Florian Kainz zum ersten Mal seit vier Jahren wieder nur Zuschauer
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Der Tiefpunkt der Krise

Florian Kainz verfolgte die 0:2-Niederlage gegen Leverkusen komplett von der Bank. Zum ersten Mal seit vier Jahren kam der Kapitän des 1. FC Köln trotz Kader-Nominierung nicht zum Einsatz.

Für Florian Kainz verlief der Sonntagnachmittag alles andere als zufriedenstellend. Der FC unterlag Leverkusen 0:2 und Florian Kainz war zum ersten Mal seit vier Jahren wieder nur Zuschauer.

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Zwischen den Zeilen hatte es Timo Schultz bereits in der vergangenen Woche angedeutet. Auf der Spieltags-Konferenz vor dem Duell gegen Bayer Leverkusen erklärte der Coach, dass auch ein Florian Kainz, bislang in jedem Spiel unter Timo Schultz in der Startelf gesetzt, nicht unantastbar sei. Natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, welche große Bedeutung der Kapitän für die Geißböcke und das eine etwaige Maßnahme auch taktische Gründe habe. Am Sonntagnachmittag saß der 31-Jährige auf der Bank. Das hatte es auch unter Steffen Baumgart in dieser Spielzeit im Dezember nur zwei Mal gegeben. Trotz der anhaltenden Misere hatten beide Trainer lange an dem Spielführer festgehalten. Am Sonntag erhielt Sargis Adamyan den Vorzug und machte seine Sache gut.

Schultz setzt auf Umschaltspieler

Für Kainz war es dennoch ein fast schon neues Gefühl. Denn der Nationalspieler Österreichs wurde im Laufe der Begegnung auch erstmals in dieser Spielzeit nicht eingewechselt. „Es hat einfach nicht reingepasst. Wir waren in Unterzahl“, sagte Timo Schultz. „Kainzi wird für uns aber weiter ein ganz entscheidender Spieler bleiben. Er kann für uns ein absoluter Unterschiedsspieler sein in Spielen, in denen wir mehr den Ball haben.“ Gegen den Spitzenreiter setzte der Kölner Coach eher auf Umschaltspieler, wollte mit tiefen Pässen und Tempo offenbar für Überraschungsmomente sorgen. Eine Maßnahme, die auch der dominanten Spielweise des Gegners geschuldet ist. So war die Idee auf den Kapitän zu verzichten nicht neu. „Es gab auch schon vor Stuttgart Gedankenspiele, dass wir noch mehr auf Tempo setzen, wenn wir eher abwartend agieren Der Plan ging zumindest in Teilen auf. Ob aber tatsächlich „nur“ taktische Ideen der Grund für eine Nicht-Berücksichtigung des Mittelfeldspielers waren, ist zumindest fraglich.

Erstmals seit vier Jahren nur Zuschauer

Dass Kainz in der gesamten Saison seiner Form hinterher läuft, steht dagegen außer Frage. Nur im Derby gegen Borussia Mönchengladbach sowie beim 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim im Januar wusste der Kapitän zu überzeugen. Im Duell gegen Stuttgart kam der Kölner Kapitän am vergangenen Wochenende nur auf 19 Ballkontakte, hatte überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, war wieder einmal kein Faktor. Nicht das erste Mal in dieser Saison. Kainz kommt in dieser Spielzeit auf drei Tore, allesamt vom Elfmeterpunkt. Zudem hat der Mittelfeldspieler erst ein Tor vorbereitet. Zu oft fand der Kölner Kapitän in dieser Saison nicht statt. Eine Art Quittung gab es gegen Leverkusen. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit verbrachte Kainz die 90 Minuten aber komplett auf der Bank. Der Tiefpunkt der Krise. Ohne Einsatz im Kader war der 31-Jährige zuletzt vor mehr als vier Jahren geblieben. Sonst stand Kainz immer – wenn fit oder nicht gesperrt – auch einige Minuten auf dem Spielfeld.

„Er ist mein verlängerter Arm, auch abseits des Platzes sprechen wir viel“, sagte Schultz am Sonntagabend. Tatsächlich gehört Kainz zu den Spielführern mit verhältnismäßig wenig Einsatzzeit. Nach der Roten Karte von Jan Thielmann sowie dem fünften Gelben Karton für Dejan Ljubicic und der Verletzung von Justin Diehl stehen die Chancen nicht schlecht, dass Kainz am Samstag im Derby gegen Gladbach wieder auf dem Platz steht. Aus Kölner Sicht dürfte er dabei gerne die Form aus dem Hinspiel präsentieren.

Bilder zum Spiel Köln gegen Leverkusen



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