Steffen Tigges bringt die Wende gegen Bochum
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Erstes Tor seit 322 Tagen: Ausgerechnet Tigges leitet das Wahnsinns-Finish ein

Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum zwischenzeitlichen 1:1 leitete Steffen Tigges die späte Wende gegen den VfL Bochum ein. Ausgerechnet Tigges, der unter Timo Schultz bislang keine große Rolle gespielt hat.

Der 1. FC Köln gewinnt am 28. Spieltag 2:1 gegen den VfL Bochum und darf weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Und das, obwohl Köln bereits wie der große Verlierer des Spieltags aussah. Einen großen Anteil hatte daran ein Stürmer, der eigentlich außen vor war: Steffen Tigges bringt die Wende gegen Bochum.

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Nein, viel sprach nicht mehr für den 1. FC Köln im Duell gegen den VfL Bochum. Der FC hatte sich 90 Minuten lang bemüht, doch wirklich viel wollte den Geißböcken auch gegen den VfL nicht gelingen. Als Luca Waldschmidt nur wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit einem strammen Schuss aus knapp 18 Metern scheiterte, hatten sich schon viele Fans auf die Niederlage gegen den VfL und damit mit einer drastischen Verschlechterung im Kampf um den Klassenerhalt eingestellt. Die Einwechslung von Steffen Tigges nur eine Minute zuvor, trug wohl nicht unbedingt zum Aufkeimen großer Hoffnung bei. Zu wenig ist der Angreifer in dieser Saison in Erscheinung getreten. In 18 Einsätzen kam Tigges gerade einmal auf zehn Abschlüsse – allerdings in 18 Kurzeinsätzen.

Im 19. Spiel das erste Saisontor

In der 19. Begegnung erzielte Tigges sein erstes Saisontor – und dazu ein besonders wichtiges. „Für solche Momente lebt man als Spieler: Dass man reinkommt und das Spiel in eine andere Bahn lenkt“, sagte der Stürmer unter anderem dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Tigges lenkte das Spiel in eine andere Richtung, denn keine 120 Sekunden später traf Waldschmidt zum 2:1-Siegtreffer. Der FC darf Dank der Einwechselspieler somit weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Und das, obwohl die Kölner sich lange sehr schwer taten. „Ich habe in den 90 Minuten vorher ganz viele Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben“, sagte Timo Schultz, der mit seinen Einwechslungen aber maßgeblichen Anteil am Erfolg der Kölner hatte – zumindest bewies der Trainer ein besonders glückliches Händchen.

Und das war so bei Tigges nicht abzusehen. Denn während Waldschmidt für den Kölner Trainer ein Unterschiedsspieler ist, spielte der Zielstürmer bislang keine große Rolle. Zwar kommt Tigges in den zwölf Schultz-Begegnungen auf immerhin acht Einsätze, allerdings spielte der 25-Jährige in diesem Zeitraum insgesamt keine 70 Minuten. Und das, obwohl mit Davie Selke ein Zielstürmer lange ausgefallen war. Schultz setzte lieber auf Jan Thielmann als Selke-Ersatz – ein deutliches, kein positives Zeichen an Tigges. Zuletzt hatte der Trainer auch Damion Downs bevorzugt. Der Stürmer hatte mit seinem ersten Bundesliga-Tor im Rheinderby die Nominierung gerechtfertigt. Spätestens nachdem Downs am Freitagabend den entscheidenden Treffer für die U21 im Duell gegen die U23 von Paderborn erzielt hatte, wuchs bei einigen Fans die Kritik, dass Schultz Tigges und nicht den 19-Jährigen nominiert hatte.

Schultz: „Er hat ein Ausrufezeichen gesetzt“

Nun bekam also Tigges seine Chance. „Seitdem ich hier bin, war er bis jetzt eher hinten dran. Wir haben ihm gesagt, dass er seine Stärken für uns einbringen kann, einbringen muss“, sagte Schultz und nannte die Stärken in einem: „Er ist sehr ballsicher als Wandspieler, er ist gut in der Luft.“ Und gerade die Stärke in der Luft bescherte dem FC den zwischenzeitlichen Ausgleich. Florian Kainz brachte eine Ecke Richtung kurzer Pfosten, Tigges stieg am höchsten und ließ das Kölner Stadion explodieren. Die rund 50.000 FC-Fans ahnten nicht, dass Waldschmidt kurz darauf noch einen draufsetzte. Für Tigges war es der erste Treffer nach 322 Tagen. Ob der Stürmer auch am kommenden Samstag gegen die Bayern spielen wird, ist trotz der Verletzung von Selke und einem mögliche Aus offen. Aber: „Er hat ein Ausreifezeichen gesetzt.“  

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – VfL Bochum


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