In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

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In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

Für Florian Kainz und Dejan Ljubicic verläuft die Saison alles andere als rund. Selbst der Trainerwechsel scheint keinen oder nur einen sehr kurzfristigen Einfluss auf die Leistungskurve der Spieler gehabt zu haben. Wie lange hält Timo Schultz an den beiden als Stammspieler fest?

Der 1. FC Köln befindet sich mitten im Abstiegskampf. Die Mannschaft braucht mehr denn je konstante Leistungen der Stammspieler. Doch zwei Leistungsträger der Vorsaison finden nach wie vor nicht zu alter Form der Vorsaison. Wie lange stehen Kainz und Ljubicic noch in der Startelf?

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Der Ausgleich der Kölner war am Samstag gegen den VfB Stuttgart noch keine drei Minuten alt, da trieb Dejan Ljubicic nach einer Balleroberung die Kugel Richtung gegnerischen Strafraum – Florian Kainz, Linton Maina und Jan Thielmann komplettierten die Vier-auf-drei-Situation. Doch Ljubicic spielte einen schlampigen Ball auf Kainz, der musste so das Tempo aus dem Konter nehmen. Der anschließende Abschluss vom nachgeeilten Faride Alidou strahlte angesichts der aufgerückten VfB-Abwehr keine große Gefahr mehr aus. Die Szene war symptomatisch für das Kölner Spiel. Denn auch gegen den VfB kreierten die Geißböcke einmal mehr viel zu wenige Chancen.

Kainz so gut wie gar nicht im Spiel

Dass es mit den Ballbesitzphasen und den Spielanteilen am Samstag für den FC gegen den VfB so eine, aber bestimmt keine große Sache werden würde, war angesichts des spielstarken Gegners schon vor der Begegnung klar. Dennoch versprach Timo Schultz in der vergangenen Woche, dass man versuche, Wege zu finden, um dem Gegner wehzutun. Der Plan ging nur in Teilen auf. Zwar hatten die Geißböcke neben dem Treffer von Eric Martel zwei weitere durchaus große Chancen durch Faride Alidou und Jan Thielmann, die Möglichkeiten resultierten aber zum einen aus einem Ausrutscher von Hiroki Ito sowie einem einfachen langen Pass von Rasmus Carstensen. Auch der Treffer von Martel fiel nach einem Standard.

Spielerisch war das Angebot der Kölner wieder überschaubar. Auch, weil einmal mehr zwei Leistungsträger der Vorsaison so gut wie gar nicht stattfanden. Kainz kam gegen den VfB auf erstaunliche 19 Ballkontakte, spielte zehn Pässe, von denen acht ankamen und führte vier Zweikämpfe, von denen er einen gewann. Einzig eine scharfe Hereingabe auf Thielmann sorgte für einen Hauch von Gefahr. Es blieb die einzige Flanke des FC-Kapitäns. Kainz hatte auch gegen den VfB keinen Zugriff auf die Partie, wirkte wie ein Fremdkörper. Der mögliche Effekt des Trainerwechsels scheint nur ein kurzfristiger gewesen zu sein. Seitdem Timo Schultz die Geschicke beim FC leitet, überzeugte Kainz nur gegen Heidenheim. Die Rolle als zweiter Stürmer neben Jan Thielmann stand dem 31-Jährigen nicht.

Gibt es Alternativen?

Positionsgetreu war Dejan Ljubicic im Mittelfeld zwar deutlich besser in das Spiel eingebunden, einen großen Effekt hatte er damit aber nicht auf die Partie. Zwar kamen immerhin ordentliche 86 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an, doch mehr als zwei ungefährliche Torabschlüsse standen auch nicht auf seiner offensiven Haben-Seite. Vermutlich würden die beiden Österreicher in Topform in zwei Drittel der Bundesliga-Teams einen Stammplatz finden, in der aktuellen Form stellen sich nicht wenige Fans die Frage, wie lange Schultz an den beiden Mittelfeldspielern festhält. Vor gut zwei Wochen hatte Timo Schultz die Bedeutung seines Kapitäns noch einmal hervorgehoben. Auch Steffen Baumgart hatte lange an Kainz festgehalten, für ihn die passende Rolle gesucht. Erst im Dezember vergangenen Jahres saß der 31-Jährige zwei Mal zunächst nur auf der Bank. Auch Ljubicic ist unter Schultz gesetzt, überzeugte aber bislang nur gegen Frankfurt mit zwei Vorlagen.

Noch im vergangenen Jahr fingen die beiden Mittelfeldspieler die Sturmflaute der Kölner mit auf. Wettbewerbsübergreifend erzielten die Nationalspieler Österreichs insgesamt 14 Tore und bereiteten 14 Treffer vor. In der aktuellen Saison sind es drei Tore und vier Assists. Und das liegt nicht nur an den fehlenden Stürmern. Laut dem Online-Portal ligainsider.de kreierte Florian Kainz in dieser Spielzeit ganze zwei Großchancen, Ljubicic immerhin sechs. In der Vorsaison führte Kainz die Liga in dieser Kategorie mit 17 Möglichkeiten an.

Dabei verfügt der FC über Alternativen – zumindest auf der Außenposition. Faride Alidou und Linton Maina saßen am Samstag zunächst nur auf der Bank. Auch ein Max Finkgräfe könnte eine offensivere Rolle spielen. Spätestens mit der Genesung von Davie Selke dürfte auch Jan Thielmann wieder eine Option für die Außenbahn sein. Aufgrund der Ausfälle von Mark Uth und Luca Waldschmidt spielte Kainz zuletzt wieder häufiger im Zentrum.


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Alidou, Kainz und Ljubicic – Schultz entwickelt sich zum Formfinder

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Alidou, Kainz und Ljubicic – Schultz entwickelt sich zum Formfinder

Zunächst Florian Kainz, dann Faride Alidou und nun Dejan Ljubicic – nach und nach finden die Kölner Profis wieder zurück zu alter Stärke. Und das auch Dank Timo Schultz.

Nach den schwachen Wochen des 1. FC Köln gegen Ende des vergangenen Jahres zeigt die Formkurve bei einigen Spielern momentan wieder nach oben. Die Neubewertung der Mannschaft durch Trainer Timo Schultz scheint dem ein oder anderen Aufwind zu geben. Die FC-Spieler finden wieder zu alter Form.

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Keine 150 Meter haben gefehlt und Dejan Ljubicic hätte am Samstagabend sogar Ellyes Skhiri in Sachen Laufleistung übertroffen. 11,89 Kilometer spulte der Kölner Mittelfeldspieler ab, war gefühlt überall unterwegs und das als Außenbahnspieler. Zudem suchte der Österreicher auch die meisten Abschlüsse – nach einer Flanke von Faride Alidou nach sechs Minuten noch dürftig. Kurz vor dem Seitenwechsel rauschte dann ein Ball knapp am Tor vorbei. Der nächste Abschluss landete unfreiwillig an Alidous Bein und dann im Tor. Kurz danach bereitete der 26-Jährige auch das 2:0 durch Jan Thielmann vor. Das erste Mal in dieser Saison riss der Österreicher das ab, was sich die Kölner Verantwortlichen seit dem Abgang von Ellyes Skhiri versprochen hatten. Ljubicic war ein absoluter Leistungsträger. „Das ist ein Spieler, der ein sehr großes Herz hat, extrem laufstark ist, sich aber auch clever zwischen den Linien bewegen kann“, sagte Timo Schultz: „Wenn er die Leistung bestätigen kann, haben wir einen Top-Bundesliga-Spieler hier im Kader.“

Zunächst aussortiert, jetzt Hoffnungsträger

Wenn er denn die Leistung bestätigen kann – und das ist alles andere als sicher. Bereits nach dem verdienten 3:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach, bei dem unter anderem die ebenfalls formschwachen Luca Waldschmidt und Florian Kainz aufblühten, war die Hoffnung groß, dass der Knoten geplatzt sei. War er aber nicht. Es folgte die derbe 0:6-Klatsche gegen RB Leipzig und das bittere Pokal-Aus gegen Zweitligist Lautern. Von Kainz‘ und Waldschmidts ansteigender Form fehlte genauso jede Spur wie von Ljubicics Normalform. Die Hoffnung, dass es sich nun um mehr als nur einen positiven Ausreißer handelt, liegt beim FC dieser Tage in den eigenen Reihen begründet. Denn Timo Schultz scheint bei den kleinen Stellschrauben, von denen er bei seinem Amtsantritt gesprochen hat, große Hebel gefunden zu haben. Gleich mehrere Akteure hat der 46-Jährige aus dem Formtief geholt.

Schultz erfüllt gerade auf beeindruckende Art und Weise genau den Job, für den wiederum Steffen Baumgart in den vergangenen beiden Spielzeiten gefeiert worden war. „Ich bin kommunikativ, ehrgeizig und möchte etwas entwickeln“, hatte Schultz bei seiner Vorstellung Anfang Januar gesagt und betont, dass er alle Spieler entwickeln wolle. Auch die Spieler, die unter Steffen Baumgart keine Chance mehr erhalten haben. Baumgart wiederum hatte im Podcast von Jonas Hector und Fabian Köster erklärt, dass ein neuer Trainer Spieler auch durchaus anders bewerten könne, als er. So wie Faride Alidou, der unter Baumgart ausgemustert war, keine Chance mehr erhielt. Nach seinem zweiten Treffer beim zweiten Startelf-Einsatz zeigt auch bei dem 22-Jährigen die Formkurve eindeutig nach oben. So sehr, dass der Außenbahnspieler bei vielen Anhängern plötzlich als Hoffnungsträger, als gefühlter Neuzugang, gehandelt wird.

Schultz hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben

Wie schnell es von Zero zu Hero gehen kann, erfuhr zu Beginn des Jahres auch Florian Kainz. Der Kölner Kapitän stand in der Hinrunde neben sich, überzeugte genau in einer Begegnung. Im letzten Spiel von Steffen Baumgart als FC-Coach saß Kainz zunächst nur noch auf der Bank. Nach seinem erfrischenden Einsatz als „Freigeist“ gegen Heidenheim war der 31-Jährige schon bald wieder ein Hoffnungsträger. Auch Denis Huseinbasic ist aus der aktuellen Startelf nicht wegzudenken, genauso wie ein Jan Thielmann. Timo Schultz hat der Mannschaft wieder Selbstvertrauen, Sicherheit gegeben. „Ich muss gucken, an welchen Stellschrauben ich drehen kann, um der Mannschaft Sicherheit zu geben“, sagte der Coach im Januar und über seine Vorgehensweise: „Ich bin recht fix am Laptop, aber ich rede lieber mit den Spielern.“ Und damit scheint er genau den richtigen Schlüssel gefunden zu haben.

Steffen Baumgart hat seine Spieler motiviert, sie so lange stark geredet, bis sie stark waren. Nun ist es Timo Schultz, der seiner Mannschaft das Vertrauen ausspricht und diese zahlt es ihm durch Leistung zurück. Mal sehen, wer der nächste wiedererstarkte FC-Profi ist. Die Liste ist noch lang.

 

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt


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Der FC startet mit einem Hauch Karneval in die Hoffenheim-Woche

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Der FC startet mit einem Hauch Karneval in die Hoffenheim-Woche

Mit einer Trainingseinheit am Montag ist der FC in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Hoffenheim gestartet. Auch wenn der Fokus auf der Begegnung am Sonntag liegt, ganz ohne Karneval geht es auch nicht.

Nach dem verdienten 2:0-Erfolg hat FC-Trainer Timo Schultz sein Augenmerk bereits auf das kommende Spiel gegen Hoffenheim am Sonntag gerichtet. Der großen Feierei des Karnevals erteilte der Coach eine Absage für den 1. FC Köln: Der Fokus liegt auf dem Hoffenheim-Spiel.

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Vier Spiele, drei Niederlagen, ein Punkt – die Bilanz des 1. FC Köln in den Wochen nach Karneval war vor einem Jahr verheerend. Zwar mit dem Saisonauftakt der aktuellen Spielzeit vergleichbar, zur damaligen Situation aber beängstigend. Schon im März 2023 sorgten sich die ersten Fans um einen unter Steffen Baumgart nicht für möglich gehaltenen Abstiegskampf, nicht ahnend, dass dieser gegen Ende des Jahres schon mehrfach auch von Vereinsseite ausgerufen werden würde. „Ich habe mit dem 1. FC Köln meine Erfahrungen im Karneval gemacht und muss abschließend sagen: Der Karneval hat uns nicht gutgetan“, sagte Steffen Baumgart damals und deutete an, dass es einen ähnlichen Umgang mit dem Kölner Kulturgut nicht mehr geben würde.

Trainingsauftakt ohne Diehl

Ein knappes Jahr später steht Timo Schultz an der Seitenlinie der Geißböcke, an der Karnevals-Marschroute hält aber auch der neue Coach fest. „Ich bin nicht hier, um Karneval zu feiern und ich werde nicht in kölsche Euphorie verfallen“, hatte Trainer Schultz unmittelbar nach dem 2:0-Erfolg über Frankfurt gesagt. „Ich gehe davon aus, dass die Spieler den Ernst der Lage erkannt haben und sich bewusst sind, dass sie hier nicht die Woche durchfeiern können.“ Dabei gab das verdiente 2:0 den Kölnern viel Grund zum Feiern. Doch für Schultz gilt es nun, nachzulegen. Dem 46-Jährigen ist dabei die Bedeutung des bunten Treibens in der Domstadt durchaus bewusst. Oder schnell bewusst geworden: Erst vor einigen Wochen erzählte der Trainer im WDR2-Podcast „Einfach Fußball“, dass er in Köln bereits auf der ersten Karnevalssitzung gewesen sei, da habe er noch nicht alle Namen der Spieler gekannt.

Das sollte sich mittlerweile geändert haben, wenn Schultz am Dienstag zu einer weiteren Sitzung aufbricht und zwar zu der des Vereins. „Ich werde am Dienstag sicherlich die FC-Sitzung genießen und freue mich auf die Zeit – aber ich bin hier, um mit der Mannschaft zu trainieren und auch das Spiel am nächsten Sonntag in Hoffenheim erfolgreich gestalten zu können“, sagte Schultz. So startete der FC bereits am Montag in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Hoffenheim. Neben Justin Diehl fehlten auch Elias Bakatukanda und Matthias Köbbing krankheitsbedingt. Nach wie vor arbeiten Mark Uth, Davie Selke und Luca Waldschmidt im Reha-Bereich. Waldschmidt betonte im Sky-Interview, dass er auf eine Rückkehr ins Mannschaftstraining im März hoffe.

Am Dienstag stehen gleich die nächsten beiden Einheiten für die Spieler auf dem Plan. Am Mittwoch haben die dann Profis frei. Laut Trainer aber nicht aufgrund der Vereins-Sitzung. „Ich mache den Trainingsplan nicht nach Ergebnissen und schon gar nicht nach Karneval, sondern so, dass wir nächstes Wochenende performen können“, sagte Schultz.  


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Kicker und Sportschau: Jeweils zwei FC-Profis in der Elf des Tages

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Kicker und Sportschau: Jeweils zwei FC-Profis in der Elf des Tages

Zum zweiten Mal in Folge haben es Spieler des 1. FC Köln in die Elf des Tages des Kickers und dieses Mal auch in die Sportschau geschafft. Und zwar jeweils zwei Profis.

Für die starke Leistung gegen Eintracht Frankfurt belohnte sich der 1. FC Köln mit drei Punkten. Auch das Fachmagazin „Kicker“ sowie die Sportschau belohnten das Kölner Spiel: Zwei FC-Profis in der Elf des Tages.

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Alles wollte bei Faride Alidou auch am Samstagabend noch nicht funktionieren. Alles nicht, aber viel. Am Ende standen 37 Ballkontakte, 28 Sprints, eine Passquote von 77 Prozent und zwei Torschüsse – sicher keine überragenden Werte. Vor allem aber stand da das 1:0, das zweite Tor in Folge, eine herausgeholte Gelb-Rote Karte, die Christian Keller als überragende Aktion adelte und damit die Grundlage für den verdienten 2:0-Erfolg der Geißböcke über Eintracht Frankfurt. Alidou leitete bei seinem zweiten Startelf-Einsatz in Serie den ersten Dreier seit Anfang Dezember ein. Damit dürfte sich der 22-Jährige auch für die kommende Begegnung gegen die TSG Hoffenheim am Sonntag empfohlen haben – wenn er denn fit ist. Und das, obwohl Alidou noch im Dezember keine Rolle mehr bei den Kölnern gespielt hat. Nun stehen zwei Treffer auf dem Konto.

Starke Werte von Ljubicic

Zwei Assists stehen seit Samstagabend auch auf der Scorerliste von Dejan Ljubicic. Der Mittelfeldspieler hat in der bisherigen Saison noch nicht annähernd zu der Form der Vorsaison gefunden. Am Samstagabend zeigte die Formkurve wie aus dem Nichts aber steil nach oben. Ljubicic lief mehr als alle anderen Kölner, gab die meisten Torschüsse ab und näherte sich im Laufe des Spiels auch dem Tor immer mehr an. Vor allem aber bereitete der Österreicher beide Kölner Tore vor – auch wenn die Vorlage zum 1:0 wohl eher als Schuss gedacht war. Das Fachmagazin „Kicker“ hat beide Spieler in die Elf des Tages gewählt. Eine seltene Ehre für die Kölner. Denn in der aktuellen Saison haben es erst wenige FC-Profis in die Auswahl geschafft. Zehn Mal standen Kölner Spieler in der „Elf des Spieltags“.

Leroy Sané, Jeremie Frimpong oder Alejandro Grimaldo standen jeweils sieben Mal in der Auswahl. Marvin Schwäbe schaffte es in dieser Saison doppelt in die Top-Elf. Dazu kommen Luca Waldschmidt, Florian Kainz und Eric Martel nach dem Erfolg über Borussia Mönchengladbach sowie Davie Selke gegen Heidenheim und Jeff Chabot gegen Darmstadt. In der vergangenen Woche wurde Max Finkgräfe in die Auswahl gewählt. Auch gegen Frankfurt zeigte Finkgräfe eine überragende Leistung. Das zeichnete wiederum die Sportschau aus, die sowohl Finkgräfe als auch Ljubicic für ihre Top-Elf benannte.


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Bittere Pleiten, Sensationen – legendäre Spiele des FC gegen Bayern

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Bittere Pleiten, Sensationen – legendäre Spiele des FC gegen Bayern

Am Freitag treffen der 1. FC Köln und Bayern München zum 105. Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Beide Teams feierten in den Duellen bereits große Erfolge, kassierten aber auch bittere Klatschen.

Die Rollen sind am Freitagabend wohl klar verteilt, wenn es der FC mit Bayern München zu tun bekommt. Das war nicht immer so. Denn auch der FC erlebte schon gute Momente gegen den Rekordmeister. Legendäre Spiele zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München.

Mehr als zwölf Jahre liegt der letzte Sieg des 1. FC Köln über Bayern München zurück, die Vorzeichen könnten bei dem Tabellenzweiten und dem Tabellenvorletzten kaum größer sein und doch denkt FC-Trainer Steffen Baumgart nicht daran, am Freitagabend einen „Bus zu parken“, wie es der Coach schon gegen Leipzig ausgeschlossen hatte. Und die Ergebnisse geben dem Kölner Trainer im Grunde auch recht. Schließlich schnupperte Baumgart schon einige Male an der Überraschung gegen den Rekordmeister. Ob den Kölnern diese ausgerechnet in der aktuellen Krisensituation gelingen will, ist wohl mehr als fraglich. Immerhin: Eine müde Nullnummer haben die Fans nicht zu erwarten. Denn in den bisherigen 104 Begegnungen gab es ganze vier torlose Remis.

Zudem spricht der bisherige Saisonverlauf nicht gerade für eine torarme Begegnung. Auf der einen Seite der FC, der im Schnitt zwei Treffer pro Spiel kassiert, auf der anderen der FC Bayern, der knapp vier Tore im Schnitt erzielt. In erster Linie durch Harry Kane. Der englische Nationalspieler kommt bislang alleine schon auf 17 Saisontore und damit auf fast doppelt so viel wie die gesamte Kölner Mannschaft. „Er ist weltklasse“, adelte Timo Hübers den englischen Nationalspieler am Dienstag.

Bittere Pokal-Pleiten

In der Historie dieser Begegnung gab es zahlreiche torreiche Spiele. Alleine acht Treffer fielen im Pokalspiel vor ziemlich genau 20 Jahren. Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga bekam vom Spitzenreiter der Bundesliga die Grenzen aufgezeigt – und das schmerzlich. Mit acht Buden im Gepäck fuhren die Kölner wieder zurück in die Domstadt. Giovanne Elber (2), Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger sorgten früh für die Entscheidung. Im zweiten Abschnitt erhöhten erneut Elber und Schweinsteiger sowie Zé Roberto und Willy Sagnol zum 8:0-Endstand. Es ist bis heute die höchste Klatsche, die die Kölner gegen die Bayern kassierten.

Für die FC-Fans eine schmerzhafte Erinnerung, für einige Bayern Anhänger dagegen eine Genugtuung für eine ähnlich derbe Pleite, die eben der heutige Rekordmeister ebenfalls im DFB-Pokal kassierte. Im April 1972 standen sich die Klubs im Viertelfinale des Pokals gegenüber. Bayern hatte das Hinspiel 3:0 gewonnen, stand bereits mit einem Bein im Halbfinale. Doch der FC schlug zurück, setzte sich in Köln nach Toren von Bernd Rupp (2), Jürgen Glowacz, Hannes Löhr sowie einem Eigentor von Georg Schwarzenbeck und dem Treffer von Gerd Müller 5:1 durch.

Premiere ging an den FC, der Titel später an die Bayern

Nur wenige Jahre zuvor waren die Vorzeichen ohnehin andere. So war Köln bei der Premiere des Duells im Dezember 1965 haushoher Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. 6:1 hieß es nach 90 Minuten. Heinz Hornig (2), Fritz Pott, Christian Müller und Karl-Heinz Thielen trafen für den FC. Für die Bayern Franz Beckenbauer und Karl Borutta, der allerdings zum 1:0 ins eigene Netz. Die Kölner Vorherrschaft hielt aber nicht besonders lang. Bayern lief dem FC den Rang ab, Kölner Siege wurden zunehmend eine Seltenheit. Während die Bayern bis heute 56 Spiele gegen den FC gewannen, setzte sich Köln 24 Mal durch. So kassierten die Geißböcke 1971 gegen die Bayern ihre höchste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte. 0:7 hieß es damals.

Eine besonders bittere Pleite setzte es aus Kölner Sicht vor allem aber 1989. Der FC machte sich lange Hoffnungen auf den Titel, glaubte sogar bis zum 30. Spieltag daran. Schließlich lag die Mannschaft von Christoph Daum nur zwei Zählern hinter den Bayern. Doch im Heimspiel gab es am 31. Spieltag eine 1:3-Niederlage. Roland Wohlfahrt erzielte alle drei Münchner Treffer. Die Hoffnung war dahin. Vor zwölf Jahren gelang dem FC dann der letzte Sieg gegen die Bayern. Mario Gomez und Hamit Altintop brachten die Bayern in Führung. Das war auch dringend nötig. Denn die Bayern belegten nur den dritten Platz, die Champions-League schien in Gefahr. Doch Christian Clemens brachte die Kölner wieder ins Spiel. Und dann kam der große Auftritt von Milivoje Novakovic. „Nova“ glich nicht nur per Kopf aus, mit einem Rechtsschuss sorgte er für den 3:2-Erfolg der Geißböcke und stürzte den Rekordmeister tiefer in die Krise.

In der befindet sich nun der FC. Ein Sieg gegen die Bayern käme wohl einer Sensation gleich. Doch auch die hat es in der Historie der beiden Klubs bereits gegeben. Im vergangenen Jahr war der FC schon ganz nah dran. Besonders emotional wurde es bekanntermaßen am letzten Spieltag der vergangenen Saison, als Jonas Hector und Timo Horn zu Tommi verabschiedet wurden. Das ist ein halbes Jahr her und doch irgendwie legendär.

 

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Leihspieler, Youngsters, Abgänge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken würde

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader
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Leihspieler, Youngsters, Abgänge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken würde

In den vergangenen Tagen wurde schon heftig über einen möglichen Transfer von Youssoufa Moukoko spekuliert, in Köln befindet man sich auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Dabei steht über allem noch die drohende Transfersperre und die hätte erhebliche Auswirkungen auf den Kader.

Hinter den Kulissen des 1. FC Köln dürfte aktuell fleißig gearbeitet werden, der kriselnde Bundesligist will im Winter noch einmal nachjustieren, den Kader verbessern, um dann in der Rückrunde noch einmal angreifen zu können. Gerade für die Offensive werden bereits die ersten Namen gehandelt. Dabei scheint die Sanktion der Fifa allerdings ein wenig in Vergessenheit zu geraten. Wie ginge es weiter nach einem CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hätte die Sperre auf den FC-Kader

Schon jetzt wird die drohende Strafe Auswirkungen auf die Transferideen der Kölner Verantwortlichen haben, eine sichere Perspektive kann der FC keinem Spieler aufzeigen. Das macht die Verhandlungen zumindest nicht leichter, wie FC-Sportdirektor vor rund zehn Tagen im Sport1-Doppelpass erklärte. Über genau dieses Problem stolperten die Kölner im Frühsommer mindestens bei Benedict Hollerbach, dem Vernehmen nach aber auch bei einem Sechser, der wie der Angreifer kurz vor Toreschluss noch abgesprungen sein soll. Im besten Fall spricht der internationale Sportgerichtshof in Lausanne also sein Urteil, den FC frei und die Kölner könnten tatsächlich an den richtigen Stellschrauben im Kader drehen. „Ich glaube schon, dass der FC dahingehend optimistisch sein kann, dass das Urteil reduziert wird. Dahingehend, dass die Sperre komplett aufgehoben wird, das würde ich mir für Köln zwar wünschen, aber diesen Optimismus würde ich nicht teilen“, sagt Sportrechtler Dr. Gregor Reiter.

Acht Verträge laufen im Sommer aus

Der Experte geht also davon aus, dass der FC „nur“ in diesem Winter mit der Sperre belegt sein wird. Ein Nachjustieren gerade an den Kaderschwächen wäre dann nicht möglich. Denn die Sperre bedeutet ein Registrierungsverbot. Neue Spieler könnten demnach beim Verband nicht registriert werden, hätten keine Spielerlaubnis. Der Kader würde sich also auf der „Haben“-Seite nicht verändern. Abgaben sind von einer möglichen Transfersperre laut Experten dagegen nicht betroffen. Schließlich soll eine Sperre gegen den Verein nicht auf den Schultern der Spieler ausgetragen werden, die den Klub möglicherweise verlassen wollen. Der FC müsste in diesem Fall mit dem aktuellen Kader bis zum Saisonende weiter arbeiten.

Genauso ist es im Worst-Case-Szenario allerdings auch möglich, dass der Gerichtshof bei der ausgesprochenen Sperre von zwei Transferperioden bleibt. Ein herber Schlag für den FC. „Ein Sommer ohne Transfers wäre sportlich wesentlich schwerer zu verkraften, als ein Winter“, sagt auch Fachanwalt Gregor Reiter. Das zeigt ein Blick auf die aktuelle Vertragssituation in Köln. Stand jetzt verfügen 23 FC-Profis über einen Kontrakt über das kommende Jahr hinaus. Heißt, bei zahlreichen Spielern, darunter auch Stammspielern oder Akteuren, die zum erweiterten Kreis des Stamms gehören wie Benno Schmitz oder Dominique Heintz, läuft der Vertrag im kommenden Sommer aus. Das gleiche gilt für die Leihspieler wie Luca Waldschmidt oder Rasmus Carstensen, die ebenfalls nur bis zum Sommer geliehen sind. Sollten diese Spieler den Verein verlassen und der FC dürfte den Kader nicht nachbessern, wären die Kölner in einer besonders misslichen Lage. Die ohnehin schon kritisierte Breite des Kaders würde empfindlich leiden. Sollten die Kölner zudem noch absteigen, würden sich mit Sicherheit einige Leistungsträger verabschieden. Köln könnte auch hier nicht nachbessern.

Die Hände wären dem FC nicht gänzlich gebunden

Doch die Transfersperre bedeutet nicht, dass den Kölnern in Sachen Kaderplanung die Hände gänzlich gebunden sind. So dürfen die FC-Verantwortlichen auch nach oder während der ausgesprochenen Transfersperre die Verträge mit den eigenen Spielern verlängern. „Es geht ausschließlich um Neu-Registrierungen. Ein Vertrag kann ja auch außerhalb der Transferperiode verlängert werden“, erklärt Fachanwalt Reiter. Und auch die Kaufoption der Leihspieler dürfen die Kölner definitiv ziehen. „Dies sollte eigentlich nicht gehen, da bei Ablauf des Leihvertrages der Spieler zurück zu seinem alten Verein muss, bei dem er auch noch einen Arbeitsvertrag hat und der FC müsste diesen Spieler bei einem endgültigen Transfer auf Grundlage eines Transfervertrags neu verpflichten und damit auch neu registrieren“, so Reiter. Aber: „Allerdings sieht Art. 25 Abs. 3 FIFA-Transferstatuen genau für diesen Fall eine Ausnahme vor: Rechtlich ist es eine Neuregistrierung, aber sie ist trotz Transfersperre ausdrücklich erlaubt.“ Der FC könnte also Akteure wie Carstensen und Waldschmidt fest an den Verein binden.

Und dann wären da noch die Nachwuchshoffnungen, die Talente, auf die viele Fans schon heute gerne setzen würden. Auch die Kölner Youngsters dürfte der FC wohl zu der Profimannschaft hochziehen. „Das ist kein Transfer im klassischen Sinne. Das sind Spieler des Vereins. Da ändert sich primär die Rechtsgrundlage, auf der sie beschäftigt sind“, sagt der Fachanwalt. „Meiner Meinung nach könnte der FC die Akteure auch bei einer ausgesprochenen Transfersperre zu Profis machen. Das ist keine Frage einer Neu-Registrierung.“  

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Das sagt Timo Hübers über Harry Kane, die Bayern und „talentfreie Tugenden“

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Das sagt Timo Hübers über Harry Kane, die Bayern und „talentfreie Tugenden“

Für Timo Hübers steht am Freitagabend ein besonderes Spiel auf dem Programm. Der Innenverteidiger wird es mit Harry Kane und damit dem aktuell besten Stürmer der Liga zu tun bekommen.

Trotz der anhaltenden Krise ist die Vorfreude auf das Bayern-Spiel am Freitagabend bei den Profis des 1. FC Köln groß. Am Rande des Trainings äußerte sich der Innenverteidiger zu der bevorstehenden Aufgabe. Das sagt Timo Hübers über Harry Kane, „talentfreie Tugenden“ und die Bayern.

Die 0:6-Pleite gegen Leipzig, das bittere Aus gegen Lautern, der glückliche Punkte in Bochum – nachdem zum Saisonauftakt auf das Kölner Abwehrzentrum weitestgehend Verlass war, lief es auch bei den beiden Innenverteidigern Jeff Chabot und Timo Hübers in den vergangenen Wochen alles andere als rund. Die Souveränität der ersten Pflichtspiele ist jedenfalls verloren gegangen, die Unsicherheit auch in der Kölner Abwehrreihe sicht- und spürbar. Ausgerechnet jetzt bekommen es die Kölner mit dem Rekordmeister, der torgefährlichsten und angriffslustigsten Mannschaft der Liga zu tun. Und mit einem Starensemble. „Es ist immer eine schöne Aufgabe, sich da zu messen“, sagte Timo Hübers am Dienstag nach dem Training. „Auch, wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass wir in dem Spiel drei Punkte holen. Es ist aber auch ein Spiel, in dem es möglich ist ein bis drei Punkte zu holen. Das ist die Marschroute.“

Hübers bekommt es mit Kane zu tun

Mit nur sechs Punkten aus elf Spielen sind die Kölner denkbar schlecht in die Spielzeit gestartet. Das Spiel gegen die Bayern, ohnehin schon eine Mammutaufgabe, wird so zu einer noch größeren Herausforderung. Das heißt aber weder für Trainer noch für die Spieler, eine andere Herangehensweise zu suchen. „Wir müssen in den ganzen talentfreien Tugenden eine deutliche Bank besser sein als die Bayern und selbst dann ist nicht gesichert, dass wir etwas holen“, so Hübers. Der FC setzt also wie von Trainer Steffen Baumgart gefordert auf Willen, Leidenschaft, Körpersprache. Doch gerade die ließen die Kölner im Duell gegen den VfL Bochum einmal mehr vermissen. Das soll sich gegen die Bayern ändern. Wozu das führen kann, hatte unter anderem der 1. FC Saarbrücken beim Pokal-Erfolg über München bewiesen.

„Wir versuchen, das Stadion mit auf unsere Seite zu nehmen, selber Chancen herausspielen und dann schauen wir, was dabei herauskommt“, sagt der 27-Jährige. Bislang ist beim FC noch nicht viel herausgekommen. Bei den Bayern dagegen schon. 42 Tore hat der FCB in den bisherigen elf Spielen schon erzielt, alleine 17 gehen auf das Konto von Harry Kane. Und genau mit dem bekommt es Hübers am Freitagabend zu tun. „Er ist ein Weltklasse Stürmer, unheimlich Abschlussstark im Sechzehner“, sagt der Innenverteidiger. „Da können aber auch noch ein paar andere gut kicken. Deswegen müssen wir das im gesamten Abwehrverbund auffangen.“

Dabei überstrahlt der Stürmer aktuell so ziemlich alles, was die Bundesliga aufbieten kann. Kommt der englische Nationalspieler zum Abschluss, ist die Torwahrscheinlichkeit recht hoch. „Es hilft nichts, wenn wir versuchen, Kane eins-gegen-eins aus dem Spiel zu nehmen“, sagt Hübers. So etwas habe man vielleicht früher einmal probiert. „Vielleicht geht es eher darum, die Zuspieler nicht in die Räume kommen zu lassen, dass sie ihn gezielt anspielen können.“ Selbst das ist ein schweres Unterfangen. Immerhin kehren die meisten Bayern-Profis erst Mittwoch oder Donnerstag von ihren Länderspielreisen zurück. Eine große Vorbereitung auf den FC wird es nicht geben. Ein Vorteil für den FC? „Das kann ein Vorteil sein, es kann genauso gut keiner sein“, sagt Hübers. „Auch wenn es am Freitag nicht der leichteste Gegner ist, ist es den Versuch wert, da vielleicht etwas zu starten.“

Die Mannschaften liegen eng beieinander

Denn gerade eine kleine Serie kann aktuell viel wert sein. „Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist das alles ganz eng beieinander. Es ist ja jetzt noch nichts entschieden. Wir müssen jetzt nicht zwei Mal in Folge gewinnen, um überhaupt wieder dran zu sein“, sagt Hübers. Tatsächlich würde der FC die Abstiegsränge mit einem Sieh verlassen, der Tabellenzwölfte ist gerade einmal fünf Punkte entfernt. „Wir sind dran. Ein, zwei Spiele, dann kann es schon wieder ganz anders aussehen. Genauso wie es eine negative Serie gibt, kann es auch wieder eine positive Serie geben.“

 

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Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

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Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

In die letzte Saisonphase des Jahres startet der FC ausgerechnet gegen den FC Bayern. Steffen Baumgart bleibt bei seinem Offensivfußball und glaubt an die Überraschung.

Für den FC geht es in den kommenden Wochen darum, die schwache bisherige Saisonbilanz ein wenig aufzupolieren und sich eine gute Ausgangssituation für den Rückrundenauftakt zu verschaffen. Doch ausgerechnet jetzt empfangen die Kölner den Rekordmeister. Trainer Steffen Baumgart will auch gegen die Bayern seinen Offensivfußball zeigen. Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

FC-Trainer Steffen Baumgart ist nicht gerade bekannt für seinen Wankelmut. Im Gegenteil: der 51-Jährige bleibt sich, seinem Fußball, seinen Aussagen in aller Regel treu. Dafür wurde der Kölner Coach in jüngster Vergangenheit auch gerne und oft kritisiert. Der fehlende Wankelmut wird in diesem Fall mit Sturheit übersetzt. Baumgart sei stur, bei seinem Spielsystem, renne auch gegen Topteams blind an, mitunter ins Verderben, hieß es von so manchem Anhänger nach der 0:6-Pleite gegen Leipzig. Andere kritisierten die vermeintliche Missachtung der eigenen Jugendspieler. Max Finkgräfe und Damion Downs hätten doch schon auf deutlich mehr Einsatzminuten kommen müssen. Baumgart hält weiterhin an seiner Linie fest.

Baumgart bleibt bei seinem System

Und das aus seiner Sicht nicht ohne Grund. Über zwei Spielzeiten ist Baumgarts Verständnis von Fußball schließlich aufgegangen. Nach dem Fast-Abstieg in der Spielzeit 20/21 führte der Kölner Coach den FC in den europäischen Wettbewerb, brachte eine enorme Euphorie rund um das Geißbockheim. Und das eben mit seinem attraktiven Offensivfußball. Was dem 51-Jährigen jetzt von einigen Anhängern als ideenlos, kopflos, als Harakiri ausgelegt wird, galt noch vor einigen Monaten als mutig, wurde positiv wahrgenommen. Und das auch vollkommen zu recht. Denn mit diesem Fußball fuhr der FC in den vergangenen Spielzeiten Punkte und Siege gegen Topteams wie Leverkusen, Dortmund und Leipzig ein. Und sah auch gegen die Bayern nicht schlecht aus. „Wir haben es in den letzten Spielen gegen Bayern aus meiner Sicht gut gemacht und trotzdem in den letzten Minuten immer noch einen gekriegt“, sagte Baumgart am Montag.

So in der vergangenen Spielzeit. Ausgerechnet bei den Bayern sah der FC lange Zeit wie der Sieger aus, führte nach einem Treffer von Ellyes Skhiri bis in die Schlussphase mit 1:0, ehe Joshua Kimmich mit einem Hammer das Spiel noch egalisierte. Und auch im Mai, beim emotionalen Abschied von Jonas Hector und Timo Horn, schnupperte der FC an einer Überraschung, hätte dem BVB beinahe Schützenhilfe gegeben. Doch dieses Mal war es Jamal Musiala, der in der Schlussminute den Dreier für die Bayern noch eintütete. Grundsätzlich ist der FC also schon in der Lage, den Bayern Paroli zu bieten und das offensichtlich mit dem Baumgartschen Fußball. Nur will dieser in dieser Spielzeit noch so gar nicht gelingen. „Wir versuchen schon die Dinge zu machen, die wir für uns richtig halten. Wir wissen, was wir machen müssen, um überhaupt eine Chancen haben zu können“, sagt der Kölner Coach. „Selbst dann wird es schwer.“

Eine knappe Niederlage ist trotzdem eine Niederlage

Das Motto heißt also weiterhin mit der vollen Kapelle Richtung Angriff. Und trotz der Krise will Baumgart auch nicht eine knappe Niederlage als möglichen Erfolg gelten lassen. „Für uns zählt nicht nur eine gute Leistung, sondern auch das Ergebnis und das wollen wir haben. Daran werden wir alles setzen. Mir geht es nur ums Gewinnen“, sagte der Trainer. „Ein 0:2 ist auch eine Niederlage.“ Gegen die Bayern brauch es dazu aber eine „überragende Leistung“, sagt der Trainer. Immerhin spielt dem FC die Länderspielpause ein wenig in die Karten. Während die Kölner auf gerade einmal vier Spieler aktuell verzichten müssen, fehlt dem Rekordmeister gefühlt der gesamte Kader.

Nicht umsonst hatte sich FCB-Coach Thomas Tuchel über die Ansetzung der Partie geärgert. „Wenn die Jungs erst einen Tag vor dem Spiel zurückkommen, finde ich es verständlich, wenn ein Trainer darüber nicht glücklich ist. Aber wenn ich sehe, wie die Bayern zurzeit spielen, wird uns das leider keine Vorteile geben“, sagt der FC-Coach. Unterm Strich werden sich die Kölner also auf ihre Tugenden konzentrieren, die Baumgart auch einfordert. „Gegen die Bayern kann ich eine überragende Leistung bringen und trotzdem sechs Stück kriegen. Wenn wir unsere Tugenden auf den Platz bringen und trotzdem keine Chance haben, dann sind sie einfach zu stark“, erklärte Baumgart und schob dann die Marschroute für Freitag hinterher: „Gucken, was geht. Und alles raushauen.“

 

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Uth und Carstensen wieder im Teamtraining

Der 1. FC Köln ist am Montag in die Vorbereitung auf das Bayern-Spiel gestartet. Am Training nahmen die zuletzt angeschlagenen Mark Uth und Rasmus Carstensen wieder teil.

Personell scheint der 1. FC Köln das Freitagabend-Spiel gegen den FC Bayern entspannt angehen zu können. Abgesehen von den Nationalspielern konnte Steffen Baumgart auf nahezu den kompletten Kader zurückgreifen. Mark Uth und Rasmus Carstensen befanden sich wieder im Teamtraining. Die beiden waren vergangene Woche im Testspiel gegen Porz noch geschont worden.

Sportlich könnte die Situation beim 1. FC Köln vor dem Spiel gegen den FC Bayern München am Freitagabend wohl kaum schwieriger sein, immerhin sieht es personell weiterhin ganz gut aus. So nahmen am Montag auch wieder die zuletzt angeschlagenen Mark Uth und Rasmus Carstensen am Training teil. Uth hatte vergangene Woche das Training frühzeitig beenden müssen und war im Testspiel gegen die SpVg Porz geschont worden. Baumgart betonte später, es habe eine Reaktion auf die Belastung gegeben. Auch Carstensen hatte die Begegnung in Porz verpasst. Am Montag waren die beiden Akteure wieder dabei. Gerade auf Mark Uth ruhen die Hoffnungen vieler Fans. Philipp Pentke und Jacob Christensen arbeiten dagegen weiterhin im Rehabereich. Pentke hatte sich eine Fleischwunde zugezogen, die unter anderem genäht wurde. Mit der Rückkehr von Christensen, der eine Bänderdehnung auskuriert, wird zeitnah gerechnet.

Nationalspieler weiterhin im Einsatz

Voll war der Trainingsplatz aber nicht. Dann aktuell weilen bekanntlich einige Kölner Profis bei ihren jeweiligen Nationalmannschaften. So trifft Florian Kainz mit Österreich am Dienstag auf die DFB-Auswahl. Für die beiden U21-Nationalspieler Jan Thielmann und Eric Martel steht ebenfalls am Dienstag das Spitzenspiel der EM-Quali gegen den Tabellenführer aus Polen auf dem Spielplan. Die Begegnung findet in Essen statt. Bereits am Montag fierte Mathias Olesen den zweiten Erfolg mit Luxemburg in dieser Länderspielpause. Luxemburg gewann gegen Liechtenstein 1:0. Bereits Ende der vergangenen Woche stand fest, dass sich Luxemburg nicht mehr für die EM in Deutschland qualifizieren kann. Immerhin hatte Olesen sein erstes Länderspieltor erzielt.

Am Freitagabend steht das Heimspiel gegen den FC Bayern München an. Beim Rekordmeister war man über die Ansetzung des Freitagspiels nicht sonderlich erfreut. Die meisten Nationalspieler werden erst Mittwochabend zurückerwartet. Der Abstand zum Spiel beim FC ist doch sehr knapp.

 

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Das sagt Baumgart zur Situation, möglichen Rückkehrern und Leverkusen

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Das sagt Baumgart zur Situation, möglichen Rückkehrern und Leverkusen

Der 1. FC Köln ist in die Vorbereitung auf das Leverkusen-Spiel gestartet. Nach der Einheit äußerte sich Steffen Baumgart zur aktuellen Situation, zu möglichen Rückkehrern und zu Bayer Leverkusen.

Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen gestartet. Während Leart Pacarada verletzt aufhören musste, nahmen Mathias Olesen und Eric Martel wieder am Training teil. Anschließend sprach der Trainer über die aktuelle Lage. Das sagt Baumgart zur Situation, möglichen Rückkehrern und Leverkusen.

Am Feiertag haben die Geißböcke die Vorbereitung auf das kommende Spiel gegen Bayer Leverkusen aufgenommen. Die aktuelle Lage liegt nach wie vor wie ein Schatten über dem Geißbockheim. FC-Trainer Steffen Baumgart gibt sich weiterhin kämpferisch. „Es gibt Ursachen dafür und an denen arbeiten wir. Es kommen jetzt die ersten Sätze vom „Wiederholungstäter“ und „Ausreden“. Darüber brauchen wir nicht mehr reden“, sagte der Coach. „Wir müssen machen und dann ist gut. Es geht nicht anders. Wir machen einfach weiter. Ich werde den Fußball nicht neu erfinden. Ich versuche, Dinge aus dem zu schöpfen, die mir geholfen haben. Und ich war oft in ähnlichen Situationen. Das versuche ich, zu vermitteln.“ Mit der Trainingsintensität ist der Coach zufrieden. „Ich sehe meine Mannschaft gut trainieren. Das machen sie schon die ganze Zeit. Wir haben ja kein schlechtes Training. Die Jungs gammeln hier ja nicht rum oder trainieren nicht“, sagte der Trainer. „Die Jungs machen viel, um die Dinge klarer zu machen. Wir müssen sehen, was am Sonntag rauskommt und wissen dann, ob wir Fortschritte gemacht haben.“

Dabei werden die Aufgaben für den FC momentan nicht leichter. Am Sonntag wartet das schwere Spiel beim Nachbarn. Besondere Bedeutung will der Trainer dem Gegner aber nicht zukommen lassen. „Leverkusen spielt wirklich sehr gut. Wenn man es neutral betrachtet, macht es Spaß ihnen beim Fußball zuzuschauen. Wenn du gegen sie spielst, musst du Lösungen finden“, sagt der Trainer. „Das hat aber nichts damit zu tun, ob du gegen Leverkusen spielst oder nicht. Es könnte jetzt jeder Gegner kommen, wir wissen um die Situation. Es ist nicht schwierig, gute Leistungen anzuerkennen. Wir müssen jetzt Ergebnisse einfahren.“

Uth und Dietz vor dem Comeback bei der U21

Personell sieht der Trainer einen Aufwärtstrend. Kein Wunder, Eric Martel und Mathias Olesen sind zumindest teilweise wieder in das Training eingestiegen. Für Martel würde ein Einsatz gegen Bayer aber zu früh kommen. „Bei Eric sieht es sehr gut aus. Er war jetzt zwei Wochen nicht im Training und ist seit Freitag bei der Mannschaft. Wir fangen jetzt aber keine Situation an, die zum Wochenende auf uns zukommt“, sagte der Coach. Der Sechser dürfte in den Planungen für das Derby nach der Länderspielpause wieder ein Thema werden. Eine Rolle gegen Leverkusen könnte dagegen Olesen spielen. „Er trainiert wieder voll mit. Wir müssen jetzt sehen, ob er ein Fall für die Profis wird.“

Ihr sportliches Comeback werden wohl am Wochenende Mark Uth und Florian Dietz geben, allerdings nicht in der ersten Mannschaft, vielmehr bei der U21. „Bei ihnen ist der Gedankengang, sie bei der U21 am Samstagabend wieder ins Spiel zu bringen. Es ist halt ein Unterschied zwischen Training und Spiel.“ Dagegen könnte Leart Pacarada ein Thema werden. Der Linksverteidiger musste das Training schon beim Aufwärmen abbrechen. „Leart haben wir runtergenommen, weil er nicht mehr trainingsfähig war. Wir müssen mal abwarten. Es gibt jetzt keine Prognose von mir“, sagte der Coach. Die gab es auch nicht zu Benno Schmitz, der eine Reha-Einheit absolvierte. Schmitz war am vergangenen Wochenende kurzfristig ausgefallen.

 

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