Beim FC Stammspieler, in Leipzig ohne Chance

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Beim FC Stammspieler, in Leipzig ohne Chance

Jeff Chabot und Eric Martel sind aus der Startelf der Kölner aktuell nicht wegzudenken. Beide Stammspieler probierten es einst bei Leipzig, schafften den Durchbruch bei RB aber nicht.

Ohne Einsatzzeit keine Weiterentwicklung. Nur wenige Eigengewächse schaffen bei RB Leipzig den Durchbruch bei den Profis. Und so verließen auch Eric Martel und Jeff Chabot vor Jahren den Verein, um bei einem anderen den Weg in die Profimannschaften zu schaffen. So profitiert auch der FC von Leipzigs Weg.

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Hier Rang 16 und die Sorge vor dem nächsten Abstieg – da Platz fünf und die berechtigte Hoffnung auf ein weiteres Jahr in der Königsklasse. Wenn der 1. FC Köln und RB Leipzig am Freitagabend aufeinandertreffen, hat es schon viel von einem Klassenunterschied. Zumindest auf dem Papier. Aktuell wird es jedenfalls wenige Gründe für die Verantwortlichen von RB Leipzig geben, mit einer gehörigen Portion Neid Richtung Köln zu schauen. Auch wenn die Sachsen bislang hinter den eigenen Erwartungen zurück geblieben sind, ist die sportliche Aussicht nach wie vor vielversprechend und auch finanziell bewegen sich die Roten Bullen bekanntlich in ganz anderen Sphären als die Geißböcke. Dabei läuft in Leipzig nicht alles rund – vor allem in Sachen eigener Nachwuchs.

Martel unterschrieb ersten Profivertrag bei RB

Denn während der FC offenbar vergeblich um die Vertragsverlängerung von Justin Diehl gebuhlt hat, ihn aber unbedingt halten wollte, gibt Leipzig regelmäßig junge Talente ab, die bei RB keine Chance oder nur die Aussicht auf wenig Spielzeit erhalten. Ein Punkt, der die Sachsen seit einigen Jahren umtreibt. Dabei verfügt RB generell über eine gute Nachwuchsarbeit, den Sprung in die eigene Profimannschaft haben Eigengewächse in den vergangenen Jahren aber nur selten vollzogen. 2017 schaffte RB die U23 ab, Max Eberl wollte diese zwar wieder reaktivieren, doch der Plan scheiterte. Dem Vernehmen nach hätte es den Verein rund zehn Millionen Euro jährlich gekostet, eine zweite Mannschaft zu unterhalten. Zudem hätte Leipzigs Zweitvertretung in den untersten Amateurligen starten müssen. So muss Leipzig regelmäßig mit ansehen, dass der eigene Nachwuchs den Durchbruch bei anderen Bundesligisten schafft.

Zum Beispiel Eric Martel. Bei RB durchlief der gebürtige Bayer seit 2017 die Nachwuchsteams und unterschrieb bei den Sachsen seinen ersten Profikontrakt. „Es ist noch ein langer Weg, aber ich werde alles dafür tun, meinen Traum vom Bundesliga-Spieler zu verwirklichen“, sagte der Youngster damals. Im Dezember 2020 feierte er für RB sein Profidebüt im DFB-Pokal, allerdings als Innenverteidiger und nur in den letzten zwei Minuten. „Wir trauen ihm in Zukunft viel zu. Wichtig ist für ihn jetzt, dass er Spielpraxis sammeln kann“, sagte der damalige RB-Sportvorstand Markus Krösche – über eine Leihe. Der Traum von der Bundesliga führte über Österreich, über Austria Wien. Der Youngster wurde Stammspieler und Leistungsträger. RB traute Martel dann aber doch nicht mehr so viel zu, teilte dem Profi offenbar mit, er würde nur wenig Spielzeit erhalten. Der Wechsel nach Köln in die Bundesliga war insofern nur ein logischer Schritt. 

Chabot rechnete sich nur wenige Chancen aus

Und ein Schritt, den auch Jeff Chabot schon von RB Leipzig aus gegangen ist. Chabot, in Hanau geboren und in Hessen aufgewachsen, wechselte im Alter von 16 Jahren in die Talentschmiede von RB, von der sich der Verein einiges versprach. Drei Jahre spielte der Abwehrspieler für den Leipziger Nachwuchs, wurde in dieser Zeit Junioren-Nationalspieler und hoffte auf den baldigen Durchbruch. Tatsächlich wollte Chabot seinen Vertrag für die U23 verlängern, die es dann aber nicht mehr gab. Chabot war gerade 19, Chancen auf Einsätze bei den Profis rechnete er sich nicht aus. Und so verließ der Innenverteidiger RB zum Nulltarif Richtung Niederlande. Dort sammelte der Abwehrspieler die Spielpraxis, die er sich erhofft hatte. Über den Umweg Italien landete Chabot in Köln.

Bekanntermaßen hat auch der FC in der Vergangenheit Spieler aussortiert, die nun zum Beispiel in Stuttgart für Furore sorgen. Max Finkgräfe, Damion Downs, aber auch das Buhlen um Justin Diehl zeigen, dass der FC in Sachen Nachwuchsarbeit aktuell viel richtig macht – vielleicht auch notgedrungen. Lange diente die rasante Entwicklung der Profimannschaft bei RB als möglicher Grund für die nicht vorhandenen Eigengewächse im Profikader. Doch nach acht Jahren NLZ Leipzig zählt das Argument wohl nicht mehr, für einen Klub, der sich die Entwicklung der Nachwuchskicker auf die Fahne geschrieben hat. Zuletzt verstärkte sich RB mit neuen Trainern, die den Talenten den Übergang zum Profibereich erleichtern wollen. Zudem wurden einige Eigengewächse mit Profiverträgen ausgestattet.


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Kessler: „Die Gespräche haben bislang nicht dahin geführt, dass wir uns einigen konnten“

Das sagt Thomas Kessler zur Personalie Justin Diehl.
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Kessler: „Die Gespräche haben bislang nicht dahin geführt, dass wir uns einigen konnten“

Ist der Wechsel von Justin Diehl in trockenen Tüchern? Sky hatte am Dienstag berichtet, dass der Youngster zum VfB Stuttgart wechseln würde. Thomas Kessler äußerte sich am Mittwoch.

Bleibt Justin Diehl beim FC oder verlässt der Youngster den 1. FC Köln. Am Mittwoch bezog der Verein Stellung. Das sagt Thomas Kessler zur Personalie Justin Diehl.

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Am Dienstag ploppte die Meldung auf: Und obwohl sie wohl so erwartet worden war, sorgte sie bei einigen FC-Fans für Enttäuschung: Justin Diehl wird den FC im kommenden Sommer wohl verlassen und sich dem VfB Stuttgart anschließen. Das vermeldete zumindest der in der Regel gut informierte Sky-Transferexperte Florian Plettenberg über seine Soziale Medien. Eine Bestätigung gab es erwartungsgemäß von den beiden Vereinen nicht. Auch nicht am Mittwoch, als Thomas Kessler sich der Frage der Journalisten stellen musste. Der Leiter der Lizenzspielabteilung wusste nach eigener Aussage von einer Einigung noch nichts.

Kessler: „Der Spieler darf ab dem 1. Januar mit anderen Klubs sprechen“

Allerdings betonte der ehemalige Keeper der Kölner: „Justin ist eine Personalie, bei der wir alles investiert haben, um ihn davon überzeugen, dass der FC auch in den kommenden Jahren der richtige Weg für ihn ist und dass er hier auch die nächsten wichtigen Schritte in den Profi-Fußball machen wird“, so Kessler. „Aber leider haben bis zum heutigen Tage die Gespräche nicht dahin geführt, dass wir uns einigen konnten mit ihm weiter zu arbeiten und der nächste Partner zu sein, um ihn nachhaltig in den Profifußball zu bringen. Es ist völlig normal, dass man sich mit anderen Klubs unterhält, wenn ein Vertrag ausläuft.“ Das scheint der Youngster getan zu haben. Und zwar mit dem VfB Stuttgart. Der 19-Jährige würde ablösefrei gehen.

Laut Plettenberg habe es auch bereits den Medizincheck gegeben. „Der Spieler darf ab dem 1. Januar mit anderen Klubs sprechen. Da ist natürlich ein Medizincheck wichtig für jeden Klub, ob der am Ende wirklich passiert ist, müssen Sie die Interessenvertreter von Justin fragen“, sagte Kessler. „Ob das der richtige Weg ist, dass wir heute hier sitzen und es nicht wissen, da können Sie auch mit Justin und seinen Interessenvertretern drüber sprechen“, so der 38-Jährige weiter. Kessler betonte aber, dass man den Spieler nicht auf dem Silbertablett präsentieren wolle. „Das ist ein guter Junge, der hier einen guten Weg gemacht hat, den wir über viele Jahre in der Jugend begleitet haben. Er hat uns jetzt in der Saison auch schon weitergeholfen, er wird uns hoffentlich in dieser Saison auch noch weiterhelfen.“ So soll der Youngster nach der Rekonvaleszenz wieder in den Kader der Profis integriert werden.

Erst im Januar kam Diehl zu den Profis

Das war bekanntlich nicht immer der Fall. Wie berichtet hat Diehl dem Verein bereits im Sommer signalisiert, dass er seine Zukunft nicht in Köln sehe. Daraufhin wurde der Youngster in die U21 degradiert und ging in der Regionalliga auf Torejagd. „Was in der Hinrunde passiert ist, kann man interpretieren wie man will. Ich persönlich und auch meine Kollegen und das Trainerteam waren der Meinung, dass Justin es gut tut, in der Regionalliga zu spielen“. sagte Keller.  Ein Aspekt, der verständlicherweise auf der Seite des Youngsters nicht gut angekommen ist. Erst im Januar und unter dem neuen Trainer Timo Schultz wurde der 19-Jährige in den Kader der Profis geholt, kam unter Schultz zu sechs Einsätzen. Feierte ausgerechnet gegen Stuttgart sein Startelf-Debüt.


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Steht Schultz vor dem nächsten „Luxusproblem“?

Steht Schultz vor dem nächsten "Luxusproblem"?
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Steht Schultz vor dem nächsten „Luxusproblem“?

Mit Damion Downs hat endlich wieder ein Zielstürmer beim FC getroffen. Der Youngster drängt sich auf, Davie Selke kehrt zurück. Andere lösten ihre Aufgaben ebenfalls gut, sind wohl gesetzt. Plötzlich hat Timo Schultz auch in der Offensive die Qual der Wahl.

Noch in den vergangenen Wochen sprach Timo Schultz von dem Überangebot in der Innenverteidigung, musste sich für zwei von drei Abwehrspielern entscheiden. Nun entspannt sich auch die Situation in der Offensive zunehmend. Steht Schultz vor dem nächsten „Luxusproblem“?

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Ganz vier Minuten lagen zwischen Einwechslung und Tor. Timo Schultz wechselte Damion Downs in der 74. Minute ein, in der 79. hatte der Youngster dem Derby gegen Mönchengladbach seinen Stempel aufgedrückt, eine weitere Wende beim spektakulären 3:3 herbeigeführt und vor allem sein erstes Saisontor erzielt. „Ich habe ihm gesagt, dass er nicht dabei ist um den Kader vollzumachen, sondern um ein Faktor zu werden“, sagte Schultz später. „Er bringt viel mit und ist ein weiterer hochtalentierter Spieler, den wir fördern wollen.“ Zwar betont der 46-Jährige auch, dass der Youngster noch ein wenig braucht, „um im Erwachsenenfußball anzukommen“, dennoch ist Downs ein Teil der Kölner Zukunft und könnte auch in dieser Saison noch ein weiterer Faktor sein. Ein Empfehlungsschreiben war das abgeklärte Tor gegen Gladbach allemal.

Wie sieht die Offensive aus?

Und so entwickelt sich die Situation in der Kölner Offensive ebenfalls zu einer Art Luxusproblem, wie Schultz es in der Innenverteidigung ausgemacht hat. Dort hatte Luca Kilian die Gunst der Stunde genutzt und sich in den Vordergrund gespielt, als das Stamm-Abwehr-Duo Jeff Chabot und Timo Hübers wechselweise ausfiel. Am Freitagabend wird der 24-Jährige die nächste Chance erhalten, Hübers fehlt gesperrt. Zuletzt stand der Trainer bei den drei Abwehrspielern vor der Qual der Wahl. Auch wenn die drei Treffer gegen Mönchengladbach ein erfreulicher Ausreißer nach oben waren und nicht über die mangelnde Abschlussschwäche der FC-Offensive hinwegtäuschen sollte, hat der Kölner Coach genau dort ein ähnliches Luxusproblem. Und das nicht erst wenn nach der Länderspielpause mit Luca Waldschmidt und Justin Diehl zwei der drei verletzten Offensivspieler sowie der gesperrte Jan Thielmann zurückkehren.

Schon gegen Leipzig steht der Kölner Trainer vor der schweren Aufgabe, das richtige Offensivpuzzle zusammenzustellen. So kehrte Davie Selke am vergangenen Samstag gegen Gladbach zurück, strahlte in der Box die erhoffte Präsenz aus und spielt in den Überlegungen von Schultz grundsätzlich eine große Rolle. Sein Vertreter Sargis Adamyan war zwar gegen Gladbach alles andere als torgefährlich, machte aber viele Bälle fest, belebt das Offensivspiel. Dass Faride Alidou ein Teil dieses Gebildes ist, ist angesichts des Doppelpacks am vergangenen Samstag wohl klar. “Davie ist zurück, Damion hat ein Tor gemacht – ich bin positiv gestimmt, was die Zukunft in der Offensive betrifft“, sagte dementsprechend Florian Kainz.

Droht Kainz erneut die Bank?

Doch gerade das Offensivpotenzial macht die Position des Kölner Kapitäns noch schwieriger. Auch wenn Kainz gegen Gladbach zwei Treffer vorbereitete, befindet sich der Mittelfeldspieler in der Krise, Kainz ruft seine Topform nicht ab. So wäre eine Doppelspitze mit Selke und Adamyan gar nicht so unwahrscheinlich. Kainz müsste wieder auf die linke Außenbahn rotierten, die Schultz ohnehin zunächst für seinen Kapitän ausgemacht hatte. Dort stand zuletzt Linton Maina in der Startelf. Der schnelle Außenbahnspieler strahlt auch weiterhin im letzten Pass nicht die erhoffte Gefahr aus, ist aber mit seinem Tempo ein wichtiger Bestandteil in Schultz‘ Spielsystem. Droht Kainz erneut die Bank wie gegen Leverkusen? Zumindest ist ein ähnliches Spiel wie gegen die Werkself zu erwarten.

Wenn dann nach der Länderspielpause Waldschmidt, Diehl und Thielmann zurückkehren, wird Timo Schultz wohl einige unbequeme Gespräche führen müssen.


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In der Krise: Kehrt Ljubicic in die Startelf zurück?

Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?
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In der Krise: Kehrt Ljubicic in die Startelf zurück?

Das packende Rheinderby in Gladbach verpasste Dejan Ljubicic aufgrund seiner Gelbsperre. Sein Vertreter Denis Huseinbasic löste die Aufgabe gut. Nach der anhaltenden Formkrise stellt sich die Frage, ob Timo Schultz an dem eigentlichen Leistungsträger weiter festhält.

So richtig rund läuft die Saison für Dejan Ljubicic wahrlich nicht. Die Leistungen sind überschaubar, der Ertrag ebenfalls und nun wurde der 26-Jährige auch nicht für den Kader der Nationalmannschaft Österreichs nominiert. Zuletzt überzeugten andere beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?

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Die gelbe Karte war mehr als unnötig. Dejan Ljubicic regte sich zu Beginn des Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen so dermaßen über ein nicht gegebenes Handspiel in der Nähe der Mittellinie (!) auf, dass Schiedsrichter Tobias Stieler gar nichts anderes übrig blieb, als den Kölner Mittelfeldspieler zu verwarnen. Fünfte Gelbe Karte, ein Spiel Sperre für Ljubicic. Ausgerechnet das spektakuläre Rheinderby verpasste der 26-Jährige. Für Ljubicic rotierte Denis Huseinbasic zurück in die Startelf, absolvierte sein 50. Pflichtspiel für den FC und machte seine Sache insgesamt ordentlich. Timo Schultz hatte dem 22-Jährigen zunächst viel Spielzeit gegönnt. Huseinbasic gehörte in den ersten Begegnungen unter dem neuen Trainer zum Stammpersonal.

Welche Rolle übernimmt Ljubicic?

Nach einer eher schwachen Leistung gegen den VfB Stuttgart stand der Mittelfeldspieler gegen Leverkusen erstmals unter Schultz nicht in der Startelf. Das könnte sich nach dem Auftritt im Rheinderby aber wieder ändern. Huseinbasic verteilte taktisch klug die Bälle, leitete das 3:3 durch Damion Downs ein und stopfte wie gewohnt viele Löcher in der Rückwärtsbewegung. Der 22-Jährige ist der offensivere Teil der Doppelsechs neben Eric Martel. Gegen Gladbach wirkte das Konstrukt allerdings nicht immer sattelfest. Nach der anhaltenden Formkrise stellt sich dennoch die Frage, ob Timo Schultz wieder auf Ljubicic zurückgreift. Bislang ist Ljubicic bei den Kölner Verantwortlichen unumstritten. Das war der Mittelfeldspieler auch unter Steffen Baumgart, fehlte nur krankheitsbedingt, stand in 20 von 22 Ligaspielen in der ersten Elf.

Allerdings spielte der Österreicher meist auf der Außenbahn, wurde von Schultz sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite eingesetzt. Mit überschaubarem Erfolg. Ljubicic, in der vergangenen Saison mit 14 Punkten noch einer der Topscorer der Kölner, bereitete in dieser Spielzeit erst zwei Treffer vor – beide gegen Eintracht Frankfurt. Auch, wenn der Kölner Dauerläufer einen wichtigen Part in der Rückwärtsbewegung übernimmt, kommt in der Offensive bislang zu wenig. Kehrt Ljubicic dennoch in die Startelf zurück? Die Konkurrenz ist jedenfalls nicht ohne. Am vergangenen Samstag spielte mit Faride Alidou der Man of the Match auf der rechten Seite, erzielte zwei Tore. Der 22-Jährige war auch gegen Bayer Leverkusen schon extrem auffällig. Auf der linken Seite spielte Linton Maina, der mal wieder viel Tempo machte, aber ebenfalls eher wirkungslos blieb.

So oder so wird es für Ljubicic in dieser Trainingswoche eine Aufgabe, sich den Stammplatz zurückzuerobern. Die Woche begann für den 26-Jährigen bereits mit einer bitteren Nachricht. Ljubicic steht wie bereits im vergangenen November nicht im Kader der Nationalmannschaft. Zwar betonte Ralf Rangnick, dass die Tür für die EM noch nicht verschlossen sei, doch zum einen deutet die aktuelle Verfassung von Ljubicic nicht auf eine Rückkehr ins Nationalteam, zum anderen muss Rangnick den aktuellen Kader bis zum Turnier eigentlich noch verkleinern.


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Sky: Diehl mit Stuttgart einig

Sky: Diehl mit Stuttgart einig
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Sky: Diehl mit Stuttgart einig

Ist der Wechsel von Justin Diehl in trockenen Tüchern? Das berichtet Sky-Transferexperte Florian Plettenberg. Demnach gibt es eine mündliche Einigung.

Der FC hat in den vergangenen Wochen noch einmal den Kampf um eins seiner größten Talente intensiviert. Gebracht hat es offenbar nichts. Das berichtet Sky: Justin Diehl mit Stuttgart einig.

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Der 19-Jährige hatte bereits im vergangenen Sommer dem Verein mitgeteilt, dass er die Zukunft nicht in Köln sehe. Daraufhin war Diehl aus dem Profikader gestrichen worden. Steffen Baumgart hatte mehrfach betont, dass er die Kapazitäten seines Trainerstabs auf Spieler verwenden wolle, die auch für den FC spielen wollen. „Dieser Junge hat zwölf Jahre in diesem Verein gespielt, er wurde in dieser Stadt geboren, er war vom allerersten Tag meiner Zeit hier, vom allerersten Training an, seit ich Cheftrainer bin, dabei“, sagte Baumgart im November. „Trotzdem gibt es ein ganz klares Statement von ihm, dass er nächstes Jahr nicht mehr mit uns arbeiten möchte. Daher stellt sich die Frage: Warum möchte er in seiner Heimatstadt, bei dem Verein, in dem er groß geworden ist, nicht Bundesliga spielen?“

Dem Vernehmen nach soll die Seite von Diehl über die Maßnahme nicht erfreut gewesen sein. Erst nach der Entlassung des Coachs wurde Diehl von Christian Keller zurückgeholt. Damals intensivierten die Kölner auch die Gespräche mit dem Talent, in der Hoffnung, es noch zu einem Umdenken zu bewegen. „Es geht um eine sportliche Entscheidung und nicht um eine Vertrags- oder Transferentscheidung“, sagte Keller damals, betonte aber, dass man wieder Gespräche führen werde.

Vertrag bis 2029

Das scheint nicht funktioniert zu haben. Laut Florian Plettenberg ist der Wechsel des Stürmers zum VfB Stuttgart bereits in trockenen Tüchern. Wie damals berichtet hat der VfB im Januar den Druck auf Diehl erhöht. Damals habe es laut Sky auch den Medizincheck und die mündliche Einigung gegeben. Diehl wechselt wie bekannt ablösefrei und soll beim VfB einen Vertrag bis 2029 unterschreiben. Der Medizincheck soll positiv ausgefallen sein. Neben dem VfB Stuttgart sollen auch die TSG Hoffenheim sowie Bayer Leverkusen um die Gunst des Stürmers gebuhlt haben. Aktuell fällt Diehl wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel aus. Wann der Spieler zurückkehrt, ist offen. Es wird aber offensichtlich eine Abschiedstour.

Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt Diehl beim 1. FC Köln. Mit zwölf Toren und neun Vorlagen ist Justin Diehl der beste Offensivspieler der Regionalliga West. Der 19-Jährige hatte einen großen Anteil an der doch sehr erfolgreichen Saison der Kölner U21. Ausgerechnet gegen den VfB Stuttgart feierte der Youngster sein Startelf-Debüt in der Bundesliga. Unter dem neuen Trainer Timo Schultz kam der 19-Jährige sechs Mal zum Einsatz und absolvierte 158 Minuten in der Bundesliga.


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Luca Waldschmidt zurück auf dem Platz

Luca Waldschmidt zurück auf dem Platz
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Luca Waldschmidt zurück auf dem Platz

Gut zwei Monate nach seiner Wadenbein-Verletzung hat Luca Waldschmidt wieder eine Trainingseinheit auf dem Platz absolviert – eine individuelle. Der Angreifer soll in die entscheidende Saisonphase wieder eingreifen.

Unter Applaus hat Luca Waldschmidt am Dienstag wieder das Training auf dem Platz am Geißbockheim aufgenommen. Der Offensivspieler absolvierte eine individuelle Einheit mit Ball. Bei den Kölner Bossen dürfte das für Erleichterung sorgen: Luca Waldschmidt ist wieder zurück auf dem Platz.

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Während Timo Schultz am Dienstagvormittag seiner Mannschaft auf dem Trainingsplatz vor dem Geißbockheim Anweisungen gab, betrat auch Luca Waldschmidt erstmals seit seinem Wadenbeinanbruch im Januar wieder das Trainingsgelände. Der Offensivspieler absolvierte nur wenige Meter entfernt von der Mannschaft eine individuelle Einheit mit Reha-Trainer Leif Frach. Waldschmidt war sogar wieder am Ball unterwegs – allerdings noch sehr langsam. Dabei ist aber nicht zu schnell mit einer Rückkehr der Wolfsburger Leihgabe zu rechnen. Während Davie Selke wieder für die Geißböcke eine Option ist und am vergangenen Samstag gegen Mönchengladbach sein Comeback feierte, soll Waldschmidt behutsam an das Mannschaftstraining herangeführt werden.

Waldschmidt arbeitet auf dem Platz am Comeback

Möglicherweise wird der ehemalige Nationalspieler im Trainingslager in Spanien wieder mit der Mannschaft trainieren, um dann im Saisonendspurt wieder anzugreifen. Waldschmidt hatte sich im Abschlusstraining vor dem FC-Trainer-Debüt von Timo Schultz gegen den 1. FC Heidenheim bei einem Zweikampf verletzt. Zunächst hoffte der neue Coach noch auf eine schnelle Genesung. Doch eine genauere Untersuchung ergab den Anbruch des Wadenbeins. Nach einigen Tagen auf Krücken nahm Waldschmidt das Reha-Programm auf. Nun arbeitet der Angreifer auf dem Platz an seinem Comeback. Waldschmidt soll in der entscheidenden Phase der Saison noch einmal zu einem wichtigen, wenn nicht entscheidenden Faktor für die Kölner werden.

Der FC hat den Offensivspieler vom VfL Wolfsburg ausgeliehen. Im Winter hatte Christian Keller angedeutet, dass man die Kaufoption bei Waldschmidt genauso wie bei Rasmus Carstensen ziehen wolle. Die Ablöse soll dem Vernehmen nach zwischen drei und vier Millionen Euro liegen. Nicht so optimal verläuft dagegen die Rekonvaleszenz von Mark Uth. Der gebürtige Kölner hatte in der Reha einen Rückschlag erlebt und wird nicht so schnell zurückerwartet.


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Fehlende Konstanz: Timo Schultz muss wieder umbauen

1. FC Köln: Deswegen muss Timo Schultz die Abwehr einmal mehr umbauen.
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Fehlende Konstanz: Timo Schultz muss wieder umbauen

Beim 3:3-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach fehlte dem FC die Stabilität in der Hintermannschaft. Die Kölner ließen in der Defensive erstaunlich viel zu. Am Freitag muss Timo Schultz seine Mannschaft in der Abwehr umbauen. Der Grund ist aber ein anderer.

Drei Gegentore, zwei Pfostentreffer – die Hintermannschaft des 1. FC Köln wirkte am Samstag alles andere als sicher und erinnerte doch sehr an fast schon vergessene Spiele. Im Duell gegen Leipzig wird es Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Deswegen muss Timo Schultz die Abwehr einmal mehr umbauen.

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Zwar mit einem Lächeln, aber doch ein wenig angefressen zeigte sich Timo Hübers am Samstag nach dem 3:3 im Rheinderby bei Borussia Mönchengladbach. „Schön, dass ihr mich drauf ansprecht“, sagte der Abwehrspieler im ZDF-Sportstudio mit einer Spur Sarkasmus. Hübers hatte den Ball ohne Not ins Zentrum, diesen aber auf Nico Elvedi gespielt und damit das 1:1 eingeleitet. „Es war schlecht. Zu viel Risiko, mein Mitspieler rechnet auch nicht mit diesem Ball. Dann spielen die Gladbacher das aber auch gut aus“, sagte Hübers. Ausgerechnet Hübers hatte Timo Schultz unter der Woche noch als die große Konstante der Kölner Hintermannschaft ausgemacht. Tatsächlich bildet der Abwehrspieler gemeinsam mit Jeff Chabot eins der besten Innenverteidiger-Duos der Liga – zumindest was die Zweikampfwerte angeht.

Timo Hübers fehlt gesperrt

Am Samstag erlebte der Abwehrspieler allerdings einen eher schwachen Tag, wirkte gleich in einigen Situationen nicht immer sattelfest, war alles andere als die Kölner Konstante. Überhaupt war der FC in der Defensive nicht sicher. Ließ neben den Toren noch zwei Pfostentreffer zu. Zu allem Überfluss holten sich gleich drei Verteidiger der Viererkette der Kölner den gelben Karton ab. Bei Hübers war es die fünfte, der Innenverteidiger wird gegen Leipzig fehlen. Das Einsteigen gegen Nathan Ngoumou wertete Schiedsrichter Felix Zwayer als verwarnungswürdig und zog den Karton. „Eigentlich hatte ich ein ganz gutes Gefühl bei dem Zweikampf, habe den Körper gut reinbekommen”, sagte Hübers später. “Wenn er pfeift, muss er wohl Gelb geben.” Das tat der Unparteiische.

Und so muss Timo Schultz für die Begegnung am Freitag wieder umbauen. Seit der 46-Jährige den FC trainiert, liefen die Geißböcke nur zwei Mal in zwei Spielen in Serie mit der gleichen Viererkette auf. Die einzige Konstante war in allen neun Begegnungen Linksverteidiger Max Finkgräfe und das auch spielerisch. Auf der rechten Seite bleibt es bei dem umkämpften Duell zwischen Benno Schmitz und Rasmus Carstensen – in den vergangenen drei Spielen hatte der junge Däne wieder die Nase vorne. Auch Jeff Chabot hatte sich zwischenzeitlich den fünften gelben Karton abgeholt, fehlte bei der 0:1-Niederlage gegen Bremen. Timo Hübers war krankheitsbedingt ebenfalls in zwei Begegnungen (Stuttgart und Hoffenheim) nicht dabei.

Luca Kilian wird wieder zur Alternative

Immerhin hat der Kölner Trainer eine Alternative oder wie er es nennt ein Luxusproblem für die Abwehrzentrale. Luca Kilian wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in die Startelf rücken. Den 24-Jährigen hatte der Coach in den vergangenen Wochen gelobt. “Die drei Spiele, die Luca gemacht hat, haben mir sehr gut gefallen. Er hätte es verdient gehabt, in der Mannschaft zu bleiben”, hatte Schultz vor dem Leverkusen-Spiel gesagt, sich dann aber doch wieder für Hübers entschieden. Der sah in der Sperre gegen Leipzig auch etwas Positives. „Die Kehrseite davon ist, dass es in der Crunchtime wahrscheinlich keine Sperre mehr gibt. Wer weiß, wofür es am Ende gut ist, wenn man die letzten acht Spiele komplett durchziehen kann.”


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Alidou in Topform, in der Elf-des-Tages, aber mit Fragezeichen

Faride Alidou erneut in der Elf des Tages
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Alidou in Topform, in der Elf-des-Tages, aber mit Fragezeichen

Beim 3:3-Unentschieden war Faride Alidou mit seinen beiden Treffern wohl der Kölner Derbyheld. Der Offensivspieler ist der große Profiteur von Timo Schultz. Seine Leistung im Derby ehrt auch die Fachzeitschrift „Kicker“.

Zwei Tore, zwei Mal die Führung im Derby – Faride Alidou blüht unter Timo Schultz auf und zeigt, warum die Kölner den Offensivspieler verpflichtet haben. In der Hinrunde noch als Transfer-Flop empfunden, wird Alidou für Köln vielleicht noch überlebenswichtig. Der 22-Jährige war wieder einer der besten Kölner am Wochenende. Das sieht auch der Kicker so: Faride Alidou ist erneut in der Elf des Tages.

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Die Kritik war groß, nachdem Faride Alidou den möglichen Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart liegen gelassen hatte. Möglicherweise hätte den Offensivspieler die vergebene Chance in der Hinrunde noch völlig aus dem Konzept gebracht. Doch im Kalenderjahr 2024 scheint den Offensivspieler nicht viel aus der Ruhe bringen zu können. Alidou gab am vergangenen Samstag die richtige Antwort, war gegen Borussia Mönchengladbach gleich doppelt zur Stelle und verhalf den Kölnern zu einem 3:3-Unentschieden im Rheinderby. Ausgerechnet Alidou, der unter Steffen Baumgart keine Rolle mehr gespielt hat. „Mit dem neuen Coach läuft es ein bisschen besser“, sagte Alidou nun. „Jeder spielt offener. Er gibt uns auch das Selbstvertrauen, das wir brauchen. Die Mannschaft steht voll hinter mir. Sie stehen auch dazu, was ich mache.“ 

Alidou zahlt Vertrauen zurück

Am Samstag waren das in erster Linie zwei Treffer, die der Offensivspieler erzielte. Alidou schnürte den ersten Doppelpack seiner Profi-Karriere, erzielte für den FC nun vier Tore und damit mehr als bei seinen bisherigen Stationen in Hamburg (2) und Frankfurt (1). Dabei ist das Talent des 22-Jährigen schon seit jungen Jahren unbestritten. Doch die Karriere des Youngsters war bei der Eintracht in der vergangenen Spielzeit ein wenig ins Stocken geraten. Alidou durchlief im Grunde jede Jugendmannschaft des Hamburger SV, bevor er im Oktober 2021 sein Debüt bei den Profis gab. Fortan spielte er für die Profis des HSV, kam in der Spielzeit in 23 Zweitliga-Partien zum Einsatz, bereitete sieben Treffer vor und erzielte zwei selbst. Noch 2022 hatte der schnelle Außenbahnspieler ein Angebot der Kölner offenbar abgelehnt. 2023 zog es Alidou doch nach Köln. Vermutlich in der Hoffnung, Steffen Baumgart würde ihm aus dem Formtief helfen.

Das übernimmt nun Timo Schultz. Zwar mag Faride Alidou noch nicht alles gelingen. Doch der Schienenspieler wird für den FC immer wichtiger. Immerhin kommt der gebürtige Hamburger nun auf vier Treffer, belegt in der internen Torjäger-Liste Rang zwei hinter Davie Selke. “In der Offensive haben sich ein paar Spieler in den Vordergrund gespielt, die sonst nicht so die Rolle gespielt haben”, sagte Schultz und meinte wohl Akteure wie Alidou oder Adamyan, der ebenfalls kein schlechtes Spiel gegen Gladbach ablieferte. Alidou scheint in Köln endlich angekommen zu sein und eröffnet damit die spannende Frage nach seiner Zukunft. Dass der FC den Spieler gerne behalten würde, steht angesichts der Formkurve und der Transfersperre außer Frage. Doch Alidou dürfte nun auch wieder das Interesse der Eintracht wecken, die eine Rückkaufoption auf den 22-Jährigen hat. Wenn die Eintracht will, hat der FC keine Chance. Möglich wäre aber auch eine Verlängerung der Leihe.

Zweite Nominierung für Alidou

Aktuell fühlt sich Alidou in Köln jedenfalls wohl, betonte am Samstag im Sportstudio, dass der Trainer ihm ein gutes Gefühl gebe. Die starke Leistung im Derby ehrte auch einmal mehr die Fachzeitschrift „Kicker“. Alidou wurde erneut in die „Elf des Spieltags“ gewählt. Für den Kölner Akteur ist es bereits die zweite Nominierung in dieser Saison. Marvin Schwäbe führt damit die interne Liste der Kölner an. Bislang wurden Spieler des FC zwölf Mal in die Auswahl gewählt. Zuletzt Marvin Schwäbe. Auch Max Finkgräfe, Jeff Chabot, Eric Martel, Florian Kainz, Davie Selke, Luca Waldschmidt und Dejan Ljubicic wurde bereits nominiert. Die Liste führen die beiden Leverkusener Alejandro Grimaldo (9) und Jeremie Frimpong (8) an.


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Die Mutmacher

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Die Mutmacher

Auch, wenn am Samstag nicht alles rund lief, sind die Kölner Youngsters Justin Diehl und Max Finkgräfe die Hoffnungsträger der aktuellen Mannschaft. Ihre Unbekümmertheit könnte sich im Abstiegskampf noch auszahlen.

Der 1. FC Köln spielte am Samstag mit der jüngsten Startelf der gesamten Liga gegen den VfB Stuttgart. Auch, wenn sie nicht restlos überzeugen konnten: Justin Diehl und Max Finkgräfe sind die Mutmacher beim FC.

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Eigentlich hätte es das Startelf-Debüt schon vor einigen Wochen geben sollen, nun hätte es für die besondere Premiere wohl keinen besseren Gegner geben können. Gegen den VfB Stuttgart stand Justin Diehl erstmals in der Bundesliga-Anfangsformation. Ausgerechnet Stuttgart, der Club, der anscheinend am intensivsten um die Dienste des Youngsters buhlt. Der Arbeitsnachweis des 19-Jährigen war am Samstag dann aber doch überschaubar: Diehl kam in 60 Minuten auf einen Torschuss, keine Torschussvorlage, immerhin sechs Dribblings und einen haarsträubenden Fehlpass.

Schultz: „Wir wissen was der Junge kann“

So wirklich rund lief es bei dem Youngster gegen den VfB nicht. „Er ist ein talentierter junger Spieler, der auch noch Lehrgeld bezahlen muss. Aber er hat die Qualität und den Mumm, das Eins-gegen-eins zu suchen“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Und gerade das suchte der 19-Jährige auch ab und an gegen den VfB. Zwar meist mit mäßigem Erfolg, doch seine Laufwege sind vielversprechend und unterscheiden sich beispielsweise von denen eines Linton Maina, der eher mit Tempo über die Flügel geht und dann den Ball in die Box bringt. Diehl will lieber den direkten Abschluss, auch, wenn es dafür schon mal leise Kritik geben mag. Den direkten Weg Richtung Tor suchen die FC-Profis in dieser Spielzeit bislang eher selten – zu selten.

„Wir wissen, was der Junge kann. Aber er hat heute auch gesehen, dass er in einigen Bereichen noch zulegen muss”, sagte auch FC-Trainer Timo Schultz. So tat sich der Offensivspieler gerade im Duell mit Josha Vagnoman am Samstag unheimlich schwer und hatte zudem seine Probleme in der Defensivarbeit. “Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein bisschen Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des VfB. Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max Finkgräfe zu unterstützen“, so Schultz weiter. Dennoch ist der 19-Jährige so etwas wie der Mutmacher oder neben Max Finkgräfe einer der Mutmacher der Geißböcke.

Wie geht es weiter mit Diehl?

Finkgräfe und Diehl stehen symptomatisch für die Zukunft, für den Weg des 1. FC Köln. Selbst wenn jene Zukunft gerade bei Diehl nach wie vor in den Sternen steht. Für die jungen Wilden rückt Schultz ganz bewusst von seiner Aussage, dass es im Abstiegskampf gerade auch auf die erfahrenen Spieler ankomme, ab. Wenn es nur um Erfahrung ginge, hätte beispielsweise ein Leart Pacarada auf der linken Defensivseite den Vorzug vor Finkgräfe erhalten müssen. Doch der Routinier saß einmal mehr 90 Minuten auf der Bank, hat gegen Finkgräfe zurzeit nicht den Hauch einer Chance. Auch der Linksverteidiger erwischte am Samstag nicht den besten Tag, fiel aber auch nicht in ein spielerisches Loch.

Schultz vertraut den Profis wie dem Shootingstar oder eben Diehl. Fast schon selbstverständlich krallen sich die Youngsters gefühlt jede Standardsituation – im Fall von Finkgräfe gegen Hoffenheim auch mit Erfolg. Die Eigengewächse sorgen für Tempo im Spiel, für den Überraschungsmoment, für das gewisse, vielleicht das fehlende Etwas. Diehl und Finkgräfe, die beiden Jüngsten, beleben das Kölner Spiel in einer fast schon erschreckenden Art und Weise. Zumindest bringen die beiden aktuell mehr Spielwitz und Gefahr auf den Rasen als so mancher Routinier. An Selbstvertrauen mangelt es den 19-Jährigen nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zu einigen anderen Spielern scheint der Kopf frei zu sein.

Diehl zahlt das Vertrauen nicht nur mit seiner unbekümmerten Spielweise auf dem Platz zurück. Dem Vernehmen nach soll der Youngster einen Abgang aus Köln nicht mehr kategorisch ablehnen, die Chancen für einen Verbleib sind nicht gut, sie haben sich aber minimal verbessert. Ein kleiner, aber vielleicht nicht unbedeutender Erfolg. In einer ähnlichen sportlichen Situation feierten in der Spielzeit 2019/2020 ebenfalls vier Kölner Youngster ihr Bundesliga-Debüt. Ismail Jacobs, Jan Thielmann, Tim Lemperle und Noah Katterbach.


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Mit der jüngsten Elf der Liga in den Abstiegskampf

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Mit der jüngsten Elf der Liga in den Abstiegskampf

Noch am vergangenen Donnerstag hatte der Kölner Trainer auf die Bedeutung von erfahrenen Spielern im Abstiegskampf hingewiesen. Am Samstag schickte Timo Schultz die jüngste Startelf der Liga ins Rennen.

Der 1. FC Köln spielte am Samstag mit der jüngsten Startelf der gesamten Liga gegen den VfB Stuttgart – und das auch ordentlich. Dabei hatte FC-Trainer Timo Schultz noch darauf hingewiesen, dass es auch auf Erfahrung ankommen wird.

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Lange hatten die Fans auf seinen Einsatz hin gefiebert. Der Einsatz von Justin Diehl kam dementsprechend auch nicht sonderlich unerwartet, er barg aber ein gewisses Risiko. Denn mit ihm und Max Finkgräfe setzte Schultz auf der linken Außenbahn auf zwei 19-jährige Eigengewächse. Ein mutiges Unterfangen gegen spielstarke Schwaben. Wie auch der Kölner Trainer später einsah. „Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein bisschen Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des VfB. Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max Finkgräfe zu unterstützen. Ich glaube, das war auch der Hauptgrund, warum der VfB in der Mitte der ersten Halbzeit wirklich enorm Druck aufbauen konnte“, sagte der Coach.

Sechs Spieler nicht älter als 23 Jahre

Auch wenn Diehl sicher nicht seinen besten Tag erwischte, halten die Kölner Verantwortlichen große Stücke auf den Youngster. So sehr, dass Schultz seine eigene Aussage, dass es im Abstiegskampf gerade auf die erfahrenen Spieler ankommen werde, ein wenig konterkarierte. „Mir ist es egal, wer Verantwortung übernimmt. Es ist schon klar, dass man als erfahrener Spieler in kritischen Situationen auf und neben dem Platz, vielleicht schon eine gewisse Ruhe mit reinbringen kann“, hatte der 46-Jährige noch am Donnerstag gesagt.

Eine wirklich routinierte Mannschaft stellte der Trainer nicht auf. Mit Finkgräfe, Diehl dazu noch Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Eric Martel standen wieder einmal fünf Spieler in der Startelf, die nicht älter als 22 Jahre sind. Inklusive dem 23-jährigen Rasmus Carstensen waren es sechs Jungspunde, die aufliefen. Immerhin mit Martel, Thielmann und Carstensen aber Akteure, die schon mit mehr als 100 Pflichtspielen auf reichlich Profi-Erfahrung zurückblicken können.

Jüngste Startelf seit drei Jahren

Nun wird Schultz aber auch nicht müde zu betonen, dass es ihm gar nicht so sehr auf das Alter der Spieler ankomme. Gerade Finkgräfe sei doch ein gutes Beispiel, dass auch junge Spieler auf einem konstant hohen Niveau spielen können. Das Durchschnittsalter der Kölner Startelf betrug am Samstag 24,2 Jahre. Damit schickte Schultz nicht nur die jüngste FC-Anfangsformation der gesamten Saison auf den Platz, es war auch die jüngste Startelf aller Bundesligisten in dieser Saison. Bislang hielt RB Leipzig die Bestmarke aus dem Duell gegen Leverkusen am 18. Spieltag mit 24,6 Jahren. Schultz stellte zudem die jüngste FC-Elf seit mehr als drei Jahren auf. Unter Markus Gisdol spielten die Kölner damals laufend mit einer extrem jungen Mannschaft. Im Dezember 2020 betrug das Durchschnittsalter um den 18-jährigen Jan Thielmann gerade einmal 23,3 Jahre.

Unter Steffen Baumgart betrug das Durchschnittsalter noch 26,5 Jahre. Sicherlich hängt der junge Schnitt mit den Verletzungen von Davie Selke oder Mark Uth zusammen. Aber eben nicht nur. Der Erfolg gibt Schultz bislang recht. Trotz der Verjüngungskur hat Schultz dem Team Stabilität verliehen, ein Punkt gegen ein Topteam wie Stuttgart scheint plötzlich zwar einer Überraschung, aber sicher keiner Sensation gleichzukommen.


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