DFL terminiert weitere FC-Spieltage: Wichtige Heimspiele am Samstag

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DFL terminiert weitere FC-Spieltage: Wichtige Heimspiele am Samstag

Die Deutsche Fußball Liga hat die Spieltage 27 bis 30 terminiert. Der FC muss einmal sonntags ran. Auch die beiden Heimspiele gegen Bochum und Darmstadt wurden terminiert.

Viele Fans haben bereits drauf gewartet, nun hat die Deutsche Fußball Liga die Ansetzungen der Spieltage 27 bis 30 bekannt gegeben. So spielt der 1. FC Köln an den Spieltagen 27 bis 30.

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Die Fans hatten bereit sehnsüchtig darauf gewartet, nun hat die Deutsche Fußball Liga die Begegnungen nach der Länderspielpause terminiert. Zunächst steht das schwere Programm gegen Leverkusen, Mönchengladbach und Leipzig für die Geißböcke auf dem Programm. Anschließend geht es während der Länderspielpause in ein Kurztrainingslager nach Spanien. Die Geißböcke werden dann am 31. März auf die Zielgrade der aktuellen Spielzeit einbiegen und vermutlich noch einen Schlussspurt hinlegen wollen. Gerade drei der vier terminierten Spiele könnten noch einmal maßgeblichen Anteil über den Ausgang der Saison für die Kölner haben. Zunächst sind die Geißböcke zu Gast beim FC Augsburg. Die Begegnung findet am Ostersonntag, den 31. März in Augsburg statt (15.30 Uhr, DAZN).

Der FC spielt drei Mal am Samstagnachmittag

Das wichtige Heimspiel gegen den VfL Bochum hat die DFL für Samstagnachmittag anberaumt (15.30 Uhr, Sky). Parallel dazu wird das Keller-Duell zwischen dem FSV Mainz 05 und dem SV Darmstadt stattfinden. Das Thema „Druck aufbauen“, wie es vor dem Bremen-Duell die Runde gemacht hat, wird es da also nicht geben. Eine Woche später steht für die Geißböcke dann das schwere Auswärtsspiel bei Bayern München auf dem Programm. Auch diese Begegnung wird um 15.30 Uhr am Samstag gespielt. Mainz empfängt zur gleichen Zeit die TSG Hoffenheim, Darmstadt spielt am Sonntag gegen den SC Freiburg. Das direkte Duell mit dem SV Darmstadt ist ebenfalls ein Samstagnachmittag-Spiel. Die Begegnung findet am 20. April in Köln statt.

Die Kölner Ansetzungen bis zum 30. Spieltag

24. Spieltag
1. FC Köln – Bayer 04 Leverkusen (Sonntag, 3.3., 15.30 Uhr, DAZN)

25. Spieltag
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln (Samstag, 9.3., 15.30 Uhr, Sky)

26. Spieltag
1. FC Köln – RB Leipzig (Freitag, 15..3., 20.30 Uhr, DAZN)

27. Spieltag
FC Augsburg – 1. FC Köln (Sonntag, 31.3., 15.30 Uhr, Sky)

28. Spieltag
1. FC Köln – VfL Bochum (Samstag, 6.4., 15.30 Uhr, Sky)

29. Spieltag
FC Bayern München – 1. FC Köln (Samstag, 13.4., 15.30 Uhr, Sky)

30. Spieltag
1. FC Köln – SV Darmstadt 98 (Samstag, 20.4., 15.30 Uhr, Sky)


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Ungewöhnliche Einheit: Padel-Halle statt Trainingsplatz

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Ungewöhnliche Einheit: Padel-Halle statt Trainingsplatz

FC-Trainer Timo Schultz hat seiner Mannschaft vor dem Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen ein besonderes Training verordnet. Die Geißböcke trainierten am Donnerstag in der Padel-Halle.

Vor dem schweren Restprogramm vor der Länderspielpause mit den Begegnungen gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig hat sich FC-Trainer Timo Schultz mit seinem Trainerteam etwas besonderes einfallen lassen. Der 1. FC Köln trainiert in der Padel-Halle.

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Timo Schultz ist kein besonders großer Fan von Teambuilding-Maßnahmen. Große Kanutouren, Vertrauensspiele im Park oder ähnliches wird es bei dem Trainer des 1. FC Köln wohl eher nicht geben. „Das beste Teambuilding sind immer Siege, erfolgreiche Spiele und intensive Trainingseinheiten“, sagte der Kölner Trainer unmittelbar nach seinem Amtsantritt bei den Geißböcken. Viele Siege haben die Kölner in diesem Jahr noch nicht eingefahren, dass das Team aber eine Einheit zu sein scheint, ist offensichtlich. Nun hat der Coach seiner Mannschaft aber ein doch eher ungewöhnliches Training wenige Tage vor dem Nachbarschafts-Duell gegen Bayer Leverkusen verpasst. Die Kölner Profis trafen sich gegen 10 Uhr am Donnerstagmorgen zur Tennis-Padel-Einheit in Lövenich.

Padel-Tennis unter Profis sehr beliebt

Padel kommt ursprünglich aus dem spanischen und südamerikanischen Raum. Eine Mischung aus Tennis und Squash. Eine Sportart, die auf kleineren Feldern mit kurzen Schlägern ohne Bespannung gespielt wird. Das Spielfeld ist von Wänden umgeben, die aber als „Bande“ zum Spiel dazugehören. Unter Profi-Fußballern ist die Sportart sehr beliebt, da das Risiko von Verletzungen geringer sein soll als beim eigentlichen Tennis. Von Jürgen Klopp über Mario Götze bis hin zu Lionel Messi – spielen viele Profis und Ex-Profis den Sport. Der ehemalige Bundestrainer Hansi Flick hat mit einigen Partnern das Start-up The Padel City gegründet. Auch bei den Geißböcken gibt es einige Spieler, die die Sportart ebenfalls zum Ausgleich betreiben.

Für die FC-Profis ist die Einheit ein weiterer Teil der Vorbereitung auf die Begegnung am kommenden Sonntag gegen Leverkusen (15.30 Uhr, DAZN). Auch wenn Schultz kein Freund von Teambuilding-Maßnahmen ist, wird die Einheit sicherlich dem Mannschaftsgefüge gut tun, eine willkommene Abwechslung sein. Friedhelm Funkel hatte die Geißböcke im Abstiegskampf 2021 ebenfalls in die Padel-Halle gebeten. Anschließend gab es aber ein 1:4 gegen den SC Freiburg. Freitag und Samstag wird dann aber wieder am Geißbockheim auf gewohntem Untergrund trainiert.


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Acht Punkte Rückstand – doch die Statistik macht ein wenig Hoffnung

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Acht Punkte Rückstand – doch die Statistik macht ein wenig Hoffnung

Nach dem vergangenen Wochenende beträgt der Abstand zum sicheren rettenden Ufer acht Punkte, der Fokus liegt für den FC erst einmal auf dem Relegationsplatz. Doch, dass es bei dem Dreikampf um diesen Rang bleibt, ist eher unwahrscheinlich.

Nach dem 1:1 beim VfB Stuttgart ist der Rückstand zum rettenden Ufer für die Geißböcke auf acht Zähler angewachsen. Das Ziel heißt nun Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt: Was dem FC Hoffnung machen darf.

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Trotz der insgesamt guten Leistung, des Achtungserfolgs gegen den VfB Stuttgart und dem Schnuppern an der Sensation hat sich der Fokus beim 1. FC Köln am Wochenende deutlich verändert. Auch wenn sich die Tendenz bereits abgezeichnet hat, ist die direkte Rettung, der erste Platz über dem Strich für den FC aktuell kein Thema mehr. Erst unter der Woche betonte Davie Selke, dass er durchaus mit einer Nachspielzeit in dieser Saison rechne. „Ich habe in meinem Plan schon, dass es sein kann, dass wir die Saison noch ein wenig verlängern“, sagte Selke. Da nämlich mit Gladbach und Augsburg zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den direkten Klassenerhalt dreifach punkteten, ist der Rückstand auf Rang 15 auf ganze acht Punkte angewachsen. Der FC müsste bis zum Saisonende drei PunSiege kte mehr holen, als die Konkurrenz. Auch für den ehemaligen Kölner Kapitän Jonas Hector „ein dickes Brett“.

Konkurrenz kann den Druck erhöhen

Ein sehr dickes Brett. Aktuell deutet viel daraufhin, dass aus dem von Steffen Baumgart vor einigen Monaten ausgerufenen „Schneckenrennen“ mit einigen Gegnern ein klassischer Dreikampf wird. Stand jetzt befinden sich nur noch SV Darmstadt, Mainz 05 und eben der FC in der Verlosung um den Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kellerkinder nach dem 23. Spieltag abgehängt. Und schon am Wochenende könnten Mainz und Darmstadt den Druck auf den FC noch einmal empfindlich erhöhen. Noch vor zwei Wochen hatten die Kölner die Chance, im Freitagabendspiel Druck auf die Konkurrenz aufzubauen, es gab ein 0:1 gegen Bremen. Nun könnte Mainz mit einem Erfolg über Mönchengladbach Köln bis zum Sonntagsspiel in der Tabelle überholen, auch Darmstadt könnte mit einem Erfolg bis auf einen Zähler an den FC herankommen.

Der Blick in die Statistik vermittelt zunächst einmal den Eindruck, dass die aktuelle Situation aber gar nicht so aussichtslos ist. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel gab es nur drei Spielzeiten, in denen die drei Keller-Kinder nach dem 23. Spieltag auch nach der Saison einen Platz unter dem Strich belegten. Zuletzt in der Saison 2019/20 als sich Bremen immerhin noch von dem 17. Rang auf den Relegationsplatz verbesserte und über den Umweg die Klasse halten konnte. Auch eine Saison zuvor sowie in der Spielzeit 2003/2004 kam die Aufholjagd der betroffenen Clubs zu spät. In sämtlichen anderen Spielzeiten konnte sich mindestens ein Team, in sieben Fällen sogar zwei Mannschaften aus dem Keller befreien. 15 Mal war es die Mannschaft, die nach Spieltag 23 auf Rang 16 gelegen hat.

Erst einmal mehr Punkte Rückstand

Einen besonders beeindruckenden Ritt legte beispielsweise der 1. FC Kaiserslautern 2010/11 hin. Der FCK verbesserte sich von Rang 16 noch bis zum Ende der Spielzeit auf Platz sieben, holte in den verbliebenen elf Spielen 23 Punkte. Auch der FC war bereits von ähnlichen Aufholjagden negativ betroffen. Im Abstiegsjahr 2011/12 rutschten die Kölner noch in den Keller, damals konnte sich Freiburg, nach dem 23. Spieltag immerhin Schlusslicht, noch eindrucksvoll befreien.

Allerdings gab es in diesem Zeitraum erst einmal ein ähnlich weit abgeschlagenes Trio. In der Saison 2012/13 hatte der FC Augsburg neun Punkte Rückstand zum VfL Wolfsburg, große Hoffnung auf das rettende Ufer gab es nicht mehr. Doch der FCA sammelte noch 15 Punkte ein und rettete sich knapp auf Rang 15. Dafür rutschte Fortuna Düsseldorf noch in den Keller rein und stieg ab. Ansonsten hat nach dem 23. Spieltag der Rückstand des Tabellensechzehnten auf den 15. nie mehr als vier Punkte betragen. Seit der Wiedereinführung der Relegation 2009 hat sich erst drei Mal der Zweitligist gegen den Bundesligisten durchgesetzt.


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Selke-Rückkehr führt zu ungewohnten Problemen

So wirkt sich Selkes Rückkehr auf die FC-Formation aus
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Selke-Rückkehr führt zu ungewohnten Problemen

Im Duell gegen Leverkusen könnte Davie Selke sein Comeback geben. Ein Startelf-Einsatz ist unwahrscheinlich, würde aber zu ordentlich Bewegung in der Formation führen.

Fünf Wochen musste der 1. FC Köln auf Davie Selke verzichten. Der Angreifer fiel verletzt aus und arbeitet gerade an seinem Comeback. Das könnte der Angreifer bereits am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Leverkusen geben für den 1. FC Köln So wirkt sich Selkes Rückkehr auf die FC-Formation aus.

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Steffen Tigges oder Florian Dietz?, lautete die große Frage vor dem Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund im Januar. Wer würde den verletzten Davie Selke denn nun gegen den Vizemeister ersetzen? Die Antwort kam ein wenig überraschend daher. Sie lautete Jan Thielmann und war nicht viel weniger als ein Paradigmenwechsel bei den Geißböcken. Zweieinhalb Jahre hatten die Kölner das Flankenspiel mit Zielstürmer praktiziert, automatisiert. Nun der Stilbruch. Denn Jan Thielmann ist mit seinen 1,78 Metern alles andere als der Inbegriff des Stoßstürmers – weder prädestiniert für das Festmachen von Bällen, noch für eine gewisse Kopfballgefahr und ein Knipser ist der 21-Jährige bislang ebenfalls eher nicht.

Gibt Davie Selke sein Comeback?

Timo Schultz, der noch bei Amtsantritt betonte, dass er die Idee von Steffen Baumgart weitertragen würde, erklärte in den vergangenen Wochen immer wieder, dass man ja durchaus auch mit flachen Bällen, vor allem aber mit Tempo auf die letzte Kette für Gefahr sorgen könne. In der Theorie mag das auch durchaus stimmen. In der Praxis hielt sich die Gefahr des 1. FC Köln in den vergangenen Wochen aber durchaus in Grenzen. Gegen Stuttgart kamen die Geißböcke zu drei mehr oder minder großen Chancen, von denen nicht eine herausgespielt war. Gegen Bremen und Hoffenheim waren es eigentlich eher keine Möglichkeiten. Nach wie vor ist die Offensive die große Baustelle der Geißböcke – unabhängig des Systems.

Das von Steffen Baumgart automatisierte Flankenspiel hat bei den Geißböcken aktuell nicht die größte Bedeutung. Thielmann ist für die hohen Hereingaben der falsche Mann, Schultz erklärte zuletzt, dass in der Bundesliga ohnehin nur sehr selten Tore nach hohen Flanken fallen. „Wir haben es jetzt auch mal anders gespielt von der Spielweise. Mit dem spielerischen Stürmer. Das war mal etwas anderes für die Gegner“, sagte Davie Selke, der gerade hart an seinem Comeback nach fünfwöchiger Verletzungspause arbeitet. Die Chancen, dass der Stürmer am Sonntag gegen Leverkusen zum Einsatz kommt, stehen nicht schlecht – wenn auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von Beginn an. Spätestens in der kommenden Woche soll er dann aber wieder komplett zur Verfügung stehen.

Überangebot im Mittelfeld

Und so stellt sich die Frage, welche Rolle der Zielstürmer dann spätestens im Derby gegen Gladbach übernehmen und welche Auswirkungen das wiederum auf die Mannschaft haben wird. Für den Trainer offenbart sich eigentlich erstmals in seiner Amtszeit eine Art Luxusproblem: Sollte Schultz wieder mit einem Zielstürmer spielen wollen, würde Jan Thielmann wohl wieder auf die Außen ausweichen. Dass er dort gut, vermutlich sogar besser aufgehoben ist, deutete der Youngster erst in den letzten Minuten gegen Bremen an. Auf der Position sah der Kölner Trainer zuletzt eher Faride Alidou, der seit Schultz‘ Amtsantritt regelrecht aufblüht, bereits zwei Tore erzielte und zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft geworden ist. Aufgrund der Erkrankung des 22-Jährigen war zuletzt Dejan Ljubicic auf der rechten Seite gesetzt. Obwohl weit von der Topform entfernt, ist der Österreicher ohnehin gesetzt, spielte aber gegen Frankfurt und Wolfsburg auf der linken Seite.

Dort spielte am vergangenen Samstag zum ersten Mal Justin Diehl von Beginn an. Der Youngster konnte zwar nicht an die Leistung der ordentlichen Kurzeinsätze zuvor anknüpfen, ist aber dennoch ein belebendes Element und soll wohl auch bei Laune gehalten werden. Schließlich steht nach wie vor der Abgang des 19-Jährigen bevor. Unter Steffen Baumgart war Linton Maina auf der Seite Stammspieler, bereitete am Samstag mit einer schönen (hohen) Flanke den Ausgleich durch Eric Martel vor. Ob ihn der Scorerpunkt aber wieder näher an die erste Elf bringt, ist offen. Nicht wenige Fans fordern zudem, dass Florian Kainz wieder auf der Außenbahn spielen soll, weil er im Zentrum nicht wie erhofft funktioniert. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Kölner Kapitän in dieser Spielzeit auch auf der linken Seite gespielt und dabei eher selten überzeugt hat. Gut möglich, dass Schultz aber auch einfach alles beim Alten lässt.


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Wie realistisch ist der Relegationsplatz?

Max Finkgräfe
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Wie realistisch ist der Relegationsplatz?

Trotz des Punktgewinns gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag haben die Geißböcke das sicher rettende Ufer vorerst aus den Augen verloren. Acht Punkte Rückstand beträgt der Abstand zu Rang 15. Der Fokus liegt nun auf dem Relegationsplatz. Aber auch das wird eine schwere Aufgabe.

Nach dem 1:1 beim VfB Stuttgart ist der Rückstand zum rettenden Ufer für die Geißböcke auf acht Zähler angewachsen. Der Kölner Fokus heißt nun, den Platz zu verteidigen. Wie realistisch ist der Relegationsplatz für den 1. FC Köln?

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Mit einem Achtungserfolg ist der 1. FC Köln am vergangenen Wochenende aus Stuttgart heimgekehrt und hat die Punktebilanz von Timo Schultz auf sieben Zähler in sieben Spielen ausgebaut. Der Punkteschnitt des Trainers liegt also bei einem pro Spiel und damit deutlich höher als bei seinem Vorgänger Steffen Baumgart (0,63). In der Jahrestabelle belegt Köln Rang 13. Das Motto „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ wird für die Geißböcken am Ende des Tages aber wohl nicht reichen. Denn auch die Konkurrenz hat mit dem Punkten angefangen. So ist der Abstand zu den sicheren Plätzen bereits auf acht Punkte angewachsen und der Druck von hinten wird wohl auch eher zunehmen. „Wir sehen die Entwicklung von Mainz“, sagte am Dienstag Davie Selke. Die Rheinhessen haben sich ebenfalls stabilisiert, verpassten am Wochenende nur knapp eine Überraschung gegen Leverkusen.

Köln mit schwerem Programm

Um den sicheren Klassenerhalt zu erreichen müssen die Geißböcke drei Siege mehr einfahren als die Konkurrenz. Aktuell gilt der Fokus daher „nur“ noch dem Relegationsplatz. „Das ist auf jeden Fall das Ziel, das wir erreichen müssen. Und auch das wird uns nicht geschenkt“, sagte Selke. Aktuell beträgt der Vorsprung auf Mainz zwei und auf das Tabellenschlusslicht aus Darmstadt vier Zähler. Und die Situation kann sich in den kommenden drei Spielen bis zur Länderspielpause doch noch deutlich verändern. Während es der FC bekanntlich mit dem Nachbarschafts-Duell gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Leverkusen, dem Derby bei Borussia Mönchengladbach und dem Heimspiel gegen RB Leipzig zu tun hat, spielt Mainz zunächst zu Hause gegen die Fohlen, ist dann zu Gast beim Rekordmeister, um schließlich den VfL Bochum zu empfangen. Das vermeintlich leichtere Programm.

Im Schnitt reichen 31 Punkte

Auch das Tabellenschlusslicht steht vor einem straffen Weg bis zur Pause. Darmstadt empfängt am kommenden Wochenende noch den FC Augsburg, ist dann zu Gast in Leipzig und empfängt schließlich die Bayern. „Wir müssen am besten anfangen, auch mal Spiele zu gewinnen und eine kleine Serie hinzulegen“, sagte Selke und das am besten schnell. Denn rein statistisch ist der Relegationsplatz am Saisonende noch eine ordentliche Strecke entfernt. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hatten die Teams im Schnitt 33,2 Punkte auf dem Relegationsplatz. Der Tabellenvorletzte erreichte im Schnitt 30,5 Punkte – nach dem Mittel würde der Relegationsplatz also mit 31 Zählern erreicht. In der Spielzeit 97/98 wären es allerdings auch schon mal 37 Punkte für Rang 16 gewesen – also 20 Zähler mehr als aktuell, in der Saison 18/19 hätten bereits 22 (fünf Punkte mehr) gereicht.

In dieser Saison spricht viel für einen niedrigen Punktestand auf dem Relegationsplatz. Erst einmal hatte eine Mannschaft nach dem 23. Spieltag weniger Punkte auf dem 16. Tabellenplatz als der FC aktuell. Ebenfalls in der Saison 18/19. Damals lag der VfB Stuttgart mit 16 Punkten nach Spiel 23 auf dem Relegationsplatz. Am Ende der Saison wurden es immerhin 28. So oder so wird nach jetzigem Stand viel von Mainz und den kommenden Spielen abhängen. Auf der Zielgeraden der Saison treffen die Kölner dann am 30. Spieltag auf Darmstadt und eine Woche darauf auf den FSV Mainz.


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Selke und Leverkusen – da war doch was

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Selke und Leverkusen – da war doch was

Am Samstag könnte Davie Selke gegen Bayer Leverkusen sein Comeback für den 1. FC Köln geben. Ausgerechnet gegen die Werkself, gegen die der Stürmer vor einem Jahr einen Doppelpack für den FC schnürte und zumindest vorerst zum Publikumsliebling wurde.

Der 1. FC Köln trifft am Sonntag auf Bayer Leverkusen. Dann vielleicht wieder mit Davie Selke. Der Stürmer könnte gegen die Werkself wieder angreifen. Der Stürmer und Leverkusen, da war doch was: Als Davie Selke zum Publikumsliebling gegen Leverkusen wurde.

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Die Erwartungshaltung war groß, die Enttäuschung zumindest in gewisser Weise auch. Denn die erhoffte Wende in der anhaltenden Sturmflaute brachte auch der im Winter verpflichtete Davie Selke im vergangen Jahr nicht sofort auf den Platz. Neun Spiele ohne Tor, davon einmal nicht und einmal ohne Einsatz im Kader, lautete die ernüchternde Bilanz des Mittelstürmers, der beim FC zu alter Form finden wollte. Denn eigentlich sollten Selke und der 1. FC Köln zu einer klassischen Win-Win-Situation werden. Der Stürmer sollte von den Besser-mach-Qualitäten des Entwicklers Steffen Baumgart profitieren und an alte Leistungen anknüpfen. Köln hoffte in dem ablösefreien Selke die Lösung für die anhaltende Sturmproblematik zu finden. Denn weder Steffen Tigges noch Florian Dietz konnten die Lücke, die Anthony Modeste gerissen hatte, ansatzweise schließen.

Mit Doppelpack zum Publikumsliebling

Doch so richtig rund lief es nicht, auch, weil Selke mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Im zehnten Spiel mit Geißbock auf der Brust war es für Selke soweit. Gegen Borussia Dortmund erzielte der Angreifer sein erstes Tor für den FC. Blöderweise stand es zudem Zeitpunkt bereits 4:0 für die Borussia, Selkes Treffer hatte wohl in erster Linie für den Stürmer großen, einen befreienden Wert. Wirklich geplatzt war der Knoten auch anschließend nicht. Erst fünf Wochen später war Selke gegen Hoffenheim erneut zur Stelle. Die Personalie war auch unter den Fans eine heiß diskutierte. Ausgerechnet das Nachbarschaftsduell gegen Bayer Leverkusen beendete die Diskussion, eröffnete viel mehr eine, ob man den Stürmer fortan Derbyheld nennen dürfe, wenn der Gegner doch „nur“ Leverkusen hieß.

Ein Held war er für die Kölner Fans an diesem Freitagabend alle mal. Selke erzielte gleich zwei Treffer beim 2:1-Erfolg über die favorisierte Werkself. Für den Stürmer die endgültige Ankunft in Köln, für den FC vor allem aber der sichere Klassenerhalt, der nach dem Wochenende auch rechnerisch nicht mehr zu verhindern war. Ein knappes Jahr später ist Selke vor dem Duell gegen Leverkusen so etwas wie ein kleiner Hoffnungsträger. Denn nach fünfwöchiger Verletzungspause steht der Stürmer wieder auf dem Trainingsplatz, ein Einsatz gegen Leverkusen scheint durchaus realistisch. „Ich kann das selbst schwer einschätzen. Wir steigern die Trainings-Intensität gerade Schritt für Schritt“, sagte Selke am Dienstag nach dem Training. „Bis jetzt merke ich keinerlei Reaktion. Aber ich muss Ende der Woche schauen, wie dann entschieden wird.“ Spätestens nächste Woche soll der FC-Stürmer wieder komplett einplanbar sein.

Ähnliche Sturmflaute, andere Auswirkung

Selkes Qualitäten werden am Sonntag durchaus gebraucht. Die Sturmflaute ist eine ähnliche wie im Vorjahr. Nur, dass sie in dieser Saison viel deutlicher ins Gewicht fällt. Vor allem, weil die Reihe hinter dem Angriff nicht auf dem Level der vergangenen Spielzeit performt. So erzielten alleine die Kölner Mittelfeldspieler damals wettbewerbsübergreifend 35 Treffer, Top-Torjäger waren Ellyes Skhiri und Dejan Ljubicic mit jeweils acht Hütten. In dieser Saison kommt das Mittelfeld auf acht bis zehn – je nachdem, wie die Position von Spielern wie beispielsweise Jan Thielmann in dem jeweiligen Duell ausgelegt wird. Selke führt die Torschützenliste mit fünf Treffern an, obwohl auch die aktuelle Spielzeit für den Angreifer keine einfache ist.

Am Sonntag könnte es das Comeback des Angreifers auch geben, weil das Offensivspiel der Kölner trotz der Systemumstellung nicht ins Laufen kommen will. Gegen die TSG Hoffenheim und Werder Bremen erspielten sich die Kölner so gut wie gar keine Chance, gegen den VfB Stuttgart waren es immerhin zwei sowie der Treffer von Eric Martel. Der fiel im Anschluss an eine Ecke, die beiden Chancen resultierten aus einem Ausrutscher und einem Verlegenheitspass aus der eigenen Hälfte. Das Kölner Spiel ist wie unter Steffen Baumgart implementiert noch immer auf Flanken ausgelegt, auch, wenn Timo Schultz bemüht ist, diese nach und nach in andere spielerische Elemente zu verändern.

Schultz: „Wir gehen in das Spiel rein, um es zu gewinnen“

Selke war damals zum FC gekommen, weil er das Kölner Flankenspiel als ideal für seine Fähigkeiten angesehen hat. Ob der Stürmer auch in der kommenden Saison für den FC spielt hängt auch mit dem Klassenverbleib zusammen. Dem Vernehmen nach hat Selke eine Ausstiegsklausel bei Abstieg und könnte den Verein dementsprechend dann verlassen. „Ich bin Optimist und fest davon überzeugt, dass wir es schaffen. Aber wir müssen punkten – am besten dreifach und am besten anfangen, eine Serie zu starten. Dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt. Ich habe in meinem Plan schon, dass es sein kann, dass wir die Saison noch ein wenig verlängern“, sagte Selke. Die Aufgabe wird keine leichte. Aber: „Leverkusen ist für mich aktuell die beste Mannschaft der Liga. Es wird anspruchsvoll, aber wir werden unseren Plan entwickeln und gehen in das Spiel rein, um es zu gewinnen.“


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Bittere Pleiten, Sensationen – legendäre Spiele des FC gegen Bayern

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Bittere Pleiten, Sensationen – legendäre Spiele des FC gegen Bayern

Am Freitag treffen der 1. FC Köln und Bayern München zum 105. Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Beide Teams feierten in den Duellen bereits große Erfolge, kassierten aber auch bittere Klatschen.

Die Rollen sind am Freitagabend wohl klar verteilt, wenn es der FC mit Bayern München zu tun bekommt. Das war nicht immer so. Denn auch der FC erlebte schon gute Momente gegen den Rekordmeister. Legendäre Spiele zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München.

Mehr als zwölf Jahre liegt der letzte Sieg des 1. FC Köln über Bayern München zurück, die Vorzeichen könnten bei dem Tabellenzweiten und dem Tabellenvorletzten kaum größer sein und doch denkt FC-Trainer Steffen Baumgart nicht daran, am Freitagabend einen „Bus zu parken“, wie es der Coach schon gegen Leipzig ausgeschlossen hatte. Und die Ergebnisse geben dem Kölner Trainer im Grunde auch recht. Schließlich schnupperte Baumgart schon einige Male an der Überraschung gegen den Rekordmeister. Ob den Kölnern diese ausgerechnet in der aktuellen Krisensituation gelingen will, ist wohl mehr als fraglich. Immerhin: Eine müde Nullnummer haben die Fans nicht zu erwarten. Denn in den bisherigen 104 Begegnungen gab es ganze vier torlose Remis.

Zudem spricht der bisherige Saisonverlauf nicht gerade für eine torarme Begegnung. Auf der einen Seite der FC, der im Schnitt zwei Treffer pro Spiel kassiert, auf der anderen der FC Bayern, der knapp vier Tore im Schnitt erzielt. In erster Linie durch Harry Kane. Der englische Nationalspieler kommt bislang alleine schon auf 17 Saisontore und damit auf fast doppelt so viel wie die gesamte Kölner Mannschaft. „Er ist weltklasse“, adelte Timo Hübers den englischen Nationalspieler am Dienstag.

Bittere Pokal-Pleiten

In der Historie dieser Begegnung gab es zahlreiche torreiche Spiele. Alleine acht Treffer fielen im Pokalspiel vor ziemlich genau 20 Jahren. Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga bekam vom Spitzenreiter der Bundesliga die Grenzen aufgezeigt – und das schmerzlich. Mit acht Buden im Gepäck fuhren die Kölner wieder zurück in die Domstadt. Giovanne Elber (2), Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger sorgten früh für die Entscheidung. Im zweiten Abschnitt erhöhten erneut Elber und Schweinsteiger sowie Zé Roberto und Willy Sagnol zum 8:0-Endstand. Es ist bis heute die höchste Klatsche, die die Kölner gegen die Bayern kassierten.

Für die FC-Fans eine schmerzhafte Erinnerung, für einige Bayern Anhänger dagegen eine Genugtuung für eine ähnlich derbe Pleite, die eben der heutige Rekordmeister ebenfalls im DFB-Pokal kassierte. Im April 1972 standen sich die Klubs im Viertelfinale des Pokals gegenüber. Bayern hatte das Hinspiel 3:0 gewonnen, stand bereits mit einem Bein im Halbfinale. Doch der FC schlug zurück, setzte sich in Köln nach Toren von Bernd Rupp (2), Jürgen Glowacz, Hannes Löhr sowie einem Eigentor von Georg Schwarzenbeck und dem Treffer von Gerd Müller 5:1 durch.

Premiere ging an den FC, der Titel später an die Bayern

Nur wenige Jahre zuvor waren die Vorzeichen ohnehin andere. So war Köln bei der Premiere des Duells im Dezember 1965 haushoher Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. 6:1 hieß es nach 90 Minuten. Heinz Hornig (2), Fritz Pott, Christian Müller und Karl-Heinz Thielen trafen für den FC. Für die Bayern Franz Beckenbauer und Karl Borutta, der allerdings zum 1:0 ins eigene Netz. Die Kölner Vorherrschaft hielt aber nicht besonders lang. Bayern lief dem FC den Rang ab, Kölner Siege wurden zunehmend eine Seltenheit. Während die Bayern bis heute 56 Spiele gegen den FC gewannen, setzte sich Köln 24 Mal durch. So kassierten die Geißböcke 1971 gegen die Bayern ihre höchste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte. 0:7 hieß es damals.

Eine besonders bittere Pleite setzte es aus Kölner Sicht vor allem aber 1989. Der FC machte sich lange Hoffnungen auf den Titel, glaubte sogar bis zum 30. Spieltag daran. Schließlich lag die Mannschaft von Christoph Daum nur zwei Zählern hinter den Bayern. Doch im Heimspiel gab es am 31. Spieltag eine 1:3-Niederlage. Roland Wohlfahrt erzielte alle drei Münchner Treffer. Die Hoffnung war dahin. Vor zwölf Jahren gelang dem FC dann der letzte Sieg gegen die Bayern. Mario Gomez und Hamit Altintop brachten die Bayern in Führung. Das war auch dringend nötig. Denn die Bayern belegten nur den dritten Platz, die Champions-League schien in Gefahr. Doch Christian Clemens brachte die Kölner wieder ins Spiel. Und dann kam der große Auftritt von Milivoje Novakovic. „Nova“ glich nicht nur per Kopf aus, mit einem Rechtsschuss sorgte er für den 3:2-Erfolg der Geißböcke und stürzte den Rekordmeister tiefer in die Krise.

In der befindet sich nun der FC. Ein Sieg gegen die Bayern käme wohl einer Sensation gleich. Doch auch die hat es in der Historie der beiden Klubs bereits gegeben. Im vergangenen Jahr war der FC schon ganz nah dran. Besonders emotional wurde es bekanntermaßen am letzten Spieltag der vergangenen Saison, als Jonas Hector und Timo Horn zu Tommi verabschiedet wurden. Das ist ein halbes Jahr her und doch irgendwie legendär.

 

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Leihspieler, Youngsters, Abgänge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken würde

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader
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Leihspieler, Youngsters, Abgänge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken würde

In den vergangenen Tagen wurde schon heftig über einen möglichen Transfer von Youssoufa Moukoko spekuliert, in Köln befindet man sich auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Dabei steht über allem noch die drohende Transfersperre und die hätte erhebliche Auswirkungen auf den Kader.

Hinter den Kulissen des 1. FC Köln dürfte aktuell fleißig gearbeitet werden, der kriselnde Bundesligist will im Winter noch einmal nachjustieren, den Kader verbessern, um dann in der Rückrunde noch einmal angreifen zu können. Gerade für die Offensive werden bereits die ersten Namen gehandelt. Dabei scheint die Sanktion der Fifa allerdings ein wenig in Vergessenheit zu geraten. Wie ginge es weiter nach einem CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader

Schon jetzt wird die drohende Strafe Auswirkungen auf die Transferideen der Kölner Verantwortlichen haben, eine sichere Perspektive kann der FC keinem Spieler aufzeigen. Das macht die Verhandlungen zumindest nicht leichter, wie FC-Sportdirektor vor rund zehn Tagen im Sport1-Doppelpass erklärte. Über genau dieses Problem stolperten die Kölner im Frühsommer mindestens bei Benedict Hollerbach, dem Vernehmen nach aber auch bei einem Sechser, der wie der Angreifer kurz vor Toreschluss noch abgesprungen sein soll. Im besten Fall spricht der internationale Sportgerichtshof in Lausanne also sein Urteil, den FC frei und die Kölner könnten tatsächlich an den richtigen Stellschrauben im Kader drehen. „Ich glaube schon, dass der FC dahingehend optimistisch sein kann, dass das Urteil reduziert wird. Dahingehend, dass die Sperre komplett aufgehoben wird, das würde ich mir für Köln zwar wünschen, aber diesen Optimismus würde ich nicht teilen“, sagt Sportrechtler Dr. Gregor Reiter.

Acht Verträge laufen im Sommer aus

Der Experte geht also davon aus, dass der FC „nur“ in diesem Winter mit der Sperre belegt sein wird. Ein Nachjustieren gerade an den Kaderschwächen wäre dann nicht möglich. Denn die Sperre bedeutet ein Registrierungsverbot. Neue Spieler könnten demnach beim Verband nicht registriert werden, hätten keine Spielerlaubnis. Der Kader würde sich also auf der „Haben“-Seite nicht verändern. Abgaben sind von einer möglichen Transfersperre laut Experten dagegen nicht betroffen. Schließlich soll eine Sperre gegen den Verein nicht auf den Schultern der Spieler ausgetragen werden, die den Klub möglicherweise verlassen wollen. Der FC müsste in diesem Fall mit dem aktuellen Kader bis zum Saisonende weiter arbeiten.

Genauso ist es im Worst-Case-Szenario allerdings auch möglich, dass der Gerichtshof bei der ausgesprochenen Sperre von zwei Transferperioden bleibt. Ein herber Schlag für den FC. „Ein Sommer ohne Transfers wäre sportlich wesentlich schwerer zu verkraften, als ein Winter“, sagt auch Fachanwalt Gregor Reiter. Das zeigt ein Blick auf die aktuelle Vertragssituation in Köln. Stand jetzt verfügen 23 FC-Profis über einen Kontrakt über das kommende Jahr hinaus. Heißt, bei zahlreichen Spielern, darunter auch Stammspielern oder Akteuren, die zum erweiterten Kreis des Stamms gehören wie Benno Schmitz oder Dominique Heintz, läuft der Vertrag im kommenden Sommer aus. Das gleiche gilt für die Leihspieler wie Luca Waldschmidt oder Rasmus Carstensen, die ebenfalls nur bis zum Sommer geliehen sind. Sollten diese Spieler den Verein verlassen und der FC dürfte den Kader nicht nachbessern, wären die Kölner in einer besonders misslichen Lage. Die ohnehin schon kritisierte Breite des Kaders würde empfindlich leiden. Sollten die Kölner zudem noch absteigen, würden sich mit Sicherheit einige Leistungsträger verabschieden. Köln könnte auch hier nicht nachbessern.

Die Hände wären dem FC nicht gänzlich gebunden

Doch die Transfersperre bedeutet nicht, dass den Kölnern in Sachen Kaderplanung die Hände gänzlich gebunden sind. So dürfen die FC-Verantwortlichen auch nach oder während der ausgesprochenen Transfersperre die Verträge mit den eigenen Spielern verlängern. „Es geht ausschließlich um Neu-Registrierungen. Ein Vertrag kann ja auch außerhalb der Transferperiode verlängert werden“, erklärt Fachanwalt Reiter. Und auch die Kaufoption der Leihspieler dürfen die Kölner definitiv ziehen. „Dies sollte eigentlich nicht gehen, da bei Ablauf des Leihvertrages der Spieler zurück zu seinem alten Verein muss, bei dem er auch noch einen Arbeitsvertrag hat und der FC müsste diesen Spieler bei einem endgültigen Transfer auf Grundlage eines Transfervertrags neu verpflichten und damit auch neu registrieren“, so Reiter. Aber: „Allerdings sieht Art. 25 Abs. 3 FIFA-Transferstatuen genau für diesen Fall eine Ausnahme vor: Rechtlich ist es eine Neuregistrierung, aber sie ist trotz Transfersperre ausdrücklich erlaubt.“ Der FC könnte also Akteure wie Carstensen und Waldschmidt fest an den Verein binden.

Und dann wären da noch die Nachwuchshoffnungen, die Talente, auf die viele Fans schon heute gerne setzen würden. Auch die Kölner Youngsters dürfte der FC wohl zu der Profimannschaft hochziehen. „Das ist kein Transfer im klassischen Sinne. Das sind Spieler des Vereins. Da ändert sich primär die Rechtsgrundlage, auf der sie beschäftigt sind“, sagt der Fachanwalt. „Meiner Meinung nach könnte der FC die Akteure auch bei einer ausgesprochenen Transfersperre zu Profis machen. Das ist keine Frage einer Neu-Registrierung.“  

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Das sagt Timo Hübers über Harry Kane, die Bayern und „talentfreie Tugenden“

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Das sagt Timo Hübers über Harry Kane, die Bayern und „talentfreie Tugenden“

Für Timo Hübers steht am Freitagabend ein besonderes Spiel auf dem Programm. Der Innenverteidiger wird es mit Harry Kane und damit dem aktuell besten Stürmer der Liga zu tun bekommen.

Trotz der anhaltenden Krise ist die Vorfreude auf das Bayern-Spiel am Freitagabend bei den Profis des 1. FC Köln groß. Am Rande des Trainings äußerte sich der Innenverteidiger zu der bevorstehenden Aufgabe. Das sagt Timo Hübers über Harry Kane, „talentfreie Tugenden“ und die Bayern.

Die 0:6-Pleite gegen Leipzig, das bittere Aus gegen Lautern, der glückliche Punkte in Bochum – nachdem zum Saisonauftakt auf das Kölner Abwehrzentrum weitestgehend Verlass war, lief es auch bei den beiden Innenverteidigern Jeff Chabot und Timo Hübers in den vergangenen Wochen alles andere als rund. Die Souveränität der ersten Pflichtspiele ist jedenfalls verloren gegangen, die Unsicherheit auch in der Kölner Abwehrreihe sicht- und spürbar. Ausgerechnet jetzt bekommen es die Kölner mit dem Rekordmeister, der torgefährlichsten und angriffslustigsten Mannschaft der Liga zu tun. Und mit einem Starensemble. „Es ist immer eine schöne Aufgabe, sich da zu messen“, sagte Timo Hübers am Dienstag nach dem Training. „Auch, wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass wir in dem Spiel drei Punkte holen. Es ist aber auch ein Spiel, in dem es möglich ist ein bis drei Punkte zu holen. Das ist die Marschroute.“

Hübers bekommt es mit Kane zu tun

Mit nur sechs Punkten aus elf Spielen sind die Kölner denkbar schlecht in die Spielzeit gestartet. Das Spiel gegen die Bayern, ohnehin schon eine Mammutaufgabe, wird so zu einer noch größeren Herausforderung. Das heißt aber weder für Trainer noch für die Spieler, eine andere Herangehensweise zu suchen. „Wir müssen in den ganzen talentfreien Tugenden eine deutliche Bank besser sein als die Bayern und selbst dann ist nicht gesichert, dass wir etwas holen“, so Hübers. Der FC setzt also wie von Trainer Steffen Baumgart gefordert auf Willen, Leidenschaft, Körpersprache. Doch gerade die ließen die Kölner im Duell gegen den VfL Bochum einmal mehr vermissen. Das soll sich gegen die Bayern ändern. Wozu das führen kann, hatte unter anderem der 1. FC Saarbrücken beim Pokal-Erfolg über München bewiesen.

„Wir versuchen, das Stadion mit auf unsere Seite zu nehmen, selber Chancen herausspielen und dann schauen wir, was dabei herauskommt“, sagt der 27-Jährige. Bislang ist beim FC noch nicht viel herausgekommen. Bei den Bayern dagegen schon. 42 Tore hat der FCB in den bisherigen elf Spielen schon erzielt, alleine 17 gehen auf das Konto von Harry Kane. Und genau mit dem bekommt es Hübers am Freitagabend zu tun. „Er ist ein Weltklasse Stürmer, unheimlich Abschlussstark im Sechzehner“, sagt der Innenverteidiger. „Da können aber auch noch ein paar andere gut kicken. Deswegen müssen wir das im gesamten Abwehrverbund auffangen.“

Dabei überstrahlt der Stürmer aktuell so ziemlich alles, was die Bundesliga aufbieten kann. Kommt der englische Nationalspieler zum Abschluss, ist die Torwahrscheinlichkeit recht hoch. „Es hilft nichts, wenn wir versuchen, Kane eins-gegen-eins aus dem Spiel zu nehmen“, sagt Hübers. So etwas habe man vielleicht früher einmal probiert. „Vielleicht geht es eher darum, die Zuspieler nicht in die Räume kommen zu lassen, dass sie ihn gezielt anspielen können.“ Selbst das ist ein schweres Unterfangen. Immerhin kehren die meisten Bayern-Profis erst Mittwoch oder Donnerstag von ihren Länderspielreisen zurück. Eine große Vorbereitung auf den FC wird es nicht geben. Ein Vorteil für den FC? „Das kann ein Vorteil sein, es kann genauso gut keiner sein“, sagt Hübers. „Auch wenn es am Freitag nicht der leichteste Gegner ist, ist es den Versuch wert, da vielleicht etwas zu starten.“

Die Mannschaften liegen eng beieinander

Denn gerade eine kleine Serie kann aktuell viel wert sein. „Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist das alles ganz eng beieinander. Es ist ja jetzt noch nichts entschieden. Wir müssen jetzt nicht zwei Mal in Folge gewinnen, um überhaupt wieder dran zu sein“, sagt Hübers. Tatsächlich würde der FC die Abstiegsränge mit einem Sieh verlassen, der Tabellenzwölfte ist gerade einmal fünf Punkte entfernt. „Wir sind dran. Ein, zwei Spiele, dann kann es schon wieder ganz anders aussehen. Genauso wie es eine negative Serie gibt, kann es auch wieder eine positive Serie geben.“

 

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Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

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Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

In die letzte Saisonphase des Jahres startet der FC ausgerechnet gegen den FC Bayern. Steffen Baumgart bleibt bei seinem Offensivfußball und glaubt an die Überraschung.

Für den FC geht es in den kommenden Wochen darum, die schwache bisherige Saisonbilanz ein wenig aufzupolieren und sich eine gute Ausgangssituation für den Rückrundenauftakt zu verschaffen. Doch ausgerechnet jetzt empfangen die Kölner den Rekordmeister. Trainer Steffen Baumgart will auch gegen die Bayern seinen Offensivfußball zeigen. Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

FC-Trainer Steffen Baumgart ist nicht gerade bekannt für seinen Wankelmut. Im Gegenteil: der 51-Jährige bleibt sich, seinem Fußball, seinen Aussagen in aller Regel treu. Dafür wurde der Kölner Coach in jüngster Vergangenheit auch gerne und oft kritisiert. Der fehlende Wankelmut wird in diesem Fall mit Sturheit übersetzt. Baumgart sei stur, bei seinem Spielsystem, renne auch gegen Topteams blind an, mitunter ins Verderben, hieß es von so manchem Anhänger nach der 0:6-Pleite gegen Leipzig. Andere kritisierten die vermeintliche Missachtung der eigenen Jugendspieler. Max Finkgräfe und Damion Downs hätten doch schon auf deutlich mehr Einsatzminuten kommen müssen. Baumgart hält weiterhin an seiner Linie fest.

Baumgart bleibt bei seinem System

Und das aus seiner Sicht nicht ohne Grund. Über zwei Spielzeiten ist Baumgarts Verständnis von Fußball schließlich aufgegangen. Nach dem Fast-Abstieg in der Spielzeit 20/21 führte der Kölner Coach den FC in den europäischen Wettbewerb, brachte eine enorme Euphorie rund um das Geißbockheim. Und das eben mit seinem attraktiven Offensivfußball. Was dem 51-Jährigen jetzt von einigen Anhängern als ideenlos, kopflos, als Harakiri ausgelegt wird, galt noch vor einigen Monaten als mutig, wurde positiv wahrgenommen. Und das auch vollkommen zu recht. Denn mit diesem Fußball fuhr der FC in den vergangenen Spielzeiten Punkte und Siege gegen Topteams wie Leverkusen, Dortmund und Leipzig ein. Und sah auch gegen die Bayern nicht schlecht aus. „Wir haben es in den letzten Spielen gegen Bayern aus meiner Sicht gut gemacht und trotzdem in den letzten Minuten immer noch einen gekriegt“, sagte Baumgart am Montag.

So in der vergangenen Spielzeit. Ausgerechnet bei den Bayern sah der FC lange Zeit wie der Sieger aus, führte nach einem Treffer von Ellyes Skhiri bis in die Schlussphase mit 1:0, ehe Joshua Kimmich mit einem Hammer das Spiel noch egalisierte. Und auch im Mai, beim emotionalen Abschied von Jonas Hector und Timo Horn, schnupperte der FC an einer Überraschung, hätte dem BVB beinahe Schützenhilfe gegeben. Doch dieses Mal war es Jamal Musiala, der in der Schlussminute den Dreier für die Bayern noch eintütete. Grundsätzlich ist der FC also schon in der Lage, den Bayern Paroli zu bieten und das offensichtlich mit dem Baumgartschen Fußball. Nur will dieser in dieser Spielzeit noch so gar nicht gelingen. „Wir versuchen schon die Dinge zu machen, die wir für uns richtig halten. Wir wissen, was wir machen müssen, um überhaupt eine Chancen haben zu können“, sagt der Kölner Coach. „Selbst dann wird es schwer.“

Eine knappe Niederlage ist trotzdem eine Niederlage

Das Motto heißt also weiterhin mit der vollen Kapelle Richtung Angriff. Und trotz der Krise will Baumgart auch nicht eine knappe Niederlage als möglichen Erfolg gelten lassen. „Für uns zählt nicht nur eine gute Leistung, sondern auch das Ergebnis und das wollen wir haben. Daran werden wir alles setzen. Mir geht es nur ums Gewinnen“, sagte der Trainer. „Ein 0:2 ist auch eine Niederlage.“ Gegen die Bayern brauch es dazu aber eine „überragende Leistung“, sagt der Trainer. Immerhin spielt dem FC die Länderspielpause ein wenig in die Karten. Während die Kölner auf gerade einmal vier Spieler aktuell verzichten müssen, fehlt dem Rekordmeister gefühlt der gesamte Kader.

Nicht umsonst hatte sich FCB-Coach Thomas Tuchel über die Ansetzung der Partie geärgert. „Wenn die Jungs erst einen Tag vor dem Spiel zurückkommen, finde ich es verständlich, wenn ein Trainer darüber nicht glücklich ist. Aber wenn ich sehe, wie die Bayern zurzeit spielen, wird uns das leider keine Vorteile geben“, sagt der FC-Coach. Unterm Strich werden sich die Kölner also auf ihre Tugenden konzentrieren, die Baumgart auch einfordert. „Gegen die Bayern kann ich eine überragende Leistung bringen und trotzdem sechs Stück kriegen. Wenn wir unsere Tugenden auf den Platz bringen und trotzdem keine Chance haben, dann sind sie einfach zu stark“, erklärte Baumgart und schob dann die Marschroute für Freitag hinterher: „Gucken, was geht. Und alles raushauen.“

 

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