Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt: Eine Aufholjagd wird schwierig für den 1. FC Köln.
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Fast schon historisch schlecht: Auch bei den Zahlen schwindet die Hoffnung

Auch nach dem vergangenen Wochenende beträgt der Abstand zum sicheren Ufer weiterhin sieben Punkte. Sieben Spieltage vor Saisonende liegt der Fokus für den FC auf dem Relegationsplatz. Eine Aufholjagd zum rettenden Ufer hat es bei einem ähnlichen Abstand noch nicht gegeben.

Auch nach dem 1:1 gegen Augsburg ist für den 1. FC Köln in Sachen Klassenerhalt weiterhin alles möglich – zumindest auf dem Papier. Das Ziel heißt aber bei sieben Zählern Rückstand erst einmal nur noch Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt. Eine Aufholjagd wird schwierig für den 1. FC Köln.

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Auch wenn Timo Schultz vor dem Remis gegen den FCA eigentlich einen Drei-Punkte-Plan ausgesprochen hatte, war man sich am Sonntag beim FC unschlüssig, was denn der Punkt aus Augsburg am Ende wert sei. Immerhin hatte sich durch die Unentschieden von Mainz, Darmstadt und Bochum an der Tabellensituation nicht viel geändert. Einzig die verbliebenen Spiele sind geschrumpft. Dementsprechend nahm Timo Schultz den Punkt „gerne mit“. Bei den Kölner Verantwortlichen war man sich zumindest vor dem 1:1 noch sicher, dass der Zug zum rettenden Ufer, also Platz 15, noch nicht ohne den FC abgefahren sei. Lange wartet er aber wohl nicht mehr auf die Gäste aus Köln. Denn der FC ist fast schon historisch schlecht unterwegs. Nur in der Spielzeit 2001/02 hatten die Kölner nach dem 27. Spieltag eine schlechtere Bilanz, und das nur aufgrund der schlechteren Torbilanz.

In der Regel Veränderungen zum Saisonfinale

Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel zur Spielzeit 95/96 hatte zudem nur einmal ein Tabellenvorletzter zum gleichen Zeitpunkt weniger Zähler auf dem Konto. Der FC kommt aktuell auf 19 Punkte, in der Spielzeit 18/19 waren es beim 1. FC Nürnberg sogar nur 16. Der Club stieg mit 19 Punkten als Tabellenletzter ab. Dabei gibt es auch nach dem 27. Spieltag noch immer eine Vielzahl von Veränderungen in der Tabelle. In den vergangenen 28 Spielzeiten konnte sich der Tabellenvorletzte ganze neun Mal noch auf Rang 15 und immerhin sieben Mal auf Rang 16 verbessern.

Zu mehr als 50 Prozent gab es für den Vorletzten also noch eine leichte Kurskorrektur oder sogar das rettende Ufer. Für den Tabellensechzehnten gab es zwölf Mal die direkte Rettung. Bitter sind dagegen die Aussichten für das Tabellenschlusslicht. Nur einmal rettete sich der Träger der Roten Laterne noch nach dem 27. Spieltag direkt. Der VfB Stuttgart verbesserte sich in der Saison 14/15 noch auf Rang 14. Gladbach rettete sich 2010/11 als Schlusslicht noch auf den Relegationsplatz und setzte sich dort hauchdünn gegen Bochum durch.

Im Schnitt acht Punkte

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Abstand des Vorletzten zu Rang 15 in den vergangenen 28 Jahren nur vier Mal sieben oder mehr Zähler betragen hat. Eine direkte Rettung gab es in diesen Fällen nie. In der Saison 12/13 holte die TSG Hoffenheim zwar den Zehn-Punkte-Rückstand auf Düsseldorf auf Rang 15 auf, da aber auch Augsburg die Fortunen noch überholte, mussten die Sinsheimer in die Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern. Dort setzte sich Hoffenheim souverän durch. Im Schnitt holte der Tabellensechzehnte aus den verbleibenden sieben Saisonspielen acht Zähler, also einen mehr als der Rückstand der Kölner auf Bochum beträgt.

Den beeindruckendsten Ritt legte wohl der BVB in der Spielzeit 2006/07 hin. Damals belegte Dortmund nach dem 27. Spieltag ebenfalls den vorletzten Tabellenrang, mit einer enormen Aufholjagd und 15 Zählern aus den restlichen Saisonspielen gelang noch der Sprung auf Rang neun. Immerhin trifft der FC nun auf einen direkten Konkurrenten. Sollten die Kölner gegen Bochum gewinnen, würde die Ausgangslage sechs Spiele vor dem Saisonfinale wieder anders aussehen.


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