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Der 1. FC Köln trennt sich von Berater Jörg Jakobs

Der 1. FC Köln und Berater Jörg Jakobs gehen getrennte Wege. Das gab der Verein am Mittwochnachmittag bekannt. Die Kündigung sei Teil der Aufarbeitung der Transfersperre, heißt es vom Verein.

Der 1. FC Köln trennt sich von Berater Jörg Jakobs. Das gab der Verein am Mittwochnachmittag bekannt. Demnach würde das Kölner Präsidium die Dienstleistung nicht mehr in Anspruch nehmen.

Unmittelbar vor Weihnachten erhielt der 1. FC Köln die Hiobsbotschaft, die Bestätigung der Transfersperre. Entgegen des Kölner Optimismus bestätigte der internationale Sportgerichtshof die von der FIFA verhängte Strafe in voller Länge. Die Kölner dürfen bekanntlich über zwei Transferperioden keine neuen Spieler verpflichten. Der FC steht vor einer der größten Herausforderungen der Vereinsgeschichte. Kein Wunder, dass erst im Januar die Mitglieder auf dem FC-Stammtisch Antworten forderten. Antworten auf die Frage, wie es überhaupt zu der Transfersperre hat kommen können. Damals versprachen die FC-Bosse den Kölner Fans Aufklärung. Eine diskutierte Aussage, denn nach dem Vernehmen der Fans, hätten die Beteiligten doch eigentlich nach einem monatelangen Rechtstreit über alle Einzelheiten Bescheid wissen müssen.

Werner Wolf: „Die Kündigung ist Teil der Aufarbeitung der Transfersperre“

Nun gibt es einen ersten Schritt. Wie der Verein am Mittwochnachmittag mitteilt, ist Jörg Jakobs nicht mehr Berater des Kölner Präsidiums. „Die Kündigung ist Teil der Aufarbeitung der Transfersperre, die gegen den 1. FC Köln verhängt wurde. Die Rolle von Jörg Jakobs in dem Transfer um Jaka Cuber Potocnik, bei dem er die damalige Geschäftsführung der 1. FC Köln GmbH & Co KGaA beriet, lässt eine weitere Zusammenarbeit als sportlicher Berater des Vorstands aus unserer Sicht nicht zu. Auch wenn uns dieser Schritt sehr schwerfiel, nach dem wir mit Jörg sehr lange erfolgreich zusammengearbeitet haben“, wird Präsident Dr. Werner Wolf in der Meldung zitiert. Wolf selbst hatte auf dem Mitgliederstammtisch einige Fragen nicht beantworten können.

Jaka Potocnik hatte bei seinem Ex-Verein Olimpija Ljubljana gekündigt und am Folgetag einen neuen Kontrakt bei den Geißböcken unterschrieben. Die FIFA sah darin den Verdacht einer Anstiftung zum Vertragsbruch. „Wir kennen keine Hinweise, dass der FC schon vorher mit dem Spieler in Kontakt war“, hatte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff auf dem FC-Stammtisch gesagt. „Das haben wir dokumentiert und formuliert. Sonst wäre das Risiko überwältigend gewesen.“ Erst auf diverse Nachfragen räumten die Kölner Verantwortlichen mehr ein. „Das war nicht aus heiterem Himmel. Jörg Jakobs kannte den Spieler vorher schon, es gibt auch einen engen Kontakt von Jörg Jakobs aus seinen Zeiten bei Alemannia Aachen, der den slowenischen Markt gut kennt. Deswegen hatten wir ein klares Bild und konnten der Einschätzung vertrauen, dass es sich um einen guten Spieler handelt“, sagte Türoff.

Aus dem CAS-Urteil geht hervor, dass Potocniks Berater Goran Sukalo bereits im Dezember 2021 einen Kontakt zu Jörg Jakobs gesucht hat. Involviert war beim Potocnik-Transfer neben Berater Jakobs auch Ex-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Die Aufarbeitung ist allerdings noch nicht abgeschlossen. „Die genauen Umstände rund um den Transfer des slowenischen Fußballtalents werden gegenwärtig aufgearbeitet. Die Ergebnisse sollen in wenigen Wochen vorgestellt werden“, heißt es weiter von Seiten des FC.

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