So will der FC gegen Leipzig punkten
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Mit Mut und Selbstvertrauen gegen „Wucht“ und Geschwindigkeit

Der 1. FC Köln bekommt es am Freitagabend mit RB Leipzig zu tun. Die Kölner erwartet alles andere als eine leichte Aufgabe. Dennoch glaubt man beim FC an die eigene Chance.

Im Hinspiel kassierte der FC eine derbe 0:6-Klatsche, aktuell befindet sich der Gegner in einem Form-Hoch und doch glaubt der FC an seine Chance. So will der FC gegen Leipzig punkten.

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Nach dem Duell gegen RB Leipzig am Freitagabend heißt es für den 1. FC Köln erst einmal durchatmen. Und das nicht nur, weil die Kölner sich am kommenden Montag ins Kurztrainingslager nach Spanien verabschieden. Der FC hat dann sechs der sieben Gegner aus dem oberen Tabellendrittel bespielt – im Liga-Endspurt wartet „nur“ noch der FC Bayern München aus der Top-7, dafür aber verhältnismäßig viele kolportierte Augenhöhe-Gegner. Dabei haben die Geißböcke gerade in den vergangenen Wochen eindrucksvoll bewiesen, dass große Namen durchaus bespielbar sind. Anders als noch in der Hinrunde, als die Kölner gegen Leverkusen und Stuttgart eher Richtung chancenlos agierten, luchste der FC dem VfB einen Punkt und der Werkself zumindest einige Nerven ab. So dürfte sich die Sorge vor einer Wiederholung der 0:6-Klatsche aus dem Hinspiel gegen die Sachsen beim FC in Grenzen halten.

Schultz warnt vor individueller Qualität

Zumal Köln unter Timo Schultz in der Defensive deutlich stabiler steht. Das ist natürlich auch gegen Leipzig geplant. „Für uns wird es darum gehen, gut zu stehen, tief zu stehen, ihnen möglichst wenig Räume und Tiefe anzubieten“, sagte dementsprechend Timo Schultz, denn er erwarte einen Gegner, der eine enorme Wucht entwickeln kann. „Leipzig ist eine Mannschaft mit einer enormen individuellen Qualität, die sich als Mannschaft auch enorm gefestigt zeigt. Es ist vom Ansatz her eine Truppe, die sehr zielstrebig nach vorne spielen kann. Gerade durch das Tempo und die individuelle Klasse in der letzten Linie“, erklärte der 46-Jährige. Tatsächlich ist die individuelle Qualität beeindruckend. Der von PSG ausgeliehene Xavi Simons ist so etwas wie der Shooting Star der Bundesliga – nicht umsonst will RB den Niederländer um jeden Preis halten, Lois Openda ein Goalgetter mit bereits 21 Saisontreffern. Auf Max Finkgräfe, Jeff Chabot und Co. wird einiges und das mit Tempo zukommen – die Wucht und die Geschwindigkeit lernte der FC im Hinspiel kennen.

Und dennoch will sich Timo Schultz nicht vor RB verstecken. „Wir wollen wie gegen Gladbach auch Schritt für Schritt selbst mehr mit dem Ball aktiv werden. Den Gegner mehr fordern und uns Chancen herausspielen“, sagte Schultz. Im Rheinderby kamen die Geißböcke immerhin auf zwölf Abschlüsse und hatten vor allem wieder ein wenig Spielglück. Denn der Treffer von Faride Alidou zum 1:0 hätte so nicht fallen müssen, Borussia-Keeper Moritz Nicolas lenkte die Kugel ins eigene Netz, dazu traf Gladbach gleich zwei Mal den Pfosten. Leipzig ist in der Defensive indes alles andere als anfällig, kassierte in der Liga bislang erst 31 Tore, nur Bayern und vor allem Leverkusen haben sich weniger Gegentreffer gefangen. Zudem haben sich die Sachsen nach einer kleinen Ergebnis-Krise im Januar mit drei Niederlagen in Folge wieder gefangen. Fuhren seitdem in sechs Liga-Spielen 13 Punkte ein, kassierten insgesamt nur zwei unglückliche Niederlagen – gegen Bayern und Real Madrid.

Die vergangenen Wochen machen Mut

Anders als noch vor dem 0:4 gegen Borussia Dortmund vermag man die Worte des Trainers glauben. Damals hatte Schultz beim BVB von einem Gegner auf Augenhöhe gesprochen und war dafür kritisiert worden. Ob das 0:4 dem Begriff nicht deutlichst widerspricht, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass der FC in diesem Jahr abgesehen von der Bremen-Begegnung in jedem Duell zumindest mitspielte, sich nicht versteckte und meist auch Siegchancen hatte. Und dennoch steht unterm Strich nur ein Erfolg in der noch kurzen Trainer-Ära Schultz – zu wenig für eine Mannschaft, die gerne noch das ganz sichere Ufer erreichen würde. Timo Schultz sprach bereits mehrfach davon, eine kleine Siegserie starten zu wollen. Doch sieben Punkte Rückstand auf Rang 15 bedeutet auch, dass der FC in den verbleibenden neun Spielen drei Siege mehr einfahren muss als die Konkurrenz. Bei bislang drei Saisonspielen eine stolze Herausforderung.

Zumal Köln auf einen Gegner trifft, gegen den der FC erst zwei Mal gewinnen konnte. Zwar spielte Köln bislang von den aktuellen Bundesligisten auch nur gegen Heidenheim noch seltener, doch sowohl die Siegquote als auch der Punkteschnitt ist gegen keinen anderen Erstligisten so schlecht. Und doch machen die Auftritte der vergangenen Wochen Mut, dass der FC gegen Leipzig punkten kann. Genug Selbstvertrauen scheint der FC zumindest zu haben. Allerdings muss Schultz auf Jan Thielmann und Timo Hübers verzichten, die beide gesperrt fehlen. Ob die erkrankten Dejan Ljubicic und Linton Maina wieder dabei sind, wird sich zeigen. Immerhin bieten sich mit Damion Downs und Davie Selke neue Optionen.


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