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Kaderplanung: Hohe Erwartungen, schwerste Bedingungen

Während der Sommerpause steht die Vereinsführung um Sportdirektor Christian Keller vor der wohl kompliziertesten Kaderplanung der Vereinsgeschichte. Das Ziel, eines schnellstmöglichen Wiederaufstiegs ist gesteckt, die Hände sind zum Teil aber gebunden.

In den kommenden Tagen und Wochen stehen beim 1. FC Köln die wegweisende personelle Entscheidungen für die kommende Saison auf dem Plan. Die FC-Bosse kämpfen derweil um das Vertrauen der Fans.

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Gut zehn Tage vor dem Mitglieder-Stammtisch des 1. FC Köln gehen die Vereinsbosse der Geißböcke in die mediale Offensive. In einem dreiteiligen vom Verein produzierten Podcast beantworten die FC-Bosse Fragen, die den Fans auf der Seele brennen und die diese wohl am 12. Juni im Coloneum in Ossendorf in dann wohl deutlich emotionalerer Form präsentiert hätten. Nachdem in den vergangenen Wochen die Bosse von Olimpija Ljubljana die Gelegenheit nutzten, ihre Sicht des Zustandekommens der Transfersperre zu schildern, gab es nun auch Einblicke auf der Kölner Seite. Möglicherweise wird die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen. Gänzlich wird sie wohl ohnehin nicht ans Tageslicht kommen. Muss sie auch nicht. Die Transfersperre steht, der FC wird erst im kommenden Winter nachverpflichten dürfen.

Das Vertrauen in die FC-Führung ist bei einigen Fans erschüttert

Darüber hinaus machten die Kölner Bosse keinen Hehl daraus, dass es trotz eingestandener Fehler keine personellen Konsequenzen geben werde. Eine Konsequenz müsse vielmehr sein, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholen dürfe, hieß es. Dabei sollte das doch vielmehr eine Selbstverständlichkeit sein. So wird über die Kölner Verantwortlichen auch weiterhin diskutiert, während diese wiederum mit Hochdruck daran arbeiten müssen, den scheinbar festgefahrenen Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dass sich Christian Keller und Co. genau das auf die Fahnen schreiben, ist ehrbar, wenn auch nur konsequent. Doch der Druck dürfte erneut immens sein.

Denn der Kölner Sportdirektor legt sich die Latte selbst wieder erstaunlich hoch. „Die Geschichte, wir werden in die 3. Liga durchgereicht, wir haben überhaupt keine Mannschaft – das stimmt nicht“, erklärte Keller im FC-Podcast noch moderat. „Wir werden in der neuen Zweitliga-Saison einen wettbewerbsfähigen Kader auf dem Platz haben. Wir haben ganz klar für uns die Zielsetzung, wir wollen schnellstmöglich wieder aufsteigen.“ Markige Worte, die vermutlich jeder FC-Fan auch gerne vernommen hat. Nur gab es auch in der vergangenen Spielzeit zu oft Einschätzungen, Überzeugungen und Aussagen, die das Ziel dann doch meilenweit verfehlten. Ob der Kölner „Ganz-Okay“-Sturm, der sich als Flaute erwies, der vermeintlich Bundesliga taugliche Kader, der eben jene Klasse nun verlassen muss oder die Zuversicht vor dem CAS-Urteil oder dem Abstiegskampf – an deren Ende eine herbe Enttäuschung stand – das Vertrauen in die FC-Bosse ist bei einigen Fans erschüttert.

Wichtige personelle Entscheidungen stehen an

Dabei kommt es genau jetzt auf die Arbeit der Kölner Geschäftsführung an. Einen herausforderndere Saisonvorbereitung hat es für die Kaderplaner am Geißbockheim in der Vereinsgeschichte noch nicht gegeben. Und das, obwohl es zumindest was die Neuverpflichtungs-Seite angeht, eigentlich eine schmerzend ruhige Transferphase für den FC geben wird. Während die Spieler sich längst in den Urlaub verabschiedet haben, läuft die Kaderplanung auf Hochtouren. Dabei hat die Suche nach dem neuen Trainer laut Christian Keller höchste Priorität. Bis auf den Namen Christian Eichner wird noch relativ wenig spekuliert, was aber sicher nicht bedeutet, dass am Geißbockheim eine frühsommerliche Ruhe eingekehrt ist. Im Gegenteil, die Zeit rennt.

Zeitgleich werden die FC-Bosse aber auch die Gespräche mit den potenziellen Wackelkandidaten im Kader suchen. Das Vorhaben, Timo Hübers, Jan Thielmann und Co. mögliche Ausstiegsklausen abzukaufen, klingt gut. Wie realistisch die Idee ist, steht auf einem anderen Blatt und wird sich wohl schon sehr bald zeigen. Täglich könnte der Vollzug einer Vertragsverlängerung genauso wie ein weiterer Abschied vermeldet werden. Dabei kündigte Christian Keller an, dass man mit den Jungs sprechen müsse, „in den Fällen, in denen wir sprechen wollen“, um Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Ganz offensichtlich gibt es trotz der Transfersperre Spieler, mit denen man wiederum nicht sprechen will. Namen nannte der Sportdirektor verständlicherweise nicht.

Neben der Keeper-Entscheidung zwischen Jonas Urbig und Marvin Schwäbe – die Tendenz geht wohl Richtung Urbig – ist die Innenverteidigung weiterhin wohl die dringendste Baustelle. Sollte nach Chabot auch Hübers den Verein verlassen wollen, würden die Kölner wie berichtet ein Problem im Abwehrzentrum bekommen. Auch in den weiteren Mannschaftsteilen stehen wichtige personelle Entscheidungen an. Auch für Keller. Denn für den Sportdirektor wird es bei jeder seiner Entscheidungen auch darum gehen, das Vertrauensverhältnis zu den Fans zu kitten.


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