1. FC Köln: Jan Thielmann sieht Rot
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Übermotiviert und unnötig

Bereits nach einer Viertelstunde konnte Timo Schultz seinen Matchplan gegen Bayer Leverkusen über den Haufen werfen. Jan Thielmann sah die Rote Karte und erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst.

Keine 15 Minuten waren im Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen gespielt, da nahm die Begegnung eine folgenschwere Wende für den 1. FC Köln: Jan Thielmann sieht Rot.

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Wohl kaum ein Spieler des 1. FC Köln strotzt so vor Leidenschaft und Willen wie Jan Thielmann. Nach der langen Verletzungspause im Sommer sprach Ex-Coach Steffen Baumgart genau diese Qualität des Youngsters an, sprach aber gleichzeitig auch eine Warnung aus: „Er ist positiv verrückt, aber wir müssen ihn leider etwas weiter einbremsen“, sagte der damalige Trainer. Eigentlich auf den Übereifer angesprochen. Thielmann wollte schneller zurück auf das Feld als es der Genesungsprozess zuließ. Nun wird der Kölner Offensivspieler dem FC fehlen, gegen Gladbach eben nicht zurück aufs Feld kehren. Zwar ist Thielmann mittlerweile absolut fit, gibt in jedem Spiel seine 100 Prozent und manchmal mehr. Doch diese Prozent mehr kosten den 21-Jährigen das Derby. Thielmann sah im Duell gegen Leverkusen bereits nach einer Viertelstunde die Rote Karte.

Früh ein anderer Matchplan

Timo Schultz konnte seinen Matchplan damit über den Haufen werfen. Dabei schien der bis dahin aufzugehen. Der FC ließ abgesehen von einer Möglichkeit für Jonas Hofmann in der Defensive nicht viel zu. Kurz vor dem Platzverweis hatte Dejan Ljubicic die Chance auf die Kölner Führung. Das Foul an Granit Xhaka sah auf den ersten Blick gar nicht wild aus. Das sah auch Schiedsrichter Tobias Stieler so. Der Kölner Keller sah das anders, Stieler die Bilder und Thielmann eine berechtigte Rote Karte. „Warum er so reingeht, muss er selbst wissen. Selbst schuld. Die Entscheidung war auf jeden Fall korrekt“, sagte Xhaka. Für den Heißsporn war es im 117. Pflichtspiel für die Profis der erste Platzverweis. Bei den B-Junioren hatte Thielmann einst die Ampelkarte gesehen.

Trainer Timo Schultz war über die Szene ebenfalls eher unglücklich. „Der Schiedsrichter will das eigentlich weiterlaufen lassen und wird dann zum Monitor gebeten. Er trifft ihn über dem Knöchel und dann geben die Regeln das heute her““ Der Ex-Profi meinte daher auch: „, sagte der 46-Jährige. „Zu meiner Zeit hätte man sich die Hand gegeben und gut ist.“ Doch Xhaka monierte, verzögerte so den weiteren Spielverlauf – allerdings vollkommen legitim. „Er muss da nicht so hingehen. Damit schwächt er seine Mannschaft. Wir profitieren“, sagte der Leverkusener Mittelfeldspieler. Zwar haderten die Kölner verständlicherweise mit dem Platzverweis, von einer ganz ähnlichen Szene hatten die Kölner aber auch bereits profitiert. Im ersten Spiel der vergangenen Saison sah Dominick Drexler die Rote Karte nach einem ähnlichen Foul an Jonas Hector. Nur hatte sich der Kölner Kapitän nicht so beschwert.

Für den FC war die Rote Karte gegen Thielmann wettbewerbsübergreifend der sechste Platzverweis der laufenden Spielzeit.

Bilder zum Spiel Köln gegen Leverkusen



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