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Mit der jüngsten Elf der Liga in den Abstiegskampf

Noch am vergangenen Donnerstag hatte der Kölner Trainer auf die Bedeutung von erfahrenen Spielern im Abstiegskampf hingewiesen. Am Samstag schickte Timo Schultz die jüngste Startelf der Liga ins Rennen.

Der 1. FC Köln spielte am Samstag mit der jüngsten Startelf der gesamten Liga gegen den VfB Stuttgart – und das auch ordentlich. Dabei hatte FC-Trainer Timo Schultz noch darauf hingewiesen, dass es auch auf Erfahrung ankommen wird.

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Lange hatten die Fans auf seinen Einsatz hin gefiebert. Der Einsatz von Justin Diehl kam dementsprechend auch nicht sonderlich unerwartet, er barg aber ein gewisses Risiko. Denn mit ihm und Max Finkgräfe setzte Schultz auf der linken Außenbahn auf zwei 19-jährige Eigengewächse. Ein mutiges Unterfangen gegen spielstarke Schwaben. Wie auch der Kölner Trainer später einsah. „Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein bisschen Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des VfB. Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max Finkgräfe zu unterstützen. Ich glaube, das war auch der Hauptgrund, warum der VfB in der Mitte der ersten Halbzeit wirklich enorm Druck aufbauen konnte“, sagte der Coach.

Sechs Spieler nicht älter als 23 Jahre

Auch wenn Diehl sicher nicht seinen besten Tag erwischte, halten die Kölner Verantwortlichen große Stücke auf den Youngster. So sehr, dass Schultz seine eigene Aussage, dass es im Abstiegskampf gerade auf die erfahrenen Spieler ankommen werde, ein wenig konterkarierte. „Mir ist es egal, wer Verantwortung übernimmt. Es ist schon klar, dass man als erfahrener Spieler in kritischen Situationen auf und neben dem Platz, vielleicht schon eine gewisse Ruhe mit reinbringen kann“, hatte der 46-Jährige noch am Donnerstag gesagt.

Eine wirklich routinierte Mannschaft stellte der Trainer nicht auf. Mit Finkgräfe, Diehl dazu noch Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Eric Martel standen wieder einmal fünf Spieler in der Startelf, die nicht älter als 22 Jahre sind. Inklusive dem 23-jährigen Rasmus Carstensen waren es sechs Jungspunde, die aufliefen. Immerhin mit Martel, Thielmann und Carstensen aber Akteure, die schon mit mehr als 100 Pflichtspielen auf reichlich Profi-Erfahrung zurückblicken können.

Jüngste Startelf seit drei Jahren

Nun wird Schultz aber auch nicht müde zu betonen, dass es ihm gar nicht so sehr auf das Alter der Spieler ankomme. Gerade Finkgräfe sei doch ein gutes Beispiel, dass auch junge Spieler auf einem konstant hohen Niveau spielen können. Das Durchschnittsalter der Kölner Startelf betrug am Samstag 24,2 Jahre. Damit schickte Schultz nicht nur die jüngste FC-Anfangsformation der gesamten Saison auf den Platz, es war auch die jüngste Startelf aller Bundesligisten in dieser Saison. Bislang hielt RB Leipzig die Bestmarke aus dem Duell gegen Leverkusen am 18. Spieltag mit 24,6 Jahren. Schultz stellte zudem die jüngste FC-Elf seit mehr als drei Jahren auf. Unter Markus Gisdol spielten die Kölner damals laufend mit einer extrem jungen Mannschaft. Im Dezember 2020 betrug das Durchschnittsalter um den 18-jährigen Jan Thielmann gerade einmal 23,3 Jahre.

Unter Steffen Baumgart betrug das Durchschnittsalter noch 26,5 Jahre. Sicherlich hängt der junge Schnitt mit den Verletzungen von Davie Selke oder Mark Uth zusammen. Aber eben nicht nur. Der Erfolg gibt Schultz bislang recht. Trotz der Verjüngungskur hat Schultz dem Team Stabilität verliehen, ein Punkt gegen ein Topteam wie Stuttgart scheint plötzlich zwar einer Überraschung, aber sicher keiner Sensation gleichzukommen.


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