1. FC Köln: Stehen die Zeichen bei Benno Schmitz und Dominique Heintz auf Abschied?
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Wenig Spielzeit, auslaufende Verträge: Stehen die Zeichen auf Abschied?

Benno Schmitz und Dominique Heintz haben bereits einige Jahre für den FC abgerissen. Auf viel Einsatzzeit kamen die beiden Routiniers zuletzt nicht mehr. Timo Schultz sprach in Bezug auf seine Innenverteidigung vom Luxusproblem – wird die Abwehr zu einem echten Problem?

Für Benno Schmitz und Dominique Heintz liefen die vergangenen Wochen unter Timo Schultz alles andere als gut. Auf wirklich viel Einsatzzeit kamen die beiden Routiniers zuletzt nicht. Die Verträge der beiden Routiniers laufen im Sommer aus beim 1. FC Köln: Stehen die Zeichen bei Benno Schmitz und Dominique Heintz auf Abschied?

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Der Arbeitsnachweis war in der Tat überschaubar. In 83 Minuten kam Benno Schmitz im Duell gegen Werder Bremen auf sechs Zweikämpfe, von denen er zwei gewann. Von seinen vier Flanken kam beim Mitspieler nicht eine an. Der Rechtsverteidiger erwischte wie die meisten Kölner am 22. Spieltag einen eher schwachen Abend. Für den 29-Jährigen, der sich seit Beginn der Saison einem harten Zweikampf mit Rasmus Carstensen stellt, war es das vorerst letzte Spiel in der Startelf. In den vergangenen drei Spielen kam der gebürtige Bayer nur noch einmal sieben Minuten gegen den Spitzenreiter aus Leverkusen zum Einsatz, saß sonst auf der Bank. Kein unbekanntes Gefühl, denn Schmitz stand bis zum 25. Spieltag in der Liga nur zehn Mal in der Anfangsformation.

Benno Schmitz hat starke Konkurrenz

Dass sich die Situation ausgerechnet gegen RB Leipzig, Schmitz Ex-Verein, kurzfristig ändert, ist durchaus möglich, aber alles andere als sicher. Denn mit Carstensen hat der 29-Jährige einen Konkurrenten, der in der Defensive nicht unbedingt stabiler verteidigt als Schmitz, aber mit deutlich mehr Tempo den Weg in die Offensive sucht. Wen Timo Schultz gegen die schnellen Außen wie Xavi Simons am kommenden Freitag aufstellt, ist von außen betrachtet komplett offen. Sicherer dürfte dagegen sein, dass Schmitz mit dem bisherigen Saisonverlauf alles andere als zufrieden ist. Immerhin war der 29-Jährige in den vergangenen beiden Spielzeiten mit jeweils 31 Einsätzen in der Liga unumstritten. In der ersten Saison unter Steffen Baumgart sogar ein absoluter Leistungsträger.

Nun hat der Routinier den Stammplatz verloren und das, obwohl Schmitz mittlerweile der dienstälteste aktuelle FC-Profi ist. Ob der Rechtsverteidiger das auch in der kommenden Saison bleibt, ist aber mehr fraglich. Denn der Vertrag des Abwehrspielers läuft bekanntlich im Sommer aus. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir mit Benno über den Sommer hinaus weiterarbeiten werden“, hatte Thomas Kessler im Februar gesagt. So richtig überzeugt klang der Leiter der Lizenzspielabteilung dabei nicht.

Dabei sollte eine Vertragsverlängerung angesichts der Transfersperre zumindest eine Option sein. Denn aktuell haben die Geißböcke mit Rasmus Carstensen nur noch einen weiteren Rechtsverteidiger im Profi-Kader. Dessen Leihe läuft zwar im Sommer ebenfalls aus, doch der FC wird mit Sicherheit die Kaufoption ziehen. Diese liegt dem Vernehmen nach bei 1,5 Millionen Euro, der Spieler hat seinen Marktwert aber bereits vervielfacht. Dahinter wird es auf der Position allerdings dünn. Pierre Nadjombe hat sich bereits früh für einen Wechsel zum 1. FC Magdeburg ausgesprochen. Ein Backup muss im Nachwuchs gefunden werden. Die überschaubare Spielzeit könnte zudem auf Seiten von Schmitz bei der Entscheidungsfindung helfen. Zumal mit Baumgart der größte Befürworter des Verteidigers den Club verlassen hat. Die Zeichen stehen offenbar auf Abschied.

Zukunft der Defensive nicht sicher

Auch das Arbeitspapier von Dominique Heintz läuft im Sommer aus. Noch in der vergangenen Woche sprach Timo Schultz von einem Luxusproblem, das er auf dieser Position des Innenverteidigers im Moment habe. Tatsächlich vertrat Luca Kilian Jeff Chabot und Timo Hübers im Wechsel auch ordentlich und ist eine Alternative. Schultz hat drei Innenverteidiger, die aktuell auf Bundesliga-Niveau spielen.

Heintz wäre eigentlich die Nummer vier auf der Position, spielt aber in den Planungen von Timo Schultz ganz offensichtlich keine große Rolle. Im Jahr 2024 kommt der Innenverteidiger auf zwei Einsätze, die offizielle Einsatzzeit beträgt insgesamt zwei Minuten. Da Nikola Soldo bei Kaiserslautern aber nicht die Entwicklung mitmacht, die sich alle drei Seiten von der Leihe versprochen haben, kann das Luxusproblem in der kommenden Spielzeit schnell ein handfestes werden. Spätestens dann, wenn Chabot den Verein verlassen sollte. Das könnte aufgrund einer Ausstiegsklausel der Fall werden. Dann wäre wohl Luca Kilian neben Timo Hübers gesetzt. Ein Mann für die Zukunft ist zweifelsohne Elias Bakatukanda, der bislang aber noch auf sein Profi-Debüt wartet.


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