Jeff Chabot erneut mit überragenden Werten

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Jeff Chabot erneut mit überragenden Werten

Im Pokal gegen den VfL Osnabrück tat sich der 1. FC Köln lange schwer. Osnabrück schnupperte sogar an der Sensation. Genug Chancen, sich in der Defensive in Szene zu setzen. Jeff Chabot gelang das einmal mehr sehr gut.

Schon in der vergangenen Saison erkämpfte sich der Innenverteidigung einen Stammplatz und avancierte zum Abwehrchef. An diese Leistung knüpft er nun an: Jeff Chabot überzeugt erneut mit überragenden Werten.

Jeff Chabot erneut mit überragenden Werten

Die Auszeichnung in der Hand wirkte neben dem 1.95-Meter-Hünen seltsam klein geraten. Jeff Chabot (Hier geht es zur Datenkarte) umklammerte sie förmlich und strahlte gleichzeitig in die Handykamera, die er mit der anderen Hand hielt. „Man of the Match“, stand auf dem Objekt und an einer anderen Stelle der Slogan „Wir machen Helden“. Tatsächlich ist Chabot auf einem guten Weg, sich schon bald selbst den Heldenstatus beim FC zu verdienen. Der 25-Jährige knüpfte im ersten Pflichtspiel der Spielzeit an die Leistungen der Vorsaison an. Gefühlt fischte der Innenverteidiger am Montagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals jede Flanke der Niedersachsen aus dem Strafraum, blockte und grätsche alles weg, was auf ihn zu kam. Chabot ging in vier von insgesamt 28 Luftzweikämpfen, entschied jeden für sich. Der Kölner Abwehrchef kam auf eine Zweikampfquote von 73 Prozent. Nur Leart Paqarada war bei den Kölnern besser. In der vergangenen Spielzeit erreichte Chabot einen Durchschnittswert von 62 Prozent.

Erstes Tor im deutschen Profifußball

Wieder einmal war der 25-Jährige Garant dafür, dass hinten relativ wenig anbrannte. „Wir haben es letztlich auch hinten sehr gut verteidigt, in einer Schlussphase, in der wir wussten, dass auch nochmal einer durchrutschen kann“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart. Einzig vor dem Gegentreffer ließ sich Chabot tunneln, Kunze startete durch und wurde von Luca Waldschmidt unsanft von den Beinen geholt. Elfmeter, Ausgleich. Ansonsten ließ Chabot in der Defensive so gut wie nichts anbrennen. Im Gegenteil: Der Abwehrspieler hatte auch maßgeblichen Anteil am Spielaufbau. Mit weit mehr als 100 Ballkontakten, Denis Huseinbasic kam auf 25 und Florian Kainz auf 45, war Chabot in der Innenverteidigung Taktgeber. Dazu spielte er 86 Pässe, von denen erstaunliche 91 Prozent auch den Mitspieler fanden. Auch dieser Wert lag über seinem Durchschnitt der Vorsaison (87 Prozent).

Das eigentliche Highlight hielt sich der Innenverteidiger dann aber noch für die Verlängerung zurück. Der FC war gerade erst durch Sargis Adamyan in Führung gegangen, da nahm sich Chabot den Ball und zog aus der Drehung aus gut 18 Metern einfach mal ab. Und das mit Erfolg. „Meinem Tor ging ein Standard voraus. Da bin ich stehengeblieben, um zu schauen, wo der Ball hinfällt. Und dann stand ich richtig und versuche es einfach“, sagte der Man of the Match. Für den 25-Jährigen war es das erste Tor für den 1. FC Köln und das erste Tor im deutschen Profifußball. Für Spezia Calcio und Sampdoria Genua hatte Chabot in der italienischen Serie A jeweils einmal getroffen, für Groningen und Rotterdam in der niederländischen Eredivisie insgesamt drei Mal. Nun steht er auch in der Torschützenliste der Bundesliga. „Es ist schön, dass Jeff dann auch mal nicht jedes Ding in die dritte Etage haut“, sagte Baumgart mit einem Augenzwinkern.

Unnötiges Gerangel vor der Pause

Nicht ganz so glücklich wird der Kölner Trainer dagegen mit einer Aktion vor dem Seitenwechsel gewesen sein. In einem Zweikampf mit Kwasi Wriedt verlor der „Türsteher“ die Nerven und drückte sein Gegenüber unsanft zu Boden. Auch wenn es sicherlich übertrieben gewesen wäre, hat es schon Schiedsrichter gegeben, die für ein ähnliches Vergehen den Roten Karton gezückt haben. Schiedsrichter Florian Badstübner beließ es zu recht bei der Gelben Karte. Baumgart sah keine Notwendigkeit, den Innenverteidiger sicherheitshalber vom Platz zu nehmen. So spielte Chabot die 120 Minuten runter, überzeugte wieder einmal in sämtlichen Werten und erzielte ganz nebenbei die Entscheidung im Pokalspiel.

 

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