaders gestellt werden. Wenn alle alles reinwerfen, wie Schultz erklärte, dann muss nach dem harmlosen Auftritt in Augsburg die Frage erlaubt sein, ob vielleicht einfach nicht mehr geht.

Die Kölner brauchen Siege, brauchen Punkte. Christian Keller sprach am Sonntag von den nun folgenden Endspielen. Endspiele haben die Kölner etwa zum gleichen Zeitpunkt der Hinrunde ebenfalls ausgerufen. In den verbliebenen sieben Spielen gab es damals sechs Punkte und ein Trainer-Aus. Auch wenn Mainz in dem gleichen Zeitraum damals nur fünf Zähler sammelte, wird das halbe Dutzend den Geißböcken mit großer Wahrscheinlichkeit nicht helfen. Nein, rein tabellarisch hat sich am Wochenende nicht viel beim FC verändert, fußballerisch aber leider auch nicht.


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Kommentar: Heiligt der Zweck die Mittel?

1. FC Köln: Ein Kommentar zum Kurztrainingslager
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Kommentar: Heiligt der Zweck die Mittel?

Am Samstag kehrt der 1. FC Köln von seinem Kurztrainingslager in Spanien zurück. Unter anderem mit einer sportlich mäßigen Leistung gegen einen isländischen Erstligisten im Gepäck. Doch das 2:2 gegen Breidablik Kópavogur sollte nicht als Gradmesser gelten. Wie erfolgreich die Maßnahme angesichts der dünnen Personaldecke gewesen ist, werden die Ergebnisse der kommenden Wochen zeigen. Ein Kommentar.

Das Trainingslager des FC in Algorfa war von einigen personellen Störgeräuschen umgeben. Ein optimaler Ablauf war so nicht möglich für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zum Kurztrainingslager.

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Mit dem 2:2-Unentschieden gegen Breidablik Kópavogur ist am Freitagnachmittag der sportliche Teil des Kurztrainingslagers im spanischen Algorfa zu Ende gegangen. Ein Kurztrainingslager, in dem sich die Geißböcke das nötige Selbstvertrauen, den Mut und auch ein spielerisches Element für den Abstiegskampf erarbeiten wollten. Nachdem die ersten Wochen zur Stabilität der Geißböcke dienten, wolle man den Schwerpunkt nun auf die Arbeit mit dem Ball legen, hatte Coach Timo Schultz unter anderem dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ verraten. An weiterer Stelle betonte der Trainer, dass ein Manko die wenigen Tore seien und man daran arbeiten werde.

Keine optimalen Voraussetzungen

Das 2:2 gegen den isländischen Erstligisten bremst ein wenig die Euphorie, die das Trainingscamp bei dem ein oder anderen Fan ausgelöst haben mag. Denn wirklich viel lief bei den Geißböcken in der Offensive auch weiterhin nicht zusammen. Abgesehen von den beiden Treffern von Faride Alidou und Damion Downs waren die Kölner nur sehr selten gefährlich. Die Geißböcke leisteten sich im Spielaufbau einige Fehlpässe, waren zu unpräzise. Im Defensivverbund ließ sich der FC gerade beim Ausgleich viel zu leicht überrumpeln. Kurzum: Die Kölner riefen am Freitag sicherlich keine Leistung ab, die Mainz, Darmstadt oder am kommenden Spieltag gerade Augsburg das Fürchten lehren müsste.

Nun wird in jenen Partien auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht dieselbe Elf auflaufen, die in Algorfa zunächst den Platz betrat. Denn hier beginnt das eigentliche Problem des Trainingslagers. In der Theorie ist die Vorstellung von einem Einspielen der Mannschaft, dem Heraufbeschwören eines Geistes, dem Schaffen einer Gemeinschaft eine fußballromantische und eine, die im Abstiegskampf den Unterschied machen könnte. Wenn aber ein Gros der Mannschaft fehlt, verpufft der Sinn der Maßnahme ganz schnell. Mit Eric Martel, Denis Huseinbasic, Jan Thielmann, Linton Maina, Dejan Ljubicic, Marvin Schwäbe und auch Max Finkgräfe fehlten gleich sieben (!) Spieler, die realistische bis sichere Chancen auf einen Startelf-Platz haben. Dass Benno Schmitz am Freitag neben Jacob Christensen auf der Sechs auflief und Steffen Tigges teilweise als Linksaußen fungierte, sprach Bände.

Am Ende entscheiden die nackten Ergebisse

Natürlich gehört zur Wahrheit, dass den FC mal wieder ein gewisses Pech im Bezug auf den Kurztrip nach Spanien umgab. Die Erkrankungen von Maina und Ljubicic konnte man bei der Planung genauso wenig erahnen wie die Rückenbeschwerden eines Max Finkgräfe. Dass mit Kainz und Schwäbe gleich zwei Stammspieler ein weiteres Mal glückliche Väter geworden sind, ging ebenfalls mit einem gewissen terminlichen Pech einher. Das Glück im Unglück, dass mit Ljubicic, Kainz und Finkgräfe drei mögliche Länderspiel-Nominierungen ausblieben, war somit nur von kurzer Dauer. Die personelle Situation wäre in Köln natürlich die selbe gewesen. Und dennoch: Über die Sinnhaftigkeit der Tage in Spanien entscheiden am Ende die nackten Ergebnisse. Und zwar die, nach dem 2:2 gegen einen isländischen Erstligisten. Eine Diskussion über mögliche Reisestrapazen oder etwa die Kosten eines Fünf-Sterne-Ressorts sind im Nachhinein müßig. Ob die Art und Weise des Spanientrips von Glück oder Pech verfolgt war, interessiert am Ende der Spielzeit ohnehin keinen mehr. Sollte das Unterfangen Klassenerhalt, mindestens aber Relegation verpasst werden, muss die Frage nach Zweck und Mittel erlaubt sein. Spätestens dann.


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