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Wieder einmal Kölner Frust über eine strittige Entscheidung

Der FC präsentierte sich gegen Werder Bremen alles andere als in guter Form. Entscheidend waren aber auch zwei Torwart-Aktionen, die für Gesprächsstoff sorgten.

Die Enttäuschung über die eigene Leistung war beim 1. FC Köln am Freitagabend nach der 0:1-Niederlage gegen Bremen groß. Doch es herrschte auch FC-Frust nach nicht gegebenem Elfmeter.

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Nein, die strittige Szene wollte sich Timo Schultz nach dem Spiel nicht mehr ansehen. „Der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen, also war es auch kein Elfmeter“, sagte der 46-Jährige gewohnt nüchtern. Und so nüchtern betrachtet, hat der Ostfriese auch nicht ganz unrecht. Denn unterm Strich gab es keinen Elfmeter – ob Fehlentscheidung oder nicht. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ergänzte der Trainer dann, dass sich niemand hätte beschweren dürfen, wenn der Elfmeter gepfiffen worden wäre. Nein, es hätte sich niemand beschweren können. Michael Zetterer war nach einem Freistoß mit dem Knie voran in die Rippen von Luca Kilian gesprungen – ein klares Foulspiel. „Aus Torwartsicht will er zum Ball“, versuchte FC-Keeper Marvin Schwäbe noch den Hauch von Verständnis aufzubringen, um dann aber die Szene anders einzuordnen. „Er springt aber mit dem Knie voraus in den Rücken, berührt den Ball auch nicht. Für mich daher auch ein Elfmeter.“

Kainz: „Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“

Nur gab es diesen am Ende nicht. Schon mehrfach fühlten sich die Kölner in dieser Saison in strittigen Entscheidungen benachteiligt. Zuletzt im Duell gegen Wolfsburg, als Moritz Jenz der Ball im Strafraum gegen die Hand gesprungen war. Einen Elfmeter gab es damals nicht. “Das war Gipfel der Entscheidungen heute. Da möchte ich wirklich mal drum bitten, dass sich das einige noch mal anschauen, weil ich glaube, dass es in unserer Situation wichtig ist, dass auch auf Kleinigkeiten geschaut wird. Da verstehe ich nicht, dass es keinen Handelfmeter gibt”, hatte damals Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, gesagt. Das Unverständnis über den nicht gegebenen Elfmeter am Freitagabend dürfte aber nun wohl noch größer bei den Geißböcken ausfallen.

Das sah auch Florian Kainz ähnlich. „Für mich war das ein ganz klarer Elfmeter. Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“, sagte der Kölner Kapitän. „Aber die (Schiedsrichter, Anm.d.Red.) dürfen ja machen, was sie wollen.“ Allerdings sollte die umstrittene Elfmeterentscheidung nicht über die schwache Leistung der Geißböcke hinwegtäuschen. Denn der FC spielte erneut einmal viel zu harmlos, kreierte keine einzige Großchance. Für die größte Gefahr sorgte der Ex-Kölner Mitchell Weiser nach einer Ecke, als er den Ball aufs eigene Tor brachte und Michael Zetterer gemeinsam mit Marco Friedl das Spielgerät noch von der Linie kratzte. „Im Spiel mit dem Ball war es gerade in der ersten Halbzeit nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles investiert und sind leider nicht belohnt worden“, sagte Kainz.

Bremen belohnte sich am Ende für eine ebenfalls mäßige Leistung. Denn auch Werder konzentrierte sich weitestgehend auf die Defensivarbeit. So war es nicht verwunderlich, dass ein Torwartfehler die Entscheidung brachte. Marvin Schwäbe flog bei einer Flanke von Weiser seltsam am Ball vorbei und eröffnete Justin Njinmah die Entscheidung. „Ich wollte eigentlich zum Ball, sehe dann vor mir noch einen Bremer reinlaufen, dementsprechend wollte ich mehr in den Block, weil ich das Gefühl hatte, dass wenn er an den Ball kommt, dass ich dann keine Chance hab und dann im leeren Raum stehe“, sagte Schwäbe. „So stand ich auch im leeren Raum und sehe nicht ganz glücklich aus.“ Der FC verpasste vor allem aber die Chance, weiteren Boden im Abstiegskampf gutzumachen. Dementsprechend wollte sich Timo Schultz auch nicht mehr zu lange mit dem nicht gegebenen Elfmeter aufhalten. „Ich kümmere mich lieber darum, dass wir besseren Fußball spielen”, sagte der Trainer. 

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Werder Bremen


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