Wer wird die Kölner Nummer eins – Entscheidung bereits gefallen?

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Wer wird die Kölner Nummer eins – Entscheidung bereits gefallen?

Nach einer starken Saison bei der SpVgg Greuther Fürth kehrt Jonas Urbig wieder zurück zum 1. FC Köln. Und das Talent meldet Ansprüche an. Mit Marvin Schwäbe verfügt der FC aber über eine starke Nummer eins, der bislang noch keinen Wechselwunsch kommuniziert hatte. Bislang. Wer steht künftig im Kölner Tor?

Einen packenden Kampf um die Nummer eins im Kölner Kasten wird es in diesem Sommer wohl nicht geben. Und das, obwohl die Kölner Stand jetzt zwei erstklassige Keeper in ihren Reihen haben. Das wird sich aber noch ändern. Jonas Urbig oder Marvin Schwäbe – wer hütet das Kölner Tor?

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Als der 1. FC Köln in einer vorentscheidenden Phase der Saison eigentlich um möglichst viel Ruhe bemüht war, sorgte der Club selbst für ein Störfeuer und Nebengeräusche. Die Personalie Philipp Pentke sollte eigentlich nicht viel mehr als eine Meldung sein, sie löste aber Spekulationen aus, die die Kölner im Abstiegskampf so gar nicht gebrauchen konnten. Denn mit der Vertragsverlängerung der Kölner Nummer zwei deutete sich schon da an, dass die Rolle der künftigen Nummer eins nicht vollends geklärt scheint. Wird das Kölner Talent Jonas Urbig Kölns Stammkeeper oder bleibt Marvin Schwäbe? Die Spekulationen begannen. Laut Thomas Kessler ist die Diskussion „mehr thematisiert worden, als es in unseren Augen eigentlich nötig war“, sagte der Leiter der Lizenzspielabteilung im April und legte den Fokus wieder auf den Abstiegskampf. Ein Bekenntnis zu einem seiner potentiellen Stammkeeper wollte Kessler verständlicher Weise aber nicht abgeben.

Urbig versus Schwäbe – wer wird die Nummer eins?

Einige Wochen später liegt das Thema aber wieder auf dem Tisch. Der Abstiegskampf ist beendet, er ging bekanntlich verloren, die Frage nach der künftigen Nummer eins scheint dagegen noch offen. Die Gemengelage auf der Torhüterposition ist kompliziert. Zumindest deutlich komplizierter als wie vor einem Jahr kommuniziert. Damals wurde der Vertrag mit Jonas Urbig verlängert, um den Keeper nach Fürth zu verleihen. Urbig solle Spielpraxis sammeln, um dann zum FC als Herausforderer zurückzukehren. Philipp Pentke stellte eine Art Zwischenlösung dar. Dass der Vertrag mit dem 39-Jährigen verlängert wurde, lässt die Interpretation zu, dass Urbig wohl nicht als Nummer zwei zum FC zurückkehren wird oder will. Die Leistungen bei der SpVgg Greuther Fürth untermauern diese Annahme.

Der 20-Jährige war in der abgelaufenen Spielzeit einer der besten Keeper der 2. Bundesliga. Fakt ist, Urbig ist jetzt schon zu stark, um eine Spielzeit lang auf der Bank zu sitzen. 2. Bundesliga kann der U21-Nationaltorhüter jedenfalls . „Sky“ berichtete zudem erst unlängst, dass sich auch die Bayern das Keeper-Talent angeschaut haben. Die Idee, Urbig als Nummer eins zu installieren, ist für den FC also nachvollziehbar und auch der mindestens mittelfristige Plan. Als dann vor einigen Wochen die Nachricht aufploppte, Marvin Schwäbe verfüge im Abstiegsfall über eine Ausstiegsklausel, schien die Gemengelage plötzlich gar nicht mehr so kompliziert. Die bisherige Nummer eins könnte dann zum Schnäppchenpreis gehen, würde mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin weiterhin erstklassig Fußball spielen wollen, möglicherweise auch im Ausland.

Schwäbe forderte eine Analyse

Doch unmittelbar nach dem Heidenheim-Spiel ließ Schwäbe durchblicken, dass vielleicht gar nicht alles so einfach ist. Der Keeper forderte von den Verantwortlichen eine Analyse, wie es denn jetzt weitergehen könne. Von einem kommunizierten direkten Duell wollte der 29-Jährige nichts wissen. „Ob ein offener Konkurrenzkampf ausgerufen wurde oder nicht, sei mal dahingestellt – mir wurde es anders gesagt“, erklärte Schwäbe, der sich in Köln eigentlich sehr wohl fühlt. Als Nummer zwei sieht sich der Keeper beim FC aber ganz sicher auch nicht. Der FC befindet sich also im Dilemma, zwei erstklassige Keeper für die kommende Spielzeit zu haben. Die Personalie „Pentke“ ist aber wohl ein Beleg dafür, dass Köln nicht mit beiden Torhütern im Kader plant. So soll wohl eine potentielle Nummer eins noch zu Geld gemacht werden.

Wie die „Sport Bild“ erfahren haben will, geht die Tendenz im Verkaufsszenario nun doch wieder Richtung Schwäbe. Der 29-Jährige soll demnach den Kölner Verantwortlichen bereits signalisiert haben, dass er den FC verlassen möchte. Die Tendenz gehe Richtung Ausland, heißt es. Zumindest hätten die Kölner dann auf einer Position mehr Planungssicherheit.

So lange laufen die Verträge der FC-Profis


Benno Schmitz
Vertrag bis 2024


Davie Selke
Vertrag bis 2024


Luca Waldschmidt
Leihende 2024
Kaufoption


Faride Alidou
Leihende 2024
Kaufoption


Rasmus Carstensen
Leihende 2024
Kaufoption


Justin Diehl
Vertrag bis 2024
Wechselt zum VfB Stuttgart


Florian Kainz
Vertrag bis 2025
Kolportierte Ausstiegsklausel


Dejan Ljubicic
Vertrag bis 2025


Linton Maina
Vertrag bis 2025
Kolportierte Ausstiegsklausel


Denis Huseinbasic
Vertrag bis 2025


Luca Kilian

Vertrag bis 2025


Philipp Pentke
Vertrag bis 2025


Matthias Köbbing
Vertrag bis 2025


Florian Dietz
Vertrag bis 2025

Jonas Nickisch
Vertrag bis 2025


Leart Pacarada
Vertrag bis 2026


Dominique Heintz
Vertrag bis 2026


Sargis Adamyan
Vertrag bis 2026


Timo Hübers
Vertrag bis 2026
Kolportierte Ausstiegsklausel

Steffen Tigges
Vertrag bis 2026


Jeff Chabot
Vertrag bis 2026
Ausstiegsklausel
Wechselt zum VfB Stuttgart


Jan Thielmann
Vertrag bis 2026
Kolportierte Ausstiegsklausel

Jacob Christensen
Vertrag bis 2026

Eric Martel
Vertrag bis 2026
Kolportierte Ausstiegsklausel


Elias Bakatukanda
Vertrag bis 2026

Max Finkgräfe
Vertrag bis 2026

Damion Downs
Vertrag bis 2026

Marvin Schwäbe
Vertrag bis 2027
Kolportierte Ausstiegsklausel

Vertrags-Quelle: transfermarkt.de


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Wer geht, wer bleibt?

Unbedingt halten und dann ablösefrei? Zahlreiche Verträge laufen 2025 aus

Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln
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Unbedingt halten und dann ablösefrei? Zahlreiche Verträge laufen 2025 aus

Die Marschroute des 1. FC Köln müsste aufgrund der Transfersperre eigentlich heißen, jeden Spieler um (nahezu) jeden Preis zu halten. Nur wären Stand jetzt einige Profis im Folgesommer ablösefrei zu haben.

Inklusive Jeff Chabot besitzen wohl sieben Spieler des 1. FC Köln eine Ausstiegsklausel. Aufgrund der Transfersperre ist Christian Keller aktuell bemüht, möglichst viele Spieler zu halten. Und was passiert dann? Zahlreiche Verträge des 1. FC Köln laufen 2025 aus.

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Ein wenig seltsam wirkten die Worte von Marvin Schwäbe dann doch. Als der Keeper am Samstag nach dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim und dem besiegelten siebten Abstieg der Vereinsgeschichte vor das Mikro trat, forderte der Keeper den Verein auf, schnell zu analysieren. Es wirkte so, als würde der Keeper selbst erst einmal gerne wissen wollen, woran er ist, wie die FC-Bosse mit ihm planen. Als wäre die Entwicklung in Sachen Zweitliga-Kader noch nicht sonderlich weit fortgeschritten. Nun ist davon auszugehen, dass die Kölner Verantwortlichen ihre Hausaufgaben gemacht und ganz sicher zweigleisig geplant haben. Und dennoch ist das Puzzle „kommende Spielzeit“ – eins mit sehr vielen Teilen oder Fragezeichen – zumindest ganz offensichtlich noch nicht gelöst.

Zahlreiche Verträge laufen 2025 aus

So besitzen zwei Spieler keinen Vertrag für die zweite Bundesliga, bis zu sieben weitere Akteure verfügen dagegen wohl über eine Ausstiegsklausel, die seit vergangenem Samstag greift. Jeff Chabot hat seine gezogen. Jene Spieler können den Verein für eine festgeschriebene Ablösesumme verlassen. Offenbar sollen die FC-Bosse aktuell versuchen, den Spielern die Ausstiegsklauseln „abzukaufen“. Doch das sind nicht die einzigen Teile, die Christian Keller und Co. zu einem Gesamtbild zusammenfügen müssen. Denn bei der gesamten Planung werden die Kölner auch einen weiteren wirtschaftlichen Aspekt nicht außer Acht lassen können. Im kommenden Sommer laufen laut transfermarkt.de gleich neun Verträge der FC-Profis aus. Zwar sollte das Hauptaugenmerk des Sportdirektors aktuell eher darauf liegen, dass er für die kommende Spielzeit einen schlagkräftigen Kader zusammenstellt, also möglichst viele Spieler hält.

Gehen einige Spieler ablösefrei?

Nur werden die Verträge dieser Spieler nicht verlängert, könnten sie bereits im Sommer 2025 ablösefrei wechseln. Anders ausgedrückt, will Keller die Spieler noch zu Geld machen, wäre mit den aktuellen Arbeitspapieren ein Verkauf nur in diesem Sommer, höchstens noch im kommenden Winter, dem weitaus komplizierteren Transferfenster, möglich. So zum Beispiel bei Dejan Ljubicic. Der Mittelfeldspieler war im vergangenen Sommer vom VfL Wolfsburg heiß umworben. Es hat sogar schon Gespräche mit dem Trainer gegeben. Damals schätzte das Online-Portal transfermarkt.de den Marktwert des Akteurs auf rund zehn Millionen Euro ein, der 26-Jährige war der wertvollste Kölner Profi. Angesichts der personellen Situation wurde Ljubicic zum Verbleib überredet. Auch jetzt gab Christian Keller an, möglichst viele Leistungsträger halten zu wollen.

Sollte der FC Ljubicic für die Spielzeit einplanen, den Vertrag aber nicht verlängern, könnte der Österreicher im kommenden Sommer ablösefrei wechseln. Aktuell wird der Marktwert des Mittelfeldspielers noch auf acht Millionen Euro geschätzt. Nach der schwachen Saison ist nur schwer vorstellbar, dass die Kölner mehr für Ljubicic bekommen werden. Auch die Verträge von möglichen Stammspielern wie Linton Maina (laut transfermarkt.de 5 Mio. Euro wert), Denis Huseinbasic (4,5 Mio.), Luca Kilian (2,5 Mio.) und Florian Kainz (3.5 Mio.) sollen 2025 auslaufen. Und das gilt Stand jetzt auch für einige Leihspieler, deren Verträge laut transfermarkt.de ebenfalls 2025 auslaufen – so wie bei Tim Lemperle oder Marvin Obuz. Maina und Kainz verfügen aktuell auch über eine Ausstiegsklausel, könnten den Club schon jetzt verlassen. So oder so, Christian Keller wird in den kommenden Tagen weiterhin viele Gespräche führen müssen.

So lange laufen die Verträge des 1. FC Köln


Benno Schmitz
Vertrag bis 2024


Davie Selke
Vertrag bis 2024


Luca Waldschmidt
Leihende 2024
Kaufoption


Faride Alidou
Leihende 2024
Kaufoption


Rasmus Carstensen
Leihende 2024
Kaufoption


Justin Diehl
Vertrag bis 2024
Wechselt zum VfB Stuttgart


Florian Kainz
Vertrag bis 2025
Kolportierte Ausstiegsklausel


Dejan Ljubicic
Vertrag bis 2025


Linton Maina
Vertrag bis 2025
Kolportierte Ausstiegsklausel


Denis Huseinbasic
Vertrag bis 2025


Luca Kilian

Vertrag bis 2025


Philipp Pentke
Vertrag bis 2025


Matthias Köbbing
Vertrag bis 2025


Florian Dietz
Vertrag bis 2025

Jonas Nickisch
Vertrag bis 2025


Leart Pacarada
Vertrag bis 2026


Dominique Heintz
Vertrag bis 2026


Sargis Adamyan
Vertrag bis 2026


Timo Hübers
Vertrag bis 2026
Kolportierte Ausstiegsklausel

Steffen Tigges
Vertrag bis 2026


Jeff Chabot
Vertrag bis 2026
Ausstiegsklausel
Wechselt zum VfB Stuttgart


Jan Thielmann
Vertrag bis 2026
Kolportierte Ausstiegsklausel

Jacob Christensen
Vertrag bis 2026

Eric Martel
Vertrag bis 2026
Kolportierte Ausstiegsklausel


Elias Bakatukanda
Vertrag bis 2026

Max Finkgräfe
Vertrag bis 2026

Damion Downs
Vertrag bis 2026

Marvin Schwäbe
Vertrag bis 2027
Kolportierte Ausstiegsklausel

Quelle: transfermarkt.de


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Wer geht, wer bleibt?

Kommentar: Eine richtige und logische Entscheidung, aber eine hausgemachte

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Kommentar: Eine richtige und logische Entscheidung, aber eine hausgemachte

Der 1. FC Köln und Timo Schultz gehen getrennte Wege. Das ist eine logische, vermutlich die richtige, aber vor allem eine hausgemachte Entscheidung. Denn Timo Schultz ist sicher nicht alleine schuld am Gang in die 2. Bundesliga.

Timo Schultz wird den 1. FC Köln also nicht beim Gang in die 2. Bundesliga begleiten. Das ist eine richtige Entscheidung, denn der Trainer hat das Saisonziel Klassenerhalt nicht erreicht, dem Team nicht das erhoffte Leben eingehaucht. Allerdings ist die Entscheidung auch hausgemacht. Denn der Alleinschuldige ist der Trainer ganz sicher nicht. Ein Kommentar zur Trennung von Timo Schultz.

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Überraschend kam die Nachricht am Montag nicht mehr daher: Timo Schultz ist nicht länger Trainer des 1. FC Köln. Es ist eine logische, eine konsequente und auch eine folgerichtige Entscheidung. Es bleibt vor allem aber eine hausgemachte. Denn der Verein trennt sich von einem Entscheidungsträger, der am Ende des Tages sicher nicht der Alleinschuldige für den Gang in Liga zwei ist. Fakt ist, Timo Schultz hat es nicht geschafft, das Ruder herumzureißen. Der Ostfriese hat den Punkteschnitt im Vergleich zu seinem Vorgänger Steffen Baumgart leicht angehoben und vielleicht sogar den Eindruck erweckt, den taumelnden Geißböcke mehr Stabilität verliehen zu haben. Einer kompletten Realität entspricht das nicht. Ja, der FC hat sich in manchen Duellen mit dem Gegner auf Augenhöhe befunden. Genauso sind die Kölner zum Teil aber auch – wie zuletzt gegen Heidenheim – deklassiert worden. Auch Schultz hat aus dem FC keine bundesligataugliche Mannschaft geformt.

Das Ziel Klassenerhalt wurde verfehlt

Das Ziel Klassenerhalt wurde trotz zahlreicher Verlängerungen deutlich verpasst. Viele der ausgerufenen Endspiele nicht gewonnen und nur aufgrund der Patzer der Konkurrenz gab es die gefühlte Nachspielzeit. Der Abstieg war im Grunde seit dem 0:2 gegen den SV Darmstadt unausweichlich, er war aufgeschoben, aber ganz sicher nie aufgehoben. Und am Ende des Tages oder einer Saison werden Trainer an den ausgelobten Saisonzielen gemessen. Das Ziel des FC wurde verpasst – die Trainerentlassung ein branchenüblicher Schritt. Es ehrt Timo Schultz, dass er nach seiner zitierten Aussage zu demselben Ergebnis gekommen ist und es passt zu dem reflektierten Ostfriesen. Der die Entscheidung offenbar sehr sachlich nimmt, nicht emotional wie in Köln üblich. Vielleicht liegt aber auch genau dort ein Problem. So richtig wollte das Gebilde Schultz, Köln und der FC nicht matchen. Den letzten Funken Entschlossenheit hat der Trainer nicht entfacht.

Bei allem Verständnis für die Trainerentlassung und damit auch für die Notwendigkeit dieser Entscheidung, bleibt aber ein Beigeschmack. Denn dieser siebte Abstieg der Vereinsgeschichte ist sicher nicht nur der des Timo Schultz. Die Bedingungen, unter denen der Trainer die Aufgabe beim FC angetreten ist, hätten kaum schwieriger, die Hürden kaum größer sein können. Schultz fand eine verunsicherte Mannschaft vor. Ein Team, das wohl lange über dem eigenen Leistungsvermögen gespielt hat, das lange bis in die Haarspitzen motiviert wurde, aber jegliches Selbstvertrauen verloren hatte. Die Spieler waren sichtbar verunsichert, führungslos und ganz offensichtlich in vielerlei Hinsicht auch chancenlos. Dazu die Transfersperre, die fehlende Möglichkeit auch für den Trainer noch einmal direkten Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen.

Mission Klassenerhalt war von vornerein nah an „impossible“

Schultz Mission fiel ehrlicher Weise bereits zum Amtsantritt ganz nah an die Kategorie „impossible“. Und dennoch verlor der Coach nie den Glauben daran, das unmögliche doch möglich zu machen. Den Untergang wollte der 46-Jährige jedenfalls nicht tatenlos mit ansehen. Schultz baute die Nachwuchskräfte mit ein, vertraute bereits ausgemusterten Spielern und entfachte zumindest kurzfristig neues Feuer. Auch der Trainer hat Fehler gemacht, nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, nicht immer die richtigen Worte gefunden. Und dennoch: Die Rahmenbedingungen waren und sind nicht das Verschulden des Trainers. Die Umsetzung auf dem Rasen schon. Am Ende haben beide Aspekte den FC in Liga zwei geführt.

Die Situation wird sich auch für den kommenden Coach nicht sonderlich verbessern. Im Gegenteil: Es gibt aktuell mehr Frage- als Ausrufezeichen im Kader, die Transfersperre gilt noch bis zum Winter. Eigene Kaderideen wird ein neuer Trainer also nicht mit einbringen können. Christian Keller steht schon bei der Suche nach einem neuen Trainer vor einer großen Herausforderung. Der Sportdirektor wird voraussichtlich seinen Kurs bei der Auswahl ein wenig korrigieren. Es wäre für den FC wünschenswert, wenn Erwartungshaltung und Rahmenbedingung ebenfalls angepasst werden.


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Timo Schultz verlässt den 1. FC Köln

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Timo Schultz verlässt den 1. FC Köln

Timo Schultz und der 1. FC Köln gehen getrennte Wege. Der Trainer wird die Geißböcke nicht beim Neuaufbau in der 2. Bundesliga unterstützen. Das gab der Verein bekannt.

Es hatte sich angedeutet, nun ist es offiziell: Der 1. FC Köln und Timo Schultz gehen getrennte Wege.

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Nach knapp fünf Monaten endet die Zusammenarbeit zwischen dem 1. FC Köln und Timo Schultz schon wieder. Beide Parteien gehen ab sofort wieder getrennte Wege. Schultz hatte den FC Anfang Januar von Steffen Baumgart in der wohl größten Krise der Vereinsgeschichte übernommen. Der FC stand mit zehn Punkten auf einem Abstiegsplatz. Durch die bestätigte Transfersperre musste der Trainer mit dem vorhandenen Spielermaterial arbeiten. Zwar holte der Ostfriese in der Rückrunde 16 Zähler (plus einen Punkt im letzten Hinrunden-Spiel gegen Heidenheim), wirklich stabilisieren konnte Schultz den FC aber auch nicht. Unter dem neuen Coach kassierte der FC mehr Gegentore als unter Steffen Baumgart. Vor allem ließen die Kölner aber die Big Points gegen vermeintlich schwächere Gegner liegen.

Keller: „Wir haben uns in der vergangenen Woche bewusst sehr viel Zeit genommen“

„Wir haben uns in der vergangenen Woche bewusst sehr viel Zeit genommen, um gemeinsam mit Timo die Rückrunde aufzuarbeiten und jeden Stein umzudrehen. Im Ergebnis waren wir übereinstimmend der Ansicht, dass wir in die mit großen Herausforderungen einhergehende Zweitligasaison mit neuen Impulsen im Trainerteam starten müssen. Bei Timo möchte ich mich für seinen großen Einsatz für den FC herzlich bedanken“, sagte Christian Keller. „Er hat als Trainer und als Mensch von seinem ersten bis zu seinem letzten Arbeitstag sein Bestes für den FC gegeben. Für seine Zukunft wünsche ich ihm im Namen aller FC-Verantwortlichen und FC-Mitarbeiter alles erdenklich Gute.“

„Nach ausführlicher Analyse der Rückrunde sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit nicht über den Sommer hinaus zu verlängern. Da wir unser großes Ziel – den Klassenerhalt – nicht erreicht haben, bin ich der Meinung, dass es konsequent und richtig ist, dass jemand anderes einen Neuanfang startet“, sagte Timo Schultz. „Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Menschen bedanken, die mich in der Zeit beim FC und in der Stadt Köln unterstützt haben. Dem FC wünsche ich viel Erfolg in der kommenden Saison.“

Christian Eichner ein Kandidat beim 1. FC Köln?

Auch die beiden Co-Trainer André Pawlak und Kevin McKenna verlassen den Verein. Das gab FC-Geschäftsführer Christian Keller am Montagvormittag bekannt. „Wir möchten uns bei André und Kevin aufrichtig bedanken. Sie haben in jedem Moment ihr Herzblut und ihre Leidenschaft in ihre Arbeit für den FC gesteckt. Unter wechselnden Cheftrainern waren sie stets loyale, verlässliche Mitstreiter auf fachlich hohem Niveau. Für ihre jeweilige Zukunft wünschen wir den Beiden privat wie beruflich den bestmöglichen Erfolg“, sagt Keller über die bevorstehenden Abschiede, über welche die Profimannschaft des FC am Montagmorgen per Videokonferenz informiert wurde.

Die Geißböcke müssen sich also auf die Suche nach einem neuen Coach machen. Zuletzt geisterte bereits der Name des ehemaligen FC-Profis Christian Eichner rund ums Geißbockheim. Der Coach steht aktuell noch beim Karlsruher SC unter Vertrag. Der KSC würde den Kontrakt mit dem 42-Jährigen gerne verlängern.


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Trainingsauftakt, Ligastart, wer zeigt’s? – Das müssen FC-Fans zur 2. Bundesliga wissen

Jan Thielmann beim Ballschuss.
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Trainingsauftakt, Ligastart, wer zeigt’s? – Das müssen FC-Fans zur 2. Bundesliga wissen

Die Rahmenbedingungen für die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit legte der FC bereits früh fest und scheint nicht so richtig mit der 2. Bundesliga geplant zu haben. Die ersten Termine stehen.

Zeitlich wird es alles andere als entspannt für den 1. FC Köln. Der Terminplan der Geißböcke ist durch den Abstieg in die zweite Liga deutlich straffer geworden. Trainingsauftakt, Trainingslager und Ligastart liegen nah beieinander beim 1. FC Köln: Das sollten FC-Fans zur 2. Bundesliga wissen.

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Mitte April gab der 1. FC Köln bereits die ersten Rahmenbedingungen zur kommenden Saisonvorbereitung bekannt. Zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht klar war, in welcher Liga die Kölner spielen würden. Dennoch wurde der Plan als „ligaunabhängig“ kommuniziert. Das bringt dem FC nun einen besonders eng getakteten Zeitrahmen. Schon in weniger als vier Wochen starten die Geißböcke mit der Leistungsdiagnostik und anschließend in die neue Saison. Weniger als vier Wochen und weder der Trainer noch die Mannschaft für die kommende Spielzeit sind sicher gefunden. Während die Spieler sich in den Urlaub verabschiedet haben, wird sich die sportliche Führung wohl im Dauerstress befinden.

Wann und wohin startet der FC ins Trainingslager?

Nach dem Auftakt in die Vorbereitung am 21. Juni (Leistungsdiagnostik), steht schon bald das obligatorische Trainingslager auf dem Plan. Die FC-Profis reisen vom 21. bis 28. Juli 2024 in die Steiermark. In Bad Waltersdorf beziehen die Geißböcke das Spa Resort Styria Quartier – ein Vier-Sterne-Hotel. „In Bad Waltersdorf haben wir alles, was es für eine gute Saisonvorbereitung braucht: Kurze Wege, einen hervorragenden Trainingsplatz und ein Hotel, in dem sich alle wohlfühlen werden. Wir freuen uns auf Top-Bedingungen in den nächsten drei Jahren“, sagte Christian Keller. Vor Ort werden die Geißböcke auch wieder einige Testspiele absolvieren. Weitere Testspiele stehen noch nicht fest.

Wann startet die Saison der 2. Bundesliga?

Nur wenige Tage nachdem der FC aus dem Trainingslager zurückkehrt ist, steht das erste Saisonspiel an. Das ist für das Wochenende um den 3. August geplant. Die 2. Liga beginnt drei Wochen vor der Bundesliga. Die Hinrunde endet am 22. Dezember, die Rückrunde startet am 17. Januar und endet am 17. Mai. Die Spiele werden in der Regel freitags um 18.30 Uhr, samstags um 13 Uhr oder sonntags um 13.30 Uhr ausgetragen. Sieben Tage vor Beginn der Bundesliga wird die erste Runde des DFB-Pokals ausgetragen. Die Auslosung findet am kommenden Samstag statt.

Wer überträgt die Spiele der 2. Bundesliga?

Live werden die Spiele nahezu komplett bei Sky zu sehen sein. DAZN hat die Rechte für die Bundesliga, aber nicht für das Unterhaus. Einige weitere Spiele sind allerdings auch live bei Sport1 oder Sat1 zu sehen. Zusammenfassungen gibt es wie gewohnt auch in der Sportschau oder im Sportstudio.

Wie sieht der Kader der kommenden Spielzeit aus?

An dieser Frage klebt das größte Fragezeichen der Saison. Jeff Chabot und Justin Diehl haben den Club verlassen, sechs weitere Spieler besitzen Ausstiegsklauseln, können Köln für eine relativ geringe Börse den Rücken kehren. Es soll auch Interesse an weiteren FC-Spielern geben. Die sechs Leihspieler kehren zunächst zurück. Doch es ist alles andere als klar, welche Akteure der FC in den Kader beruft. Aktuell deutet viel daraufhin, dass die Kölner die Kaufoption bei Rasmus Carstensen ziehen und Faride Alidou sowie Luca Waldschmidt den FC verlassen. Zwei weitere Verträge, die von Benno Schmitz und Davie Selke laufen jetzt schon aus. Seit Montagmorgen ist bekannt, dass Timo Schultz den Verein nicht in die 2. Liga begleiten wird.


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Trainer, Spieler, Leihen – wer geht, wer bleibt? Ein Überblick

Jan Thielmann, Timo Schultz und André Pawlak
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Trainer, Spieler, Leihen – wer geht, wer bleibt? Ein Überblick

Wenige Tage nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga nimmt das Karussell der Gerüchteküche Fahrt auf. Tatsächlich überwiegen bei den Kölnern momentan die Fragezeichen. Wir geben eine Übersicht, wie der Stand der Dinge ist.

Ob Spieler oder Trainer, in den kommenden Wochen wird es Veränderungen bei den Geißböcken geben. Welche Wechsel stehen bereits fest? Welche sind wahrscheinlich? Welche Tendenzen gibt es? Wir geben einen aktualisierten Überblick. Wer bleibt beim und wer verlässt den 1. FC Köln?

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Diese Abgänge stehen beim FC bislang fest:

Die ersten Abgänge sind nun offiziell. Und sie kommen alles andere als überraschend. Justin Diehl wechselt zum VfB Stuttgart. Und das ablösefrei. Bereits seit einigen Wochen galt der Deal als perfekt, war wohl schon in trockenen Tüchern, es fehlte die Bestätigung. Beim VfB hat Diehl einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Ebenfalls sicher ist der Abgang von Jeff Chabot zum VfB Stuttgart. Chabot verabschiedete sich aber bereits von den FC-Fans. Auch der Abwehrspieler ist sich mit den Schwaben einig geworden. Der 26-Jährige wechselt für die Ablöse rund um vier Millionen Euro. Ein Schnäppchen: Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert des Innenverteidigers auf rund neun Millionen Euro ein. Der FC hat Chabot damals für gut zwei Millionen Euro fest verpflichtet, zuvor aber schon einen sechsstelligen Betrag als Leihgebühr bezahlt.

Diese Spieler verfügen über eine Ausstiegsklausel:

Da Christian Keller in der jüngeren Vergangenheit die kolportierten Namen weder dementiert noch bestätigt hat, gibt es keine hundertprozentige Klarheit, welche Spieler wirklich über eine Ausstiegsklausel verfügen. Allerdings sind Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Jeff Chabot mit Sicherheit dabei. Schwäbe kann wie Chabot für eine Ablöse von rund vier Millionen Euro gehen, bei Hübers soll sie ein wenig niedriger liegen. Zwar sprach der Sportdirektor immer wieder davon, dass es sich bei den Akteuren mit Ausstiegsklausel nur um „sehr wenige“ Spieler handle, das scheint aber nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen. Zumindest ist die Auslegung des Begriffs „wenige“ offenbar sehr subjektiv. Laut übereinstimmenden Medienberichten gibt es wohl doch noch einige Klauseln mehr. So können auch Linton Maina, Eric Martel und Jan Thielmann den FC für eine feste Ablöse verlassen. Ob Florian Kainz ebenfalls eine Klausel besitzt, ist offen, aber wahrscheinlich.

Diese Spieler haben keinen Vertrag für Liga zwei:

Aktuell sind Davie Selke und Benno Schmitz in Liga zwei ohne gültigen Kontrakt. Beiden liegen Angebote von Seiten des FC vor. Der Berater von Selke brachte zuletzt aber auch andere Interessenten ins Spiel. Unter anderem aus Saudi Arabien soll ein sehr konkretes und lukratives Angebot vorliegen. Beide Spieler fühlen sich aber wiederum auch in Köln verwurzelt. Offenbar muss Christian Keller mit den richtigen Argumenten ködern.

Diese Spieler bleiben in Köln:

Mark Uth hat am Tag vor dem Union-Spiel bekannt gegeben, dass er in Köln bleiben werde. Auch Dominique Heintz und Philipp Pentke haben erst vor wenigen Wochen ihre Arbeitspapiere verlängert. Es ist nicht davon auszugehen, dass es sich die beiden nun anders überlegt haben oder überlegen können. Zudem wird der Markt für einige Spieler alles andere als einfach sein. Gerade die lahmende Offensive um Sargis Adamyan oder Steffen Tigges hat sich nicht unbedingt um andere Clubs beworben. Spieler wie Damion Downs, Jacob Christensen und Denis Huseinbasic dürften für die kommende Saison mit mehr Spielzeit spekulieren und stehen aktuell (noch) nicht zur Diskussion. Max Finkgräfe hat sich durchaus für höhere Aufgaben beworben, doch ist bislang auch nicht davon auszugehen, dass er deswegen den Verein verlassen werde. Zumal alle Spieler auch einen gültigen Vertrag haben.

Welche Tendenzen gibt es?

Bei Luca Waldschmidt und Faride Alidou stehen die Zeichen wohl auf Abschied. Zwar könnte der FC in beiden Fällen die Kaufoption ziehen, nur ist es schwer vorstellbar, dass Waldschmidt Lust auf zweite Bundesliga hat und Alidou im kommenden Kader gesehen wird. Beide Spieler würden rund vier Millionen Euro kosten. Anders ist die Situation wohl bei Rasmus Carstensen. Die Ablöse der Kaufoption ist mit 1.5 Millionen Euro überschaubar. Die Tendenz geht ganz klar Richtung Bleiben. Dejan Ljubicic hatte im vergangenen Jahr ein Angebot des VfL Wolfsburg vorliegen. Damals überzeugten Christian Keller und Steffen Baumgart den Mittelfeldspieler zum Verbleib. Angeblich wurde Ljubicic für diesen Sommer ein Abschied eingeräumt. Ob die Wölfe noch immer an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers interessiert sind, ist aber fraglich.

FC trennt sich von Timo Schultz, André Pawlak und Kevin McKenna

Durch den Abstieg hat sich der Vertrag von Timo Schultz nicht verlängert. Zwar betonte Christian Keller an verschiedenen Stellen, dass er von der Arbeit von Schultz überzeugt sei. Die Trennung erfolgte am Montag dennoch. „Wir haben uns in der vergangenen Woche bewusst sehr viel Zeit genommen, um gemeinsam mit Timo die Rückrunde aufzuarbeiten und jeden Stein umzudrehen. Im Ergebnis waren wir übereinstimmend der Ansicht, dass wir in die mit großen Herausforderungen einhergehende Zweitligasaison mit neuen Impulsen im Trainerteam starten müssen“, sagte Christian Keller. Auch André Pawlak und Kevin McKenna werden den FC verlassen.

Diese Spieler verlassen den FC:

  • Justin Diehl (VfB Stuttgart, ablösefrei)
  • Jeff Chabot (VfB Stuttgart, rund 4 Mio Euro)

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Christian Keller ist bei den Vereinsbossen weiterhin fest im Sattel

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Christian Keller ist bei den Vereinsbossen weiterhin fest im Sattel

Bereits während der Saison gab es Stimmen gegen den Verbleib von Christian Keller als Sportdirektor. Nach dem Abstieg des 1. FC Köln wurden diese Stimmen lauter. Nun äußerten sich FC-Präsident Dr. Werner Wolf und sein Vize Eckhard Sauren im Interview mit dem „Express“ unmissverständlich.

In einem Interview mit dem „Express“ sprachen die FC-Bosse über die Position von Christian Keller. Auch zur Trainerfrage nahmen sie Stellung. Die FC-Bosse bestätigen Christian Keller im Amt.

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Die Sommerpause wird für die Verantwortlichen am Geißbockheim nach dieser Saison keine besonders ruhige werden. Nach der desaströsen Leistung der Mannschaft und dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte muss für die kommende Spielzeit ein Plan her. Während Vize-Präsident Eckhard Sauren im „Express“ vom „schnellstmöglichen Aufstieg“ spricht, sorgen sich viele Fans alleine schon um eine Zusammensetzung des Kaders. Ausstiegsklauseln, Wechselabsichten, keine Verträge, die Transfersperre – die Geißböcke haben aktuell mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Viel Arbeit für Christian Keller. Dabei ist das Vertrauen in den Sportdirektor nach so manchem Fehlgriff nahe des Nullpunkts. Für nicht wenige ist der Sportdirektor einer der Schuldigen für die Kölner Misere.

Keller für FC-Bosse der „richtige Mann“

Zwar wurde in den vergangenen Tagen über eine Teil-Entmachtung des Sportdirektors spekuliert, tatsächlich stärken die FC-Bosse ihrem Sportdirektor aber auch weiterhin öffentlich den Rücken. „Christian Keller ist für uns in der jetzigen Situation genau der richtige Mann.“ Und das nicht nur im finanziellen Sinne. „Wir sind davon überzeugt, dass Keller auch sportlich die richtigen Schlüsse zieht“, sagt Sauren im „Express“ und wird noch deutlicher: „Die Qualität, die Keller einbringen kann, die ist so groß, dass wir sagen: Klar ist er der richtige Mann. Punkt.“ Gerade die sportliche Qualität wurde zuletzt aber infrage gestellt. „Wir sind davon überzeugt, dass Keller auch sportlich die richtigen Schlüsse zieht. Es sind in der Kaderzusammenstellung Fehler gemacht worden“, räumt Sauren ein. „Es fehlte Qualität und Selbstvertrauen, da waren wir nicht gut genug aufgestellt. Das ist Teil unserer Analyse gewesen. Da liegt die Verantwortung bei Christian Keller, das ist ihm klar.“ 

Wolf: „Am Ende sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass es überhaupt keinen Sinn ergibt, zurückzutreten“

Werner Wolf betont zwar auch, weiterhin an Keller festhalten zu wollen, doch der FC-Präsident findet aber andere Worte. Man habe sich Gedanken über personelle Veränderungen gemacht. „Am Ende sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass es überhaupt keinen Sinn ergibt, zurückzutreten. Dann hast du ein Geißbockheim im Chaos. Dann wissen die Spieler nicht mehr, mit wem sie sprechen müssen, dann gibt es Unsicherheit bei den Sponsoren.“ Man sei zu dem Schluss gekommen, dass es das beste sei, „in dieser Konstellation zusammenzubleiben.“ Mit Keller, mit dem Vorstand, mit dem Präsidium. Nur nicht unbedingt mit dem Trainer. Timo Schultz soll laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ schon gar nicht mehr in Köln sein. Gut möglich, dass zu Beginn der kommenden Woche die Trennung bekannt gegeben wird.

Laut dem „Stadt-Anzeiger“ soll Keller für einen Verbleib des Trainers gewesen sein, sei aber überstimmt worden. Wirklich haltbar ist der Coach nach dem verpassten Klassenerhalt nicht. Ein Treuebekenntnis gibt es von den Vereinsbossen jedenfalls auch nicht. „Uns ist wichtig, dass wir eine saubere und tiefgreifende Saisonanalyse abschließen. Dadurch gewinnen wir ganz wichtige Erkenntnisse, die in der Zukunft helfen werden“, sagt Sauren. „Deshalb soll Keller seine Analyse komplett fertigstellen. Wir haben die Zeit bis zum Trainingsauftakt am 21. Juni, die ist lang genug. Dann vermelden wir etwas, wenn es etwas zu vermelden gibt.“ Wirklich viel Zeit sind vier Wochen bis zum Trainingsauftakt allerdings nicht mehr. Denn die Personalie des Trainers ist ganz sicher keine unwichtige – auch in Bezug auf die Entscheidungen der Kader-Wackelkandidaten, der Spieler mit Ausstiegsklauseln, die sich über ihre Zukunft Gedanken machen.


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Transfergerüchte

Wer bleibt, wer geht?

Offiziell: Jeff Chabot wechselt zum VfB Stuttgart

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Offiziell: Jeff Chabot wechselt zum VfB Stuttgart

Wie erwartet wechselt Jeff Chabot zum VfB Stuttgart. Der Abwehrspieler hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben und wird dort in der kommenden Saison Champions League spielen.

Der FC verliert einen weiteren Spieler an die Schwaben: Jeff Chabot wechselt zum VfB Stuttgart. Bei den Schwaben wird der Innenverteidiger Champions League spielen können.

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Wirklich überraschend kommt die Nachricht nicht mehr. Jeff Chabot hat einen Vertrag beim VfB Stuttgart unterschrieben, wird also in der kommenden Spielzeit auch Bundesliga und zudem Champions League spielen. Am Mittwoch hatte sich der Abwehrspieler mit emotionalen Worten von den Kölner Fans verabschiedet und auch geschrieben, dass es ein Kindheitstraum gewesen sei, Königsklasse zu spielen. Das wird in der kommenden Spielzeit der Fall sein. Neben dem VfB Stuttgart soll vor allem Eintracht Frankfurt an einer Verpflichtung des Innenverteidigers interessiert gewesen sein. Und auch das ist nicht wirklich erstaunlich. Schließlich ist Chabot einer der besten Abwehrspieler der Liga.

Ablöse soll bei rund vier Millionen Euro liegen

Der 1. FC Köln verliert damit einen ersten Leistungsträger in der aktuellen Transferperiode. Der Innenverteidiger erhält beim VfB einen Vertrag bis 2028. „Ich freue mich darauf, beim VfB Stuttgart eine neue Herausforderung anzugehen und hier die Möglichkeit zu haben, in der Champions League auf höchstem europäischem Level zu spielen“, sagt Chabot. „Das hatte ich mir immer gewünscht, und ich freue mich sehr, dass es hier bei einem tollen Traditionsverein wahr wird. Ich freue mich sehr auf alles, was jetzt kommt, auf die Challenge, meine neuen Teamkameraden und auf die Fans.“

Über die Ablöse wurde branchenüblich stillschweigen vereinbart, sie soll sich dem Vernehmen nach aber bei rund vier Millionen Euro befinden. Chabot hatte in seinem Vertrag beim FC eine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall vereinbart, die nun greift. Der Abwehrspieler war im Januar 2022 von Sampdoria Genua zum FC gewechselt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gehörte Chabot schon in der vergangenen Spielzeit zu den absoluten Leistungsträgern. In dieser Spielzeit war der 26-Jährige der einzige Stammspieler, der auf konstant hohem Niveau spielte. Insgesamt lief Chabot 61 Mal für den FC auf.

„Jeff ist ein sehr robuster und individuell starker Spieler, der in unserem Defensivverbund eine wichtige Rolle einnehmen wird. Seine Klasse hat er unter anderem gegen Serhou Guirassy bewiesen, als er ihn als einer der wenigen im direkten Duell in Schach halten konnte. Mit seiner Erfahrung, seiner Mentalität und seiner Qualität sind wir für die Herausforderungen einer Drei-Wettbewerb-Saison ein Stück besser gerüstet“, sagt Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth.


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Transfergerüchte

Wer bleibt, wer geht?

Mitgliederrat spricht sich gegen außerordentliche Mitgliederversammlung und Abwahl aus

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Mitgliederrat spricht sich gegen außerordentliche Mitgliederversammlung und Abwahl aus

Per E-Mail hat sich der Mitgliederrat am Freitagnachmittag an die Mitglieder des 1. FC Köln gewandt. Der Rat spricht sich gegen eine außerordentliche Mitgliederversammlung aus und damit auch gegen eine vorzeitige Abwahl des Vorstands.

In einem Schreiben an die gut 130.000 Mitglieder hat sich der Mitgliederrat zu Wort gemeldet. Der Mitgliederrat des 1. FC Köln spricht sich gegen Versammlung aus.

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In dem Schreiben betont der Mitgliederrat, dass ganz „offensichtlich folgenschwere Fehlentscheidungen“ getroffen worden seien. „Sonst müssten wir uns nicht mit einer Transfersperre und dem siebten Abstieg in die zweite Bundesliga auseinandersetzen. Dennoch kann blinder Aktionismus uns in der Situation nicht helfen“, heißt es weiter. Für den Wunsch einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zeigt der Rat durchaus Verständnis. Aber: „Wir möchten FC-Mitglieder nicht an der Wahrnehmung ihrer satzungsmäßigen Rechte hindern. Wir möchten aber alle, die sich mit solchen Gedanken auseinandersetzen, dazu aufrufen, unsere Argumente sorgfältig abzuwägen. Eine Abwahl allein kann keine Lösung sein, die dem FC in dieser schwierigen Situation weiterhilft. Das Gegenteil ist der Fall“, heißt es weiter.

Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben

Das Gremium führt gleich eine Reihe von Gründen für die Meinung auf. Im Falle eines Rücktritts oder der Abwahl des Vorstands müsse der Rat innerhalb kürzester Zeit drei Mitgliederversammlungen organisieren und zudem auch den Club kommissarisch führen. Zudem stünde der Verein vor weiteren hohen Kosten (300.000 Euro pro Versammlung). „Hinzu kommt, dass in einer solchen Phase der Ungewissheit der Verein auch hinsichtlich möglicher Personalentscheidungen gelähmt wird. Die Suche nach leitenden Mitarbeiter:innen würde durch eine solche Situation nahezu auf Eis gelegt werden müssen“, heißt es in dem Schreiben. Und: “Die Einladungsfrist für eine Mitgliederversammlung beträgt mindestens vier Wochen.“

Der Rat kündigt zudem an, dass er sich nach dem Mitgliederstammtisch am 12. Juni auch zu den Vorgängen rund um das CAS-Urteil äußern werde. „Nach dem Mitgliederstammtisch werden wir dann das Ergebnis unserer eigenen Analyse und Einschätzung offen und transparent kommunizieren“, heißt es weiter. Auch wenn der Mitgliederrat eine außerordentliche Versammlung ablehnt, „nach einer solchen Saison darf es selbstverständlich kein einfaches „Weiter so“ geben.“

 


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Transfergerüchte

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Kann der Rechtsfall um Diarra Auswirkungen auf den FC haben? Das sagt Jurist Prof. Dr. Scheuch

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Kann der Rechtsfall um Diarra Auswirkungen auf den FC haben? Das sagt Jurist Prof. Dr. Scheuch

Im Rechtsfall des ehemaligen Profis Lassana Diarra deutet ein Gutachten daraufhin, dass Transferregeln der Fifa möglicherweise EU-rechtswidrig sind. Könnte ein Urteil Auswirkung auf die Sanktion gegen den 1. FC Köln haben? Wir haben mit dem Juristen Prof. Dr. Alexander Scheuch von der Uni Bonn darüber gesprochen.

In den vergangenen Tagen kochte der Falla Lassana Diarra auch bei FC-Fans hoch. Laut Einschätzung des EuGH-Generalanwalts Maciej Szpunar könnten FIFA-Transfer-Regularien unter Umständen rechtswidrig sein. Sollte dieser Einschätzung stattgegeben werden, könnte das auch Auswirkungen auf den FC haben. Come-on-fc.com sprach mit Prof. Dr. Alexander Scheuch. Diese Auswirkungen kann das EuGH-Urteil für den FC haben.

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Fünf Tore in vier Spielen lautet die eindrucksvolle Bilanz von Jaka Cuber Potocnik in den vergangenen Wochen der Regionalliga West. Der 18-Jährige deutete seit der Rückrunde gleich mehrfach an, welche Rolle er in der kommenden Zeit für den FC spielen kann und warum die Kölner Bosse den Stürmer verpflichtet haben – und dabei ein folgenschweres Risiko eingegangen sind. Die Folgen der Verpflichtung des Youngsters sind bekannt. Der FC ist mit einer Transfersperre belegt worden, kann bis zum kommenden Winter keine Spieler verpflichten – gerade nach dem Abstieg eine besonders drakonische Strafe. Dass selbst der Abstiegskampf ohne die Transfersperre andere Vorzeichen gehabt hätte, steht wohl außer Frage. Nun drohen einige Abgänge, die Situation ist besorgniserregend. Oder öffnet sich da vielleicht doch noch eine Tür?

Der Europäische Gerichtshof beschäftigt sich mit dem Fall Diarra

Einen kleinen Hoffnungsschimmer bietet ein anderer, wenn auch ähnlicher Fall, der gerade hochkocht („effzeh.com“ und der Podcast „#TrotzdemHier“ berichteten zuerst). Lassana Diarra war 2013 von Real Madrid zu Lokomotive Moskau gewechselt. Nach nur einem Jahr löste der Franzose seinen Vertrag einseitig auf – das nach Ansicht von FIFA und CAS zu Unrecht. Doch Diarra tat sich schwer, einen neuen Club zu finden, denn potentielle Interessenten sorgten sich um Sanktionen wie eine Transfersperre und/oder Geldstrafen. Sporting Chaleroi war an dem Spieler interessiert, sprang aber aus Angst vor Strafen ebenfalls kurzfristig ab.

Diarra verklagte daraufhin die FIFA auf sechs Millionen Euro Schadensersatz. „Das Argument war: Die FIFA-Transferregeln mitsamt ihren Sanktionen seien mit dem Europarecht unvereinbar. Das belgische Gericht hat diese Frage dem Europäischen Gerichtshof zur Vorabentscheidung vorgelegt“, erklärt Jurist Prof. Dr. Alexander Scheuch, der einst selbst in der Rechtsabteilung des FC tätig war. „Sollte der EuGH zu dem Ergebnis kommen, dass die FIFA-Regeln gegen Europarecht verstoßen, dürften sie nicht angewendet werden. Weil es dabei just um die Regeln geht, wegen derer der FC bestraft worden ist, stünde damit zugleich fest, dass die Strafe gegen den FC keine Grundlage hatte.“ Und damit kommen auch die Kölner ins Spiel.

Sind die Strafen gegen den FC also europarechtswidrig? Zunächst einmal geht es darum, gegen welches Recht die Regeln verstoßen könnten. „Letztlich stehen zwei Verstöße im Raum. Zum einen könnten die FIFA-Regeln die vom EU-Recht garantierte Freizügigkeit von Arbeitnehmern verletzen. Sie verhindern nämlich mitunter – so wie im Fall Diarra –, dass ein EU-Bürger eine Tätigkeit in einem anderen EU-Mitgliedstaat aufnehmen kann. Zum anderen geht es um einen möglichen Verstoß gegen das EU-Kartellrecht“, erklärt Scheuch. „Die FIFA-Regeln führen nämlich zu einem ähnlichen Ergebnis wie eine Vereinbarung zwischen Konkurrenten, nicht gegenseitig Arbeitnehmer abzuwerben. Das wäre kartellrechtlich bedenklich, weil die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer – hier: der Spieler – durch so eine Absprache natürlich leidet.“

Generalanwalt hält FIFA-Sanktionen im Fall Diarra für europarechtswidrig

Der ehemalige FC-Justiziar Scheuch sieht gute Gründe dafür, dass Reglement kritisch zu sehen. „Bedenklich finde ich vor allem die Masse an drastischen Sanktionen, die dem Spieler und seinem neuen Klub nach einer einseitigen Vertragsauflösung drohen“, sagt der Professor der Uni Bonn. „Diese Risiken schaden nicht zuletzt solchen Spielern, die zu Recht ihren alten Vertrag gekündigt haben. Solange das noch nicht abschließend festgestellt ist, läuft jeder Interessent Gefahr, am Ende doch Opfer der FIFA-Sanktionen zu werden.“ Auch deswegen ist der Jurist der Meinung, dass die FIFA die Regeln zum Teil entschärfen solle. „Das betrifft vor allem die Beweislastumkehr, die die Grundlage für die Transfersperre bildet: Es wird vermutet, dass der neue Klub den Spieler zum Vertragsbruch gegenüber dem alten Verein angestiftet hat. Das kann im Einzelfall sehr schwer zu widerlegen sein.“

Der Fall Diarra landete beim Europäischen Gerichtshof. Und er nimmt nun Fahrt auf. Denn laut eines Gutachtens des EuGH-Generalanwalts Maciej Szpunar könnten die Regularien unter Umständen tatsächlich rechtswidrig sein. Der Generalanwalt arbeitet beim EuGH und präsentiert den Richtern vor dem Erlass eines Urteils seine Auffassung. Diese ist wiederum nicht bindend, doch in etwa drei Vierteln der Fälle folgt das Gericht den Schlussanträgen des Generalanwalts. „Deshalb ist dessen Meinung ein gutes Indiz für das kommende Urteil. Und in der Rechtssache Diarra hat der Generalanwalt Ende April ganz deutlich gemacht, dass er die FIFA-Sanktionen durchweg für europarechtswidrig hält“, sagt Scheuch. Gerade die Beweislastumkehr erscheine Szpunar zu „drakonisch“, auch, weil dem Generalanwalt nicht ersichtlich sei, wie der neue Verein seine Unschuld beweisen solle.

Ein Hoffnungsschimmer für den FC?

Und dennoch bleibt der Hoffnungsschimmer ein kleiner. Unter anderem auch, weil mit einem Urteil sicherlich nicht in den kommenden Tagen oder Wochen zu rechnen ist. „Genau da liegt das erste große Problem. Dass der EuGH noch vor Ablauf der Transfersperre entscheidet, ist keineswegs ausgemacht. Möchte der FC aus dem Diarra-Verfahren Profit schlagen, müsste er sich also schon vor dem Urteil des EuGH auf die wahrscheinliche Europarechtswidrigkeit der Sanktionsregeln berufen“, sagt Scheuch. Dazu könne der Verein auf die Stellungnahme des Generalanwalts Bezug nehmen. „Vielleicht bringt es etwas, direkt an die FIFA zu appellieren, dass unter diesen Umständen der Rest der Transfersperre ausgesetzt werden sollte. Mit Ruhm bekleckert hat sich in diesem Verfahren niemand. Da könnte es der Verband auch – im Sinne des Sports – gut sein lassen, statt eine wahrscheinlich rechtswidrige Strafe, die dem FC bereits massiv geschadet hat, weiter durchzusetzen.“

In Bezug auf die Transfersperre sind die Kölner schon alleine aus Zeitgründen auf das Wohlwollen des Weltverbands angewiesen. Sollte Diarra Recht bekommen, hätte auch der FC die Chance darauf, Schadensersatz einzuklagen. Aber: „Hier lauert aber das zweite Problem: Inwieweit würde dem FC der Nachweis gelingen, dass bestimmte negative Entwicklungen gerade auf der Transfersperre beruhen? Am ehesten dürfte das hinsichtlich der Verfahrenskosten in Betracht kommen, die der FC ausgeben musste. Deutlich schwieriger ist es zum Beispiel nachzuweisen, dass es ohne Transfersperre nicht zum Abstieg gekommen wäre“, sagt Scheuch. „Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der EuGH die FIFA-Regeln beanstanden wird. Dann spricht viel dafür, dass Klubs, die unter diesen Regeln leiden mussten, vom Verband Ersatz verlangen können. Es bleibt aber jeweils die Schwierigkeit nachzuweisen, dass einzelne Schadensposten wirklich auf der Bestrafung durch die FIFA beruhten.“

Wie realistisch ist die Hoffnung?

Dass die Transfersperre gegen den FC juristisch aufgehoben wird, ist schon alleine aus zeitlichen Gründen unwahrscheinlich. Der FC hat aber durchaus die Aussicht auf Schadensersatz. Hier wird vieles davon abhängen, inwiefern Köln beweisen kann, dass die Situation ohne die Transfersperre eine andere gewesen wäre. Es bleibt die kleine Hoffnung, dass die FIFA nicht zuletzt aufgrund künftiger Schadensersatzforderungen von Seiten der Kölner noch einmal mit dem FC ins Gespräch kommt. Es ist eine kleine Hoffnung, aber insofern zumindest nicht ausgeschlossen.


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