Timo Schultz: „Spätestens jetzt brauchen wir von Druck nicht mehr reden“

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Timo Schultz: „Spätestens jetzt brauchen wir von Druck nicht mehr reden“

Am Dienstagvormittag ist der 1. FC Köln in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Mainz am kommenden Sonntag gestartet. Der Kölner Trainer zeigt sich optimistisch, dass der Abstieg noch verhindert werden kann.

Nach zwei freien Tagen ist der 1. FC Köln am Dienstagvormittag in die Vorbereitung auf das wichtige Spiel am Sonntag beim FSV Mainz gestartet. Der Kölner Trainer äußerte sich nach der Einheit. Das sagt Timo Schultz zu Darmstadt und vor Mainz.

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Auch mit einigen Tagen Abstand wiegt die Niederlage bei Spielern und Trainer des 1. FC Köln schwer. „Wir haben es nicht geschafft, so befreit und so klar Fußball zu spielen, dass wir gegen eine Darmstädter Mannschaft die drei Punkte hier behalten. Dementsprechend hat sich die Situation nun verschlechtert. Da müssen wir nicht drumherum reden“, sagte Timo Schultz nach der Trainingseinheit am Dienstagmittag. Der Coach hatte sich das Spiel noch einmal angeschaut und analysiert. „Wir müssen uns ankreiden lassen, dass wir nicht den Punch entwickeln konnten, sie so unter Druck zu setzen, dass wir uns noch klarerer Chancen erspielen, um Tore zu schießen. Die ganzen Halbchancen reichen nicht aus, um Tore zu schießen“, sagte Schultz.

Schultz: „Wenn man die Situation objektiv betrachtet, sind wir komplett in Reichweite“

Die Situation hat sich insofern verschlechtert, dass es nun fünf Punkte bis zum Relegationsplatz sind und die Kölner für ihre Aufholjagd nur noch vier Spieltage zur Verfügung haben. Und doch sieht der Trainer nach wie vor eine Chance. „Mit 22 Punkten dürfte man eigentlich nicht mehr in Reichweite sein. Aber das sind wir noch. Das ist Fakt. Wenn man die Situation objektiv betrachtet, sind wir komplett in Reichweite. Wir müssen uns diese Woche so präparieren, dass wir am Sonntag in Mainz die Punkte holen“, sagte Schultz. Dann wären die Kölner zum Saisonfinale noch einmal auf zwei Punkte an Mainz heran gerückt. Auch Bochum könnte ihn dieser Rechnung noch eine große Rolle spielen. Der VfL empfängt bereits am Freitagabend die TSG Hoffenheim.

Für die restlichen Spiele erhofft sich der Trainer von seiner Mannschaft eine „Scheißegal“-Mentalität. „Spätestens jetzt brauchen wir von Druck nicht mehr reden. Gefühlt haben alle den Stab gebrochen und entschieden, dass wir abgestiegen sind“, sagt der Trainer um dann eben jene „Scheißegal“-Mentalität doch wieder ein Stück weit abzulegen. „Soweit sind wir hier am Geißbockheim noch nicht. Wir wissen schon, dass wir noch eine Chance haben und die wollen wir nutzen.“ Wir das angesichts der vergangenen Leistung gelingen soll, ist allerdings fraglich. Gegen Bochum waren die Kölner schwach, spielten gehemmt, behäbig. „Jeder kann ganz gut einschätzen, dass wir in der Situation kein fußballerisches Feuerwerk erwarten können. Aber wir müssen mit mehr Überzeugung, mit mehr Mut und mit mehr Risikobereitschaft so ein Spiel angehen“, sagte der Trainer.

Auf seine Mannschaft wollte der Coach nichts kommen lassen. „Ich habe hier eine brutal fleißige Mannschaft, die sich extrem mit der Stadt, mit dem Verein, auch mit den Fans identifiziert“, sagte Schultz. „Dass wir es fußballerisch nicht hinbekommen, das hat seine Gründe. Für mich ist das wichtigste, dass ich erkenne, dass die Mannschaft lebt und daran glaubt.“ Doch noch wichtiger wären die Punkte gegen Mainz. „Wir müssen den Schalter umlegen. Auch gegen Bochum haben wir es mehr erzwungen als erspielt.“


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Einzelkritik

Dejan Ljubicic wird dem FC vorerst fehlen

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Dejan Ljubicic wird dem FC vorerst fehlen

Der 1. FC Köln wird auch gegen den FSV Mainz am kommenden Sonntag auf Dejan Ljubicic verzichten müssen. Das gab Timo Schultz am Rande des Trainings am Dienstag bekannt. Dem Mittelfeldspieler droht vielleicht sogar noch ein längeres Aus.

Wird Dejan Ljubicic in dieser Saison noch mal für den 1. FC Köln auflaufen? Die Frage stellt sich seit Dienstagmittag. Der Österreicher fehlte zum Trainingsauftakt und wird auch am Sonntag gegen Mainz nicht zur Verfügung stehen. Dejan Ljubicic wird dem FC vorerst fehlen.

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Bereits in der vergangenen Woche hatte sich Dejan Ljubicic beim FC krank gemeldet, hatte das Spiel gegen Darmstadt verpasst. Auch am Dienstag kehrte der Österreicher nicht zum Auftakt in die Vorbereitung auf das Mainz-Spiel zurück. Gegen die Rheinhessen wird der 26-Jährige definitiv nicht auflaufen. Damit fällt Ljubicic in diesem Jahr bereits zum dritten Mal erkrankt aus. Ob der Mittelfeldspieler in dieser Saison nochmal zum Einsatz kommt, ist fraglich. Das werden wir dann sehen“, sagte Timo Schultz am Rande der Einheit am Dienstag. „Ich kann ja nicht in eine Glaskugel gucken.“ Offenbar leidet Ljubicic erneut unter einer Mandelentzündung. Diese hatte ihn schon im Trainingslager in Algorfa außer Gefächt gesetzt. In welche Richtung eine Gegensteuerung laufen könnten, offenbar auch: „Ich glaube, in diesem Fall nichts mehr. Das muss man einfach so hinnehmen“, erklärte Schultz.

Schultz: „Ihn nimmt das alles sehr mit“

Ljubicic hatte bereits zu Jahresbeginn gegen Heidenheim, dann im März gegen Leipzig gefehlt und wird nun Ende April mindestens bis zur Begegnung gegen Mainz ausfallen. Schultz will dem Spieler Zeit geben. „Er muss erst mal wieder auf den Damm kommen, ehe wir uns Gedanken machen, wie wir es mit ihm nächste Saison besser hinbekommen können“, erklärte Schultz. „Da jetzt noch Maßnahmen oder Aktionismus zu starten, das bringt nichts. Er soll erst einmal gesund werden und Abstand gewinnen. Er ist ein Spieler, der sich sehr mit dem Verein identifiziert und der seine Themen hat. Ihn nimmt das alles sehr mit. Leider stand er in der Zeit, in der ich hier bin, nicht immer zur Verfügung.“

Am vergangenen Samstag standen somit Eric Martel und Jacob Christensen erstmals überhaupt gemeinsam als Doppelsechs in der Startformation. Eine weitere Alternative wäre Denis Huseinbasic. Ljubicic blickt auf eine sehr durchwachsene Spielzeit zurück. Der Wiener konnte nie an die Leistungen der vergangenen Spielzeiten anknüpfen. Zudem gab es zu Beginn der Spielzeit Kontakt zum VfL Wolfsburg. Ein Abschied konnte zu diesem Zeitpunkt noch verhindert werden. Ob Ljubicic in der kommenden Spielzeit für die Kölner aufläuft, ist nach wie vor offen.

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


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Zurück im Wartestand

Leart Pacarada befindet sich erneut im Wartestand
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Zurück im Wartestand

Leart Pacarada wurde vor mehr als einem Jahr als erste Neuzugang der Kölner vorgestellt. Aktuell muss sich der Linksverteidiger der starken Form von Max Finkgräfe beugen. Am Samstag stand Pacarada noch nicht einmal im Kader.

Für Leart Pacarada läuft die Saison alles andere als zufriedenstellend. Der Abwehrspieler kommt in diesem Jahr erst auf vier Einsätze. Leart Pacarada befindet sich erneut im Wartestand.

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So wirklich rund lief es am vergangenen Samstag auch bei Max Finkgräfe nicht. Der Linksverteidiger tat sich gegen den SV Darmstadt schwer, leistete sich einige unerklärliche Fehler, war an der Entstehung beider Gegentreffer nicht unbeteiligt. In der Offensive fand der 20-Jährige am 30. Spieltag ebenfalls so gut wie gar nicht statt. „Max Finkgräfe ist sicherlich ein junger Mann, der überhaupt nichts zur Situation beitragen kann. Er hat tolle Spiele gemacht. Er hat komplett unbekümmert und befreit aufgespielt bis dato“, sagte am Sonntag Christian Keller. „Natürlich hat man gestern auch gemerkt, dass er leider das Herz nicht in beide Hände nehmen sollte, sondern einfach auch zu viel nachgedacht hat. Das ist aber überhaupt kein Vorwurf.“

Finkgräfe gewinnt das Duell

Vorwürfe würden bei Finkgräfe in dieser Spielzeit wohl auch schwer fallen. Der Youngster ist einer der wenigen Gewinner beim FC. Das direkte Duell gegen Leart Pacarada hat der Youngster bislang jedenfalls für sich entschieden. Denn während der 20-Jährige zum Stammspieler geworden ist, ist der Routinier zurzeit wieder außen vor. Nicht das erste Mal in dieser Spielzeit. Pacarada war die erste Verpflichtung der Geißböcke im vergangenen Jahr. Der Neuzugang stand im Grunde schon im Januar 2023 als neuer Abwehrspieler fest, wohlgemerkt weit bevor Jonas Hector seinen Abschied offiziell machte. Pacarada kam mit ordentlichen Vorschusslorbeeren, wurde vom damaligen Trainer Steffen Baumgart als bester Linksverteidiger der 2. Bundesliga geadelt.

Daran war wiederum Timo Schultz nicht ganz unbeteiligt, der den Linksverteidiger bei St. Pauli zum Stammspieler und zu seinem Kapitän machte. Insofern wird sich der 29-Jährige auch Hoffnungen gemacht haben, unter Schultz wieder eine Chance auf den Stammplatz zu haben. Den hatte Pacarada im vergangenen Herbst noch unter Steffen Baumgart verloren. Zu Beginn der Spielzeit noch unumstritten, geriet der Linksverteidiger nach dem Pokal-Aus gegen Kaiserslautern ins Hintertreffen. Es folgte eine längere Verletzungspause und schließlich der Trainerwechsel. Wirklich profitiert hat Pacarada davon nicht. Der Abwehrspieler kommt auch unter seinem alten Wegbegleiter nur auf vier Einsätze, davon zwei von Beginn an.

Und das nicht nur, weil Max Finkgräfe dem Routinier aktuell den Rang abgelaufen hat. Zuletzt saß der Abwehrspieler nach einem schwachen Auftritt gegen Augsburg gegen Bochum und die Bayern 90 Minuten auf der Bank, gegen Darmstadt stand Pacarada gar nicht erst im Kader. Gegen die Bayern erhielt Dominique Heintz bei der Einwechslung den Vorzug. Seine erste Saison beim FC wird sich der Abwehrspieler sicher anders vorgestellt haben.

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


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Was ein Abstieg für den FC bedeuten würde

1. FC Köln: Das würde der Abstieg bedeuten
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Was ein Abstieg für den FC bedeuten würde

Nach der 0:2-Pleite gegen den SV Darmstadt steuert der 1. FC Köln mit Tempo auf die 2. Bundesliga zu. Wirklich viel spricht nicht mehr für die Geißböcke. Der Abstieg wird den Club verändern.

Fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz klingt nicht nach viel. Allerdings macht wiederum die Leistung vom vergangenen Samstag nicht viel Mut auf Besserung. Der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte steht bevor beim 1. FC Köln: Das würde der Abstieg bedeuten.

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Trotz der bitteren 0:2-Pleite im Heimspiel gegen den SV Darmstadt hat der 1. FC Köln auch weiterhin eine kleine Chance auf den Klassenerhalt. Die Konkurrenz macht es möglich. Denn Bochum kassierte bekanntlich eine Niederlage gegen Wolfsburg und Mainz spielte in Freiburg remis. Sowohl der VfL als auch die 05er befinden sich fünf Punkte entfernt, zwölf Zähler sind noch zu vergeben und der FC hat auch das vermeintlich leichteste Restprogramm. Und dennoch macht der Auftritt vom vergangenen Samstag wenig Hoffnung, dass die Kölner die fünf Zähler noch aufholen können. Nach der Leistung gegen die Lilien stehen die Zeichen auf siebter Abstieg der Vereinsgeschichte und gleichzeitig einer ungewissen Zukunft.

Was kostet ein Abstieg den FC?

Der FC wäre im Falle des Abstiegs von erheblichen Geldeinbußen betroffen. In der TV-Sendung „Sport1-Doppelpass“ warf der Sender Sport1 ein Minus von 29 Millionen Euro bei der TV-Gelder-Verteilung sowie ein Minus bei den Sponsoren von zehn bis 15 Millionen Euro in den Raum. Keller betonte, dass die Größenordnung von rund 40 Millionen Euro in etwa stimme. „Der 1. FC Köln wird auch in der 2. Bundesliga in der Lage sein, sich aus eigener Kraft zu tragen und ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften“, fügte der Sportdirektor an. Und das auch, weil die Kosten in der 2. Bundesliga deutlich reduziert werden.

Zum einen würden sich die Personalkosten dem Vernehmen nach drastisch senken und auch die Stadionpacht wäre im Ligaunterhaus deutlich niedriger. Bislang zumindest. So soll die jährliche Pacht in der Bundesliga bei rund zehn Millionen Euro liegen, die der zweiten Klasse deutlich drunter. Der Vertrag mit der Stadt wird aber neu verhandelt. Beim Abschluss des aktuellen Kontrakts befanden sich die Kölner in einer misslichen Lage – finanziell und sportlich in Liga zwei. Damals kam die Stadt dem Verein wohl entgegen. Da beide Seiten aufeinander angewiesen sind, wird es auch jetzt wohl eine gute Einigung geben.

Wie sieht der Kader des FC im Abstiegsfall aus?

Nicht alle Spieler haben einen Vertrag für die 2. Bundesliga oder eine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall. Bei den dann vertragslosen Spielern handelt es sich wohl wie berichtet um Davie Selke und Mark Uth. Über eine Ausstiegsklausel verfügen Jeff Chabot, Marvin Schwäbe und Timo Hübers. Zwar wollte Keller am Sonntag im Doppelpass ganz bewusst keine Namen nennen, die genannten Namen dementierte der Sportdirektor aber auch nicht. Es ist kaum vorstellbar, dass zumindest Schwäbe und Chabot den Gang in die 2. Bundesliga mitgehen, auch bei Timo Hübers ist es unwahrscheinlich. „Na dann gute Nacht, 1. FC Köln“, sagte Steffen Freund am Sonntag, falls diese Namen stimmen sollten. Zwar haben die weiteren Spieler ein gültiges Arbeitspapier, ein Verkauf des ein oder anderen Leistungsträgers ist dann aber trotz Transfersperre nicht unwahrscheinlich. Beispielsweise Dejan Ljubicic soll man im vergangenen Jahr einen Abschied zugesagt haben.

Auch bei den geliehenen Spielern ist Keller nicht mehr so deutlich wie noch im Winter, als er zumindest die Kaufoptionen bei Luca Waldschmidt und Rasmus Carstensen mit großer Sicherheit ziehen wollte. Waldschmidt wird sich wohl auch nur sehr schwer mit dem Unterhaus anfreunden können, Carstensen ist unter dem aktuellen Trainer zurzeit nur noch die Nummer drei auf der rechten Abwehrposition. Sollte Schultz genauso wie Benno Schmitz bleiben und weiter Jan Thielmann auf dieser Position vertrauen, wäre Carstensen wohl ein Rechtsverteidiger zu viel. Wie es mit Faride Alidou weitergeht, ist ebenfalls offen. Sollte der Offensivspieler seine Form wiederfinden, wäre er für den FC interessant. Allerdings möglicherweise dann auch wieder für die Eintracht, die eine Rückkaufoption besitzt.

Die verliehenen Spieler sollen im Sommer zwar allesamt zurückkehren, doch laut Christian Keller und Thomas Kessler wolle man die Situation dann noch einmal neu bewerten. Jonas Urbig und Tim Lemperle sind sichere Kandidaten für einen Platz im kommenden Kader. Auch Marvin Obuz scheint bei Rot-Weiss Essen einen großen Satz gemacht zu haben. Wie es mit Maxi Schmid und Mathias Olesen weitergeht, scheint offen zu sein. Bei Nikola Soldo, der bei Kaiserslautern keine Chance erhält, wird es wohl zu einer Trennung kommen. Allerdings handelt es sich bei den verliehenen Akteuren auch zum Großteil um Spieler, die den Durchbruch bei den Geißböcken bislang nicht geschafft haben. Ein weiteres Augenmerk soll auf dem eigenen Nachwuchs liegen. Es ist gut möglich, dass die Kölner das ein oder andere Talent fest hochziehen.

Wie geht es mit den Verantwortlichen weiter?

Timo Schultz besitzt nur einen Kontrakt für die Bundesliga. Christian Keller betonte zuletzt, dass er mit der Arbeit von Schultz sehr zufrieden sei. Es ist also theoretisch durchaus möglich, dass der Vertrag verlängert wird. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch Schultz die Wende nicht herbeigeführt hat. Der Punkteschnitt von 0,86 ist der zweitschlechteste der aktuellen Bundesliga-Trainer. Wirklich erfolgreich ist die Arbeit des Coachs nicht. Darüber hinaus ist es auch nicht sicher, ob Keller bleibt. Der Vorstand steht offenbar noch hinter dem Sportdirektor. Doch einige der Fehleinschätzungen, die zur Krise in dieser Saison geführt haben, gehen auf Keller zurück. Auch der Vorstand hat nicht alles richtig gemacht. Rücktritte wird es aber nicht geben. Die Vorstandswahlen finden 2025 statt.

Wie wahrscheinlich ist ein direkter Wiederaufstieg?

Das ist natürlich rein hypothetisch. Fakt ist aber, dass die Kölner wohl trotz des Abstiegs als einer der finanzstärksten Clubs in der 2. Liga spielen werden. Allerdings können die Geißböcke im Sommer mit dem Budget auf dem Transfermarkt nicht sonderlich viel anfangen. Die Transfersperre macht Neuverpflichtungen nicht möglich, es wird aber Abgänge von Leistungsträger geben. Auf der anderen Seite sparen die Kölner Geld ein, dass sie dann im Winter auf dem Transfermarkt nutzen können. Dass der Aufstieg aber kein Selbstläufer ist, zeigt das Beispiel des HSV, der über ein ähnliches Budget wie der FC im Abstiegsfall verfügen soll. Die Rothosen versuchen seit 2018 wieder das Oberhaus des deutschen Fußballs zu erreichen. Die Konkurrenz ist mit Schalke, Düsseldorf und Hertha BSC auch im kommenden Jahr alles andere als ohne.

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Zurück im Formtief?

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Zurück im Formtief?

Gegen den SV Darmstadt lieferte nahezu die gesamte Kölner Mannschaft ein erschreckend schwaches Bild ab. Auch Faride Alidou und Sargis Adamyan erwischten einen rabenschwarzen Tag und erinnerten an ihre schlechtere Phasen.

Sargis Adamyan und Faride Alidou galten noch vor wenigen Wochen als Beispiele für eine positive Entwicklung, die Timo Schultz aus seinen Spielern herauskitzeln kann. Am Samstag deutete viel darauf hin, dass auch die beiden Akteure wieder in der Krise angekommen sind. Sind die beiden FC-Spieler zurück in der Krise?

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Nein, in den Rechtfertigungsmodus wollte Christian Keller am Sonntag im Sport1-Doppelpass wirklich nicht verfallen. Der 46-Jährige zeigte sich selbstkritisch, gestand sich Fehler und Fehleinschätzungen ein. Die Kritik an seinem Trainer wollte der Sportdirektor aber dann doch nicht einfach so stehen lassen. Etwa, dass Steffen Baumgart einen besseren Punkteschnitt eingefahren habe, wie der Europameister von 1996 Steffen Freund behauptete. Tatsächlich liegt der von Schultz bei 0,83, Vorgänger Baumgart erzielte 0,69 Zähler – in der aktuellen Spielzeit. Freund war offenbar von den zweieinhalb Jahren beim FC ausgegangen. Die Entscheidung für Schultz „war eine ganz klare Inhaltsentscheidung“, sagte Keller, der betonte, dass die aktuelle Krise sicher nicht am Trainer liege. „Er kommuniziert gut mit der Mannschaft und hat auch etliche Spieler wie Faride Alidou oder Sargis Adamyan wieder deutlich näher herangeführt“, nannte Keller einige positiven Aspekte.

Alidou nach 45 Minuten vom Platz

Dabei erwischten auch die beiden genannten Akteure am Samstag einen rabenschwarzen Tag – nicht den ersten. Alidou sprang schon nach wenigen Minuten der Ball aus kurzer Distanz ins Gesicht. Der Offensivspieler wurde länger behandelt, frei von der Leber, wie es sich Schultz gewünscht hatte, spielte der 22-Jährige anschließend nicht mehr. Zwar traf der Offensivspieler noch den Pfosten, doch wieder einmal hatte Alidou große Probleme beim ersten Kontakt, ließ Bälle verspringen, schoss sich selbst an und damit den Ball unbedrängt ins Aus. Nach 45 Minuten war bereits Schluss für den Außenbahnspieler und anscheinend nicht aufgrund des frühen Ballkontakts.

Sein Nachfolger Linton Maina hatte einen ähnlichen Zugriff aufs Spiel – so gut wie keinen. Auch gegen die Bayern blieb Alidou blass, vergab eine große Kopfballchance, gegen Augsburg blieb der 22-Jährige ebenfalls hinter seiner Top-Leistung, die er in dieser Saison zweifelsohne schon gebracht hat. Immerhin kommt Alidou auf vier Saisontore.

Adamyan glücklos

Erst ein Saisontor erzielte dagegen Sargis Adamyan. Das beim 1:5 gegen RB Leipzig, gegen den FC Augsburg bereitete der Offensivspieler zudem das Tor von Davie Selke vor. Gegen Leverkusen setzte Schultz etwas überraschend auf den Armenier in der Startelf. Adamyan lieferte, verpasste das Tor mit einer Art Seitfallzieher nur knapp. Allerdings scheint „nur knapp“ zunehmend zum Problem des Angreifers zu werden. Auch am Samstag verfehlte Adamyan gleich mehrfach knapp. Einmal sogar nachdem er den Darmstädter Keeper und ehemaligen FC-Akteur Marcel Schuhen bereits hinter sich gelassen hatte. Immerhin stand der Angreifer nur knapp im Abseits. Dennoch hätte der Ball im Gehäuse liegen müssen. Genauso wie bei der Kopfballchance gegen die Bayern in der Vorwoche. Gerade gegen die Lilien erinnerte Adamyan wieder an der Stürmer vergangener Tage.

Jenen Stürmer, der für zwei Millionen Euro nach Köln gekommen, mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet worden war und dann mit einer rätselhaften Form und erstaunlichen Leistungen keinen Stich landete. Unter Schultz blühte Adamyan kurzfristig auf. Immer wieder betonte der Trainer, dass der Armenier genau wisse, wo das Tor stehe. Dafür ist die Ausbeute von einem Treffer recht mager. Vor einigen Wochen deutete noch viel darauf hin, dass Schultz möglicherweise eine Tugend seines Vorgängers übernommen habe: Der Trainer erweckte den Eindruck, er könne Spieler aus einer Formkrise herausholen. Momentan deutet dagegen viel auf eine Momentaufnahme. Denn auf konstant hohem Niveau spielt auch unter Schultz einzig Jeff Chabot. Das hat er aber auch schon unter Steffen Baumgart.

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Ein besonders bitteres Comeback

1. FC Köln: Mark Uth feiert ein bitteres Comeback
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Ein besonders bitteres Comeback

Nach vier Monaten Pause kehrte Mark Uth am Samstag wieder zurück ins Spielgeschehen. Doch die 0:2-Pleite gegen Darmstadt war besonders bitter für den 32-Jährigen. Es droht der Abstieg mit seinem Heimatverein. Einen Vertrag für die 2. Bundesliga soll Uth nicht haben.

In der 80. Minute gegen den SV Darmstadt kehrte er nach vier Monaten zurück aus Feld des 1. FC Köln: Mark Uth feiert ein bitteres Comeback beim 0:2. Es war bereits die dritte Rückkehr in dieser Spielzeit.

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Auf den Tag genau vier Monate hatte Mark Uth auf diesen Moment hingefiebert, die vergangenen Wochen hart hingearbeitet. Am Samstag feierte der Angreifer vier Monate nach seinem letzten Einsatz bei der 0:2-Niederlage gegen Union Berlin, dem letzten FC-Spiel von Steffen Baumgart, sein Comeback. Es war ein besonders bitteres. Denn mit großer Wahrscheinlichkeit haben die Kölner das entscheidende Duell im Abstiegskampf verloren. „Wir verlieren mit einem sehr sehr schlechten Auftritt hier zu Hause 2:0 gegen Darmstadt“, sagte der Offensivspieler. „Das Spiel mussten wir unbedingt gewinnen. Wir sind sehr enttäuscht.“ Uth hatte nach seiner Einwechslung kaum noch einen Impuls auf die Begegnung, allerdings spielte der gebürtige Kölner auch in einer absolut verunsicherten Mannschaft, die offenbar selbst den Glauben schon verloren hatte.

Uth findet deutliche Worte

Dementsprechend deutlich waren die Worte, die der Angreifer nach dem Duell auch fand. „Wir hatten Angst, den Ball zu fordern, wir wollten den Ball nicht haben“, sagte Uth. Eine Erkenntnis, die wohl sämtliche Fußballexperten teilten. „Wir haben nicht den Fußball gespielt, den wir normalerweise spielen können. Auch im Training, manchmal spielen wir da ein Tiki-Taka, da denke ich mir „Wahnsinn“ und dann gehen wir hier raus und haben Angst.“ Uth forderte die Bälle, kam noch auf 15 Ballkontakte. Ein ordentlicher Schnitt. Zum Vergleich kam beispielsweise Sargis Adamyan in 90 Minuten auf 30 Ballkontakte. Mehr als eine Torschussvorlage sprang für den 32-Jährigen aber auch nicht raus. Uth konnte dem FC nicht mehr den nötigen Impuls geben, das Spiel noch einmal zu drehen.

Kommentar

Spielbericht

Nicht so, wie im Oktober im vergangenen Jahr. Auch damals feierte der Angreifer sein Comeback nach langer Pause. Im Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern kam Uth nach einer guten Stunde und veränderte die Balance, den Lauf des Spiels gravierend. Nach Vorarbeit von Benno Schmitz traf Uth zum 2:3 und ließ zumindest für wenige Minuten die Hoffnung auf ein Weiterkommen noch aufkeimen. Es reichte am Ende nicht. Auch, weil der FC nach Platzverweisen gegen Florian Kainz und Eric Martel nur noch mit neun Mann spielte. Dieses Mal konnte der Angreifer dem Spiel keine Wendung mehr geben – obwohl er es versuchte.

Uth feiert bereits sein drittes Comeback

Für Uth ist es in dieser Saison bereits das dritte Comeback. Im Sommer meldete sich der Angreifer nach seinem Seuchenjahr zurück. Der 32-Jährige hatte schon vor der Vorbereitung hart gearbeitet, um zum Saisonstart fit zu sein. Das war er auch. Nur fiel der Stürmer bereits nach dem ersten Einsatz mit einer seltsam hartnäckigen Muskelverletzung lange aus. Es folgte das zweite Comeback im Herbst, bevor er sich im Januar das Innenband verletzte. Nicht wenige Fans befürchteten sogar das Karriere-Ende. Nun ist Uth wieder zurück – und das zu einem Saisonfinale, das nach dem 30. Spieltag verdächtig nach Abstieg aussieht.

Uth hat keinen Vertrag für die 2. Bundesliga, doch die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Angreifer beim FC bleiben würde. Noch kann der Abstieg verhindert werden. „Wir spielen jetzt gegen Mainz nächste Woche. Wenn wir so spielen, kriegen wir vier Dinger“, sagte Uth. Aber: „Wir müssen uns jetzt unter der Woche zusammenreißen und dann den Mut zusammennehmen und nach Mainz fahren. Wir haben nur noch eine Chance.“

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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Kommentar: Zu viele Fehleinschätzungen, zu wenig Qualität

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Kommentar: Zu viele Fehleinschätzungen, zu wenig Qualität

Nach dem 0:2 gegen den SV Darmstadt steuert der FC mit Vollgas dem Abstieg entgegen. Dass die Kölner noch die Chance auf den Klassenerhalt haben, ist einzig der Schwäche der Konkurrenz zu verdanken. In Köln reihen sich Fehleinschätzungen an Fehleinschätzungen. Das Ergebnis ist verheerend. Ein Kommentar.

Die Saison lief alles andere als rund für die Geißböcke. Mangelnde Voraussicht, Fehleinschätzungen der Lage und vielleicht sogar Blauäugigkeit im Bezug auf den Kader, das CAS-Urteil und die Stärke der Gegner rächen sich nun. Der Abstieg gerät in greifbare Nähe für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zum drohenden Abstieg.

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Als Timo Schultz am vergangenen Donnerstag auf die aktuelle Tabellensituation angesprochen wurde, setzte der Kölner Trainer sein gewohnt verschmitztes Lächeln auf und erklärte zwischen den Zeilen, dass sich der Blick schon nach dem Wochenende wieder lohnen könnte. Denn nach einem Dreier „sieht es in der Tabelle auch wieder anders aus“, hatte Schultz optimistisch erklärt. Nach dem desaströsen 0:2 gegen den SV Darmstadt hat sich die Tabellensituation für den FC in der Crunchtime nicht wesentlich verändert. Der Rückstand zum VfL Bochum beträgt immer noch fünf, der zu Mainz nun ebenfalls fünf Punkte, es gibt noch zwölf Zähler zu holen. Insofern ist der mittlerweile immerhin verhaltene Optimismus bei den Geißböcken zu verstehen. Die Kölner wären schlechte Profis, wenn sie nicht an den Klassenerhalt glauben oder diesen Glauben kommunizieren würden, so lange er rechnerisch noch möglich ist.

Irrtümer, Missverständnisse und Fehleinschätzungen

Nach dem Auftritt gegen Darmstadt fehlt aber wohl vielen, vermutlich nahezu allen FC-Fans jegliche Fantasie, wie die Geißböcke diese fünf Punkte aufholen wollen – selbst wenn Bochum oder Mainz die restlichen ausstehenden Begegnungen verlieren sollten. Dass der FC in dieser Verfassung am kommenden Sonntag mit einer ähnlichen Leistung etwas bei den Rheinhessen holt, ist mehr als nur unwahrscheinlich. Und dennoch bleibt ein Rest Hoffnung. Ein Rest, bei dem man sich aber alles andere als sicher ist, ob man ihn denn angesichts der widerkehrend schwachen Leistungen und Enttäuschungen überhaupt noch haben will. Das 0:2 gegen Darmstadt war spielerisch wohl die größte Ernüchterung, die sich der FC in dieser Saison geleistet hat. Schultz‘ Fehleinschätzung bezüglich der Tabelle aber meilenweit entfernt von der größten.

Vielmehr war das 0:2 das vorläufige Ende einer Aneinanderreihung von Irrtümern, Missverständnissen und Fehlannahmen, die die Geißböcke überhaupt erst in diese desaströse Situation gebracht, an den Abgrund der Liga geführt haben. Und da spielen die Scheinbilder vermeintlich guter Leistungen wie gegen Bochum oder die Bayern, der obligatorische Begriff der Augenhöhe nur eine untergeordnete Rolle. Zur Wahrheit gehört vielmehr, dass die Kette der Fehleinschätzungen spätestens mit der nicht adäquaten Nachbesetzung von Anthony Modeste im Sommer 2022 begann und mit dem gleichen Fehler ein Jahr später bei Jonas Hector und Ellyes Skhiri gnadenlos fortgesetzt wurde.

Die Idee, dass der aktuelle Kader bundesligatauglich sei, hat die Mannschaft in großen Teilen der Saison widerlegt. Kein Transfer hat so eingeschlagen, wie erhofft, den FC entscheidend weitergebracht. Dass der Sturm, wie von Christian Keller im Sommer kommuniziert, so „ganz okay“ sei, entspricht nicht gerade den desolaten 23 Treffern. Immerhin muss man den FC-Bossen zu Gute halten, dass sie einen Spagat zwischen wirtschaftlicher Sanierung und sportlicher Wettbewerbsfähigkeit absolvieren mussten. Gelungen ist der zumindest auf der einen Seite ganz offensichtlich nicht. Über den Sinn des Trainerwechsels ist es genauso müßig zu diskutieren, wie die Kapitänsbinde von Florian Kainz zu hinterfragen. Es ist rein spekulativ, ob es anders anders gelaufen wäre. Mit Sicherheit hätte ein Steffen Baumgart am Samstag in der Halbzeit aber eine andere Tonlage angeschlagen, um sein Team aufzuwecken.

Ungewisse Zukunft mit ungewissem Kader

Zudem gingen die Kölner das Thema Vertragsunterschrift Jaka Potocnik und die daraus resultierenden Folgen viel zu blauäugig an, hätten das Thema beenden müssen, bevor es zu einem geworden ist. Nicht wenige Experten haben genau dieses oder ein ähnliches Urteil erwartet, während die Kölner Verantwortlichen offensichtlich dem „Et hätt noch immer joot jejange“ verfielen. Das nicht Hamstern weiterer Spieler, weil man nicht künstlich den Kader aufblähen wolle, fällt den Geißböcken nun und auch im kommenden Sommer auf die Füße. Unterm Strich stehen 22 Punkte nach 30 Spieltagen, eine einjährige Transfersperre und eine ungewisse Zukunft mit ungewissem Kader.

Der FC steuert mit Vollgas und verdientermaßen dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Dass die Kölner trotz ihrer desolaten Leistungen und Punkteausbeute nach 30 Spieltagen noch immer keine unrealistische Chance auf den Klassenerhalt haben, ist einzig der Schwäche der Konkurrenz zu verdanken. Sollte der Abstieg tatsächlich vermieden werden, darf man sich getrost fragen, ob die Rückkehr der Leihspieler, das Implementieren von Nachwuchsspielern eine bessere Saison mit sich bringt oder nichts anderes als einen Abstieg auf Raten bedeutet.

Timo Schultz sagte am Samstag, dass eine Scheißegal-Mentalität vielleicht genau der richtige Ansatz für das Saisonfinale sei. Dafür, dass seine Spieler nun „alles rausbrettern“. Man würde es dem Trainer so gerne glauben. Die Sorge vor einer weiteren Fehleinschätzung ist aber mindestens genauso berechtigt. Und die Frage muss gestattet sein, ob Fehleinschätzungen in einem wirtschaftlichen Unternehmen folgenlos bleiben können.


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Stimmen zum Spiel

Jeff Chabot: Furchtlos, machtlos, ratlos

1. FC Köln: Nur Jeff Chabot stemmt sich gegen die Niederlage
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Jeff Chabot: Furchtlos, machtlos, ratlos

Die 2:0-Niederlage der Geißböcke gegen den SV Darmstadt 98 war geprägt vom ideenlosen und ängstlichen Auftreten der Mannschaft. Einzig Jeff Chabot agierte mutig und versuchte, seinem Team unter allen Umständen zu Punkten zu verhelfen. Dazu wurde der Innenverteidiger sogar kurzzeitig zum Stoßstürmer.

An Jeff Chabot hat die Pleite des FC sicherlich nicht gelegen. Wieder einmal nicht. Der Innenverteidiger avancierte gegen Ende der Partie sogar zu einer Art Stoßstürmer und hatte in der Nachspielzeit die wohl größte Torchance neben Faride Alidous Pfostentreffer auf dem Fuß. Doch Chabots Einsatz reichte nicht zu Punkten für den 1. FC Köln: Nur Jeff Chabot stemmt sich gegen die Niederlage.

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Es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als der Ball im Sechzehner noch einmal bei Jeff Chabot landete. Allerdings bekam der Innenverteidiger nicht im eigenen Strafraum die Kugel. Chabot hielt sich in der Schlussphase als eine Art Stoßstürmer fast ausschließlich in der gegnerischen Hälfte auf. In der 95. Minute setzte der Abwehrspieler zu einer Körperdrehung an, zog ab und verfehlte das Tor nur knapp. Es war die beste Chance seit dem Pfostenschuss von Faride Alidou. Es war die letzte Chance des Spiels. Und es war symptomatisch für den Spielverlauf, dass ausgerechnet ein Abwehrspieler den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatte. Dabei war es in gewisser Weise auch folgerichtig, denn auch bei dem desolaten Auftritt, dem wohl schwächsten der Saison, war Chabot der überragende Mann. Wie so oft in dieser Spielzeit.

Chabot zeigte sich furchtlos und spielstark

Überragend waren auch die Leistungswerte des Verteidigers. So kam der 26-Jährige auf 72 Prozent Zweikampfquote und belegte mannschaftsintern den ersten Platz. Nicht zu Unrecht, denn Chabot stellte sich dem Gegner immer wieder in den Weg, klärte und gewann den Kampf um den Ball. Doch das war nicht die einzige Stärke des Innenverteidigers. So zeigte Chabot auch in der Passtatistik (93,22 Prozent) mit Platz zwei hinter Linton Maina (93,75 Prozent), dass er auch für den Spielaufbau der Geißböcke extrem wichtig war. Zumal Chabot deutlich mehr Pässe spielte als Maina. Von 59 Pässen insgesamt fanden 55 den Weg zum Mitspieler. Das sonst so ängstlich wirkende Spiel des 1. FC Köln, die Verunsicherung und Ideenlosigkeit ließen sich bei Chabot am Samstagnachmittag nicht finden. Das reichte allerdings nicht, denn beim Rest der Mannschaft war der Druck, die Angst vor einer möglichen Niederlage gegen den Tabellenletzten im eigenen Stadion, vor den eigenen Fans zu groß.

Nach dem Duell erklärte der sichtlich mitgenommene Mark Uth: „Wir hatten Angst, den Ball zu fordern, wir wollten den Ball nicht haben. Wir haben nicht den Fußball gespielt, den wir normalerweise spielen können.“ Chabot hingegen schloss hinten die Lücken und mit zunehmender Spielzeit bewegte er sich mehr und mehr vor dem Tor der Darmstädter. Der Frust über vergebene Chancen war dem 26-Jährigen anzumerken. So malträtierte er den Rasen mit seiner Faust, trieb das Team an und versuchte alles in seiner Macht stehende, um dem FC doch noch Punkte zu bescheren. An Chabot lag die bittere Niederlage jedenfalls nicht. Nach dem Spiel zeigte sich ebenfalls Chabot als Vorreiter, ging voran und hatte eben auch hier keine Angst, sich den wütenden Fans zu stellen, die der Mannschaft ihren Unmut lautstark entgegen brachten. Dabei ist Chabot ohnehin nicht viel vorzuwerfen. Der Abwehrspieler ist seit Sainsonbeginn der beste Kölner Feldspieler. Nicht umsonst gibt es mittlerweile zahlreiche Interessenten an dem Abwehrspieler. „Jeff Chabot ist der einzige Spieler, der über die gesamte Saison Kontakt seine Leistung bringt“, adelte Christian Keller den 26-Jährigen am Sonntag im Doppelpass.

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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Einzelkritik

Christian Keller: „Bevor die Mannschaft kritisiert wird, muss ich kritisiert werden“

Das sagt Christian Keller nach der bitteren 0:2-Pleite
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Christian Keller: „Bevor die Mannschaft kritisiert wird, muss ich kritisiert werden“

Im Sport1-Doppelpass äußerte sich Christian Keller zu der bitteren 0:2-Pleite gegen Darmstadt, der vergebenen und gebliebenen Chance und der Situation bei einem möglichen Abstieg.

Nach der 2:0-Niederlage am Samstagnachmittag gegen den SV Darmstadt 98 steht der FC vor einer unsicheren Zukunft. Der Klassenerhalt ist zwar rein rechnerisch noch nicht verloren, die Leistung der Mannschaft allerdings gibt momentan wenig Grund zu großen Hoffnungen. Das sagt Christian Keller nach der bitteren 0:2-Pleite.

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Bereits am Samstagabend trat Christian Keller gezeichnet vor die Journalisten. Das 0:2 hatte dem Sportdirektor sichtbar zugesetzt. Der Eindruck hatte sich auch bis zum Sonntagmorgen nicht verflüchtigt, als der Kölner Sportdirektor beim Sport1-Doppelpass zu Gast war. Die Niederlage hatte der 46-Jährige offenbar noch nicht verdaut. „Es war ein ganz bitterer Nachmittag für uns. Wir wussten, dass wir mit drei Punkten aus dem Spiel wieder eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit haben, wieder sehr nah an den Relegationsplatz und sogar an den direkten Nicht-Abstiegsplatz heranzukommen“, sagte Keller. „Was wir dann auf dem Platz gebracht haben, war zu wenig oder wenn ich es härter ausdrücken soll: es war einfach nicht bundesligatauglich.“

Keller: „Es gibt keine Alternative zum Optimismus“

Natürlich ist auch Keller bewusst, in welcher Situation der FC steckt. „Die Fakten sind nicht von der Hand zu weisen. Am Schluss zählt im Fußball das Ergebnis. Und das war nicht ausreichend“, sagte Keller, fand aber auch einen Hoffnungsschimmer: „Es gibt keine Alternative zum Optimismus. Wir haben noch vier Spiele.“ Nun fahre man nach Mainz und wenn die Rheinhessen am Sonntag nicht punkten sollten, hätte man durchaus die Chance, „wieder ganz nahe heranzurücken“. Allerdings fehlt nach der 0:2-Pleite gegen Darmstadt die Phantasie, wie das gegen aufstrebende 05er gelingen soll. „Wir haben ein Spiel hergeschenkt, dass ein absolutes Muss-Spiel war. Mit dieser Leistung und wenn wir nicht einen Quantensprung machen, dann wird es nicht reichen.“

Tatsächlich spielten die Kölner gegen das Tabellenschlusslicht behäbig, ängstlich, ideenlos. „Wir waren in den Basics sehr schwach. Wenn ich die Ballannahme sehe, das Passspiel, auch die Bereitschaft den Ball zu fordern, dann waren wir da einfach total verängstigt“, sagte der Sportdirektor. „Wir hatten Angst vor der eigenen Courage und Angst, das Spiel zu verlieren. Das ist der falsche Weg. Eigentlich muss dich doch die Freude antreiben, etwas gewinnen zu können. Angst ist immer ein schlechter Wegbegleiter.“ Die Chance, dass die Geißböcke diese in den verbliebenen vier Spielen aus den Köpfen kriegen, ist wohl eher gering. Das sehen offensichtlich auch die Fans so. Denn erstmals kippte die Stimmung im Stadion richtig. Der Frust entlud sich vor allem in Richtung Keller.

Für den Sportdirektor nicht nur verständlich, sondern auch richtig. „Bevor die Mannschaft kritisiert wird, muss ich kritisiert werden. Ich bin am Schluss hauptverantwortlich“, sagte der Sportdirektor und räumte einmal mehr ein, dass es ihm nicht gelungen sei, Ellyes Skhiri und Jonas Hector adäquat zu ersetzen. „Fakt ist, der FC war in einer wirtschaftlichen Situation, in der du als sportlich Verantwortlicher nicht sagst, du kannst aus dem Vollen schöpfen, sondern wo der Auftrag war, spare einen erheblichen Anteil des Kaderbudgets ein, um darüber das wirtschaftliche Überleben zu sichern“, erklärte Keller. „Das haben wir getan. Hätte man mit dem massiv reduzierten Budget, das ganz klar im letzten Drittel der Liga anzusiedeln ist, hätte man da bessere Personalentscheidungen treffen müssen. Und der Frage muss ich mich stellen.“

Der FC hat drei Optionen

Allerdings bleibt der Sportdirektor dabei, dass die Qualität des Kaders eigentlich ausreiche. „Der Kader hat schon ein paar Spieler, die wenn Sie denn an ihr Limit gehen überdurchschnittlich gute Bundesliga-Qualität auf den Platz bringen können. Wir haben schon ein paar Jungs, die das könnten. Aus unterschiedlichen Gründen bekommen es die Spieler, die den Karren ziehen könnten aber nicht hin“, so Keller. „Wir haben eine Mannschaft, die es deutlich besser kann, als das was wir gegen Darmstadt geleistet hat. Die Frage ist, warum sind etliche Spieler unter ihrem Leistungsniveau.“ Keller betont, dass es definitiv nicht an Timo Schultz läge. Den Trainerwechsel wollte der Sportdirektor nicht groß kommentieren, betonte, dass er nicht in den Rückspiegel schauen wolle.

Unter dem Strich droht aber der Gang in die Zweitklassigkeit. Und der ist mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden. Keller sprach von etwa 40 Millionen Euro. Aber: „Der 1. FC Köln wird auch in der 2. Bundesliga in der Lage sein, sich aus eigener Kraft zu tragen und ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften“, so Keller. Dennoch befürchten viele Fans einen Ausverkauf der Leistungsträger oder eine Personalflucht im Falle des Abstiegs. Die Sorge konnte der Sportdirektor den FC-Anhängern auch nicht vollends nehmen: „Es ist so, dass der eine oder andere Spieler eine Ausstiegsklausel hat oder vielleicht auch keinen gültigen Zweitliga-Vertrag. Man muss schauen, was am Saisonende passiert.“ Aufgrund der Transfersperre wird der FC aber auch nicht viel am Kader verändern können. Der FC habe im Grunde drei Möglichkeiten: „Die eine Option ist, dass die Leihspieler zurückkommen. Die meisten machen es sehr sehr gut. Es kommen sechs Spieler zurück“, sagte Keller. „Dann haben wir geliehene Spieler. Sollten wir Kaufoptionen haben, dann wäre es auch da statuarisch möglich, diese zu ziehen. Und die dritte Option ist es, mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs zu arbeiten. Mehr Optionen gibt es nicht.“  

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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Frust und Ratlosigkeit nach desaströser Pleite

Die Leistung des 1. FC Köln macht wenig Hoffnung auf mehr
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Frust und Ratlosigkeit nach desaströser Pleite

Nach dem 0:2 gegen den SV Darmstadt steht der 1. FC Köln einmal mehr am Abgrund zur 2. Bundesliga. Auf ein Wunder mögen nach der desaströsen Leistung wohl nur wenige hoffen.

Für den Trainer Timo Schultz und seine Mannschaft war ein Sieg gegen den Tabellenletzten eigentlich gesetzt. Mit dem Dreier wollten sie die Tabellensituation verbessern. Der Druck schien allerdings zu groß für die Spieler des 1. FC Köln. Die Angst war dem ideenlosen und gelähmt wirkenden Spiel anzusehen. Die verbleibenden vier Duelle muss der FC eine andere Leistung bringen, um noch punkten zu können.

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Timo Schultz wirkte seltsam konsterniert und doch irgendwie angefasst, als er seine Spieler nach dem 0:2 gegen den SV Darmstadt noch auf dem Feld zu einem Kreis zusammenrief. Der Blick der Spieler war ähnlich leer. Auch, als sich die Akteure nach der vermutlich mutmachenden Ansprache des Trainers den deutlichen Worten der Fans in der Südkurve stellten, waren die Blicke leer. Ratlosigkeit, Enttäuschung, Frust spiegelte sich in jedem einzelnen Gesicht wider. „Das Spiel mussten wir unbedingt gewinnen. Wir sind sehr enttäuscht“, sagte der sichtbar ergriffene Mark Uth später. Tatsächlich hätten die Geißböcke das Duell gegen Darmstadt gewinnen müssen, um sich wieder an Mainz und Bochum heranzuschieben. Gegen den Tabellenletzten war wohl nicht nur ein Großteil der Fans von drei Punkten ausgegangen. Doch daraus wurde nichts. „Heute war das qualitativ nicht ausreichend“, sagte Christian Keller.

Uth: „Wir hatten Angst, den Ball zu fordern“

Denn anders als noch gegen die Bayern erspielten sich die Kölner nur wenige gute Chancen. Faride Alidou traf nach knapp 20 Minuten den Pfosten, weitere zwingende Möglichkeiten hatten die Kölner im ersten Abschnitt nicht mehr. Da auch Darmstadt nicht sonderlich viel für die Vorwärtsbewegung tat, war die Begegnung über nahezu 90 Minuten das Spiegelbild der Tabellensituation. „Das war ein bitterer Auftritt von uns gegen einen überschaubar guten Gegner. Wir haben uns 95 Minuten einfach nicht getraut, vernünftig Fußball zu spielen“, erklärte Keller und benannte das Kernproblem der Kölner: die Angst. Der FC spielte wie gelähmt, behäbig, ideenlos, ängstlich. Und das gegen eine Mannschaft, die bis dahin erst zwei Saisonsiege gefeiert, aber 72 Gegentore kassiert hatte. Gegen Köln kam kein weiteres hinzu, weil Köln kein Mittel fand. Auch mit der Brechstange wollte nach dem 0:1 nicht mehr viel gelingen.

Schultz setzte auf die volle Offensive, brachte sogar für die letzten Minuten Mark Uth. Die besten Chancen im zweiten Abschnitt hatte vielsagend Jeff Chabot. Zunächst nahm der erschreckend schwach aufspielende Sargis Adamyan dem Abwehrchef den Ball vom Fuß, anschließend verfehlte der Innenverteidiger mit einem Drehschuss. Ansonsten kamen die Flanken nicht an, die Distanzschüsse verfehlten das Ziel, die Versuche aus kurzer Entfernung das Tor. Der FC war dieses Mal von einem Wunder wie gegen Bochum Lichtjahre entfernt. „Wir hatten Angst, den Ball zu fordern, wir wollten den Ball nicht haben. Wir haben nicht den Fußball gespielt, den wir normalerweise spielen können“, suchte auch Uth nach einer Erklärung. „Wenn du Angst hast vor dem Verlieren, dann wird es schwierig, irgendwann mal ein Spiel zu gewinnen.“ So warnte der Offensivspieler auch davor, sich mit einer ähnlichen Leistung gegen Mainz „Vier Dinger“ zu fangen.

Schultz: „Es sind noch genug Punkte im Sack“

Und obwohl das 0:2 wenig Anlass zur Hoffnung bot, noch nicht einmal eine Idee aufzeigte, wie sich Köln noch aus der Affäre ziehen kann, wollte Schultz den Klassenerhalt noch nicht abhaken. „Es sind noch genug Punkte im Sack, um eine Mannschaft vor uns einzuholen. Aber dafür brauchen wir eine andere Leistung“, sagte der Trainer, gab aber auch zu, dass die Leistung von Samstag nicht reichen würde. „Vielleicht ist das genau die Situation, die den Jungs den letzten Umschwung bringt, dass sie einfach sagen: ,Okay, jetzt ist auch alles egal, wir gehen jetzt einfach in jedes Spiel und brettern alles raus.'“ Vor dem Duell gegen Darmstadt sprach der Trainer noch davon, dass sich die schlechte Tabellensituation schon nach dem Spiel gegen die Lilien verändern würde. Schultz wird der Blick auf das Tableau nicht gefallen.  

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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