Bleibt Timo Schultz Trainer des 1. FC Köln?
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Abstieg bringt sportliche Klarheit, wirft aber viele Fragen auf

Nach dem FC-Abstiegskrimi der vergangenen Spieltage ist nach der 4:1-Niederlage gegen Heidenheim der Abstieg in die zweite Bundesliga besiegelt. Sportlich weiß der Verein nun, wo er steht. Doch die Leistungen der Saison müssen aufgearbeitet werden und werfen viele Fragen auf.

Der FC spielt nächste Saison wieder zweitklassig, die Transfersperre verbietet ein Nachbessern und viele Personalfragen sind offen. Die Aufarbeitung der verkorksten Saison lässt personelle Veränderungen vermuten. Wie geht es weiter mit dem 1. FC Köln: Wie geht es personell weiter?

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Der Abstieg war noch keine 18 Stunden besiegelt, da bat FC-Trainer Timo Schultz seine Mannschaft noch einmal zum Gespräch ins Geißbockheim. Eine knappe Dreiviertel Stunde soll die finale Aussprache gedauert haben. Wenig Zeit, um die Geschehnisse der verkorksten Saison aufzuarbeiten. Nach dem Treffen verabschiedeten sich die Spieler und Trainer bis zum 21. Juni und der Aufnahme der Leistungstests in die Sommerpause, bevor es am 24. Juni dann wieder mit dem Training auf dem Platz losgeht. Sportdirektor Christian Keller betonte noch am Samstag: “Wir werden das aufbereiten. Wir haben schon damit angefangen und werden uns noch die nächsten Tage Zeit nehmen, das muss sein.” Stand jetzt ist zumindest nach außen nicht klar, wer nach dieser Analyse noch übrig bleibt.

Personelle Veränderungen stehen im Raum

Darüber hinaus hatte Keller mehrfach angedeutet, dass er als Hauptverantwortlicher im Geißbockheim bleiben wird. In der Vergangenheit betonte er auch mehrfach, er sei zufrieden mit der Arbeit von Timo Schutz. Dass personelle Veränderungen notwendig sind und diese auch kommen werden, steht hingegen wohl außer Frage. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass Timo Schultz im Juni noch mit dabei sein wird wohl eher als gering einzuschätzen. Denn die Mission „Klassenerhalt“ ist bekanntermaßen deutlich gescheitert. Auch wenn Schultz immer betont hat, auf Augenhöhe gespielt zu haben, zeigt die Bilanz, dass dem eben nicht so ist und spricht eine deutliche Sprache. Auch wenn es oft kolportiert wurde, stabilisiert hat er den FC nicht. Der Ostfriese bekam in seiner bisherigen Amtszeit sogar mehr Gegentore als Ex-Trainer Steffen Baumgart in der Hinrunde der Saison. So kassierten die Geißböcke unter dem zuletzt für seinen Hurra-Fußball kritisierten Ex-Coach in der Hinrunde 28 Gegentreffer. Unter Schultz musste Schwäbe jedoch sogar 32 Mal hinter sich greifen. Von Stabilität kann nicht die Rede sein – die Null stand eben nicht.

Auch die Personalsituation des Kaders ist mehr als unsicher. Bereits im Vorfeld des besiegelten Abstiegs gab es zu verschiedenen Spielern des aktuellen Kaders mehr oder weniger handfeste Gerüchte über Wechselabsichten und Verhandlungen mit anderen Vereinen. Mit Davie Selke und Mark Uth hatten gleich zwei Akteure keinen Vertrag für die zweite Liga. Uth machte bereits vor der Begegnung gegen Heidenheim Nägel mit Köpfen und verlängerte seinen Vertrag mit dem FC auch für die zweite Bundesliga. Ein starkes Statement und ein Bekenntnis zum Verein, das an Loyalität kaum zu übertreffen ist. Uth äußerte sich dazu kurz nach dem besiegelten Abstieg: „Ich habe meinen Vertrag auch verlängert, um ein Zeichen zu setzen, dass vielleicht andere Spieler auch bleiben. Ich hoffe es sehr.“

Vereinsführung muss Entscheidungen treffen

Wie es um den Verbleib von Luca Waldschmidt, Davie Selke, Fahride Alidou, Timo Hübers und Eric Martel steht, ist weiterhin offen. Bei Jeff Chabot und Marvin Schwäbe stehen die Zeichen eher auf Abschied. Obwohl es so scheint, als sei dies nicht alleine die Entscheidung der Spieler. So äußerte sich der Kölner Keeper zu der Frage nach seinem Verbleib beim Verein und ließ aufhorchen. „Erst mal muss sich der Verein klar werden: Wer soll bleiben? Wer darf bleiben? Wer soll den Weg mitgehen und wer nicht? Dann werden wir sehen, was in den kommenden Wochen dabei rauskommt“, so Schwäbe. Die Entscheidung in der Torwart-Frage scheint also nicht alleine die jetzige Nummer eins zu treffen.

All diese Fragen muss sich die Vereinsführung nun stellen und diese auch möglichst bald für sich beantwortet haben. Die zweite Bundesliga startet am 2. August. Das FC-Trainingslager findet bereits vom 21.-28. Juli in der Steiermark statt. Nicht viel Zeit zur Aufarbeitung der komplexen Geschehnisse der vergangenen Saison – nicht viel Zeit, um wichtige Spieler an den Verein zu binden.


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