In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

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In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

Für Florian Kainz und Dejan Ljubicic verläuft die Saison alles andere als rund. Selbst der Trainerwechsel scheint keinen oder nur einen sehr kurzfristigen Einfluss auf die Leistungskurve der Spieler gehabt zu haben. Wie lange hält Timo Schultz an den beiden als Stammspieler fest?

Der 1. FC Köln befindet sich mitten im Abstiegskampf. Die Mannschaft braucht mehr denn je konstante Leistungen der Stammspieler. Doch zwei Leistungsträger der Vorsaison finden nach wie vor nicht zu alter Form der Vorsaison. Wie lange stehen Kainz und Ljubicic noch in der Startelf?

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Der Ausgleich der Kölner war am Samstag gegen den VfB Stuttgart noch keine drei Minuten alt, da trieb Dejan Ljubicic nach einer Balleroberung die Kugel Richtung gegnerischen Strafraum – Florian Kainz, Linton Maina und Jan Thielmann komplettierten die Vier-auf-drei-Situation. Doch Ljubicic spielte einen schlampigen Ball auf Kainz, der musste so das Tempo aus dem Konter nehmen. Der anschließende Abschluss vom nachgeeilten Faride Alidou strahlte angesichts der aufgerückten VfB-Abwehr keine große Gefahr mehr aus. Die Szene war symptomatisch für das Kölner Spiel. Denn auch gegen den VfB kreierten die Geißböcke einmal mehr viel zu wenige Chancen.

Kainz so gut wie gar nicht im Spiel

Dass es mit den Ballbesitzphasen und den Spielanteilen am Samstag für den FC gegen den VfB so eine, aber bestimmt keine große Sache werden würde, war angesichts des spielstarken Gegners schon vor der Begegnung klar. Dennoch versprach Timo Schultz in der vergangenen Woche, dass man versuche, Wege zu finden, um dem Gegner wehzutun. Der Plan ging nur in Teilen auf. Zwar hatten die Geißböcke neben dem Treffer von Eric Martel zwei weitere durchaus große Chancen durch Faride Alidou und Jan Thielmann, die Möglichkeiten resultierten aber zum einen aus einem Ausrutscher von Hiroki Ito sowie einem einfachen langen Pass von Rasmus Carstensen. Auch der Treffer von Martel fiel nach einem Standard.

Spielerisch war das Angebot der Kölner wieder überschaubar. Auch, weil einmal mehr zwei Leistungsträger der Vorsaison so gut wie gar nicht stattfanden. Kainz kam gegen den VfB auf erstaunliche 19 Ballkontakte, spielte zehn Pässe, von denen acht ankamen und führte vier Zweikämpfe, von denen er einen gewann. Einzig eine scharfe Hereingabe auf Thielmann sorgte für einen Hauch von Gefahr. Es blieb die einzige Flanke des FC-Kapitäns. Kainz hatte auch gegen den VfB keinen Zugriff auf die Partie, wirkte wie ein Fremdkörper. Der mögliche Effekt des Trainerwechsels scheint nur ein kurzfristiger gewesen zu sein. Seitdem Timo Schultz die Geschicke beim FC leitet, überzeugte Kainz nur gegen Heidenheim. Die Rolle als zweiter Stürmer neben Jan Thielmann stand dem 31-Jährigen nicht.

Gibt es Alternativen?

Positionsgetreu war Dejan Ljubicic im Mittelfeld zwar deutlich besser in das Spiel eingebunden, einen großen Effekt hatte er damit aber nicht auf die Partie. Zwar kamen immerhin ordentliche 86 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an, doch mehr als zwei ungefährliche Torabschlüsse standen auch nicht auf seiner offensiven Haben-Seite. Vermutlich würden die beiden Österreicher in Topform in zwei Drittel der Bundesliga-Teams einen Stammplatz finden, in der aktuellen Form stellen sich nicht wenige Fans die Frage, wie lange Schultz an den beiden Mittelfeldspielern festhält. Vor gut zwei Wochen hatte Timo Schultz die Bedeutung seines Kapitäns noch einmal hervorgehoben. Auch Steffen Baumgart hatte lange an Kainz festgehalten, für ihn die passende Rolle gesucht. Erst im Dezember vergangenen Jahres saß der 31-Jährige zwei Mal zunächst nur auf der Bank. Auch Ljubicic ist unter Schultz gesetzt, überzeugte aber bislang nur gegen Frankfurt mit zwei Vorlagen.

Noch im vergangenen Jahr fingen die beiden Mittelfeldspieler die Sturmflaute der Kölner mit auf. Wettbewerbsübergreifend erzielten die Nationalspieler Österreichs insgesamt 14 Tore und bereiteten 14 Treffer vor. In der aktuellen Saison sind es drei Tore und vier Assists. Und das liegt nicht nur an den fehlenden Stürmern. Laut dem Online-Portal ligainsider.de kreierte Florian Kainz in dieser Spielzeit ganze zwei Großchancen, Ljubicic immerhin sechs. In der Vorsaison führte Kainz die Liga in dieser Kategorie mit 17 Möglichkeiten an.

Dabei verfügt der FC über Alternativen – zumindest auf der Außenposition. Faride Alidou und Linton Maina saßen am Samstag zunächst nur auf der Bank. Auch ein Max Finkgräfe könnte eine offensivere Rolle spielen. Spätestens mit der Genesung von Davie Selke dürfte auch Jan Thielmann wieder eine Option für die Außenbahn sein. Aufgrund der Ausfälle von Mark Uth und Luca Waldschmidt spielte Kainz zuletzt wieder häufiger im Zentrum.


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Alidou, Kainz und Ljubicic – Schultz entwickelt sich zum Formfinder

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Alidou, Kainz und Ljubicic – Schultz entwickelt sich zum Formfinder

Zunächst Florian Kainz, dann Faride Alidou und nun Dejan Ljubicic – nach und nach finden die Kölner Profis wieder zurück zu alter Stärke. Und das auch Dank Timo Schultz.

Nach den schwachen Wochen des 1. FC Köln gegen Ende des vergangenen Jahres zeigt die Formkurve bei einigen Spielern momentan wieder nach oben. Die Neubewertung der Mannschaft durch Trainer Timo Schultz scheint dem ein oder anderen Aufwind zu geben. Die FC-Spieler finden wieder zu alter Form.

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Keine 150 Meter haben gefehlt und Dejan Ljubicic hätte am Samstagabend sogar Ellyes Skhiri in Sachen Laufleistung übertroffen. 11,89 Kilometer spulte der Kölner Mittelfeldspieler ab, war gefühlt überall unterwegs und das als Außenbahnspieler. Zudem suchte der Österreicher auch die meisten Abschlüsse – nach einer Flanke von Faride Alidou nach sechs Minuten noch dürftig. Kurz vor dem Seitenwechsel rauschte dann ein Ball knapp am Tor vorbei. Der nächste Abschluss landete unfreiwillig an Alidous Bein und dann im Tor. Kurz danach bereitete der 26-Jährige auch das 2:0 durch Jan Thielmann vor. Das erste Mal in dieser Saison riss der Österreicher das ab, was sich die Kölner Verantwortlichen seit dem Abgang von Ellyes Skhiri versprochen hatten. Ljubicic war ein absoluter Leistungsträger. „Das ist ein Spieler, der ein sehr großes Herz hat, extrem laufstark ist, sich aber auch clever zwischen den Linien bewegen kann“, sagte Timo Schultz: „Wenn er die Leistung bestätigen kann, haben wir einen Top-Bundesliga-Spieler hier im Kader.“

Zunächst aussortiert, jetzt Hoffnungsträger

Wenn er denn die Leistung bestätigen kann – und das ist alles andere als sicher. Bereits nach dem verdienten 3:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach, bei dem unter anderem die ebenfalls formschwachen Luca Waldschmidt und Florian Kainz aufblühten, war die Hoffnung groß, dass der Knoten geplatzt sei. War er aber nicht. Es folgte die derbe 0:6-Klatsche gegen RB Leipzig und das bittere Pokal-Aus gegen Zweitligist Lautern. Von Kainz‘ und Waldschmidts ansteigender Form fehlte genauso jede Spur wie von Ljubicics Normalform. Die Hoffnung, dass es sich nun um mehr als nur einen positiven Ausreißer handelt, liegt beim FC dieser Tage in den eigenen Reihen begründet. Denn Timo Schultz scheint bei den kleinen Stellschrauben, von denen er bei seinem Amtsantritt gesprochen hat, große Hebel gefunden zu haben. Gleich mehrere Akteure hat der 46-Jährige aus dem Formtief geholt.

Schultz erfüllt gerade auf beeindruckende Art und Weise genau den Job, für den wiederum Steffen Baumgart in den vergangenen beiden Spielzeiten gefeiert worden war. „Ich bin kommunikativ, ehrgeizig und möchte etwas entwickeln“, hatte Schultz bei seiner Vorstellung Anfang Januar gesagt und betont, dass er alle Spieler entwickeln wolle. Auch die Spieler, die unter Steffen Baumgart keine Chance mehr erhalten haben. Baumgart wiederum hatte im Podcast von Jonas Hector und Fabian Köster erklärt, dass ein neuer Trainer Spieler auch durchaus anders bewerten könne, als er. So wie Faride Alidou, der unter Baumgart ausgemustert war, keine Chance mehr erhielt. Nach seinem zweiten Treffer beim zweiten Startelf-Einsatz zeigt auch bei dem 22-Jährigen die Formkurve eindeutig nach oben. So sehr, dass der Außenbahnspieler bei vielen Anhängern plötzlich als Hoffnungsträger, als gefühlter Neuzugang, gehandelt wird.

Schultz hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben

Wie schnell es von Zero zu Hero gehen kann, erfuhr zu Beginn des Jahres auch Florian Kainz. Der Kölner Kapitän stand in der Hinrunde neben sich, überzeugte genau in einer Begegnung. Im letzten Spiel von Steffen Baumgart als FC-Coach saß Kainz zunächst nur noch auf der Bank. Nach seinem erfrischenden Einsatz als „Freigeist“ gegen Heidenheim war der 31-Jährige schon bald wieder ein Hoffnungsträger. Auch Denis Huseinbasic ist aus der aktuellen Startelf nicht wegzudenken, genauso wie ein Jan Thielmann. Timo Schultz hat der Mannschaft wieder Selbstvertrauen, Sicherheit gegeben. „Ich muss gucken, an welchen Stellschrauben ich drehen kann, um der Mannschaft Sicherheit zu geben“, sagte der Coach im Januar und über seine Vorgehensweise: „Ich bin recht fix am Laptop, aber ich rede lieber mit den Spielern.“ Und damit scheint er genau den richtigen Schlüssel gefunden zu haben.

Steffen Baumgart hat seine Spieler motiviert, sie so lange stark geredet, bis sie stark waren. Nun ist es Timo Schultz, der seiner Mannschaft das Vertrauen ausspricht und diese zahlt es ihm durch Leistung zurück. Mal sehen, wer der nächste wiedererstarkte FC-Profi ist. Die Liste ist noch lang.

 

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt


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Winterkritik

Cordoba, Dennis und Co. – so schlagen sich die Kölner Ex-Stürmer

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Cordoba, Dennis und Co. – so schlagen sich die Kölner Ex-Stürmer

Die Verantwortlichen des 1. FC Köln wollen im Winter noch einmal auf die Flaute im Sturm reagieren und auf dem Transfermarkt tätig werden – sofern sie denn dürfen. Doch wie schlagen sich eigentlich die ehemaligen Kölner Angreifer wie Cordoba, Modeste, Dennis und Co.?

Sechs Liga-Tore erzielten die aktuellen Stürmer des 1. FC Köln in der bisherigen Saison. Ganz anders fällt die Bilanz der Angreifer der vergangenen fünf Jahre aus. 1. FC Köln: So schlagen sich die Ex-Stürmer.

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Sebastian Andersson (2020 – 2023: 47 Spiele/8 Tore/2 Assists): Da Tim Lemperle und Marvin Obuz aktuell „nur“ verliehen sind, hat im vergangenen Sommer genau ein Stürmer den 1. FC Köln verlassen. Sebastian Anderssons Vertrag ist nach den bekannten Querelen nicht verlängert worden. Der ehemalige schwedische Nationalstürmer, den der FC 2020 für rund 6.5 Millionen Euro von Union Berlin verpflichtet hatte, ist aktuell nach wie vor vereinslos und lebt aktuell auf Mallorca. „Wir wussten nicht wirklich, was passieren würde, also mussten wir eine Entscheidung treffen. Daher dachten wir, wir würden uns hier niederlassen“, sagte Andersson dem Portal „Fotbollskanalen. Im Sommer wurde der Stürmer mit einigen schwedischen Klubs in Verbindung gebracht, doch die Gerüchte dementierte der Stürmer. Außerdem sollen Bari und Keupen Interesse gehabt haben. Wie es für Andersson weitergeht, ist offen.

Achterbahnfahrt für Emmanuel Dennis

Anthony Modeste (2015 – 2022 mit Unterbrechung: 157/79/10): Der Franzose wechselte im Sommer 2022 für immerhin noch fünf Millionen Euro zum BVB. Der Wechsel war bekanntlich von viel Lärm begleitet. Das gehört bei dem Angreifer wohl dazu. In Dortmund spielte Modeste zwar wie erhofft Champions League und um die Meisterschaft mit, das allerdings eher selten. Insgesamt kam der Stürmer auf 29 Einsätze, aber nur zwei Tore – der Abschied vom BVB war also mehr als nur erwartbar. Nachdem sich Modeste im Sommer lange bei der Fortuna fit gehalten hat, folgte der Wechsel zum ägyptischen Rekordmeister El Ahly Kairo. In dieser Saison wächst der zunächst gefeierte Modeste aber auch nicht wirklich über sich hinaus. Der Stürmer kommt in seinen bisherigen Einsätzen auf einen Treffer. Nicht umsonst gibt es die ersten Gerüchte um einen verfrühten Abschied.

Emmanuel Dennis (2021 – 2021: 10/1/1): Der Außenstürmer ist wohl eins der größeren Missverständnisse der vergangenen Jahre. Aber eins, mit einer kuriosen Laufbahn. Für 1.2 Millionen Euro hatten die Kölner den Spieler im Januar 2021 in größter Abstiegsnot verpflichtet. Warum man auf die Suche nach einem Stoßstürmer mit Dennis reagierte, ist offen. Eingeschlagen hat der Angreifer, der immerhin mit der Empfehlung von 29 Toren für den FC Brügge nach Köln kam, nicht. Ein Tor erzielte Dennis für die Geißböcke. Somit endete die Leihe bereits wieder im folgenden Sommer. Der belgische Erstligist hatte aber auch keine Verwendung für den Offensivspieler und verkaufte Dennis für erstaunliche vier Millionen Euro an den FC Watford. Dort wuchs Dennis einmal mehr über sich hinaus. Trotz Abstiegskampf erzielte Dennis zehn Treffer und wechselte nach nur einer Saison für 15 (!!!) Millionen Euro zu Nottingham Forrest. Dort nahm die Achterbahnfahrt allerdings die nächste Delle. Mittlerweile ist Dennis an den türkischen Erstligisten Basaksehir verliehen. In acht Spielen erzielte er noch keinen Treffer. Zuletzt fiel der Offensivspieler verletzt aus.

Jhon Cordoba: Erfolgreich in Russland

Tola Arokodare (2020 – 2021: 11/0/0): Der Stoßstürmer wurde im Sommer 2020 aus Lettland geliehen. Die Leihgebühr soll dem Vernehmen nach bei einer halben Millionen Euro gelegen haben. Die Leihe des Nigerianers endete nach nur einem Jahr. Auf elf Einsätze kam der Angreifer für den FC. Für Arokodare folgte aber umgehend die nächste Leihe. Dieses Mal zum französischen Zweitligisten Amiens SC. Dort erzielte der Stürmer in zwei Spielzeiten immerhin 21 Treffer. Im Sommer folgte dann der Wechsel in die belgische erste Liga zum Heimatklub von Rasmus Carstensen, dem KRC Genk. Auch dort fühlt sich der 23-Jährige wohl. Mittlerweile kommt der Angreifer auf acht Tore und fünf Vorlagen. Arokodare spielt in Genk international, sah dort aber schon die Rote Karte gegen den ungarischen Vertreter Ferencvaros.

Jhon Cordoba (2017 – 2020: 86/37/8): Es war ein Blitztransfer, der Wechsel zu Hertha BSC. Immerhin ein Wechsel, der dem FC rund 15 Millionen Euro einbrachte. Aber auch ein Wechsel, der Spuren hinterlassen hatte. Denn der Fortgang der Kölner Lebensversicherung wurde nicht adäquat ersetzt. Der Angreifer blieb nur ein Jahr bei der Hertha, schloss sich 2021 dem russischen Klub FK Krasnodar an. Und dort läuft es für den 30-Jährigen rund. In 74 Pflichtspielen erzielte der Kolumbianer 38 Tore und bereitete 18 vor. Krasnodar belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz. Cordoba hat in Russland noch Vertrag bis 2025, der Marktwert des Angreifers liegt laut Experten bei rund zehn Millionen Euro. Am vergangenen Spieltag sah allerdings auch Cordoba die Rote Karte.

Serhou Guirassy: Vom Bankdrücker zum Torjäger

Simon Terodde (2011 – 2020 mit Unterbrechung: 82/43/6): Simon Terodde und der 1. FC Köln ist eine lange Geschichte, die im Sommer 2020 (vorerst, man weiß ja nie) endete. Der Stürmer wechselte damals ablösefrei zum Hamburger SV. Für die Hanseaten schoss der Angreifer starke 24 Tore in 34 Spielen und bewarb sich für höhere Aufgaben. Immerhin folgte nach nur einer Spielzeit der Wechsel zum FC Schalke 04, für den Terodde noch heute kickt. In insgesamt 77 Spielen für Königsblau erzielte der Stürmer immerhin 38 Tore und bereitete acht vor. Den letzten Treffer erzielte der Kölner Ex-Stürmer erst am vergangenen Freitag gegen den VfL Osnabrück. Der Vertrag des mittlerweile 35-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus.

Serhou Guirassy (2016 – 2019: 45/9/2): Dieser Abgang dürfte dem FC aktuell besonders schmerzhaft vorkommen. In Köln hat Guirassy den Durchbruch nicht geschafft. In Stuttgart dagegen schon. Das Online-Portal gool.ai berechnet der Marktwert des Angreifers mittlerweile auf knapp 20 Millionen Euro. Den FC verließ der Stürmer im Sommer 2019 für knapp sechs Millionen Euro. Damals wurde Guirassy zunächst nach Amiens verliehen und später auch verkauft. Beim französischen Zweitligisten tat sich der Stürmer ebenfalls noch ein wenig schwer. Immerhin erzielte Guirassy in 38 Spielen aber 13 Tore. Der Stürmer schloss sich 2020 Stade Rennes an und startete mit 25 Toren in 81 Spielen durch. 2022 holte der VfB Stuttgart den Stürmer zurück in die Bundesliga. Zunächst auf Leihbasis, im Sommer folgte der feste Kauf für rund neun Millionen Euro. Nach 18 Toren in 13 Spielen soll aktuell halb Europa an der Verpflichtung des Bundesliga-Torjägers interessiert sein.


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Florian Kainz gerät beim FC zunehmend unter Druck

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Florian Kainz gerät beim FC zunehmend unter Druck

Gegen den SV Darmstadt 98 startete Florian Kainz mal wieder als Zehner. Nach der Pause blieb der 31-Jährige aber in der Kabine. Ob die Auswechslung nur der Gelben Karte geschuldet war, ist fraglich.

Beim 1:0 Sieg gegen die Lilien blieb Florian Kainz in den ersten 45 Minuten weit hinter den Erwartungen zurück – wieder einmal. Der Kölner befindet sich weiterhin auf der Suche nach seiner Form. Bisher hat Steffen Baumgart an seinem Kapitän festgehalten. Im Duell gegen Darmstadt war aber nach der ersten Halbzeit Schluss für den Spielführer des 1. FC Köln: Der Druck auf Kainz steigt

In eine dicke Winterjacke gehüllt nahm Florian Kainz den Torschützen in den Arm. Florian Kainz rang sich ein Lächeln ab, obwohl es dem Kölner Kapitän möglicherweise gar nicht nach Lachen zu Mute war. Der Mittelfeldspieler blieb auch am Freitagabend gegen den SV Darmstadt 98 weit hinter seiner Normalform zurück. Möglicherweise entlud sich der Frust in einem überharten Foul an Marvin Mehlem, der sich dabei offenbar einen Wadenbeinbruch zugezogen hat. Kainz sah den gelben Karton, der wohl auch schon ins leicht Orange tendierte. Bereits im Pokal gegen Kaiserslautern hatte Kainz mit einem unnötigen Foul der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen und die Rote Karte gesehen. Am Freitag konnte der 31-Jährige auch in Sachen Zweikampfverhalten nicht überzeugen, hatte in der Offensive so gut wie keine Ideen und kam auf einen Torschuss. Bemerkenswert auch sein völlig misslungener Freistoß.

Kainz findet nicht zu seiner Form

Handfeste Gründe für die anhaltende Krise sind schwer auszumachen. Die Erklärung einzig in der Kapitänsbinde zu suchen, klingt zu einfach. Möglicherweise liegt doch viel an der Position. Immerhin hatte der Österreicher in den vergangenen beiden Spielzeiten hauptsächlich auf der linken Außenbahn gespielt, dort in mehr als 60 Spielen fast 30 Scorerpunkte gesammelt. In dieser Spielzeit agiert Kainz hauptsächlich aus dem Zentrum. Mal als Sechs, mal als Zehn – auf beiden Positionen ist der Österreicher aber überhaupt kein Faktor. Einzig gegen Gladbach überzeugte der Kölner Kapitän, unter anderem mit zwei verwandelten Elfmetern. Möglicherweise fehlt die Absicherung durch Ellyes Skhiri und Jonas Hector. Nachdem die beiden Leistungsträger aber nicht adäquat ersetzt wurden, stellt sich das anhaltende Formtief der Stammspieler wie Kainz oder Dejan Ljubicic als kaum lösbares Problem heraus.

Steffen Baumgart hält an seinem Kapitän weiterhin fest. Am Freitag begründete der Trainer die Auswechslung seines Spielführers nach 45 Minuten mit der drohenden Gefahr eines weiteren Platzverweises: „Kainzi war Gelb-Rot gefährdet und Luca Waldschmidt ist aus unserer Sicht kein schlechterer Spieler. Es war kein unfaires Spiel, aber es war klar, dass Kainzi runter gewesen wäre, wenn er sich noch einen Fehltritt geleistet hätte. Das Risiko wollten wir nicht eingehen“, sagte der 51-Jährige. Kainz ist nicht gerade bekannt für ein unfaires Spiel. Ob die Sorge vor einer Gelb-Roten Karte der ganzen Wahrheit entspricht, ist offen. Fakt ist: Kainz blieb einmal mehr hinter den Erwartungen zurück. So war bereits nach der ersten Halbzeit Schluss, Baumgart wechselte Luca Waldschmidt ein. „Luca ist jemand, der uns auf dieser Position weiterbringen kann. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen“, sagte der Trainer.

Der FC verfügt über Alternativen

Gesehen hat man das schon alleine an der Vorlage zum entscheidenden 1:0. Waldschmidts Flanken waren durchweg gefährlicher, der ehemalige Nationalspieler belebte die Kölner Offensive auffallend. Allerdings auch gegen einen insgesamt eher schwachen Gegner. Dennoch: Mit dem 27-Jährigen und Mark Uth hat Baumgart gleich zwei Spieler für die Position hinter den Spitzen. Auf der linken Außenbahn ist Linton Maina gesetzt, mit Jan Thielmann hat sich auf der rechten Seite ein weiterer Spieler vorerst festgespielt, die Option, Spieler dorthin ausweichen zu lassen, ist keine mehr. Die Reihe Maina, Waldschmidt und Thielmann ist jedenfalls eine, die hinter den Spitzen Sinn macht. Zudem deutete Dejan Ljubicic an, dass er auf der Sechs eine deutlich bessere Figur als zuletzt Kainz machte. Der 31-Jährige sollte dringend in die Spur finden, aktuell gibt es wohl einige Alternativen, die sich aufdrängen.


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Wieder Sechser, wieder unwirksam: Der FC muss eine Rolle für Florian Kainz finden

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Wieder Sechser, wieder unwirksam: Der FC muss eine Rolle für Florian Kainz finden

Gegen den FC Bayern München startete Florian Kainz mal wieder auf der Sechs neben Eric Martel. Die Wirkung dieser Maßnahme verpuffte einmal mehr und wirft Fragen auf.

Bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern startete Florian Kainz einmal mehr auf der Doppelsechs neben Eric Martel. Erstaunlicherweise stand aber auch Dejan Ljubicic in der Startformation, allerdings hinter den Spitzen beim 1. FC Köln: Florian Kainz war als Sechser wieder unwirksam.

Irgendwie war es symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf. Florian Kainz hatte eine Idee, eine gute. Der Steckpass auf Linton Maina hätte wohl zumindest einen Teil der Hintermannschaft des Rekordmeisters ausgehebelt. Hätte, denn der Ball wurde von Konrad Laimer abgefangen. Der Österreicher passte auf Kingsley Coman, der wiederum mit einem erfolgreichen Pass die Bayern-Führung durch Harry Kane einleitete. Kainz, neben Martel als Sechser eingeteilt, war in der Aktion genauso in der Offensive eingebunden wie Schienenspieler Maina – der FC auch deswegen in der Rückwärtsbewegung in Unterzahl und unsortiert. Es war die einzige wirklich nennenswerte kreative Aktion des Mittelfeldspielers und ausgerechnet die ging ordentlich daneben. Das Problem: Kainz ist eigentlich einer der Männer für die Kreative, das Offensivspiel, für Ideen und das Einleiten von Torgefahr. Davon kann aber aktuell nur wenig Rede sein.

Kainz auf der Sechs, Ljubicic hinter den Spitzen

Denn auch gegen die Bayern startete der Österreicher auf der Doppelsechs. Eine Rolle, die der Kölner Kapitän vor dieser Saison noch gar nicht, in dieser Spielzeit aber schon erstaunliche vier Mal gespielt hat. Hinter den Spitzen agierte dagegen Dejan Ljubicic. Noch unter der Woche hatte Steffen Baumgart angedeutet, dass der 26-Jährige, der 2021 als Sechser nach Köln geholt worden war, eine Option für die Startelf sein könnte. Die Experten hatten ihn wohl eher auf der Sechs gesehen. Doch auch Ljubicic läuft seiner Form hinterher. Baumgarts Hoffnung, er würde den „Kopf frei kriegen“, bestätigte sich bis zum Freitagabend nicht. Dabei hatte der Kölner Coach den Österreicher extra in die Startelf berufen, um auch auf dieser Position einen schnellen und aggressiven „Anläufer“ zu haben. Ein durchaus nachvollziehbarer Gedanke, Ljubicics Laufwerte sind bekannt. Doch aufgrund der Bayern-Qualität verpuffte die Wirkung des Mittelfeldspielers genauso wie die von Kainz auf der Sechs.

Spätestens nach den schwachen Auftritten auf dieser Position gegen Bremen, Bochum und nun gegen die Bayern muss die Frage nach dem Sinn dieser Maßnahme erlaubt sein. Kainz ist kein Sechser, er gewinnt auf dieser Position zu wenig Zweikämpfe (50 Prozent), glänzt weder als Balleroberer noch kann er die Lücken so zulaufen wie Eric Martel oder eben Ljubicic. Sollte er die Rolle offensiver auslegen, als es das Lehrbuch beschreibt, ist diese Maßnahme bislang noch nicht aufgegangen. „Die Überlegung hatten wir schon im Sommer“, erklärte Geschäftsführer Christian Keller im September. „Wir spielen unterschiedliche Kaderkonstellationen durch – auch, wie man im Idealfall möglichst viele der vermeintlichen Leistungsträger gleichzeitig auf den Platz bekommt.“

FC Köln: Florian Kainz als Sechser wieder unwirksam

Dieser Versuch führte bislang dazu, dass Kapitän Kainz bereits als Sechser, Achter, Zehner und teilweise sogar auf die linke Abwehrseite auswich. Die richtige Rolle scheinen die Kölner für ihren Kapitän nicht gefunden zu haben. Sein bestes Spiel machte der Mittelfeldspieler im Derby beim 3:1-Erfolg über Gladbach. Damals startete der 31-Jährige auf der Zehn. Dort haben die Kölner mit Mark Uth, der am Freitagabend gar nicht zum Einsatz kam, sowie Luca Waldschmidt starke Konkurrenz. Genauso wie auf der Außenbahn, auf der Kainz etatmäßig zu Hause ist, mit Spielern wie Linton Maina und nun wieder Jan Thielmann. Es wird Zeit, dass der FC die Rolle seines Kapitäns findet, auf der Sechs scheint sie bislang jedenfalls nicht zu liegen.


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