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Späte Retter, Baumgarts Schützenhilfe, bittere Gegentreffer – fünf Endspiele in 28 Jahren

Für den 1. FC Köln geht es am Samstag im Duell gegen den 1. FC Heidenheim um alles oder nichts. Es ist das fünfte Endspiel am letzten Spieltag seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Zwei Mal ging es gut, zwei Mal leider nicht.

Am Samstag steht für den FC das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim auf dem Spielplan. Eine schwere Aufgabe, vor allem aber mal wieder ein Endspiel am letzten Spieltag. Das gab es seit Einführung der Drei-Punkte-Regel schon vier Mal (zumindest um den Abstieg). So spielte der 1. FC Köln die bisherigen Endspiele.

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– 1995/95: Im ersten Jahr der Drei-Punkte-Regel wurde es direkt eng für die Geißböcke. In der Spielzeit 95/96 standen die Geißböcke nach dem 33. Spieltag mit 37 Zählern auf Rang 15, einen Relegationsplatz gab es nicht. Somit betrug das Polster zum direkten Abstiegsplatz und Kaiserlautern zwei Punkte. Und die Lauterer trafen im direkten Duell gegen die ebenfalls strauchelnde Werkself aus Leverkusen an, während der FC zum UEFA-Cup-Platz-Anwärter Rostock fuhr. Peter Neururer hatte zum Saisonfinale mit einigen Überraschungen in der Startelf aufgewartet. Doch der Plan ging auf. Der FC setzte sich durch ein Tor von Holger Gaißmayer durch und hielt die Klasse, Lautern musste nach einem 1:1 gegen Leverkusen runter.

Baumgarts Schützenhilfe bringt nichts

1997/98: Zwei Jahre später war die Situation mit der aktuellen vergleichbar. Der FC belegte nach 33 Spieltagen Rang 17, punktgleich mit Mönchengladbach auf Platz 16. Doch die Tordifferenz zu den Fohlen war deutlich größer (FC -15, BMG -7). Das rettende Ufer war mit dem KSC drei Zähler entfernt, auch die Tordifferenz in der Theorie erreichbar (-10). Tatsächlich kassierte Karlsruhe auch eine 2:4-Pleite gegen Rostock. Selbst Kölns Ex-Trainer Steffen Baumgart gab Schützenhilfe. Doch der FC löste gegen Leverkusen seine eigenen Hausaufgaben nicht. Nach einer guten Stunde führte Köln noch 2:0, ein Tor fehlte um den KSC einzuholen. Doch Leverkusen schlug zurück, unter anderem mit dem sehenswerten 2:2 durch Dirk Lottner kurz vor Schluss. Da Gladbach aber gegen Wolfsburg gewann, wäre selbst ein Sieg gegen den Nachbarn nicht ausreichend gewesen.

– 2011/12: Es folgten drei Abstiege, die frühzeitig besiegelt sowie einige Jahre, in denen der Klassenerhalt früh in trockenen Tüchern waren. Spannend wurde es am letzten Spieltag wieder in der Saison 2011/12. Vor dem letzten Spieltag belegten die Kölner den Relegationsplatz, hatten 30 Punkte am Start. Das Polster vor der Hertha schien mit zwei Zählern eigentlich gut. Wäre da nicht das Saisonfinale gegen Bayern München, während die Alte Dame Hoffenheim empfing. Der FC begann im Abschiedsspiel von Lukas Podolski auch konzentriert, Frank Schaefer hatte die Mannschaft gut eingestellt. Doch schon vor der Pause traf Thomas Müller, nach dem Wechsel Geromel ins eigene Netz, Arjen Robben erhöhte. Der Treffer von Milivoje Novakovic war nicht mehr als ein Nebenschauplatz, denn erneut Müller stellte auf 4:1. Da Berlin gegen Hoffenheim 3:1 gewann, verabschiedete sich nicht nur Lukas Podolski aus der Bundesliga.

Bornauw rettet die Kölner in der Schlussminute

– 2020/21: Auch vor drei Jahren belegten die Kölner am vorletzten Spieltag Rang 17, allerdings mit einem Punkt Rückstand zum Relegationsplatz und Werder Bremen und zwei zum rettenden Ufer und Arminia Bielefeld. Allerdings hatten die Geißböcke gegenüber Bremen das deutlich schlechtere Torverhältnis. Ein Unentschieden würde dem FC gegenüber den Nordlichtern also nicht reichen. Und darauf kam es an. Denn Bielefeld führte plötzlich beim VfB Stuttgart, war für den FC außer Reichweite. Der FC machte unter Friedhelm Funkel das Spiel, Schalke konterte. Ein Treffer von Sebastian Andersson wurde zurückgenommen. Es lief bereits die Schlussphase als Sebastiaan Bornauw die Kölner mit einem satten Kopfball in der 86. Minute in die Relegation rettete.

– 2023/24: ? Die Ausgangslage spricht nicht gerade für die Kölner. Der FC muss nicht nur in Heidenheim gewinnen, die Kölner sind auch auf Schützenhilfe des SC Freiburg bei Union Berlin angewiesen. Zudem müssen die Geißböcke vier Tore gegenüber den Eisernen aufholen, um den siebten Abstieg in 26 Jahren zu verhindern.



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