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Max Finkgräfe: Warum ein Einsatz gegen Gladbach so besonders wäre

Max Finkgräfe ist der Shootingstar in dieser Saison beim FC und somit einer der Gewinner der Krise. Am Sonntag könnte der fünfte Einsatz des Eigengewächses erfolgen. Es wäre ein besonderer.

Während die Spielzeit für die meisten Profis des 1. FC Köln eher mäßig verläuft, ist Max Finkgräfe einer der wenigen Gewinner. Der Kölner Youngster feierte im zarten Alter von 19 Jahren bereits sein Debüt, kommt auf vier Einsätze und hat nun einen Profivertrag in der Tasche. Nun folgt das Spiel gegen die Fohlen. Max Finkgräfe: Warum ein Einsatz gegen Gladbach so besonders wäre

So mancher FC-Fan wird im Juli in Österreich zwei, vielleicht sogar drei Mal genau hingeschaut haben, welcher Spieler da über die linke Seite für ordentlich Tempo, für ein aggressives Pressing und für Gefahr sorgte. Der FC testete Mitte Juli im Rahmen des Trainingslagers gegen Gornik Zabrze, jenen Klub für den das Kölner Idol und Eigengewächs Lukas Podolski auf dem Feld stand, doch ein anderes Eigengewächs erhaschte die Aufmerksamkeit der Kölner Anhänger: Max Finkgräfe. Der 19-Jährige trat selbstbewusst auf, erkämpfte sich im Mittelfeld viele Bälle und leitete so auch vielversprechende Angriffe ein. Natürlich war der Auftritt zu Beginn der Vorbereitung nicht mehr als eine Duftmarke, eine Momentaufnahme und doch wird schon der ein oder andere geahnt haben, welches Talent da schlummert. Mindestens Christian Keller, der nur wenige Wochen zuvor dem „Express“ verriet, dass er Finkgräfe am ehesten den Sprung zu den Profis zutrauen würde.

In Mönchengladbach geboren, bei der Borussia gespielt

Drei Monate später ist der 19-Jährige einer der Hoffnungsträger, vor allem aber der Senkrechtstarter des FC. Finkgräfe debütierte gegen Dortmund, erhielt durch vier Kurzeinsätze in der Bundesliga seinen Profivertrag und durfte als besonderes Gimmick im Testspiel gegen Reusrath in der vergangenen Woche sogar die Kapitänsbinde tragen. Am Sonntag könnte der fünfte Einsatz folgen und das ausgerechnet gegen die Borussia. Ausgerechnet, weil nicht viel gefehlt hat und Finkgräfe würde eher im Trikot der Fohlen auflaufen. Und das nicht, weil der Linksverteidiger in Mönchengladbach geboren wurde. Finkgräfe kommt aus der Stadt Willich am Niederrhein, die ziemlich zentral zwischen Neuss, Gladbach und Düsseldorf liegt. Für den talentierten Kicker ging der erste Weg Richtung leistungsorientierten Fußball nach Düsseldorf zur Fortuna. Es folgte aber schon bald der nächste Schritt, der Wechsel in das Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund. Durchsetzen konnte sich Finkgräfe auch beim BVB nicht, als 14-Jähriger ging es zum Klub seiner Geburtsstadt.

Juniorenzeit mit vielen Verletzungen

Finkgräfes Juniorenzeit war geprägt von Verletzungen, die ihn immer wieder zurückwarfen. Wahrscheinlich ein Grund, warum er sich in den diversen NLZs schwer tat. Möglicherweise hätte er ausgerechnet bei der Borussia den Durchbruch geschafft. Denn sein Talent war auch dort unbestritten. Dem Vernehmen nach setzte man auch in der Zukunft auf ihn. Doch Finkgräfe brach sich 2019 im Dienste der Gladbacher das Bein. Gegen seinen Ex-Klub aus Dortmund erlitt er eine Fraktur des Standbeins und das ohne Fremdeinwirkung. Der damalige Mittelfeldspieler fiel monatelang aus. Das junge Talent verlor den Anschluss, der Traum vom Profifußball schien vorerst geplatzt, die Leidenschaft des Sports nicht. Und so verließ der damals 16-Jährige den Weg der Nachwuchsleistungszentren. Finkgräfe schloss sich der SG Unterrath an, bei der er immerhin Junioren-Bundesliga spielen konnte. Zu dieser Zeit hatten ihn die Kölner Scouts bereits längst auf dem Schirm. Nach einem Testspiel der SG gegen die Junioren des FC folgte die Einladung zum Kölner Probetraining.

Seit Juli 2021 trägt Finkgräfe nun das Trikot mit dem Geißbock. Auch hier wurde der Youngster bereits von langwierigen Verletzungen heimgesucht. Der Wechsel zu Unterrath wurde in gewisser Weise zu Kölns Glück. Denn nur wenige Monate nach dem Wechsel von Florian Wirtz mit allen Nachwehen um das gebrochene Agreement zwischen den rheinischen Klubs, wäre ein Transfer eines Jugendspielers von Gladbach direkt zum FC wohl kaum möglich gewesen. So winkt dem gelernten Linksverteidiger am Sonntag der Einsatz gegen seinen Ex-Klub.

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