Jonas Hector: „Man kann keinem einen Vorwurf machen“

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Jonas Hector: „Man kann keinem einen Vorwurf machen“

Jonas Hector verfolgte die 0:1-Niederlage des 1. FC Köln gegen Werder Bremen am Freitagabend im Stadion. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ äußerte sich Hector zum FC, aber auch zu den Fan-Protesten und der Baller League.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Kölner über das vergangene Fußball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zur 0:1-Niederlage des FC, der Baller League und den Fan-Protesten in den Stadien der Bundesliga.

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Beim 1. FC Köln blickt man auf ein enttäuschendes Wochenende zurück. Und das nicht nur wegen der 0:1-Niederlage. „Es war insgesamt ein sehr ernüchterndes Wochenende für den FC. Es hat ja im Grunde jeder gewonnen, der nicht hätte gewinnen dürfen. Das war traurig“, sagt auch Jonas Hector in seinem Podcast „Schlag und fertig“. Tatsächlich hatte mit Union Berlin, Mainz und Bochum die direkte Konkurrenz gepunktet. Mit dem Comedian Fabian Köster, bekennender FC-Fans, sprach der ehemalige Kölner Kapitän unter anderem über den FC und die Begegnung von Freitagabend. „Was mich daran stört, dass man gefühlt keinem einen Vorwurf machen kann. Die Jungs hauen alles rein. Es ist ja nicht so, dass sie abschenken oder nix machen“, sagte Hector. „Der Trainer kriegt es auch hin, dass man nach hinten auch stabil ist und wenig zulässt. Aber nach vorne geht eben… . Das ist das Traurige an der Sache.“

Jonas Hector: „Ich würde lieber Fußball gucken“

Im Gegenteil dazu, spielt Bayer Leverkusen aktuell in anderen Sphären. Die Werkself ist mittlerweile seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen, führt die Tabelle souverän an. „Wenn man so spielt, dann hat man es auch verdient. Wenn sie es denn über die Saison halten“, sagt Hector und mahnt gleichzeitig. „Man weiß ja nie was passiert. Es ist nun mal Fakt, wie man es ja auch im letzten Jahr bei Dortmund gesehen hat: Die hatten es die letzten drei Spieltage in ihrer Hand und die Bayern haben es trotzdem gezogen. Ich trauen den Bayern auch in dieser Saison zu, dass die da nochmal rankommen.“ Die Verantwortlichen des Rekordmeisters gaben am Mittwoch bekannt, dass das Engagement von Thomas Tuchel als Trainer bei den Bayern im Sommer frühzeitig endet. Der Podcast wurde am Montagmorgen aufgenommen.

Hector äußerte sich auch zu den Fan-Protesten in den Stadien: „Für mich ist das nicht unterhaltsam“, sagte der 33-Jährige. „Die DFL versucht ein Stückweit wettbewerbsfähig zu bleiben und versucht, mehr Maßnahmen zu treffen um mehr Geld reinzubekommen. Um auch gegenüber anderen Ländern konkurrenzfähiger zu sein. Die Frage ist natürlich, wie man an diese Gelder kommt.“ Das könne Hector verstehen, betonte er. „Der Weg wie es kommuniziert wurde, ist nicht gut. Man kann sich da viel schneller und besser annähern. Mir macht es jetzt nicht unbedingt Spaß, die Konferenz am Samstagmittag zu gucken, weil es keine Konferenz mehr ist. Ich würde lieber Fußball gucken“, sagte Hector und wies auch auf Schwierigkeiten hin. „Ich hab mit dem ein oder anderen Kontakt gehabt, der auf dem Feld steht und der sagt, dass es wirklich schwierig ist. Gerade wenn es so lange Pausen sind. Wenn ein Spiel gerade auch für dich läuft und die halbe Stunde Pause hast, dann verlierst du deinen Rhythmus.“

Jonas Hector: „Da sehe ich mich nicht“

Ein weiteres Thema ist die von Lukas Podolski und Mats Hummels initiierte Baller League. Während Fabian Köster nichts mit dem Hallenturnier anfangen kann, gab Hector zu ab und an, Zusammenfassungen zu schauen. Hector verwies auch auf den FV Endenich. Der Bonner Mittelrheinligist stellte Anfang der Woche fünf Spieler frei, die auch an der Baller League teilnehmen. Unter anderem verwies der Verein auch auf eine teils intensive Spielweise. Das sieht Hector ähnlich. Auch ein Grund, warum er selbst nicht spielen würde. „Das ist mediale Aufmerksamkeit, die sie da haben. Die hast du in der Oberliga nicht. „Das ist mir zu ambitioniert. Da sehe ich mich nicht. Da gucke ich lieber die Zusammenfassungen“, sagte der ehemalige Kölner Kapitän.


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Huseinbasic soll künftig für Bosnien-Herzegowina spielen

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Huseinbasic soll künftig für Bosnien-Herzegowina spielen

Im vergangenen Sommer nahm Denis Huseinbasic noch mit der DFB-Auswahl an der U21-EM teil, künftig soll er für die A-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina spielen.

Hat der 1. FC Köln schon im März einen weiteren A-Nationalspieler in seinen Reihen. Aktuell deutet viel darauf hin. Wie der bosnisch-herzegowinische Fußballverband (NFSBIH) heute mitteilt, kann Denis Huseinbasic künftig für Bosnien-Herzegowina spielen.

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Die Enttäuschung war Denis Huseinbasic im Sommer ins Gesicht geschrieben, als die U21 bei der Europameisterschaft sang- und klanglos in der Gruppenphase ausschied. Viel hatte sich die Mannschaft von Antonio Di Salvo vorgenommen, am Ende stand das bittere Aus. Auch Denis Huseinbasic blieb weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Seit dem ist der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln aus dem U21-Zyklus herausgewachsen. Das DFB-Trikot wird der 22-Jährige wohl ohnehin nicht mehr tragen. Denn laut dem NFSBIH soll Huseinbasic künftig für die Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas auflaufen. „Heute erhielten wir die offizielle Bestätigung, dass Denis Huseinbašić für die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina spielen kann“, heißt es in der Meldung des Verbandes.

Spielt Denis Huseinbasic die EM-Playoffs im März?

Der im hessischen Erbach geborene Mittelfeldspieler feierte im November 22 sein Debüt im National-Dress gegen Italien. Damals erzielte der Mittelfeldspieler sein erstes Tor, im zweiten Duell im März 23 legte Huseinbasic gegen Japan nach. Ziemlich genau ein Jahr später könnte der 22-Jährige sein Debüt in der A-Nationalmannschaft geben. Bosnien-Herzegowina tritt dann gegen die Ukraine an. Und das in den Playoffs für die EM. Für Huseinbasic steht also möglicherweise die Europameisterschaft im eigenen Land auf dem Plan. Im vergangenen Jahr buhlte Bosnien bereits um die Gunst des Spielers. Zvjezdan Misimovic, Technischer Direktor des NFSBIH legte sich fest, Huseinbasic würde zu 100 Prozent für Bosnien spielen. Damals sagte der Kölner Youngster aber gegenüber dem „Express“: „Wenn ich die EM spiele (U21, Anm.d.Red.), ist es vorbei“, betonte der Mittelfeldspieler damals. „Mein Ziel ist es für die A-Nationalmannschaft zu spielen, das traue ich mir in den nächsten Jahren zu.“

Nun scheint die Entscheidung für das Heimatland seiner Eltern gefallen zu sein. “ Ich bin zur Hälfe Deutscher, zur Hälfe Bosnier, spreche die Sprache und bin in dieser Kultur aufgewachsen“, hatte Huseinbasic 2022 betont. Nun geht es für Huseinbasivc möglicherweise gegen die Ukraine am 21. März um das Endspiel für das EM-Ticket. Sollte Bosnien gewinnen folgt noch das Endspiel gegen den Sieger der Partie Israel gegen Island. Für den FC wäre es aktuell einer der wenigen A-Nationalspieler. Zuletzt waren nur Florian Kainz und Mathias Olesen mit ihren Mannschaften unterwegs. Olesen ist aktuell an Yverdon Sport FC verliehen. Dejan Ljubicic liebäugelt ebenfalls noch mit einer Rückkehr in den EM-Kader.


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Die FC-Karnevalssitzung in Bildern

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Die FC-Karnevalssitzung in Bildern

Am Dienstagabend fand die alljährliche Karnevalssitzung des 1. FC Köln statt. Zwei Tage vor Weiberfastnacht hüllten sich die FC-Profis in verschiedene Kostüme.

Nach dem 2:0-Sieg gegen die Eintracht am Wochenende können die Kölner etwas Durchatmen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem anstehenden Spiel gegen Hoffenheim. Dennoch gab es die alljährliche Sitzung. Die FC-Karnevalssitzung in Bildern.

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Nach dem Sieg der Geißböcke am vergangenen Samstag betonte Trainer Timo Schultz im Anschluss an das Spiel, dass der Fokus dieser Woche trotz Karneval auf dem Hoffenheim Spiel liege. „Ich bin nicht hier, um Karneval zu feiern und ich werde nicht in Kölsche Euphorie verfallen. Ich gehe davon aus, dass die Spieler den Ernst der Lage erkannt haben“, sagte Schultz. Am Dienstagabend fand dennoch im Maritim die alljährliche Karnevalssitzung der Geißböcke stand. So verkleideten sich FC-Profis, Trainer und Vorstand. Am Mittwoch hat die Mannschaft trainingsfrei.

Im vergangenen Jahr machte auch Steffen Baumgart seine Erfahrungen mit dem Kölner Karneval und sagte damals „Der Karneval hat uns nicht gutgetan“, nachdem der FC am Karnevalssamstag 2023 gegen den VfB Stuttgart 0:3 verloren hatte. Auch in den folgenden Spielen konnte der FC nicht überzeugen und stürzte in eine Mini-Krise. Timo Schultz ließ die Mannschaft heute gleich zweimal zum Training antreten. Die Marschrichtung ist klar. „Ich werde am Dienstag sicherlich die FC-Sitzung genießen und freue mich auf die Zeit – aber ich bin hier, um mit der Mannschaft zu trainieren und auch das Spiel am nächsten Sonntag in Hoffenheim erfolgreich gestalten zu können.“ Dann also: Kölle Alaaf!

FC-Karnevalssitzung in Bildern

Luca Waldschmidt, Davie Selke und Jeff Chabot
Jeff Chabot
Vorstand und Geschäftsführung
Jan Thielmann
Thomas Kessler
Timo Schultz
Philipp Pentke, Mathias Köbbing und Marvin Schwäbe
Eric Martel
Florian Kainz
Max Finkgräfe
Dominique Heintz
Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic
Markus Rejek, Philipp Türoff und Christian Keller
Davie Selke
FC Frauen
Damian Downs

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Denis Huseinbasic: „Uns ist es scheißegal, was die Gegner machen“

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Denis Huseinbasic: „Uns ist es scheißegal, was die Gegner machen“

Auch Denis Huseinbasic lebt unter Timo Schultz auf, ist wieder Stammspieler. Am Dienstag äußerte sich der 22-Jährige am Rande des Trainings zu seiner Rolle und der Situation beim FC.

Seit fünf Begegnungen gehört Denis Huseinbasic wieder fest zum Stammpersonal des 1. FC Köln, spielte in diesen Begegnungen immer 90 Minuten (gegen Frankfurt nur 89). Das war so zu Beginn der Saison nicht abzusehen. Da suchte auch der 22-Jährige seine Form. Das sagt Denis Huseinbasic über seine Rolle und die Situation.

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Mit strahlendem Gesicht stand auch Denis Huseinbasic am Samstagabend vor der Südkurve und ließ sich von den Fans feiern. Der erste Sieg seit Anfang Dezember war schon „ein sehr schönes Gefühl“, sagte der Mittelfeldspieler am Dienstag nach der ersten Trainingseinheit, um dann aber, ähnlich wie sein Coach am Samstag, den Fokus schon auf die kommende Begegnung zu richten. „Wir haben das schon wieder abgehakt. Uns steht eine neue Woche bevor, mit einem neuen Spiel. Da wollen wir alles geben.“ Das ist auch weiterhin nötig. Zwar hat der FC inklusive seines Umfelds nach dem 2:0 neue Hoffnung geschöpft, die Ausgangslage in der Tabelle hat sich nicht dramatisch verbessert, wird sich aber am Mittwoch mit dem Nachholspiel zwischen der direkten Konkurrenz aus Mainz und Berlin aber auch wieder verschlechtert – unabhängig des Ausgangs.

Huseinbasic: „Wir fokussieren uns nur auf uns. Wir müssen Punkte holen“

Darüber macht sich der Kölner Mittelfeldspieler überhaupt keine Gedanken. „Wir fokussieren uns nur auf uns. Wir müssen Punkte holen. Da ist es scheißegal, was die Gegner machen“, sagt Huseinbasic. „Wir brauchen Punkte. Wir geben Gas, um am Wochenende den größtmöglichen Erfolg zu haben. Wir müssen bereit sein. Ich glaube, dass werden wir auch sein.“ Bereit ist auch der 22-Jährige, der nach seinem starken ersten Jahr in der Bundesliga in dieser Saison nicht so recht in Form kam. Die Vorbereitung lief eigentlich noch gut, aber: „Man muss schon sagen, dass die Spiele, die ich gespielt habe, nicht so gut waren“, sagt Huseinbasic. „Ich habe auf meine Chance gewartet.“ Und die hat der Spieler auch genutzt. Wie Faride Alidou oder Florian Kainz scheint auch Huseinbasic unter Timo Schultz wieder zu alter Form zu finden.

Seitdem Schultz die Fäden beim FC in der Hand hat, bildet der 22-Jährige gemeinsam mit Eric Martel das starke zentrale Duo im Mittelfeld, die Doppelsechs. Und scheint dort auch unangefochten zu sein. Vor allem die enorme Passsicherheit und die starke Übersicht sind Stärken des Youngsters, der sich als flexiblen Spieler sieht, der die Bälle verteilt, den Weg in die „Box“ sucht, aber auch druckvoll gegen den Ball agiert. Zurzeit weist der 22-Jährige mit über 90 Prozent die beste Passquote aller FC-Profis auf, läuft im Schnitt 11,8 Kilometer pro Spiel, ebenfalls mehr als seine Mannschaftskollegen. Aktuell scheint er die Nase gegenüber dem im Sommer so hoch gehandelten Jacob Christensen deutlich vorne zu haben. Und das soll auch so bleiben. „Ich spiele im Moment und versuche, auch weiterhin zu spielen. Ich gebe im Training alles, um mich jede Woche zu empfehlen“, sagt Huseinbasic.

Huseinbasic: „Das tut unserem Spiel gut“

Das Duo mit Martel schein für das Kölner Spiel jedenfalls gut zu passen. Eine genaue Aufteilung haben er und der Kapitän der U21-Nationalmannschaft nicht, sagt Huseinbasic, aber einen wichtigen Job. Denn für den jüngsten Erfolg ist auch die Kölner Doppelsechs mitverantwortlich. „Ich würde sagen, dass wir in manchen Phasen des Spiels einfach kompakter stehen, den Gegner kommen lassen und dann auf den Auslöser warten. Das tut unserem Spiel gut“, sagt der gebürtige Hesse. Am Sonntag steht das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim auf dem Spielplan. Eine schwere Aufgabe. Aber der Fokus liegt nur auf dem eigenen Team.


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Podolski: „Der einzige Faktor, der das Ganze am Leben hält“

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Podolski: „Der einzige Faktor, der das Ganze am Leben hält“

Am Rande der Baller League in Köln äußerte sich Mitorganisator Lukas Podolski zum 2:0-Erfolg über Frankfurt und die Rolle der Fans.

Mit dem 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt hat sich der 1. FC Köln eindrucksvoll in der Bundesliga zurückgemeldet. Die Begeisterung hielt sich bei einem in Grenzen: FC-Ikone Lukas Podolski sieht FC-Fans als Trumpfkarte.

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Nach dem verdienten 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag ist die Hoffnung beim 1. FC Köln und vor allem seinen Anhänger zurück. Der FC spielte sicher nicht wie ein Absteiger und befindet sich auf Tuchfühlung mit dem rettenden Ufer. Auch, wenn der Sieg gegen die Hessen durchaus verdient gewesen ist, hält sich die Begeisterung bei FC-Ikone Lukas Podolski in Grenzen. „Ich bin immer Fan, ich habe immer Hoffnung“, sagte Podolski am Montag am Rande seiner Baller League in Köln. „Das war jetzt keine sehr, sehr gute Leistung. Sie hatten etwas Spielglück mit den Roten Karten. Die Frankfurter haben zum Glück keinen guten Tag erwischt. Sonst war das ganz ordentlich.“ Ganz ordentlich reichte immerhin zum dritten Saisonsieg und das gegen einen hochgehandelten Gegner.

Podolski: „Ich glaube, die einzige Trumpfkarte sind die Fans“

Dementsprechend war der 38-Jährige zwar nicht vollends zufrieden mit der Leistung, umso mehr mit der Ausbeute. „Man muss auch mal wegkommen von diesem ‚Gut spielen‘ und ‚Gute Leistung‘. Am Ende zählen halt die Punkte – und die muss man jetzt sammeln“, erklärte Podolski und nahm auch Stellung zu der offenkundigen Sturmflaute der Geißböcke. „Es geht um Punkte und nicht darum, wie man spielt.“ Einen entscheidenden Faktor für den möglichen Klassenerhalt sieht der Weltmeister von 2014 ohnehin nicht auf dem Feld. „Ich glaube, die einzige Trumpfkarte sind die Fans“, sagte Podolski und schlug damit in die gleiche Kerbe wie in der vergangenen Woche Timo Schultz. Der Kölner Trainer sprach im Zusammenhang mit den Fans von einem entscheidenden Pfund. „Ich erinnere mich gerne an meine Zeit zurück, wo wir um den Abstieg gespielt haben – da ging es ganz anders am Geißbockheim und drumherum ab. Die letzten Jahre – oder vor allem auch dieses Jahr – sind die Fans, die Südkurve, der einzige Faktor, der das Ganze am Leben hält“, erklärte Podolski.

Podolski sieht Nachwuchs als richtigen Ansatz

Mittelfristig wird aber auch der Nachwuchs eine entscheidende Rolle spielen. Das sei ein richtiger Ansatz. Es ginge darum, „der Jugend eine Chance zu geben. Ich glaube, das ist man der Akademie und allen schuldig, weil daraus entstehen Spieler, die man irgendwann verkaufen kann oder die dann auch weiter Karriere machen können“, sagte Podolski. So wie aktuell Max Finkgräfe. Podolski liebäugelt damit, in Zukunft wieder eine Rolle beim FC einzunehmen. „Wir haben schon Ideen ausgetauscht, das finde ich sehr schön. Wenn das so weitergeht, kann ich mir gut vorstellen, dem 1. FC Köln in einer Position – näher am Verein als zuletzt – zu helfen. Nach der Karriere muss ich erst einmal entscheiden, was ich will“, sagte Podolski im Dezember dem TV-Sender Sky.


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TV-Experte sieht Finkgräfe auf dem Weg in die DFB-Elf

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TV-Experte sieht Finkgräfe auf dem Weg in die DFB-Elf

Er ist nicht nur eins der größten Talente des 1. FC Köln, seit Beginn des Jahres ist Max Finkgräfe konstant der beste Feldspieler der Kölner. Für Lothar Matthäus könnte der 19-Jährige die Antwort auf die Frage nach dem Linksverteidiger im DFB-Dress werden.

Im Spiel des 1. FC Köln am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt überzeugte der Youngster nicht nur die Fans und den Trainer Timo Schultz. Auch TV-Experte Lothar Matthäus lobte den 19-Jährigen für seine Spielweise und sah Max Finkgräfe als möglichen DFB-Elf Kandidaten.

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Wirklich gerne werden die FC-Fans die Worte von Lothar Matthäus vor einigen Wochen nicht gehört haben. Der TV-Experte und Weltmeister von 1990 war sich ziemlich sicher, dass die Geißböcke unter Timo Schultz nicht mehr die Kurve bekommen würden, den Gang in die zweite Liga antreten müssten. Am Samstag klangen die Worte des Rekord-Nationalspielers schon deutlich versöhnlicher – aus Kölner Sicht. Vor allem Max Finkgräfe wurde von Matthäus immer wieder hervorgehoben. Geradezu begeistert zeigte sich der TV-Experte und suchte den Vergleich zu Jonas Hector. „Man sollte immer schön den Ball flachhalten, es ist mein elftes Bundesligaspiel und mal gucken, was noch kommt“, sagte der Youngster. „Aber der neue Jonas Hector, das bin ich ganz sicher nicht.“

Matthäus mit Hinweis auf DFB-Elf

Doch Matthäus beließ es nicht bei dem Vergleich mit der Kölner Ikone. „Dann wieder Finkgräfe, wieder dieses Umschalten, wie er den Ball gewinnt, mit Geschwindigkeit nach vorne geht – das ist dieser Spieler“, stellte der 62-Jährige nach gut 70 Minuten fest. „Er kann auf jeden Fall Linksverteidiger. Mehr will ich mal dazu nicht sagen“, betonte Matthäus wiederum vielsagend und sprach dann nach dem Hinweis von Kommentator Wolff-Christoph Fuss, dass es nicht so viele Linksverteidiger gäbe, doch weiter: Zumindest nicht so viele „mit Ausweis, der dazu berechtigt, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen.“ Finkgräfe ein Fall für die DFB-Elf? Nach elf Einsätzen für den FC dürfte der Sprung zu Julian Nagelsmann bei allem Talent und Potenzial dann doch noch ein sehr großer sein. Zumal der Linksverteidiger nahezu unter dem Radar der Nationalmannschaft geflogen ist. Erst im Oktober war Finkgräfe erstmals auf Abruf in der U20. Einen Einsatz gab es nicht.

Das Thema Nationalmannschaft dürfte und sollte für Finkgräfe zurzeit noch weiter entfernt sein, als der Vergleich mit Jonas Hector. Dabei sind allerdings zwei Punkte nicht von der Hand zu weisen. Dass die Nationalmannschaft gerade auf den Außenpositionen dünn besetzt ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Hansi Flick entschied sich nicht umsonst für Spieler Joshua Kimmich oder Nico Schlotterbeck, die eigentlich auf anderen Positionen zu Hause sind. Mit Kai Havertz zauberte auch Julian Nagelsmann keinen etatmäßigen Linksverteidiger auf diese Position. Dabei gibt es natürlich auch starke Linksverteidiger wie Robin Gosens oder David Raum, die ihre Stärken vor allem in der Vorwärtsbewegung haben, in der Verteidigung in der Nationalmannschaft nicht immer ganz sicher wirkten. Benjamin Henrichs ist da schon deutlich stabiler. Die Außenverteidiger-Position ist sicherlich eine Baustelle der DFB-Elf, in der die Konkurrenz nicht so breit gefächert ist, wie im Zentrum.

Vergleich mit Hector ist nicht von der Hand zu weisen

Zudem spielt Finkgräfe tatsächlich eine bislang überragende Rückrunde. Schon gegen Dortmund sah der Linksverteidiger gegen Donyell Malen lange gut aus, gegen Wolfsburg war der 19-Jährige zweifelsohne bester Feldspieler. Finkgräfe hatte die meisten Ballkontakte und eroberte die meisten Bälle. Gegen Frankfurt schaltete sich der gebürtige Gladbacher zudem immer wieder in die Offensive ein, brachte Flanken, setzte seine Mitspieler gut in Szene und führte 70 Prozent erfolgreicher Dribblings durch. In der Defensive wirkt der 19-Jährige bereits überraschend souverän, in der Offensive kann er ein Faktor werden. Zwangsläufig erinnert Finkgräfe aktuell an Jonas Hector, der das Talent in seinem Podcast „Schlag und fertig“ ebenfalls lobte. Einen frappierenden Unterschied gibt es zwischen den Linksverteidiger dann offenbar doch: Finkgräfe erreichte gegen Frankfurt eine Höchstgeschwindigkeit von 34 km/h.

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Natürlich Alidou – wieder Alidou

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Natürlich Alidou – wieder Alidou

Mit seinem zweiten Treffer in Folge untermauerte Faride Alidou am Sonntag seine ansteigende Form. Und das ausgerechnet gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt.

Die Gelb-Rote Karte rausgeholt, die Kölner Führung erzielt: Faride Alidou dreht beim FC endlich auf. Für die Frankfurter Leihgabe war es bereits der zweite Treffer in Folge. Und das gegen Eintracht Frankfurt.

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Jubeln wollte er nicht. Zumindest zuckte Faride Alidou nach seinem Treffer gegen Eintracht Frankfurt nur kurz zusammen, um dann aber fast schon entschuldigend die Hände zu heben. Dabei hatte der Außenbahnspieler sehr viel für diesen Moment getan. Von der ersten Minute an ging der 22-Jährige keiner Eins-gegen-eins-Situation aus dem Weg, lief den Gegner immer wieder aggressiv an, zwang ihn zu Fehlern und brachte auch früh eine erste Flanke auf Dejan Ljubicic, der diese aber nicht nutzte. Auch, weil Ljubicic den Ball mit dem Schienbein traf. So wie später Alidou, dann aber mit besserem Ende. Und das gegen Frankfurt. „Das ist schon etwas Besonderes für mich, weil ich letztes Jahr sehr viel mit dem Verein erlebt habe und mit den Spielern sehr gut befreundet bin“, sagt Alidou noch vor dem Spiel gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber. „Ich bin gerade FC-Spieler und ich werde alles dafür tun, dass wir siegen.“

Schultz: „Er hatte einen großen Anteil daran“

Das tat der Offensivspieler, auch wenn weiterhin nicht alles rund lief. Vor allem der erste Kontakt gibt bei Alidou mitunter Rätsel auf. Oft wirkt der 22-Jährige dadurch unglücklich in seinen Aktionen. Glücklich war in gewisser Weise sein Treffer gegen Frankfurt, den Alidou eben mit dem Schienbein versenkte. Zwei Minuten zuvor hatte der Offensivspieler bereits entscheidenden Einfluss auf die Begegnung genommen. Niels Nkounkou griff Alidou im Fallen erst an den Arm, umklammerte dann das Bein der Frankfurter Leihgabe und lud Alidou damit zu einem Freifall ein. Schiedsrichter Timo Gerach blieb keine andere Wahl, als dem Verteidiger die Gelb-Rote Karte zu zeigen. Wiederum zwei Minuten zuvor hatte Nkounkou noch in höchster Not vor Alidou gerettet, sonst hätte der spätere Torschütze schon zu diesem Zeitpunkt genetzt.

So brachte Alidou den FC mit seinem Schienbeintreffer auf Erfolgskurs. Und das zum zweiten Mal in Folge, auch wenn in der Vorwoche Wolfsburg noch den Ausgleich erzielte. „Es freut mich für Faride, dass er jetzt sogar im zweiten Spiel hintereinander treffen konnte“, sagte Trainer Timo Schultz. „Seitdem ich hier bin, ist er sehr auffällig im Training. Er hat auch die Gelb-Rote Karte herausgeholt und hat einen großen Anteil daran, dass wir das Spiel gewonnen haben.“ Auch Christian Keller bescheinigte dem Außenbahnspieler gerade bei der Gelb-Roten Karte eine überragende Situation. Bei Alidou selbst scheint der Knoten geplatzt zu sein. Das Talent des Spielers ist unbestritten, seine Auftritte waren bis zum Winter dementsprechend rätselhaft. Das mache was mit einem, hatte der 22-Jährige noch unter der Woche gesagt.

Mit seinem zweiten Treffer für den FC hat Alidou bei 13 Einsätzen bereits mehr Tor erzielt als bei der Eintracht in der vergangenen Spielzeit (21 Spiele). Der 22-Jährige kam zum FC, um seiner Karriere einen Boost zu verleihen. Das sollte bislang nicht sein. An einer festen Verpflichtung im Sommer gab es Zweifel. Das Problem: Sollte Alidou beim FC so aufdrehen, dass er für die Kölner unabdingbar wird, besitzt Frankfurt immer noch das Rückkaufrecht und könnte die Kaufoption der Geißböcke kontern. Die Ablöse für den FC soll bei rund drei Millionen Euro liegen, die Rückkaufoption bei vier bis fünf. Möglicherweise hätten sich die Frankfurter Verantwortlichen am Samstagabend gewünscht, ein anderes Detail im Vertrag zu verankern: Dass Alidou gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber nicht aufläuft.

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Keller zur Transfersperre: „Dann ist klar, dass du einen Kardinalfehler gemacht hast“

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Keller zur Transfersperre: „Dann ist klar, dass du einen Kardinalfehler gemacht hast“

Unmittelbar nach dem 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt äußerte sich Christian Keller zum Erfolg der Geißböcke, aber auch zur Transfersperre.

Im Anschluss an das 2:0 des 1. FC Köln über Eintracht Frankfurt äußerte sich FC-Sportdirektor Christian Keller im ZDF. Der Kölner Sportdirektor sprach über den ersten Erfolg seit Anfang Dezember, aber natürlich auch über das Registrierungsverbot. Das sagt Christian Keller zur Transfersperre.

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Die Freude über den 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt, die Erleichterung nach dem ersten Dreier seit Anfang Dezember war den FC-Spielern, der Mannschaft, den Verantwortlichen verständlicherweise deutlich anzumerken. Die Wochen vor dem Jahreswechsel hatten es beim FC in sich, die Transfersperre wurde den Geißböcken am Deadline-Day noch einmal besonders schmerzhaft vor Augen geführt. Während die Konkurrenz aufrüstete, blieb den Kölnern am Donnerstag nur die Rolle des Zuschauers. Nun kollektives Aufatmen. „Die Jungs freuen sich. Wir haben lange Zeit nicht gewonnen, wir haben heute auch überzeugend gewonnen“, sagte Christian Keller im ZDF-Interview. „Aber die Wende zum Besseren wäre jetzt ein bisschen zu viel.“

Keller: „Wir wussten, dass es vor dem CAS schwierig wird, zu gewinnen“

Zumal die Transfersperre unabhängig des sportlichen Erfolgs nach wie vor wie ein dunkler Schatten über dem FC schwebt. Erst wenige Stunden vor dem Spiel gegen Frankfurt sorgte die Veröffentlichung des CAS-Urteils für neuen Zündstoff. „Wenn du eine Transfersperre kriegst, ist klar, dass du einen Kardinalfehler gemacht haben musst“, räumte der Kölner Sportdirektor ein. „Da war ein Fehler, wo man vielleicht sagen muss, muss man die Verpflichtung tätigen. Man hatte sich arbeitsrechtlich abgesichert. Das unternehmerische Risiko war dennoch zu hoch.“ Der FC hatte im Januar 2022 Jaka Potocnik unter Vertrag genommen, der am Tag zuvor seinen Kontrakt bei Olimpija Ljubljana gekündigt hatte. Die FIFA warf dem FC die Anstiftung zum Vertragsbruch vor und belegte die Kölner mit dem Registrierungsverbot.

Der FC ging gegen die Sperre vor. Am Ende wurde sie vom internationalen Sportgerichtshof bestätigt. Nun kann der FC bis zum Winter 24/25 keine neuen Spieler registrieren. Bei einem Abstieg droht der Abgang einiger Leistungsträger. „Wir wussten, dass es vor dem CAS schwierig wird, zu gewinnen“, sagte Keller nun. Worte, die sich auf der Mitgliederversammlung im September doch noch anders angehört hatten. „Aufgrund der Zeugenaussagen sind wir zuversichtlich, dass unsere Argumentation auf positives Gehör trifft und der CAS dann die Kündigung von Jaka als rechtsmäßig erachtet und die Spielsperre gegen den Spieler und die Transfersperre gegen den FC aufheben wird“, hatte FC-Vize Carsten Wettich damals gesagt. Nun ein anderer Ton. „Deswegen haben wir versucht, eine Vergleichslösung mit Ljubjana anzustreben. Das hat leider nicht funktioniert.“

Keller: „Im Endeffekt haben alle verloren“

Tatsächlich soll es mit dem slowenischen Klub fast eine Einigung gegeben haben. Wie mittlerweile bekannt ist, hat der FC Olimpija 500.000 Euro, weitere 250.000 Euro nach den ersten zehn Profi-Partien des Spielers geboten sowie eine zehnprozentige Beteiligung bei einem Weiterverkauf des Spielers. Und beide Seiten waren mit dem Deal wohl einverstanden.  So erklärte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff kurz nach der Urteils-Bestätigung, dass man einige Einigung erzielt habe, die aber aus unerklärlichen Gründen nicht zu Stande gekommen sei. „Im Endeffekt haben alle verloren“, sagte Keller am Samstag. „Wenn du als erster deutscher Verein eine Transfersperre kriegst, können wir sicherlich nicht sagen, dass wir den Sachverhalt richtig gelöst haben.“

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CAS-Urteil

Massenschlägerei nach dem Köln-Spiel

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Massenschlägerei nach dem Köln-Spiel

Im Anschluss an den 2:0-Erfolg des 1. FC Köln im Heimspiel gegen Frankfurt ist es zu Auseinandersetzungen in Köln-Bickendorf gekommen. Rund 100 Personen waren an der Schlägerei beteiligt.

Am Samstagabend ist es im Anschluss an die Bundesliga-Begegnung zwischen mutmaßlichen Anhängern des 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt gekommen. Das teilte die Polizei mit. Demnach habe es eine Massenschlägerei nach dem Köln-Spiel mit 100 Beteiligten gegeben.

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Wie die Kölner Polizei mitteilt, seien mehrere Menschen bei einer „Auseinandersetzung von mutmaßlichen Gewalttätern aus der Fußballszene“ in Köln-Bickendorf verletzt worden. Laut Polizei waren bis zu 100 Personen an der Schlägerei beteiligt. Gegen 20.30 Uhr ist es zu der Auseinandersetzung gekommen. Passanten verständigten die Polizei. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte rannten die Beteiligten der Schlägerei davon. Unter anderem flüchtete ein Großteil der Anhänger in einen Kölner Szenetreffpunkt in der Vogelsanger Straße. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Köln sperrte die Polizei das Umfeld um den Treffpunkt weiträumig ab. Dort seien die Beamten auf mehr als 30 Personen getroffen – teilweise verletzt. Laut Polizeiangaben wurde im Anschluss die Identität der Personen festgestellt, die den Treffpunkt dann verlassen durften.

Polizei nimmt Ermittlungen auf

Die von Zeugen vor Ort beobachteten mutmaßlichen Anhänger von Eintracht Frankfurt flüchteten unerkannt. Die Polizei Köln hat Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und Gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Derweil erhebt die Fanhilfe Köln Vorwürfe gegen die Polizei. „Polizeieinheiten der BFE und Einsatzhundertschaften halten sich seit drei Stunden auf dem Gelände eines Vereinsheims auf, haben die Räumlichkeiten aufgebrochen und durchsucht, während die aktive Fanszene in einem Polizeikessel festgehalten wurde“, heißt es in einem Tweet.  „Es ist richtig, dass die betroffenen Personen während der Kontrolle vor Ort festgehalten wurden. Einen Polizeikessel gab es aber nicht. Ein Anwalt war im Laufe des Einsatzes vor Ort, diesem wurde der Zugang zu den Räumlichkeiten auch gewährt“, sagte ein Sprecher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.  

Zeugen, die Hinweise zu der Auseinandersetzung geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei den szenekundigen Beamten der Polizeiinspektion 3 zu melden.

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In der Defensive konsequent, in der Offensive endlich erfolgreich

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In der Defensive konsequent, in der Offensive endlich erfolgreich

Die von Timo Schultz geforderte „Null“ stand beim 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt. Und auch in der Offensive funktionierte es endlich deutlich besser.

Der 1. FC Köln hat seit dem 1. Dezember erstmals wieder ein Spiel gewonnen, erstmals seit Oktober wieder im eigenen Stadion. Der FC verteidigte konsequent und traf gleich zweimal. Es geht aufwärts beim 1. FC Köln: So schlug sich der FC gegen Frankfurt.

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Timo Schultz war wieder ganz bei sich, als er zum Interview bei Sky auftauchte. Kurz zuvor hatte der Trainer noch mit seinen Assistenten und anschließend im Kreis mit der Mannschaft auf dem Rasen gestanden, die Freude über seinen ersten Dreier in der Bundesliga, den ersten Erfolg mit dem FC war offensichtlich. „Es sind nur drei Punkte. Wir schauen schon auch auf die Tabelle und wissen, dass wir Ergebnisse brauchen“, sagte der 46-Jährige wenig später und trat auf die Euphoriebremse, vermutlich nicht ahnend, was ein verdienter Erfolg über einen Favoriten in der Domstadt auslösen kann. Zwar gab Schultz seinem Team frei, aber nicht aufgrund des 2:0-Erfolgs über die Eintracht. Das Zauberwort dürfte wohl „Belastungssteuerung“ heißen. „Für mich entscheidend ist das Spiel am Sonntag und das haben die Jungs auch anhand des Trainingsplans gesehen“, so Schultz.

Schultz: „Ich freue mich vor allem über das zu Null“

Denn der Trainer weiß auch, dass der Erfolg nur ein kleiner Schritt auf dem Weg Richtung Klassenerhalt ist. Ein Schritt, mit dem zuvor aber nicht zwingend zu rechnen gewesen ist. Schließlich wird die Eintracht nicht grundlos als Champions-League-Kandidat gehandelt. Der Kader und die individuelle Qualität der Eintracht spielen in dieser Saison eigentlich in einer anderen Liga als der FC. Noch am Deadline-Day hatte Frankfurt noch einmal mit Sturmjuwel Huge Etikité nachgelegt, der Franzose saß gegen den FC aber zunächst nur auf der Bank. Doch trotz der Qualität des Gegners machten die Geißböcke die Warnung ihres Trainers von der ersten Minute an wahr. „Wir haben uns gut vorbereitet, dass wir drei Punkte hier behalten“, hatte der Coach gesagt und genau das zeigte seine Mannschaft.

Die Kölner Defensive stand kompakt, ließ die Millionen-Offensive um Sasa Kalajdzic und Co. so gut wie gar nicht zur Entfaltung kommen. Erstaunlicherweise kam der Ex-Kölner Ellyes Skhiri zu den besten Möglichkeiten in Durchgang eins. „Ich freue mich vor allem über das zu Null. Man kann daran schrauben, dass man mehr Tore schießt, oder du spielst zu Null. Das haben wir heute hervorragend gemacht. Die Mannschaft hat das sehr stabil verteidigt“, sagte Schultz. Vor allem Max Finkgräfe stach aus dieser Defensive wieder besonders hervor und verdiente sich von Experte Lothar Matthäus den Vergleich mit Jonas Hector. „Es ist mein elftes Bundesligaspiel und mal gucken, was noch kommt. Aber der neue Jonas Hector, das bin ich ganz sicher nicht“, sagte Finkgräfe. Der 19-Jährige nahm seine Gegenspieler aber konsequent aus dem Spiel, überzeugte mit sicherem Spiel unter Druck und leitete einige Möglichkeiten ein, unter anderem mit einem Freistoß das 1:0. Finkgräfe war wieder der beste Kölner Feldspieler (Hier geht es zur Einzelkritik).

Ausgerechnet Alidou

Doch Köln verteidigte nicht nur gut. Schon nach 60 Sekunden kam Jan Thielmann zum Abschluss, wenn auch aus Abseitsposition. Eine Viertelstunde kam der Youngster zur nächsten Möglichkeit. Der FC hatte ohnehin die deutlich besseren Chancen. Überhaupt fanden die Kölner in der Offensive deutlich mehr statt: 15:11 Torschüsse, 13:8 Flanken, 2:0 Tore. „Die Statistiken lesen sich ähnlich wie gegen Dortmund – nur ganz oben nicht, beim Ergebnis. Das ist für uns heute das Entscheidende“, sagte der Trainer und sein Gegenüber Dino Toppmöller ergänzte: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht die Aggressivität und Power auf den Platz gebracht, die wir uns vorgenommen hatten.“ In den ersten Minuten nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Frankfurt drückte auf die Führung. Doch das Tempo ließ auch schnell wieder nach und der FC sich nicht verunsichern.

Dennoch deutete viel daraufhin, dass das Bild dem der Vorwoche ähnelte. Die Kölner waren überlegen, hatten ihre Chancen, nutzen konnten sie diese aber nicht. Bis Niels Nkounkou die Frankfurter Leihgabe Faride Alidou von den Beinen holte, dafür die Ampelkarte sah und damit auch seinen Anteil am Gegentor hatte. Denn den Freistoß nutzten die Kölner zur Führung. Dejan Ljubicic schoss Alidou an, der zum 1:0 traf. Nun war eine Führung in den vergangenen Spielen nicht immer viel wert. Doch dieses Mal geriet der Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Auch, weil Jan Thielmann einen Konter zum 2:0 nutzte und Tuta ebenfalls den Ampelkarton sah. „Der Schlüsselmoment war sicherlich a) die Gelb-Rote Karte und b) daraus resultierend das Tor von Faride Alidou. Für uns war der Sieg verdient“, sagte Schultz. Nun ist der FC zumindest für einen Tag Rang 15 näher gekommen. „Doch ab Dienstag machen wir einen Haken dahinter, dann gilt der Fokus Hoffenheim – das ist das nächste Ziel“, sagte der Coach.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt


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