,
Startseite » Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Aktuell will es bei den meisten nicht wirklich rund laufen. Zwei Spieler sitzen auf der Tribüne, zwei befinden sich im tiefsten Abstiegskampf und einer sammelt lieber Karten statt Scorerpunkte.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im vergangenen Sommer verlassen haben, fällt durchwachsen aus. Während Ellyes Skhiri mit Frankfurt noch auf einen Platz in der Europa League hofft, spielen anderen Akteure bei ihren Vereinen überhaupt keine Rolle. So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

Ellyes Skhiri: Nicht erst seit seinem Treffer gegen Stuttgart ist Eric Martel auf dem besten Weg, den Tunesier in Köln einigermaßen vergessen zu machen. Bei Frankfurt ist der Sechser wie in Köln ein unermüdlicher Lückenstopfer, Dauerläufer, Zweikämpfer und Taktgeber. Wenn nicht verletzt oder mit der Nationalmannschaft unterwegs, steht Skhiri bei den Hessen auf dem Platz. Allerdings ist der erhoffte nächste Karriereschritt deutlich kleiner ausgefallen als erhofft. Die Eintracht ist aus dem internationalen Geschäft ausgeschieden und hat aktuell Schwierigkeiten, den Anschluss an die Champions-League-Plätze herzustellen. Der Afrika-Cup war für Tunesien überraschend früh zu Ende.

Kingsley Schindler: Bei Samsunspor wird dieser Tage ein Ex-Kölner sehr hofiert. Allerdings nicht Kingsley Schindler. Markus Gisdol hat den türkischen Club aus der Abstiegszone geführt und wird von den Fans gefeiert. Schindler ist nur selten Teil der Party. Der gebürtige Hamburger stand nach der Rückkehr vom Afrika-Cup nicht einmal im Kader des Erstligisten. Auch vor der Ausbootung war der 30-Jährige bei Samsunspor nur noch Ergänzungsspieler. Zu Beginn der Spielzeit gehört Schindler noch zum Stammpersonal.

Pedersen trotz Leihe erneut ausgemustert

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das aber nur eine Momentaufnahme. Mittlerweile ist Verona im Tabellenkeller angekommen, hat erst vier Spiele in der Liga gewonnen und Duda auch nur zwei weitere Scorerpunkte gesammelt. Dafür aber schon acht Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler jüngst Grund zur Freude. Die Slowakei hat sich für die EM in Deutschland qualifiziert und trifft unter anderem auf Belgien und Rumänien.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen ganz offensichtlich nicht. Ganze vier Mal stand Pedersen in dieser Spielzeit für Swansea in der Liga auf dem Platz, 13 Mal befand sich der Linksverteidiger noch nicht einmal im Kader. Kein Wunder, dass sich im Winter ein Wechsel anbahnte. Pedersen war auch beim FC Schalke im Gespräch, doch sagte offenbar ab. Der Däne zog einen Wechsel innerhalb der Liga zu Sheffield Wednesday vor. Nach zwei Einsätzen zu Beginn des Jahres sitzt Pedersen nun ein weiteres Mal nur noch auf der Tribüne.

Sebastian Andersson: Gegen Greuther Fürth erzielte der Stürmer des 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende nach knapp zwei Jahren wieder ein Tor. Und das ausgerechnet gegen seinen alten Weggefährten Jonas Urbig. Eine interessante Geschichte. Anfang des Jahres absolvierte der Schwede ein Probetraining beim Club und überzeugte offenbar. Andersson spielte seitdem jede Partie und traf nun auch erstmals wieder.

Katterbach gab Profi-Comeback

Timo Horn: Seit Anfang Januar hat auch der gebürtige Kölner wieder eine fußballerische Heimat gefunden. Der Keeper ist aktuell Ersatzkeeper bei RB Salzburg. In Österreich sitzt Horn bislang erwartungsgemäß als Nummer zwei nur auf der Bank. Der Traum, wieder als Nummer eins eines Erstligisten aufzulaufen, hat sich bislang nicht ergeben.

Noah Katterbach: Wechselte erst kurz vor Ende der Transferphase wie erwartet zum Hamburger SV. Nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr war bei den Hanseaten nicht unbedingt sofort mit Einsatzzeit zu rechnen. Zunächst saß der Linksverteidiger auch nur auf der Tribüne. Am 22. Spieltag feierte Katterbach gegen Hansa Rostock sein Comeback, wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Auch am vergangenen Wochenende kam der Abwehrspieler zum Einsatz. Zwar nur für zehn Minuten, aber immerhin unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart, bei dem er in Köln lange einen schweren Stand hatte.

Einzelkritik

Schreibe einen Kommentar