Die Kölner Mannschaft feiert nach dem 3:2-Sieg über Union Berlin vor der Südkurve. effzeh 1 FC Köln Klassenerhalt Abstiegskampf
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Der FC erhält sein finales Endspiel – der Abstieg ist weiterhin wahrscheinlicher

Mit dem 3:2-Erfolg über Union Berlin bekommt der FC am kommenden Wochenende das erhoffte Endspiel. Allerdings eins mit Schönheitsfehler. Ein Sieg alleine wird dem FC nicht reichen. Eine Niederlage von Union Berlin aber auch nicht zwingend.

Eine gewisse Moral ist dem 1. FC Köln nach dem Saisonfinale mit Endspiel um Endspiel sicher nicht abzusprechen. Zumindest waren die Kölner gefühlt schon mehrfach sicher abgestiegen. Doch selbst mit dem Erfolg haben die Geißböcke die Relegation noch nicht erreicht. Deswegen ist der Klassenerhalt für den FC noch immer unwahrscheinlich.

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Selbst Timo Schultz konnte nach dem 3:2-Erfolg über Union Berlin nicht mehr seine ostfriesische Ruhe bei sich behalten. Der Trainer des 1. FC Köln befand sich irgendwo mitten in der Traube, die sich um den Sieg-Torschützen Damion Downs gebildet hatte. „Der Druck war einfach unfassbar hoch. Da löst sich dann am Ende alles“, sagte der Trainer, dem die Erleichterung und auch eine gewisse Genugtuung in den Interviews nach dem Dreier anzusehen war. „Wir machen immer weiter, egal, welche Rückschläge wir hinnehmen müssen.“ Und Rückschläge haben die Kölner auch gegen die Eisernen hinnehmen müssen. Das schlecht verteidigte 0:1 mit der ersten Chance der Berliner, der ärgerliche Handelfmeter, der zum 0:2 führte sowie die Verletzung von Luca Waldschmidt. Dementsprechend war die Erleichterung, die Freude mehr als angebracht.

Der FC ist weiterhin auf Schützenhilfe angewiesen

Der FC hat sich durch eine besonders starke mentale Leistung noch das Endspiel gegen Heidenheim und den Kölner Anhängern eine weitere Woche der Hoffnung beschert. Eine Hoffnung, an die wohl auch nur wenige Spieler noch geglaubt hätten. „Jetzt haben wir ein wirkliches Endspiel. Wenn mir das jemand vor drei, vier Wochen gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte Timo Hübers und erklärte, dass das „schon wild“ sei. Schon nach der Niederlage gegen Darmstadt trauten den Kölnern nur wenige noch den Klassenerhalt zu. Nach dem verpassten Sieg im Endspiel gegen Mainz wurden es wohl weniger, nach dem 0:0 gegen Freiburg war der Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur. Nun gibt es nach dem 3:2 noch immer die Chance. Allerdings nach dem 0:3 der Dortmunder in Mainz nur noch auf den Relegationsplatz.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dafür schon sehr viel für eine Mannschaft zusammenkommen muss, die in dieser Saison wahrlich nicht oft überzeugt hat und auch nicht gerade das Glück als Partner an seiner Seite weiß. Dass die Kölner überhaupt noch ein Endspiel bekommen, liegt auch an den Unzulänglichkeiten der Konkurrenz. Und auf die sind die Kölner auch weiterhin angewiesen. Denn im Unterschied zu einem „wirklichen Endspiel“ brauchen die Kölner nicht nur drei Punkte gegen Heidenheim, sie müssen auch auf einen weiteren Patzer von Union Berlin hoffen. Die Eisernen empfangen am Samstag den SC Freiburg. Das Team von Christian Streich braucht zwar einen Erfolg, um den europäischen Wettbewerb abzusichern und würde dem Trainer gerne mit einen Sieg verabschieden, bei Union feierte der SC aber erst einen Erfolg und der liegt mittlerweile 20 Jahre zurück.

Köln muss vier Tore aufholen

Dass Serien im Fußball reißen, haben die Kölner am Samstag eindrucksvoll bewiesen. Mit dem 3:2 gab es für den FC den ersten Sieg über Union Berlin in der Bundesliga überhaupt. Ein Dreier der Freiburger ist demnach auch an der Alten Försterei alles andere als unmöglich. Doch mit der Sieg-Niederlage-Ausgangsposition der Kölner ist es noch nicht getan. Der FC muss auch noch drei, eigentlich vier Tore aufholen. Aktuell kommt der FC auf eine Tordifferenz von -29, Union Berlin auf -26. Bei Gleichheit der Differenz zählen die erzielten Tore. Auch dort hat Berlin die Nase mit 31 gegenüber den 27 der Kölner die Nase vorne. Gewinnt der FC also mit einem Tor Vorsprung und Berlin verliert mit zwei Treffern Differenz, kämen beide Teams auf -28. Union hätte aber aufgrund der geschossenen Treffer die bessere Platzierung. Es müssen also vier Tore aufgeholt werden. Gewinnt Köln also beispielsweise 1:0 in Heidenheim, müsste Berlin 0:3 gegen Freiburg im eigenen Stadion verlieren.

Trotz der drei Treffer gegen Berlin eine hohe Hürde. Auch deswegen wies Dominique Heintz nach dem Duell daraufhin, dass noch nichts erreicht sei. Der FC stand in dieser Saison zweifelsohne schon vor einfacheren Aufgaben, die dann aber gerne daneben gingen. Doch das Spiel gegen Union hat bewiesen, dass der FC gerade unmöglich erscheinende Aufgaben packen kann.



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