Rasmus Carstensen hat es zur Stammkraft geschafft beim 1. FC Köln: So bewerten wir die Sommer-Transfers
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Die magere Bilanz der Sommer-Transfers

Acht Spieler hat der 1. FC Köln im vergangenen Sommer verpflichtet, zur Stammkraft hat es nur einer geschafft. Das hat verschiedene Gründe.

Im kommenden Sommer wird dem 1. FC Köln nur die Rolle des Zuschauers auf dem Transfermarkt bleiben. Im vergangenen Sommer verpflichtete der FC acht Spieler – wirklich überzeugen konnten nur wenige. 1. FC Köln: So bewerten wir die Sommer-Transfers.

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Seitdem Luca Waldschmidt in der vergangenen Woche wieder auf dem Platz des 1. FC Köln eine Einheit mit Ball absolviert hat, ist die Hoffnung groß, dass der Offensivspieler zum Saisonfinale den FC wieder unterstützen wird. Der ehemalige Nationalspieler hat noch kein Spiel unter Timo Schultz bestritten, zog sich zu Beginn des Jahres einen Anbruch des Wadenbeins zu und arbeitet seitdem an seinem Comeback. Auch gegen Augsburg wird der Angreifer wohl noch kein Thema sein. Noch im Sommer galt Waldschmidt als der Kölner Königstransfer, der Name auf der FC-Transferliste überraschte jedenfalls. Der 27-Jährige ist bekanntlich vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, der FC hat eine Kaufoption und will diese dem Vernehmen nach auch ziehen. Die Ablöse wird auf eine Summe zwischen drei und vier Millionen Euro eingeschätzt.

Bescheidene Bilanz der Sommertransfers

Dabei verläuft die Leihe bislang alles andere als optimal. Der Offensivspieler kommt in der Liga auf 15 Einsätze, zehn davon in der Startelf und nur bei einem, beim 3:1-Erfolg über Gladbach, konnte Waldschmidt auch wirklich überzeugen. Zwei Tore hat der 27-Jährige für die Geißböcke erzielt. Die Bilanz sähe ohne die Verletzung sicherlich besser aus. Ob Waldschmidt über den Sommer hinaus beim FC bleibt, hängt wohl auch von der Ligazugehörigkeit ab. Dass Waldschmidt im Falle des Abstiegs in Köln bleiben will, ist wohl eher unwahrscheinlich – zumal sich in Wolfsburg auch die Trainersituation verändert hat.

Doch die Bilanz der Sommertransfers ist insgesamt beim FC sehr überschaubar. Sicher, weil die Transfersperre bereits über dem FC schwebte. Vielleicht auch, weil der Großteil der Investition von rund drei Millionen Euro in die feste Verpflichtung von Jeff Chabot (2,5 Mio. laut transfermarkt.de) floss. Jacob Christensen kommt auf sechs Einsätze, eine Einsatzzeit von 100 Minuten (davon 56 im Pokalspiel gegen Osnabrück). Der Däne, dem man ein so großes Talent nachsagt und den Timo Schultz nach eigener Aussage sehr nah an der ersten Elf sieht, wartet noch auf sein Startelf-Debüt in der Liga. Diese Option gibt es bekanntlich bei Philipp Pentke und Jonas Nickisch nur im absoluten Notfall. Die Rollen in der Keeper-Hierarchie sind klar verteilt. Und das nicht nur für die aktuelle Spielzeit. Jonas Urbig soll im Sommer zurückkommen und den Posten der Nummer zwei übernehmen.

Carstensen der einzige Stammspieler seit Saisonbeginn

Dominique Heintz kam noch knapp vor Toreschluss, sollte die Innenverteidigung noch einmal stärken und auch eine Option auf den Außenpositionen sein. Heintz stand auch einige Male unter Steffen Baumgart als Linksverteidiger in der Startelf, hat nach der Leistungsexplosion von Max Finkgräfe aber vorerst keine Chance mehr auf die Anfangsformation. Heintz kommt bislang auf acht Einsätze und 410 Spielzeitminuten. Leart Pacarada sollte aktuell zumindest die Nase gegenüber Heintz vorne haben. Doch auch der erste Neuzugang des Sommers ist beim FC nicht so richtig angekommen. Zunächst unter Baumgart noch gesetzt, dürfte der Außenverteidiger am vergangenen Wochenende beim 1:5 mal wieder von Beginn an ran, aber nur, weil Max Finkgräfe aufgrund personeller Engpässe in die Offensive rotierte.

Der gebürtige Aachener steht immerhin bei 17 Saisoneinsätzen und 1200 Einsatzminuten. Ein Faktor im Kölner Spiel sind von den acht Neuzugängen dagegen nur Rasmus Carstensen und Faride Alidou und damit ausgerechnet die beiden Akteure, die bei der Verpflichtung mit der größten Skepsis begrüßt wurden. Carstensen kam bei Gent in der vergangenen Spielzeit auf vier Kurzeinsätze, spielte beim belgischen Erstligisten gar keine Rolle. Eigentlich sollte der 22-Jährige den Backup für Benno Schmitz geben, schnell hatte Carstensen dem Routinier aber den Rang abgelaufen. Bis auf wenige Ausnahmen ist der Däne in der gesamten Spielzeit gesetzt. Alidou erhielt unter Steffen Baumgart zwar immer wieder Chancen, konnte aber keine davon nutzen und war schließlich außen vor. Mit seinen mittlerweile vier Saisontoren ist der 22-Jährige ein Hoffnungsträger im Kölner Offensivspiel.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es auch in der vergangenen Jahren nur wenige Akteure gegeben hat, die umgehend einschlugen. So verpflichteten die Kölner im Sommer 22 sieben neue Spieler, von denen Linton Maina und Eric Martel im Laufe der Saison zum Stammpersonal wurden, Denis Huseinbasic kam ebenfalls auf viel Spielzeit. Weitere Neuzugänge waren Sargis Adamyan, Steffen Tigges, Nikola Soldo und Kristian Pedersen. Im Jahr zuvor kamen unter anderem Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Dejan Ljubicic.

Die Neuzugänge:

Rasmus Carstensen (23 Einsätze, 18 Startelf, 1680 Minuten): Der Däne erhielt viel früher als erwartet den Vorzug vor Benno Schmitz. Zwar ist der 22-Jährige in der Defensive nicht immer sattelfest, Carstensen macht in der Offensive ordentlich Tempo. Seine Flanken sind bislang noch keine Waffe. Vielleicht auch, weil die Kölner Offensive lahmt. Die Begegnungen gegen Leverkusen und Gladbach hatten wohl viel von dem, was sich Timo Schultz vorstellt.

Leart Pacarada (17 Einsätze, 12 Startelf, 1210 Minuten): War unter Steffen Baumgart zunächst lange gesetzt. Verspielte sich die Gunst offenbar in den Begegnungen gegen Leipzig und Lautern. Hatte es auch aufgrund seiner Verletzung zunächst schwer – vor allem aber, weil Max Finkgräfe seine Chance genutzt hat. Ist Finkgräfe fit, wird es Pacarada auch weiterhin schwer haben.

Luca Waldschmidt (17 Einsätze, 12 Startelf, 1030 Minuten): Arbeitet hart an seinem Comeback. Kam als Königstransfer nach Köln, konnte die Krise aber auch nicht verhindern und steckte wie einige andere Leistungsträger auch zunächst im Formtief. Fiel dann auch noch verletzt aus. Könnte nochmal ein Faktor werden.

Faride Alidou (18 Einsätze, 7 Startelf, 780 Minuten): Der große Gewinner des Trainer-Wechsels. Macht auch kein Hehl daraus, dass es für ihn unter Schultz besser läuft. Die bisherigen vier Tore geben dem Offensivspieler recht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist Alidou aktuell der gefährlichste Kölner. Hat nach wie vor seine Probleme mit dem ersten Kontakt, sein Tempo ist aber eine Waffe.

Dominique Heintz (8 Einsätze, 5 Startelf, 410 Minuten): Der Innenverteidiger spielte in den Überlegungen von Steffen Baumgart wohl eher auf der linken Abwehrseite eine Rolle. Dort ist Max Finkgräfe aber aktuell gesetzt. Da auch die Innenverteidigung mit Jeff Chabot, Timo Hübers und Luca Kilian gut aufgestellt ist, wird man den Routinier wohl nicht mehr allzu oft im Kölner Trikot auf dem Spielfeld sehen. Im Sommer läuft zudem der Vertrag aus.

Jacob Christensen (6 Einsätze, 1 Startelf, 100 Minuten): Wurde fälschlicherweise als Ersatz für Ellyes Skhiri angesehen. Eine Rolle, die der junge Däne nicht einnehmen konnte, aber auch nicht sollte. Dennoch haben sich die Kölner Verantwortlichen mehr von Christensen versprochen. Kommt auch weiterhin auf viel zu wenig Einsatzzeit.

Jonas Nickisch & Philipp Pentke: Die Rollen der beiden Keeper sind klar verteilt. Nickisch ist die aktuelle Nummer eins bei der U21, Pentke die Nummer zwei bei den Profis.



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