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Nach Finkgräfe-Traumtor: „Keine Angst, dass er abhebt!“

Beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim war Max Finkgräfe wieder der auffälligste Kölner Spieler. Und dieses Mal krönte er die starke Leistung mit einem Traumtor.

Der 19-jährige Max Finkgräfe kommt mittlerweile auf seinen zwölften Bundesliga-Einsatz und hat sich längst in der Startelf festgespielt. Im Duell gegen die TSG Hoffenheim belohnt sich der Youngster für seine gute Leistungen und erzielt sein erstes Saisontor.

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Jeff Chabot kniete mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf dem Boden und schüttelte fast schon ungläubig den Kopf. Dann zeigte er mit dem Daumen auf Max Finkgräfe, der sich nur wenige Meter weit entfernt von den rund 6000 Kölner Fans feiern ließ. 1:0 – nachdem dem FC fast 80 Minuten nichts in der Offensive gegen harmlose Hoffenheimer eingefallen war, war es der Youngster, die Entdeckung der Saison, der mit einem perfekten Freistoß zur Kölner Führung traf. Das Selbstvertrauen des Youngsters könnte gerade wohl kaum größer sein. Anton Stach hatte den kurz zuvor eingewechselten Linton Maina rund 25 Meter vor dem Tor gelegt und möglicherweise bereits geahnt, dass die kommende Situation brenzlig werden würde. Zumindest haderte Stach mit der Entscheidung des Schiedsrichters, obwohl es relativ wenig Spielraum für den Unparteiischen gab. Und so nahm sich Max Finkgräfe die Kugel, nahm im Ronaldo-Style Anlauf und versenkte diese im Netz: 1:0.

Finkgräfe: „Dafür trainiere ich jeden Tag“

„Max macht es im Moment überragend, deswegen hat er sich das Tor auch redlich verdient. Er hat heute wieder ein super Spiel gemacht. Er ist ein bodenständiger Junge und mit ihm kann man gut arbeiten“, sagte Benno Schmitz, der erneut den Vorzug vor Rasmus Carstensen erhielt. Für sein Premieren-Tor in der Bundesliga hatte sich der 19-jährige Finkgräfe diesen besonderen Treffer ausgesucht. Und einen, der nicht von ungefähr kommt. „Ich trainiere schon jeden Tag, nehme mir nach dem Training so zehn Bälle und ich bin neben Jeff Chabot der einzige Linksfuß auf dem Platz“, erklärte der Torschütze. „Dann habe ich um den Freistoß gebeten und habe ihn bekommen. Ich habe mir gedacht, das ist er jetzt, dafür trainiere ich jeden Tag.“ Und das Training zahlt sich aus, das war er dann.

Erneut in der Elf des Spieltags

Für den gebürtigen Mönchengladbacher zeigt die Karriereleiter weiter nach oben. Mittlerweile kommt der 19-Jährige auf zwölf Bundesliga-Einsätze, davon die jüngsten sieben von Beginn an. Längst hat sich Finkgräfe in der Stammelf festgespielt, ist eine Konstante. Auch gegen Hoffenheim überzeugte der Youngster nicht nur aufgrund seines Tors. Finkgräfe hatte hinter Jeff Chabot und Eric Martel die drittmeisten Kölner Ballkontakte, gewann fast 70 Prozent seiner Zweikämpfe und fiel vor allem immer wieder als wichtiger Balltreiber auf. „Es war ein super Spiel von Max. Er ist ein super Junge, macht es gut und ist klar im Kopf. Deshalb habe ich auch keine Angst, dass er abhebt. Er ist für uns ein echter Gewinn in der jetzigen Situation“, sagte Kapitän Florian Kainz. Und Trainer Timo Schultz ergänzte: „Dass er den heute so getroffen hat, freut mich extrem. Er hat heute wieder eine super Leistung gezeigt. Der Junge macht richtig Spaß.“

Auch, weil der Youngster nun bereits zum dritten Mal in Folge bester Kölner Spieler war. Das zeichnete auch das Fachmagazin „Kicker“ aus und berief den Youngster erneut in die Elf des Spieltags. Perfekt verlief das Spiel für den 19-Jährigen allerdings nicht. Andrej Kramaric verdarb dem FC in der Nachspielzeit die Karnevalsparty. „Ich freue mich trotzdem über den Punkt. Wir müssen es positiv sehen, auch wenn es sich eher wie eine Niederlage anfühlt. Jeder Punkt hilft“, sagte das Kölner Eigengewächs. „Und dann geht es Freitag auch schon weiter.“ Mal sehen, was sich der Linksverteidiger für die Begegnung gegen Bremen vorgenommen hat.



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