,
Startseite » FC-Leihspieler: Zwischen Hoffnungsträger und Tribünengast

FC-Leihspieler: Zwischen Hoffnungsträger und Tribünengast

Selbst verloren, die Konkurrenz hat gewonnen – viel schlechter hätte das vergangene Wochenende für den FC nicht verlaufen können. Das galt auch für die Kölner Leihspieler.

Das Wochenende verlief für den 1. FC Köln alles andere als optimal. Im Gegenteil: während die Geißböcke Punkte liegen ließen, fuhr die direkte Konkurrenz unerwartete Dreier ein und setzte sich zum Teil ab. Auch für die Kölner Hoffnungsträger lief es alles andere als gut. So schlagen sich die FC-Leihspieler.

Das 0:1 gegen Werder Bremen war für den 1. FC Köln ein immenser Rückschlag. Nicht nur, weil die zuletzt aufkeimende Hoffnung einen bitteren Dämpfer erfuhr. Vielmehr droht der FC in den kommenden Wochen den Anschluss zum rettenden Ufer zu verlieren. Doch nicht nur für den FC hätte das Wochenende nicht viel schlechter verlaufen können. Auch die Kölner Leihspieler waren alles andere als glücklich.

Urbig und Lemperle mit Fürth in Mini-Krise

Jonas Urbig und Tim Lemperle: Noch vor wenigen Wochen wurde Jonas Urbig bei Greuther Fürth für seine außerordentlichen Leistungen gefeiert. Kein Wunder, der Keeper hatte gegen den SC Paderborn mit zahlreichen Paraden drei Punkte festgehalten und das Kleeblatt wieder im Aufstiegskampf der zweiten Liga angemeldet. Der ist zwar auch weiterhin ein realistisches Thema, aber nur, weil die Konkurrenz ebenfalls Federn lässt. Denn Führt steckt in einer Mini-Krise. Das Kleeblatt hat alle drei Spiele im Februar verloren, Urbig sieben Gegentreffer kassiert. Die hat der Keeper natürlich nicht selbstverschuldet, war bei den meisten chancenlos. Dennoch hat sich die Spielvereinigung die vergangenen Wochen sicherlich anders vorgestellt. Das gilt wohl auch für Tim Lemperle. Der Angreifer ist nach wie vor Stammspieler, steht immer in der Startelf. Allerdings hat Lemperle seit Anfang Dezember nicht mehr getroffen, den letzten Scorerpunkt gab es beim 2:3 gegen St. Pauli.

Soldo und Olesen nicht im Kader

Nikola Soldo: Kölns Sportdirektor Christan Keller hatte von der Leihe des Innenverteidigers zum 1. FC Kaiserlautern ganz klare Vorstellungen: „Nikola hat in seiner ersten FC-Saison eine sehr positive Entwicklung genommen. Diese Entwicklung wollen wir fortsetzen und forcieren. Dazu bedarf es regelmäßiger Spielzeit, die sich ihm in der aktuellen Konstellation in unserer Innenverteidigung nicht bieten wird.“ Von regelmäßiger Spielzeit kann man bei dem Abwehrspieler nicht sprechen. Nach einer eher durchwachsenen Anfangsphase war Soldo zunächst zwar Stammspieler, doch der 23-Jährige Innenverteidiger hat es in diesem Jahr wieder schwer. Zunächst wurde Soldo nicht mehr berücksichtigt, gegen Paderborn stand der Abwehrspieler wieder auf dem Platz. Am vergangenen Wochenende, bei der Premiere von Friedhelm Funkel musste Soldo sich aber einen Platz auf der Tribüne suchen.

Mathias Olesen: So erging es am Wochenende auch Mathias Olesen. Der Nationalspieler Luxemburgs war bekanntlich erst in diesem Winter verliehen worden, um Spielpraxis zu sammeln. Beim FC hält man eigentlich große Stücke auf dem Mittelfeldspieler, in Köln wäre die Einsatzzeit aber überschaubar gewesen. Im Sommer soll der 22-Jährige dann wieder angreifen. Zuvor spielt Olesen in der Schweiz für den Yverdon Sport FC und bislang auch vielversprechend. In den ersten fünf Begegnungen stand der Kölner Leihspieler vier Mal in der Startelf. Gegen Servette war vor einer guten Woche zur Halbzeit Schluss, an diesem Wochenende stand der 22-Jährige nicht im Kader.

Aufstiegskampf bei Obuz und Schmid

Marvin Obuz: Für den Kölner Offensivspieler fällt die Bilanz für Rot-Weiss Essen bislang eigentlich sehr gut aus. In den bisherigen 26 Spielen stand Obuz 24 Mal in der Startelf, wurde zwei Mal eingewechselt. Dabei erzielte das Kölner Eigengewächs sechs Tore und bereitete neun vor. Erst gegen den Spitzenreiter Jahn Regensburg vor einer guten Woche avancierte der Offensivspieler zum Matchwinner, erzielte ein Tor, bereitete beim 3:1 ein weiteres vor. Am vergangenen Wochenende kassierte RWE allerdings eine 0:2-Niederlage gegen Ulm. Dennoch darf sich Essen auch weiterhin Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Maxi Schmid: Für den 20-Jährigen, aber auch den FC scheint sich der Wechsel in die 2. niederländische Liga bislang richtig gelohnt zu haben. Der Angreifer ist bei Roda Kerkrade Stammspieler und dazu noch einigermaßen erfolgreich. Schmid erzielte bereits fünf Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. „Es hätten schon ein paar Treffer mehr sein können. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung in einem neuen Land, einer neuen Liga und bei einem neuen Verein sehr zufrieden“, sagte Schmid im Herbst in einem Interview der „Frankfurter Neuen Presse.“ Dennoch befindet sich Kerkrade weiterhin im Aufstiegsrennen.

Einzelkritik

Schreibe einen Kommentar