Darum ist Sargis Adamyan ein Hoffnungsträger
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Sargis Adamyan: Zwischen Freud und Leid

Noch im Winter galt Sargis Adamyan als möglicher Wechselkandidat beim 1. FC Köln. Aktuell ist er in der Offensive der Geißböcke gesetzt. Und könnte auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Er wurde als vermeintlicher Königstransfer an den Rhein geholt, mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet – für den FC hat sich der Transfer bislang nicht gelohnt. Das könnte sich nun ändern. Darum ist Sargis Adamyan ein Hoffnungsträger

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Eine große Last wird es schon gewesen sein, die sich von der Schulter des Kölner Angreifers befreit hat. Als Sargis Adamyan gegen RB Leipzig zum zwischenzeitlichen 1:1 traf, nahm der Stürmer Anlauf, setzte zum Sprung an und riss die Faust in die Höhe. Die Freude galt natürlich dem Ausgleich. Sicher aber auch der langen Zeit ohne Treffer. Unter Timo Schultz zeigt die Formkurve des Armeniers deutlich nach oben. Schon gegen Leverkusen war Adamyan einer der besseren Kölner Spieler, präsent, gefährlich vorm Tor, auch, wenn es nicht zu einem Treffer reichte, er die beste Möglichkeit vergab. Gegen Gladbach machte der 30-Jährige viele Bälle fest, verteilte die Kugel und gegen Leipzig traf Adamyan auch wieder. In der Liga zum ersten Mal seit September 2022. Damals erzielte der Stürmer beim 4:2 gegen Wolfsburg ein Tor. Der Armenier ist neben Faride Alidou wohl der größte Gewinner des Trainerwechsels.

Unter Baumgart keine Rolle

Unter Steffen Baumgart war Adamyan im Grunde ausgemustert, spielte vor allem ab Herbst keine Rolle mehr. Das aber auch nicht unbegründet. Adamyan konnte nur selten überzeugen. Und das eigentlich schon seit seinem Wechsel nach Köln, als er 2022 als vermeintlicher Königstransfer plötzlich im Trainingslager in Donaueschingen auftauchte. Gleich mehrfach wurde Adamyan als möglicher Wechselkandidat gehandelt. Zuletzt im vergangenen Winter. Einen Abnehmer gab es aber nicht. Umso beeindruckender, was Timo Schultz bislang und in den wenigen Wochen aus dem Angreifer herausgeholt hat. Ob Adamyan die Form beibehält, ist offen. Schließlich war auch die Vorbereitung auf diese Sommer eine gute für den Armenier. Die Leistungen, die der Angreifer in den Testspielen abrief, waren bereits im ersten Pflichtspiel dahin.

Mit dem Tor gegen Leipzig endete also die lange Durststrecke des Angreifers. „Es freut mich ungemein, dass er jetzt einen reindrücken konnte”, sagte Schultz. “Wir werden Sargis brauchen. Er hat einen Torriecher.” Die Freude teilte der Angreifer allerdings nicht. Nach dem Spiel schlich Adamyan sichtbar angeschlagen vom Platz, war frustriert. „Ich kann mich nicht über das Tor freuen. Es ist wirklich schade“, sagte Adamyan angesichts der bitteren Pleite. „Ich denke die erste Halbzeit haben wir gut mitgehalten. In der zweiten Halbzeit fallen wir leider auseinander und das darf uns nicht passieren.“ So kassierten die Kölner drei Treffer in acht Minuten und am Ende eine auch in dieser Höhe verdiente 1:5-Klatsche. Und doch bietet ausgerechnet Adamyan Grund für Optimismus.

Der 30-Jährige scheint zumindest aktuell seine Rolle beim FC gefunden zu haben und könnte auch neben Zielstürmer Davie Selke eine wichtige Rolle werden. Wenn er denn dieses Mal seine Leistung kompensieren kann. Unter Baumgart war das Spiel auf Flanken ausgelegt, eine Taktik, die nicht unbedingt zu Position und Spielweise von Adamyan passt. Der spielerische Fokus des Trainers, auch mal den Weg durch das Zentrum zu suchen, mit flachen Hereingaben zu agieren, liegt Adamyan offensichtlich mehr.



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