Timo Schultz steht im Kölner Stadion. der 1. FC Köln ist im eigenen Stadion zu schwach.effzeh Geißböcke Abstiegskampf Timo Schultz Heimsieg Müngersdorf RheinenergieStadion Südkurve
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Endlich wieder mit der Wucht des eigenen Stadions?

Für den 1. FC Köln geht es am Samstag einmal mehr ums Überleben in der Bundesliga. Und das im eigenen Stadion. Das war in dieser Saison aber noch kein großer Vorteil. Ein Umstand, den Timo Schultz zurechtrücken will.

Am Samstagabend empfängt der FC den SC Freiburg im Kölner Stadion. Das war in dieser Saison alles andere als eine Festung. Der 1. FC Köln ist im eigenen Stadion zu schwach. Das soll sich nun ändern.

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Als Steffen Baumgart vor fast drei Jahren am Geißbockheim vorgestellt wurde, kam der ehemalige Trainer mit einer Idee. Baumgart wünschte sich, dass man in Zukunft öfter mal wieder das „Trömmelche“ hören solle, dass die Fans wieder Spaß im Stadion haben würden, dass ein Spiel wieder ein Erlebnis werde. Tatsächlich entfachte der Coach damals ein Feuer, das über zwei Jahre brannte – mal mehr, mal weniger. Vermutlich auch, weil der FC gerade aus einer Krisensaison kam. Der hemdsärmelige Trainer kam zum rechten Zeitpunkt an den richtigen Ort. Knapp drei Jahre später steht Baumgart in Hamburg an der Seitenlinie und das „Trömmelche“ ist in Köln zu einer Rarität geworden. Ganze zwölf Tore haben die Geißböcke in ihren 15 Heimspielen erzielt, gerade einmal drei Siege eingefahren. Das Kölner Stadion ist in dieser Saison alles andere als eine Kölner Festung.

Schultz: „Wir sollten unsere Bilanz aufpolieren“

Das musste am Donnerstag auch Timo Schultz zugeben. „Es ist auffällig, dass wir auswärts sehr stabil sind und zu Hause den ein oder anderen Punkt haben liegen lassen“, erklärte der Kölner Coach. Tatsächlich holten die Geißböcke im eigenen Stadion ganze zwölf Zähler. Schlechter ist in dieser Spielzeit nur der bereits abgestiegene SV Darmstadt mit sechs Punkten, auf Rang 16 liegt die TSG Hoffenheim, allerdings schon mit 19 Punkten. „Sehr stabil“ bedeutet für die Auswärtsspiele zwar auch nur elf Punkte, immerhin liegen die Kölner in dieser Statistik auf Rang 14 – wenn auch nur hauchdünn. „Wir haben nun zwei Heimspiele Zeit, das zurecht zu rücken. Wir sollten unsere Bilanz aufpolieren“, sagte Schultz. Dabei bleibt die Frage, wo der Trainer den Mut zu diesem Plan hernimmt. Die bisherigen Heimspiele waren nicht nur von den Ergebnissen eher mau.

Immerhin sorgte der Last-Minute-Erfolg über den VfL Bochum für eine Explosion im eigenen Stadion. Die erhoffte Initialzündung blieb bei der Mannschaft allerdings aus, wie das 0:2 im Heimspiel gegen den Absteiger aus Darmstadt nur zwei Wochen später eindrucksvoll bewies. Nun hoffen die Kölner Verantwortlichen gegen Freiburg auf Stimmung unterm Stadiondach. „Ich wünsche mir persönlich, dass wir genau die Energie aus Mainz auf den Platz bekommen. Von der ersten Minute müssen wir zeigen, dass unser Stadion eine extreme Wucht sein kann“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. „So wie es nach dem Darmstadt-Spiel eine extreme Enttäuschung war, so muss es jetzt genau der andere Weg sein.“ Die braucht es auch, wollen die Geißböcke noch im Geschäft um den Klassenverbleib bleiben. Sollte Köln gegen die Mannschaft von Christian Streich gewinnen, kann der FC an diesem Wochenende noch nicht absteigen. Egal, was die Konkurrenz macht.

Kessler: „Wir sind dafür sehr dankbar und wir brauchen es“

Selbst bei einem Remis oder einer Niederlage ist je nach den Begegnungen von Mainz, Bochum und Union noch nicht alles verloren, doch die Rettung ist dann wohl endgültig nur noch theoretischer Natur. Dabei liegt die fehlende Wucht im Kölner Stadion sicher nicht an der Unterstützung der Fans. Für Köln erstaunlich geschlossen stehen die Anhänger hinter der Mannschaft, während die Kritik an den Kölner Bossen wächst. Und das, obwohl die Saison nur wenig Anlass für gute Stimmung geboten hat. „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Fans uns trotz der großen Enttäuschung gegen Darmstadt in Mainz so unterstützt hat“, sagt deswegen auch Kessler. „Wir sind dafür sehr dankbar und wir brauchen es.“

Keine Unterstützung werden die Kölner dagegen von Mark Uth erhalten. Der Angreifer hatte auch die Trainingseinheit am Donnerstag krankheitsbedingt verpasst. „Ich gehe davon aus, dass er am Wochenende nicht zur Verfügung steht“, sagte Schultz. ausgerechnet Uth, der in der vergangenen Woche noch einmal Schwung in die Begegnung gegen Mainz brachte und zudem als gebürtiger Kölner und Eigengewächs wie kaum ein anderer für den FC steht. Gleiche Worte nutzte Schultz allerdings auch für Jan Thielmann. Beim 21-Jährigen wollte sich der Trainer noch nicht festlegen, ob es wieder zurück in die Rechtsverteidigung geht oder ob der Youngster in der Offensive spielt. „Jan ist ein Spieler, der aus der Offensive kommt. Er besitzt aber auch das Profil, Außenverteidiger spielen zu können“, sagte Schultz. „Jan ist ein Spieler, der wie kaum ein anderer den 1. FC Köln verkörpert. Er kommt aus der Jugend, hat das Herz am rechten Fleck, gibt immer Vollgas. Das werden wir am Samstag brauchen.“ 

Thielmann ist auch einer jener Spieler, die ein Stadion für sich gewinnen können. Freiburgs Coach Christian Streich erwartet unterdessen in ein „ganz heißes Spiel zu gehen. Die Kölner müssen gegen uns gewinnen. Das ist gefährlich für uns, andererseits sind sie natürlich richtig unter Druck. Es wird sehr emotional werden, es wird laut werden.“ Darauf hoffen auch die Kölner Verantwortlichen. Vor allem, wenn das „Trömmelche“ laufen sollte.


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