So will Timo Schultz den FC vor dem Abstieg bewahren

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So will Timo Schultz den FC vor dem Abstieg bewahren

Am Donnerstagvormittag präsentierte der 1. FC Köln seinen neuen Trainer Timo Schultz. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag erklärte der neue Coach, wie er den FC vor dem Abstieg bewahren will.

Der 1. FC Köln startet mit einem neuen Trainer ins neue Jahr. Timo Schultz hat am Donnerstag das Zepter bei den Geißböcken übernommen. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag äußerte sich der neue Coach. So will Timo Schultz den FC vor dem Abstieg bewahren

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Ungewohnt ruhig ging es am Donnerstag beim Training des 1. FC Köln zu. Das obligatorische Pfeifen, das die Einheiten am Geißbockheim in den vergangenen zweieinhalb Jahren geprägt hatte, fehlte als die Mannschaft um kurz vor Elf den Platz betrat. Ungewohnt ruhig, obwohl die vergangenen Stunden wohl doch turbulent zugegangen sein müssen. Zunächst hatte sich Timo Schultz als neuer Trainer dem Team vorgestellt, dann war er von André Pawlak herumgeführt worden. Der neue Trainer leitete die erste Einheit, um dann am Nachmittag seine erste Pressekonferenz im Dienst des FC zu geben. „Wenn der FC anruft, muss man nicht lange überlegen. Das Gesamtpaket aus Mannschaft, aus Stadion, aus Fans – das hat schon eine Anziehungskraft für einen Trainer“, erklärte Schulz die offenbar kurzfristige Überlegung, ob er das schwere Unterfangen 1. FC Köln angehen will.

Schultz: „Ich habe die Überzeugung, dass wir die Situation drehen können“

Das will er. Und wie Christian Keller erklärte, wollten ihn auch die Kölner Verantwortlichen. „Zu einem guten Auswahlprozess gehört nun mal, dass man ihn auch gründlich durchführt“, sagte der Sportdirektor. „Wir haben mit vielen sehr tollen Trainern sprechen dürfen. Wir freuen uns, dass der, den wir unbedingt für uns gewinnen wollten, auch überzeugt ist, mit uns diesen Weg zu gehen.“ Dass dieser Weg kein einfacher sein wird, weiß auch Schultz. Man dürfe nicht vergessen, dass man mit zehn Punkten aus 16 Spielen dastehe. Aber: „Ich habe in diesem Jahr auch viele gute Spiele vom FC gesehen. Man hat schon erkannt, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt“, sagte Schultz. „Ich habe die Überzeugung, dass wir eine gute Mannschaft  haben. Ich habe die Überzeugung, dass wir die Situation drehen können, so unschön sie gerade auch ist.“

Dazu wird der 46-Jährige, der zuletzt beim FC Basel als Trainer arbeitete, aber keine großen Veränderungen anstreben. Die Zeit bleibe angesichts des schon bevorstehenden Duells gegen den 1. FC Heidenheim (13. Januar) nun mal nicht. „Mein Fokus liegt auf der Mannschaft. Mein Augenmerk liegt darauf, die Mannschaft besser zu machen“, erklärte Schultz. „Das kann ich beeinflussen. Die Spieler, die da sind, sollen bestmöglich entwickelt werden“, so der neue Trainer weiter, der andeutete eher an den kleinen Stellschrauben arbeiten zu wollen. „Es waren viele Spiele dabei, die Spitz auf Knopf waren. Es geht viel um Kleinigkeiten, um Anpassungen. In welchem Raum, auf welcher Position kann sich ein Spieler vielleicht entfalten“, sagte Schultz. „Die Spieler sollen auf den Positionen auf dem Platz stehen, auf denen sie sich am wohlsten fühlen.“ Genau das schien unter Steffen Baumgart zuletzt nicht immer der Fall gewesen sein. Unter anderem Florian Kainz musste auf der Acht, der Zehn, aber vor allem auch auf der Sechs ran – eine Position, die dem Kölner Kapitän ganz offensichtlich nicht lag.

Keller: „Timo konnte uns eindrücklich zeigen, dass er in vielen Punkten auf das Profil passt“

Ob Kleinigkeiten reichen werden, den FC vor dem Abstieg zu bewahren wird sich zeigen. Christian Keller zeigte sich davon überzeugt. Vor allem aber von dem neuen Trainer. „Wir haben sehr umfänglich miteinander gesprochen. Es gab ein sehr klares Anforderungsprofil. Timo konnte uns sehr eindrücklich zeigen, dass er in sehr sehr vielen Punkten auf das Profil passt“, sagte der Sportdirektor. „Er hat uns vor allem vermittelt, dass er überzeugt davon ist, mit dieser Mannschaft, in diesem Setting Mitte Mai den Bundesliga-Erhalt zu sichern.“ Zu einem nicht ganz unwesentlichen Teil des Anforderungsprofils zählte Christian Keller vor Weihnachten die Arbeit mit den Nachwuchstalenten. „Ich spreche gar nicht von jungen und alten Spielern, lieber über gute und schlechte Spieler“, sagte Schultz, der viele Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von St. Pauli beschäftigt war. „Ich arbeite aber vor allem gerne mit Spielern, die an sich arbeiten wollen. Die Tür ist auf, aber durchgehen müssen sie alleine. Sie haben alle Chancen.“

Festhalten wird der neue Trainer vorerst an der Viererkette. So sei die Mannschaft zusammengestellt worden. „Das ist die primäre Planung“, sagte Schultz. „Für mich steht aber die Entscheidungskraft der Spieler im Vordergrund.“


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Kölns größte Schwäche ist und bleibt das Offensivspiel

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Kölns größte Schwäche ist und bleibt das Offensivspiel

Zwar hatte die Gelb-Rote Karte für Jeff Chabot maßgeblichen Anteil am 0:2 gegen den SC Freiburg, das war aber sicher nicht der einzige Grund. Denn einmal mehr fand der FC in der Offensive so gut wie gar nicht statt.

Sieben Torabschlüsse, einer direkt aufs Tor – die Ausbeute der Kölner Offensive im Spiel gegen den SC Freiburg spricht für sich und zeigte einmal mehr ein Kernproblem der Geißböcke: Der 1. FC Köln findet in der Offensive wieder einmal nicht statt

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Mark Uth, Rasmus Carstensen und Luca Kilian – sie alle standen mit leerem Blick vor dem Kölner Fan-Block, versuchten sich, ein dankbares Klatschen abzuringen. Undankbar war in gewisser Weise ihre Einwechslung im Spiel gegen den SC Freiburg. Denn mit der Gelb-Roten Karte für Jeff Chabot unmittelbar nach der Einwechslung von Uth, aber noch vor den Hereinnahmen von Kilian und Carstensen, änderte sich das Kölner Spiel sichtlich. Die Freiburger hatten in Überzahl leichtes Spiel mit dem FC, schnürten die Geißböcke teilweise ein und hätten mit ein wenig mehr Präzision, Kaltschnäuzigkeit und auch Glück das Ergebnis noch deutlich in die Höhe schrauben können, wenn nicht müssen. „Bis zum Platzverweis war es eine Begegnung auf Augenhöhe“, analysierte Steffen Baumgart am DAZN-Mikrofon und ergänzte auf der Pressekonferenz: „Jetzt hat eine Gelb-Rote Karte die Partie zu einem Zeitpunkt entschieden, da wir gerade gewechselt hatten und noch einmal Druck machen wollten. Das war nicht hilfreich.“

Kainz und Waldschmidt keine Faktoren

Hilfreich war der Platzverweis sicherlich nicht. Im Gegenteil: er hat den Ausgang des Spiels maßgeblich mit bestimmt. „Ein Unentschieden wäre möglich gewesen, aber am Ende geht Freiburg verdient als Sieger vom Platz“, sagte Baumgart. Ein Remis wäre in der Tat möglich gewesen. Auch, weil Freiburg bis zur Gelb-Roten Karte ähnlich wenig einfiel wie dem FC. Denn nach der bisherigen Torausbeute erwartungsgemäß war das Duell im Breisgau alles andere als ein Leckerbissen für Freunde des Offensivfußballs. Zwar rannten die Kölner den SC wieder höher an, setzten ihn früh unter Druck und waren in den ersten zehn, fünfzehn Minuten das bessere Team, mehr als ein harmloser Torabschluss des sonst sehr agilen Jan Thielmann sprang dabei aber nicht heraus. Dabei hatte der Kölner Coach schon eine sehr offensive Variante gewählt, spielte nur mit Eric Martel auf der Sechs, Luca Waldschmidt agierte neben Davie Selke, Florian Kainz rotierte wieder auf die Zehn und Dejan Ljubicic versuchte sich auf dem linken Flügel.

Nach einer Viertelstunde steigerte sich Freiburg, war nun deutlich besser im Spiel und der FC tat sich sichtbar schwer. Köln fand in der Offensive so gut wie gar nicht mehr statt. Ganze 16 Prozent der Begegnung spielten sich im Freiburger Drittel ab, 45 im neutralen Mittelfeld. Fast 50 Prozent der Kölner Angriffe liefen über die rechte Seite, links fand so gut wie gar nichts statt. Kainz war zwar sichtbar bemüht, doch das alleine reichte ein weiteres Mal nicht, um die Offensive zu beleben. Der Mittelfeldspieler leistete sich eine erstaunliche Anzahl an leichten Fehlpässen, die in der Idee sicher gut gemeint waren. Nach 60 Minuten war für den Kölner Kapitän bereits Schluss. Zu diesem Zeitpunkt standen auf seinem Arbeitszeugnis ein Torschuss, keine Torschussvorlage sowie zwei Flanken. Luca Waldschmidt gab zwar immerhin vier Torschüsse ab, die aber geblockt wurden oder nicht in Richtung Tor kamen. Auch gegen seinen Ex-Klub blieb Waldschmidt einmal mehr blass. Auch, weil seine Pässe meist einen Tick zu spät oder zu ungenau kamen.

Kaum Flanken, nur ein Torschuss aufs Tor

Und einmal mehr wollte das Flankenspiel der Kölner so gar nicht funktionieren. Der FC kam auf zwölf Hereingaben und damit sechs weniger als Freiburg, von denen ganze drei beim Mitspieler ankamen. Keine bei Davie Selke, der ebenfalls wieder ein Schatten seiner selbst blieb, in 90 Minuten zu keinem einzigen Abschluss kam. Auch, weil die Kölner so gut wie keine Chancen kreierten. „Wir haben im Moment schon ein bisschen das Problem, uns Torchancen herauszuspielen“, erklärte Mark Uth, der nach seiner Einwechslung sogar die Kölner Führung auf dem Fuß hatte.

Ein „bisschen“ blieb dabei aber stark untertrieben. Uths Aktion war die beste Chance der Geißböcke, initiiert von Linton Maina, sie war aber auch eine der wenigen Offensivaktionen. Der FC kam in 90 Minuten auf insgesamt sieben Torschüsse, von denen nur einer auch wirklich auf das Tor ging. Zwar hatte Chabots Gelb-Rote Karte viel mit dem Ausgang dieser Begegnung zu tun, ohne eine funktionierende Offensive wäre aber auch nicht viel mehr als ein torloses Unentschieden möglich gewesen. Und so muss man sich doch die Frage stellen, ob ein Stoßstürmer alleine als potenzieller Neuzugang dem FC in der Offensive ausreichen wird.


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Jeff Chabot wird zum unfreiwilligen Unterschiedsspieler

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Jeff Chabot wird zum unfreiwilligen Unterschiedsspieler

Mit seiner Gelb-Roten Karte leitete Jeff Chabot die Wende im Spiel gegen den SC Freiburg ein. Bis dahin war der Kölner Abwehrchef wieder einer der besten FC-Feldspieler und der FC noch im Rennen um drei Punkte.

Dass Jeff Chabot einer der Leistungsträger des 1. FC Köln ist, steht außer Frage. Am Sonntagabend wurde der Innenverteidiger in Freiburg zum Unterschiedsspieler – wenn auch zu einem unfreiwilligen. Jeff Chabot leitet mit Gelb-Rot die Pleite des 1. FC Köln ein.

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Bevor es in die Kabine ging, gab es noch einen Klaps vom Trainer. Und wären die Minuten zuvor nicht so verlaufen, wie sie nun mal verlaufen sind, dann hätte der Klaps viel mit Dankbarkeit zu tun haben können. Jeff Chabot verabschiedete sich nach einer guten Stunde in die Katakomben des Freiburger Stadions. Bis eben zu jener finalen Aktion deutete einmal mehr viel auf ein starkes Spiel des Kölner Abwehrchefs hin. Der Innenverteidiger hatte bis dahin die meisten Kölner Ballkontakte (nach 90 Minuten hatte nur Timo Hübers mehr). Chabot kam auf eine Passquote von 87 Prozent und spielte insgesamt die zweitmeisten Pässe aller Kölner. Zudem gewann der 25-Jährige ordentliche 70 Prozent seiner Zweikämpfe – ebenfalls ein Top-Wert bei den Geißböcken.

Ampelkarte durchaus vertretbar

Zwei der nicht gewonnenen Zweikämpfe wertete Schiedsrichter Harm Osmers als strafwürdige Foulspiele. Und so verließ Chabot wie bereits in der Vorwoche das Spielfeld frühzeitig. Allerdings nicht aufgrund einer plötzlichen Schwächephase, der Unparteiische zeigte dem Abwehrspieler den Ampelkarton. Nach 31 Minuten stempelte Chabot den Fuß von Ritsu Doan. Der Innenverteidiger kam den einen Schritt zu spät, trat sichtbar auf den Fuß des Japaners. Auch wenn Sportdirektor Christian Keller die Gelbe Karte später in Frage stellte, diese konnte man durchaus geben. Erneut 31 Minuten später dann die nächste Aktion. Jan Thielmann leistete sich einen unnötigen Fehlpass im Spielaufbau, Freiburg schaltete schnell um und Chabot befand sich wie aus dem Nichts im Laufduell mit Lucas Höler. Der 25-Jährige drängte den Gegner Richtung Außenbahn, machte damit viel richtig, um dann ziemlich unnötig zur Grätsche anzusetzen.

Auch dort legte sich Keller nach dem Spiel fest. „Die Gelb-Rote Karte war total berechtigt“, sagte der Sportdirektor. Ganz so total war es vielleicht dann doch nicht. Höler wusste die Einladung des Kölner Abwehrspielers jedenfalls gut zu nutzen, befand sich schon in der Luft, da dachte Chabot möglicherweise noch, den Ball irgendwie berühren zu können. „Wenn du genau hinguckst, geht der Spieler schon vorher runter. Der geht ja nicht zum Bein“, sagte Baumgart. Letztlich traf Chabot den 29-jährigen Offensivspieler im vollen Tempo aber genau dort. Gelb-Rot. Eine wohl vertretbare Entscheidung. Und eine, über die sich der Abwehrspieler auch vorher schon nicht hätte beschweren können. Denn zuvor hatte Chabot ebenfalls Höler mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen. Auch dort hätte es schon die Gelbe Karte geben können. So oder so hätte Chabot in dieser Position, in dieser Situation nicht grätschen dürfen. Und so war das Abklatschen des Trainers wohl eher ein Aufmuntern.

Chabot wird gegen Union Berlin fehlen

Die Schuld für die Niederlage wollte Baumgart seinem Abwehrchef verständlicherweise nicht zuschustern. Dennoch waren sich Steffen Baumgart, Christian Keller und auch Mark Uth nach dem Spiel einig: die Gelb-Rote Karte hatte dem Duell eine neue Wende gegeben. Tatsächlich spielten die Kölner gegen Freiburg lange mit, waren in den Anfangsminuten sogar das etwas bessere von zwei eher schwachen Teams. Das änderte sich aber schon im Laufe der ersten Halbzeit. Freiburg erarbeitete sich zunehmend mehr Spielanteile. Wirklich zwingend wurden die beiden Teams im ersten Abschnitt aber nicht. Auch nach dem Wechsel fehlte lange die Phantasie, wie die Kölner in der Offensive beleben könnten. Florian Kainz stand einmal mehr neben sich, Luca Waldschmidt agierte glücklos. Und so brachte Baumgart nach einer Stunde frische Kräfte. Die standen keine Minute auf dem Feld, da musste Chabot runter. Und das Spiel veränderte sich.

Der FC bemühte sich, in Unterzahl zielstrebiger Offensivaktionen zu setzen, geriet aber zunehmend unter Druck. „Am Ende macht es Freiburg natürlich auch sehr clever. Da hatten wir keine Chance mehr“, sagte Uth. Im Gegensatz zu der Mannschaft aus dem Breisgau, die gleich ein Halbes Dutzend Hochkaräter abfeuerte. Einzig Marvin Schwäbe war es zu verdanken, dass es bei den beiden Treffern durch Michael Gregoritsch und Roland Sallai blieb. Unterm Strich fiel den Kölnern in der Offensive aber auch vor dem Platzverweis einmal mehr erschreckend wenig ein. „Wir haben im Moment schon ein bisschen das Problem, uns Torchancen herauszuspielen“, sagte Uth. Die alleinige Schuld an der Niederlage trug Chabot mit seiner Ampelkarte sicherlich nicht. „Es ist eine Situation, die er mit Erfahrung vielleicht besser löst“, sagte der Trainer, der am Mittwoch im Duell bei Union Berlin nun auf seinen Abwehrchef verzichten muss.


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„Das war nicht hilfreich“

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„Das war nicht hilfreich“

Eine bittere 0:2-Niederlage kassierten die Kölner gegen Freiburg. Bitter, weil der FC durchaus bis zur Gelb-Roten Karte mitspielte, wenn auch harmlos. Die Enttäuschung war dennoch groß. Die Stimmen zum Freiburg-Spiel.

Am Ende ging das 0:2 des 1. FC Köln beim SC Freiburg durchaus in Ordnung. Dennoch waren die Kölner bedient. Vor allem, weil die Gelb-Rote Karte gegen Jeff Chabot die Wende brachte. Die Stimmen zum Freiburg-Spiel.

Mark Uth bei DAZN: „Wir waren eigentlich ganz gut im Spiel. Wir haben im Moment schon ein bisschen das Problem, uns Torchancen herauszuspielen. Aber es steht 0:0, wir haben eine gute Chance für mich. Und dann ist die Karte sehr unglücklich. Am Ende macht es Freiburg natürlich auch sehr clever. Da hatten wir keine Chance mehr. Unser Spiel hat uns in den letzten zwei Jahren ausgezeichnet. Wir haben eine hohe Intensität auf den Platz gebracht. So sind wir konkurrenzfähig. Das haben wir heute geschafft und so müssen wir weitermachen. Ich würde gerne mal wieder von Anfang an spielen, das entscheidet aber der Trainer. Wenn ich reinkomme, fühle ich mich ganz gut. Ich brauche die Spielzeit. Für 60 Minuten würde ich mich schon sehen.“

Keller: „Das war die Spiel entscheidende Situation“

Steffen Baumgart: „Am Ende interessiert es nicht, ob die Leistung nun besser war. Am Ende holst du keinen Punkt. Bis zum Platzverweis war es eine Begegnung auf Augenhöhe und danach waren wir teilweise spielerisch auch besser. Die Leistung ist leider nicht entscheidend. Wir haben zuvor Punkte geholt, da waren die Leistungen eher bescheiden. Jetzt hat eine Gelb-Rote Karte die Partie zu einem Zeitpunkt entschieden, da wir gerade gewechselt hatten und noch einmal Druck machen wollten. Das war nicht hilfreich. Am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Es ist immer wieder dasselbe: Wir machen hinten Fehler, die wir nicht machen dürfen, und sind vorne nicht konsequent genug. So kannst du ein Spiel wie heute nicht gewinnen. Ein Unentschieden wäre möglich gewesen, aber am Ende geht Freiburg verdient als Sieger vom Platz. Man hat genug Situationen, in denen man merkt, dass den Jungs die Sicherheit fehlt.“

Christian Keller bei DAZN: „Ich glaube, dass es heute sehr entscheidend war, dass wir die Gelb-Rote Karte bekommen haben. Wir waren davor ordentlich im Spiel. Es war relativ ausgeglichen, relativ offen. Mit der Gelb-Roten Karte bekommt das Spiel eine ganz andere Wendung. Und dann war es ab diesem Zeitpunkt auch verdient, dass Freiburg gewonnen hat. Die Gelb-Rote Karte war total berechtigt. Man muss sich fragen, ob die Gelbe Karte in der ersten Halbzeit berechtigt war. Bei der Gelb-Roten Karte macht er in der Situation eigentlich vieles richtig, drängt ihn nach außen, der Freiburger Spieler ist schon fast an der Eckfahne, da musst du dann aber nicht mehr runter gehen. Es war 60 Minuten ein Spiel, das auch auf unsere Seite hätte kippen können. Dann war das diese eine Spiel entscheidende Szene.“

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Einzelkritik

Die Einzelkritik gegen Freiburg

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Die Einzelkritik gegen Freiburg

60 Minuten spielte der FC gegen Freiburg zumindest mit, dann sah Jeff Chabot die Gelb-Rote Karte und gab dem Duell eine aus Kölner Sicht bitteren Wende. Gerade die Offensive blieb aber wieder hinter den Möglichkeiten zurück. So bewerten wir die FC-Spieler gegen Freiburg.

FC-Trainer Steffen Baumgart hatte gegen den SC Freiburg bewusst eine offensivere Variante gewählt. Der FC sollte sich wieder auf seine Stärken besinnen. Doch das ging beim 0:2 alles andere als gut für den 1. FC Köln: Unsere Einzelkritik der FC-Profis gegen Freiburg.

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Bis zur Gelb-Roten Karte für Jeff Chabot hielt der 1. FC Köln die Begegnung gegen den SC Freiburg offen. „Wir waren davor ordentlich im Spiel. Es war relativ ausgeglichen, relativ offen“, sagte Christian Keller nach dem 0:2 im Breisgau. „Es war 60 Minuten ein Spiel, das auch auf unsere Seite hätte kippen können. Dann war das diese eine Spiel entscheidende Szene.“ Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass der FC in der Offensive wieder einmal so gut wie gar nicht stattfand. Mehr als ein harmloser Versuch von Jan Thielmann im ersten Abschnitt und Mark Uths Großchance vor dem 0:1 war für die Geißböcke nicht drin. „Am Ende macht es Freiburg natürlich auch sehr clever. Da hatten wir keine Chance mehr“, sagte Uth. Tatsächlich schnürte der SC die Kölner in der Schlussphase ein und hätte auch deutlich höher gewinnen können.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Freiburg

Sicher beim Schlenzer gegen Grifo in Durchgang eins. War nach dem Wechsel mehrfach stark in eins-gegen-eins-Situationen. Rettete stark gegen Röhl vor dem 0:1. Rettete auch stark in der Nachspielzeit gegen Gregoritsch und Sallai. Beim 0:2 erneut chancenlos. An Schwäbe lag es auch dieses Mal nicht.

Feierte etwas überraschend sein Startelf-Debüt. Leistete sich im Spielaufbau einige abenteuerliche Fehlpässe. Zeigte sich dafür aber enorm zweikampfstark. Kam mit 73 Prozent auf die beste Zweikampfquote.

Sicher im Spielaufbau, gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe. Ausgerechnet zu dem vor dem 0:1 kam es nicht, weil er wegrutschte. War darüber maßlos enttäuscht, warum er das reklamierte, wird sein Geheimnis bleiben.

Stand in den ersten Minuten gewohnt sicher, war dann aber auch Teil der nicht sattelfesten Abwehr. Seine Gelbe Karte in Durchgang eins war vollkommen berechtigt. Die Gelb-Rote Karte wohl auch, obwohl Höler erstaunlich früh abhebt. Darf nie und nimmer in dieser Situation die Grätsche zu Gelb-Rot ziehen. So wurde er zur tragischen Figur.

Rettete im ersten Abschnitt mit einem Monster-Block gegen Grifo unmittelbar vor der Torlinie. Stand in der Defensive sicher, fand in der Offensive so gut wie nicht statt. Feierte immerhin sein 100. Bundesliga-Spiel – wenn auch ein trauriges.

Verhinderte mit einem starken Zweikampf den ersten Torschuss der Hausherren. War auch sonst in der Rückwärtsbewegung an wichtigen Zweikämpfen beteiligt. Martel fehlt aber definitiv der Zug in der Offensive.

Selten hat der Begriff „stets bemüht“ so gut gepasst. Kainz mühte sich sichtbar, Spielkontrolle und vermutlich auch Selbstsicherheit zu bekommen. Das gelang dem Kölner Kapitän aber auch auf der zentralen Position hinter den Spitzen nicht. Zu viele Fehlpässe, zu wenig Ideen. Immerhin ein verunglückter Schuss aus 16 Metern. Kainz ist weit von der Form vergangener Zeiten entfernt. Sehr weit.

Ähnlich wie Kainz weiterhin mit rätselhaften Auftritten. Ackerte gewohnt viel, lief in 60 Minuten starke neun Kilometer. Nur verpufft die Arbeit, denn Ljubicic fand auch auf der linken Seite in der Offensive so gut wie gar nicht statt.

Startete mit Selte im Angriff. Hatte auch einige vielversprechende Ansätze. Mehr leider nicht. Aktuell fehlt beim Abspiel oft das Timing, die Schüsse wurden geblockt.

Kam zum ersten Abschluss im Spiel. Bekam nicht genug Druck hinter den Ball. Auf dem Papier spielte er rechts in der Offensive, war aber wieder einmal überall unterwegs. Auch im Abseits, als er nach einer guten halben Stunde durch war und im eigenen Sechzehner vor dem Seitenwechsel, als er nach einer eigenen Ecke in höchster Not rettete. Leitete mit einem Fehlpass den Konter vor der Gelb-Roten Karte ein.

Kehrte zurück in die Startelf. Lief erstaunlich elf Kilometer und landete damit auf Rang drei der Kölner Lauf-Rangliste. Das ist aber nicht seine Kern-Aufgabe. Die liegt bekanntlich im Tore schießen. Nur hatte der Stürmer nicht einen einzigen Torabschluss.

Ab 61. Spielminute: Brachte gefühlt Schwung auf den Platz und hätte die Kölner Führung nach starker Vorarbeit von Maina machen müssen. Hatte in den Schlussminuten kaum noch Zugriff auf das Spiel.

Ab 61. Spielminute: War nach seiner Einwechslung ein belebendes Element – und das trotz Unterzahl. Legte Uth die mögliche Führung auf. Dieser ließ diese wiederum liegen.

Ab der 61. Spielminute. Kam, um hinter den Spitzen für Gefahr zu sorgen. Die Idee verpuffte mit der Gelb-Roten Karte. War im Grunde nur mit Defensivaktionen betraut.

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FC verliert nach Gelb-Rot auch in Freiburg

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FC verliert nach Gelb-Rot auch in Freiburg

Der 1. FC Köln hat beim SC Freiburg am Sonntagnachmittag eine 0:2-Niederlage hinnehmen müssen. Der FC spielte lange gut mit. Mit einer Gelb-Roten Karte für Jeff Chabot kam die Wende.

Trotz einer ordentlichen Leistung hat der 1. FC Köln beim SC Freiburg eine unterm Strich verdiente 0:2-Niederlage hinnehmen müssen. Lange spielten die Kölner in der chancenarmen Partie zumindest mit. Nach einer guten Stunde sah Jeff Chabot die Gelb-Rote Karte, Michael Gregoriscth (72.) und Roland Sallai (90.+5) trafen für den SC. „Mit der Gelb-Roten Karte bekommt das Spiel eine ganz andere Wendung. Und dann war es ab diesem Zeitpunkt auch verdient, dass Freiburg gewonnen hat“, sagte Sportdirektor Christian Keller nach dem Spiel.

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Im Vergleich zum Spiel gegen Mainz änderte Steffen Baumgart die Startelf gleich auf vier Positionen. Luca Waldschmidt oder Florian Kainz lautete vor der Partie eine der Aufstellungsfragen. Der Kölner Coach setzte auf beide Spieler in der Offensive, dafür saß Dauerbrenner Linton Maina zunächst auf der Bank. „Kainzi ist wieder da, wo er hingehört“, sagte Baumgart vor der Begegnung. Zudem starteten Benno Schmitz für Rasmus Carstensen und Max Finkgräfe für Dominique Heintz. Im Sturm stand erwartungsgemäß Davie Selke für Steffen Tigges in der Anfangsformation. Allerdings wählte der Kölner Trainer eine sehr offensive Ausrichtung, Waldschmidt spielte im Grunde neben Selke, dafür zog es Ljubicic auf die linke Seite.

Spielunterbrechung sorgt für den Bruch beim FC

Und tatsächlich gehörte den Kölnern auch die Anfangsphase. Der FC spielte druckvoll, setzte den Gegner früh unter Druck und suchte nach Ballgewinn dann aber den kontrollierten Weg in die Offensive. Es dauerte gute zehn Minuten bis zur ersten nennenswerten Chance. Waldschmidt flankte von der rechten Seite in die Box, Jan Thielmann kam auch mit dem gestreckten Bein an den Ball, war aber offenbar selbst überrascht. Keine 120 Sekunden später wurde die Begegnung unterbrochen. Wie erwartet warfen auch in Freiburg die Fans aus Protest Süßigkeiten auf das Spielfeld. Der SC schien sich in der Unterbrechung gesammelt zu haben, war fortan besser im Spiel, kam aber auch erst nach einer halben Stunde zu den ersten Aktionen. Zunächst scheiterte Vincenzo Grifo aus der Distanz an Marvin Schwäbe, anschließend blockte Schmitz in höchster Not kurz vor der Linie.

Freiburg übernahm zunehmend die Kontrolle, der FC stand in der Defensive nicht mehr wirklich sicher. Unter anderem versuchte es Grifo mit einem weiteren Schlenzer, verfehlte das Tor aber deutlich. Köln setzte auf das schnelle Umschaltspiel, doch die Konter wurden von dem kompakten Zentrum der Freiburger immer wieder unterbunden. Thielmann war einmal auf der rechten Seite durch, konnte nur mit einem taktischen Foul gestoppt werden, befand sich aber deutlich im Abseits. Aber auch der SC erspielte sich keine wirklich großen Torchancen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit waren die Kölner wieder auf mehr Ballsicherheit aus. Waldschmidt kam gleich zwei Mal in vielversprechende Abschlusspositionen, wurde aber jeweils geblockt. Fast schon erwartungsgemäß ging es torlos in die Kabine.

Gelb-Rot bringt die Wende

Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte Kainz. Nach einer Rettungsaktion von Jeff Chabot funktionierte das FC-Umschaltspiel mal genauso wie es sich Baumgart vorstellt und der Kölner Kapitän kam aus 16 Metern zum Abschluss, setzte den Ball aber neben den Kasten. Das Spiel nahm aber auch nach dem Wechsel nicht wirklich an Fahrt auf. Der FC war bemüht, die Offensivspieler trafen aber in den meisten Aktionen die falschen Entscheidungen oder waren einen Tick zu spät. Auch dem Freiburger Spiel fehlte weiterhin die nötige Präzision. Nach einer guten Stunde wechselte Baumgart und brachte mit Mark Uth, Linton Maina und Denis Huseinbasic frische Offensivkräfte. Der nächste Angriff gehörte aber dem SC und der hatte schwerwiegende Folgen für die Kölner. Ein Fehlpass von Thielmann führte zum Freiburger Konter, Chabot wusste sich gegen den davon eilenden Höler auf der linken Seite nur mit einer Grätsche zu helfen und sah zu recht Gelb-Rot.

Baumgart stellte für die letzte halbe Stunde auf Dreierkette um, brachte dazu Luca Kilian für den agilen Thielmann. Der FC hatte aber in Unterzahl erstaunlich viel Platz für Konter. Maina brach auf der rechten Seite durch, lief bis zur Grundlinie und spielte zurück auf Uth, der den Ball nicht traf. Auf der anderen Seite machte es Michael Gregoritsch besser. Eine lange Flanke köpfte Merlin Röhl gegen die Laufrichtung von Schwäbe, der den Ball vor die Füße von Gregoritsch fallen ließ. Der Stürmer drückte den Ball nur noch über die Linie, Hübers war zuvor bei der Rettungsaktion weggerutscht. Nur wenige Minuten später flankte Noah Weißhaupt erneut genau auf Röhl, der das Spielgerät knapp neben das Tor köpfte. Der SC spielte die Überzahl nun clever aus, setzte immer wieder Röhl in Szene. Einen Steckball entschärfte Kilian nur knapp.

Schwäbe verhinderte noch schlimmeres, als er erst gegen Gregoritsch und dann gegen Roland Sallai in der Schlussphase stark parierte. In der Nachspielzeit war Schwäbe gegen Sallai geschlagen, doch der Stürmer traf aus elf Metern nur den Innenpfosten. Keine 60 Sekunden später machte es der Angreifer besser. Nach einer Flanke kam Sallai unbedrängt zum Kopfball und traf perfekt ins lange Eck. Dabei blieb es. Der FC bleibt damit auf dem 16. Tabellenplatz, hat aber mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf Rang 14. Am kommenden Mittwoch ist der FC zu Gast bei Union Berlin.

FC: Schwäbe – Finkgräfe (73. Carstensen), Chabot, Hübers, Schmitz – Martel – Ljubicic (60. Maina), Kainz (60. Huseinbasic), Thielmann (65. Kilian) – Selke, Waldschmidt (60. Uth) Tore: 1:0 Gregoritsch (72.), 2:0 Sallai (90.+5) Gelb-Rote Karte: Jeff Chabot


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Startelf gegen Freiburg: Mit Waldschmidt gegen den Ex-Klub oder doch mit Kainz?

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Startelf gegen Freiburg: Mit Waldschmidt gegen den Ex-Klub oder doch mit Kainz?

Gegen Mainz saß Florian Kainz erstmals in dieser Spielzeit zunächst nur auf der Bank. Beim SC Freiburg könnte der Kapitän erneut außen vor sein. Luca Waldschmidt könnte dagegen gegen seinen Ex-Klub erneut in der Startformation stehen.

Mit Luca Waldschmidt oder doch mit Florian Kainz? Steht Davie Selke wieder in der Sturmspitze? Wie spielt der 1. FC Köln gegen den SC Freiburg? Wir tippen auf diese Aufstellung.

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Nachdem FC-Trainer Steffen Baumgart gegen Bayern München und den SV Darmstadt in der Defensive mit einer Fünferkette respektive Viererkette aus vier Innenverteidigern für Überraschungsmomente sorgte, wartete der Trainer gegen Mainz ebenfalls mit einer so nicht unbedingt zu erwartenden Entscheidung auf. Gegen die 05er stand Florian Kainz zumindest erstmals in dieser Saison nicht in der Startformation. Baumgart hatte trotz des augenscheinlichen Formtiefs des Mittelfeldspielers an seinem Kapitän festgehalten, ihn auf diversen Positionen eingesetzt. Auch am Freitag fand der Coach positive Worte für den 31-Jährigen. „Kainz ist einer unserer besten Fußballer. Er kann viele Positionen spielen. Wir setzen ihn da ein, wo wir ihn brauchen“, sagte der Trainer.

Wer beginnt auf der Zehn?

Doch wo genau diese Position ist, ist nach 14 Liga-Spielen komplett offen. Bislang konnte Kainz auf keiner Position für besonders viel Offensivfußball, für kreative Momente sorgen. Nur im Derby gegen Borussia Mönchengladbach überzeugte der Nationalspieler Österreichs, erzielte zwei Tore, allerdings beide vom Punkt. „Ich versuche, mich auf meine Leistung zu fokussieren, was kann ich für mein Spiel verbessern“, sagte Kainz dem „Express“. „So kann ich der Mannschaft am besten helfen. Und ich möchte natürlich in den nächsten Partien wieder dabei sein. Ich will wieder dahin kommen, wo ich letzte Saison war.“ Dort funktionierte der Offensivspieler, hatte nach dem 14. Spieltag in der Liga schon fünf Tore erzielt und vier vorbereitet. Da Kainz unter der Woche allerdings zwei Mal nur individuell trainieren konnte, erst am Donnerstag wieder komplett ins Mannschaftstraining einstieg, ist ein Startelf-Einsatz offen.

So könnte erneut Luca Waldschmidt in der Anfangsformation auflaufen. Und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub. Beim SC Freiburg feierte der Offensivspieler seinen Durchbruch, sagte später, dass es für ihn die wichtigste Station seiner Karriere gewesen sein. In der vergangenen Woche hatte auch der ehemalige Nationalspieler keinen Zugriff auf die Begegnung. Da hinter den Spitzen bekanntlich nur eine Position zur Verfügung steht, wird es wohl eine Entweder-oder-Entscheidung zwischen Waldschmidt und Kainz geben. Denn auf den Außenbahnen scheinen aktuell Linton Maina und Jan Thielmann gesetzt. Vor allem Thielmann sorgte in den vergangenen Wochen für ordentlich Tempo auf der rechten Seite. Maina wusste zuletzt nicht zu überzeugen, scheint aber seinen Stammplatz weiterhin sicher zu haben. Für Mark Uth kommt ein Einsatz von Beginn an zu früh. Das machte Baumgart am Freitag unmissverständlich klar.

Mit Selke wieder im Angriff

Davie Selke sollte dagegen wieder in der Startelf stehen. Der Angreifer saß in der vergangenen Woche noch 90 Minuten auf der Bank. Steffen Tigges erhielt den Vorzug, hatte mit dem Spiel aber relativ wenig zu tun. Nach einer guten Stunde kam Florian Dietz, machte einen guten Eindruck, war aber auch kein Faktor in der Kölner Offensive. Sicher gesetzt sollte die Viererkette mit Dominique Heintz, Timo Hübers, Jeff Chabot und Rasmus Carstensen sowie die Doppelsechs mit Dejan Ljubicic und Eric Martel sein.

So könnte der FC gegen Freiburg spielen

Die mögliche Aufstellung: Schwäbe – Carstensen, Chabot, Hübers, Heintz – Martel, Ljubicic – Thielmann, Waldschmidt, Maina – Selke


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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Freiburg

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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Freiburg

Beim 0:0 gegen Mainz konnte der FC nicht wirklich überzeugen. Nun soll gegen Freiburg eine Überraschung her. Doch die Bilanz spricht gegen die Kölner. Zahlen und Fakten…

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen die Breisgauer geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Freiburg.

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Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Freiburg?

Insgesamt lieferten sich beide Vereine 44 direkte Pflichtspiel-Duelle, von denen der FC 15 für sich entscheiden konnte. Allerdings kassierten die Kölner 21 Niederlagen und spielten acht Mal unentschieden. In diesen Begegnungen fielen insgesamt 125 Tore von denen der FC 59 erzielte.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg?

Das Spiel beginnt am Sonntagnachmittag um 15:30 Uhr und wird von DAZN übertragen. Die Highlights des Spiels sind unter anderem am Sonntag im WDR-Fernsehen zu sehen.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Freiburg?

Den höchsten Sieg feierten die Geißböcke im Oktober 1975. Damals setzte sich der FC mit einem 8:2 in der 2. Runde des DFB-Pokals durch. Jeweils zwei Treffer erzielten Matthias Brücken und Hannes Löhr.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen den SC?

Die höchste Niederlage des FC gegen den FC Freiburg liegt fast drei Jahre zurück. In Freiburg mussten sich die Geißböcke mit 0:5 geschlagen geben. Auf Seiten der Freiburger trafen jeweils fünf verschiedene Torschützen. Man of the Match wurde Ermedin Demirović, der zwei Assists und ein Tor zum Heimsieg der Freiburger beitrug.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Freiburg?

Die meisten Treffer gegen Freiburg erzielte Toni Polster. In seiner FC-Zeit von 1993 bis 1998 war der Torjäger sieben Mal für die Kölner erfolgreich. Anthony Modeste traf immerhin sechs Mal. Von den aktuellen Spielern spielte Davie Selke gegen kein Team so oft wie gegen Freiburg. 16 Mal stand der Kölner Stürmer gegen das Team aus dem Breisgau auf dem Platz. Dabei erzielte der Angreifer einen Treffer und bereitete zwei Tore vor. Während Mark Uth gegen Freiburg noch gar nicht getroffen hat, kommt Luca Waldschmidt ebenfalls nur auf ein Tor.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen den SC?

Jonas Hector trug gegen den SC am häufigsten das FC-Trikot. 13 Mal spielte der ehemalige Kölner Kapitän gegen Freiburg. Christian Günter stand auf der anderen Seite bei 15 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

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Der 1. FC Köln und seine zwei Gesichter

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Der 1. FC Köln und seine zwei Gesichter

Laut Steffen Baumgart bringen die Spieler des 1. FC Köln Leidenschaft, Wille uns Leistung mit ins Training ein, im Spiel wird der Matchplan dann aber nur selten umgesetzt. Das soll sich gegen Freiburg ändern.

Im Training top, im Spiel eher flop – so oder so ähnlich schätzt Steffen Baumgart die Leistungen seiner Mannschaft in dieser Saison ein. Um beim SC Freiburg etwas mitnehmen zu können, gibt es nur einen Weg für den 1. FC Köln: Die Trainingsleistung soll wieder auf den Platz kommen.

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Unter der Woche wurde der Ton am Geißbockheim schon mal ein wenig rauer. Steffen Baumgart fand dieses Mal aber gegenüber seiner Mannschaft ab und an deutliche Worte, kritisierte, korrigierte. Dabei ist der Kölner Coach grundsätzlich zufrieden mit der Leistung im Training. „Wir haben im Training nichts verändert. Die Jungs sind gut dabei“, sagte Baumgart. „Wenn ich nach den Trainingseindrücken gehe, stehen wir falsch in der Tabelle. Wenn ich aber die Fußballspiele am Wochenende sehe, zeigen wir ein zweites Gesicht.“ Und dieses Gesicht gefällt dem Trainer wiederum so gar nicht. „Wenn ich die Leistung auf dem Platz sehe, dann bin ich nicht immer zufrieden. Ich bin aber jemand, der gerne zufrieden ist“, so der 51-Jährige.

Baumgart: „Wir Trainer ziehen die Fäden“

Soll heißen: Unter der Woche arbeiten die Kölner einen Matchplan für die kommende Begegnung aus, auf den Platz bringen sie diesen am Wochenende dann aber nicht. „Wenn wir gegen Mainz vier Minuten auf dem Platz stehen und der Gegner steht mit vier Spielern in Überzahl bei uns im Strafraum, dann bin ich mir sicher, dass ich das in meinen zweieinhalb Jahren noch nicht erlebt habe. Und wenn das in den ersten 17 Minuten drei Mal passiert, dann ist irgendetwas nicht richtig gelaufen“, sagt Baumgart. Dabei hat der Coach den Matchplan in den vergangenen Wochen der Krise anpassen müssen. Defensive statt Offensive heißt aktuell bekanntlich die Marschroute. „Wenn wir einen Matchplan haben und uns nicht daran halten, dann bin ich derjenige, der eingreifen muss. Wir haben mal einen Fußball gespielt, der nicht immer für Siege gestanden hat, der aber für viel Power, für viel Intensität, für viel rechtzeitiges Arbeiten gegen den Ball gestanden hat“, sinnierte Baumgart.

Davon sind die Kölner aktuell weit entfernt. Und so hinterfragte sich der Trainer auch selbst. „Es gibt immer einen, der die Verantwortung hat, und das bin ich“, sagte Baumgart. Gemeinsam mit dem Trainerteam sollte an Lösungen gearbeitet werden, um die Ergebnisse dann der Mannschaft am Mittwoch in einer längeren Analyse mitzuteilen. „Es gibt Sachen, die sind gut gelaufen. Und es stellt sich die Frage, warum ist es nun nicht so gut gelaufen. Es geht darum, was ich verändern kann und vielleicht auch muss, um den Jungs zu helfen, damit sie wieder den Fußball spielen, den wir hier sehen möchten“, erklärte der 51-Jährige. „Ist es die Idee, der Matchplan oder haben wir es einfach nicht gut rübergebracht? Wir Trainer stehen in der Verantwortung und ziehen die Fäden, damit die Jungs es verstehen.“

Freiburg bislang nur mit Niederlagen gegen die Top-5

Das Besprochene gilt es dann am Sonntag in Freiburg auch auf den Platz zu bringen. Die Aufgabe wird aber alles andere als leicht. Zwar konnte der SC in der Bundesliga in dieser Saison nicht an die konstant guten Leistungen vergangener Jahre anknüpfen, die einzigen Niederlagen kassierte die Streich-Elf bis heute aber nur gegen Bayer 04 Leverkusen, den FC Bayern, den VfB Stuttgart, RB Leipzig und Borussia Dortmund – also die Top-5 der Liga. Immerhin zeigen die vergangenen Wochen auf dem Tableau eine ordentliche Entwicklung. „Das zeigt eine positive Tendenz, auch wenn der Fußball nicht so aussieht, wie ich ihn mir vorstelle“, so Baumgart, der von seinem Team am Sonntag mal das andere, das positive Gesicht sehen will. 


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Benno Schmitz – und plötzlich außen vor

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Benno Schmitz – und plötzlich außen vor

Steffen Baumgart verhalf Benno Schmitz nach seinem Amtsantritt zu einer Leistungsexplosion. Aktuell sitzt der Abwehrspieler nur noch auf der Bank. Und das, wegen des Spielsystems des Trainers.

Benno Schmitz war in der Spielzeit 2021/22 eine der ganz großen Überraschungen beim 1. FC Köln. Davon ist der Abwehrspieler in dieser Saison weit entfernt. Das interne Duell hat Schmitz gegen Carstensen verloren. Benno Schmitz: Vom Stammspieler zum Reservisten.

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Wirklich viele Kölner Fans hatten im Sommer 2021 wohl nicht mehr daran geglaubt. Benno Schmitz hatte beim FC bereits drei überschaubare Spielzeiten hinter sich. Der Rechtsverteidiger kam 2018 für die überschaubare Summe von 200.000 Euro zum FC, konnte sich aber bei den Geißböcken weder in der 2. Bundesliga noch in den Folgespielzeiten nach dem Aufstieg richtig durchsetzen. 38 Spiele saß der Rechtsverteidiger in diesem Zeitraum als nicht eingesetzter Reservist auf der Bank, stand dagegen in den mehr als 100 Partien 34 Mal in der Startelf. Schmitz war weit davon entfernt, in den Dunstkreis eines Stammspielers zu kommen.

Vom Kölschen Cafu zurück auf die Bank

Das änderte sich aber mit der Verpflichtung von Steffen Baumgart. Auch Schmitz erlebte in der ersten Spielzeit unter dem neuen Coach eine Leistungsexplosion. Der Rechtsverteidiger war unter Baumgart gesetzt, saß nur in einer Begegnung auf der Bank, fehlte zwei Spiele krankheitsbedingt. Ansonsten gab es an Schmitz kein Vorbeikommen. Und der Abwehrspieler, der seine fußballerische Ausbildung beim FC Bayern München und bei RB Leipzig durchlebt hatte, zahlte das Vertrauen zurück. Fünf Tore legte der Abwehrspieler mit seinen insgesamt 85 Flanken vor und bekam den Spitznamen „Kölscher Cafu“ verpasst. Doch schon in der vergangenen Spielzeit konnte Schmitz nicht mehr an die starke Leistung anknüpfen. Zwar brachte der Rechtsverteidiger in der Liga noch immer 79 Flanken, ohne Anthony Modeste fehlte ihm aber offensichtlich der Abnehmer. Mehr als das schöne Tor gegen Leverkusen gelang dem gebürtigen Münchner in der Offensive nicht mehr.

Dennoch startete Schmitz auch in die aktuelle Saison als Stammspieler – zumindest gefühlt und nominell. Denn nach dem Abgang von Kingsley Schindler war der offizielle Tonus bei den Geißböcken, dass man einen Backup für den Rechtsverteidiger suche, der mittelfristig zum ernstzunehmenden Konkurrenten für Schmitz werden würde. Das ist schneller geschehen, als gedacht. Mit Rasmus Carstensen wurde genau dieser Spieler gefunden. Der Däne, der bekanntlich mit viel Skepsis in Köln begrüßt wurde und gegen den es auch intern Vorbehalte gab, hat den Konkurrenzkampf im Grunde schon in seinem ersten Testspiel gegen den FC Nantes vor dem Saisonstart eröffnet und seitdem nicht locker gelassen. Carstensen ist entgegen aller Erwartungen zum heimlichen Königstransfer geworden.

Carstensen gewinnt das interne Duell

Und Schmitz? Der 28-Jährige war zu Beginn der Saison noch Stammspieler, zog sich dann aber eine muskuläre Verletzung zu und ist nun außen vor. Seit dem Spiel gegen Bremen kam der Abwehrspieler nur noch auf 30 Minuten Einsatzzeit und das in zwei Spielen. Einzig bei der 2:3-Pleite im Pokal gegen Lautern erhielt Schmitz mal wieder die volle Spielzeit. Bemerkenswert, denn Baumgart hatte erst wenige Tage vor der Ausbootung noch von einem sehr knappen Konkurrenzkampf der beiden Abwehrspieler gesprochen. Dabei scheint ausgerechnet der Trainer, der dem Abwehrspieler zu einer starken und einer soliden Spielzeit verhalf, nun zum Verhängnis zu werden – oder vielmehr Baumgarts Spielstil. Der Kölner Coach will auf den Außen schnelle Spieler, die für ein starkes Umschaltspiel prädestiniert sind, eben wie Carstensen haben. Das Tempo war seit je her das größte Manko des Bayern.

Schmitz reiht sich damit in die Reihe einiger Spieler ein die aktuell gerade außen vor sind – so wie auch Denis Huseinbasic und Mathias Olesen. „Ich sage allen Dreien, dass ich weiß, dass es nicht immer gerecht sit. Dass es aber Gründe gibt, warum ich es so mache“, sagte Baumgart am Freitag. „Aus Spieler Sicht würde ich verstehen, dass sie mich gerade nicht mögen. Sie drängen alle drei nicht nur in den Kader, sogar in der Elf.“ Zwar wirkt Schmitz in der Defensive etwas stabiler als Carstensen, in der Offensive ist aber auch der 28-Jährige in dieser Spielzeit bislang kein Faktor des FC-Spiels. Und so erinnert bei Benno Schmitz momentan viel an die Anfänge im Kölner Trikot und auf der Kölner Bank. Wie „Sky“ am Freitagabend berichtet, will Steffen Baumgart den im kommenden Jahr auslaufenden Vertrag verlängern, Christian Keller scheint sich da nicht so sicher.


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