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Zu wenig Ideen, zu wenig Torgefahr, zu wenig für die Bundesliga

Der 1. FC Köln muss am Sonntag zuschauen, ob die Konkurrenz die Geißböcke in die 2. Bundesliga schießt. Gegen Freiburg kam der FC nicht über ein 0:0 hinaus. Auch, weil die Kölner Profis einmal mehr keine Torgefahr entwickelten.

Das 0:0 gegen den SC Freiburg war zu wenig. Der FC steht unmittelbar vor dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte. Es bleibt noch ein Funken Resthoffnung. Und die Frage nach dem „Wie?“.

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Wild gestikulierend, teilweise schreiend bewegte sich Timo Schultz am Samstagabend in der Begegnung seines 1. FC Köln gegen den SC Freiburg an der Seitenlinie und hatte zumindest in Ansätzen etwas von seinem Vorgänger Steffen Baumgart. Zumindest hat man den sonst so ruhigen Ostfriesen beim FC selten so emotionalen gesehen. Kein Wunder, der FC steuert nach dem torlosen Remis gegen Freiburg im Eiltempo auf den siebten Abstieg der Vereinsgeschichte zu. Zwar ist vor den Sonntag-Spielen von Mainz, Bochum und Berlin der Klassenerhalt bei vier beziehungsweise sechs Punkten Rückstand noch möglich, er ist aber mehr als nur unwahrscheinlich. Denn selbst wenn die Gegner alle weiteren Spiele verlieren sollten – war schon aufgrund des direkten Duells zwischen Bochum und Berlin nicht möglich ist – müssten die Kölner ihre Spiele gewinnen.

Marvin Schwäbe: „Das ist zu wenig“

Und nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg stellt sich einmal mehr die Frage nach dem „Aber wie?“. „Am Ende ist es leider Gottes obligatorisch für die gesamte Saison. Der letzte Pass, der letzte Abschluss, vielleicht das letzte Dribbling hat irgendwo einfach gefehlt“, sagte Keeper Schwäbe, der in 90 Minuten nahezu beschäftigungslos blieb. „Wir haben zu wenige Tore geschossen, um einfach auch Spiele gewinnen zu können. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Das ist zu wenig.“ So waren die Kölner wie schon im zweiten Abschnitt gegen Mainz auch gegen Freiburg die bessere, die dominantere Mannschaft. Köln spielte munter nach vorne, Freiburg verteidigte aber so ziemlich alles gut weg. Auch, weil die Kölner wieder einmal zu wenig Torgefahr ausstrahlten.

Linton Maina vergab eine dicke Möglichkeit in der Anfangsphase, Faride Alidou im zweiten Abschnitt. Viel mehr war nicht. Gerade die Möglichkeit von Alidou wird nachwirken. Auch laut Christian Keller hätte der FC dort in Führung gehen müssen. „Tun wir nicht. Wir haben dann noch viele Chancen im Ansatz, wo wir zu unsauber sind, nicht die richtige Entscheidung treffen und dann schießt du am Schluss kein Tor“, so der Sportdirektor. Dabei hätten die Kölner genau das so dringend gebraucht. Ein Tor. Vermutlich hätte das gegen ersatzgeschwächte und dennoch erstaunlich schwache und ideenlose Freiburger gereicht. Doch auch den Geißböcken fehlte in der Vorwärtsbewegung Kreativität, Durchschlagskraft, Offensivpower.

Faride Alidou: „Beim nächsten Mal mache ich den halt rein“

„Wenn man so will ist das Spiel heute ein Spiegelbild der gesamten Rückrunde. Im Grunde genommen kann ich meinen Jungs nichts vorwerfen“, sagte Schultz. „Aber die Qualität unserer Abschlüsse, die Art und Weise, wie wir die Box bespielen, da fehlt die Überzeugung und wenn du kein Tor schießt, kannst du kein Spiel gewinnen.“ Dabei war es nicht nur die fehlende Überzeugung, nach 32 Spieltagen fehlt es ganz offensichtlich vor allem an der nötigen Qualität. Selbst die Spieler, die von der Bank kamen, strahlten nicht den Hauch von Gefahr aus. Einzig Steffen Tigges legte stark auf Alidou ab, der aber kläglich vergab. „Ich habe versucht, nochmal mit dem linken Fuß den Ball auf das Tor zu bekommen“, sagte der Unglücksrabe. „Der Platz war am Ende etwas schwierig, aber das passiert. Beim nächsten Mal mache ich den halt rein“, so Alidou weiter, der offenbar vergaß, dass das nächste Mal dann halt auch zu spät sein kann.

Kann, aber nicht muss. Denn erstaunlicherweise ist der FC nach der aktuellen Nullnummer mit 24 Punkten eben noch nicht abgestiegen. Nur in der Konstellation, in der Mainz gegen Heidenheim gewinnt und es keinen Sieger zwischen Union Berlin und dem VfL Bochum gibt, steht der Abstieg fest. Sonst bleibt eine weitere Worte ein Fünkchen Hoffnung. „Wir werfen sicher die Flinte nicht ins Korn. Uns ist bewusst, der Abstand auf Mainz sind vier Punkte, auf einen direkten Nicht-Abstiegsplatz sind es sechs Punkte“, sagte Keller. „Mal schauen, was die anderen machen. Uns ist bewusst, dass es nun auch vorbei sein kann, aber vorbei ist dann, wenn es vorbei ist und es ist noch nicht vorbei.“ Und doch bleibt es dabei: Bei der Frage nach dem „Aber wie?“.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot (57. Heintz), Hübers, Schmitz – Martel, Huseinbasic – Maina (67. Kainz), Thielmann (57. Tigges) – Waldschmidt (84. Adamyan) – Alidou (84. Diehl)- Tore:


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